Mehr Investitionen in die Forschung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten sind notwendig

15.04.2021 – 17:45

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)

Hannover (ots) DSW: “Die deutsche Unterstützung muss noch viel entschiedener ausgebaut werden” Rund 3,9 Milliarden US-Dollar wurden 2019 weltweit in die Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten wie HIV und Aids, Tuberkulose, Malaria und vernachlässigte Tropenkrankheiten investiert. Die Gesamtsumme der Investitionen sank im Vergleich zum Rekordhoch des Vorjahres. Deutschlands Beitrag unter den öffentlichen Geldern fiel von 2,6 Prozent in 2018 auf 2,3 Prozent in 2019. Besonders die Fördermittel für gemeinnützige Produktentwicklungspartnerschaften (PDPs) gingen 2019 zurück – um ganze 8 Prozent. Damit war der Anteil der globalen Finanzierung von Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten, der an PDPs ging, so niedrig wie nie zuvor. Diese Zahlen gehen aus der neuen “G-Finder”-Studie hervor, die das unabhängige Policy Cures Research Institut heute zum dreizehnten Mal veröffentlicht hat. Deutschland reduzierte seine Beiträge im Vergleich zum Vorjahr um acht Millionen US-Dollar, blieb aber in absoluten Zahlen der viertgrößte öffentliche Geber in diesem Bereich nach den Vereinigten Staaten, Großbritannien und der Europäischen Kommission. Lediglich 0,0015 Prozent des Bruttoinlandsproduktes investierte Deutschland in die Forschung und Entwicklung von Prävention, Diagnostika und Behandlung armutsassoziierter und vernachlässigter Krankheiten. “Schon vor Covid-19 litten zu viele Menschen an Krankheiten, die in der Forschung und der Pharmaindustrie zu wenig Beachtung finden. Umso alarmierender ist es, dass die Forschungsmittel schon vor der Covid-19-Pandemie zurückgegangen sind – vor allem im Hinblick auf PDPs”, sagt Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). “PDPs sind ein wichtiges Instrument im Einsatz gegen armutsassoziierte und vernachlässigte Krankheiten. Die deutsche Unterstützung dafür ist in den letzten Jahren gewachsen, was ich sehr begrüße. Sie muss aber noch viel entschiedener ausgebaut werden. Der Bericht zeigt unter anderem, dass die massive Förderung von Covid-19-Forschung das ohnehin geringe Förderbudget für Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten nicht weiter schmälern darf. Daher muss die Bundesregierung spätestens ab 2022 mindestens 100 Millionen Euro in die nächste Förderrunde investieren – auch um dem negativen Finanzierungstrend entgegenzuwirken.” Laut Daten des Institute for Health Metrics and Evaluation (IHME) betreffen armutsassoziierte und vernachlässigte Krankheiten 2,8 Milliarden Menschen weltweit – vor allem in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Für wenige der Krankheiten gibt es Impfstoffe, Arzneimittel können toxisch wirken und schwere Nebenwirkungen haben. Weitere Informationen – G-Finder Studie
– Blogbeitrag 7 Fragen – 7 Antworten zu Armutskrankheiten
– DSW-Studie zu Produktentwicklungspartnerschaften
– Blogbeitrag 5 Fragen – 5 Antworten zu Produktentwicklungspartnerschaften Über die DSW Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. Mehr Informationen auf www.dsw.org. Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF herunterladen. Pressekontakt: Anke WittePressesprecherin | Leiterin Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitDeutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)Hindenburgstr. 25 | 30175 HannoverTelefon: 0511 94373-32 | Fax: 0511 94373-73E-Mail: : www.dsw.org

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Bekenntnis zur Freiberuflichkeit – Bundesgesundheitsminister Spahn auf dem SpiFa-Fachärztetag 2021

15.04.2021 – 16:31

SpiFa e.V.

Berlin (ots) Bundesgesundheitsminister Jens Spahn begrüßt den SpiFa-Fachärztetag 2021 mit einer Key-Note und bekennt sich zum Freien Beruf Arzt. Der SpiFa-Fachärztetag richtet sich einmal jährlich an die Öffentlichkeit und bietet eine Diskussionsplattform zu einer Vielzahl von aktuellen gesundheitspolitischen Themen. “Wir als SpiFa begrüßen das klare Bekenntnis von Jens Spahn zum Freien Beruf Arzt”, so Dr. med. Dirk Heinrich, Vorstandsvorsitzender des SpiFa. Spahn wies in seiner Ansprache auf die Leistungsfähigkeit und Effizienz unseres Gesundheitssystems hin, weshalb diese Struktur im Grundsatz auch erhalten werden soll, insbesondere auch die Prägung durch den Freien Beruf Arzt. “Ebendiese Struktur ist nach Auffassung des Ministers auch der Turbo beim Impfen, sobald genug Impfstoff für die Haus- und Facharztpraxen vorhanden ist. Wir Fachärzte stehen bereit, um diesen gemeinsamen Weg aus der Pandemie durch Impfen mit hohem Engagement aktiv zu begleiten”, so Dr. Heinrich weiter. Pressekontakt: , Hauptgeschäftsführer SpiFa e.V.

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Ex-Justizministerin Zypries: “Rote Karte” für Bundes-Notbremse

15.04.2021 – 12:41

DUB UNTERNEHMER-Magazin

Hamburg (ots) Einheitliche Ausgangssperre “juristisch gesehen höchst problematisch” / Forderung nach permanentem Krisenstab / Essener Klinikchef Werner kritisiert Virologen Drosten Die frühere Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hält die Pläne für bundesweit einheitliche Ausgangssperren für “juristisch gesehen höchst problematisch”. Eine solche Bundes-Notbremse bei der Neufassung des Infektionsschutzgesetzes “verletzt den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit”, sagte Zypries bei “19 – die Chefvisite” und erteilte den Plänen damit eine “Rote Karte”. “Wer in einem Villenviertel abends allein spazieren geht, kann sich nicht anstecken”, so Zypries. Konkrete Infektionsherde müssten identifiziert werden, überall gleich geltende Ausgangssperren seien “unverhältnismäßig”. Kritik übte Zypries am Krisenmanagement des Bundeskanzleramts. Dort seien die Treffen mit den Ministerpräsidenten “nicht ordentlich vorbereitet worden”. Ihre Forderung: “Wir brauchen einen Krisenstab, der dauernd tagt und Informationen beschafft.” Dieser solle von einem Bürgerkomitee beraten werden, damit unterschiedliche Positionen in Entscheidungen einflössen. Der Chef der Essener Uniklinik, Professor Jochen A. Werner, warnte in der Sendung vor Zweifeln an der Aussagekraft von Corona-Schnelltests. “Jeder hat begriffen, dass es ein Restrisiko gibt”, so Werner. Der Mediziner reagierte damit auf Aussagen des Berliner Virologen Christian Drosten. Dieser hatte gesagt, Schnelltests würden an den ersten drei Tagen einer Infektion, wenn der Betroffene andere bereits anstecken kann, ein negatives Ergebnis zeigen. Damit hatte Drosten eine Strategie von Testen und Öffnen quasi für tot erklärt. Eine solche Diskussion, “sechs Wochen, nachdem wir eigentlich schon flächendeckend testen wollten”, schüre die Unsicherheit in der Bevölkerung nur weiter, sagte Werner. Bernd Ohnesorge, der beim Medizinproduktehersteller Siemens Healthineers unter anderem das Europageschäft leitet, hält einen Dreiklang von Impfungen, Hygienemaßnahmen und Tests für das beste Vorgehen gegen die Pandemie. Zusammen werde so “ein besseres Ergebnis erzielt, als wenn wir Tests weglassen”, so Ohnesorge. Sein Unternehmen bietet Selbsttests an. Wichtig sei, “gut zu kommunizieren, welche Möglichkeiten wir damit haben”. Auch Selbst- und Schnelltest müssten sachgerecht durchgeführt werden. Daher sollten vor Tests bei Schülern “Eltern und Lehrer geschult werden”, mahnte Ohnesorge. Im Videocast “19 – die DUB Chefvisite” diskutieren der Verleger Jens de Buhr und Professor Jochen A. Werner, Chef des Essener Universitätsklinikums, täglich die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise und ihre medizinischen und wirtschaftlichen Aspekte – in nur 19 Minuten. Alle Sendungen sind jederzeit abrufbar in der Mediathek auf DUB-magazin.de. Pressekontakt:

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Pflege-Petition: STERN zieht schonungslose Bilanz der Politik von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

15.04.2021 – 11:42

Gruner+Jahr, STERN

Hamburg (ots)- Offizielle Stellungnahme des Ministeriums zur Pflege-Petition sieht keinen neuen Handlungsbedarf
– Votum der Abgeordneten zur Petition steht noch aus
– Start einer dreiteiligen Serie, die die Stellungnahme des Ministeriums dem Realitätscheck unterzieht
– Jetzt lesen auf stern.de/stellungnahme Bessere Arbeitsbedingungen, mehr Gehalt, mehr Wertschätzung für Pflegekräfte – das fordert die STERN-Bundestagspetition “Pflege braucht Würde” (LINK). Sie wird mitgetragen von zahlreichen Pflegekräften, Prominenten und 28 hochkarätigen Organisationen. Sie ist eine der erfolgreichsten Petitionen in der Geschichte des Bundestags. Die Zahl der Mitzeichnungen liegt mittlerweile bei mehr als 350.000. Und die Zahl wächst weiter an, denn auch nach Ablauf der Online-Zeichnungsfrist ist eine Unterstützung per Brief oder Fax noch möglich. Vor sechs Wochen stand der Petent und STERN-Autor Dr. Bernhard Albrecht in einer Anhörung dem Petitionsausschuss Rede und Antwort, begleitet von Bernadette Klapper von der Robert Bosch-Stiftung. Die Abgeordneten stellten ihre Fragen wechselweise an ihn und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn. Der hinterließ den Eindruck, dass die Petition eigentlich überflüssig war: “Wir sind dran, nicht nur in Wort, sondern auch in Tat,” sagte Spahn während der Anhörung. Das Bundesgesundheitsministerium sieht keinen neuen Handlungsbedarf. So liest sich ihre offizielle Stellungnahme an den Petitionsausschuss, dessen abschließendes Votum zur Petition noch aussteht, und die dem STERN jetzt vorliegt. Das Magazin unterzog die Stellungnahme dem Faktencheck und veröffentlicht das Ergebnis auf stern.de/stellungnahme. Der Artikel ist Auftakt einer dreiteiligen Serie, die in den kommenden Wochen im STERN erscheint und in der Dr. Bernhard Albrecht die Forderungen der Pflege-Petition nacheinander durchdekliniert. Im ersten Teil geht er der ersten Forderung nach, die lautet: “Mehr Zeit für Patient:innen: verlässliche Arbeitszeiten. Entlastung von Bürokratie. Personalschlüssel nach echtem Bedarf. Sofortiges Handeln bei Unterbesetzung”. Abhilfe beim Personalnotstand sollte Spahns im Jahr 2018 gestartete “Konzertierte Aktion Pflege” schaffen, so argumentiert das Ministerium in seiner Stellungnahme. Das Fazit nach dem Faktencheck des STERN lautet: “Für die Personalnot an den Krankenhäusern heißt es leider: ‘Gehen Sie zurück auf Los’ – und warten Sie dort, bis das nächste ‘Personalbemessungsinstrument’ vorgestellt wird, vielleicht ja dann schon 34 Jahre nach dem ersten Versuch. Für die Altenpflege heißt es abwarten, ob jetzt wirklich geeignete Menschen in Massen in den Beruf strömen. Das hängt im Wesentlichen davon ab, wie attraktiv der Beruf künftig sein wird. Schulnote: 5+. Versetzung gefährdet.” Pressekontakt: Sabine GrüngreiffGruner + Jahr GmbHLeiterin MarkenkommunikationTelefon: 040 / 37 03 – 2468E-Mail: : www.stern.de

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Potentiale der Digitalisierung nutzen – mit klaren Verantwortlichkeiten / Die KZBV zur Anhörung anlässlich des DVPMG

