Bundesregierung soll Luftschadstoffe vermeiden statt verdünnen: Deutsche Umwelthilfe kritisiert neue Vorschriften für höhere Schornsteine als Scheinlösung

23.07.2021 – 10:12

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) Bundesregierung setzt mit neuen Vorschriften für höhere Schornsteine auf eine weitere Verteilung von gesundheitsschädlichen Abgasen, anstatt diese zu vermeiden beziehungsweise zu verringern DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch: “Die geplante Novellierung der ‘Saubere Luft’-Verordnung atmet den Geist der 70er Jahre, Giftstoffe durch höhere Schornsteine nicht zu reduzieren, sondern nur breiter zu verteilen. Das ist insbesondere zynisch angesichts von 60.000 vorzeitigen Todesfällen durch Feinstaub in Deutschland.” DUH fordert Bundesländer auf, im Bundesrat dieser geplanten Veränderung der Luftreinhaltegesetzgebung nicht zuzustimmen Anforderungen des Gütezeichens “Blauer Engel für Kaminöfen” müssen zum Mindeststandard für alle Kamin- und Scheitholzöfen gemacht werden Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hält den in der vergangenen Woche vom Bundeskabinett beschlossenen Entwurf von neuen Vorschriften für Schornsteine für ungeeignet und kontraproduktiv, um Gesundheit und Klima zu schützen. Die neuen Vorschriften betreffen die 1. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (1. BImSchV) und sollen künftig für neu errichtete kleine Feuerungsanlagen wie Holzöfen gelten – sie bedürfen allerdings noch der Zustimmung des Bundesrats. “Die geplante Novellierung der ‘Saubere Luft’-Verordnung 1. BImSchV atmet den Geist der 70er Jahre. Giftstoffe werden durch höhere Schornsteine nicht reduziert, sondern nur breiter verteilt. Das ist zynisch angesichts 60.000 vorzeitiger Todesfälle durch Feinstaub in Deutschland. Notwendig sind wirksame Maßnahmen, um Luftschadstoffe von vornherein zu vermeiden oder zu verringern. Stattdessen setzt die Bundesregierung mit der Verdünnung der Abgase durch höhere Schornsteine auf eine Scheinlösung. Ultrafeiner Staub, Rußpartikel, krebserzeugende Kohlenwasserstoffe und sonstige Abgasbestandteile aus der Verbrennung von Holz verbreiten sich so dennoch weiträumig und landen am Ende doch wieder in unserer Atemluft. Die Luft bleibt also genauso schmutzig”, kritisiert Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. Auch aus Sicht des Klimaschutzes ist die Maßnahme unsinnig, denn die Ruß- und Methanemissionen von Holzöfen werden durch die neuen Vorschriften nicht gemindert. “Statt Phrasen zum Klimaschutz zu verbreiten, sollte die Bundesregierung die hochklimawirksamen Rußemissionen (“Black Carbon”) aus der Holzverbrennung endlich drastisch reduzieren”, fordert Axel Friedrich, internationaler Experte für Luftreinhaltung und Berater der DUH. “Die von der Bundesregierung beschlossene reine Verdünnung der Abgase erinnert fatal an die Maßnahmen der 70er Jahre, um den blauen Himmel über der Ruhr durch höhere Schornsteine wiederherzustellen”, so Friedrich weiter. Mit Blick auf die noch ausstehende Befassung des Bundesrates mit den neuen Vorschriften fordert die DUH die Bundesländer dazu auf, den Verordnungsentwurf in der jetzigen Form im Bundesrat abzulehnen. Stattdessen müssen sie auf eine grundlegende Überarbeitung der entsprechenden Vorgaben in der 1. BImSchV drängen, fordert die Umwelt- und Verbraucherschutzorganisation. Diese Forderung hat die DUH in einem Brandbrief an die Umweltminister aller 16 Bundesländer gestellt. Ruß- und Staubpartikel aus Hauskaminen müssen um mindestens 90 Prozent reduziert und nicht durch höhere Schornsteine einfach nur weiter verteilt werden. Hierfür steht mittlerweile geeignete Technik zur Verfügung wie zum Beispiel Kaminöfen mit einem wirksamen Partikelabscheider. Als Serienprodukt sind solche Anlagen mit dem “Blauen Engel”, dem Umweltzeichen der Bundesregierung, verfügbar. Darüber hinaus bedarf es einer Weiterentwicklung der Bundes- und Landesimmissionsschutzgesetzgebung. Kommunen müssen weitergehende Möglichkeiten erhalten, das Heizen mit Holz auf emissionsarme Anlagen mit dem Blauen Engel zu beschränken. “Die Anforderungen des Blauen Engels müssen nicht nur bereits jetzt für Neuanlagen, sondern binnen weniger Jahre auch für die mehr als 10 Millionen bestehenden Holzöfen zum Standard werden”, so Resch weiter. Links:Pressekontakt:Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer0171 3649170, . Axel Friedrich, Internationaler Experte für Luftreinhaltung0157 7152163, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe,www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe,www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Karliczek: Gemeinsam mit unseren westafrikanischen Partnern gegen den Klimawandel

22.07.2021 – 12:04

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) BMBF fördert den Neubau des Kompetenzzentrums für Klimawandel und angepasstes Landmanagement in Burkina Faso Bei der heutigen WASCAL-Ministerkonferenz (West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use) in Ouagadougou, Burkina Faso, wurde auch der Grundstein für das neue Gebäude des WASCAL-Klimakompetenzzentrums gelegt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das westafrikanische Kompetenzzentrum für Klimawandel und angepasstes Landmanagement WASCAL gemeinsam mit elf westafrikanischen Partnerländern eingerichtet. Der moderne Neubau soll das Forschungs- und Datenzentrum von WASCAL beherbergen, an das auch eine Graduiertenschule für wissenschaftliches Datenmanagement angeschlossen wird. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Wir brauchen starke strategische Partnerschaften auf internationaler Ebene, um den Klimawandel einzudämmen und die Klimaanpassung voranzubringen. Die Grundsteinlegung für den Neubau des WASCAL-Klimakompetenzzentrums in Burkina Faso ist ein wichtiges Zeichen des gemeinsamen Engagements mit unseren westafrikanischen Partnern gegen den Klimawandel. Der Bau wird dazu beitragen, dass WASCAL in Westafrika zur führenden Institution für die regionale Klimaforschung wird. Das BMBF gibt für den Neubau rund sieben Millionen Euro. Wir investieren gemeinsam mit Westafrika auch in die Fachkräfteausbildung für Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort. Das BMBF hat bisher die Ausbildung von fast 400 jungen Akademikerinnen und Akademikern an einer der zwölf WASCAL-Graduiertenschulen unterstützt. Im Herbst beginnt der fünfte Studienjahrgang mit 240 Studierenden. Das Programm fördern wir mit 12,5 Millionen Euro. Darüber hinaus hat das BMBF als neuen Schwerpunkt an vier WASCAL-Standorten ein Masterstudienprogramm ‘Grüner Wasserstoff’ ab 2021 aufgelegt, um Fachkräfte vor Ort auch in dieser wichtigen Klimaschutztechnologie auszubilden und so ihre eigene Zukunft mitzugestalten. Ich freue mich sehr, dass das Interesse an diesem neuen Studiengang bereits sehr groß ist.” Der Innovationsbeauftragte “Grüner Wasserstoff” Dr. Stefan Kaufmann MdB, der das BMBF auf der heutigen Ministerkonferenz via Online-Zuschaltung vertrat, erklärt: “Die Herausforderung Klimawandel meistern wir nur gemeinsam. Internationale Zusammenarbeit ist der zentrale Schlüssel – wir brauchen nachhaltige Lösungen für alle Erdteile und Regionen. Mit WASCAL schreibt Deutschland an einer westafrikanischen Erfolgsgeschichte mit. Seit seiner Gründung hat sich hier ein regionales Kompetenzzentrum entwickelt, das weit über die Region hinausstrahlt. Es bringt in einem länderübergreifenden Ansatz die besten Köpfe zusammen und trägt wesentlich dazu bei, dass die Zahl der Klimaexpertinnen und -experten in der Region wächst. Als die ersten WASCAL-Graduiertenschulen im Jahr 2012 gegründet wurden, schätzte die Weltbank die Zahl der entsprechenden Fachleute in Westafrika auf weniger als 500. Diese Zahl haben wir jetzt schon fast verdoppeln können. Im Oktober schlagen wir ein weiteres Zukunftskapitel auf: 60 Studierende werden in ein Master-Studium zu grünen Wasserstofftechnologien starten. Die Grüne Wasserstoffwirtschaft ist eine einmalige Möglichkeit für die Staaten Westafrikas – das zeigt der vom BMBF geförderte Potenzialatlas ‘H2Atlas-Africa’. Grüner Wasserstoff kann zum Motor einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort werden, die gerade jungen Menschen vielfältige Chancen und Perspektiven eröffnet. Diese Chancen wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern in Westafrika ergreifen. WASCAL spielt dabei eine zentrale Rolle – als Plattform zur Ausbildung von Fachkräften und exzellente Forschungsinfrastruktur vor Ort.” Hintergrund: Das BMBF engagiert sich seit mehr als zehn Jahren dafür, dass im Leuchtturmprojekt WASCAL (West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use) nachhaltig wirksame wissenschaftliche Kooperationsstrukturen in der Region geschaffen werden. Dies geschieht in enger Partnerschaft mit den elf westafrikanischen Staaten Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Togo und den Kapverden. Auch Sierra Leone, Guinea, Guinea-Bissau und Liberia sollen langfristig Mitglieder der WASCAL-Gemeinschaft werden. 2010 begann die gemeinsame Planungsphase, 2012 die Umsetzung. Seit 2012 hat das BMBF mehr als 120 Millionen Euro in Forschung, Kapazitätsentwicklung und den Ausbau von Beobachtungsnetzwerken investiert. Die WASCAL-Ministerkonferenz ist ein Signal, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung die afrikanischen Partner weiterhin im Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels unterstützt. Hinzu kommen neue Initiativen zur Entwicklung von Klimaschutztechnologien, wie Grüner Wasserstoff. Der Innovationsbeauftragte “Grüner Wasserstoff” Dr. Stefan Kaufmann MdB, vertritt auf der Konferenz Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. An der WASCAL-Ministerkonferenz am heutigen Donnerstag nehmen die für Universitäten und Forschung zuständigen Minister der elf beteiligten afrikanischen Staaten teil. Das BMBF setzt auf strategische Partnerschaften mit West- und Südafrika, um den Klimawandel einzudämmen und die Klimaanpassung zu stärken. Hier stehen auch genügend Flächen und Potenziale für Solar- und Windenergie zur Verfügung, um nicht nur den eigenen Energiebedarf vor Ort decken, sondern darüber hinaus Energie in Form von Grünem Wasserstoff exportieren zu können. So kann die nachhaltige Entwicklung Afrikas unterstützt und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag geleistet werden, um unsere Klimaziele in Verkehr und Industrie zu erreichen. Das WASCAL-Kompetenzzentrum in Ouagadougou betreut gemeinsam mit deutschen Forschungspartnern ein modernes Beobachtungs- und Messnetzwerk in der gesamten WASCAL-Region und plant dessen Ausbau. Bestandteil des WASCAL Beobachtungs- und Messnetzwerks ist ein Netzwerk aus 50 automatischen Wetterstationen und drei experimentellen Einzugsgebieten in Ghana, Burkina Faso und Benin. Ein institutioneller langfristiger Betrieb der Messnetzwerke durch WASCAL und die nationalen meteorologischen Dienste soll eine hohe Datenqualität ohne Datenlücken gewährleisten. Erst langjährige Zeitreihen liefern belastbare Eingangsgrößen für regionale Klimawandelmodelle, übergreifende Analysen des Zusammenwirkens von Klima, Land und Gesellschaft und für Szenarien als Grundlage für Entscheidungen. Das WASCAL-Kompetenzzentrum verfügt über eine eigene Satellitenempfangsanlage, ein Labor für Geoinformationssysteme und Fernerkundung und ein modernes Geodatenportal (WADI). Zur Bereitstellung der benötigten Rechnerleistung wurde ein Hochleistungsrechner (HPC) installiert. Ein interdisziplinäres und internationales Team von westafrikanischen Forschenden betreut die Forschungsinfrastruktur des Kompetenzzentrums und ist Kooperationspartner für die Forschungsprojekte der WASCAL-Graduiertenschulen und des Forschungsprogramms. Weiterführende Informationen:https://ots.de/ArdbjhWASCAL – Combating Climate Change. Improving Livelihoodshttps://www.h2atlas.de/de/Pressekontakt:Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Grünes Licht für Nord Stream 2 wäre klimapolitischer Sündenfall ausgerechnet in der Woche der Flutkatastrophe

21.07.2021 – 09:13

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) Die nach übereinstimmenden Agenturmeldungen kurz bevorstehende Einigung zwischen der Bundesregierung und den USA über den Verzicht auf Sanktionen gegen die umstrittene Mega-Pipeline Nord Stream 2 kommentiert DUH Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner wie folgt: “Klimapolitisch bleibt die Nord Stream 2 Pipeline ein Sündenfall ersten Ranges. Es ist ein besonderer Skandal, dass dieses größte fossile Infrastrukturprojekt Europas von der Bundesregierung gerade in der Woche grünes Licht erhalten soll, in der große Teile des Landes wegen einer vom Klimawandel mit verursachten Flutkatastrophe unter Wasser stehen. Fossile Großprojekte wie die Nord Stream 2 Pipeline mit ihrem Fassungsvermögen, das 97 Millionen Tonnen CO2 jährlich entspräche, passen nicht mehr in die Zeit. Die Deutsche Umwelthilfe wird deswegen weiter mit allen juristischen Mitteln gegen Fertigstellung und Inbetriebnahme des Projektes vorgehen.” Pressekontakt:Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

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NABU zum Extremwetter: Gesellschaftlicher Druck und politischer Handlungswille nötig / Krüger: Deutschland ist noch nicht gut genug auf Extremwetterereignisse infolge des Klimawandels vorbereitet

21.07.2021 – 09:03

NABU

Berlin (ots) Die Auswirkungen der aktuellen Extremwetterereignisse im Westen und Süden sind erschütternd. Viele Menschen haben ihr Leben verloren. Orte und Landschaften sind durch die großen Zerstörungen nicht wiederzuerkennen. Es wird lange dauern und sehr teuer sein, die Folgen der Naturkatastrophe zu beseitigen. Dennoch besteht Raum, um die Folgen von Wetterextremen abzumildern. Dafür braucht es aber in Gesellschaft und Politik ein entsprechendes Handlungsbewusstsein. NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger ist sehr nachdenklich: “Die Wissenschaft warnt uns schon lange davor und sagt, dass extreme Wetterereignisse als eine Auswirkung des Klimawandels über lange Zeit weiter zunehmen werden. Neben der Begrenzung des Klimawandels auf 1,5 Grad müssen wir uns klar machen, dass wir auch auf den bisher schon verursachten Klimawandel reagieren müssen. Eine Niederschlagsmenge von 150 Litern pro Quadratmeter würde fast überall in Deutschland zu gravierenden Hochwassern führen. Wir sollten uns deshalb sehr selbstkritisch fragen, ob wir auf Hitzewellen, Trockenheit und daraus resultierende Waldbrände, aber auch auf Hagel, oder wie aktuell Starkregen und Hochwasser gut vorbereitet sind und wie wir unsere Landschaften fit für den Klimawandel machen.” Es gibt gute Beispiele, bei denen Erkenntnisse aus vorangegangenen, verheerenden Hochwassern bereits zu Verbesserungen geführt haben. So sind an vielen Stellen neue Überflutungsflächen geschaffen worden, beispielsweise entlang der Elbe. In vielen Ortschaften sieht es jedoch ganz anders aus. Eine große Anzahl an Gebäuden und Industrieunternehmen steht entlang der Flüsse in potenziellen Hochwassergebieten. Neben der Gefahr für Menschenleben drohen im Falle von Überschwemmungen Umweltschäden und enorme Kosten für die Gesellschaft. Dazu Krüger: “Naturbasierte Lösungen sind oft sehr viel einfacher und dauerhaft günstiger als technische Lösungen. Dazu müssen entlang der Flüsse die natürlichen Überflutungsflächen wieder geschaffen werden. Außerdem gilt es, an möglichst vielen Stellen die Bodenversieglung, auch in Siedlungen, aufzubrechen. Bei Hitzewellen können Temperaturen vor allem in dicht bebauten Gebieten ins Unerträgliche steigen. Gut geplante Frischluftschneisen und natürliche Verschattungen sind hier von großem Nutzen. Gesunde Wälder und intakte Feuchtgebiete helfen zudem bei Wasserhaushalt und Temperaturen. Dabei ist völlig klar: Auch eine solche Anpassung unserer Landschaften an die Folgen des Klimawandels wird Geld kosten.” Langfristig lassen sich noch drastischere Auswirkungen durch den Klimawandel nur durch konsequente Reduktion von CO2-Emissionen und Sicherung von Kohlenstoffsenken vermeiden. “Bei der Bindung von Kohlenstoff ist die Natur ein wichtiger Verbündeter. Mindestens 15 Prozent unserer Landes- und Meeresfläche sollten deshalb für Renaturierungsprojekte vorgesehen werden. Moore müssen geschützt und wiedervernässt werden, damit die eingelagerten Kohlenstoffe das Klima nicht noch zusätzlich belasten. Und die Form der Landwirtschaft sollte auf Humusaufbau und Wasserversickerung im Boden abzielen,” so Krüger. “Treiber dieser Veränderungen kann nur die Gesellschaft sein. Die kommende Bundestagswahl bietet die Chance das politische Angebot aller Parteien jetzt stärker auf Klima- und Naturschutz zu fokussieren.” Pressekontakt:Roland Panter, Pressesprecher, Tel. +49 30-284984-1510 odermobil +49 173-5483352, E-Mail: NABU-PressestelleRoland Panter | Julian Bethke | Britta Hennigs | Katrin Jetzlsperger| Silvia TeichTel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1538 | -1722 | -1534 | -1588Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail:

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Sustainability Survey Automotive / Automobilunternehmen sollten beim Thema Nachhaltigkeit mehr Gas geben

20.07.2021 – 10:08 <p class=”customer”> <a class=”story-customer” title=”weiter zum newsroom von Deloitte” href=”https://www.presseportal.de/nr/60247″>Deloitte</a> </p> <i><a data-category=”citylink-story-view” data-action=”click” data-label=”Citylink in Meldungsansicht” class=”story-city event-trigger” href=”https://www.presseportal.de/regional/M%FCnchen” title=”News ausMünchen “>München</a> (ots)</i></p><ul class=”naxml-ul”><li> Nachhaltigkeit hat in der Automobilbranche in den vergangenen Jahren zunehmend an Bedeutung

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Abfallverbrennung muss zum Erreichen der Klimaschutzziele in den EU-Emissionshandel einbezogen werden

16.07.2021 – 08:00

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) Die EU-Kommission hat am 14. Juli ihre Pläne zur Ausweitung des EU-weiten Emissionshandels vorgelegt. Durch die Einbeziehung zusätzlicher Wirtschaftssektoren soll der massenhafte Ausstoß an Klimagasen weiter verringert werden. CO2-Emissionen aus Abfallverbrennungsanlagen sollen jedoch nicht mit einem Preis belegt werden. Die Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Barbara Metz meint dazu: “Abfallverbrenner weiterhin aus dem EU-Emissionshandel auszunehmen, ist eine verpasste Chance für den Klimaschutz. Die Verbrennung von haushaltstypischen Abfällen heizt mit jährlich über 95 Millionen Tonnen CO2 den Klimawandel weiter an und vernichtet massenhaft Ressourcen. Dazu entstehen giftige Rückstände, die unterirdisch deponiert werden müssen. Eine CO2-Bepreisung von Abfallverbrennungsanlagen entlastet die Umwelt und das Klima, weil die Entsorgung über Verfeuerungsöfen deutlich unattraktiver wird. Das schafft Anreize, Abfälle zu vermeiden, die getrennte Erfassung von Wertstoffen zu verbessern und die Recyclingmengen zu erhöhen. Um die EU-Klimaschutzziele zu erreichen, ist jeder Beitrag zur CO2-Reduktion dringend notwendig. In den weiteren Verhandlungen im EU-Ministerrat muss sich die Bundesregierung für eine Aufnahme der Abfallverbrennungsanlagen in den EU-Emissionshandel einsetzen. Klimagase aus Verbrennungsanlagen brauchen endlich einen Preis.” Links: Gemeinsames politisches Forderungspapier der DUH und Zero Waste Europe zur Einbeziehung der Verbrennung von Siedlungsabfällen in das Europäische Emissionshandelssystem ETS: http://l.duh.de/p210422a Pressekontakt: Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin0170 7686923, Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft030 2400867-43, 0151 18256692, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

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Deutsche Umwelthilfe begrüßt EuGH-Urteil zu OPAL: Europäischen Erdgasmarkt auf Klimaschutzziele ausrichten

16.07.2021 – 07:30

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)- Europäischer Gerichtshof fällt Urteil zugunsten Polens, Lettlands und Litauens: Gazprom darf Kapazitäten der Erdgasleitung OPAL nicht vollumfänglich nutzen
– EU-Energiepolitik muss im Geiste der Solidarität unter EU-Mitgliedsstaaten nachhaltige Energieversorgung gewährleisten, Energieeffizienz unterstützen und Erneuerbare Energien ausbauen
– DUH sieht in Urteil auch Aufforderung zur Solidarität in Sachen Klimaschutz und klare Absage an neue fossile Projekte wie die Mega-Pipeline Nord Stream 2 Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt das gestrige Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) gegen die Gewährung einer vollumfänglichen Nutzungserlaubnis für die Kapazitäten der OPAL-Pipeline durch den russischen Staatskonzern Gazprom. In seiner Urteilsbegründung ging der EuGH explizit auf die Prinzipien der Solidarität und Loyalität zwischen den EU-Mitgliedsstaaten ein und unterstrich die Aufgabe der europäischen Energiepolitik in Hinblick auf Energieeffizienz, Versorgungssicherheit und den Ausbau der Erneuerbaren Energien. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: “Das Urteil des Europäischen Gerichtshofs illustriert die Gefahr einer zu großen Abhängigkeit von ausländischen Großkonzernen wie der russischen Gazprom. Wir dürfen nicht zulassen, dass fossile Monopolisten unsere Energieversorgung in einem solchen Maße kontrollieren, wie es durch die vollumfängliche Nutzungserlaubnis der OPAL-Leitung der Fall gewesen wäre. Ansonsten riskieren wir weitere Lock-in-Effekte, die uns noch stärker an fossile Energien binden und europäische Steuerzahlerinnen und Steuerzahler Millionen kosten. Der Ausweg führt über den massiven Ausbau Erneuerbarer Energien – nur so können wir unsere Abhängigkeit in Zukunft drastisch reduzieren. Insofern sehen wir in diesem Urteil eine Aufforderung, das Prinzip der Solidarität auch in Sachen Klimaschutz endlich konsequent anzuwenden. Der EU-Gasmarkt muss jetzt entlang der Klimaschutzziele ausgerichtet werden, anstatt weiter auf neue fossile Gas-Infrastruktur zu setzen. Damit ist das Urteil auch eine klare Absage an die Mega-Pipeline Nord Stream 2, die unsere Abhängigkeit von externen Gas-Importen noch vergrößern und den Weg hin zu 100 Prozent Erneuerbaren Energien weiter verbauen würde.” Hintergrund Die OPAL-Pipeline verläuft auf 473 Kilometern Länge durch Deutschland entlang der Westgrenze Polens – von Greifswald an der Ostseeküste durch Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen bis in die Tschechische Republik nahe Brandov, von wo aus Anschluss an die Pipelines Transgas und STEGAL besteht. 2016 hatte die EU-Kommission nach einem Antrag Deutschlands die Mengenbegrenzung für die Nutzung der OPAL-Pipeline durch Gazprom aufgehoben, womit die Nutzung von bis zu 100 Prozent der Kapazität durch Gazprom möglich wurde. Zusammen mit Litauen und Lettland zog Polen vor den EuGH, um die Entscheidung für nichtig zu erklären, da sie die Versorgungssicherheit der Erdgaslieferungen in die EU gefährde, insbesondere nach Osteuropa. Mit seiner gestrigen Urteilsbegründung richtet sich der EuGH gegen die Argumentation Deutschlands, das nach einer früheren Entscheidung des Gerichts zugunsten Polens in Berufung gegangen war. Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, -Newsroom:030 2400867-20, www.duh.de, www.twitter.com/umwelthilfe,www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe,www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Deutsche Umwelthilfe kritisiert angesichts katastrophaler Überflutungen Versäumnisse bei der Bekämpfung der Klima- und Wasserkrise

16.07.2021 – 07:00

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)- Klimaschutz wurde ebenso wie ökologischer Hochwasserschutz und Renaturierung von Auen jahrzehntelang verschleppt
– Auen, Moore und Feuchtgebiete müssen durch Renaturierung wieder als Kohlenstoff-Senken und für Aufnahme von Starkregen aktiviert werden
– DUH fordert von Bund und Ländern Sofortprogramm für ökologischen Hochwasserschutz, das Klimaschutz, Wassermanagement und Naturschutz verbindet Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht in den aktuellen Starkregenereignissen und katastrophalen Überschwemmungen einen weiteren Beleg für den Klimawandel sowie jahrzehntelange Versäumnisse im Gewässerschutz. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH kommentiert: “Die Bilder von überfluteten Häusern und die Berichte über im Einsatz ertrunkene Feuerwehrleute sind erschütternd und sollten die politisch Verantwortlichen endlich aufrütteln. Seit Jahrzehnten warnt die Wissenschaft vor den Folgen der Klimakrise. Doch die Klimakrise findet nicht in Zukunft statt, sondern zeigt sich hier und jetzt. Die dramatisch gestiegenen Sommertemperaturen in der Arktis haben das Klima auch bei uns verändert und lassen solche Extrem-Regenereignisse zukünftig regelmäßig erwarten. Nur durch konsequentes Umsteuern können wir die zunehmend katastrophalen Folgen des Klimawandels ausbremsen und weitere Verluste verhindern.” Sabrina Schulz, Leiterin des Teams “Lebendige Flüsse” der DUH, ergänzt: “Deutschland hat jahrzehntelang durch Untätigkeit im Klimaschutz Extremereignisse befördert und zeitgleich die Fähigkeit zur Wasseraufnahme in der Landschaft durch Übernutzung, Versiegelung und Entwässerung zerstört. Das zeigen ausufernde Flüsse und überlaufende Talsperren gerade erschreckend deutlich. Dabei können feuchte Auwiesen, kurvige Bäche und reich strukturierte Flüsse nicht nur Starkregen besser aufnehmen und Flutwellen abmildern, sie speichern auch Tonnen an Kohlenstoff. Renaturierungsziele wie die gesetzlichen Vorgaben der EG-Wasserrahmenrichtlinie zur Gewässerentwicklung verfehlt Deutschland trotzdem fast flächendeckend. Bund und Länder müssen ein Sofortprogramm einleiten, das Klimaschutz, Wassermanagement und Naturschutz zusammenführt. Im gesamten Gewässernetz muss es wieder natürliche Auenkorridore geben, in denen nur noch angepasste Nutzungen zulässig sind.” Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, Schulz, Teamleiterin Lebendige Flüsse0151 10645056, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe,www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe,www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Umdenken beim Waldmanagement – FSC Deutschland fordert gezielte Maßnahmen und langfristige Planung