14.04.2021 – 14:30

Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung

Berlin (ots) Anlässlich der heutigen Anhörung zum Digitale-Versorgung-und-Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG) hat die Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) einmal mehr ihre Unterstützung bekräftigt, die Potentiale der Digitalisierung weiter für Versorgungsverbesserungen im Gesundheitswesen zu nutzen. Gemeinsames Ziel bleibe die Sicherstellung einer effizienten und qualitativ hochwertigen Patientenversorgung, bei der digitale Neuerungen und Prozesse eine zentrale Rolle spielen. Klare Verantwortlichkeiten für die TI! Gleichzeitig mahnte die KZBV an, die datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit von Zahnärzten und anderen Leistungserbringern für die Telematikinfrastruktur (TI) auch weiterhin klar zu regeln. “Die datenschutzrechtliche Verantwortlichkeit der Zahnarztpraxen muss eindeutig auf die ordnungsgemäße Inbetriebnahme, Wartung und Verwendung der TI-Komponenten beschränkt bleiben!”, sagte Dr. Karl-Georg Pochhammer, stellv. Vorsitzender des Vorstandes der KZBV. “Mit dem vorliegenden Gesetzentwurf ist das nicht mehr gewährleistet. Stattdessen werden in diesem sensiblen Bereich durch unklare Formulierungen wieder Rechtsunsicherheiten geschaffen.” Videosprechstunden für alle! Darüber hinaus sollte nach Ansicht der KZBV eine Rechtsgrundlage geschaffen werden, um die Erbringung von Videosprechstunden – parallel zur ärztlichen Vorschrift – auch im vertragszahnärztlichen Bereich in größerem Umfang zu ermöglichen und zu stärken. “Videosprechstunden sollten zeitnah auf alle Versicherten ausgeweitet werden, da dieser technischen Innovation auch in der zahnärztlichen Versorgung eine zunehmende Bedeutung bei Information, Beratung und Aufklärung von Patienten zukommt”, betonte Pochhammer. TI weiterentwickeln, aber mit Bedacht… Die KZBV befürwortet ausdrücklich den Prozess der weiteren Digitalisierung des Gesundheitswesens. Einigen, im Gesetz vorgesehenen Maßnahmen zur Weiterentwicklung der TI steht die Vertragszahnärzteschaft zum Teil jedoch sehr kritisch gegenüber: “Datenschutzrechtliche und sicherheitstechnische Anforderungen werden mit den geplanten Änderungen in Frage gestellt. Eine Weiterentwicklung der TI darf nicht dazu führen, dass das Vertrauen von Zahnärzten, Ärzten, Kliniken, Patienten sowie von beteiligten Unternehmen in die Verlässlichkeit bisheriger Abläufe gestört wird. Die geplante Ablösung der kartenbasierten Anwendungen NFD und eMP von der elektronischen Gesundheitskarte lehnen wir deshalb ab”, sagte Pochhammer. Auch würden Ausfall- und Offline-Szenarien bei einem solchen Vorhaben nicht berücksichtigt. Angemahnt wurden in diesem Zusammenhang auch vorgesehene Umsetzungsfristen, die aus Sicht der KZBV unrealistisch kurz gesetzt sind. “Angesichts der erheblichen Tragweite solcher Entscheidungen regen wir an, die vorgesehene Umstellung technischer Verfahren bis zum Abschluss der bei der gematik bereits angestoßenen Überarbeitung der TI zurückzustellen. Gesetzgeberischer Handlungsbedarf, zeitliche Planung und Auswirkungen auf Datenschutz und Datensicherheit können dann genauer beurteilt werden.” Kritik an “Leistungserbringer-Verzeichnis” Ein bundesweites “Leistungserbringer-Verzeichnisses” – auch zum Zweck der Zahnarztsuche – über das Nationale Gesundheitsportal lehnte die KZBV ab. “Im vertragszahnärztlichen Bereich ist eine solche Suche irrelevant, da es keine Fachrichtungen im eigentlichen Sinne gibt. Stattdessen ist zu befürchten, dass der Nutzen eines solchen Verzeichnisses in keinem Verhältnis zum finanziellen und personellen Aufwand steht”, mahnte Pochhammer. Die gemeinsame Stellungnahme der Zahnärzteschaft zum DVPMG kann auf der Website der KZBV abgerufen werden. Pressekontakt: Kai FortelkaTel: 030 28 01 79 27E-Mail:

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BeneVit Gruppe: Bürgermeister aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland fordern zügige Pflegereform und Rechtsgrundlage für das stambulante-Konzept

13.04.2021 – 14:31

BeneVit Gruppe

Mössingen/Tübingen (ots)- 22 Bürgermeister aus Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland richten gemeinsamen Appell an Sozialministerien und Bundestagsabgeordnete
– Bayern sagt Unterstützung zu
– Schaffung einer Rechtsgrundlage für das stambulante Konzept gefordert
– Parlamentarische Initiative des Bundestages erbeten Insgesamt 22 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und dem Saarland haben in Form eines offenen Briefes einen Appell an die Sozialministerien und Bundestagsabgeordneten der vier Bundesländer gerichtet und die Unterstützung einer zügigen Reform der Pflegeversicherung, sowie die Schaffung einer Rechtsgrundlage für das “stambulante Konzept” erbeten. Im Pflegestärkungsgesetz III wurde die Versorgung pflegebedürftiger Menschen als kommunale Aufgabe der Daseinsvorsorge besonders herausgestellt. Die unterzeichnenden Kommunen wollen sich dieser Aufgabe gerne stellen und der übertragenen Verantwortung auch umfänglich gerecht werden. Der Bayerische Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek geht in die gleiche Richtung. “Die Pflegereform muss endlich angepackt werden”, fordert der Staatsminister ebenso von der Bundesregierung. “Die Pflegereform lässt immer noch auf sich warten. Leider vernehmen wir aus Berlin, dass in der Regierungs-Koalition mehr darüber nachgedacht wird, die Pflegereform zu verschieben, als ihr zur Gesetzeskraft zu verhelfen. Das Zeitfenster für eine Pflegereform schließt sich mit dem Ablauf der Legislaturperiode im Herbst 2021. Wir müssen leider davon ausgehen, dass seitens des Bundesgesundheitsministers keine Initiative mehr erfolgt und nur noch eine parlamentarische Initiative eine positive Lösung bringen kann. “, schreiben die 22 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister an die Landesministerien und Bundespolitiker. “Wie Sie wissen beschäftigen sich die unterzeichnenden Gemeinden sehr intensiv mit dem Thema Altenpflege. Mit dem ambulantisierten Hausgemeinschaftsprojekt der BeneVit Gruppe, im Haus Rheinaue in der Gemeinde Wyhl am Kaiserstuhl, gibt es im Landkreis Emmendingen ein Konzept, das unseres Wissens nach von der Prognos AG und dem Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) positiv evaluiert wurde. Die Kranken- und Pflegekassen unter Federführung der AOK Baden-Württemberg unterstützt den “stambulanten – Ansatz” ebenso, wie sich unseres Wissens nach das Sozialministerium Baden – Württemberg auf Bundesebene um eine Rechtsgrundlage für das Modell bemüht. Der Bayerische Landtag hatte bereits im Oktober 2020 beschlossen, eine sektorenübergreifende “stambulante” Versorgung in der Pflege zu ermöglichen.”, so die Bürgermeister der vier Bundesländer. Genau hier läge, jedoch derzeit das Problem, wie die Anfang März 2020 bekanntgemachte Ausstiegsankündigung des Verbandes der Ersatzkassen aus der Modellfinanzierung für das stambulante Konzept zeigt. Nach Auffassung des Verbandes der Ersatzkassen existiere eine gesicherte bundesgesetzliche Rechtsgrundlage jedoch nicht”, so der Wortlaut des Schreibens. “In unseren Kommunen haben wir uns mit den verschiedenen Angeboten auf dem Pflegemarkt befasst und sind vom stambulanten Konzept der BeneVit Gruppe überzeugt. Das Haus Rheinaue in Wyhl am Kaiserstuhl besteht seit fast 5 Jahren. Die in der Einrichtung betreuten Menschen werden umfangreich mobilisiert und können sich nach ihren Wünschen und Neigungen in den täglichen Betrieb einbringen. Ein erheblicher Teil der Grund – und Behandlungspflege wird ambulant zusammen mit der Hilfe von Angehörigen erbracht. Entwickeln sich die Zuzahlungen bei neu gebauten Einrichtungen anderer Anbieter zwischenzeitlich über 3.000 Euro monatlich, liegt das kostengünstigste Angebot des Konzepts bei 1.700 Euro monatlich. Bewohner, Angehörige und auch Mitarbeiter des Hauses berichten übereinstimmend von der freundlichen Atmosphäre, der sehr guten Versorgung sowie dem positiven Arbeitsumfeld, auch dies wieder im Vergleich mit Einrichtungen anderer Anbieter, in denen viele der Beschäftigten zuvor gearbeitet haben”, sind sich die Bürgermeister sicher. 1/3 der Bewohner hätten sich sogar in ihrem Allgemeinzustand so verbessert, dass die Voraussetzungen für eine Rückstufung im Pflegegrad vorläge. Der Brief endet mit der Bitte “eine parlamentarische Initiative auf den Weg zu bringen, um eine Rechtsgrundlage zur dauerhaften Finanzierung der ambulantisierten BeneVit-Hausgemeinschaften zu schaffen. Die BeneVit Gruppe ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen, welches seit dem Jahr 2004 Dienstleistungen für ältere, pflege- und betreuungsbedürftige Menschen erbringt. Die Unternehmensgruppe ist bundesweit an 30 Standorten tätig und betreibt 26 stationäre Pflegeeinrichtungen mit rund 1.700 Plätzen in fünf Bundesländern. Dies überwiegend nach dem BeneVit-Hausgemeinschaftskonzept, in Wohngruppen mit 10-15 Bewohnern. In den ambulanten Diensten der Gruppe werden rund 900 pflegebedürftige Menschen versorgt. Zusätzlich wird teilstationäre Pflege eingestreut und in 4 solitären Tagespflegeeinrichtungen angeboten, ebenso barrierefreie und betreute Wohnformen. Rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten bundesweit für die BeneVit Gruppe. www.benevit.net Pressekontakt: Steffen Ritterfokus > p Die Kommunikationsagentur für die PflegewirtschaftFriedrichstraße 6810117 Berlin-MitteM +49 160 15 31

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Der “Corona-Impfturbo” stottert – Freie Ärzteschaft stellt Forderungen an die Politik

13.04.2021 – 10:06

Freie Ärzteschaft e.V.

Essen (ots) Kaum haben die Impfungen gegen das Coronavirus in den Arztpraxen begonnen, geraten sie schon wieder ins Stocken. “Die meisten Ärzte wollen beim Impfen mitmachen, um die Bewältigung dieser schweren Krise zu beschleunigen”, sagte Wieland Dietrich, Vorsitzender der Freien Ärzteschaft, am Dienstag in Essen. “Denn es ist klar: Ohne Massenimpfungen wird es keinen Ausweg aus der Corona-Krise geben.” Klar ist auch, dass die EU im vergangenen Sommer versäumt hat, rechtzeitig genug Impfstoff zu beschaffen. Doch es hakt noch an anderen Stellen. “Der staatliche Hyperbürokratismus behindert massiv die Impfkampagne in den Praxen”, erläutert die FÄ-Vize und Hamburger Allgemeinärztin Dr. Silke Lüder. Als Folge eines dogmatischen Bestehens auf der Impfpriorisierungsliste würden täglich zehntausende impfwillige Menschen am Telefon, online oder an den Impfzentren abgewiesen und vor den Kopf gestoßen. “Jeden Tag führen wir mit unseren Patienten unzählige Gespräche über kleinteilige Priorisierungsgruppen – in der Zeit hätte man mit genügend geeignetem Impfstoff schon viel mehr Menschen impfen können. Die höchste Priorität allen Menschen über 80 und den Menschen in den Pflegeheimen zu geben, war richtig”, betont Lüder. Aber nun sollten alle über 60-Jährigen, alle Menschen mit Vorerkrankungen und alle Mitarbeiter aus Medizin, Bildung und den Sozialbereichen sowie Ordnungskräfte sofort und unbürokratisch geimpft werden. Anstatt so zu vereinfachen, drohe man den Ärzten, falls sie von der Priorisierungsliste abweichen sollten. Damit das Impfen in den Arztpraxen ein Erfolg wird, formuliert die Freie Ärzteschaft sieben Forderungen an die Politik: 1. Alle, insbesondere alle niedergelassenen Ärzte sollen zeitnah gegen SARS-CoV-2 impfen dürfen. Dies schließt sämtliche Haus- und Fachärzte sowie alle Privatärzte ein, die impfen wollen. Das Ende des Impfstoffmangels ist absehbar und sollte ermöglichen, dass in den nächsten Wochen alle teilnahmebereiten Ärzte mit ausreichend Impfstoff beliefert werden.
2. Die Praxen sollen zeitnah sämtliche zugelassene Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 bekommen, um allen Patienten ein geeignetes Impfangebot machen zu können.
3. Das Honorar für die Impfung ist von aktuell 20 Euro auf einen für die komplizierte und mit mehr Aufklärung verbundene Corona-Impfung auf einen kostendeckenden Wert anzuheben.
4. Die Praxisärzte sind juristisch den angestellten Ärzten in den Impfzentren gleichzustellen. Dies bedeutet eine Haftungsfreistellung für die Impftätigkeit im Rahmen der Pandemiebekämpfung im Dienst der Allgemeinheit.
5. Die Impfaufklärung ist zu vereinfachen. Alle aufklärungsrelevanten Sachverhalte pro Impfung sollten auf einer DIN-A4-Seite verständlich formuliert sein.
6. Die Pflicht zur täglichen Online-Meldung an die Kassenärztliche Vereinigung und das Robert Koch-Institut ist aufzuheben. Denn jetzt geht es darum, rasch möglichst viele Bürger zu impfen, und nicht primär um Datenerfassung.
7. Alle Sanktionen gegen die Arzt- und Psychotherapiepraxen, die sich im zweiten Jahr der Corona-Pandemie aus Gründen der ärztlichen Schweigepflicht nicht an die Telematikinfrastruktur angeschlossen haben, sind auszusetzen. Über die Freie Ärzteschaft e.V. Die Freie Ärzteschaft e. V. (FÄ) ist ein Verband, der den Arztberuf als freien Beruf vertritt. Er wurde 2004 gegründet und zählt heute mehr als 2.000 Mitglieder: vorwiegend niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie verschiedene Ärztenetze. Vorsitzender des Bundesverbandes ist Wieland Dietrich, Dermatologe in Essen. Ziel der FÄ ist eine unabhängige Medizin, bei der Patient und Arzt im Mittelpunkt stehen und die ärztliche Schweigepflicht gewahrt bleibt. Pressekontakt: .i. S. d. P.: Wieland Dietrich, Freie Ärzteschaft e.V.,Vorsitzender, Gervinusstraße 10, 45144 Essen, Tel.: 0201 68586090,E-Mail: , www.freie-aerzteschaft.de