15.07.2021 – 14:11

Forest Stewardship Council (FSC)

Freiburg/Berlin (ots) Der von Bundesministerin Klöckner vorgelegte Waldzustandsbericht zeichnet ein düsteres Bild von “Deutschlands grünen Lungen”. Der FSC Deutschland fordert daher ein Umdenken beim Waldbau und erwartet von der Politik konkrete Maßnahmen statt pauschaler Geldgeschenke an Waldbesitzende. Der gestern veröffentlichte Waldzustandsbericht der Bundesregierung ist aus Sicht des FSC Deutschland ein Alarmsignal für die ganze Gesellschaft. Im Zuge der Debatten um mehr Klimaschutz und die Begrenzung des durch Menschen verursachten Klimawandels, fällt dem Wald eine Schlüsselrolle zu. Dabei muss die Politik engagierten Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern auch unter die Arme greifen, ihre Wälder klimafest zu gestalten. Finanzielle Unterstützung aus Steuermitteln darf es nur geben, wenn diese dem langfristigen Erhalt von Waldökosystemen, u.a. durch den Umbau zu klimastabilen Mischwäldern, in einem sich erwärmenden und trockener werdenden Klima dienen. In Anbetracht der z.T. erheblichen Fördersummen, welche Waldbesitzende für den Waldumbau erhalten, sollte die Auszahlung aus Sicht von FSC Deutschland verbindlich an jährliche Prüfungen im Forstbetrieb gebunden sein. Der langfristige Ansatz eines solchen Waldumbaus ließe sich so transparent und nachvollziehbar gestalten. Waldbesitzer, die sich bereits einem der ökologisch anspruchsvolleren Zertifizierungssysteme (FSC oder Naturland) angeschlossen haben, hätten dabei auch keinen Mehraufwand, da bei ihnen bereits heute jährlich solche Betriebsprüfungen stattfinden. Pauschale Geldgeschenke an Waldbesitzende nach dem Gießkannenprinzip sind aus Sicht des FSC abzulehnen. Die im Bericht beschriebenen Waldschäden lassen sich auch auf Versäumnisse beim Waldumbau und der Förderung einer klimafesten Forstwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten zurückführen. Aus Sicht des FSC Deutschland geht dabei auch der Ansatz des neuen Klimaschutzgesetzes, welches in der letzten Sitzungswoche dieser Legislaturperiode sowohl Bundestag wie Bundesrat passierte, nicht weit genug. Das Klimaschutzgesetz definiert, welchen Beitrag Ackerland, Grünflächen, Moore und Wälder zum Klimaschutz leisten sollen, um vom Jahr 2030 an jährlich 25 Millionen Tonnen Treibhausgase aus der Luft zu holen. Ein hohes Ziel, welches vor allem auch durch eine höhere Speicherung von Kohlendioxid im Wald erreicht werden soll. Dies greift nach Ansicht des FSC jedoch zu kurz. Dies wird insbesondere dann offensichtlich, wenn durch die Klimaveränderung in den kommenden Jahren weitere Waldflächen vom Ausfall bedroht sind. Der Deutsche FSC-Standard rückt wesentliche Aspekte für einen stabilen Wald ins Zentrum: Neben der Förderung von natürlicher Verjüngung des Baumbestandes, bodenschonenden Erntemethoden, der Begrenzung von nicht heimischen Baumarten und der Minimierung und Reglementierung von Waldumwandlung, liegt das Augenmerk des FSC hier vor allem auf dem Zuwachs bei intakten Waldökosystemen. Konkret: das FSC-Konzept erhält unterm Strich mehr alte Bäume, die mehr CO2 pro Jahr binden können als junge Bäume. Dadurch bleiben resiliente Waldökosysteme trotz sich wandelndem Klima und fortlaufender Holzgewinnung erhalten. Die teilweise Stilllegung von Waldgebieten im Rahmen der Nationalen Biodiversitätsstrategie, ist in großen öffentlichen Wäldern dabei aus Sicht des FSC Deutschland genauso ein wichtiger Baustein für die Zukunft stabiler Waldökosysteme, wie eine konsequente Jagd und die nachhaltige selektive Holzernte zur Versorgung der Gesellschaft mit Holz. Der FSC-Standard fördert die Stabilität und Reaktionsfähigkeit von Waldökosystemen und bietet somit eine wichtige Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels und des schlechten Zustands vieler Waldgebiete in Deutschland. Für konkrete Handlungsempfehlungen zum Forstmanagement für klimastabile Wälder bietet der FSC Deutschland Waldbesitzenden, interessierten Bürgerinnen und Bürgern, Waldbewirtschaftenden und der Politik seine Expertise in Form von regelmäßigen Publikationen, Diskussionen und den neuesten Themenpapieren rund um die dringenden Fragen klimagerechter Waldwirtschaft an. Für mehr Details zu weiteren Themenfeldern rund um nachhaltiges Forstmanagement bietet der FSC Deutschland auch gerne Expertengespräche an, bei Interesse können Sie uns hierzu gerne kontaktieren. Über FSC Deutschland In Deutschland sind rund 1,44 Millionen Hektar Wald FSC zertifiziert und rund 3.750 Unternehmen verfügen über eine Zertifizierung ihrer Produktkette nach den FSC-Standards (Stand: März 2021). In deutschen Wäldern steht der FSC u.a. für eine Waldwirtschaft, die den Wald nicht übernutzt, die biologische Vielfalt fördert und die gegenüber interessierten Bürgern sowie Organisationen transparent handelt. Kahlschläge bei der regulären Holzernte sind untersagt und Pestizide dürfen nur eingesetzt werden, wenn dies gesetzlich gefordert wird. FSC setzt sich für die Mehrung natürlicher Mischwälder, die Schonung des Waldbodens, für den Schutz seltener Arten und Ökosysteme ein. Damit sind FSC-zertifizierte Wälder stabiler in einem sich wandelnden Klima und können als Ökosystem langfristig mehr CO2 binden. Für die Menschen im Wald sichert FSC faire Entlohnung und mehr Bürgerbeteiligung im Wald. Weltweit sind über 221 Millionen Hektar Wald nach den Standards des FSC zertifiziert. Über 55.000 Unternehmen in 129 Ländern nutzen FSC zur Kennzeichnung und Bewerbung von Produkten aus verantwortungsvoller Waldwirtschaft oder Recycling. Das aktuelle Themenpapier des FSC Deutschland zu klimastabilen Wäldern finden Sie unter: https://www.fsc-deutschland.de/preview.fsc-themenpapier-klimastabile-wlder.a-1614.pdf Pressekontakt: Lars Hoffmann, Tel.: 0761 – 386 53 68, E-Mail:

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Deutsche Umwelthilfe kündigt Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht Greifswald an: Modell der “Fake-Stiftung” darf keine Schule machen

15.07.2021 – 12:57

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)- Verwaltungsgericht Schwerin lehnt Eilantrag gegen Gründung der “Stiftung Klima- und Umweltschutz MV” ab
– Entscheidung betrifft nur einstweiliges Eilverfahren, Hauptsacheverfahren weiter offen
– DUH sieht Gefahr, dass landeseigene Stiftungen im Interesse privater Unternehmen gegründet und der rechtlichen Überprüfung durch die Zivilgesellschaft entzogen werden Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kündigt Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht (OVG) Greifswald an, nachdem der Eilantrag gegen die Gründung der “Stiftung Klima- und Umweltschutz MV” durch das Verwaltungsgericht (VG) Schwerin am Dienstag abgelehnt wurde. Nach Auffassung der DUH muss die Zivilgesellschaft prüfen können, ob unter dem Deckmantel landeseigener Stiftungen lediglich die Interessen einzelner Privatunternehmen geschützt werden. Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund des geltenden Europa- und Völkerrechts. Die Frage, ob Umweltschutzorganisationen gegen die Anerkennung von Stiftungen, die das Stiftungsrecht verletzen und das Gemeinwohl gefährden, gerichtlich vorgehen können, ist in der Rechtsprechung bislang nicht geklärt. Es handelt sich daher um einen Präzedenzfall. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: “Der Fall der Fake-Stiftung von Manuela Schwesig zeigt, was in Mecklenburg-Vorpommern unter öffentlicher Verwaltung verstanden wird. Ein Bundesland errichtet einen Schutzschild in Form einer landeseigenen Stiftung – die einzig den Interessen eines Privatunternehmens gilt – und diese Stiftung soll dann nicht durch Dritte überprüft werden können. Unter dem Vorwand, “Klimaschutz” zu betreiben, werden hier aktiv Bürgerinnen und Bürger getäuscht. Und alles, um das größte fossile Projekt Europas unter allen Umständen durchzudrücken. Das ist ein Skandal, der keinesfalls Schule machen darf. Es handelt sich um einen Präzedenzfall, der grundsätzliche Überlegungen der europaweit geltenden Aarhus-Konvention und damit letztlich auch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs berührt. Das Modell “Fake-Stiftung” darf sich auf keinen Fall als komfortables Mittel zur Umgehung effektiver Klimaschutzmaßnahmen durchsetzen.” Hintergrund: Die DUH hatte am 19. Mai 2021 Klage gegen die landeseigene “Stiftung Klima- und Umweltschutz MV” eingereicht und die Aufhebung des Anerkennungsbescheids gefordert. Nach Auffassung der DUH missachtet die Anerkennung der Stiftung durch das Justizministerium Mecklenburg-Vorpommern das Stiftungsrecht und gefährdet das Gemeinwohl. Am 13. Juli wies das VG Schwerin den Antrag der DUH auf Feststellung der aufschiebenden Wirkung der Klage gegen die Anerkennung der Stiftung zurück. Das Gericht hat hiermit jedoch nur eine Entscheidung im einstweiligen Eilverfahren getroffen, nicht aber in der Hauptsache. Nach Sichtung der Anerkennungsunterlagen des Justizministeriums MV hat die DUH die Klage am 30. Juni 2021 weiter in der Hauptsache begründet und sieht sich in seiner Auffassung der fehlenden Gemeinwohlverträglichkeit der “Stiftung Klima- und Umweltschutz MV” bestätigt. Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

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Deutsche Umwelthilfe fordert gemeinsam mit Umwelt- und Industrieverbänden: Illegalen Verkauf und Import umwelt- und gesundheitsschädlicher Produkte über Online-Plattformen stoppen

15.07.2021 – 09:30

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)- Offener Brief fordert Europäisches Parlament auf, sich für die Festlegung umfassender Sorgfaltspflichten für Amazon, AliExpress und Co. einzusetzen
– Aktuelle Gesetzesvorschläge der EU-Kommission gegen massenhaften Import rechtswidriger, unsicherer und umweltschädlicher Produkte greifen zu kurz
– Umfrage der Deutschen Umwelthilfe belegt fehlende Transparenz und Missachtung von Umwelt- und Verbraucherschutz bei großen Online-Marktplätzen Illegale Produkte auf Online-Marktplätzen wie Fälschungen, gepanschte Kosmetika, mit Schadstoffen belastetes Kinderspielzeug und nicht gesetzeskonforme Autoteile gefährden die Umwelt und die Sicherheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Online-Marktplätze sollen daher für nicht gesetzeskonforme Produkte auf ihren Plattformen haften. Dies fordern in einem offenen Brief an das Europäische Parlament die Deutsche Umwelthilfe (DUH), das European Environmental Bureau (EEB), die Environmental Coalition on Standards (ECOS), Zero Waste Europe, die European Waste Management Association (FEAD), der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Naturschutzbund Deutschland (NABU), Germanwatch, der Bundesverband der Deutschen Entsorgung-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft (BDE) und die Dirk Rossmann GmbH. Dies gelte insbesondere dann, wenn kein anderer Akteur mit Sitz in der EU greifbar ist. Das Europäische Parlament erarbeitet derzeit seine Position zu mehreren EU-Gesetzesvorhaben zur Regulierung digitaler Märkte und der Produktsicherheit. “Online-Marktplätze dürfen nicht länger das Einfallstor für unsichere, gefälschte und umweltschädliche Produkte sein. Wenn Händler aus dem Ausland in der EU nicht greifbar sind, müssen Amazon, AliExpress und Co. die volle Verantwortung für die auf ihren Plattformen vertriebenen Produkte übernehmen. Nach den viel zu schwachen Vorschlägen der EU-Kommission zur Regulierung digitaler Märkte und der Produktsicherheit ist nun das EU-Parlament am Zug. Umwelt- und Verbraucherrechte müssen gerade bei den während der Corona-Krise gewachsenen Online-Marktplätzen vollständig und umfassend durchgesetzt werden. Sie müssen für den Schaden aufkommen, der durch schadstoffbelastete oder minderwertige Produkte verursacht wird”, fordert Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH. Neben Produkten mit Sicherheitsmängeln oder hohem Schadstoffgehalt werden auf Online-Marktplätzen auch Batterien, Elektrogeräte und Verpackungen angeboten, die häufig nicht die gesetzlichen Vorgaben zur Rücknahme, Registrierung und umweltgerechten Entsorgung erfüllen. Durch die Missachtung der Vorgaben umgehen Verkäufer Gebühren für bestehende Sammel- und Entsorgungssysteme und verursachen finanziellen Schaden bei ordnungsgemäß arbeitenden Unternehmen. Das Bündnis von Umwelt- und Industrieorganisationen fordert daher, dass Online-Marktplätze umfassende Sorgfaltspflichten einhalten müssen. Die Plattformen sollen verpflichtet werden, die Einhaltung von Hersteller-, Händler- und Rücknahmepflichten zu überprüfen. Online-Marktplätze sind dazu angehalten, sichtbare Kontaktdaten des in der EU sitzenden und gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern haftenden Akteurs zu gewährleisten. Bei Produkten, die der erweiterten Herstellerverantwortung unterliegen, wie Elektrogeräten, Batterien und Verpackungen, bedarf es der Anzeige der Registrierungsnummer des Herstellers. Nur so können Verbraucherinnen und Verbraucher sicher sein, dass sie legale und sichere Produkte kaufen. Eine aktuelle Umfrage der DUH unter Online-Marktplätzen ergibt: Keine der großen Plattformen geht ausreichend gegen rechtswidrige Angebote auf ihrer Webseite vor. Beispielsweise gab keine der großen Plattformen an, dass bei festgestellten Gesetzesverstößen und gesperrten Angeboten auch weitere Angebote des Verkäufers oder ähnliche Angebote anderer Verkäufer überprüft werden. “Amazon spricht gerne über die eigenen Klimaziele, aber schweigt zur Frage, inwieweit Umwelt- und Verbraucherrechte auf der eigenen Plattform durchgesetzt werden. Während kleinere Marktplätze wie der Avocado Store in unserer Umfrage ausführlich antworteten und eine konsequente Auflistung illegal agierender Verkäufer zusicherten, vermieden die großen Verkaufsplattformen wie Amazon, AliExpress und Wish uns dazu Auskunft zu geben. Tatsächlich wurde auch unseren Hinweisen auf mutmaßliche Verstöße wiederholt nicht umgehend nachgegangen. Leidtragende sind nicht nur rechtschaffene Händlerinnen und Händler, sondern vor allem unsere Umwelt sowie Verbraucherinnen und Verbraucher”, sagt Philipp Sommer, Stellvertretender Leiter des Bereichs Kreislaufwirtschaft bei der DUH. Hintergrund: Um den massenhaften illegalen Import gesundheits- und umweltgefährdender Produkte in die EU zu unterbinden, tritt am 16. Juli eine EU-Marktüberwachungsverordnung in Kraft. Darüber hinaus hat die Europäische Kommission Gesetzesvorschläge über digitale Dienste und Märkte sowie allgemeine Produktsicherheit erarbeitet, die Verbraucherschutz, Transparenz und fairen Wettbewerb stärken sollen. Diese Regulierungen greifen bei Online-Marktplätzen zu kurz, die illegale Importe in die EU ermöglichen. Sie regulieren in erster Linie die Zusammenarbeit mit Marktüberwachungsbehörden und enthalten keine Verpflichtung für Online-Marktplätze, selbstständig die Registrierung von Herstellern, Rückgabemöglichkeiten und eine ordnungsgemäße Produktkennzeichnung zu gewährleisten. So müssen die Unternehmen vielfach nur auf Anfrage, nicht aber von sich aus tätig werden, um die Einfuhr nicht rechtskonformer Produkte in die EU zu unterbinden. Die nationalen Marktüberwachungsbehörden sind in ihren Handlungsmöglichkeiten, ihrer technischen Ausstattung und ihrem Personal begrenzt. Link: Offener Brief an das EU-Parlament gegen den illegalen Import über Online-Marktplätze: http://l.duh.de/p210715b Pressekontakt: Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin0170 7686923, Sommer, Stellvertretender Leiter Kreislaufwirtschaft0151 74463368, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

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Mehr Rückhalt durch mehr Fördermitglieder / Greenpeace Deutschland veröffentlicht Jahresbericht 2020

15.07.2021 – 09:05

Greenpeace e.V.

Hamburg (ots) Greenpeace Deutschland konnte 2020 die Kampagnen zum Schutz von Klima, Umwelt und Frieden trotz Corona eingeschränkt fortführen und neue Projekte beginnen. Das geht aus dem Jahresbericht hervor, den Greenpeace heute veröffentlicht (https://act.gp/2Tai0NW). Die Zahl der Fördermitglieder, die die Organisation finanziell unterstützen, stieg auf rund 630.000 (2019: 608.000) – die höchste Zahl seit Gründung von Greenpeace in Deutschland. Dazu engagierten sich rund 7000 Ehrenamtliche, viele davon in Gruppen in etwa 100 Städten. Die Spenden stiegen 2020 auf den bisherigen Höchststand von rund 80 Millionen Euro (2019: 71 Mio). Beträge bis zu 100 Euro jährlich machten den größten Anteil aus (51 Mio). “Die vielen Fördermitglieder garantieren Greenpeace die Stabilität, die wir für unsere Kampagnen hier und im Ausland brauchen. Dafür sind wir sehr dankbar”, sagt Martin Kaiser, Geschäftsführender Vorstand von Greenpeace Deutschland. “Mit diesem großen Rückhalt können wir weiter gegen die Klimakrise und den Verlust der Artenvielfalt aktiv sein. Die klimabedingten Wetterextreme zeigen, dass jetzt die entscheidenden Jahre kommen, in denen wir alle das Ruder herumreißen müssen.” Viele Wege zum Klimaschutz Nach Erkenntnissen der Wissenschaft muss Deutschland noch vor 2040 klimaneutral werden, um seinen Anteil am Klimaschutz zu erfüllen – ein Kraftakt. Diese Aufgabe darf nicht zu einem unfair großen Teil auf die jüngere Generation abgewälzt werden. Daher unterstützte Greenpeace 2020 wesentlich die Verfassungsbeschwerde neun junger Menschen gegen das Klimaschutzgesetz. Das sensationelle Urteil kam im April 2021: Die Regierung muss nun für sehr viel mehr Klimaschutz in den nächsten Jahren sorgen. Erstmals warnte Greenpeace 2020 vor der Auswirkung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) auf die Klimakrise. Sie bevorzugt mit ihren Hilfsprogrammen auch besonders klimaschädliche Unternehmen. Nach Protesten beschloss die EZB vor kurzem, diesen Kurs zu ändern. Das Jahr 2020 brachte zudem endlich das Kohleausstiegsgesetz, für das sich Greenpeace seit 2007 einsetzte. Allerdings ist der Ausstieg mit 2038 zu spät angesetzt, nötig wäre spätestens 2030. Auch die Kampagnen für eine nachhaltige Verkehrspolitik und für eine zukunftsfähige Landwirtschaft zielten auf Veränderungen, die gegen die Klimakrise wirken. Einen wichtigen Erfolg verzeichnete Greenpeace 2020 für die Artenvielfalt: Nach langjährigen Kampagnen wies die bayerische Staatsregierung 60.000 Hektar als Naturwälder aus – etwa die doppelte Fläche Münchens. Dort werden keine Bäume mehr gefällt. Und 2020 konnten auch die Menschen in Gorleben endlich aufatmen: Es ist nicht länger als mögliches Endlager für hoch radioaktiven Atommüll vorgesehen. “Wir freuen uns über die Erfolge und wir wissen, dass die Umweltprobleme auch uns fordern werden. Und es wird immer Gegner geben, die die Arbeit von Greenpeace und der Klimabewegung zu erschweren versuchen. Wir bauen daher weiter auf breite Unterstützung unseres Engagements für Klima, Umwelt und Frieden”, sagt Kaiser. Pressekontakt: Für Rückfragen erreichen Sie Pressesprecher Michael Hopf, Tel. 0171-8780 835. Greenpeace-Pressestelle: Tel. 040-30618-340 oder http://twitter.com/greenpeace_de, www.facebook.com/greenpeace.de

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dena-Statement zum Maßnahmenpaket der EU-Kommission zur Erreichung der Klimaziele

14.07.2021 – 15:19

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena)

Berlin (ots) Die EU-Kommission hat heute ein umfangreiches Gesetzespaket vorgelegt, welches den Regulierungsrahmen der europäischen Energie- und Klimapolitik an das neue Klimaziel, die Treibhausgasemissionen der EU um 55 Prozent – statt bisher 40 Prozent – im Vergleich zu 1990 zu reduzieren, anpassen soll. Es ist damit das zentrale Maßnahmenpaket für die Umsetzung des European Green Deal. Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der dena, kommentiert: “Das “Fit for 55”-Paket der EU weist den Weg zur Erreichung der europäischen Klimaschutzziele. Es ist ein wahrhaft umfangreiches Paket, das den Versuch unternimmt, die ambitionierten und auch erforderlichen Klimaschutzziele mit einer insgesamt stimmigen Architektur zu verbinden. Das Paket beeindruckt durch die Vielschichtigkeit der angegangenen Maßnahmen-Vorschläge. Es wird die Debatte über die europäische und auch die jeweiligen nationalen Klimapolitiken in den kommenden Jahren bestimmen. Es ist ganz eindeutig, dass die EU in diesem Fragenkomplex die Richtung vorgibt und das ist auch sehr zu begrüßen. Die vielleicht spannendsten Aspekte sind die Ausweitung des europäischen Emissionshandels auf die Sektoren Verkehr und Wärme und die geplante Einführung einer CBAM. Von der konkreten Ausgestaltung und dem Gelingen vor allem dieser Aspekte wird viel abhängen für die europäische Industriepolitik aber auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt auf dem Weg zur Klimaneutralität. Die EU-Kommission, das europäische Parlament und die EU-Staaten sind gut beraten, sich intensiv mit dem Paket auseinanderzusetzen, seine Auswirkungen im Blick zu halten und es vor allem auch in den Vordergrund der internationalen Beratungen zu stellen. So gut es ist, dass die EU hier konzentriert und engagiert voranschreitet, Klimaschutz wird nur gelingen, wenn Kernelemente in eine erfolgreiche globale Verhandlungsstruktur eingebunden sind. Im Vordergrund müssen dabei die Entstehung neuer Leitmärkte für klimaneutrale Produkte, der massive Ausbau der erneuerbaren Energien, die Stärkung der Energieeffizienz und der Aufbau einer globalen Wasserstoffwirtschaft stehen. Auch die EU ist dabei auf internationale Kooperation angewiesen. Die Bundesregierung sollte die EU-Kommission bei all diesen Aspekten intensiv unterstützen. Der Vorschlag, 25 Prozent der Einnahmen aus dem neuen Emissionshandelssystem für Verkehr und Gebäude im Gegenzug an einkommensschwache Haushalte umzuverteilen, adressiert das Bedürfnis nach sozialem Ausgleich für die durch den Klimaschutz entstehenden Belastungen. Dafür brauchen wir auch ein insgesamt stimmiges Steuer- und Abgabenkonzept, das vielfach in der Kompetenz der jeweiligen EU-Staaten liegt. Mit Blick auf die transformatorischen Auswirkungen von Energiewende und Klimapolitik ist es von großer Bedeutung, dass die nun zur Beratung stehenden Maßnahmen die europäischen Unternehmen bei ihren Anstrengungen, eine klimaneutrale Wirtschaft aufzubauen, unterstützen. Dabei müssen Handelskonflikte vermieden und erforderliche Unterstützungen organisiert werden. Die dena beteiligt sich mit internationalen Projekten seit Jahrzehnten an der Umsetzung der globalen Energiewende und will auch in diesem Sinne auf eine gute Ausgestaltung des Maßnahmenpakets unterstützend hinwirken. Mit der der Einführung eines Treibhausgasminderungsziels für den Verkehr bis 2030, verschärften Emissionsstandards sowie den Gesetzesvorschlägen für die Integration erneuerbarer und emissionsarmer Kraftstoffe im Schiffs- und Luftverkehr werden ganz erhebliche Investitionen verbunden sein müssen. Das gilt insbesondere für den parallelen bedarfsgerechten Ausbau einer Lade- und Tankinfrastruktur sowie die Berücksichtigung von gesellschaftlicher Akzeptanz und sozialem Ausgleich. Aufgrund des erhöhten Einsatz erneuerbarer Energien, sowie der geplanten Novellierungen nehmen die Diskussionen zu den möglichen Anpassungen für den Gebäudesektor auf nationaler Ebene bereits Fahrt auf. Absehbar ist eine deutliche Stärkung des Ordnungsrechts. Für einen weiteren Schub sollen im Gebäudesektor die Einführung von verbindlichen Mindestnormen für bestehende Gebäude (MEPS) sorgen. Energieausweise und individuellen Sanierungsfahrpläne sollen gestärkt, Gebäudedatenbanken aufgebaut sowie die Vorbildrolle der öffentlichen Hand und der Markt für nachhaltige Bauprodukte und Bauleistungen ausgeweitet werden. Viele der hier vorgeschlagenen Punkte sind seit langem Bestandteil der Arbeit der dena. Die Herausforderungen im Gebäudebereich sind angesichts der Vielschichtigkeit, der damit verbundenen europäischen Strukturen sehr sensibel und bedürfen daher einer besonders intensiven Begleitung. Wir begrüßen sehr, dass alle Sektoren einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Energieeffizienz durch eine Verbrauchsminderung bei der End- und Primärenergie leisten sollen. In diesem Sinne ist die mit der Revision der Energieeffizienzrichtlinie vorgesehene Stärkung des Prinzips “Efficiency First” in Verbindung mit einem verbesserten Monitoring-System sehr zu begrüßen.” Pressekontakt: Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Sebastian Boie, Chausseestraße128 a, 10115 BerlinTel: +49 (0)30 66 777-168, Fax: +49 (0)30 66 777-699, E-Mail:, Internet: www.dena.de

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CO2 sparen und CO2 abbauen: nextbike startet Zusammenarbeit mit Aktion Baum

08.07.2021 – 11:05 <p class=”customer”> <a class=”story-customer” title=”weiter zum newsroom von nextbike GmbH” href=”https://www.presseportal.de/nr/154459″>nextbike GmbH</a> </p> <i><a data-category=”citylink-story-view” data-action=”click” data-label=”Citylink in Meldungsansicht” class=”story-city event-trigger” href=”https://www.presseportal.de/regional/Leipzig” title=”News ausLeipzig “>Leipzig</a> (ots)</i> Seit Anfang Juli spendet der Bike-Sharing-Anbieter nextbike pro verkauftem Monatstarif einen

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Hessen und Rheinland-Pfalz: Viele Heizungen haben Modernisierungsbedarf

07.07.2021 – 16:47

Zukunft ERDGAS e.V.

Berlin (ots) Bei einer Pressekonferenz zur regionalen Energiewende in Hessen und Rheinland-Pfalz sprachen Politik und Energiewirtschaft gestern über mögliche Perspektiven und den aktuellen Status-Quo. Fazit: Die Rolle von Hausbesitzern für das Voranschreiten von Klimaschutz im Wärmemarkt wird bisher nicht deutlich genug gemacht. “Mit knapp 11,3 Millionen veralteten Heizgeräten hat der Gebäudebestand in Deutschland enorm großes Potenzial für CO2-Einsparungen”, erklärt Horst Meierhofer, Geschäftsführer der LDEW Landesgruppe der Energie- und Wasserwirtschaft Hessen und Rheinland-Pfalz. Tausche man etwa einen Öl-Niedertemperaturkessel gegen eine moderne Gas-Brennwertheizung gekoppelt mit einer Solar-Anlage zum Erhitzen von Trinkwasser, so würden sich die CO2-Emisisonen um über 40 Prozent vermindern lassen. Die Modernisierung schone nicht nur die Umwelt, sondern lohne sich auch finanziell. So machte John Werner, Leiter der Unternehmensentwicklung bei der Brancheninitiative Zukunft Gas, auf attraktive Förderprogramme aufmerksam: “Insbesondere Kombinationen aus moderner Gas-Heiztechnik und Erneuerbaren können von der staatlichen Förderkulisse aktuell stark profitieren. Je nach Maßnahme werden so bis zu 40 Prozent der Investitionskosten erstattet.” Diskutiert wurde in diesem Zusammenhang auch über die Raustauschwochen. Die Aktion findet bereits zum fünften Mal statt. In den letzten vier Jahren wurden durch die Raustauschwochen mehr als 160 Millionen Euro private Investitionen ausgelöst und mehr als 18.000 veraltete Heizkessel ausgetauscht. Über die gesamte Lebenszeit von 20 Jahren sparen diese neuen Gasheizungen mehr als 1,1 Millionen Tonnen CO2 ein. “Ich persönlich wurde auch von den Raustauschwochen überzeugt und habe meine alte Heizung rausgeschmissen – die Abrechnung erfreut mich sehr” so Andreas Rahm, Mitglied des Landtags in Rheinland-Pfalz und Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses (SPD). Die Investition zahlt sich dabei mit voranschreiten der Zeit immer mehr aus, da man durch Modernisierung nicht nur einen geringeren Verbrauch erzielt, sondern der CO2-Preis in den kommenden Jahren steigen wird, während aus der Gasleitung zunehmend klimaneutrale Gase sowie Wasserstoff kommen werden: “Wasserstoff ist in den Köpfen angekommen und steht auf der politischen Agenda ganz oben. Insbesondere was die CO2-Reduzierung angeht, bin ich fest davon überzeugt, dass Wasserstoff auch im Wärmemarkt eingesetzt werden muss. Dazu kommt, dass moderne Heizanlagen künftig auch für Wasserstoff genutzt werden können”, so Rahm weiter. Lobend erwähnte er deshalb auch den Beitrag von Energieversorgungsunternehmen und Heizgeräteherstellern für die Wärmewende: “Aktionen wie die Raustauschwochen tragen viel dazu bei, CO2 in deutschen Heizkellern einzusparen. Denn so lässt sich ganz klar dem Verbraucher zeigen: Wenn du hier mitmachst, geht es auch positiv aus fürs Portemonnaie.” Auch Hocheffizienz-Technologien wie Brennstoffzellenheizungen tragen bereits effektiv zur Dekarbonisierung des Wärmemarkts bei. Bei einem Wechsel auf die Brennstoffzelle sinken die CO2-Emissionen gegenüber einer alten Gasheizung um knapp 55 Prozent und auch die eigenen Energiekosten halbieren sich. Diese werden ebenfalls mit ca. 12.000 EUR durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau gefördert. Udo Beckmann, Vorstand der EWR AG, betonte die Bedeutung der Stadtwerke und Energieversorger als Treiber der Energiewende vor Ort und wies ebenfalls auf die großangelegte Modernisierungsaktion hin: “2020 sahen wir eine Rekordnachfrage nach Gasheizungen. Das liegt sicherlich einerseits an niedrigen Kosten, aber auch an dem großem Klimaschutzpotenzial. Denn der Wechsel auf eine moderne Gasheizung bringt schnelle Einsparungen: allein seit März konnten wir als EWR unseren Kunden mit den Raustauschwochen bisher dabei helfen, drei Millionen Kilowattstunden und somit 120 Tonnen CO2 einzusparen. Pressekontakt: Zukunft Gas e.V.Neustädtische Kirchstraße 810117 BerlinCharlie GrünebergLeiter Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitT +49 30

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Unterstützung für Kommunen und soziale Einrichtungen durch neues Zentrum KlimaAnpassung / Bundesumweltministerium gibt den Startschuss

07.07.2021 – 15:37

adelphi consult GmbH

Berlin (ots) Der Klimawandel ist deutschlandweit spürbar: Extremwetter wie Hitzewellen, Starkregen oder Überschwemmungen schaden Menschen, Umwelt und Infrastruktur. Folgen und damit verbundene Kosten tragen vor allem Kommunen und soziale Einrichtungen. Sie benötigen besonders Unterstützung durch praxisorientierte Beratung, Information und Fortbildung. Aus diesem Grund hat das Bundesumweltministerium zusammen mit den kommunalen Spitzenverbänden den Aufbau eines Beratungszentrums zur Klimaanpassung vereinbart. Bundesumweltministerin Svenja Schulze gab heute gemeinsam mit dem Vizepräsidenten des Deutschen Städte- und Gemeindesbundes, Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt, den Startschuss für das neue Zentrum KlimaAnpassung. Im Auftrag des Bundesumweltministeriums betreibt das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) in Kooperation mit adelphi das Zentrum KlimaAnpassung. Die neue Einrichtung unterstützt deutschlandweit Kommunen und soziale Einrichtungen durch praxisorientierte Beratungs-, Fortbildungs-, Vernetzungs- und Informationsangebote rund um das Thema Klimaanpassung. Difu-Institutsleiter Prof. Dr. Carsten Kühl unterstreicht die Notwendigkeit des neuen Zentrums: “Wir müssen alle Potenziale einer effizienten Anpassung an den Klimawandel ausschöpfen, um Menschen, Umwelt und Infrastrukturen zu schützen und ab sofort klimafit zu machen. Es gilt, Wissen aufzubereiten und bundesweit zu teilen, damit Kommunen und soziale Einrichtungen – und damit Menschen und Umwelt vor Ort – heute und künftig davon profitieren können. Ich bin sicher, dass die neue Schnittstelle für Kommunen und soziale Einrichtungen dazu einen bedeutenden gesellschaftlichen Beitrag leisten wird.” Walter Kahlenborn, Geschäftsführer von adelphi: “Klimaschutz und Klimaanpassung sind zwei Seiten einer Medaille. Der Aufbau einer bundesweiten Einrichtung unterstreicht den hohen Stellenwert des Themas Klimavorsorge in Deutschland. Klimaanpassung trägt dazu bei, Kommunen und soziale Einrichtungen zukunftsfähiger zu machen und einen Beitrag zur Generationengerechtigkeit zu leisten.” Das Zentrum KlimaAnpassung ist seit heute im Einsatz! Die Berater*innen des Zentrums stehen ab sofort für eine Zusammenarbeit mit Akteur*innen vor Ort in Kommunen und sozialen Einrichtungen bereit. Mit dem Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) und adelphi unterstützen künftig zwei renommierte Forschungs- und Beratungsinstitute Kommunen und soziale Einrichtungen zu allen Fragen der Klimaanpassung. Über adelphi adelphi ist eine unabhängige Denkfabrik und führende Beratungseinrichtung für Klima, Umwelt und Entwicklung. Unser Auftrag ist die Stärkung von Global Governance durch Forschung, Beratung und Dialog. Wir bieten Regierungen, internationalen Organisationen, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Akteuren Lösungen für nachhaltige Entwicklung und unterstützen sie dabei, globalen Herausforderungen wirkungsvoll zu begegnen. Pressekontakt: Martina Mü+49 30 8900068-382

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Tropenwaldschutz mangelhaft: Deutsche Umwelthilfe bewertet Supermärkte für Umgang mit Soja

06.07.2021 – 08:00

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)- Beginn der Brandrodungs-Saison in Brasilien: Fleisch, Eier und Milchprodukte aus deutschen Supermärkten können zur Waldvernichtung beitragen
– Kein einziger der untersuchten Supermärkte (Aldi Süd, Aldi Nord, Edeka, Kaufland, Lidl, Metro, Netto, Rewe) kann für seine Soja-Nachhaltigkeitsstrategie insgesamt als “gut” bewertet werden, allein Lidl erhält ein “befriedigend”, Aldi Nord und Kaufland sogar ein “mangelhaft”
– Freiwilliges Engagement allein reicht nicht aus: DUH fordert Bundesregierung auf, sich für ein starkes EU-Lieferkettengesetz sowie ein starkes EU-Gesetz gegen importierte Entwaldung einzusetzen. Egal ob Fleisch, Eier, Milchprodukte oder Zuchtlachs – für all diese tierischen Lebensmittel wird großflächig Soja in Südamerika angebaut und nach Deutschland importiert. Der Anbau von Soja ist nach der Rinderhaltung der stärkste Treiber für Waldzerstörung in Südamerika. Eine aktuelle Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigt: Die großen deutschen Supermarktketten tun zu wenig, um diesem Problem zu begegnen und Entwaldung für Sojafuttermittel in den Lieferketten ihrer tierischen Produkte zu verhindern. Damit können Fleisch, Fisch und Milchprodukte in Supermarktregalen zur Entwaldung in Südamerika beitragen. Gerade einmal 22 Prozent der in Deutschland verwendeten Sojafuttermittel sind nachweislich entwaldungsfrei. Mit Blick auf die Soja-Lieferkette kann keiner der untersuchten Lebensmittel-Einzelhändler als “gut” bewertet werden. Besonders schlecht schneiden die großen Supermarktketten bei der Rückverfolgbarkeit des Sojas, der Qualität der gesetzten Standards und der Transparenz gegenüber Konsumentinnen und Konsumenten ab. Bei fast allen großen Lebensmittelhändlern ist nur ein geringer Teil der tierischen Produkte nachweislich frei von legaler und illegaler Entwaldung. Lediglich LIDL gibt nach eigenen Aussagen an, dass ein Großteil der Sojafuttermittel in den Lieferketten für seine Eigenmarken bereits aus nachhaltigen Quellen stammt. Besorgniserregend ist vor allem, dass kein einziges Unternehmen das gesamte in der Lieferkette verwendete Soja lückenlos bis zur Anbauregion zurückverfolgen kann. Das wäre aber notwendig, um etwa Risiken für Naturzerstörung und Menschenrechtsverletzungen sicher auszuschließen. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, kommentiert: “Die Ergebnisse zeigen, dass freiwilliges Engagement der Supermärkte nicht ausreicht, um Waldzerstörung und Menschenrechtsverletzungen sicher auszuschließen. Es ist jetzt an der Politik, endlich tätig zu werden. Nachdem die Bundesregierung dabei gescheitert ist, Entwaldung und Klimaschutz im Lieferkettengesetz anzugehen, muss sie sich jetzt für ein starkes EU-Lieferkettengesetz sowie ein starkes EU-Gesetz gegen importierte Entwaldung einsetzen. Nur so können wir wertvolle Ökosysteme nachhaltig erhalten.” Bis heute existiert in Deutschland und der EU keine verbindliche Regelung, die Entwaldung und illegale Landnahme in den Lieferketten von Unternehmen wirkungsvoll ausschließt und sanktioniert. Dadurch kann sogar Soja, das auf illegal gerodeten Tropenwaldgebieten angebaut wurde, ungehindert auf den deutschen Markt gelangen. Die dramatische Lage ist den Supermärkten seit Jahren bekannt, dennoch haben einige der Unternehmen (Aldi Nord und Kaufland) bis heute keine öffentlich verfügbare nationale Strategie, um Entwaldungen für Sojafuttermittel sicher auszuschließen. Von allen Supermarktketten stellen nur Edeka und Netto ihre Ziele und den Stand der Umsetzung für Konsumentinnen und Konsumenten verständlich in einem Fortschrittsbericht dar. Wo die einzelnen Unternehmen gerade bei der Umsetzung ihrer Ziele stehen, wird in den meisten Fällen nicht transparent gemacht. Tina Lutz, Campaignerin Naturschutz und Biologische Vielfalt der DUH, ergänzt: “Geht es um Soja als Futtermittel, ist Umweltzerstörung eher die Regel als die Ausnahme. Der Lebensmittelhandel ist hier in der Verantwortung, Naturzerstörung und Menschenrechtsverletzungen aus seinen Lieferketten sicher auszuschließen und damit seinen Fußabdruck durch importierte Entwaldung zu reduzieren. Die großen deutschen Supermärkte besitzen eine große Marktmacht und können durch Nachhaltigkeitsanforderungen an ihre Lieferanten entscheidend zum Schutz der Wälder beitragen.” Links: – Die Übersicht der Ergebnisse und den Ergebnisbericht finden Sie hier: http://l.duh.de/p210706a
– Mehr Informationen rund um das Thema Soja finden Sie hier: https://www.duh.de/soja/ Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, Cyriacks, Stellvertretender Leiter Naturschutz030 2400867-892, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe,www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe,www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Neues Gutachten zur Düngeverordnung verdeutlicht Notwendigkeit von Klagen der Deutschen Umwelthilfe für sauberes Wasser

05.07.2021 – 13:08

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) Ein neues Gutachten des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) zeigt, dass auch die 2020 novellierte Düngeverordnung nicht mit der EU-Nitratrichtlinie konform ist. Das heute veröffentlichte Gutachten kommentiert Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, folgendermaßen: “Im neuen wissenschaftlichen Gutachten des BDEW zeigt sich von Neuem, dass unser nationales Düngerecht, insbesondere die Düngeverordnung, weder mit der EU-Nitratrichtlinie noch mit den Zielen der Wasserrahmenrichtlinie vereinbar sind. Zu kritisieren ist vor allem der ersatzlose Wegfall des betrieblichen Nährstoffvergleichs sowie die Modellierung zur Ausweisung Nitrat-gefährdeter Gebiete auf Grundlage der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Gebietsausweisung (AVV GeA). Hier zeigt sich besonders gut, dass die Düngeverordnung in ihrer jetzigen Form nicht auf wissenschaftlicher Evidenz basiert, sondern auf Annahmen. Das ist mit EU-Recht nicht vereinbar und wir schaffen es somit nicht, unsere Gewässer vor Nitrateinträgen aus der Landwirtschaft zu schützen. Zudem wird durch die wissenschaftliche Auswertung noch einmal deutlich, welche enormen gesellschaftlichen Kosten durch die derzeitigen, nicht-EU-konformen Düngevorgaben entstehen. Die Kosten der Umweltschäden durch Nitrateinträge werden mit 3 Milliarden jährlich beziffert.” Das Gutachten fordert als Sofortmaßnahme eine Abkehr von der Ausweisung der sogenannten Roten Gebiete auf Grundlage der AVV GeA, da dieses Vorgehen nicht EU-rechtskonform ist. Weiterhin plädiert das Gutachten für eine umgehende Erneuerung der Stoffstrombilanzverordnung und deren Einbeziehung in die Düngeverordnung als Ersatz für den Nährstoffvergleich. Auch eine erneute Novellierung der Düngeverordnung mit um 20 Prozent reduzierten Düngebedarfswerten sowie weitergehenden Maßnahmen in den roten Gebieten ist nötig. Dazu Müller-Kraenner: “Die weitreichenden Defizite beim Schutz unserer Gewässer vor Nährstoffeinträgen aus der Düngung müssen dringend auch bei der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik eine zentralere Rolle spielen. Die schwachen Vorgaben für Pufferstreifen entlang von Gewässern, in denen keine Düngung ausgebracht werden darf, müssen von Bund und Ländern deutlich nachgeschärft werden.” Die neuen Studienergebnisse verdeutlichen auch noch einmal, dass die Klagen der DUH gegen die Bundesregierung wegen der Nicht-Umsetzung der EU-Nitratrichtlinie sowie die Klagen gegen die Landesregierung Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen aufgrund der unzureichenden Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie nach wie vor wichtig und aktuell sind. “Mit unseren Klagen für sauberes Wasser aus den Jahren 2018 und 2019 haben wir uns entschieden gegen die Untätigkeit der Regierung gestellt. Seit Jahrzehnten versäumt sie es, unser Grundwasser als unsere wichtigste Trinkwasserressource angemessen zu schützen. Das neue Gutachten verdeutlicht einmal mehr, dass diese Klagen dringend notwendig sind.” Zu hohe Nitratwerte in Gewässern finden sich vor allem in Regionen mit hoher Dichte an industrieller Tierhaltung. Die Bundesregierung hat den praktischen Umbau der Tierhaltung hin zu weniger Tieren mit mehr Platz und geringeren Emissionen bisher nicht vorangebracht. Stattdessen planen Investoren neue industrielle Tierhaltungen mit sehr großen Güllemengen, die den Fäkalienmassen von Kleinstädten entsprechen und wegen des unzureichenden Düngerechts eine Gefahr für Nitratbelastungen in Gewässern darstellen. Die DUH fordert von der Bundesregierung ein Moratorium und damit die Aussetzung der Genehmigung für überdimensionierte Tierhaltungen bis ein erheblich besserer Rechtsrahmen für Gewässer- und Luftreinhaltung sowie für Tierwohl gilt. Links: – Link zum Gutachten des BDEW: https://ots.de/9vS0q1
– Link zur DUH-Protestmailaktion: https://www.duh.de/massentierhaltung/ Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, DUH-Newsroom:030 2400867-20,

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Klares Signal durch Einweg-Plastikverbote: Schluss mit dem Müll, Mehrweg muss Standard werden

01.07.2021 – 13:47

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)- Verbot von Einweggeschirr, Wattestäbchen und Luftballonstäben aus Kunststoff ab dem 3. Juli 2021 zeigt, dass Wegwerfprodukte keine Zukunft mehr haben
– Nicht verbotenes Einweggeschirr aus Aluminium, Pappe oder Palmblättern ist nicht umweltfreundlich und sollte mit einer Abgabe von mindestens 20 Cent belegt werden
– Lösung der gesamten Verpackungsmüllflut braucht Vermeidungsziel, Umsetzung der Mehrwegquote für Getränkeverpackungen, Verteuerung von Einwegverpackungen Das ab dem 3. Juli in Kraft tretendende Verbot für bestimmte Einweg-Plastikprodukte wie Geschirr, Strohhalme oder Wattestäbchen zeigt, dass Wegwerfartikel keine Zukunft mehr haben. Damit jetzt aber nicht ähnlich umweltschädliche Einwegartikel aus anderen Materialien angeboten werden, muss die kommende Bundesregierung Mehrwegalternativen zum Standard machen. Dafür müssen nach Einschätzung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Mehrwegsysteme für Coffee-to-go-Becher und Essenboxen konsequent gefördert und nicht verbotene Einweg-Alternativen aus Aluminium, Pappe oder Palmblättern mit einer Abgabe von mindestens 20 Cent belegt werden. Mit den Einnahmen können dann Mehrwegsysteme gestärkt, Einweg-Alternativen dagegen unattraktiver gemacht werden. Um das Problem der immer größer werdenden gesamten Verpackungsmüllmengen in den Griff zu bekommen, ist ein verbindliches Abfallvermeidungsziel für Deutschland notwendig. Auch muss die Bundesregierung endlich dafür sorgen, dass die Abfüller und Händler die 70 Prozent Mehrwegquote für Getränkeverpackungen im Verpackungsgesetz auch einhalten. Zudem muss die Produktion sinnloser Einwegverpackungen durch eine Primärressourcenabgabe deutlich teurer werden, damit sich diese nicht mehr rechnen. “Das Verbot bestimmter Einweg-Plastikprodukte ist richtig, darf jedoch nicht zum Ausweichen auf Einweg aus anderen Materialien führen. Es bringt nichts, wenn Einwegartikel aus Kunststoff verboten, aber solche aus Pappe, Palmblättern oder Aluminium erlaubt bleiben. Deren Umweltbilanzen sind ähnlich schlecht wie die von konventionellen Einweg-Plastikprodukten. Es fällt dann auch kein Gramm weniger Abfall an. Deshalb ist eine konsequente politische Mehrwegförderung nötig. Hierzu ist eine Abgabe von mindestens 20 Cent auf Einweg-to-go-Becher und -Essensboxen aus nicht verbotenen Materialien erforderlich. Nur wenn sich die Nutzung von Mehrweg im Vergleich zu Einweg auch auszahlt, werden wiederverwendbare Verpackungen zum Standard”, sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. Für Getränkebecher, Essensboxen, Sushi- und auch Pizzaverpackungen gibt es inzwischen verbraucherfreundliche und maßgeschneiderte Mehrwegsysteme mit Pfand (z.B. Recup) oder App-basiert ohne Pfand (z.B. Vytal). “Mehrweg funktioniert bei großen und kleinen Gastronomen ganz hervorragend und muss jetzt ausgerollt werden. Letztlich können sich Verbraucherinnen und Verbraucher nur dann für Pool-Mehrwegbecher und Boxen entscheiden, wenn diese auch angeboten werden. Deshalb müssen große Gastronomieunternehmen wie McDonalds oder Starbucks endlich Mehrwegsysteme anbieten und nicht weiter boykottieren. Je mehr Unternehmen und Filialen sich an Mehrwegsystemen beteiligen, desto verbraucherfreundlicher werden diese”, erklärt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer. Mit dem Verbot von wenigen Einweg-Plastikprodukten wird der gesamte Berg an Verpackungsabfällen allerdings nicht viel kleiner werden. Deutschland ist mit rund 228 Kilogramm Verpackungsmüll pro Kopf und Jahr trauriger Spitzenreiter in Europa. Deshalb braucht es einen ganzheitlichen Ansatz. “Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Dieses Ziel muss die zukünftige Bundesregierung endlich konsequent umsetzen. Verbindlichkeit bei der Abfallvermeidung lässt sich nur durch ein gesetzliches Vermeidungsziel und eine konsequente Mehrwegförderung erreichen. Ziel muss sein, den Verpackungsabfall bis 2025 auf jährlich nur noch 120 Kilogramm pro Person zu halbieren. Eine Abfallpolitik ohne ein Vermeidungsziel ist vergleichbar mit einer Klimapolitik ohne ein CO2-Minderungsziel. Was in der Klimaschutzpolitik längst selbstverständlich ist, fehlt bislang für Verpackungsmüll. Durch eine Ressourcenabgabe auf Verpackungen aus Neumaterial kann zudem das Herstellen unnötiger Verpackungen verteuert und so ein weiterer Beitrag zur Vermeidung geleistet werden”, sagt Barbara Metz. Nicht verbotene Einweg-Artikel, wie zum Beispiel Einweg-Plastikflaschen für Getränke, sollten ebenfalls durch eine Abgabe von mindestens 20 Cent deutlich teurer werden, um eine Lenkungswirkung in Richtung Mehrweg zu erreichen. Große Teile des Handels boykottieren die im Verpackungsgesetz festgelegte Mehrwegquote von 70 Prozent. Links: – FAQs zur Einwegkunststoffverbotsverordnung und Informationen zu Mehrweg im Außer-Haus-Konsum: https://www.duh.de/becherheld/
– Informationen zur Plastikstrategie der EU: https://www.duh.de/projekte/plastikstrategie/ Pressekontakt: Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin DUH0170 7686923, Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft DUH030 2400867-43, 0151 18256692, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Einladung: Deutsche Umwelthilfe präsentiert fünf neue Klimaklagen mit Kindern und Jugendlichen gegen mehrere Bundesländer

01.07.2021 – 11:50

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) setzt im Nachgang der wegweisenden Klimaentscheidung des Bundesverfassungsgerichts ihren Weg für mehr Klimaschutz vor den Gerichten fort. Dazu stellt die DUH fünf neue Klimaklagen gegen mehrere Bundesländer vor: Vier neue Klima-Verfassungsbeschwerden von Kindern und Jugendlichen mit DUH-Unterstützung und eine verwaltungsgerichtliche Klimaschutzklage der DUH. Der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts erfordert eine Änderung des Bundes-Klimaschutzgesetzes. Im föderalen Staat ist dies aber nur eine Seite der Medaille. Der andere relevante staatliche Faktor sind die Bundesländer, bei denen es in Sachen Klimaschutz und Klimaschutzgesetze noch deutlich schlechter aussieht als auf der Ebene des Bundes. Teilweise fehlen gesetzliche Regelungen gänzlich, teilweise sind sie veraltet, in einem großen Bundesland soll das Gesetz sogar deutlich verschlechtert werden. Die DUH nimmt daher nach der Bundesregierung auch die Landesregierungen in die Pflicht, angemessene Maßnahmen für den Klimaschutz verbindlich umzusetzen. Die DUH stellt die neuen Klimaverfassungsbeschwerden gemeinsam mit den jungen Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführern vor. Zudem spricht Remo Klinger, der neben den neuen Klimaklagen bereits die erfolgreichen von der DUH unterstützten Verfassungsbeschwerden juristisch vertreten hat. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie findet die Pressekonferenz digital über Zoom statt. Wir bitten um Anmeldung an . Für O-Töne oder Interviews wenden Sie sich gerne ebenfalls an die Pressestelle. Datum: Montag, 5. Juli 2021 um 10 Uhr Einwahldaten: https://us02web.zoom.us/j/84596601285 Meeting-ID: 845 9660 1285 Teilnehmende: – Prof. Dr. Remo Klinger, Rechtsanwalt Geulen & Klinger
– Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführer
– Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer DUH
– Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH
– Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin DUH Pressekontakt: 030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe,www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe,www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Teilgenehmigung am geplanten LNG-Standort Brunsbüttel beantragt – Deutsche Umwelthilfe und Klimabündnis gegen LNG kündigen weitere Schritte an