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DEKV: Pauschalkappung der Krankenhausbudgets 2021 ist unverständlich und das falsche Signal

09.04.2021 – 14:32

Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e. V. (DEKV)

Berlin (ots) Die Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums zur Regelung weiterer Maßnahmen zur wirtschaftlichen Sicherung der Krankenhäuser ist heute in Kraft getreten. Dazu erklärt der Vorsitzende des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes, Christoph Radbruch: “Minister Spahn hat nun die Regelungen für die wirtschaftlichen Hilfen für die Krankenhäuser im zweiten Pandemiejahr festgelegt: Ausgangsbasis für den Ganzjahresausgleich 2021 sind nur 98 Prozent der Erlöse 2019 und der Ausgleichssatz, der bereits um die Sachkosten bereinigten Entgelte ist weiterhin auf 85 Prozent reduziert. Diese Kappung des Krankenhausbudgets 2021 lehnen die evangelischen Krankenhäuser weiterhin ab. Das ist ein falsches Signal zur falschen Zeit und bestraft kollektiv alle Krankenhäuser. Besonders hart betroffen sind dabei die Häuser mit höheren Fixkosten, weil sie Leistungen wie Radiologie, Labor und Reinigung selbst vorhalten und einen höheren Anteil an fest eingestelltem Personal haben. Für Krankenhäuser mit personalintensiven Leistungen wie in der Rheumatologie wird das nur schwer zu verkraften sein. Anstatt einen Versorgungsanreiz zu setzen, werden die Patientenversorgung und die personelle Ausstattung der Krankenhäuser gefährdet.” Pressekontakt: Medizin & PR GmbH – GesundheitskommunikationBarbara Kluge | Eupener Straße 60, 50933 KölnE-Mail: | Tel.: 0221 / 77543-0Melanie Kanzler | VerbandsdirektorinE-Mail: | Tel.: 030 80 19 86-11

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Virologe Streeck warnt vor Ausgangssperren

09.04.2021 – 12:29

DUB UNTERNEHMER-Magazin

Hamburg (ots) Härtere Corona-Maßnahmen “befeuern das Infektionsgeschehen weiter” / Sichere Treffpunkte im Außenbereich gefordert / Deutschland kurz vor der Triage? Der Bonner Virologie-Professor Hendrik Streeck warnt vor einem härteren Lockdown mit Ausgangssperren. “Dadurch feuern wir das Infektionsgeschehen weiter an”, sagte Streeck im Videocast “19 – die Chefvisite”. Aktuell infizierten sich laut RKI vor allem sozial Schwache in beengten Wohnverhältnissen. Bei einer Ausgangssperre “können die sich nicht Corona-konform aus dem Weg gehen”, so Streeck. Seine Forderung: “Wir schaffen sichere Bereiche draußen, wo die Menschen sich treffen können, anstatt sie weiter zusammenzudrängen.” Streeck denkt zum Beispiel an gelüftete Turnhallen mit Sicherheitspersonal. Diese Lösung sei besser als “private Graubereiche, wo keiner sehen kann, ob die Regeln eingehalten werden”. Das heiße “Ventile schaffen”, betonte er. Dabei könne auch die Außengastronomie eine Rolle spielen, wo das Infektionsrisiko vergleichsweise gering sei. Verwundert zeigte sich Streeck über die Alarmrufe von deutschen Intensivmedizinern. In Frankreich liege die Inzidenz bei 400 auf 100.000 Einwohnern binnen einer Woche und damit vier Mal höher als in Deutschland. “Die gehen damit relativ gelassen um”, so der Virologe. Hierzulande führten steigende Inzidenzwerte dagegen zu Warnungen, als ob Deutschland “kurz vor der Triage steht”. Angesichts der unklaren Datenlage nach Ostern mahnte Streeck “ruhige Abwägung und Langzeitblick” an. Er geht davon aus, dass sich “Coronaviren saisonal verhalten” und rechnet mit einem “Abfall des Infektionsgeschehens in den nächsten Monaten”, wenn es wärmer wird. Hinzu kämen die Fortschritte bei der Impfung. Im Videocast “19 – die DUB Chefvisite” diskutieren der Verleger Jens de Buhr und Professor Jochen A. Werner, Chef des Essener Universitätsklinikums, täglich die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise und ihre medizinischen und wirtschaftlichen Aspekte – in nur 19 Minuten. Alle Sendungen sind jederzeit abrufbar in der Mediathek auf DUB-magazin.de. Pressekontakt:

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Pandemie als Impulsgeber: Aufbruch mit einer starken Gesundheitsforschung

09.04.2021 – 11:20

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Bundesregierung zeigt in Addendum zum Rahmenprogramm wichtige Schwerpunkte für die Gesundheitsforschung auf Mit dem am heutigen Freitag veröffentlichten Addendum “Aufbruch mit einer starken Gesundheitsforschung” greifen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wichtige Maßnahmenpakete aus dem laufenden Rahmenprogramm Gesundheitsforschung auf und entwickeln diese mit Blick auf die Anforderungen durch die COVID-19-Pandemie weiter. Das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung von 2018 ist auf zehn Jahre ausgerichtet und gibt die Zielsetzungen der Gesundheitsforschungsförderung wieder. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Deutschland hat eine starke und leistungsfähige Gesundheitsforschung – das haben unsere Universitätskliniken, die Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen in der gegenwärtigen Corona-Pandemie eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist, dass die Forschenden die vorhandenen Daten und ihr Wissen miteinander ausgetauscht haben, um schneller an Ergebnisse zu gelangen. Wichtige Infrastrukturen, wie zum Beispiel große Datenplattformen, wurden gemeinsam genutzt und auch neue Kooperationen, wie das Netzwerk Universitätsmedizin, gegründet. Diese Dynamik aus der Pandemie greifen wir mit dem Addendum zum Rahmenprogramm Gesundheitsforschung auf. Forschung und Wissenschaft sind der wesentliche Schlüssel zur Bewältigung einer Pandemie. Hierauf wollen wir für die Zukunft noch stärker unser Augenmerk legen und machen mit dem Addendum ganz konkrete Vorschläge: Wir wollen zum Beispiel der Arzneimittel- und Impfstoffentwicklung in Deutschland strukturell einen höheren Stellenwert einräumen und die Gesundheitswirtschaft weiter stärken. Dafür fördert die Bundesregierung wichtige Infrastrukturen, wie etwa eine deutschlandweite Probanden-Datenbank für Impfstoffstudien oder ein Entwicklungsprogramm für neue Behandlungsansätze. Außerdem wollen wir Deutschland als Standort für die medizinische Biotechnologie ausbauen. Unser Ziel ist es, dass Impfstoffe und Medikamente wieder maßgeblich in Deutschland und Europa entwickelt und produziert werden. Insgesamt stellen wir schon jetzt Fördergelder in Höhe von 2,7 Milliarden Euro pro Jahr bereit. Damit schaffen wir eine verlässliche Grundlage und sind gut gerüstet für künftige Hausforderungen.” Hintergrund: Das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung wird inhaltlich vom BMBF und vom BMG getragen. Es ist als lernendes, flexibles Programm angelegt, um auf aktuelle wissenschaftliche Gegebenheiten und bedeutende gesellschaftliche Entwicklungen rasch reagieren zu können. Das Addendum orientiert sich in seiner Struktur an den Leitlinien und Handlungsfeldern des Rahmenprogramms. Zwei Leitlinien und drei Handlungsfelder strukturieren das Programm. Die Leitlinien “Der Mensch im Mittelpunkt” und “Personalisierung und Digitalisierung als Schlüssel” durchdringen alle Handlungsfelder des Programms. Die drei Handlungsfelder der Gesundheitsforschungspolitik sind “Forschungsförderung – Krankheiten vorbeugen und heilen”, “Innovationsförderung – Medizinischen Fortschritt vorantreiben” und “Strukturförderung – Forschungsstandort stärken”. Weitere Informationen: https://ots.de/eP9G65 Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Piraten Niedersachsen verurteilen Märchenstunde von Ministerpräsident Weil

08.04.2021 – 19:16

Piratenpartei Deutschland

Hannover (ots) Im heutigen ZDF-Morgenmagazin schilderte Ministerpräsident Weil die aus seiner Sicht positive Entwicklung der Corona-Zahlen in Niedersachsen. Dabei ging er auch auf einen möglichen Ostereffekt ein [1]. “Einen Effekt zu erkennen ist das Eine, die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, ist das Andere. Was Ministerpräsident Weil hier zum besten gab, kann man getrost als Märchenstunde bezeichnen. Denn natürlich hat der Oster-, besser gesagt, der Osterferien-Effekt, seine Auswirkungen. Mit den über die Ferien geschlossenen Schulen ist einer der selbst bei Szenario B [2] zunehmend in den Focus rückenden Infektionsherde [3] geschlossen. Damit sind die Zahlen, die aktuell für Inzidenzwerte ermittelt werden, herzlich wenig aussagekräftig, was auch Herr Weil wissen sollte. Schließlich steht dies auf der landeseigenen Corona-Webseite klar und deutlich. [4] Hier wieder einmal so zu tun, als wäre alles tutti paletti, ist eine Verhöhnung des gesunden Menschenverstands,” kritisiert Thomas Ganskow [5], Vorsitzender der PIRATEN Niedersachsen und deren Spitzenkandidat zur Bundestagswahl 2021 [6] scharf. “Wen möchte Herr Weil hier eigentlich für dumm verkaufen? Glaubt er wirklich, dieses Spiel zugunsten der Wirtschaft durchschaut niemand? Es ist schon sehr traurig, dass ein Ministerpräsident zu derartigen Mitteln greift, um das Versagen seiner Regierung und insbesondere seines für die Schulen zuständigen Ministers Tonne zu vertuschen. Wir bleiben dabei, der Schulstart nach den Osterferien wird zu einem Desaster führen [7].” Selbsttests zuhause sind unsicher “Ein Desaster vor allem darum, weil die verpflichtenden Selbsttests zuhause durchgeführt werden sollen. [8] Damit ist in keiner Form die richtige Anwendung sicher gestellt. Ja, nicht einmal, dass sie überhaupt durchgeführt werden. Da hilft auch der Elternbrief vom 24. März [9] nicht wirklich weiter. Wenn schon Gymnasiallehrer für Tests in der Schule die Unterstützung von Profis fordern [10], dann kann man sich ausrechnen, wie diese Tests in weiten Teilen der Gesellschaft ablaufen werden. Abgesehen davon ist bekannt, dass die Inkubationszeit bis zu 14 Tage betragen kann [11], man aber während dieser Zeit schon infektiös ist [12]. Hier wird also nach wie vor mit der Gesundheit und dem Leben der Lernenden wie Lehrenden gespielt, als wäre ein Wiederaufbau so leicht, wie bei einem Turm aus Bauklötzen. Aber ein Umdenken steht für Herrn Weil nicht zur Debatte. Ansonsten würde er ja nicht gegen die Vorschläge für einen Lockdown agitieren. Es ist einfach unfassbar, was zur Bekämpfung der Pandemie in diesem Land (nicht) passiert,” resümiert Bruno Adam Wolf, politischer Geschäftsführer der PIRATEN Niedersachsen und Mitglied im Rat der Stadt Hannover Vorsitzender des Schul- und Bildungsausschusses, verbittert. “Die Öffnung der Schulen verbunden mit der des Einzelhandels in “Modellregionen” wird zu einer noch stärkeren Belegung der Intensivstationen führen, als dies ohnehin schon der Fall ist. [13] Aber das ist ja ganz im Sinne der wirtschaftlichen Effizienz der Krankenhäuser. Die Belastung des (Pflege)personals ist dabei offensichtlich wie von Anfang der Pandemie an, letztrangig. Schön, dass zumindest die ersten Modellkommunen ihre Öffnungspläne verschieben. [14] Und somit die Büchse der Pandora [15] wenigstens dort nicht ganz so schnell explodiert und ihren zerstörerischen Inhalt verstreut. Die Unfähigkeit und fast böswillige Fehlleistung dieser GroKo ist nur noch mit dem Adjektiv “abgehalftert” zu beschreiben.” Quellen: [1] https://twitter.com/Emunde1/status/1380088823271538688 [2] https://ots.de/W4RHGD [3] https://zdfheute-stories-scroll.zdf.de/corona_schule/index.html [4] https://www.niedersachsen.de/Coronavirus/aktuelle_lage_in_niedersachsen/ [5] https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Thomas_Ganskow [6] https://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2021/Landesliste_NDS [7] https://ots.de/yowHaW [8] TAZ-Artikel https://bit.ly/3wEmDyA [9] Elternbrief vom 24.03.21 https://bit.ly/3cZYACo [10] https://ots.de/41XOTs [11] RKI https://bit.ly/39W8ZNt [12] RKI https://bit.ly/3uzKJbT [13] https://ots.de/iLgK4o [14] https://ots.de/e7Jupm [15] https://piraten-nds.de/2021/04/03/modellkommunen-als-buechse-der-pandora/ Pressekontakt: Piratenpartei NiedersachsenThomas GanskowHaltenhoffstr. 5030167 HannoverWeb: https://piraten-nds.de/Mail: .: 0511-64692599Alle unsere Pressemitteilungen finden Sie unterhttps://piraten-nds.de/category/pressemitteilung/Wir benötigen Unterstützung bei der Zulassung zur Bundestagswahl 2021https://www.piratenpartei.de/2021/03/22/unterstuetzungsunterschriften/

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BeneVit Gruppe: Praxisnahen Sachverstand nicht mit der Lobbykeule erschlagen

08.04.2021 – 16:00

BeneVit Gruppe

Mössingen / Tübingen (ots) Kaspar Pfister, Chef der BeneVit Gruppe, die bundeweit Dienstleistungen für ältere Menschen anbietet, spricht sich für praxisnahen Sachverstand bei Abgeordneten aus. Hintergrund sind die Lobbyismus Vorwürfe gegen den niedersächsischen Bundestagsabgeordneten Dr. Roy Kühne. Dem christdemokratischen Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Goslar, Osterode, Northeim wird vorgeworfen, von seinem Engagement als Politiker profitiere sein Physiotherapie-Zentrum in Northeim. Als “Lobbyist in eigener Sache” bezeichnet die Süddeutsche Zeitung ihn, weil er sich bei Gesetzesinitiativen für die Physiotherapeuten eingesetzt hatte. Kühne sieht sich zu Unrecht kritisiert und verweist darauf, dass er zwar Geschäftsführer der Verwaltungsgesellschaft seines Physiotherapie-Zentrums in Northeim sei, sich aber mit der Wahl 2013 in den Deutschen Bundestag aus der Leitung des “Gesundheitszentrums Dr. Roy Kühne” zurückgezogen habe. “Politiker sollen und müssen über praxisnahen Sachverstand verfügen. Dies kann nur gelingen, wenn sie entweder beruflich aus der Praxis kommen oder mit der Basis im intensiven Austausch stehen. Tun Sie dies, wie im Falle des Abgeordneten Dr. Roy Kühne, geraten sie in den Verdacht von Lobbyismus und Vorteilsnahme im Amt. Ich sehe hier deutliche Unterschiede zu den Vorfällen der Maskenbeschaffung und zu Aserbeidschan. Es wäre fatal jetzt alles über einen Kamm zu scheren”, sagt Kaspar Pfister, Gründer und Inhaber der BeneVit-Gruppe. “Politik und Gesetze entfernen sich immer mehr von den tatsächlichen Bedürfnissen der Basis, werden immer globaler und theoretischer. Wir brauchen in der Politik nicht noch mehr Theorie, nicht noch mehr abgehobene Bürokratie, sondern wieder mehr Alltagstauglichkeit, mehr Praxisnähe. Wir brauchen Gesetze und Regelungen, die auch ohne juristisches Staatsexamen verstanden werden und in der Praxis umsetzbar sind, schlussendlich an der Basis helfen. Dafür braucht es auch Abgeordnete mit Sachverstand und Praxiserfahrung”, ist sich Pfister sicher. “Dass sich ein Bundestagsabgeordneter auch für den Bereich einsetzt, in dem er sich berufsbedingt am besten auskennt, ist doch nicht automatisch Korruption. Ich wünsche mir Fachleute aus möglichst vielen Bereichen in den Parlamenten. Auch, dass Abgeordnete selbst von einer sinnvollen Regelung für alle Betriebe Ihrer Branche profitieren, kann man nicht ernsthaft zum Vorwurf machen. Wenn Politiker mit praktischem Hintergrund so mit der Lobbykeule attackiert werden, haben wir künftig in den Parlamenten nur noch Juristen und Beamte sitzen. Ich bin Dr. Roy Kühne persönlich sehr dankbar dafür, dass er im Deutschen Bundestag seine Stimme für die Gesundheits- und Pflegewirtschaft erhoben hat und sich engagiert für eine Reform der Pflegeversicherung, noch in dieser Legislatur, innerhalb seiner Fraktion einsetzt “, so Pfister. Kaspar Pfister ist Gründer und Geschäftsführer der bundesweiten BeneVit Gruppe. Ende 2020 erschien sein Buch “Wer gebraucht wird, lebt länger” im Econ Verlag der Ullstein Verlagsgruppe. Die BeneVit Gruppe erbringt seit dem Jahr 2004 Dienstleistungen für ältere, pflege- und betreuungsbedürftige Menschen. Die Unternehmensgruppe ist bundesweit an 30 Standorten tätig und betreibt 26 stationäre Pflegeeinrichtungen mit rund 1.700 Plätzen in fünf Bundesländern. Dies überwiegend nach dem BeneVit-Hausgemeinschaftskonzept, in Wohngruppen mit 10-15 Bewohnern. In den ambulanten Diensten der Gruppe werden rund 900 pflegebedürftige Menschen versorgt. Zusätzlich wird teilstationäre Pflege eingestreut und in 4 solitären Tagespflegeeinrichtungen angeboten, ebenso barrierefreie und betreute Wohnformen. Rund 2.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten bundesweit für die BeneVit Gruppe. www.benevit.net Pressekontakt: Steffen Ritterfokus > p Die Kommunikationsagentur für die PflegewirtschaftFriedrichstraße 6810117 Berlin-MitteT +49 30 2888 6003M +49 160 15 31

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MRNA-Impfstoffe und vektorbasierte Impfstoffe in die Praxen!

08.04.2021 – 14:47

Bayerische Landesärztekammer (BLÄK)

München (ots) Das flächendeckende Impfen gegen Covid-19 durch die Hausärztinnen und Hausärzte wird entscheidend sein zur Verhinderung von schweren Covid-19-Verläufen, die eine Krankenhausbehandlung erforderlich machen, sowie von Todesfällen. “Gut gelingen kann die Impfkampagne jedoch nur, wenn den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten, insbesondere den Hausärztinnen und Hausärzten, auch alle zugelassenen Impfstoffe zur Verfügung stehen”, sagt Dr. Gerald Quitterer, Präsident der Bayerischen Landesärztekammer (BLÄK). Bayerns Ärztechef fordert, dass sowohl mRNA-Impfstoffe (bspw. von Biontech/Pfizer), als auch vektorbasierte Vaxine (bspw. von AstraZeneca) dauerhaft in die Praxen kommen. “Je nach Indikation können wir unsere Patientinnen und Patienten mit dem für sie geeigneten Impfstoff versorgen”. Durch die große Erfahrung und Expertise der Hausärztinnen und Hausärzte, könne der Bevölkerung ein breiteres und adäquates Angebot gemacht werden. Die Entscheidung, welcher Impfstoff verabreicht werde, sei eine medizinische. Alle bisher zugelassenen Impfstoffe gegen COVID-19 hätten eine gute Wirksamkeit. Quitterer warnt in diesem Zusammenhang davor, die Mitwirkungsbereitschaft der niedergelassenen Ärzte durch ein Hin und Her bei den Impfstoffen zu gefährden, die den Praxen zur Verfügung gestellt werden. Pressekontakt: Bayerische LandesärztekammerPressestelleDagmar NedbalMühlbaurstraße 1681677 MünchenTelefon: 089 4147-268Fax: 089 4147-202E-Mail:

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PIRATEN Niedersachsen fordern Überprüfung juristischer Zulässigkeit der Covid-Verordnung

07.04.2021 – 15:32

Piratenpartei Deutschland

Hannover, Osnabrück (ots) Mit dem Urteil des OVG Osnabrück zur Ausgangssperrenregelung in der Region Hannover [1] sehen sich die PIRATEN Niedersachsen in der kritischen Haltung zur Rechtmäßigkeit von Teilen der niedersächsischen Covid-Verordnung bestätigt. “Die konkret vom OVG bemängelte Regelung wurde bereits im Vorfeld von uns kritisiert [2]. Im Zuge dieses Urteils ist nun zwar in der Region Hannover der entsprechende Teil der Allgemeinverfügung zurückgezogen worden [3]. Aber auch deren Grundlage, der §18 (3) der Covid-Verordnung, muss schnellstens verschwinden. Und somit sind endlich auch alle anderen freiheitsbeschneidenden Maßnahmen hinsichtlich ihrer Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit zu überprüfen,” fordert Thomas Ganskow [4], Vorsitzender der PIRATEN Niedersachsen und deren Spitzenkandidat [5] zur Bundestagswahl 2021. “Es muss aufhören, nach Gutsherrenart Ideen zu Rechtsgrundlagen zu machen, ohne auch nur ansatzweise ihre juristische Zulässigkeit zu überprüfen. Schließlich ist es nicht das erste Mal, dass ein Gericht die über das Ziel hinausschießenden Regelungen kassiert. Das war in der ersten Welle schon so bei den Demonstrationsbeschränkungen [6]. Denn auch friedliche, sich an rechtsstaatliche Grundsätze haltende Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut.” Einbindung der juristischen Beratung notwendig “Der Landtag Niedersachsen leistet sich einen sogenannten “Gesetzgebungs- und Beratungsdienst” [7], der genau für derartige Fragestellungen kompetent und angemessen ist. Offenbar wurde er bislang bei den Regelungen zur Covid-Verordnung herzlich wenig um Stellungnahme gebeten. Dabei zeigt doch die Erfahrung mit dem Niedersächsischen Polizei- und Ordnungsbehördengesetz, dass dessen Arbeit gefährliche Fehlentwicklungen aufhalten kann, die die Politik in ihrem Regulierungs- und Überwachungswahn mittels einfacher Mehrheiten hätte beschließen können. [8] Es wirft ein schlechtes Bild auf die Landesregierung, wenn diese Expertise nicht genutzt wird, wenn es den eigenen Bestrebungen im Weg zu stehen droht. Hier muss es also eine verpflichtende Einbindung bei zumindest den gesetzlichen und gesetzesähnlichen Regelungen geben [9], die das Leben der Menschen im Land massiv beeinflussen können,” fordert Bruno Adam Wolf, Politischer Geschäftsführer der PIRATEN Niedersachsen. “Nur dann kann man sich Schlappen wie die aktuelle ersparen, und das Vertrauen der Menschen im Land zurück gewinnen. Und dafür ist es höchste Zeit.” Quellen: [1] https://ots.de/roTetu [2] https://piraten-nds.de/2021/03/26/ausgangssperren-sind-augenwischerei/ [3] https://ots.de/EyeS0Q [4] https://wiki.piratenpartei.de/Benutzer:Thomas_Ganskow [5] https://wiki.piratenpartei.de/Bundestagswahl_2021/Landesliste_NDS [6] https://ots.de/YseiJQ [7] https://ots.de/Bxi6rf [8] https://piraten-nds.de/2019/03/13/nebelkerzen-und-kosmetik-ueberzeugen-uns-nicht/ [9] https://ots.de/pAakXA Pressekontakt: V.i.S.d.P.:Piratenpartei NiedersachsenThomas GanskowHaltenhoffstr. 5030167 HannoverWeb: https://piraten-nds.de/Mail: .: 0511-64692599Für die Zulassung zur Bundestagswahl benötigen wir Unterstützunghttps://wiki.piratenpartei.de/UnterstützerunterschriftenAlle Pressemitteilungen finden Sie online unter:www.piratenpartei.de/presse/mitteilungen

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“Die Pandemie besiegen wir nur weltweit – oder gar nicht” / Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller fordert gegenüber apotheken-umschau.de mehr internationale Solidarität