01.07.2021 – 09:54

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin/Kiel/Brunsbüttel (ots)- Betreibergesellschaft German LNG reicht Antrag auf Planfeststellung für die Errichtung der Hafenanlagen in Brunsbüttel ein
– Terminal zum Import von Flüssigerdgas laut DUH-Rechtsgutachten nicht genehmigungsfähig und unvereinbar mit Klimaschutzzielen
– DUH und Klimabündnis gegen LNG fordern Stopp des Vorhabens und kündigen Einwendungen und weitere Schritte an Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und das Klimabündnis gegen LNG planen weitere Proteste und rechtliche Schritte gegen die Errichtung des LNG-Terminals Brunsbüttel. Damit reagieren sie auf den gestern eingereichten Antrag auf Planfeststellung für die Errichtung eines Hafens durch die Betreibergesellschaft German LNG beim Amt für Planfeststellung Verkehr in Kiel. Die Einreichung umfasst unter anderem den Genehmigungsantrag für einen Schiffsanleger zum Umschlag von Flüssigerdgas sowie für Anlagen zur Verteilung des Gases vor Ort. Entscheidende Fragen hinsichtlich Klimaschutz und Störfallrecht werden im Planfeststellungsverfahren voraussichtlich nicht beantwortet. Es ist davon auszugehen, dass diese erst im immissionsschutzrechtlichen Verfahren zur Genehmigung des eigentlichen Terminals eine größere Rolle spielen werden, da erst hier die Lagerung des Flüssigerdgases und die damit verbundenen Gefahren zu prüfen sind. Die DUH und das Klimabündnis gegen LNG werden bereits das jetzt angestoßene Planfeststellungsverfahren für die Hafenanlagen und die damit einhergehenden Möglichkeiten zur öffentlichen Beteiligung aktiv nutzen, um die Unvereinbarkeit des Terminals mit den Klimaschutzzielen sowie den strengen Vorgaben des Störfallrechts hervorzuheben und um eine Genehmigung der Hafenanlage zu verhindern. Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: “Der Antrag auf Planfeststellung kommt zur Unzeit: German LNG hat bisher weder genug Interessenten für die Abnahme des Fracking-Gases gefunden, noch hat das Unternehmen eine finale Investitionsentscheidung für das Terminal getroffen. Es scheint, als versuche die Betreibergesellschaft durch das Planfeststellungsverfahren bereits Fakten zu schaffen, obwohl noch nicht alle Fragen abschließend geklärt wurden. Abgesehen davon haben wir bereits im Mai 2019 mit einem Gutachten belegt, dass ein LNG-Terminal in Brunsbüttel aufgrund störfallrechtlicher Bedenken nicht genehmigungsfähig ist. Vielleicht ist es die Aussicht auf großzügige Fördergelder des Landes, die die Verantwortlichen daran hindert, die ausweglose Lage des Projektes zu erkennen. Die Deutsche Umwelthilfe wird sich in jedem Fall aktiv an den Genehmigungsprozessen beteiligen und bei Bedarf rechtliche Schritte einleiten, um das Projekt endgültig zu stoppen.” Parallel dazu läuft ein Verfahren zur Änderung des Bebauungsplans am geplanten Terminalstandort. Die Stadt Brunsbüttel hat das Verfahren im März 2021 eingeleitet, um nachträglich ein LNG-Terminal baurechtlich möglich zu machen. Reinhard Knof, Vorstandsvorsitzender der Bürgerinitiative gegen CO2-Endlager und Teil des Klimabündnisses gegen LNG, kommentiert: “Mit einem Abschluss des Bebauungsplanverfahrens ist laut Angaben der Stadt Brunsbüttel vor September 2021 gar nicht zu rechnen. Ohne Klarstellung, ob die Änderung des Bebauungsplans zu Gunsten des LNG Terminals überhaupt durchgeführt wird, ergibt das Planfeststellungsverfahren keinen Sinn und sollte so lange ruhen. Die Ansiedlung eines weiteren Störfallbetriebs wird aktuell aus gutem Grund durch den Bebauungsplan untersagt.” Die Pläne von German LNG werden sowohl von der Landesregierung als auch der Stadt Brunsbüttel unterstützt, stoßen jedoch seit über drei Jahren auf vehementen Widerstand von Bürgerinitiativen, dem Klimabündnis gegen LNG und der DUH. Kritisiert werden neben den Auswirkungen des Vorhabens auf das Klima und die Umwelt unter anderem auch sicherheitsrelevante Aspekte und die Wirtschaftlichkeit des LNG-Importterminals. “Wir haben vor drei Jahren den Widerstand gegen einen vermeintlichen Selbstläufer begonnen”, erinnert sich Norbert Pralow, BUND Kreisgruppe Steinburg und ebenfalls Mitglied im Klimabündnis gegen LNG. “Jetzt wird es Ende Juli große Proteste vor Ort gegen das Fracking-Gas-Importterminal geben und die Opposition wird eher wachsen als schrumpfen. Spätestens nach dem Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts hätten alle politischen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger die Zeichen der Zeit erkennen müssen und diesem klimafeindlichen Spuk ein Ende bereiten sollen.” Hintergrund: Das nun angestoßene Genehmigungsverfahren wird unter anderem über einen Anleger mit zwei Anlegemöglichkeiten für Schiffe bis zur QMax-Größe entscheiden. Schiffe dieser Klasse sind mit einer Länge von 345 Metern und einer Breite von 55 Metern die größten LNG-Tanker weltweit. Sie können bis zu 266.000 Kubikmeter verflüssigtes Gas transportieren. Das Projekt würde bis zu acht Milliarden Kubikmeter Flüssigerdgas – insbesondere Fracking Gas aus den USA – jährlich nach Deutschland bringen. Das Planfeststellungsverfahren wird vom CDU-geführten Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein durchgeführt. Teil des Genehmigungsverfahrens sind eine Öffentlichkeitsbeteiligung und Umweltverträglichkeitsprüfung. Links: Folgende Dokumente und Informationen finden Sie hier: l.duh.de/p210630 – DUH-Rechtsgutachten Brunsbüttel
– Hintergrundinformationen zu LNG und geplanten LNG-Terminals in Deutschland
– Pressemitteilung zum Antrag auf Änderung des Bebauungsplans Brunsbüttel: l.duh.de/p210312b Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, . Reinhard Knof, BI gegen CO2-Endlager e.V.0162-1389223Norbert Pralow, BUND Kreisgruppe Steinburg0162 5946040DUH-Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Bericht der Zukunftskommission Landwirtschaft: Deutsche Umwelthilfe sieht Chance zum Ausstieg aus exportorientierter Landwirtschaft und Massentierhaltung verpasst

30.06.2021 – 11:53

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)- Licht und Schatten im Kommissionsbericht: Empfehlungen wie Reduzierung von Fleischkonsum und Tierbeständen sowie Maßnahmen zum Klima- und Gewässerschutz sind wichtig aber insgesamt nicht ausreichend
– Überfälliger Ausstieg aus politisch unterstütztem Export von Massenwaren aus der Fleisch- und Milchindustrie fehlt
– DUH teilt Auffassung der Kommission, dass industrielle Landwirtschaft höhere Kosten durch Umwelt- und Klimaschäden verursacht als geforderter Wandel Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die Einigungen im Abschlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft als zu kurz gegriffen. Die ausdrückliche Abkehr von der exportorientierten industriellen Agrarwirtschaft fehlt. Positiv bewertet die DUH die geforderte Reduzierung des Fleischkonsums und eine umweltverträglichere Verteilung der Tierhaltung, die mit einer weiteren Verringerung der Tierbestandszahlen einhergeht. Die DUH begrüßt den Vorschlag, nicht nur mit marktwirtschaftlichen und förderpolitischen, sondern auch mit ordnungsrechtlichen Mitteln gegen Klimaemissionen aus Böden und gegen die Überdüngung von Gewässern vorzugehen. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: “Der Abschlussbericht der Zukunftskommission Landwirtschaft ist gezeichnet von Licht und Schatten. Trotz des grundsätzlichen Bekenntnisses zur Reduzierung der Tierzahlen fehlt der längst überfällige Systemwechsel in der Agrarwirtschaft weg von der Exportorientierung und konsequent hin zu regionalen Kreisläufen. Atom- und Kohlekommission haben es vorgemacht: Wir brauchen verbindliche Zusagen zum Ausstieg aus dem staatlich unterstützten Export von Massenwaren der Fleisch-und Milchindustrie auf den Weltmarkt. Für das Ökolandbauziel von 20 Prozent wären klare Empfehlungen im Bericht der Kommission wünschenswert, denn der Ökolandbau ist ein wirksamer Hebel für weniger Pestizide und zur Entlastung von Klima und Gewässern.” Die DUH unterstützt die Einschätzung der Kommission, wonach die industrielle Agrarwirtschaft auf lange Sicht höhere Kosten durch Umweltschäden verursacht als der eingeforderte Systemwandel. Dazu Reinhild Benning, Agrar-Expertin der DUH: “Die Zukunftskommission Landwirtschaft mahnt vollkommen zurecht, dass ein ‘Weiter-wie-bisher’ im Agrarsektor jährliche Umweltschäden in zweistelliger Milliardenhöhe verursacht. Es ist deswegen klimapolitisch und volkswirtschaftlich geboten, dass die neue Bundesregierung den Systemwandel direkt nach der Wahl in aller Gründlichkeit anpackt. Das ist umso dringlicher, weil die Staatskasse nach der Pandemie verschärft auf eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft angewiesen ist, die nicht nur auf kurzfristige Gewinnmaximierung setzt, sondern auf Zukunftssicherung.” Die Fleischwirtschaft in Deutschland muss nach Ansicht der DUH damit rechnen, dass bei Umsetzung der Kommissions-Empfehlungen perspektivisch weniger Tiere in die industrielle Schlachtung gelangen. Statt in Großschlachthöfen, von denen aus im vergangenen Sommer die Covid-19-Krise noch verschärft wurde, könnten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer vermehrt im regionalen Lebensmittelhandwerk tätig werden. Schlachthof- und Molkereiunternehmen sollten deswegen umgehend klimagerechte Geschäftsmodelle vorlegen. Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, Benning, Agrarexpertin0151 17918487, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe,www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe,www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Deutsche Oppenheim Family Office bietet Nachhaltigkeits-Reporting an

30.06.2021 – 10:06

Deutsche Oppenheim Family Office AG

Grasbrunn, Frankfurt, Hamburg, Köln (ots) Die Deutsche Oppenheim Family Office AG bietet ab sofort interessierten Mandanten ein Nachhaltigkeitsreporting inklusive Impactreporting an. Basis dafür sind die ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) sowie die UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung SDG (Sustainable Development Goals). Damit unterstreicht die Deutsche Oppenheim ihre führende Stellung als Multi Family Office auch bei nachhaltigen Kapitalanlagen. So verwaltet das Haus seit mehr als zehn Jahren eigene Lösungen für eine Vermögensanlage unter strikten Nachhaltigkeitskriterien, wie z.B. den “FOS Rendite und Nachhaltigkeit” (WKN: DWS0XF). Die Deutsche Oppenheim arbeitet dabei seit vielen Jahren mit der Ratingagentur ISS-ESG zusammen und setzt damit auf die Methodik und Researchkapazität einer der führenden Nachhaltigkeit-Ratingagenturen weltweit. Stefan Freytag, Sprecher des Vorstandes, zu den Vorteilen des Angebots: “Die Steuerung von Kapitalanlagen unter der Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien ist ein sehr starker Trend, der aus unterschiedlichen Motiven beschleunigt wird. Für den Erfolg einer Nachhaltigkeitsstrategie in einem Vermögen ist nicht nur Erfahrung von großer Bedeutung, sondern auch, die gesetzten Ziele und deren Umsetzung messbar zu machen.” Nachhaltig orientierte Anleger haben vor allem folgenden Informationsbedarf: – Wie werden ESG-Kriterien generell in Unternehmensstrategien einbezogen?
– Wie geht ein Unternehmen mit der Umwelt um? (Environment)
– Wie geht ein Unternehmen mit der Gesellschaft um? (Social)
– Wie verhält sich ein Unternehmen verantwortungsvoll? (Governance)
– Welchen Einfluss hat ein Unternehmen auf die 17 UN-Ziele? (SDG)
– Wann wird ein Unternehmen CO2-neutral aufgestellt sein? (Dekarbonisierung) Nur eine nachvollziehbare Umsetzung und die dafür erforderliche Transparenz hinsichtlich des Umsetzungsgrades erlauben eine glaubwürdige Dokumentation der Nachhaltigkeitseffekte. Dadurch vermeidet man auch die Gefahr, sich dem Vorwurf des “Greenwashings” auszusetzen. Ein Vergleich mit relevanten und repräsentativen Benchmarks ermöglicht eine Einordnung des Profils des eigenen Depots. Christian Horn, Leiter des Bereichs Vermögensreporting/-controlling: “Wir sprechen mit dieser Dienstleistung Asset-Eigentümer an, die eine unabhängige Berichterstattung über das ESG-Profil ihrer Anlagen suchen. Es wird ihnen ermöglichen, ESG-Aspekte in ihren Depots und die Wirkung der Unternehmen auf die UN-Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SGD) mit ihren Managern zu besprechen. Im Zusammenhang mit der zunehmenden Bedeutung von Nachhaltigkeitsaspekten bei der Investition privater und institutioneller Vermögensbestandteile entwickelt sich auch das Angebot geeigneter Reporting-Lösungen. Wir werden dieses Thema mit Sicherheit über die nächsten Jahre mit steigenden Standards auch in unserem Wealth-Controlling-Angebot weiterentwickeln.” Über die Deutsche Oppenheim: Die Deutsche Oppenheim Family Office AG mit Standorten in Grasbrunn bei München, Frankfurt, Hamburg und Köln ist ein vermögensverwaltendes Multi Family Office und als solches einer der führenden Anbieter in Europa. Das Family Office betreut komplexe Familienvermögen ganzheitlich. Das Unternehmen gehört zum Geschäft mit Vermögenskunden (Wealth Management) der Deutschen Bank und bietet neben umfassenden Family-Office-Dienstleistungen auch individuelle Vermögensverwaltungsmandate für größere Investitionssummen an. Daneben ist sie auch Initiatorin und Anlageberaterin für drei Multi-Asset-Publikumsfonds (FOS-Fonds) der DWS Investment GmbH. Pressekontakt: Ralf-Dieter BrunowskyBrunoMedia GmbHOffice: +49 (0) 6131 9302830Mobil.: +49 (0) 170 4621440Mail:

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Die Klima-Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors hat viel in Bewegung gebracht – Rückblick auf das erste Jahr nach ihrer Unterzeichnung

30.06.2021 – 10:00

Triodos Bank

Frankfurt am Main (ots) Am 30. Juni 2020 haben sich die Unterzeichner*innen der Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors verpflichtet, ihre Kredit- und Investmentportfolien im Einklang mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens auszurichten. Durch die vereinbarte Messung, Veröffentlichung und Zielsetzung zur Reduzierung der mit den Kredit- und Investmentportfolios verbundenen Emissionen, will der Finanzsektor einen Klimaschutzbeitrag leisten und eine nachhaltige und zukunftsfähige Weiterentwicklung der Wirtschaft unterstützen. Ein solcher dringend erforderlicher Umbau stärkt gleichzeitig die Wettbewerbs- und Widerstandsfähigkeit der finanzierten Unternehmen und reduziert Risiken bei den Banken. Ein Jahr nach Unterzeichnung der Selbstverpflichtung ziehen die Unterzeichner*innen eine erste Bilanz. Fortschritte bei der Umsetzung – Alle Unterzeichner*innen haben die Dringlichkeit erkannt und mit der Umsetzung begonnen. Aufgrund der teils stark abweichenden Ausgangslagen sind die Fortschritte naturgemäß unterschiedlich und zum jetzigen Zeitpunkt kaum miteinander vergleichbar. Das Hauptziel, die Implementierung von Methoden zur Messung und die Festlegung von konkreten, wissenschaftsbasierten Zielen bis Ende 2022, wird jedoch von allen Häusern als umsetzbar eingeschätzt.
– Zur Messung der Klimaauswirkungen nutzen die Unterzeichner*innen verschiedene Methoden. Der Großteil hat sich dazu in einem ersten Schritt auf die Bestimmung des Fußabdrucks ihrer Kredit- und Investmentportfolien konzentriert. Methoden zur Bestimmung von Zielen, zur Bewertung von Portfolios in Bezug zu den Klimazielen und zur Steuerung von Portfolios oder Kreditvergabe stehen oft noch am Anfang. Erste Häuser setzen sich hierzu bereits mit wissenschaftsbasierten Zielsetzungen auseinander; einzelne haben bereits konkrete Zeitpunkte zur Veröffentlichung, z.B. im Rahmen der Science Based Targets Initiative, angekündigt. Datenerhebung bleibt die große Herausforderung Eine zentrale Herausforderung für alle Unterzeichner*innen stellt die Erhebung von Daten und deren Qualität, als Grundlage für die Steuerung der Portfolien, dar. Dieses Thema wurde bereits vom Sustainable Finance Beirat aufgegriffen und erste Empfehlungen unterbreitet, die in der Sustainable Finance Strategie der Bundesregierung noch nicht eindeutig verortet wurden. Auf europäischer Ebene wird mit der Richtline zur nicht finanziellen Berichterstattung (CSRD) ein weiterer Schritt zur Lösung dieser Herausforderung angegangen. Dies ist aber aus Sicht der Unterzeichner noch nicht ausreichend. Weiterhin zeichnet sich ab, dass bei der Umsetzung in den einzelnen Häusern verschiedenste Zielkonflikte entstehen, wenn es z.B. darum geht die unterschiedlichen Interessen von internen und externen Stakeholdergruppen einzubinden. Hier gilt es den Austausch zwischen Finanzwirtschaft, Realwirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft weiter auszubauen und zu stärken. Diverse Kooperationen gestartet – Ein weiterer wichtiger Punkt in der Vereinbarung ist die Zusammenarbeit und der gemeinsame Austausch zwischen den Unterzeichnern. In den letzten zwölf Monaten sind im deutschen Markt verschiedene Projekte zur Unterstützung von Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele entstanden, an denen aus dem Kreis der Unterzeichner in verschiedener Form mitgewirkt wird:
– 1.) Es wurde die Net Zero Banking Alliance Germany, welche vom Green und Sustainable Finance Cluster unterstützt wird, ins Leben gerufen, um vorwettbewerbliche Grundlagen und Steuerungsansätze für klimaneutrale Investitions- und Kreditportfolios zu entwickeln.
– 2.) Mit dem vom BMU geförderten Projekt “Pathways to Paris” bieten der Co-Initiator der Klimaselbstverpflichtung, WWF Deutschland, und PwC Deutschland eine Plattform, auf der Realwirtschaft, Finanzsektor und Wissenschaft den notwendigen Diskurs führen können. Reflektiert wird der aktuelle Stand bei der Entwicklung emissionsarmer Technologien und Alternativen. Zudem werden Bewertungssysteme weiterentwickelt, die Hilfestellung bieten, diese Technologien aus finanzwirtschaftlicher Perspektive einzustufen.
– 3.) Die Partnership for Carbon Accounting Financials (PCAF), eine global tätige Brancheninitiative zur Standardisierung der Messung von Treibhausgasemissionen für den Finanzsektor, und der Verein für Umweltmanagement und Nachhaltigkeit in Finanzinstituten e. V. (VfU) unterstützen im Rahmen ihrer Kooperation Finanzinstitute in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein bei der Messung und Offenlegung der finanzierten Emissionen ihrer Portfolios.
– 4.) Unter den Erstunterzeichnern der Net Zero Banking Alliance, die im April 2021 mit Unterstützung der UNEP FI ins Leben gerufen wurde, finden sich viele der Unterzeichner der deutschen Klimaselbstverpflichtung. Die Zahl der Unterzeichner wächst weiter Das Bündnis deckt ein breites Spektrum des Finanzsektors ab (Landesbanken, Geschäftsbanken, Nachhaltigkeitsbanken, Auslandsbanken, Altersvorsorgeeinrichtungen und Versicherungen) und repräsentiert über 47 Millionen Kunden in Deutschland sowie ein verwaltetes Vermögen von knapp sechs Billionen Euro. Seit dem Start im Juni 2020 kamen mit der DZ BANK, der Münchner Verein Versicherungsgruppe und der National-Bank weitere Unterzeichner hinzu. Die Selbstverpflichtung bleibt weiterhin für weitere Unterzeichner*innen offen. Die aktuelle Übersicht der Unterzeichner sowie die komplette Selbstverpflichtung finden Sie unter: www.klima-selbstverpflichtung-finanzsektor.de Für mehr Details bezüglich der Umsetzungsstände und Fortschritte bei den einzelnen Unterzeichnern möchten wir auf die jeweilige Berichterstattung verweisen. Bei Fragen dazu wenden Sie sich bitte an die jeweiligen Pressestellen. BNP Baribas Margit Wehning, 069 7193-8111, , https://ots.de/EL6Y2H Commerzbank Beate Schlosser, 069-136-22137, , Nichtfinanzieller Bericht 2020 unter: commerzbank.de/NFE2020 Deutsche Bank Tim Oliver Ambrosius, 069 910 42648, – http://ots.de/2Czpwn
– www.db.com/ir/de/geschaeftsberichte.htm DZ BANK Irina Gaisdörfer, 069-744752458, , Nachhaltigkeitsbericht 2020 unter: www.berichte2020.dzbank.de Edekabank Dr. Salome Zimmermann, 040 711311 130, , www.edekabank.de/nachhaltigkeit Evangelische Bank Michael Häutemann, 0561 7887-1329, 0170-7919990, – http://ots.de/hb6J1x
– http://ots.de/SuLWU2
– www.eb.de/content/dam/f0591-0/eb_2018/ueber_uns/pdf/tcfd-report-2020.pdf
– https://ots.de/G91z6e GLS Bank – Nora Schareika, 01512-2118613,
– Presseabteilung, 0234-57975340, www.gls.de/privatkunden/gls-bank/gls-nachhaltigkeit/ HypoVereinsbank Anja Link, 0151-62456386, , Integrated Report 2020:http://ots.de/UO0Ec4 ING Sebastian Göb, 0152 38927131, , www.ing.com/Sustainability/Sustainable-business/Terra-approach.htm Hannoversche Kassen Silke Stremlau, 0511 82079850, , www.hannoversche-kassen.de/transparenzbericht KD Bank Susanne Hammans, 0231 58444 241, , www.kd-bank.de/ueberuns (Der Nachhaltigkeitsbericht ist Teil des Jahresberichts.) LBBW Bernd Wagner, 0711-127-76402, , www.lbbw.de/nachhaltigkeit Münchner Verein Versicherungsgruppe Karsten Kronberg, 089-5152-1071, , www.muenchener-verein.de National-Bank Dr. Gregor Stricker, 0201-8115 519, , Nichtfinanzieller Bericht 2020: www.national-bank.de/ueber-uns/zahlen-fakten Standard Chartered Sabine Krüger, 0152-33803421, – av.sc.com/corp-en/content/docs/2020-sustainability-summary.pdf
– av.sc.com/corp-en/content/docs/standard-chartered-unprb-selfassessment.pdf
– av.sc.com/corp-en/content/docs/tcfd-climate-change-disclosure-2020.pdf Steyler Bank GmbH Armin Senger, 02241-120 51 91, , www.steyler-fair-invest.de/report Triodos Bank Florian Koss, 069-71719183, , https://www.geschaeftsbericht-triodos.de/2020/ Umweltbank Erik Mundinger, 0911-5308-1023, , www.umweltbank.de/investor-relations/publikationen/nachhaltigkeits-und-geschaeftsberichte Verka Barbara Reuther, 030-8979 07360, , https://www.verka.de/downloads/ Übersicht der Unterzeichner (Stand 30. Juni 2021) – “Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es klare Entscheidungen. BNP Paribas hat bereits einen Zeitrahmen für den vollständigen Austritt von thermischer Kohle angekündigt und die Finanzierung von unkonventionellem Öl und Gas eingestellt. Ein zentrales Ziel unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist es, unsere Aktivitäten schrittweise an das Pariser Abkommen und den Zielen des deutschen Klimaschutzgesetzes anzupassen. Gleichzeitig unterstützen wir die Transformation in eine klimaneutrale Wirtschaft durch nachhaltige Finanzierungslösungen, auch für neue Technologien. Die Teilnahme an dieser zukunftsorientierten Initiative wird ein grundlegender Schritt sein, um gemeinsame Ziele zu definieren, um unsere Kunden im Interesse der Umwelt mit zielgerichteten Investitionen zu unterstützen.” Lutz Diederichs – CEO/ BNP Paribas Germany
– “Als Commerzbank sind wir Teil der Gesellschaft. Daher wollen und werden auch wir unseren Beitrag zur Erreichung des Pariser Klimaziels leisten. Als strategischer Partner unterstützen wir unsere Kunden dabei, ihre Geschäftsmodelle konsequent nachhaltig ausrichten zu können; denn gemeinsam mit unseren Kunden können wir am meisten für den Klimaschutz tun. In der Transformation hin zu einer Net Zero-Zukunft gibt die Deutsche Klimavereinbarung wertvolle Impulse.” Manfred Knof – Vorstandsvorsitzender / Commerzbank AG
– “Wir stellen Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt unserer Strategie, um unsere Kunden bei der Transformation zu mehr Nachhaltigkeit zu begleiten. Gleichzeitig gehen wir als Vorbild voran und leisten unseren Beitrag zu einer umweltfreundlicheren, sozialeren und besser geführten Wirtschaft. Insbesondere im Kampf gegen den Klimawandel spielen Banken eine entscheidende Rolle – diese Herausforderung nehmen wir an.” Christian Sewing – Vorstandsvorsitzender / Deutsche Bank
– Für verantwortungsvolles Handeln der Wirtschaft spielt die Finanzindustrie eine zentrale Rolle. Als Finanzierungspartner sind wir Kapitalgeber für Investitionen in nachhaltige Entwicklung und Wachstum. Den Transformationsprozess gehen wir in enger Partnerschaft mit unseren Kunden an. Dazu braucht es fundierte Daten und Transparenz. Unser entwickelter Analyserahmen ermöglicht uns, das Geschäftsportfolio künftig stärker entlang von Nachhaltigkeitskriterien und messbaren Zielen zu steuern. Er bildet daher einen zentralen Baustein für die Nachhaltigkeitsstrategie der DZ BANK Gruppe. Neben unseren eigenen Bemühungen freuen wir uns, im Rahmen der Klimaschutz-Selbstverpflichtung des Finanzsektors die Weiterentwicklung des Standortes Deutschland zu einem nachhaltigen Finanzplatz aktiv voranzutreiben. Es gilt, alle auf diesem Weg in eine nachhaltige Zukunft mitzunehmen, denn nur gemeinsam können wir die gesteckten Klimaziele erreichen.” Uwe Fröhlich und Dr. Cornelius Riese / Co-Vorstandsvorsitzende DZ BANK
– “Nachhaltigkeit ist zu einem zentralen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Thema geworden und wird unter anderem den Lebensmitteleinzelhandel und die Finanzwirtschaft in den kommenden Jahren stark beeinflussen. Deshalb setzt die Edekabank schon jetzt auf generationsübergreifendes und nachhaltiges Wirtschaften. Zu den Erstunterzeichnern der Vereinbarung des deutschen Finanzsektors zur Erreichung des Pariser Klimaabkommens zu gehören, ist daher für uns eine Selbstverständlichkeit.” Maik Wandtke – Vorstandssprecher / Edekabank AG
– “Bei der Evangelischen Bank sind ökologische Aspekte bereits seit vielen Jahren feste Bestandteile der Gesamtbankstrategie. Doch für den ambitionierten und so wichtigen Wandel hin zu einer klimafreundlichen oder gar klimaneutralen Wirtschaft bedarf es vieler Akteure. Deshalb begrüßen wir ausdrücklich diesen Zusammenschluss der deutschen Finanzindustrie, um gemeinsam einen richtungsweisenden Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele zu leisten.” Thomas Katzenmayer – Vorstandvorsitzender / Evangelische Bank e.G.
– “Bei der dringend notwendigen Bekämpfung der Klimakrise spielen Finanzinstitute durch ihre Hebelwirkung eine bedeutende Rolle. Wir erhoffen uns durch diese Selbstverpflichtung eine beschleunigte Umsetzung des Pariser Klimaabkommens im deutschen Finanzsektor und eine verstärkte Diskussion zu unserer gemeinsamen gesellschaftlichen Verantwortung.” Thomas Jorberg – Vorstandssprecher / GLS Gemeinschaftsbank eG
– “Nachhaltigkeit und somit auch Klimaschutz ist Teil der DNA unserer paneuropäischen Gruppe und ein zentrales Element unseres Geschäftsmodells der HypoVereinsbank in Deutschland. Mit Unterzeichnung der Selbstverpflichtung unterstreichen wir nochmals bewusst, dass mehr zu tun ist als nur “business as usual”. Die Maßnahmen unserer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie stellen sicher, dass wir einen substanziellen Mehrwert in Bezug auf das Humankapital, die Gesellschaft und die Umwelt schaffen und dabei auch unseren eigenen ökologischen Fußabdruck entschlossen verbessern.” Dr. Michael Diederich – Sprecher des Vorstands / HypoVereinsbank
– “Nachhaltigkeit ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie und wird zukünftig eine noch zentralere Rolle bei uns als Bank spielen. Unser Ziel ist es, unseren Kundinnen und Kunden in möglichst allen Produktkategorien nachhaltige Finanzlösungen anzubieten und unser Finanzierungsgeschäft nachhaltig auszurichten, um dem Klimawandel aktiv zu begegnen. Mit dem Terra Ansatz richten wir seit 2018 unser Kreditportfolio am Pariser Klimaabkommen aus. Hierzu haben wir unter anderem das Katowice Commitment wie auch das UNEP FI Collective Commitment to Climate Action initiiert und unterzeichnet. Vor diesem Hintergrund unterstützen wir die Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors und freuen uns auf den Austausch und die gemeinsamen Initiativen.” Nick Jue – Vorstandsvorsitzender / ING-DiBa AG
– “Wir unterstützen die Selbstverpflichtung der deutschen Finanzmarktakteure, da wir nicht nur auf die Regulatorik aus Brüssel und Berlin warten können. In der Klimakrise sind daher Mut, Pragmatismus und Innovationskraft von uns allen gefragt.” Silke Stremlau – Vorstand / Hannoversche Kassen
– “Die Selbstverpflichtung ist ein starkes Signal an die Finanzbranche, aber wir haben noch viel Arbeit vor uns, wenn wir die Klimaauswirkungen der Finanzströme transparent machen wollen. Unser besonderes Interesse liegt dabei auf den Emissionsdaten im Kundenkreditgeschäft mit Sozialunternehmen. Von den Branchen- und Berichtsstandards erhoffen wir uns nicht nur Impulse für die Steuerung der Bank, sondern auch für die Beratung und Begleitung unserer Kunden aus Kirche und Diakonie, die ihre Dienste mit Hilfe unserer Kredite erbringen.” Dr. Ekkehard Thiesler – Vorstandsvorsitzender / Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank
– “Banken haben an der Schnittstelle zu ihren Kunden aus Industrie und Dienstleistungsunternehmen eine wichtige Funktion auf dem Weg zur Erreichung der Klimaziele. Wir als LBBW setzen in unserer Nachhaltigkeitsstrategie auf Transformation, Innovation und Kooperation. Die Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors zahlt auf genau diese Aspekte ein. Deshalb unterstützen wir sie aus voller Überzeugung.” Rainer Neske -Vorstandsvorsitzender / Landesbank Baden-Württemberg
– “Die Auseinandersetzung mit den immer stärker spürbaren Folgen des Klimawandels ist für den Münchener Verein als private Versicherungsgruppe Bestandteil unseres Risikomanagements. Die ökonomische Vernunft geht hierbei Hand in Hand mit der gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber künftigen Generationen. Die Ausrichtung der Kapitalanlageportfolien an den Pariser Klimazielen kann hierzu einen wesentlichen Beitrag leisten. Deshalb unterstützen wir nachdrücklich die Deutsche Klimavereinbarung.” Karsten Kronberg – Mitglied des Vorstands / Münchner Verein Versicherungsgruppe
– “Der Klimawandel ist eine der größten zivilisatorischen Herausforderungen. Wir müssen ihm mit aller Konsequenz begegnen. Anderenfalls wird unser Planet nicht überleben. Eine grundlegende Änderung unseres Verhaltens ist deshalb unausweichlich. Dazu wollen und werden wir – auch in der Verantwortung für kommende Generationen – einen starken Beitrag leisten.” Dr. Thomas A. Lange – Vorstandsvorsitzender / National-Bank
– “Die Umsetzung der Beschlüsse des Pariser Klimaabkommens braucht ehrgeizige, kollektive Anstrengungen auf globaler und auf lokaler Ebene. Wir freuen uns daher, die Selbstverpflichtung der deutschen Finanzmarktakteure mit zu unterzeichnen. Standard Chartered hat sich 2018 in Übereinstimmung mit dem Pariser Abkommen verpflichtet, Emissionen im Zusammenhang mit den Finanzierungen, die wir unseren Kunden zur Verfügung stellen, “zu messen, zu steuern und letztlich zu reduzieren”. Als Gruppe unterstützen wir unsere Kunden beim Übergang in eine kohlenstoffarme Zukunft. Hierfür haben wir unseren Rahmen für die Finanzierung und Unterstützung von sauberen Technologien und erneuerbaren Energien bis 2025 auf 35 Milliarden US-Dollar erhöht. Unser Schwerpunkt liegt auf den Schwellenländern, da diese am stärksten vom Klimawandel betroffen sind, aber auch die größten Chancen haben direkt auf neue kohlenstoffarme Technologie zu setzen.” Heinz Hilger – CEO Germany / Standard Chartered
– “Man muss nicht in den Weltraum fliegen, um die Verletzlichkeit der Erde zu registrieren. Bei meinen Reisen in Entwicklungs- und Schwellenländer habe ich gesehen, welche Gefahren durch den Klimawandel gerade auf arme Menschen zukommen. Als nachhaltige Bank werden wir unseren Beitrag leisten, um die Erderwärmung auf ein möglichst erträgliches Maß zu reduzieren.” Norbert Wolf – Geschäftsführer / Steyler Bank GmbH
– “Die Finanzwirtschaft hat eine wichtige Funktion bei der Transformation der Wirtschaft zur Bewältigung der globalen Klimakrise. Wir fördern neben internationalen Initiativen wie dem UN Agreement on Climate Action auch nationale Initiativen wie bereits in den Niederlanden und Spanien. Somit freuen wir uns, auch zur deutschen Selbstverpflichtung beitragen zu können.” Georg Schürmann – Geschäftsleiter / Triodos Bank N.V. Deutschland
– “Die Mission der UmweltBank ist es, eine lebenswerte Welt für uns selbst und für kommende Generationen zu schaffen. Die Selbstverpflichtung der deutschen Finanzindustrie ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel. Besonders freut uns die große Anzahl an Mitunterzeichnern.” Jürgen Koppmann – Mitglied des Vorstands / UmweltBank AG
– “Gerade in Zeiten der Corona-Krise, wo sich Gesellschaft, Politik und Medien fast ausschließlich mit diesem Thema beschäftigen, erscheinen uns das so wichtige Zukunftsthema der globalen Erderwärmung durch ungebremsten CO2-Ausstoß wichtiger denn je. Hier gilt es unsere Prioritäten neu zu setzen, wenn wir die Schöpfung bewahren und unseren Kindern und Enkeln im Rahmen der Generationengerechtigkeit eine Zukunft geben wollen. Auch wenn sich viele Menschen durch den Corona-Virus offenbar stärker bedroht fühlen, so ist das Thema rund um das Klima das alles entscheidende Thema der Zukunft, das Alt und Jung in gleicher Weise berührt und verbindet. Wir können und dürfen hier nicht tatenlos zusehen.” Ewald Stephan – Vorstand / Verka VK Kirchliche Vorsorge VVaG Pressekontakt: Bei allgemeinen Fragen zur Selbstverpflichtung kontaktieren Sie bitte:Florian KossLeiter Kommunikation & MarketingTriodos Bank N.V. DeutschlandFalkstraße 5D-60487 Frankfurt am MainTel.: +49 (0)69-7171-9183Fax.: +49 (0)69-7171-9223E-mail:

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Terminhinweis: Nach Verboten bestimmter Einweg-Plastikprodukte: Mit konsequenter Mehrwegförderung die Plastikmüllkrise lösen

30.06.2021 – 09:00

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) Ob Getränkeflaschen, Coffee-to-go-Becher, Essensboxen, Seifenspender, Versandtaschen oder Transportkisten – es gibt für alles praxistaugliche Mehrwegalternativen. Gerade zum Start des EU-weiten Verbots für bestimmte Einweg-Plastikprodukte am 3. Juli muss Mehrweg aktiv gefördert werden, damit umweltschädliches Einweg nicht einfach durch Einwegprodukte aus anderen Materialien ersetzt wird. Auf der 8. Europäischen Reuse-Konferenz werden wir Ihnen neue und innovative Mehrwegansätze für unterschiedlichste Anwendungsbereiche vorstellen. Gemeinsam mit hochrangigen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren wir, welche politischen Maßnahmen nötig sind, damit Mehrweg europaweit zum Standard wird. Die Konferenz wird veranstaltet von der Deutschen Umwelthilfe (DUH), dem Europäischen Verband der Getränkefachgroßhändler (CEGROBB), dem Verband Privater Brauereien Deutschland und Reloop (Plattform für Kreislaufwirtschaft). Mehrwegverpackungen vermeiden Abfälle, verhindern die Vermüllung von Landschaft und Meeren, stärken regionale Wirtschaftskreisläufe und schaffen grüne Arbeitsplätze. Vor allem aber tragen Mehrwegverpackungen entscheidend zur Bekämpfung des Klimawandels bei. Auf der Konferenz sprechen unter anderem die österreichische Umweltministerin Leonore Gewessler, die stellvertretende Generaldirektorin der GD Umwelt der Europäischen Kommission Joanna Drake und der Europaabgeordnete (Grüne/EFA) Sven Giegold. Ein detailliertes Programm und weitere Hintergrundinformationen finden Sie hier: www.duh.de/reuse2021 Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie findet die diesjährige Europäische Reuse-Konferenz digital über Zoom statt. Wir bitten um Anmeldung an . Für O-Töne oder Interviews wenden Sie sich gerne ebenfalls an die Pressestelle. Datum: Dienstag, 6. Juli 2021 von 9:30 bis 16:30 Uhr Pressekontakt: 030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe,www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe,www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Ja zum Insektenschutzgesetz / So wird “Natur auf Zeit” zum Erfolgsmodell auf Dauer

25.06.2021 – 08:04

Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. – MIRO

Berlin (ots) Das Insektenschutzgesetz ist nach ausgiebigen Diskussionen am 24. Juni 2021 vom Bundestag verschiedet worden. Besonders positiv zu werten ist aus Sicht der deutschen Gesteinsindustrie, dass Zustandsverbesserungen, wie sie im Gelände von aktiven Steinbrüchen sowie Sand- und Kiesgruben häufig anzutreffen sind, damit eine neue Form der Anerkennung finden. Bei Etablierung eines nutzungsintegrierten Biodiversitätsmanagements erhalten die Unternehmen mit Inkrafttreten der im Gesetz vorgesehenen Verordnung endlich die nötige Rechtssicherheit für ihr ausbalanciertes Handeln. Damit hat sich eine seit langem vom Bundesverband Mineralische Rohstoffe, MIRO, geäußerte Forderung, Rechtssicherheit für nutzungs- und artenorientiertes Vorgehen herzustellen, erfüllt. Das Dritte Gesetz zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes der Bundesregierung (kurz: Insektenschutzgesetz) auf Grundlage des Aktionsprogramms Insektenschutz unter der Überschrift “Gemeinsam wirksam gegen das Insektensterben” leitet mit dem aktuellen Beschluss des Bundestages eine Trendwende für die Gesteinsbranche ein. So sieht das Gesetz für die Gesteinsbranche die Stärkung des Konzeptes “Natur auf Zeit” vor. Das heißt, dass zeitweise aus Naturschutzperspektive positive Veränderungen auf bestimmten Flächen zugelassen werden, ohne dass Einschränkungen der wirtschaftlichen Tätigkeit zu befürchten sind. Ohnehin haben es Gesteinsbetriebe zumeist mit Arten – auch und besonders seltener Insektengattungen – zu tun, die als Habitatsspezialisten auf sich ändernde Lebensräume angewiesen sind und sich durch eine hohe Mobilität auszeichnen. Die von der Steine- und Erdenindustrie gemeinsam mit dem NABU verfolgte Gesetzesinitiative zur Etablierung eines nutzungsintegrierten Biodiversitätsmanagement in deutschen Gewinnungsstätten hat damit eine gesetzliche Regelung erfahren. Fixiert wurden neben den allgemeinen Regelungen zu “Natur auf Zeit” nun auch erstmals Ermächtigungsgrundlagen speziell für die mineralische Rohstoffgewinnung und gesondert für die übrigen Industriezweige zum Erlass einer Rechtsverordnung. MIRO-Geschäftsführerin Dr. Ipek Ölcüm, beim Bundesverband zuständig für die rechtlichen Belange in Bezug auf Rohstoffsicherung und Umweltschutz, begrüßt den erreichten Stand und hofft: “Nun sollte zeitnah und praxistauglich die Rechtsverordnung nähere Anforderungen für die Durchführung von Maßnahmen seitens der Gesteinsunternehmen regeln. Durch Nutzung, Pflege und das Ermöglichen ungelenkter Sukzession für einen Zeitraum von ein bis in der Regel zehn Jahren auf Flächen mit einer zugelassenen Rohstoffgewinnung den Zustand von Biotopen und Arten zu verbessern, hieße dann, nicht mehr gegen die Zugriffs- und Besitzverbote nach § 44 Abs. 1 und 2 BNatSchG zu verstoßen”. Es sei ein langer Weg bis hierhin gewesen, so Dr. Ölcüm weiter. Sowohl die deutschen Gesteinsunternehmen als auch der Naturschutz und ebenso die Naturschutzbehörden hätten nun aber, sobald sich die Rechtsverordnung realisiert habe, die von allen Seiten gewünschte Rechtssicherheit. Konkret bedeutet das: Sobald die Rechtsverordnung vorliegt, können Gesteinsunternehmen in Deutschland auf freiwilliger Basis ein nutzungsintegriertes Biodiversitätsmanagement etablieren und somit zeigen, dass sie nicht nur bedeutsame Rohstoffe gewinnen, sondern zeitgleich die Artenvielfalt aktiv fördern. Fotos zur Meldung finden sich im Pressebereich der Seite www.bv-miro.org Pressekontakt: Bundesverband Mineralische Rohstoffe e.V. – MIROSusanne Funk (Geschäftsführerin Politik & Kommunikation)Tel.: 030 2021 Schulz (Öffentlichkeitsarbeit)Tel.: 0171 536 96

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Die Große Koalition bricht ihr Klimaschutzversprechen: Ambitionierte Ausbauziele für Erneuerbare Energien fehlen auch in neuen EEG-Beschlüssen

24.06.2021 – 07:00

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) Zur heutigen Beratung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) im Bundestag kommentiert Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe (DUH): “Die Große Koalition bricht ihr Versprechen, noch in dieser Wahlperiode höhere Ausbauziele für die Erneuerbaren Energien für das Jahr 2030 festzulegen. Eine Einigung scheiterte vor allem an den Energiewendebremsern innerhalb der Unionsfraktion. Damit ignoriert die Bundesregierung die Umsetzung der neuen EU-Klimaziele und missachtet die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes, schon vor 2030 ambitioniertere Klimaschutzmaßnahmen anzugehen. Der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes fehlt das Herzstück. Noch Ende 2020 hatte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier für das erste Quartal 2021 einen ambitionierten Ausbaupfad für Wind- und Solarenergie angekündigt. Nach langem Warten gab es lediglich den berühmten Tropfen auf den heißen Stein: Vier Gigawatt Windenergie an Land und sechs Gigawatt Photovoltaik sind die Ziele für das Jahr 2022. Längerfristige Ausbauziele? Fehlanzeige. Ganz offensichtlich ist die Notwendigkeit einer schnellen Transformation unserer Energieversorgung bei der Union trotz all ihrer Klimaschutzbekenntnisse im Wahlkampf noch nicht angekommen.” Der steigende Strombedarf durch elektrische Wärmepumpen und die Elektromobilität macht einen Ausbau von mindestens sechs Gigawatt Windenergie an Land und mindestens zehn Gigawatt Photovoltaik notwendig – und das jährlich bis 2030. Die finanzielle Beteiligung von Kommunen an Freiflächen-Photovoltaik und ein erleichtertes Repowering von Windenergieanlagen sind dagegen grundsätzlich positive Maßnahmen. Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe,www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe,www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Verbot einzelner Einweg-Plastikprodukte reicht nicht aus: Deutsche Umwelthilfe fordert Mehrweg in der Fläche

23.06.2021 – 11:03

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)- Verbot von Einweggeschirr, Wattestäbchen und Luftballonstäben aus Kunststoff tritt ab 3. Juli 2021 in Kraft
– DUH warnt vor Ausweichen auf Wegwerfverpackungen aus Aluminium, Pappe oder anderen biogenen Materialien: Pool-Mehrwegsysteme müssen zum Standard werden
– Lösung der Plastikkrise braucht Ziel zur Halbierung des Verpackungsmülls, Umsetzung der Mehrwegquote für Getränkeverpackungen und Abgaben auf alle Einweg-to-go-Artikel Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert anlässlich des am 3. Juli 2021 in Kraft tretenden Verbots von Einweggeschirr und anderen Wegwerfprodukten aus Kunststoff flächendeckende Mehrwegsysteme als Lösung für die Plastikmüllkrise. Der Umwelt- und Verbraucherschutzverband warnt vor einem Ausweichen auf Einwegvarianten aus Pappe, Aluminium oder anderen biogenen Materialien. Diese sind aus Umweltsicht nicht besser und tragen nicht zur Abfallvermeidung bei. “Das Verbot bestimmter Einweg-Plastikprodukte ist zwar richtig, aber reicht nicht aus, um das Müllproblem zu lösen. Egal, aus welchem Material: Einweg bleibt umweltschädlich und muss künftig die Ausnahme sein. Es bringt nichts, wenn Einwegartikel aus Kunststoff verboten, aber solche aus Pappe erlaubt bleiben und wirklich umweltfreundliche Mehrwegalternativen von der Politik nicht gefördert werden. Der beste Abfall ist der, der gar nicht erst entsteht. Dieses Ziel muss die Bundesregierung nun konsequent umsetzen. Verbindlichkeit bei der Abfallvermeidung lässt sich nur durch ein gesetzliches Vermeidungsziel und eine konsequente Mehrwegförderung erreichen. Wir müssen es schaffen, den Verpackungsabfall bis 2025 auf jährlich nur noch 120 Kilogramm pro Person zu halbieren. Eine Abgabe von mindestens 20 Cent muss Einweg-to-go-Becher und -Essensboxen, egal aus welchem Material, unattraktiv machen. Die Einnahmen aus der Einwegabgabe sollten zur Förderung von Mehrwegsystemen eingesetzt werden”, sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. Angesichts des ungebremsten Anstiegs von Verpackungsmüll sind ein verbindliches Abfallvermeidungsziel, eine Umsetzung der Mehrwegquote von 70 Prozent für Getränkeverpackungen sowie Abgaben auf alle Einweg-to-go-Verpackungen von mindestens 20 Cent und unabhängig vom Material notwendig. Ob bei Getränkeflaschen, Bechern oder Essensboxen: Pool-Mehrwegsysteme müssen zum Standard werden. Für to-go-Becher und Essensboxen gibt es mit Recup und Vytal bereits beispielhafte Mehrwegsysteme, die besonders verbraucherfreundlich und weit verbreitet sind. Mehrweg funktioniert bei großen und kleinen Gastonomen ganz hervorragend und muss jetzt ausgerollt werden. Nicht verbotene Einweg-Artikel, wie zum Beispiel Einweg-Plastikflaschen für Getränke, sollten ebenfalls durch eine Abgabe von mindestens 20 Cent deutlich teurer werden, um eine Lenkungswirkung in Richtung Mehrweg zu erreichen. Große Teile des Handels boykottieren die im Verpackungsgesetz festgelegte Mehrwegquote von 70 Prozent. Für Getränkebecher, Essensboxen, Sushi- und auch Pizzaverpackungen gibt es inzwischen verbraucherfreundliche und maßgeschneiderte Mehrwegsysteme. Das Kölner Nachhaltigkeitsstartup Vytal bietet die bequeme Ausleihe einer Vielzahl von Mehrwegbehältern ohne Pfand an – per App oder einmalig erworbener Vytal Mitgliedskarte. Mit der App des Startups können Gäste Mehrwegbehälter kostenlos ausleihen, Getränke und Speisen vorbestellen und digital bezahlen. Sollte die Rückgabe des Bechers oder der Essensbox vergessen werden, wird eine Gebühr erhoben. Ein Anreizsystem, das besonders gut funktioniert. “Deutschlandweit liegt die Rücklaufquote unserer Mehrweggefäße bei 99 Prozent und die durchschnittliche Rückgabezeit beträgt nur drei Tage. Das zeigt wie verbraucherfreundlich, effizient und bequem das pfandfreie Vytal-Mehrwegsystem funktioniert. Abfälle zu vermeiden war noch nie so einfach. Allein in diesem Jahr konnten wir einzeln gezählte 1,1 Millionen Einwegverpackungen einsparen”, sagt der Vytal-Geschäftsführer Tim Breker. “Es ist unser aller Aufgabe, Einweg abzuschaffen. Dafür ist Mehrweg die sinnvollste Lösung. Seit 2016 haben wir als First Mover mit Recup ein Mehrweg-Pfandsystem aufgebaut, das für alle zugänglich ist und sich bereits erfolgreich bewährt hat. Nun muss es Ziel sein, Mehrweg optimal zu fördern und in den Alltag von Konsumentinnen und Konsumenten sowie Gastronominnen und Gastronomen zu integrieren”, sagt Fabian Eckert, Geschäftsführer von Recup. Das Unternehmen hat sein Mehrweg-Pfandsystem bereits deutschlandweit etabliert. Täglich nehmen mehr Geschäfte an dem Mehrweg-Pfandsystem teil und machen so die Rückgabe der Mehrwegbecher und -schalen immer leichter. In Deutschland beteiligen sich bereits mehr als 8.000 Ausgabe- und Rückgabestellen am Recup-System. Der Recup ersetzt bis zu 1.000 Einwegbecher und die Rebowl bis zu 500 Einwegschalen. Links: – FAQs zur Einwegkunststoffverbotsverordnung und Informationen zu Mehrweg im Außer-Haus-Konsum: https://www.duh.de/becherheld/
– Informationen zur Plastikstrategie der EU: https://www.duh.de/projekte/plastikstrategie/ Aktivitäten der DUH zur Vermeidung von Verpackungsmüll werden ermöglicht und gefördert aus Mitteln des Venture and Nature Fund VNF. Pressekontakt: Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin DUH0170 7686923, Fischer, Leiter Kreislaufwirtschaft DUH030 2400867-43, 0151 18256692, . Tim Breker, Geschäftsführer Vytal Global GmbH0157 79516154, Eckert, Geschäftsführer Recup GmbH0170 3311471, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe,www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe,www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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“Stellungnahme Wasserstoff” des Sachverständigenrats für Umweltfragen: Deutsche Umwelthilfe fordert Kehrtwende bei deutscher Wasserstoff-Politik