07.04.2021 – 15:08

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen

Baierbrunn (ots) 70 Prozent des Impfstoffes gegen Covid-19 wurden bisher laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) in den zehn reichsten Ländern verimpft. “Das ist nicht jene internationale Solidarität, die notwendig ist, um Corona zu stoppen. Manche Länder haben sich doppelt so viel Impfstoff gesichert, wie sie für ihre Bürger bräuchten”, sagt Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller im Gespräch mit dem Gesundheitsportal apotheken-umschau.de anlässlich des heutigen Weltgesundheitstages. “EU stellt eine Milliarde Euro – entschieden zu wenig” In Deutschland hemmen nach Ansicht von Müller überbordende Bürokratie und fehlende klare Zuständigkeiten die Impffortschritte. “Ich blicke aber auch auf die Welt und stelle fest, dass ein System der Verteilung für eine globale Impfkampagne vorhanden ist, wie es sie noch nie gab”, so der Minister. Mit der Impfplattform Covax seien Strukturen vorhanden, um in diesem Jahr mindestens 20 Prozent der Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern zu versorgen. Skandalös findet es Müller allerdings, dass für die Bereitstellung von Impfstoffen über Covax sowie für lebensrettende Arzneimittel und Tests 22 Milliarden Dollar fehlen: “Die Weltgemeinschaft sollte diese Lücke bald schließen.” Bis jetzt stellt die EU eine Milliarde Euro zur Verfügung – “entschieden zu wenig, wo doch gleichzeitig ein europäisches Wirtschaftsprogramm von 1.000 Milliarden Euro finanziert wird”. Die Pandemie könne nur weltweit besiegt werden – oder gar nicht. “Sonst kommt das Virus mit dem nächsten Flugzeug oder Schiff zu uns zurück”, warnt Müller. 2022 könnte Weltbevölkerung durchgeimpft sein Deutschland gehe in Sachen Corona-Bekämpfung voran, betont Müller: 2020 und 2021 stelle die Bundesregierung über die globale Kooperationsplattform ACT-A knapp 2,2 Milliarden Euro zur Entwicklung, Produktion und weltweit gerechten Verteilung von Covid-19-Impfstoffen, Diagnostika und Therapeutika zur Verfügung. Darüber hinaus fördere Deutschland die WHO mit einer Milliarde Euro. Wenn die Covid-19-Impfstoffproduktion wie erwartet steigt, könnte die Weltbevölkerung 2022 durchgeimpft sein, erwartet Müller. “Doch das Virus mutiert – dann kann es sein, dass wir wieder neue Impfstoffe brauchen und die globale Impfkampagne zur Daueraufgabe wird.” Es gelte auch, die nächste Pandemie zu verhindern. Denn klar sei: “Corona wird nicht die letzte sein”, prognostiziert der Bundesentwicklungsminister. “Schon jetzt haben die Forscher circa 40 weitere ähnlich gefährliche Viren entdeckt.” Das Interview mit Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller lesen Sie auf dem Gesundheitsportal apotheken-umschau.de unter www.apotheken-umschau.de/artikel_775049.html. Pressekontakt: Dr. Judith PöverleinTel. 089 / 744 33 343E-Mail:

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DAK-Gesundheit fordert Pflegereform und stärkere Patientenrechte

06.04.2021 – 10:01

DAK-Gesundheit

Hamburg (ots) Die DAK-Gesundheit fordert ein umfassendes und nachhaltiges Reformkonzept für die nächste Legislaturperiode. Der Verwaltungsrat der drittgrößten gesetzlichen Krankenkasse plädiert unter anderem für eine Stärkung der Selbstverwaltung, eine finanzielle Neuausrichtung der Pflegeversicherung sowie eine systematische Verbesserung der Qualität der Gesundheitsversorgung. Außerdem setzt sich das Parlament der DAK-Gesundheit für stärkere Patientenrechte ein und fordert, die Patientenbeauftragte künftig vom Bundestag wählen zu lassen. Unter dem Titel “Gesundheitspolitischer Kompass” hat der Verwaltungsrat seine Forderungen für die anstehende Bundestagswahl jetzt zusammengefasst und einstimmig verabschiedet. “Das deutsche Gesundheitswesen ist stabil genug, um auch schwerste Krisen zu meistern”, heißt es in einem gemeinsamen Vorwort des Verwaltungsratsvorsitzenden Dieter Schröder und seines Stellvertreters Horst Zöller. Die Pandemie fördere aber auch die bestehenden strukturellen und qualitativen Mängel der Versorgung zutage. “Wir müssen in Deutschland die von der Krise und ihrer Bewältigung ausgehenden Impulse jetzt für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens und der Pflege nutzen”, betonen Schröder und Zöller. Der Verwaltungsrat verknüpft seine Forderungen mit drei Leitgedanken: – Qualität als Leitbild der Gesundheits- und Pflegepolitik
– Das Solidarsystem der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der sozialen Pflegeversicherung (SPV) als gesellschaftlichen Stabilitätsanker stärken
– Solidarische Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der sozialen Pflegeversicherung (SPV) sicherstellen “Das Gesundheitswesen braucht eine starke soziale Selbstverwaltung”, sagt Dieter Schröder. In der Corona-Pandemie habe sich wieder gezeigt, wie wichtig eine selbstverwaltete Sozialversicherung ist, um Krisen zu meistern. Der Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit kritisiert die in den vergangenen Jahren stark gestiegene finanzielle Belastung von Pflegebedürftigen und verlangt, ihre Eigenanteile bei einer Heimunterbringung künftig zu deckeln. Zudem sollten die Bundesländer verbindlich an den Investitionskosten für stationäre Einrichtungen beteiligt werden. “Pflege ist die soziale Frage der 2020er Jahre”, heißt es in dem Positionspapier. Deshalb solle zur solidarischen Finanzierung der Pflegeversicherung und insbesondere zur Deckung der gesamtgesellschaftlichen Kosten ein pauschaler Bundeszuschuss aus Steuermitteln eingeführt werden. Die DAK-Gesundheit fordert darüber hinaus eine Stärkung der Patientenberatung. Ganz wichtig: Die Patientenbeauftragte solle künftig vom Bundestag gewählt werden und nicht mehr wie bisher von der Bundesregierung ernannt. Eine direkte Wahl der Patientenbeauftragten -analog der Wehrbeauftragten – könne ihre Legitimation deutlich stärken und wäre mit erweiterten Rechten verbunden. Zudem plädiert der Verwaltungsrat dafür, ihrem Amt dann auch die Unabhängige Patientenberatung (UPD) zuzuordnen und diese künftig aus Steuermitteln zu finanzieren. Ein Anliegen der DAK-Gesundheit ist es, den Nutzen von digitalen Anwendungen, wie der elektronischen Patientenakte, in der Gesundheitsversorgung besser greifbar zu machen. In den vergangenen Jahren sind dem Staat weitreichende Kompetenzen im Bereich der Digitalisierung zugefallen, um Prozesse zentral zu steuern und zu beschleunigen. Der Verwaltungsrat fordert, dass der Staat sich jetzt wieder auf die Organisation der Rahmenbedingungen konzentriert und die aktive Steuerungsrolle beim Leistungsangebot und der gesundheitlichen Versorgung künftig der gemeinsamen Selbstverwaltung überlässt. Der Verwaltungsrat plädiert vor dem Hintergrund der Corona-Krise für weitreichende Reformen auch im deutschen Krankenhaussystem. Erforderlich sei bei den Kliniken eine qualitätsorientierte Struktur-bereinigung bei gleichzeitiger Definition von regionalen Umkreis- oder Verantwortungskorridoren. Für die Grundversorgung fordert das Gremium einen verstärkten Aufbau ambulanter medizinischer Versorgungszentren und regionaler Pflegekompetenzzentren. Auch über die duale Finanzierung der Krankenhäuser durch Krankenkassen und Bundesländer müsse neu nachgedacht werden. Der Verwaltungsrat fordert eine Neuordnung der verfassungsrechtlichen Kompetenzen in der Krankenhausfinanzierung zwischen Bund und Ländern. Bei Arzneimitteln sieht der Verwaltungsrat besondere Herausforderungen durch einen hohen Preisdruck. “Seit 2010 haben sich die Preise neuer Arzneimittel in Deutschland fast vervierfacht”, heißt es im “Kompass”. Mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) wurde ein anerkanntes Verfahren für die Preisfindung innovativer Therapieoptionen eingeführt. Die DAK-Gesundheit plädiert dafür, dieses Verfahren weiterzuentwickeln. Insbesondere bei hochpreisigen Arzneimitteln zur Behandlung seltener Erkrankungen seien neue Erstattungsmodelle notwendig. Der Verwaltungsrat fordert darüber hinaus eine stärkere Berücksichtigung der geschlechterbedingten Unterschiede in der Gesundheitsversorgung. Es sei wichtig, Forschung und Lehre zur Gendermedizin zu fördern, etwa durch Gründung weiterer Institute und Lehrstühle an medizinischen Hochschulen. Bereits in der Ausbildung künftiger Ärztinnen und Ärzte müsse das Thema Gendergerechtigkeit verankert werden. Schließlich fordert der Verwaltungsrat, dass faire Wettbewerbsbedingungen unter den gesetzlichen Krankenkassen hergestellt und bewahrt werden. Dazu sei eine einheitliche Aufsicht über die Krankenkassen in Bund und Ländern wichtig sowie die Einführung standardisierter Qualitätsindikatoren anhand derer Angebote objektiv verglichen werden können. Die Ergebnisse sollten regelmäßig zentral und unabhängig ausgewertet und veröffentlicht werden. “Eine größere Transparenz könnte hier den Wettbewerb um besseren Service und Leistungen zwischen den Krankenkassen intensivieren.” Das gesamte Positionspapier steht im Internet der DAK-Gesundheit unter www.dak.de/verwaltungsrat zum Download bereit. Die DAK-Gesundheit ist mit rund 5,6 Millionen Versicherten die drittgrößte gesetzliche Krankenkassen Deutschlands. Pressekontakt: DAK-GesundheitPressestelleTelefon: 040/2364855 9411Mail:

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Weltgesundheitstag: “Wir brauchen bessere internationale Zusammenarbeit.” / World Health Summit Präsident Axel R. Pries über gesundheitliche Chancengleichheit

06.04.2021 – 09:45

World Health Summit

Berlin (ots) Wie kann Gesundheitsversorgung weltweit gerechter werden? Diese Frage steht im Mittelpunkt des diesjährigen Weltgesundheitstages am 7. April. “Building a fairer, healthier world” ist das Motto, das die Weltgesundheitsorganisation WHO für diesen Tag ausgerufen hat. Geprägt ist es durch die Corona Pandemie. World Health Summit Präsident Axel R. Pries über Strategien gegen COVID-19, die Rolle der Wissenschaft und Gesundheitsversorgung für alle: Was ist das wichtigste, um globale Gesundheit zu verbessern? Wir müssen international besser zusammenarbeiten um die Corona Pandemie nachhaltig in den Griff zu bekommen. Wir brauchen einen weltweiten Austausch und Partnerschaften zwischen Institutionen aus unterschiedlichen Bereichen der Politik, Verwaltung und Wissenschaft. Nur so können wir die Weltgesundheit nachhaltig verbessern. Wir müssen verstehen, dass wir angesichts globaler Bedrohungen nur so stark sind wie das schwächste Glied in der Kette. Welche Rolle spielt dabei die Wissenschaft? Vor allem wir Wissenschaftler:innen sind in der Verantwortung, unser kollektives Fachwissen zur Bekämpfung des Virus und zur Entwicklung von Therapien zu nutzen. Auch in der Gesundheitsforschung sind globaler Austausch und Partnerschaften von großer Bedeutung. Gemeinsam an zukunftsweisenden Methoden für eine effektive Behandlung aber auch für die Abwehr zukünftiger Bedrohungen zu arbeiten, ist der Schlüssel zu einer nachhaltigen Verbesserung der globalen Gesundheit. Die Weltgemeinschaft braucht eine Gesundheitsversorgung für alle. Und diese “Universal Health Coverage”, eines der UN-Nachhaltigkeitsziele, ist noch lange nicht erreicht. Was muss die Politik tun? Die aktuelle Pandemie zeigt sehr deutlich, dass Gesundheit und Ökonomie nicht voneinander getrennt werden können. Gesundheit muss daher als Querschnittsthema in alle politischen Bereiche integriert werden: “Health in all Policies” ist nicht nur in Zeiten der Pandemie dringend notwendig. Wir brauchen einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz. Nur mit Zusammenarbeit und Verzahnung der verschiedenen Bereiche und Akteure über Grenzen hinweg können wir gesundheitliche Chancengleichheit und wirtschaftliche Prosperität erreichen. (Quelle: World Health Summit) Prof. Dr. Axel Radlach Pries ist Präsident des World Health Summit und Dekan der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Der World Health Summit ist eines der weltweit wichtigsten strategischen Foren für globale Gesundheit. Unter der traditionellen Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron, der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen und Tedros Adhanom Ghebreyesus, dem Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO, bringt der World Health Summit international führende Vertreter:innen aus Wissenschaft, Politik, Industrie und Zivilgesellschaft zusammen. Jedes Jahr im Oktober kommen rund 300 Sprecher:innen und 2.500 Teilnehmer:innen aus rund 100 Nationen zum World Health Summit nach Berlin. Die Themen der rund 50 Sessions umfassen zum Beispiel Strategien zur Verbesserung der weltweiten Gesundheitsversorgung und -vorsorge, Digitalisierung, Klimawandel und Gesundheit sowie die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. Der World Health Summit 2021 findet vom 24.-26. Oktober statt. Als Sprecher:innen haben u.a. bereits zugesagt: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus, Charité-Virologe Christian Drosten und UNICEF-Direktorin Henrietta Fore. www.worldhealthsummit.org Presseinformationen und -fotos: www.worldhealthsummit.org/media/presskit Pressekontakt: Daniela

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Stephan Brandner: Das Volk ist nicht das Versuchskaninchen der Bundesregierung!