23.06.2021 – 09:32

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) Der Sachverständigenrat für Umweltfragen hat heute seine “Stellungnahme Wasserstoff” veröffentlicht und damit die wissenschaftliche Grundlage sowie Maßnahmen für eine dringend benötigte Kehrtwende der bisherigen Wasserstoff-Politik präsentiert. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die Bundesregierung auf, Wasserstoff auf fossiler Basis eine klare Absage zu erteilen und stattdessen endlich die Produktion von nachhaltigem grünen Wasserstoff und Erneuerbaren Energien auszubauen. Kostbarer grüner Wasserstoff darf außerdem keinesfalls zur Produktion hochgradig ineffizienter E-Fuels für Pkw verschwendet werden. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: “Wasserstoff wird zwar in der Zukunft gebraucht, ist aber kein Heilsbringer, der alle unsere Energieprobleme löst. Auch – und da unterstützt der Sachverständigenrat für Umweltfragen unsere Position – weil Wasserstoff auf absehbare Zeit ein knapper und teurer Energieträger bleibt und daher gezielt dort eingesetzt werden muss, wo es keine effizientere Alternative gibt. Die Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung basiert auf Importen und fossil erzeugtem Wasserstoff und geht damit eindeutig in die falsche Richtung. Mit Hilfe der Empfehlungen des Rats muss die Bundesregierung nun die richtigen Weichen stellen: Raus aus Wasserstoff auf fossiler Basis und keine Beimischung im Erdgasnetz. Wasserstoff wird nur dann dem Klimaschutz dienen, wenn er auf Basis Erneuerbarer Energien gewonnen wird. Deshalb muss der Ausbau schnell vorangetrieben werden: Ohne Wind- und Solarenergie wird grüner Wasserstoff ein Luftschloss bleiben. Zusätzlich brauchen wir die Wärmewende im Gebäudebereich durch mehr Energieeffizienz, Wärmepumpen, erneuerbar gespeiste Wärmenetze und ein Verbot von Gasheizungen ab 2025. Die kommende Wasserstoffpolitik wird zeigen, was der Bundesregierung wichtiger ist: Fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse oder Lobbyinteressen der Gas- und Immobilienbranche.” Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH: “Im Verkehrsbereich bietet weder Wasserstoff, noch auf dessen Basis gewonnener Kraftstoff einen Beitrag zum Klimaschutz – das Gegenteil ist der Fall. Autobauer, die großen Zulieferer und viele Politikerinnen und Politiker nähren den Mythos der ‘grünen E-Fuels’, um den Verbrennungsmotor künstlich am Leben zu erhalten. Dabei kehren sie unter den Teppich, dass es davon in den nächsten zehn Jahren nur verschwindend geringe Mengen geben wird. Hinzu kommt, dass mit einer Verwendung von E-Fuels im Tank nicht nur hoher Energieaufwand, sondern auch hohe Kosten für die Verbraucherinnen und Verbraucher verbunden sind. Was wir brauchen, sind ein rascher Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor und eine echte Mobilitätswende. Wir müssen den motorisierten Individualverkehr insgesamt stark reduzieren und wo nötig kleine effiziente Autos mit Batterieantrieb einsetzen.” In einem heute veröffentlichten Mythenpapier klärt die DUH die häufigsten Irrtümer rund um E-Fuels auf und verdeutlicht, warum ihr Einsatz in Pkw Klimaschutz behindern und nicht fördern würde. Links: Folgende Papiere finden Sie hier: http://l.duh.de/p210623 – Mythenpapier E-Fuels für Pkw
– Mythenpapier Wasserstoff für Gebäudewärme
– Positionspapier Wasserstoff und Power-to-X Zur Stellungnahme des Sachverständigenrats für Umweltfragen hier: https://ots.de/ExmO4u Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin0170 7686923, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Carsten Hütter: Doppelt so großer CO2-Fußabdruck der E-Mobilität entlarvt Klima-Wahn der EU

22.06.2021 – 14:19

AfD – Alternative für Deutschland

Berlin (ots) Wissenschaftler aus Deutschland und anderen europäischen Ländern haben der EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen einen Brief geschrieben. Laut aktuellen Medienberichten monieren die Wissenschaftler, dass die CO2-Bilanz von E-Autos in 2030 doppelt so hoch sein soll wie bisher angenommen. Carsten Hütter, Mitglied im AfD-Bundesvorstand und Kraftfahrzeugmechaniker-Meister, kommentiert den Brief der Wissenschaftler wie folgt: “Die Wissenschaftler der IASTEC (International Association of sustainable drivetrain and vehicle technology research) bringen mit einem ganz einfachen mathematischen Grundsatz die Erzählung vom umweltfreundlichen E-Auto zum Einsturz. Der Strom, mit dem die E-Autos betankt werden, stammt aus fossiler und eben auch aus grüner Energie wie Wind und Sonne. Aber immer dann, wenn die Sonne nicht scheint und der Wind nicht weht, muss auf fossile Energie oder eben auch auf Atomenergie bei der Stromerzeugung für die E-Autos zurückgegriffen werden. Ein entsprechender Durchschnittswert soll die Balance aus fossiler und grüner Energie austarieren. Und bewerten, wie groß der sogenannte CO2-Fußabdruck des für die E-Mobilität produzierten Stroms ist. Aufgrund dieses Durchschnittswertes glaubte man die Größe des CO2-Fußabdruckes der E-Mobile zu kennen. Doch ganz offensichtlich ist der CO2-Fußabdruck der E-Mobilität in 2030 doppelt so groß wie bisher von der EU-Kommission angegeben. Die AfD stellt die CO2-Politik der EU gänzlich in Frage. Die einseitige Förderung der Elektromobilität lehnen wir ab. Technikoffenheit gilt auch für die Nutzung von Wasserstoff und Elektromobilität. Beide erfordern ein ökologisch, energetisch und ökonomisch unsinniges paralleles Infrastruktursystem. Und: Das Spurengas CO2 ist als Voraussetzung für alles Leben unverzichtbar. Der Anstieg der Konzentration von CO2 in der Atmosphäre hat in den letzten Jahrzehnten zu einem Ergrünen der Erde beigetragen.” Pressekontakt: Alternative für DeutschlandBundesgeschäftsstelleSchillstraße 9 / 10785 BerlinTelefon: 030 220 5696 50E-Mail:

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Klöckner und Altmaier müssen endlich handeln: Mehr als 177.000 Menschen fordern “Giftexporte stoppen!”

22.06.2021 – 10:38

INKOTA-netzwerk e.V.

Berlin (ots) Über 177.000 Unterschriften für einen Exportstopp verbotener Pestizide haben das INKOTA-netzwerk und PAN Germany heute an das Bundeministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) übergeben. Der Export von Pestiziden, die in der EU aus gutem Grund verboten sind, gefährdet die Gesundheit von Menschen im globalen Süden sowie die Umwelt massiv. Die Unterzeichner*innen fordern, dass das Exportgeschäft mit hochgefährlichen Ackergiften gesetzlich verboten wird. Mit einer Aktion vor dem Auswärtigen Amt machten die Initiator*innen der Kampagne anlässlich des Außenwirtschaftstags der Agrar- und Ernährungswirtschaft auf die gravierenden Folgen der Pestizidexporte aufmerksam. “Deutsche Exportinteressen dürfen nicht auf Kosten der Gesundheit von Landarbeiter*innen und Umwelt in anderen Ländern durchgesetzt werden. Zuzulassen, dass die ländliche Bevölkerung in Afrika oder Asien diesen Risiken ausgesetzt wird, ist menschenverachtend”, so Wiebke Beushausen, Agrarexpertin der entwicklungspolitischen Organisation INKOTA. “Es ist so als wären die Menschen dort weniger wert als Europäer*innen, Menschen zweiter Klasse. Die Bundesregierung handelt grob fahrlässig, wenn sie weiterhin die Ausfuhr von Pestiziden erlaubt, die hierzulande zu Recht verboten sind.” “Agrarministerin Klöckner kann nach § 25 des deutschen Pflanzenschutzgesetzes den Export von hier verbotenen hochgefährlichen Pestiziden per Verordnung stoppen. Länder wie Frankreich und die Schweiz haben es vorgemacht. Doch bislang bleibt die deutsche Landwirtschaftsministerin untätig – und dass angesichts der Tatsache, dass jährlich 385 Millionen Menschen akute Pestizidvergiftungen erleiden”, sagt Susan Haffmans, Referentin beim Pestizid Aktions-Netzwerk e.V. (PAN Germany). “Die Menschen in Deutschland wollen eine Regierung, die ihren menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten nachkommt und einen verbindlichen Exportstopp für verbotene Pestizide umsetzt”. Bereits im letzten Jahr bestätigte der Wissenschaftliche Dienst des Bundestages, dass die rechtliche Voraussetzung für ein gesetzliches Verbot des Exports hochgefährlicher Pestizide in Deutschland gegeben ist. Über 177.000 Bürger*innen und 60 Organisationen der Zivilgesellschaft fordern Agrarministerin Julia Klöckner und Wirtschaftsminister Peter Altmaier zum Handeln auf und verlangen von der Bundesregierung, ein solches Exportverbot endlich zu beschließen. Stellvertretend für die zahlreichen Unterstützer*innen bekräftigt Wiebke Beushausen bei der Übergabe die gemeinsame Forderung: “Um Landarbeiter*innen vor Pestizidvergiftungen zu schützen und Umweltschäden zu verhindern, brauchen wir dringend ein Exportstopp verbotener Pestizide. Statt zu handeln hat Frau Klöckner bislang weggesehen. Von den Verantwortlichen der kommenden Legislaturperiode erwarten wir mehr Verantwortung und die Durchsetzung eines entsprechenden Gesetzes.” Pressemitteilung als PDF: https://bit.ly/pm-als-pdf Weitere Informationen: Bildmaterial zur Foto-Aktion vor dem Auswärtigen Amt: https://bit.ly/pressefotos-uebergabe-giftexporte Petition “Giftexporte stoppen!”: www.inkota.de/giftexporte-stoppen Studie: Doppelstandards und Ackergifte von Bayer und BASF – Ein Blick hinter die Kulissen des internationalen Handels mit Pestizidwirkstoffen: https://ots.de/nvMPB4 PM: Zivilgesellschaftliches Bündnis fordert Exportstopp für verbotene Pestizide: https://ots.de/dPfpfv Pressekontakt: Wiebke Beushausen, INKOTA-netzwerk, Projektmitarbeiterin für Welternährung und globale Landwirtschaft, Tel. 0176 58 95 12 63, E-Mail: Haffmans, PAN Germany, Referentin für Pestizide, Tel.: 0157 31 56 04 017, E-Mail:

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NABU zum Wahlprogramm der CDU/CSU: Wohlfühlziele statt Realismus / Krüger: Veränderungsunwille der Union weckt nicht erfüllbare Erwartungshaltung für die Lösung der Klima- und Artenkrise

21.06.2021 – 13:58

NABU

Berlin (ots) NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger kommentiert das am 21.6. vorgelegte Wahlprogramm von CDU und CSU zur Bundestagswahl 2021: “Im Deutschland des Jahres 2021 sterben Wälder, verschwinden Arten aus den Landschaften und die Trinkwasserversorgung ist mancherorts gefährdet. Die Hitzewelle am Wochenende weckte Erinnerungen an die Dürresommer der vergangenen Jahre. Der Klimawandel ist da. CDU und CSU haben es in 16 Jahren Regierungsbeteiligung versäumt, wirksame Schritte gegen die Erderwärmung und das Artensterben einzuleiten. Im jetzt vorgelegten Wahlprogramm werden die bereits beschlossenen Änderungen im Klimaschutzgesetz bestätigt. Dabei vermittelt die Union allerdings den Eindruck, die Ziele ließen sich ganz ohne Veränderungen für die Menschen in Alltag und Wirtschaft erreichen. Wir halten es für unredlich, solche nicht erfüllbaren Erwartungshaltungen zu wecken. Beim Schutz der Biodiversität fällt das Unions-Programm zum Teil sogar hinter den heutigen Stand zurück und lässt unter anderem wichtige Finanzierungsfragen offen. Klima- und Artenkrise werden so nicht gelöst. Wir erwarten von einer potenziellen Regierungspartei mehr Realismus und Umsetzungswillen in diesen zukunftsdominierenden Politikfeldern.” NABU-Kernforderungen zur Bundestagswahl: https://www.nabu.de/landingpages/btw2021.html Pressekontakt: Roland Panter, NABU-Pressesprecher, Tel. +49 (0)30.28 49 -PressestelleRoland Panter | Julian Bethke | Britta Hennigs | Katrin Jetzlsperger| Silvia TeichTel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1538 | -1722 | -1534 | -1588Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail:

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Jung und Alt bei Nachhaltigkeitskonflikten zum Handeln inspirieren / DBU investiert zwei Millionen Euro für Bildungspaket

21.06.2021 – 11:18

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Osnabrück (ots) Mit der Agenda 2030 sollen die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN) umgesetzt werden, um weltweit ein gutes Leben zu ermöglichen und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen zu sichern. “Im Kampf gegen Klima- und Biodiversitätskrise haben wir keine Zeit zu verlieren”, sagt Alexander Bonde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Um die Umsetzung von Lösungen voranzubringen, unterstützt die Stiftung mit insgesamt zwei Millionen Euro eine Förderinitiative zur Bildung für nachhaltige Entwicklung. Der digitale Auftakt heute (Montag) gibt die Richtung vor: “Die große Transformation – Nachhaltigkeitsdilemmata und Umgang mit Unsicherheiten”. Anmeldungen zur heutigen Veranstaltung sind noch möglich: https://www.dbu.de/@Auftakt:ESDfor2030. Mit einem virtuellen Grußwort richtet sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek zur Eröffnung an die rund 300 zugeschalteten Teilnehmenden. Ihr Plädoyer: “Bei der Umsetzung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele entstehen Konflikte, beispielsweise, wenn wir Vögel und Fledermäuse schützen und gleichzeitig Windräder bauen wollen. Deswegen freue ich mich sehr, dass die Deutsche Bundesstiftung Umwelt nun 14 exzellente Projekte fördert, die sich mit diesen Konflikten auseinandersetzen. Denn unser nationaler BNE-Prozess baut auf einer Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren der Gesellschaft auf.” Das Bundesministerium für Bildung und Forschung habe in Deutschland dafür eine gemeinsame Struktur von Bund, Ländern, Kommunen und Zivilgesellschaft geschaffen, in der ein Austausch zu dem gemeinsamen Ziel verwirklicht werde. Antworten für Energie-, Agrar-, Mobilitäts- und Konsumwende Bei der erst kürzlich gemeinsam mit der DBU veranstalteten Woche der Umwelt sprach Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bezogen auf die Klimakrise von einer “Transformation der Gesellschaft in einer gewaltigen Dimension”. DBU-Generalsekretär Bonde fügt hinzu: “Wir müssen Antworten darauf geben, wie wir mit Blick auf die sogenannten planetaren Belastungsgrenzen künftig wirtschaften und leben können, wie Energie-, Agrar-, Mobilitäts- und Konsumwende generationengerecht umzusetzen sind.” Solche Antworten will das Projektpaket der DBU-Förderinitiative liefern. Besonders im Blick dabei: Unsicherheiten und Zielkonflikte, die innerhalb und zwischen den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen entstehen, und wie Bildungsformate richtungsweisende Lösungen liefern können. Zumutungen aushalten und trotzdem handeln Dazu sagt der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Prof. Dr. Kai Niebert von der Universität Zürich, in einem digitalen Impulsvortrag: “Der Pfad in die Nachhaltigkeit wird mit vielen Irrwegen verbunden sein. Wir müssen lernen, diese Zumutungen auszuhalten und trotzdem zu handeln.” In solchen schwierigen und komplexen Situationen werde die Lösung von Problemen nur gemeinsam gelingen, so Bonde. Die Stiftung sieht sich als Brückenbauerin zwischen Wissenschaft und Agierenden aus den unterschiedlichsten Bildungsbereichen, die für die praktische Umsetzung verantwortlich sind. Bildung für nachhaltige Entwicklung sei, so Bonde, ein Schlüssel für die erfolgreiche Einbindung und Beteiligung der Gesellschaft in die kommenden Veränderungsprozesse. “Menschen sollen in die Lage versetzt werden, andere Perspektiven einzunehmen und die Folgen des eigenen Handelns für die Mitmenschen und die kommenden Generationen einschätzen zu können”, so der Generalsekretär. Umgang mit Emotionen, Gefühlen, sowohl negativen als auch positiven, ist wesentlich Wo angesetzt werden könnte, um den Schritt vom transformativen Lernen ins konkrete Handeln zu schaffen, erläutert Prof. Dr. Wals von der niederländischen Universität Wageningen: “Der Umgang mit Emotionen sowie sowohl negativen als auch positiven Gefühlen ist wesentlich, wenn es um komplexe und dringende Fragen der Nachhaltigkeit geht.” Die gesellschaftliche Transformation erfordere auch einen Wandel der schulischen Bildung. “Schulen müssen in Bezug zu Themen wie Klima, Energie, die multikulturelle Gesellschaft aber auch zu Aspekten wie Ungleichheit, Biodiversität und Lebensmittel mehr Freiheiten und Kapazitäten haben, um ihre Schülerinnen und Schüler in die Untersuchung lokaler Nachhaltigkeitsfragen einzubeziehen”, so Wals. Nach seinen Worten müssen die Anliegen und die Neugier der Schülerinnen und Schüler zum Ausgangspunkt für das Lernen werden. Sie sollten ein Mitspracherecht bei der Bestimmung dieser Themen haben, und die Lehrenden müssten in der Lage sein, ihr eigenes Fachwissen im Diskurs mit den Mädchen und Jungen über die lokalen Ausprägungen dieser globalen Themen einzubringen. Themen und Zielgruppen breit aufgestellt im DBU-Projektpaket Doch nicht nur auf die schulische Bildung konzentriere sich das DBU-Projektpaket, sagt Bonde. Angesprochen werden neben Kindern und Jugendlichen auch Studierende, Lehrende, Ärztinnen und Ärzte sowie Gewerkschaften. Die Projektleitung liegt unter anderem bei Nichtregierungs-Organisationen, Institutionen für die Ausbildung von Lehrkräften, von Ingenieurinnen und Ingenieuren, aber auch Hochschulen sowie kleinen und mittelständischen Unternehmen. Bonde: “So sollen Jung und Alt zum Handeln inspiriert werden.” 300 UN-Dekade-Projekte mit Unterstützung der DBU Nach Bondes Worten hat die DBU seit 2005 alle Phasen der Entwicklung zu einer Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) unterstützt – von der gleichnamigen Dekade der UN bis zum seit Sommer 2020 laufenden Programm “Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs (ESD for 2030)” der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (Unesco). Die Stiftung sei stolz darauf, dass von den insgesamt 2000 ausgezeichneten UN-Dekade-Projekten mehr als 300 mit der Unterstützung der DBU realisiert worden seien. “Für das neue Programm haben wir im Frühjahr 2020 die zwei Millionen Euro umfassende Sonderausschreibung mit den jetzt startenden 14 Bildungsprojekten auf den Weg gebracht”, so Bonde. Sechs der Vorhaben werden durch länderübergreifende Kooperationen in Mittel- und Osteuropa Beiträge auch zur internationalen Umsetzung des aktuellen Programms “ESD for 2030” leisten. Zugleich könne auf eine langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung als Wegbereiter und Gestalter für diesen BNE-Prozess zurückgeblickt werden. Die digitale Veranstaltung mit Kurzvorstellungen der Projekte wird aufgezeichnet und anschließend im Netz veröffentlicht. Informationen zur DBU-Sonderausschreibung sowie Steckbriefe der 14 Bildungsprojekte finden sich hier: https://www.dbu.de/esd. Pressekontakt: Klaus Jongebloed- Pressesprecher -Kerstin HeemannSophie ScherlerLea KessensKontakt DBUAn der Bornau 249090 Osnabrück0541|9633-5210171|

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Einladung: “Sag's dem Horst”: Deutsche Umwelthilfe startet bundesweite Mitmachaktion an Bauminister Seehofer und fordert nationalen Kraftakt für klimafreundliche Sanierung von Schulen

17.06.2021 – 13:40

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) Der energetische Zustand der Gebäude in Deutschland ist desaströs. Ausgerechnet in diesem wichtigen Bereich hat die Bundesrepublik bereits 2020 die Klimaziele verfehlt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat mit dem Klima-Gebäude-Check im Mai 2021 enthüllt, dass insbesondere die öffentlichen Gebäude in einem katastrophalen Zustand sind. Darunter gibt es vor allem eine Kategorie, in der die Versäumnisse sich schon Jahrzehnte stauen: Schulen. Das weiß jeder Elternteil, der seine Kinder in schimmeligen, zugigen oder baufälligen Schulgebäuden abgeben muss. Es braucht jetzt eine bundesweite Kraftanstrengung, damit unsere Kinder in energetisch vernünftigen und baulich wie gesundheitlich einwandfreien Gebäuden lernen können. So lassen sich bei zehntausenden großen Gebäuden in gewaltigem Ausmaß CO2-Emissionen einsparen und gleichzeitig verbessert sich die Lernumgebung der Generation, die vom Klimawandel maßgeblich betroffen sein wird. Verantwortlich für die katastrophale Lage im Gebäudebereich ist allen voran Bundesbauminister Horst Seehofer. Er kann und muss jetzt den richtigen Impuls für die nächsten Generationen setzen. Deshalb startet die DUH am 25. Juni die bundesweite Mitmachaktion “Sag’s dem Horst”. Der Auftakt der Aktion findet vor der besonders sanierungsbedürftigen Anna-Lindh-Schule in Berlin statt. Gemeinsam mit Elternvertretern und einer Energieberaterin erklärt die DUH, welche Hürden bei der Sanierung von Schulen bestehen, wer die politischen Bremser sind, welche Rolle Behörden spielen und warum die Problematik von ganz oben auf Bundesebene angegangen werden kann und muss. Wir bitten Sie, sich per Mail über anzumelden. O-Töne vor Ort oder separate Interviews organisiert gerne ebenfalls die Pressestelle. Datum: Freitag, 25. Juni 2021 um 10 Uhr Ort: Haupteingang der Anna-Lindh-Schule, Guineastraße 17, 13351 Berlin Teilnehmende: – Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin DUH
– Norman Heise, ehrenamtlicher Vorsitzender des Landeselternausschusses Schule und stellvertretender Vorsitzender des Landesbeirates Schulbau von Berlin
– Stefanie Koepsell, Landessprecherin Sachsen des Deutsches Energieberater-Netzwerks Pressekontakt: 030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Hand in Hand für den Artenschutz / Gemeinsame Veranstaltungsreihe von Borneo Orangutan Survival Deutschland e.V. und dem Jane Goodall-Institut Deutschland am 21., 23. und 25. Juni 2021

16.06.2021 – 08:30

BOS Deutschland e. V.

Berlin (ots) Die Welt erlebt derzeit das größte Artensterben seit dem Verschwinden der Dinosaurier. Die Folgen sind dramatisch – auch für den Menschen. Der Verlust an Biodiversität bringt unser Ökosystem ins Wanken, beschleunigt den Klimawandel und fördert das Ausbreiten von Krankheiten. Wir erleben es gerade hautnah. Die Herausforderung ist groß, und wir brauchen Ideen für die Welt von morgen. Jane Goodall, Verhaltensforscherin und Gründerin des Jane Goodall-Instituts: “Hier sind wir, die klügste Spezies, die je gelebt hat. Wie kommt es also, dass wir den einzigen Planeten, den wir haben, zerstören? Man kann nicht einen einzigen Tag überstehen, ohne einen Einfluss auf die Welt um sich herum zu haben. Was wir tun, macht einen Unterschied, und wir müssen entscheiden, welche Art von Unterschied wir machen wollen.” Daniel Merdes, Geschäftsführer BOS Deutschland: “Artenschutz und Biodiversität sind mehr als nice to have. Artenschutz sollte ganz oben auf jeglicher politischen und gesellschaftlichen Agenda stehen. Spätestens durch Corona wurde deutlich, wie teuer die Folgekosten vom kommerzialisierten Umgang mit Wildtieren sind. Da bin ich noch nicht einmal bei der ethischen Grundfrage: Wer erlaubt uns eigentlich, so mit Tieren umzugehen? Hoffentlich bekommen wir diese Frage nicht von unseren Enkelkindern gestellt. Weil sie Tiere nur noch aus alten Filmen, als Haustiere oder sogenannte “Nutztiere” kennen. Um dies zu verhindern, werden wir weiter für einen globalen Artenschutz kämpfen!” Lebensräume schrumpfen dramatisch Eines ist sicher: Die Vielfalt an Tieren und Pflanzen auf der Welt zu bewahren, und ihre Lebensräume zu schützen, ist eine Jahrhundertaufgabe, die wir nur gemeinsam bewerkstelligen können. Betroffen sind davon auch unsere nächsten Verwandten im Tierreich. Der Klimawandel, die Abholzung der Regenwälder und das stetige Bevölkerungswachstum führen dazu, dass die Lebensräume der großen Menschenaffen, zu denen Schimpansen, Orang-Utans, Bonobos und Gorillas zählen, in den letzten 20 Jahren dramatisch geschrumpft sind. Mit ihnen verschwinden auch die Tiere. Dazu kommt der illegale Wildtierhandel, dem weltweit jedes Jahr Millionen geschützter Tiere zum Opfer fallen. Das Überleben der Menschenaffen steht auf der Kippe. Globale Herausforderungen gemeinsam lösen Wie kann es weitergehen? Eines ist klar: Artenschutz ist eine Aufgabe, die wir nur gemeinsam lösen können. BOS Deutschland, die dieses Jahr ihren 20. Geburtstag feiern, und das deutsche Jane Goodall Institut geben im Rahmen einer Veranstaltungsreihe Einblicke und Ausblicke auf unterschiedliche Aspekte des weltweiten Artenschutzes. Expert:innen aus verschiedenen Fachrichtungen beleuchten, wo wir beim Thema Artenschutz stehen und welche Schlüsselrolle Menschenaffen für die Biodiversität spielen. In der letzten Veranstaltung stellen sie Projekte vor, die neue Perspektiven für den Artenschutz eröffnen. Die Veranstaltungen finden online statt am 21., 23. und 25. Juni (Programm siehe unten). Anmeldungen unter: https://www.orangutan.de/20-jahre-borneo-orangutan-survival-deutschland https://janegoodall.de/artenschutzwoche-2021/ Themen und Referent:innen: 21. Juni: Warum Artenschutz? Kulturentwicklung und Werkzeuggebrauch bei Menschenaffen Die Online-Reihe beginnt am 21. Juni (19 Uhr) mit der Frage “Warum Artenschutz? Die Wichtigkeit von Biodiversität am Beispiel des Menschenaffen – Kulturentwicklung und Werkzeuggebrauch”. Dazu sprechen die Primatologin und Verhaltensforscherin Dr. Isabelle Laumer (UCLA Department of Anthropology), die zum Werkzeuggebrauch, Sozialverhalten und Intelligenz bei Menschenaffen forscht. Der zweite Experte ist Biodiversitätsforscher Hjalmar Kühl (Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv)). Er forscht zum Thema evolutionäre und anthropozäne Ökologie und wie sich die Lebensräume von Menschenaffen im Gleichgewicht halten lassen. 23. Juni: Welche Rolle spielen Menschenaffen als Indikator für Biodiversität? Am 23. Juni (19 Uhr) beschäftigen wir uns mit den Gefahren für den Artenschutz und die Rolle des Menschenaffen als Indikator für Biodiversität. Als Expertinnen dabei sind die Verhaltensökologin und ZoologinProf. Dr. Barbara Fruthvom Max-Planck-Institute of Animal Behavior. Seit 30 Jahren untersucht sie Bonobos in ihrem natürlichen Lebensraum. Dr. Maria Voigt vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung ist Naturschutzbiologin und Primatologin. Sie forscht zu durch den Menschen verursachten Umweltveränderungen und deren Auswirkungen auf Biodiversität. Während ihrer Promotion untersuchte sie die Bedrohung der Orang-Utans auf Borneo. 25. Juni: Ausblick für den Artenschutz – best practice Die dritte Veranstaltung am 25. Juni (18 Uhr) gibt mit best practice Beispielen aus mehreren Kontinenten Perspektiven für den Artenschutz. Dazu spricht Robert Risch, Projektleiter und Geschäftsführer vom Rhino and Forest Fund e.V., über einen Wildtierkorridor im malaiischen Sabah, der unter anderem mit der Unterstützung von BOS Deutschland entsteht. Danach spricht Dr. Lilian Pintea, Vizepräsident für Naturschutzwissenschaften am Jane Goodall-Institute (USA). Er gilt als Pionier bei der Anwendung innovativer Geodaten-Technologien und ist international gefragt. Weitere Informationen: BOS Deutschland e.V., Potsdamer Str. 99, 10785 Berlin, Tel.: 030 890 60 76 – 0, www.orangutan.de Daniel Merdes, Geschäftsführer 030/890 607 6-22, Dunja Rose, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Tel. 030/ 890 607 6-21, Um Belegexemplar oder Mitteilung bei Veröffentlichung wird freundlich gebeten. Über BOS Deutschland e.V. Mit einem internationalen Netzwerk an Partnerorganisationen schützt BOS Deutschland e.V. den Borneo-Orang-Utan. In zwei Rettungszentren in Indonesien werden verletzte und verwaiste Tiere aufgenommen, gesund gepflegt und rehabilitiert, so dass sie nach ihrer Ausbildung ausgewildert werden können. BOS Deutschland erschließt neue Schutzgebiete, in denen Orang-Utans wild und frei leben können und forstet zerstörte Regenwaldflächen wieder auf. Der Verein, der am 16. April 2001 gegründet wurde, betreibt Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit, um die Menschen für die akute Notsituation des vom Aussterben bedrohten Orang-Utans zu sensibilisieren. Die Waldsicherung und die Information der Bevölkerung sind zwei weitere zentrale Tätigkeitsbereiche als Voraussetzung für die erfolgreiche Auswilderung der Tiere. www.orangutan.de Über das Jane Goodall Institut Deutschland Zentrales Motiv unserer Arbeit ist die Förderung des respektvollen Umgangs mit Menschen, Tieren und der Natur. Auf der Basis der revolutionären Erkenntnisse Dr. Jane Goodalls bei den Schimpansen von Gombe setzen wir uns ein für umfassenden Natur- und Artenschutz, für Bildung in nachhaltiger Entwicklung, sowie für globale Entwicklungszusammenarbeit. Jane Goodall hat schon sehr früh erkannt, dass es aufgrund der vielfältigen und stetig wachsenden Bedrohungen für Schimpansen und andere Primaten im modernen Artenschutz absolut notwendig ist, soziale und wirtschaftliche Aspekte der Menschen vor Ort und auch global mit einzubeziehen. Deshalb wollen wir das Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge fördern, den Rahmen für individuelle Handlungsmöglichkeiten erweitern, sowie den öffentlichen Diskurs und Dialog anregen. “Each and every one of us can make a difference every day – working for animals, people and the environment!” www.janegoodall.de Pressekontakt: Deutschland e.V., Potsdamer Str. 99, 10785 Berlin, Tel.: 030 890 60 76 – 0, www.orangutan.deDaniel Merdes, Geschäftsführer030/890 607 6-22, Rose, Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitTel. 030/ 890 607 6-21,

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Bilanz des Klimastadt-Projektes InnovationCity Ruhr / Das Ziel ist erreicht: Bottrop hat die CO2-Emissionen im Pilotgebiet in zehn Jahren halbiert

15.06.2021 – 13:33

Initiativkreis Ruhr GmbH

Bottrop (ots) Nach zehn Jahren “InnovationCity Ruhr | Modellstadt Bottrop” legen die Stadt Bottrop und die Innovation City Management GmbH (ICM) heute die Bilanz des Klimastadt-Projektes vor. Das Ziel, die CO2-Emissionen in einem Pilotgebiet mit 70.000 Einwohner:innen um die Hälfte zu reduzieren, wurde erreicht. Das vom Initiativkreis Ruhr angestoßene Projekt beweist, dass sich Klimaschutzmaßnahmen volkswirtschaftlich auszahlen. Laut Berechnungen der ICM konnte der CO2-Ausstoß von 2009 bis 2020 um rund 50 Prozent gesenkt werden. Für das Abschlussjahr 2020, für das konkrete Verbrauchsdaten der Energieversorger erst 2022 vorliegen, hat die ICM die hohe Modernisierungsquote in Bottrop in ihre Prognosen mit einbezogen. Das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie hat für das Jahr 2020 mit bundesweiten Prognosewerten kalkuliert und kommt auf eine Minderung von 47 bis 49 Prozent und bestätigt damit, dass die angestrebte Halbierung erreicht worden ist. Die im Jahr 2009 erhobenen Daten bilden die Basis für die wissenschaftliche Evaluation des Projektzeitraums von 2010 bis 2020. ICM-Geschäftsführer Burkhard Drescher: “Der CO2-Wert ist ein Indikator in der InnovationCity und wir haben die Halbierung der Treibhausgase geschafft. Noch entscheidender aber ist die Vielzahl der Ergebnisse, die den nachhaltigen Wandel von der Kohlestadt zur Klimastadt belegen.” Das sind die wichtigsten Ergebnisse nach Berechnungen der ICM: – Bottrop belegt unter allen Großstädten in NRW den Spitzenplatz bei der Photovoltaik-Dichte pro Einwohner.
– Die von Wohngebäuden ausgehenden CO2-Emissionen (CO2-Äquivalente CO2[äq] = THG Treibhausgase) sind im Bund von 2010 bis 2020 um 19 % zurückgegangen. In der InnovationCity gingen die Emissionen sehr viel deutlicher zurück: um 47 %.
– Im Sektor Arbeit / Industrie ist der CO2-Ausstoß (THG) von 2009-2020 auf Bundesebene um 5,3 % gesunken, in der InnovationCity um 56 %.
– Der CO2-Ausstoß pro Kopf (THG, ohne den Sektor Verkehr) lag 2020 im Bottroper Modellgebiet bei 2,44 Tonnen pro Jahr (t/a), bundesweit bei 6,11 t/a.
– 3.657 Wohngebäude wurden modernisiert – das sind rund 36 % des gesamten Bestandes. Die jährliche energetische Modernisierungsrate liegt in der InnovationCity bei 3,3 %, d.h. im Durchschnitt sind pro Jahr 3,3 % der Wohngebäude teilweise oder komplett energetisch modernisiert worden.
– 2,7 Mio. Euro Modernisierungsförderung stießen Gesamtinvestitionen von mehr als 20 Mio. Euro an.
– 11.355 Menschen nahmen an 437 Veranstaltungen der ICM teil.
– 3.954 Energieberatungen wurden bis 31.12.2020 durchgeführt und damit mehr als 30 Prozent aller Einzeleigentümer erreicht.
– Die CO2-Emissionen (THG) der öffentlichen Gebäude in der InnovationCity sind von 2009 bis 2020 um 40 % zurückgegangen. Burkhard Drescher, der das InnovationCity-Projekt seit 2011 leitet, vertritt die Auffassung, dass Klimaschutz nichts mit Verzicht zu tun hat. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse unterstützen seine Position: “Unser Projekt belegt, dass Maßnahmen für den Klimaschutz nicht im Widerspruch zu unternehmerischem Erfolg und dem Erhalt von Arbeitsplätzen stehen. Mit Daten aus zehn Jahren können wir jetzt die Beweise liefern, dass sich klimagerechter Stadtumbau positiv auf die gesamte Stadtgesellschaft auswirkt. Es gibt dabei keine Verlierer.” Initiativkreis-Moderator Rolf Buch: “Klimaschutz zahlt sich volkswirtschaftlich aus” Ideengeber für die InnovationCity Ruhr war der Initiativkreis Ruhr. Das Wirtschaftsbündnis schrieb den Städtewettbewerb “Blauer Himmel, grüne Stadt” aus, in dem Bottrop unter 16 Bewerbern das Rennen machte, um Impulse in der Energieregion Ruhrgebiet zu setzen und ihre Innovationskraft unter Beweis zu stellen. Rolf Buch, Moderator des Initiativkreises Ruhr, wertet das Klimaprojekt als großen Erfolg. “In Bottrop, wo die Ära der Steinkohle mit der Schließung des letzten Bergwerks zu Ende gegangen ist, wird jetzt Klima-Zukunft gemacht. Die InnovationCity Ruhr ist zur Blaupause für die Städte des Ruhrgebiets und darüber hinaus geworden”, sagt Buch, der gleichzeitig Vorsitzender des Vorstands von Vonovia ist. “Gemeinsam haben wir bewiesen, dass sich Klimaschutz auch volkswirtschaftlich auszahlt, wenn Ökonomie und Ökologie sinnvoll miteinander verbunden werden.” Das Projekt sei ein Vorbild für eine gelungene Kooperation von Partnern aus öffentlicher Hand und Privatwirtschaft, also für Public-Private-Partnership. “In Bottrop haben Kommune, Landesregierung und Unternehmen hervorragend zusammengearbeitet”, sagt Buch. “Gleichzeitig steht Bottrop dafür, dass sich die Bevölkerung auch für groß angelegte Infrastrukturprojekte gewinnen lässt, wenn sie von der ersten Minute an aktiv und partnerschaftlich eingebunden wird.” Oberbürgermeister Bernd Tischler: “Interesse an Klimathemen ist wesentlicher Erfolgsfaktor” Das große Interesse der Bottroper:innen an den Klimathemen ist für Bernd Tischler, Oberbürgermeister der Stadt Bottrop, ein wesentlicher Erfolgsfaktor im Projekt. “Was wir in den vergangenen zehn Jahren in über 300 Einzelprojekten geschafft haben, ist eine enorme Leistung und nur mit der Power unzähliger Menschen zu meistern”, erklärt er. “Ich bin stolz darauf, dass wir mit den InnovationCity-Veranstaltungen fast 12.000 Bürgerinnen und Bürger erreichen konnten.” Vielen internationalen Gästen stellte er das Projekt bereits vor, Delegationen aus aller Welt informierten sich in Bottrop über die Energiewende von unten. Nach zehn Jahren Projektlaufzeit behält Oberbürgermeister Tischler seine klare Vision für die Stadt: “Wir hören mit den Themen Energieeffizienz und Klimaschutz nicht auf, wir machen weiter und integrieren vor allem die Mobilitätswende. Wir entwickeln die InnovationCity Bottrop zur Klimastadt Bottrop. Man wird von uns noch viel hören!” Wuppertal Institut-Geschäftsführer Manfred Fischedick: InnovationCity hat sich “äußerst anspruchsvolles Ziel” gesetzt Der wissenschaftliche Geschäftsführer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, Prof. Dr. Manfred Fischedick, unterstreicht das “inhaltlich wie methodisch äußerst anspruchsvolle Ziel”, das sich die InnovationCity Bottrop 2009 mit der Halbierung der CO2-Emissionen in nur zehn Jahren gesetzt hat. Das Wuppertal Institut wurde wie bereits 2015 zur Zwischenbilanz mit der Validierung der Berechnungen der eingesparten CO2-Emissionen beauftragt. “Nach Auswertung aller vorliegenden Daten wissen wir, dass dieses Projekt erfolgreich war”, urteilt Manfred Fischedick. “Die Emissionen im Pilotgebiet InnovationCity sind im Zeitraum 2009 bis 2020 um 47 bis 49 Prozent gesunken, das ist gemessen am Bundesdurchschnitt ein außerordentlicher Erfolg und zeigt die Wirkung der Vielzahl an durchgeführten Maßnahmen.” RUFIS-Vorstand Dieter Hecht: “Maßnahmen zum Klimaschutz generieren Beschäftigung” Mit den Auswirkungen der InnovationCity auf den Arbeitsmarkt hat sich das Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik (RUFIS) beschäftigt. Vor dem Hintergrund des nahenden Endes des Steinkohlebergbaus in Bottrop war das Projekt von Anfang an darauf ausgelegt, Arbeitsplätze zu erhalten und zu schaffen. “Es sind insgesamt fast 732 Mio. Euro investiert worden. 420 Mio. Euro davon führten zu regionaler Produktion in Bottrop. Das Geld ging in 236 Einzelprojekte”, berichtet Prof. Dr. Dieter Hecht, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des RUFIS. “Wenn man die Beschäftigungseffekte für Bottrop zusammenfasst, die durch die Investitionen, Vorleistungen und die zusätzlichen Konsumgüterleistungen entstanden sind, kommt man auf eine Gesamtzahl von 3.211 Erwerbstätigenjahren*.” Hecht führt weiter aus: “Bottrop zeigt, dass Maßnahmen zum Klimaschutz nicht nur die Treibhausgase reduzieren, sondern gleichzeitig auch Produktion und Beschäftigung generieren.” Bundesumweltministerin Svenja Schulze: “Klimaschutz wird vor Ort entschieden” Svenja Schulze, Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, begleitet die Entwicklungen der InnovationCity seit mehreren Jahren und nimmt per Livestream als Gastrednerin an der Abschlussveranstaltung am 15. Juni 2021 ab 14.30 Uhr teil. Sie beurteilt das Ende des Projekts wie folgt: “Klimaschutz ist nicht nur Weltpolitik, sondern wird vor Ort entschieden und gestaltet. Bottrop ist dabei Vorreiter und hat als InnovationCity den Sprung in die Zukunft vorgemacht. Dieser Mut wurde belohnt mit einer lebenswerteren Stadt.” Pressekontakt: Christian IckingLeiter Kommunikation & PressesprecherInitiativkreis Ruhr GmbHTelefon: +49 201 89 66-660Telefax: +49 201 89 66-670E-Mail:

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“Wir brauchen jetzt Verantwortung 2.0” / 30 Jahre Verpackungsverordnung / Recycling und Kreislaufwirtschaft als Schlüsselstrategien für die Zukunft

11.06.2021 – 10:44

DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG

Köln (ots) Am 12. Juni 1991 wurde sie veröffentlicht: die Verpackungsverordnung, ein bis dahin weltweit einzigartiger Gesetzestext. Zum ersten Mal verpflichtete sie Hersteller, die Verantwortung für die Entsorgung ihrer Produkte – in diesem Fall Verpackungen – zu übernehmen, auch wenn sie die Verpackungen längst aus der Hand gegeben hatten. Umgesetzt wurde diese sogenannte Erweiterte Produzentenverantwortung vom Grünen Punkt, der dazu schon 1990 gegründet worden war. Der Grüne Punkt baute in der Folge ein Getrenntsammelsystem für Verpackungen in Deutschland auf (Gelbe Tonne, Gelber Sack u. a.), an das bis 1993 praktisch alle Haushalte in Deutschland angeschlossen wurden. “Die Verpackungsverordnung war revolutionär und visionär: Hersteller übernehmen die Verantwortung für ihre Verpackungen und kümmern sich damit um eine umwelt- und recyclingfreundliche Gestaltung. Das Konzept hat sich seitdem weltweit verbreitet und ist eine der Schlüsselstrategien gegen die globale Plastikvermüllung”, sagt Michael Wiener, CEO des Grünen Punkts. “Die Schwierigkeiten der ersten Jahre zeigen aber auch, das ein solches Konzept ständiger Weiterentwicklung bedarf.” Der schnelle Aufbau des Sammelsystems, die von Anfang an hohen Sammelmengen und die schlechte Zahlungsmoral mancher verpflichteten Unternehmen hatten 1993 das damals noch neue System einem ersten Stresstest unterzogen. Neue Kontrollmechanismen auf Vorschlag des Grünen Punkts sorgten für eine Stabilisierung des Systems, das seitdem ständig weiterentwickelt worden ist. 2019 hat dann das Verpackungsgesetz die Verpackungsverordnung abgelöst. “Der Grüne Punkt steht noch heute für gelebte Kreislaufwirtschaft”, so Wiener. “Wir haben inzwischen die Wertschöpfungskette erweitert und stellen selbst neuen Kunststoff aus den Abfällen der Gelben Tonne her. Recycling und Kreislaufwirtschaft sind die Schlüsselstrategien, um die Umweltbelastung durch Kunststoffabfälle in den Griff zu bekommen.” Ohne Kreislaufwirtschaft könne auch der Klimaschutz nicht erfolgreich sein, ist Wiener überzeugt: “Fast die Hälfte der klimarelevanten Emissionen kommen aus der Material- und der Landwirtschaft. Wir müssen Ressourcen wie Kunststoff im Kreislauf führen, sonst erreichen wir die Ziele des Klimaschutzes nicht.” Dazu fordert Wiener flankierende Maßnahmen, um den Einsatz von recyceltem Kunststoff voranzubringen: “Wir brauchen jetzt die Erweiterte Produzentenverantwortung 2.0: Wenn ein Produkt ganz oder teilweise aus Recyclingkunststoff hergestellt werden kann, dann muss das auch zur Normalität werden. Nur so bringen wir den Markt für Recyclingkunststoff und damit die Kreislaufwirtschaft voran.” Ansprechpartner: Norbert Völl, Tel.: +49 2203 937507 Über die Gruppe mit dem Grünen Punkt: Die Unternehmen des Grünen Punkts sind als Dienstleister für die erweiterte Produzentenverantwortung, als führender Sekundärrohstofflieferant für Kunststoffe und als Premium-Produzent von Kunststoffrezyklaten der Lösungsanbieter für die Bedürfnisse der Kreislaufwirtschaft. Die Der Grüne Punkt – Duales System Deutschland GmbH (DSD) hat mit dem Grünen Punkt als ihrem Markenzeichen das duale System in Deutschland mit eingeführt und aufgebaut und steht für intelligente Rücknahmesysteme sowie die Entwicklung und Vermarktung innovativer Rezyklate und Dienstleistungen. Die Systec Plastics stellt an den Standorten Eisfeld und Hörstel Premiumrezyklate der Marke Systalen für den internationalen Markt her. Die Unternehmen sind in der DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KG zusammengefasst. Pressekontakt: DSD – Duales System Holding GmbH & Co. KGEdmund-Rumpler-Str. 7, 51149 KölnV.i.S.d.P.: Norbert Völl, , Tel.02203/937-507www.gruener-punkt.de

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Lieferkettengesetz im Bundestag: Enttäuschend für Umwelt- und Klimaschutz

11.06.2021 – 07:00

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)- Heute abschließende Lesung zum Lieferkettengesetz im Bundestag
– Umweltauswirkungen wie Biodiversitätsverlust, großflächige Entwaldung oder Klimawandel werden im Gesetz ausgeklammert
– Deutsche Umwelthilfe fordert ein starkes Lieferkettengesetz mit eigenständigen Umweltsorgfaltspflichten, die sich auf die gesamte Wertschöpfungskette beziehen Heute findet im Bundestag die abschließende Lesung zum Lieferkettengesetz statt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) bewertet das von Union und SPD eingebrachte Gesetz als ersten wichtigen Schritt hin zu verantwortungsvolleren Lieferketten. Allerdings fällt das Gesetz weit hinter die Erwartungen zurück und bleibt im Hinblick auf Umweltschutz und den Geltungsbereich ungenügend. Umweltbelange werden, bis auf wenige Ausnahmen, nur dann berücksichtigt, wenn sie im konkreten Zusammenhang mit einer Menschenrechtsverletzung stehen, wie beispielsweise einer Gesundheitsschädigung. Biodiversitätsverlust und Klimawandel, etwa durch Waldzerstörung, bleiben sogar komplett unberücksichtigt. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH, kommentiert: “Ein Lieferkettengesetz ist längst überfällig, daher ist die Abstimmung heute erstmal eine gute Nachricht. Das jetzt vorgelegte Gesetz ist aber ein von Industrieinteressen weichgespülter Minimalkonsens. Die Wirtschaftsverbände haben zusammen mit dem Wirtschaftsflügel der Union und Wirtschaftsminister Altmaier bis zuletzt starken Druck ausgeübt und das Gesetz massiv ausgehöhlt. Damit hat Deutschland eine historische Chance vertan, die drängendsten Umweltprobleme unserer Zeit – Biodiversitätsverlust und Klimawandel – im Gesetz zu verankern. Für Unternehmen, die Naturzerstörung in ihren Lieferketten in Kauf nehmen, wird sich mit dem Gesetz nur wenig ändern.” Das Gesetz deckt auch bloß einen kleinen Teil der Lieferkette ab. Nur für den eigenen Geschäftsbereich sowie die direkten Zulieferer müssen die Unternehmen Risikoanalyse, Prävention und Abhilfe verpflichtend vornehmen. Bei mittelbaren Zulieferern müssen sie nur anlassbezogen eine Risikoanalyse durchführen, wenn sie “substantiierte Kenntnis” über Missstände erlangen. Damit bleibt gerade der Teil der Lieferkette außen vor, wo die meisten Umweltrisiken und Menschenrechtsverletzungen stattfinden, etwa in der Landwirtschaft oder im Bergbau. Diese Einschränkung läuft den Präventionsgedanken zuwider. Die DUH fordert die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick zu nehmen, nicht nur Teilaspekte. Tina Lutz, Campaignerin Naturschutz und Biologische Vielfalt der DUH ergänzt: “Das Gesetz setzt erst da an, wo die meisten Umweltschäden schon geschehen sind – am hinteren Teil der Lieferkette. Da aber ist der Baum schon gerodet und das Kupfer bereits geschürft. Dem Präventionsgedanken wird das Gesetz damit nicht gerecht. Die Bundesregierung muss sich jetzt wenigstens auf EU-Ebene für ein starkes Lieferkettengesetz und einen Rechtsrahmen gegen importierte Entwaldung einsetzen, damit Naturzerstörung in den Lieferketten gestoppt werden kann.” Konkret fordert die DUH umfassende und eigenständige umweltbezogene Sorgfaltspflichten in Form einer schadens- und umweltgutbezogenen Generalklausel, die die natürlichen Funktionen der Umweltgüter Boden, Luft, Wasser, Klima und Biodiversität schützt. Denn es gibt direkte und indirekte Beeinträchtigungen von Biodiversität, Boden, Luft, Wasser und Klima, die nicht unmittelbar mit individualisierbaren Menschenrechtsverletzungen einhergehen. Wichtig ist zudem, dass die eigenständigen umweltbezogenen Sorgfaltspflichten für alle Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden sowie kleineren Unternehmen in bestimmten Risikosektoren gelten. Der Entwurf sieht lediglich vor, dass das Gesetz für Unternehmen mit mehr als 3.000, später dann mit mehr als 1.000 Mitarbeitenden gelten soll. Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, Lutz, Campaignerin Naturschutz und Biologische Vielfalt030 2400867-890, 0163 2822403, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Steinmeier: Wir befinden uns mitten im Umbruch ins postfossile Zeitalter / Bundespräsident und DBU eröffnen “Woche der Umwelt”

10.06.2021 – 11:56

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Osnabrück/Berlin (ots) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bereitet die Menschen in Deutschland wegen der Klimakrise auf eine “Transformation der Gesellschaft in einer gewaltigen Dimension” vor. Der ressourcenschonende Umgang mit der Erde sei zugleich “nur durch eine globale Anstrengung zu bewältigen”, sagte er in einer wegweisenden Klimarede auf der “Woche der Umwelt” im Park seines Amtssitzes Schloss Bellevue. “Wir befinden uns mitten im Umbruch ins postfossile Zeitalter”, so das Staatsoberhaupt. Die mittlerweile sechste Auflage der Woche der Umwelt (WdU) unter dem Motto “So geht Zukunft!” findet heute (Donnerstag) und morgen in bewährter Partnerschaft von Bundespräsident und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) statt, dieses Mal wegen der Corona-Pandemie aber im hybriden Format – teils in Präsenz im Park von Schloss Bellevue, teils in digitalen Fachforen. Per Livestream ist alles hautnah zu verfolgen; alle Infos finden sich hier: https://www.woche-der-umwelt.de/. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde sagte, die Woche der Umwelt solle “ein großer Ansporn sein, sich für den Erhalt unseres Planeten zu engagieren”. Und sie fordere mit ihrem Versprechen “So geht Zukunft!” trotz einer der größten globalen Krisen der Menschheit dazu auf, “mit Mut, Ideen und Innovationen Lösungen für mehr Klima-, Umwelt-, Ressourcen- und Artenschutz zu finden”. Ein Schlüssel sei die Circular Economy, eine umfassende Kreislaufwirtschaft. Bonde: “Wir müssen lernen, in Kreisläufen zu leben, denken und zu handeln. Der Raubbau an Rohstoffen muss enden.” EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Klimabeauftragter John Kerry nehmen teil Dass Klima- und Umweltschutz nicht nur in Deutschland, sondern europa- und weltweit ganz oben auf der politischen Agenda stehen, zeigt die Teilnahme zweier Persönlichkeiten bei der WdU: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Klimaschutzbeauftragter John Kerry. Er skizzierte per Videobotschaft Zukunftsstrategien seines Landes unter dem neuen US-Präsidenten Joe Biden. Dieser hatte den Austritt seines Vorgängers Donald Trump aus dem Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 rückgängig gemacht. Während von der Leyen keinen Zweifel daran ließ, dass die Europäische Union alles daran setzen werde, den europäischen Grünen Deal umzusetzen und ein klimaneutrales Wirtschaften in der EU bis 2050 zu erreichen, mahnte Kerry “weltweite Anstrengungen” an, um katastrophale Folgen der Klimakrise zu verhindern. Die USA seien dazu bereit. Bis 2030 wolle sein Land den Ausstoß an Treibhausgasen im Vergleich zu 2005 halbieren. US-Präsident Biden wolle in allen Wirtschaftssektoren eine Abkehr von Kohlenstoff. Kerry: “Diese Dekade ist entscheidend im Kampf gegen die Klimakrise, vor uns liegt enorm viel Arbeit. Aber darin steckt ein riesiges Wirtschaftspotenzial.” Es entstehe “ein Billionen-Markt” mit gutbezahlten Jobs “auf beiden Seiten des Atlantiks” und mit neuen Technologien für saubere Energien. “Veränderungen in allen Bereichen des Alltags” Bundespräsident Steinmeier sagte in seiner Rede, es freue ihn “sehr, dass sich die Vereinigten Staaten dazu entschieden haben, dem Pariser Klimaabkommen wieder beizutreten”. Die Weltklimakonferenz hatte seinerzeit unter anderem beschlossen, die Weltwirtschaft auf klimafreundliche Weise zu verändern und die menschengemachte Erderwärmung bis zum Jahr 2100 auf unter zwei Grad Celsius und sogar möglichst unter 1,5 Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Die Klima-Ziele seien keineswegs abstrakt und fern, so Steinmeier. “Setzen wir sie um, so werden wir Veränderungen in allen Bereichen des Alltags spüren – in der Landwirtschaft, in der Energieversorgung, vor allem im Wohnungsbau und im Verkehr.” Aufbruchserwartung und Umbruchsangst würden miteinander ringen, so der Bundespräsident weiter. Was zu hoffen und was zu fürchten sei, “sind Fragen einer Gesellschaft, die im Übergang ist, in einer großen Transformation, die viele zu Recht mit der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts vergleichen”. Anders als damals gehe es heute jedoch nicht mehr um den “Aufstieg der fossilen Industrialisierung”. Steinmeier: “Wir befinden uns mitten im Ausstieg daraus.” Winter ohne Schneemänner Es sei klar, dass der Planet “durch den übermäßigen Verbrauch von Ressourcen in Gefahr ist” – doch der Weg aus diesem Risiko “noch lange nicht”. Der Bundespräsident brachte für den Weg in eine klimaneutrale Zukunft gewissermaßen einen neuen Generationenvertrag für Klimaschutz ins Gespräch: So wie die jungen Menschen in der Corona-Pandemie zurückgesteckt hätten, um Ältere und Gefährdete zu schützen, “so müssen wir uns jetzt anstrengen, um ihre Zukunft und die Zukunft künftiger Generationen zu schützen.” Denn Klimawandel sei schon jetzt sicht- und spürbar und verändere bereits “unser Leben: Er zeigt sich in den Gezeiten, die sich verschieben, in den Wintern ohne Schneemänner” und auch “in gefährlich trockenen Böden und Wäldern”. Pressekontakt: Klaus Jongebloed- Pressesprecher -Lea KessensKontakt DBUAn der Bornau 249090 Osnabrück0541|9633-5210171|