01.04.2021 – 13:11

AfD – Alternative für Deutschland

Berlin (ots) Nachdem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die Mitglieder der Bundesregierung, die das 60. Lebensjahr bereits überschritten haben, dazu aufforderte, sich zügig mit dem Impfstoff von AstraZeneca impfen zu lassen, lässt Bundesinnenminister Seehofer heute verlautbaren, dass er das nicht tun wolle. Stephan Brandner, stellvertretender Bundessprecher der Alternative für Deutschland, macht deutlich, dass selbstverständlich die Regierungsmitglieder mit gutem Beispiel voran gehen müssen. Wie sonst solle vermittelt werden, dass die Bevölkerung dem äußerst umstrittenen Impfstoff vertrauen könne. Brandner wörtlich: “Seehofer zeigt hier deutlich, welch Geistes Kind er ist. Schließlich wird immer wieder seitens der Bundesregierung betont, wie unbedenklich die Impfung – insbesondere auch mit dem AstraZeneca-Wirkstoff sei. Wäre das wirklich so, würde sicher auch ein Bundesinnenminister dies nutzen, was uns als großartige Chance verkauft wird. Aber wir kennen auch Horst Seehofer: Der ist bislang immer umgefallen, sobald ein Rüffel von Merkel kam. Darauf ist Verlass!” Pressekontakt: Alternative für DeutschlandBundesgeschäftsstelleSchillstraße 9 / 10785 BerlinTelefon: 030 220 5696 50E-Mail:

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Minister Pinkwart zum Schnelltest bei Ford

01.04.2021 – 12:53 <p class=”customer”> <a class=”story-customer” title=”weiter zum newsroom von Ford-Werke GmbH” href=”https://www.presseportal.de/nr/6955″>Ford-Werke GmbH</a> </p> <i><a data-category=”citylink-story-view” data-action=”click” data-label=”Citylink in Meldungsansicht” class=”story-city event-trigger” href=”https://www.presseportal.de/regional/K%F6ln” title=”News ausKöln “>Köln</a> (ots)</i></p><pre class=”xmllist”>- NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart besuchte Corona Testzentrum bei Ford

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Ein Jahr Corona – Was sagen die Deutschen? / Die Bewertung der Regierung fällt desaströs aus

31.03.2021 – 10:01

Institut für Generationenforschung

Berlin (ots) Das ergab eine aktuelle repräsentative Umfrage des Instituts für Generationenforschung. Die schlechten Kritiken des momentanen Krisenmanagements sind dabei unabhängig vom Alter, Bildungsstand oder Bundesland. Studienleiter Rüdiger Maas: “Eine große Mehrheit spricht der momentanen Regierung eine grundlegende Kompetenz im coronabedingten Krisenmanagement ab.” Nur 17% der Befragten kennen alle Corona-Regeln, die momentan für sie gelten. Dabei schnitten die Befragten aus Hamburg und Berlin noch am besten ab. Hier kannte der Durchschnitt zumindest 83% der für sie geltenden Corona-Regel. Baden-Württemberg war Schlusslicht mit 64 %. “Insgesamt wünschen sich die Bürger mehr Transparenz mit nachvollziehbaren Regeln, die lieber schwarz-weiß als grau sein sollten”, so Studienleiter und Generationenforscher Rüdiger Maas. Die momentane Impfstrategie spaltet die Nation – Immer mehr Menschen wollen Vorteile für Geimpfte. Die Anzahl derer, die für Covid 19-Geimpfte wieder Normalität fordern, wuchs in den letzten Wochen stark an. So fordern etwa 26% Lockerungen für Menschen mit einer Corona-Impfung. Beim Thema Reisen sind es fast 39 %, die dies fordern. 23 % würden es sogar begrüßen, dass zukünftig Ladenbesitzer Nicht-Geimpften den Zutritt verweigern können! “Wir forcieren hierbei einen Impf-Klassismus, der zukünftig weitere Debatten anheizen wird”, so Zukunftsforscher Hartwin Maas. Verschwörungsgläubige machen sich das Leben selber schwer… Die repräsentative Umfrage des Instituts für Generationenforschung hat ebenfalls herausgefunden, dass wieder mehr Menschen an Verschwörungsmythen glauben; je älter desto eher. Die psychische Belastung ist bei Menschen, die hinter der Corona-Pandemie einen versteckten Plan vermuten, um etwa 25% höher, als bei all jenen, die die keinen versteckten Plan sehen. Nicht-Verschwörungsgläubige haben zudem eine größere Ausdauer, was die Belastung und Dauer des Lockdowns angeht. So halten sie im Schnitt einen Lockdown noch 5,2 Monate maximal aus, während Verschwörungsgläubige nur 1,6 Monate angaben. Selbsterlernte Hilflosigkeit Auf die Frage, was nun in einem Jahr Lockdown gelernt wurde, antworteten nur 2% der Verschwörungsgläubigen, dass sie tatsächlich etwas Neues gelernt hätten. Bei den Nicht-Verschwörungsgläubigen gaben 67% der Befragten an, etwas Neues für sich während oder aus der Pandemie gelernt zu haben. Sie haben sich dadurch viel selbstbestimmter und autarker verhalten als die Verschwörungsgläubigen. Auch waren sie infolge flexibler und konnten sich dadurch rascher den äußeren Umweltfaktoren anpassen, um somit aktiver gegenzusteuern und ließen sich infolge weniger von den äußeren Einflüssen lenken. Verschwörungsgläubige hingegen haben nahezu jeden Einfluss auf ihre Person und Situation external attribuiert und sind dadurch im Kern weniger selbstbestimmt, so Studienleiter und Psychologe Rüdiger Maas. Weiter Ergebnisse finden Sie unter: Ein Jahr Corona-Pandemie! Was sagen die Deutschen? (generation-thinking.de) Regelmäßig erhebt das Institut für Generationenforschung Daten durch Umfragen und kann so Trends und Generationenunterschiede analysieren. Mehr dazu unter: www.generation-thinking.de Pressekontakt: Institut für GenerationenforschungTel. von Spreti – p u b l i c r e l a t i o n s0151 22 34 34

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Dritte Welle in Deutschland: COVID-19 Langzeitfolgen ernst nehmen

31.03.2021 – 08:00

Piratenpartei Deutschland

Berlin (ots) Die Infektionen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 steigen, Deutschland befindet sich in der dritten Infektionswelle. Statt konsequent zu handeln, laviert die deutsche Politik weiter herum, ohne sich auf Eindämmungsmaßnahmen zu einigen. In dieser Situation warnen wir PIRATEN insbesondere vor den noch wenig erforschten Langzeitfolgen der Coronavirus-Infektion, oft unter dem Begriff “Long Covid” zusammengefasst. Erkrankte zeigen wiederkehrende Symptome, auch nach Abklingen der Virusinfektion, oft einhergehend mit chronischen Ermüdungssymptomen. Weder der Mechanismus noch die Inzidenz dieser Erkrankung sind genau aufgeklärt. Allerdings gehen gängige Schätzungen davon aus, dass nach Abklingen der Infektion bei 10-20% der Infizierten noch nach drei Wochen Symptome auftreten, während bei mindestens 1-3% selbst nach drei Monaten noch Symptome bestehen [1]. Sandra Leurs, Themenbeauftragte Gesundheit und Pflege der Piratenpartei Deutschland und designierte NRW-Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl, merkt an: “Das SARS-CoV-2 Virus breitet sich jetzt seit etwas über einem Jahr aus, und wir sehen bereits, dass manche, die sich vor einem Jahr infiziert hatten, noch immer Symptome zeigen. Wie lange ‘Long Covid’ andauern kann, werden wir erst in weiteren Studien erfahren. Bis dahin müssen wir den Betroffenen unmittelbare Hilfe zukommen lassen. Wegen der oft auftretenden chronischen Ermüdung können viele Betroffene kaum ihrem Leben nachgehen und oftmals auch nicht arbeiten. Wenn wir jetzt nicht die Dritte Welle zähmen, wird ‘Long Covid’ uns noch lange herausfordern.” Zur zitierten Studie [1]: Wissenschaftler in Großbritannien haben Interviews mit ‘Long Covid’ Betroffenen geführt, auf Initiative zweier Betroffener und durch Kontakt via Selbshilfegruppen. Ziel dieser Arbeit war es, die Konsequenzen von ‘Long Covid’ für Betroffene qualitativ zu verstehen. Es zeigte sich insbesondere, dass Erkrankte belastet sind von chronischer Erschöpfung und einem Fehlen von medizinischer Unterstützung, da ‘Long Covid’ wenig erforscht und daher schlecht diagnostizierbar ist. Viele Betroffene, auch in Deutschland, teilen ihre Erfahrungen auf Twitter unter dem Hashtag #longcovid, oder auch #meawarenesshour mittwochs Abends. Mehr Informationen hierzu im Blog der Piratenpartei [2,3]. Quellen: [1] doi.org/10.1186/s12913-020-06001-y [2] www.piratenpartei.de/2020/12/03/15-jahre-bis-zur-diagnose-mecfs/ [3] http://ots.de/cuLXwm Pressekontakt: Bundespressestelle Bundesgeschäftsstelle,Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitPiratenpartei DeutschlandPflugstraße 9A | 10115 BerlinE-Mail: : www.piratenpartei.de/presseTelefon: 030 / 60 98 97 510Fax: 030 / 60 98 97 519Für die Zulassung zur Bundestagswahl benötigen wir Unterstützung https://wiki.piratenpartei.de/UnterstützerunterschriftenAlle Pressemitteilungen finden Sie online unter: www.piratenpartei.de/presse/mitteilungen

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Litsch: Pandemie zeigt, dass Zentralisierung und Spezialisierung von Kliniken weiter notwendig sind / WIdO-Auswertungen für den Krankenhaus-Report 2021 machen Verbesserungsbedarf deutlich

30.03.2021 – 11:00

AOK-Bundesverband

Berlin (ots) Zentralisierung und Spezialisierung der Krankenhäuser in Deutschland müssen weiter auf der politischen Agenda bleiben – das fordert die AOK vor dem Hintergrund der aktuellen Analysen des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die stationäre Versorgung: “Gerade in der Krise zeigt sich der Optimierungsbedarf. Wir brauchen nicht weniger Zentralisierung und Spezialisierung von Kliniken, sondern mehr”, kommentiert Martin Litsch, Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes, die WIdO-Auswertungen für den Krankenhaus-Report 2021. Sie haben unter anderem gezeigt, dass etwa die Hälfte der Krankenhäuser, die im vergangenen Jahr Covid-19-Fälle behandelt haben, 86 Prozent dieser Fälle versorgte. “Die übrigen Fälle verteilen sich auf viele Krankenhäuser mit oftmals sehr kleinen Fallzahlen, die nicht unbedingt optimal für die Versorgung dieser schweren Erkrankung ausgerüstet sind”, so Litsch. Auch mit Blick auf die begrenzten personellen Ressourcen sei es notwendig, die stationäre Versorgung in größeren Einheiten zu konzentrieren, betont Litsch: “Es hilft nicht, einfach nur zusätzliche Intensivbetten aufzustellen und den Bestand an Beatmungsgeräten aufzustocken. Der entscheidende und gleichzeitig limitierende Faktor ist das qualifizierte Personal, das die schwer erkrankten Patienten qualitativ hochwertig versorgen und die Geräte richtig bedienen kann. Das war schon vor Corona so, aber die Pandemie wirft aktuell noch einmal ein grelles Schlaglicht auf die hohe Belastung vieler Ärzte und Pflegekräfte und die Personalnot in vielen Kliniken.” Größere Kliniken könnten kurzfristiger und flexibler die personellen Ressourcen für eine Ausweitung von Intensiv-Kapazitäten bereitstellen. Zudem seien sie eher in der Lage, neben der Versorgung der Covid-19-Patienten auch die “normale” Versorgung der anderen Patienten aufrecht zu erhalten.. Schnellerer Erkenntnisgewinn bei größeren Patientenzahlen Auch unter dem Gesichtspunkt der Patientensicherheit sei eine Zentralisierung von Leistungen sinnvoll, erklärte Litsch. Für viele Eingriffe und OPs gibt es wissenschaftliche Belege zum Zusammenhang von hohen Fallzahlen und guten Behandlungsergebnissen. “Es erscheint plausibel, dass eine stärkere Konzentration auch im Hinblick auf zukünftige Pandemiesituationen sinnvoll ist. Denn gerade bei neuen Krankheitsbildern gelingt der Erkenntnisgewinn mit größeren Patientenzahlen pro Haus schneller. Auch der Erfahrungsaustausch unter den Klinikern wird durch eine Konzentration der Fälle auf wenige Krankenhäuser vereinfacht”, so Litsch. Für die Versorgung der Covid-19-Patienten braucht es aus Sicht der AOK gute, zentral gesteuerte Stufenkonzepte, die die Krankenhäuser entsprechend ihrer Erfahrung “zuschalten”. Dies mache es zugleich leichter, Covid-19-Versorgung und die Versorgung anderer Erkrankungen gut nebeneinander zu organisieren. Hinweis für die Redaktionen: Die Pressemappe mit allen Informationen zur Pressekonferenz “Krankenhaus-Report 2021” finden Sie auf www.aok-bv.de. Ihr Ansprechpartner in der Pressestelle: Dr. Kai BehrensTelefon: 030 / 34646-2309Mobil: 01520 / 1563042E-Mail:

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Neues Corona-Testzentrum bei den Ford-Werken

29.03.2021 – 15:05 Ford-Werke GmbH Köln (ots) – Schnelltest-Möglichkeiten auf dem Gelände der Ford-Werke GmbH – Ford stellt unentgeltlich Räumlichkeiten zur Verfügung – Ab 30. März auch Testmöglichkeiten für die Öffentlichkeit Am Dienstag, 30. März 2021, öffnet ein neues Corona