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Nach Veröffentlichung extrem hoher NOx-Abgaswerte durch Deutsche Umwelthilfe: Kraftfahrt-Bundesamt bestätigt “Unzulässigkeiten” bei Wohnmobilen

10.06.2021 – 08:00 <p class=”customer”> <a class=”story-customer” title=”weiter zum newsroom von Deutsche Umwelthilfe e.V.” href=”https://www.presseportal.de/nr/22521″>Deutsche Umwelthilfe e.V.</a> </p> <i><a data-category=”citylink-story-view” data-action=”click” data-label=”Citylink in Meldungsansicht” class=”story-city event-trigger” href=”https://www.presseportal.de/regional/Berlin” title=”News ausBerlin “>Berlin</a> (ots)</i></p><pre class=”xmllist”>- DUH hat in seinem Emissions-Kontroll-Institut bei Modellen der

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Alles dreht sich um den Planeten / Woche der Umwelt am 10. und 11. Juni

08.06.2021 – 16:18

Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Osnabrück/Berlin (ots) Von einem hochkarätig besetzten Hauptbühnenprogramm über eine Fülle an Fachforen bis hin zu weit mehr als 150 Ausstellenden mit digitalen Präsentationen: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) laden zur sechsten Auflage der Woche der Umwelt (WdU) ein. Sie findet unter der Devise “So geht Zukunft!” am 10. und 11. Juni wegen der Corona-Pandemie im hybriden Format teils in Präsenz im Park von Schloss Bellevue, teils als Online-Variante statt. Wie sehr es um Wohl und Wehe des Planeten geht, zeigt die Teilnahme von zwei Politik-Persönlichkeiten: Mit dabei sind auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie der US-Klimaschutzbeauftragte John Kerry. Per Livestream ist alles hautnah zu verfolgen; alle Infos finden sich hier: https://www.woche-der-umwelt.de/. Nach Eröffnung durch den Bundespräsidenten sowie der Begrüßung durch DBU-Kuratoriumsvorsitzende Rita Schwarzelühr-Sutter und DBU-Generalsekretär Alexander Bonde folgt der Start der WdU 2021 am Donnerstag, 10. Juni, kurz vor 12 Uhr. Ein erstes Podium unter Moderation von Georg Ehring vom Deutschlandfunk widmet sich der Frage: Wie gestalten wir gemeinsam den Wandel? Diskutierende sind unter anderem Kerstin Andreae aus der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft sowie Prof. Dr. Antje Boetius, die Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), das mit seinem Forschungsschiff Polarstern im Nordpolarmeer mit der größten Arktisexpedition aller Zeiten Geschichte geschrieben hat. “Umweltschützendes Verhalten belohnen” Zur Art einer notwendigen Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft sagt etwa Boetius: Wichtig seien einerseits technisch die Bereiche, in denen schnell und effektiv viel Kohlendioxid (CO2) einzusparen sei. “Und ökologisch müssen wir der Vielfalt des Lebens, die unter erheblichem Druck steht, Raum zu Erholung und Schutz bieten.” Auch sozioökonomische Innovation sei notwendig, so die Meeres- und Polarforscherin. Boetius: “Die Rahmenbedingungen müssen so sein, dass umweltschützendes Verhalten belohnt und zerstörerisches Verhalten bestraft wird, ohne geringe Einkommen überproportional zu belasten.” Wenn etwa Subventionen statt in fossile Energiequellen in die Weiterentwicklung erneuerbarer Energien flössen, “wäre schon sehr viel gewonnen”. Lebenswerte Erde für die nächsten Generationen erhalten Aufschlussreich dürfte auch ein öffentliches Video-Gespräch zwischen dem Bundespräsidenten und jungen Leuten zu Erwartungen an eine nachhaltige Gesellschaft werden. Dazu DBU-Generalsekretär Alexander Bonde: “Wann immer wir uns mit Umwelt-, Klima-, Ressourcen- und Artenschutz beschäftigen, geht es stets darum, einen lebenswerten Planeten für die kommenden Generationen zu erhalten. Wir brauchen Innovationen, aber wir brauchen auch die Menschen, die dabei mitmachen. Und das schafft Deutschland nicht allein, sondern das ist eine globale Aufgabe.” UBA-Präsident: Schnellerer Ausbau erneuerbarer Energien Eine dieser Herausforderungen dürfte die Mobilität der Zukunft sein – ebenfalls ein WdU-Thema. Prof. Dr. Dirk Messner, der Präsident des Umweltbundesamtes (UBA), sagt, notwendig sei “eine gerechte Bepreisung des Verkehrs”. Messner: “Alle umweltschädlichen Subventionen wie das Diesel- und Dienstwagenprivileg und die Entfernungspauschale müssen so schnell wie möglich abgeschafft werden. Im Verkehrsbereich kosten diese die deutschen Steuerzahlenden jedes Jahr mehr als 15 Milliarden Euro.” Ein Wandel sei unumgänglich. Der elektrische Antrieb sei die “beste Wahl”, zumal alle Pkw bis spätestens 2050 vollständig klimaneutral fahren müssten. Aber: “Wir müssen dafür sorgen, dass die Rohstoffe für die Batterien in globalen Wertschöpfungsketten unter Einhaltung von anspruchsvollen Umwelt- und Sozialstandards gewonnen und diese effizient verarbeitet sowie durch Recycling im Kreislauf geführt werden.” Ein schnellerer Ausbau erneuerbarer Energien sei unabdingbar, “damit der Strom für E-Autos möglichst schnell klimaverträglich bereitgestellt wird”. Diskussion mit Klimaaktivistin Luisa Neubauer Messners Prognose für das Jahr 2050: “In 30 Jahren sind wir noch so mobil wie heute, aber mit viel weniger Verkehr.” Das Rückgrat der Mobilität stelle der öffentliche Verkehr dar, ergänzt durch Fuß- und Radverkehr sowie verschiedene Formen des Teilens. “Die Autos, die es dann noch gibt, sind klein, geteilt und elektrisch.” Das zunehmende Arbeiten im Homeoffice spare Pendelwege ein. Welche Ideen der UBA-Präsident sonst hat, kann man am Freitag, 11. Juni, auf dem vierten Podium erfahren. Zum Thema “Deutschland 2050 – Visionen für unser Leben der Zukunft” diskutiert er unter Moderation von Wissenschaftsjournalist Dr. Eckart von Hirschhausen unter anderem mit Klimaaktivistin Luisa Neubauer und Prof. Dr. Marion A. Weissenberger-Eibl. Pressekontakt: Klaus Jongebloed- Pressesprecher -Kerstin HeemannSophie ScherlerJessica BodeKontakt DBUAn der Bornau 249090 Osnabrück0541|9633-5210171|

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NABU-Umfrage: Verzicht auf weiteren Ausbau des Straßennetzes für Großteil der Bevölkerung denkbar / Krüger: Pause für Neubau von Autobahnen wichtig für Bewältigung der Klima- und Artenkrise

08.06.2021 – 13:08 <p class=”customer”> <a class=”story-customer” title=”weiter zum newsroom von NABU” href=”https://www.presseportal.de/nr/6347″>NABU</a> </p> <i><a data-category=”citylink-story-view” data-action=”click” data-label=”Citylink in Meldungsansicht” class=”story-city event-trigger” href=”https://www.presseportal.de/regional/Berlin” title=”News ausBerlin “>Berlin</a> (ots)</i> Dreiviertel der Bundesbürger sind überzeugt, dass es genug Straßen in Deutschland gibt. Das

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Deutsche Umwelthilfe begrüßt Nationale Wasserstrategie, fordert aber mehr Engagement für den Schutz von Flussauen und Kurswechsel in der Agrarpolitik

08.06.2021 – 10:50

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)- Renaturierung von Flussauen stärkt natürliche Ökosystemleistungen wie Speichern von CO2 und Abmildern von Hochwasserwellen
– Bisherige rückwärtsgewandte Agrarpolitik blockiert zentrale Gewässerschutz- und Klimaziele der Nationalen Wasserstrategie
– DUH fordert von Bund und Ländern, Ackernutzung aus Überschwemmungsgebieten zu verbannen und durch extensive Beweidung zu ersetzen Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die Ziele der heute vom Bundesumweltministerium vorgestellten ersten Nationalen Wasserstrategie, insbesondere um Wasserknappheit vorzubeugen und die Wasserinfrastruktur an die menschengemachten Klimaveränderungen anzupassen. Die DUH mahnt aber an, dass diese ohne einen Kurswechsel in der Agrarpolitik nicht zu erreichen sind. Dafür müssten nach Ansicht der DUH die Flussauen als zentraler Beitrag zum Klima-, Biodiversitäts- und Gewässerschutz besser geschützt werden. Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH kommentiert: “Die Nationale Wasserstrategie enthält gute Ansätze, um die Wasserwirtschaft in Deutschland klimafit zu machen. Ihre Ziele sind jedoch nur umsetzbar, wenn konsequent die Ackernutzung aus Überschwemmungsgebieten verbannt und Agrarbeihilfen an eine naturverträgliche Landnutzung gekoppelt werden. Die Bundesregierung muss jetzt den Weg bereiten, damit Äcker in Flussauen in feuchtes Dauergrünland umgewandelt werden und die extensive Nutzung als naturnahe Weidelandschaft gerecht entlohnt werden kann. Die Länder brauchen ein klares Signal aus Berlin, damit Wasser, Klima und Landnutzung auch auf der Umsetzungsebene endlich zusammengebracht werden.” Mithilfe einer extensiven Weidehaltung – also einem an der natürlichen Ertragsfähigkeit des jeweiligen Standortes orientierten Viehbesatz an Stelle bisheriger Ackernutzungen – können Einträge von Nährstoffen und Pestiziden in die Gewässer reduziert und das Grundwasser entlastet werden. Zugleich baut die extensive Beweidung in den renaturierten, strukturreichen Auenlandschaften eine Brücke zur Landwirtschaft, indem sie in der Nutzung bleiben und einen Beitrag zur Erzeugung regionaler, tierwohlorientierter Lebensmittel leisten. Naturnahe Flussauen erbringen wichtige sogenannte Ökosystemleistungen wie CO2 zu speichern und Hochwasserwellen zu senken. Sie sind unabdingbar für die Grundwasserneubildung, den Schutz der biologischen Vielfalt, den Klimaschutz und den Abbau von Nähr- und Schadstoffen. Ulrich Stöcker, Leiter Naturschutz & Biodiversität der DUH, betont: “Die Renaturierung von Fließgewässern und ihren Auen als unseren artenreichsten Ökosystemen ist ein umfassender Lösungsweg für verschiedene gesellschaftliche Herausforderungen. Flussauen weiter zu entwässern, auszudeichen und als Ackerflächen zu nutzen, verursacht hohe gesellschaftliche Kosten. Diese Flächen sind unser Naturkapital, das wir schützen müssen, wenn wir nicht einen weitaus höheren Preis zahlen wollen, etwa für Hochwasserschäden.” Hintergrund: Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2021 bis 2030 zur UN-Dekade “Wiederherstellung von Ökosystemen” ernannt, die vergangene Woche offiziell eröffnet wurde. Die Biodiversitätsstrategie der EU für 2030 sieht rechtsverbindliche Ziele zur Wiederherstellung von Ökosystemen und damit auch von deren Leistungen als sogenanntes Naturkapital vor. Im Rahmen des vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) betreuten und vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) finanzierten Vorhabens “Mainstreaming Naturkapital Deutschland” strebt die DUH an, den Wert von Naturkapital für politische Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen sichtbar zu machen, damit dieses in öffentlichen und privaten Entscheidungen berücksichtigt wird. Links: – Mehr zur Kampagne “Die Natur ist unser Kapital” finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?app=desktop&v=_b7ATTljtyQ
– Zur Nationalen Wasserstrategie des BMU: https://ots.de/wvOCSQ Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, Stöcker, Leiter Naturschutz & Biodiversität0160 8950556, :030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe, www.linkedin.com/company/umwelthilfe

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Neues Rechtsgutachten: Deutsche Umwelthilfe und Ärzteinitiative fordern Verbot von Humanantibiotika in der Massentierhaltung

04.06.2021 – 16:45

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)- Rechtsgutachten im Auftrag von Ärzteinitiative zeigt verfassungsmäßiges Gebot in Deutschland, Reserveantibiotika in der Massentierhaltung zu verbieten
– Bundesregierung verfehlt mit Entwurf für Tierarzneimittelgesetz Auftrag zum Gesundheitsschutz
– Deutsche Umwelthilfe und Ärzteinitiative fordern neuen Gesetzesentwurf mit Verbot der wichtigsten Antibiotika aus der Humanmedizin und ein Reduktionsziel für Antibiotika in der Tierhaltung insgesamt Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht ihre Forderung nach einem Stopp von Antibiotikamissbrauch in der Massentierhaltung durch ein neues Rechtsgutachten der Ärzteinitiative “Ärzte gegen Massentierhaltung” bestätigt. Demnach sind in Deutschland die Rechtsgrundlagen gegeben, um in der Massentierhaltung den Einsatz von Reserveantibiotika zu verbieten. Darüber hinaus besteht ein verfassungsmäßiges Gebot zum Schutz des Gesundheitssystems, das auf wirksame Reserveantibiotika angewiesen ist, die als letzte Mittel gelten, wenn alle anderen Antibiotika bei Infektionen mit antibiotikaresistenten Krankheitserregern versagen. Dazu erklärt Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: “Analog zum Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts muss die Bundesregierung auch für ein funktionierendes Gesundheitssystem für künftige Generationen sorgen. Dazu gehört auch ein Verbot der Reserveantibiotika in der Massentierhaltung und strenge Regulierungen gegen den verbreiteten Antibiotikamissbrauch in Tierfabriken. Reserveantibiotika sind Notfall-Antibiotika, die Menschen benötigen, wenn andere Antibiotika nicht mehr helfen. Es ist unerträglich, dass die menschliche Gesundheit den Profiten von Fleisch- und Pharmaindustrie untergeordnet wird.” Imke Lührs von der Ärzteinitiative sagt: “Aktuell zählen in Deutschland 20 Prozent der in der Tierhaltung eingesetzten Antibiotika gemäß der Definition der Weltgesundheitsorganisation zu den Reserveantibiotika mit ‘höchster Priorität für Menschen’. Jeder Einsatz dieser wertvollen Medikamente im Stall treibt das Risiko hoch, dass sich resistente Keime verbreiten. Das EU-Tierarzneimittelrecht sieht ausdrücklich vor, dass die Mitgliedsstaaten sich durch ein Verbot von Reserveantibiotika in der Tierhaltung vor Resistenzrisiken schützen dürfen. Auch die Bundesärztekammer spricht sich dafür aus, diese Antibiotika kranken Menschen vorzubehalten. Dennoch lässt der neue Entwurf der Bundesregierung für ein Tierarzneimittelgesetz ein Verbot von Reserveantibiotika in der Massentierhaltung außen vor. Es fehlen zentrale Auflagen wie die Ausweitung der Pflicht zum Erregertest, um Fehlanwendungen zu vermeiden.” Den Gesetzentwurf kommentiert Reinhild Benning, Agrarexpertin der DUH: “Der Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Spahn und Verbraucherschutzministerin Klöckner ist völlig ungeeignet, um den Missbrauch von Reserveantibiotika in der Massentierhaltung zu stoppen. Wenn die Bundesregierung ihren Auftrag zum Gesundheitsschutz ernst nimmt, muss sie ein Verbot der wichtigsten Antibiotika aus der Humanmedizin und ein Reduktionsziel für Antibiotika in der Tierhaltung insgesamt beschließen. Um eklatante Erfassungslücken zu schließen, muss der Antibiotikaeinsatz bei allen Tieren endlich digital dokumentiert werden, und Behörden müssen überhöhte Antibiotikaeinsätze insbesondere bei Reserveantibiotika wirksam beenden können. Tierhalter brauchen klare gesetzliche Regeln, um mit Planungssicherheit in tiergerechtere Ställe investieren zu können. Denn mehr Tierschutz bedeutet auch gesündere Tiere und gesunde Tiere brauchen keine Antibiotika.” Links: – Rechtsgutachten der Ärzteinitiative: l.duh.de/p210604
– Stellungnahme der Bundesärztekammer zu Reserveantibiotika: https://ots.de/6NmoQS Pressekontakt: Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer DUH 0160 90354509, Benning, Agrarexpertin DUH0151 17918487, . Imke Lührs, Ärzte gegen Massentierhaltung0151 23398090, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe,www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

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Deutsche Umwelthilfe wirft CDU “erneute Fernsteuerung” durch die Autokonzerne vor: CO2- und Spritpreis müssen steigen für mehr Klimaschutz

03.06.2021 – 14:13

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots)- Nach gestrigem Durchregieren der Immobilienwirtschaft in der Unionsfraktion gegen Aufteilung der CO2-Kosten bei der Gebäudewärme, bedienen heute CDU und SPD Interessen der fossilen Automobilindustrie
– DUH-Bundesgeschäftsführer Resch: “Höherer CO2-Preis und damit auch höherer Spritpreis sind für wirksamen Klimaschutz unverzichtbar.”
– Spritpreis lag im September 2012 schon höher als aktuell diskutiert – Jährliche Spritpreis-Erhöhungen dazu nutzen, Bahn, Bus und Straßenbahn günstiger zu machen und endlich auch ländliche Regionen anzubinden Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht in der aktuellen Benzinpreisdebatte ein klares Zeichen dafür, dass die Regierungsparteien CDU, CSU und SPD keine wirkliche Bereitschaft zum Klimaschutz haben. Die aktuell diskutierte, nach Ansicht der DUH nur moderate, Erhöhung läge sogar noch unter dem Spritpreis vom September 2012 mit 167 Cent. Für einen glaubwürdigen Klimaschutz muss der CO2-Preis und damit auch der Spritpreis im Kampf gegen die Klimakrise kontinuierlich steigen. Mit den Mehreinnahmen können Entlastungen an anderer Stelle finanziert werden: Eine drastische Absenkung und Vereinfachung der Kosten für Bahn, Bus und Tram nach Wiener Vorbild, beispielsweise durch bundesweit gültige 365-Euro-Tickets und einer attraktiven Anbindung der ländlichen Regionen an den Öffentlichen Nahverkehr. Die DUH-Bundesgeschäftsführung kommentiert die Äußerungen von unter anderem SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und CSU-Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer daher wie folgt: “Insbesondere die CDU/CSU bedient erkennbar knallharte Lobbyinteressen. Erst gestern hat die Union die steigenden Heizkosten durch den CO2-Preis einzig und allein auf die Mieter abgewälzt. Das war Politik radikal gegen ärmere Menschen und für die Immobilien-Lobby. Und heute bedient sie erneut die Interessen der fossilen Automobilkonzerne. Deren Vertreter in der Bundesregierung fördern mit Steuermilliarden immer größere, schwerere, spritfressende Stadtpanzer”, sagt Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. “Es ist zynisch, wie die Klimaheuchler von der GroKo vor erst wenigen Wochen das Klimaschutzurteil begrüßen und neue Klimaziele festlegen, jetzt im Wahlkampf aber bei erster Gelegenheit populistisch den Klimaschutz in die Pfanne hauen. Niemand kann für Klimaschutz sein und gleichzeitig Autofahrern versprechen, es werde sich nichts ändern und dürfe nichts teurer werden. Man propagiert in den eigenen Wahlprogrammen den CO2-Preis als Lenkungsinstrument für Klimaschutz und will genau diese Wirkung dann an der Tankstelle bekämpfen. Sie zerstören damit aber nicht nur ihre eigenen Klimaversprechen, sondern am Ende das Klima an sich. Und das ist wirklich besorgniserregend”, so Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer. “Der Spritpreis muss steigen und zwar noch viel deutlicher, denn der Spritverbrauch muss runter. Ohne das ist ein erfolgreicher Kampf gegen den Klimawandel im Verkehrssektor gar nicht möglich. Statt sich aufzuspielen als angeblicher Beschützer ärmerer Menschen, müssten die Damen und vor allem Herren endlich mal handeln. Sie müssen einen sozialen Ausgleich schaffen für die steigenden CO2-Preise und die Alternativen fördern: Bahnverbindungen, Öffentlichen Nahverkehr, Radverkehr, alternative Systeme im ländlichen Raum. Die Lösung ist nicht billiger Sprit, sondern sind richtig toll ausgebaute Alternativen, damit die Menschen auf umwelt- und klimafreundlichere Verkehrsmittel umsteigen können”, kommentiert Barbara Metz, Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin. Pressekontakt: Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer0171 3649170, Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer0160 90354509, Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin0170 7686923, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe, www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

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NABU zum Waldgipfel: Kommerzialisierung der Photosynthese vermeiden / Böhm: Öffentliche Gelder müssen alle Ökosystemleistungen des Waldes berücksichtigen

02.06.2021 – 16:11

NABU

Berlin (ots) Anlässlich der Veranstaltung Nationaler Waldgipfel mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner kommentiert NABU-Präsidiums-Mitglied Dr. Carsten Böhm wie folgt: “Die Betrachtung des Waldes als Holzlieferant und CO2-Speicher ist zu wenig. Damit würde nur der natürliche Prozess der Photosynthese kommerzialisiert. Es sollten jedoch alle Ökosystemleistungen ausgewogen berücksichtigt werden – bspw. Einflüsse auf Grund- und Trinkwasser, aber auch Faktoren wie Kühlung und Erholung. Ministerin Klöckner muss alle gesellschaftlichen Gruppen am Prozess beteiligen und nicht nur die Interessen der Holz- und Forstwirtschaft betrachten. Im Sinne des Gemeinwohls ist der naturnahe Waldbau durch klug geförderte Maßnahmen voranzutreiben und so der Wald als Klimaschützer zu stabilisieren. Damit müssen wir sofort beginnen, nicht erst nach der Wahl. Das gescheiterte Flächenfinanzierungsmodell der GAP sollten wir im Sinne des Steuerzahlers beim Wald vermeiden.” Pressekontakt: Roland Panter, NABU-PressesprecherTel:0173 54 83 -PressestelleRoland Panter | Julian Bethke | Britta Hennigs | Katrin Jetzlsperger| Silvia TeichTel. +49 (0)30.28 49 84-1510 | -1538 | -1722 | -1534 | -1588Fax: +49 (0)30.28 49 84-2000 | E-Mail:

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Bund deutscher Baumschulen legt Positionspapier zur Bundestagswahl 2021 vor

02.06.2021 – 15:49

Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V.

Berlin (ots) Acht-Punkte-Programm zur Stärkung der Baumschulbranche und der grünen Infrastruktur in Deutschland In seinem Positionspapier zur Bundestagswahl 2021 hat der Bund deutscher Baumschulen (BdB) e.V. acht zentrale Handlungsfelder zur Zukunftssicherung der Baumschulwirtschaft identifiziert und seine Erwartungen an die künftigen Bundestagsabgeordneten formuliert. In folgenden Bereichen erwartet der BdB Maßnahmen: Absicherung der Branche bei Naturgefahren, Anpassungen der steuerlichen Rahmenbedingungen, Sicherung der bestehenden hohen Qualitätsstandards, adäquate staatliche Flankierung der Modernisierungsbestrebungen der Baumschulbranche, Stärkung und Förderung beim Export von Gehölzen, Ausbau der Forschung, entschlosseneres Handeln gegen den Klimawandel und den Erhalt der biologischen Vielfalt. “Wir durchleben gerade bewegende Zeiten, die uns unter anderem vor Augen führen, wie wichtig die grüne Infrastruktur für das Wohlergehen aller ist. Es sind die Baumschulen, die diese Infrastruktur überhaupt ermöglichen, indem sie die Gehölze für Stadt, Land und Forst, für öffentliche und private Pflanzenverwenderinnen und -verwender, produzieren. Um die Baumschulwirtschaft zukunftsfest zu machen, bedarf es politischer und rechtlicher Rahmenbedingungen. Denn wenn die Baumschulbranche floriert, floriert auch unsere Gesellschaft, im wahrsten Sinne des Wortes. Deswegen appellieren wir an die Abgeordneten des 20. Bundestags, Maßnahmen für die Stärkung der Baumschulbranche und somit der grünen Infrastruktur in Deutschland zu ergreifen”, kommentiert BdB-Präsident Helmut Selders das Positionspapier. Das BdB-Positionspapier zur Bundestagswahl 2021 kann hier heruntergeladen werden: https://ots.de/uKODJy Pressekontakt: Pressekontakt:Teodora VasilevaReferentin für VerbandskommunikationTel.: 030-240 86

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Union kippt Aufteilung des CO2-Preises für Gebäude: Deutsche Umwelthilfe kritisiert Ausrichtung der Gebäudepolitik an Lobbyinteressen der Immobilienwirtschaft

02.06.2021 – 14:12

Deutsche Umwelthilfe e.V.

Berlin (ots) Nachdem eine Einigung für eine Kostenteilung des CO2-Preises für Gebäudewärme im Bundeskabinett heute an der Unionsfraktion gescheitert ist, kritisiert Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe: “Die Union opfert den Klimaschutz ihrer Klientelpolitik. Statt wirksame Anreize für Klimaschutz im Gebäudesektor zu setzen, macht sich die Bundesregierung einmal mehr zur Marionette der Wohnungswirtschaft. Im Ergebnis sollen Mieterinnen und Mieter alleine den CO2-Preis zahlen. Dabei entscheiden die Vermieterinnen und Vermieter über den energetischen Zustand von Gebäuden und den Tausch der Heizungsanlage. Ausgerechnet Sie aus der Verantwortung zu nehmen, zementiert den klimapolitischen Stillstand im Gebäudebereich. Vielmehr müssen Vermieterinnen und Vermieter den CO2-Preis zu 100 Prozent tragen. Gerade jetzt nach dem historischen Klimaschutzurteil des Bundesverfassungsgerichts steht die Bundesregierung in der Verantwortung, Bewegung in den Gebäudesektor zu bringen. Die Union muss ihre Blockade beenden und den Worten zu Klimaschutz endlich Taten folgen lassen.” Links: Mythencheck CO2-Preis: http://l.duh.de/p210121 Pressekontakt: Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin030 2400867-74, 0170 7686923, -Newsroom:030 2400867-20, , www.twitter.com/umwelthilfe,www.facebook.com/umwelthilfe, www.instagram.com/umwelthilfe

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