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Hilfsaktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie / “Notfallplattform Corona” für Impfzubehör läuft

29.03.2021 – 13:01

Verband der Chemischen Industrie (VCI)

Frankfurt/Main (ots)- Freigabe vom Bundeskartellamt für Beteiligung des Pharmagroßhandels
– Alle wesentlichen Beteiligten vertreten
– Ziel der Plattform: Verknappung von Impfzubehör vermeiden Das Impfen der Bevölkerung soll nicht daran scheitern, dass Spritzen, Kanülen oder Kochsalzlösungen fehlen. Deshalb hat der Verband der Chemischen Industrie (VCI) in den letzten Wochen mit technischer Unterstützung durch Boston Consulting Digital Ventures unter Hochdruck daran gearbeitet, eine Online-Plattform als Vorsorgemaßnahme aufzubauen. Sie ist jetzt voll in Betrieb. Das Bundeskartellamt hat heute als letzten Schritt die Freigabe für die Beteiligung des Pharmagroßhandels auf der “VCI-Notfallplattform Corona” gegeben. Ziel der Plattform ist es, die Versorgung der Impfzentren in den Bundesländern für dieses Zubehör sicherzustellen und die Logistik für die Auslieferung der Covid-19-Impfstoffe über den pharmazeutischen Großhandel an die Arztpraxen zu unterstützen. “Wir danken dem Bundeskartellamt für die unbürokratische Zusammenarbeit, die in dieser Zeit so dringend gefordert ist, um Corona einzudämmen”, sagte VCI-Hauptgeschäftsführer Wolfgang Große Entrup. Die Plattform, zu der ausschließlich Impfstoffhersteller, Anbieter von Impfzubehör, der Pharmagroßhandel, die Bundesländer sowie das Bundeswirtschaftsministerium als Vertreter der Bundesregierung Zugang haben, schafft Transparenz für Angebot und Nachfrage von Impfzubehör. Sie trägt so dazu bei, temporäre Verknappungen zu vermeiden. Gemeinsam mit seinen Fachverbänden stellt der VCI auf der Plattform die vielfältigen Angebote und Informationen der Branche für einen reibungslosen Impfablauf zur Verfügung. Das Mandat für die “Notfallplattform Corona” hat der VCI im Rahmen des Impfgipfels Anfang Februar erhalten. Grundlage für den Auftrag der Bundeskanzlerin war die erfolgreiche Hilfe im letzten Jahr bei der Notversorgung mit Desinfektionsmitteln. Große Entrup: “Wie schon bei unserem ersten Hilfsprojekt für Desinfektionsmittel war sofort klar, dass wir auch hier wieder pragmatisch und zügig unterstützen werden. Zeitlich begrenzt und pro bono. Dafür liegen jetzt alle Genehmigungen des Kartellamtes vor.” Der VCI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen von über 1.700 deutschen Chemie- und Pharmaunternehmen sowie deutschen Tochterunternehmen ausländischer Konzerne gegenüber Politik, Behörden, anderen Bereichen der Wirtschaft, der Wissenschaft und den Medien. 2020 setzte die Branche knapp 190 Milliarden Euro um und beschäftigte rund 464.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Pressekontakt: VCI-Pressestelle:Telefon: 069 2556-1496E-Mail: ://twitter.com/chemieverband

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Rabattarzneimittel: Einsparungen der Krankenkassen 2020 mit fünf Milliarden Euro auf Rekordhoch

29.03.2021 – 11:47

ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Berlin (ots) Die Umsetzung der Rabattverträge mit Arzneimittelherstellern durch Apotheken hat den Krankenkassen im Jahr 2020 einen neuen Rekord bei den Einsparungen eingebracht. Mit 4,966 Milliarden Euro liegen die Minderausgaben leicht über denen des Vorjahres (2019: 4,965 Mrd. Euro). Den Großteil der Ersparnis teilen sich Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK) und Ersatzkassen (vdek) mit je zwei Milliarden Euro. Der übrige Betrag entfällt auf Betriebs-, Innungs- und Landwirtschaftskrankenkassen sowie die Knappschaft. Das teilt der Deutsche Apothekerverband (DAV) auf der Basis vorläufiger Zahlen des Bundesgesundheitsministeriums mit. “Im Corona-Jahr 2020 haben Lieferengpässe und Lockdowns die sichere Versorgung der Menschen mit lebenswichtigen Arzneimitteln noch schwieriger gemacht als sonst”, sagt DAV-Vorsitzender Thomas Dittrich: “Dass sie dennoch gut funktioniert hat, ist auch auf das Aussetzen der strengen sozialrechtlichen Regeln im Umgang mit Rabattarzneimitteln seit Ende April 2020 zurückzuführen. Wenn ein Rabattmedikament nicht verfügbar ist, kann der Patient derzeit leichter mit einem vorrätigen Ersatzpräparat versorgt werden. So lassen sich unnötige Kontakte durch wiederholte Apothekenbesuche reduzieren und Lieferengpässe mildern. Diese ‘Beinfreiheit’ ist im Moment an die Fortgeltung der epidemischen Lage gekoppelt, wir brauchen sie aber auch langfristig über die Pandemie hinaus. Dass sie in keiner Weise kostentreibend wirkt, belegt der neue Rekord bei den Rabatteinsparungen.” Weitere Informationen unter www.abda.de Pressekontakt: Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, 030 4000 4132, Splett, Stellv. Pressesprecher, 030 4000 4137,

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Karliczek: Wir stärken den Wissenstransfer zwischen Forschung und Versorgung in der Universitätsmedizin

29.03.2021 – 08:00

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) BMBF fördert Programme für bessere Rahmenbedingungen an Unikliniken für die Forschungstätigkeit von Fachärztinnen und Fachärzten Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird künftig ausgewählte Universitätskliniken finanziell dabei unterstützen, ihren Fachärztinnen und Fachärzten mehr Freiräume für ihre Forschungstätigkeit einzuräumen. Dadurch soll der Wissenstransfer zwischen Forschung und Versorgung verbessert werden. Die Auswahlentscheidung, an welchen Universitätskliniken in Deutschland entsprechende Programme gefördert werden, ist nunmehr getroffen worden. Unterstützt werden Programme an acht Standorten der Universitätsmedizin. Dafür hat das BMBF insgesamt rund 100 Millionen Euro vorgesehen. In einer ersten Förderrunde sollen bis zu 100 Stellen für forschende Fachärztinnen und Fachärzte geschaffen werden. Der Bund fördert den zusätzlichen Forschungsanteil der Stellen pro Jahr mit bis zu 130.000 Euro je Stelle. Das BMBF unterstützt diese Programme in der Universitätsmedizin für maximal zehn Jahre. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “An den Universitätskliniken in Deutschland sind medizinische Forschung und die Behandlung von Patientinnen und Patienten eng miteinander verbunden. Diese Verknüpfung ist ein zentrales Merkmal der Universitätsmedizin. Sie ermöglicht den Kliniken, die Gesundheitsforschung maßgeblich voranzubringen und wichtige Fortschritte schnell in die Behandlung zu bringen. Der schnelle Wissenstransfer “vom Krankenbett ins Labor und wieder zurück” muss angesichts der großen Dynamik selbstverständlich sein. Das geht am besten über Menschen. Mit unserer Förderinitiative wollen wir erreichen, dass die Medizinerinnen und Mediziner vor Ort auch für ihre Forschung die besten Rahmenbedingungen haben. Im Klinikalltag ist es häufig die Gruppe der forschenden Fachärztinnen und Fachärzte, auf die es sowohl bei der Forschung als auch bei der Krankenversorgung am meisten ankommt. Sie bilden damit das Rückgrat für einen gelungenen Wissenstransfer. In vielen Fällen aber ist der Spagat zwischen Forschung und Versorgung sehr herausfordernd für die einzelne Ärztin und den einzelnen Arzt. Oft wird die Forschungstätigkeit auf das Wochenende oder den Feierabend verlegt und geht dann zu Lasten von Familie und Freizeit – und belastet zugleich den Wissenstransfer. Hier setzt unsere Initiative an, mit der wir einen Kulturwandel in der Universitätsmedizin unterstützen wollen. An den Stellen, wo vielleicht Hierarchien und starre Strukturen der Entfaltung der vorhandenen Forschungspotentiale im Wege stehen, wollen wir diese transformieren. Unser Ziel ist, den forschenden Fachärztinnen und Fachärzten bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten. Sie brauchen in ihrem Arbeitsablauf klare Freiräume sowohl für Forschung als auch für die Behandlung der Patientinnen und Patienten. Zu guten Rahmenbedingungen gehören feste Forschungszeiten ebenso wie ein exzellentes Forschungsumfeld, Chancengleichheit und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dazu werden die in acht ausgewählten Kliniken nun anlaufenden Programme beitragen, die wir durch die Förderung des BMBF ermöglichen – das freut mich sehr. Unsere Förderinitiative ist auf maximal 10 Jahre angelegt, sie ist also eine Anschubfinanzierung. Wir setzen aber auf Nachhaltigkeit. Wir wünschen uns, dass die ausgewählten Einrichtungen das neue Förderangebot fortführen und fest an den jeweiligen Fakultäten verankern. Und ich zweifle nicht, dass sie es tun werden – denn mit einem solchen Programm wird jeder Standort an Forschungsstärke und Renommee gewinnen! Wir brauchen Forschungsbedingungen, die die Spitzenstellung der deutschen Universitätsmedizin im internationalen Vergleich stärken – und zwar heute genauso wie in Zukunft.” Hintergrund: Grundlage der Förderung durch das BMBF ist die “Richtlinie zur Förderung von forschenden Fachärztinnen und Fachärzten in der Universitätsmedizin” vom 8. Oktober 2020. Zentrale Elemente der nun zur Förderung kommenden Programme sind geschützte Forschungszeiten (idealerweise 50 Prozent der Arbeitszeit) und ein individuell zugeschnittenes Qualifizierungs-, Mentoring- und Führungsprogramm. Die Programme zielen darauf ab, die Chancengerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Die Entscheidung des BMBF für die vielversprechendsten Programmkonzepte fiel auf Grundlage der Empfehlungen eines international besetzten Begutachtungsgremiums. Die Förderinitiative ist so angelegt, dass eine zweite Förderrunde – vorbehaltlich künftiger forschungs- und haushaltspolitischer Entscheidungen – für weitere 100 Advanced Clinician Scientists durchgeführt werden kann. Die insgesamt acht ausgewählten Standorte sind: – Das Programm “CAMINO – Career Advancement in MultIdimeNsional tumOr targeting” des Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden ist auf fortgeschrittene klinisch tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgerichtet, die translationale onkologische Forschung mit interdisziplinärer und innovativer Patientenbehandlung verknüpfen und dazu das Forschungsumfeld des Biomedizinischen Campus Dresden nutzen.
– Die Goethe-Universität Frankfurt und das Universitätsklinikum Frankfurt sprechen mit dem Programm “INITIALISE – Innovations in Infection Medicine” Advanced Clinician Scientists in der Infektionsmedizin an. Im Rahmen des Qualifizierungsprogramms werden sie in den neuesten Technologien und innovativen Strategien der Arzneimittelforschung und-entwicklung geschult.
– Das Programm “IMMediate – Immune-Mediated Diseases” des Universitätsklinikums Freiburg ist in den Themenfeldern Immunologie, Onkologie und Zellbiologie angesiedelt. Es fördert forschende Fachärztinnen und Fachärzte mit einem Fokus auf immunvermittelten Krankheiten, die verschiedene Organe wie etwa Gehirn, Herz, Leber oder Darm betreffen.
– Das Programm “Promoting Excellence in Translational Medicine” an der Universitätsmedizin Essen (UME) Advanced Clinician Scientist Academy (UMEA²) wird forschende Fachärztinnen und Fachärzte unterstützen, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung schneller in die klinische Anwendung zu bringen, um die passgenaue Behandlung von Patientinnen und Patienten zu verbessern. Thematisch wird die Forschung an den Schnittstellen zwischen Gehirn und Herz, Onkologie und Immunologie sowie Transplantation, Immunologie und Infektiologie erfolgen.
– Hauptziel des Programms “iIMMUNE – Interfaces in Immunomedicine” der FAU Erlangen-Nürnberg ist es, klinisch tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in moderner patientenzentrierter Immunmedizin auszubilden und so zur Entwicklung innovativer Strategien zur Diagnose, Prävention und Behandlung von infektiösen, entzündlichen, autoimmunen, onkologischen und ZNS-Erkrankungen beizutragen.
– Das Programm “iSTAR – integrative Advanced Clinician Scientists Targeting Inflammatory and Infectious Disease” des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf wird forschende Fachärztinnen und Fachärzte im Bereich entzündliche Erkrankungen und Infektionskrankheiten unterstützen. Die Forschung zielt darauf ab, fehlregulierte Entzündungsreaktionen in allen Organen zu entschlüsseln, umzukehren, zu behandeln und zu verhindern.
– Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und das Universitätsklinikum Bonn haben mit “ACCENT – Advanced Clinician Scientist Program Bonn” ein Konzept entwickelt, das forschende Fachärztinnen und Fachärzte zu den Themen Immunpathogenese und Organdysfunktion sowie Gehirn und Neurodegeneration fördert; eingebettet in die Forschungsschwerpunkte Immunologie, Neurowissenschaften, Genetik und Epidemiologie sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Onkologie.
– Die Medizinische Fakultät Würzburg setzt mit dem Programm “INTERACT – Interfaces in Translational Research” auf eine disziplinübergreifende Förderung von forschenden Fachärztinnen und Fachärzten. Forschungsgegenstand sind die komplexen Interaktionen zwischen einzelnen Zellen und Gewebe, zwischen einzelnen Organen sowie die Zusammenhänge innerhalb des gesamten Organismus. Weitere Informationen: https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/ Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Müller verteidigt Berlins Impf- und Teststrategie

26.03.2021 – 06:59

rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin (ots) Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller (SPD) hat Vorwürfe zurückgewiesen, in Berlin würden Impfdosen gegen das Coronavirus ungenutzt lagern. “Es stimmt einfach nicht, dass Impfstoff zur Verfügung steht, der rumliegt”, sagte Müller in der Fernsehsendung “rbb Spezial: Der Talk” am Donnerstag. Er reagierte damit auf Kritik des FDP-Fraktionsvorsitzenden Sebastian Czaja, der ein schnelleres Impftempo anmahnte. “Es ist doch nicht nachvollziehbar, dass wir in Berlin an Impfstoff AstraZeneca haben, viele bereit sind, sich freiwillig damit impfen zu lassen und wenn diejenigen, die Vorerkrankungen haben und darüber hinaus sich freiwillig impfen lassen wollen damit, dann sollte dieser Impfstoff nicht wie Blei in den Regalen liegen,” so der FDP-Politiker. Müller räumte zwar ein, dass es Tage gegeben habe, an denen durch das Hin und Her bei AstraZeneca nur 1.000 Menschen in die Impfzentren gekommen seien. “Gestern waren es schon wieder 5.500, morgen sind es 4.500. Wir haben zigtausende von den Impfdosen an die Krankenhäuser gegeben, haben sie verimpft an Polizei, an Feuerwehr, sie sind jetzt reserviert für Lehrerinnen und Lehrer,” so der SPD-Politiker. Auch das Thema Schnelltests ist in Berlin nach wie vor eine Baustelle. Czaja plädierte für eine Verpflichtung für Lehrerinnen und Lehrer an Berliner Schulen, sich zweimal die Woche selbst zu testen. “Da muss auch der Senat im Zweifel sagen, bei kritischer Infrastruktur, bei den systemrelevanten Institutionen – und dazu zähle ich Schulen – erwarten wir das nicht nur von den Lehrern, sondern wir fordern das ein”, so Czaja. Die Frage ist allerdings, ob dafür genügend Tests zur Verfügung stehen. Die Barbetreiberin aus Berlin-Friedrichshain, Susanne Baro Fernandez, sagte, ihre elfjährige Tochter habe “einen Test noch lange nicht gesehen”. Sie verstehe nicht, dass nicht alles Menschenmögliche getan wird, dass die Lage nicht weiter eskaliert. “Stattdessen machen wir die Schulen wieder auf, mit einem Testkonzept, was es noch gar nicht gibt.” Müller widersprach: Zum einen seine die Schulen nicht im vollen Präsenzunterricht mit allen Jahrgangstufen. Zum anderen habe Berlin “Millionen Tests eingekauft, die zur Verfügung stehen”. An den Schulen werde bei den Lehrerinnen und Lehrern schon zweimal die Woche das Angebot gemacht und getestet”, sagte er. Müller musste allerdings einräumen, dass insbesondere das Angebot in den Testzentren nicht so angenommen werde, wie gedacht. Der Regierende Bürgermeister stellte in Aussicht, dass es bald auch für die Schüler Tests für Zuhause gebe: “Die sind jetzt ausgeliefert und es gibt weitere Kapazitäten. Das heißt, die Eltern können morgens, bevor die Kinder zur Schule gehen mit den Kindern gemeinsam diesen Test machen” so Müller, der der derzeit auch die Kultusministerkonferenz leitet. Auf diese Selbsttests für Zuhause setzt auch der Intensivmediziner und wissenschaftliche Leiter des DIVI-Intensivregisters, Christian Karagiannidis. Insgesamt schätzt er die Lage als sehr kritisch ein: “Wir sind am absolut kritischsten Punkt der Pandemie seit zwölf Monaten.” Die britische Mutante habe alles verändert und “wir werden es nicht schaffen, mit den jetzigen Maßnahmen zu verhindern, dass wir wieder ein Allzeithoch der Intensivpatienten mit Covid-19 sehen werden.” Er fordert einen Lockdown über Ostern, rasches Impfen und “testen, testen, testen”. Insbesondere bei den Kindern gebe es wegen der jetzt kursierenden britischen Mutante Grund zur Vorsicht: “B.117 hat alles verändert. Diesmal sind auch die Kinder Infektionstreiber, zumindest haben wir relativ große Ausbrüche, die Inzidenzzahlen gehen steil nach oben.” Seine Befürchtung: Wenn zu Ostern die Kinder auf die Großeltern treffen, bestehe große Ansteckungsgefahr. Sein dringender Appell sei deshalb: “Wenn ihr euch Karfreitag oder Ostersonntag mit den Großeltern trefft, macht doch morgens einfach kurz den Test.” Pressekontakt: Rundfunk Berlin-BrandenburgRedaktion GesprächsformateTel.: +49 (0)30 97993-24501

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Karl Lauterbach fordert Ausgangssperre ab 20.00 Uhr: “Ich sehe keinen anderen Weg”

25.03.2021 – 17:17

rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin (ots) Der Gesundheitsexperte der SPD Karl Lauterbach forderte im ARD-Mittagsmagazin einen harten Lockdown. “Wir müssen eine Stabilität reinbekommen und diese Stabilität bekommen wir nicht, ohne dass wir den Lockdown jetzt deutlich verschärfen”, sagte Karl Lauterbach am Donnerstag angesichts der Lockerungsdebatte, die der Saarländische Ministerpräsident Tobias Hans heute eröffnet hatte. “Man muss es ganz ehrlich sagen, ich sehe keinen anderen Weg, als hier mit einer Ausgangssperre ab 20 Uhr zu arbeiten, zumindest für eine befristete Zeit für zwei Wochen”. Bis dahin, so Lauterbach weiter, sollten Tests weiter ausgebaut werden, damit auch in Betrieben regelmäßig getestet werden könne. Lauterbach plädierte, dass dies verpflichtend geschehen muss: “Sonst verlieren wir weitere zwei Wochen und haben dann Fallzahlen Mitte oder Ende April um 200 oder 300 pro Tag, und das ist sehr schwer zu stoppen.” Pressekontakt: Rundfunk Berlin-BrandenburgARD-MittagsmagazinTel.: 030 – 97993 –

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Lauterbach zum Modellprojekt im Saarland: “Wir brauchen keine Lockerungen, wir brauchen eine Verschärfung”

25.03.2021 – 17:16

rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin (ots) Der SPD-Politiker Karl Lauterbach befürchtet durch das Modellprojekt im Saarland eine Verschärfung der Corona-Lage in Deutschland. “Man kann das drehen und wenden wie man will, bei den Modellprojekten geht es um zusätzliche Lockerungen (…) und genau das brauchen wir ja derzeit nicht, wir brauchen keine Lockerungen, sondern wir brauchen eine Verschärfung”, sagt Karl Lauterbach am Donnerstag im ARD-Mittagsmagazin und kritisiert Ministerpräsident Tobias Hans für seine Entscheidung vom Vormittag. “Das Saarland ist ein Mutationsgebiet. Wir haben dem Saarland auch aus diesem Grunde zusätzlichen Impfstoff gegeben. Der Impfstoff ist von anderen Bundesländern zur Verfügung gestellt worden und wir hätten uns daher gewünscht, dass entsprechend vorsichtig im Saarland operiert wird.” Oberstes Ziel müsse es sein, “erst einmal wieder aus dem exponentiellen Wachstum herauskommen”, so Lauterbach. Erst wenn das exponentielle Wachstum wieder im Griff sei, könne über Teststrategien nachgedacht werden, um in einem zweiten Schritt weiterer Lockerungen auf den Weg zu bringen. Pressekontakt: Rundfunk Berlin-BrandenburgARD-MittagsmagazinTel.: 030 – 97993 –

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Ein Jahr Corona – Und täglich grüßt das Murmeltier!

23.03.2021 – 15:25

Piratenpartei Deutschland

Mainz (ots) Als Bill Murray 1993 in der Komödie “Und täglich grüßt das Murmeltier” den gleichen Tag immer wieder erlebte, dachten viele, was für eine lustige Geschichte. Wenn wir heute nach einer erneuten “Bund-Länder-Runde” zur Corona-Strategie wieder hören, wir machen bis auf kleine Änderungen weiter wie gestern, findet dies keiner mehr lustig! Denn mit einer “Strategie” hat das Vorgehen seit einem Jahr nichts mehr gemeinsam. Dazu braucht man nur den Duden aufzuschlagen. Dort ist unter Strategie zu lesen: Genauer Plan des eigenen Vorgehens, …in dem man diejenigen Faktoren, die in die eigene Aktion hineinspielen könnten, von vornherein einzukalkulieren versucht. Die gestrigen Beschlüssen zeigen so deutlich wie nie zuvor, dass man seit einem Jahr so ziemlich alles falsch gemacht hat. Weder hat man verstanden, wie und wann ein Virus sich ausbreitet, noch wie es erfolgreich gestoppt werden muss. Über die dilettantischen Einkäufe, zuerst der Masken, dann der Tests und immer noch der Impfungen, gar nicht zu reden. Dazu Marie Salm, 1.Vorsitzende der Piratenpartei in Rheinland-Pfalz: “Wenn Merkel jetzt von einer “neuen Pandemie” und von “das Virus lässt nicht locker” spricht, fragt sich jeder: “Mit und zu wem haben die Wissenschaftler in den letzten Monaten gesprochen?” Es war doch klar, das Virus mutiert und die Mutationen werden immer gefährlicher! Diese Gefahr war JEDEM klar, zum Beispiel auch als Schulen und Kitas geöffnet wurden, als schon bekannt war, dass Kinder von den neuen Varianten wesentlich öfter betroffen waren als vorher. Da haben die Politiker ihre Ohren auf Durchzug gestellt und sind damit Schuld an der jetzigen gefährlichen Situation! Piraten haben massiv vor dieser Gefahr gewarnt.” Marie Salm weiter: “In der eigenen Familie sehe ich, dass über 80-jährige Menschen bis heute noch nicht geimpft sind, und einen Zweittermin für Ende Juni haben, werde ich wütend. So darf man mit der Gesundheit und dem Leben von Menschen nicht umgehen. Was, ausser eigener Bereicherung und einem guten Wahlergebnis interessiert heute unsere Regierungspolitiker eigentlich noch? Hier ist eine Inkompetenz zu erkennen, die neben Wut nur noch Platz für Resignation übrig lässt. Genau darauf hoffen die Politiker wohl gerade. Die niedrige Wahlbeteiligung bei der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz bestätigt leider, dass die Wähler auf diese verantwortungslose Politik mit Resignation reagieren. Ich hoffe, dies ändert sich zur Bundestagswahl im September.” Jürgen Grothof, politischer Geschäftsführer (RLP) ergänzt: “Ich muss nur Richtung USA schauen, dort geht es gerade mit der Wirtschaft aufwärts, wesentlich schneller als erwartet. Warum? Die Menschen bekamen vom Staat direkt Geld in die Hand und in den Supermärkten wurde geimpft.” “In Deutschland überlegen wir gerade, ob wir in Supermärkten vielleicht testen lassen. Welch ein Unterschied! Wer soll dies noch verstehen? Erst recht wenn wir auf die “Reisepolitik” schauen. Dort sitzen hunderte Menschen auf engem Raum über Stunden zusammen und fliegen in den Urlaub, uns wird aber verboten zu zweit im Camper zu fahren oder mit der Familie in einer Ferienwohnung Urlaub zu machen. Unverständlicher geht es wirklich nicht mehr. Vertrauen für Corona Regelungen sind so nicht zu schaffen, “es ist notwendig” nutzt sich über die Monate ab.” Da hilft jetzt weder der Mini-Lockdown über Ostern, der die Menschen nächste Woche zu einer Einkaufsorgie zwingen wird. Eben sowenig hat bisher die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft geholfen, wie die letzten Monate gezeigt haben. Schulen werden erst gar nicht erwähnt. Pressekontakt: Piratenpartei Rheinland-PfalzAnsprechpartner:Marie SalmTel: 0176 45729916E-Mail:

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Dietmar Woidke: “Die Task Force hat nicht geliefert. Ich muss es ganz einfach so sagen”

23.03.2021 – 15:04

rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin (ots) Nach den neuen Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin in der Nacht zu Dienstag hat der Ministerpräsident von Brandenburg, Dietmar Woidke (SPD), die sogenannte “Task Force” zur Beschaffung von Corona-Schnelltests scharf kritisiert. Woidke sagte am Dienstag im ARD-Mittagsmagazin: “Was ich sehr bedaure ist, dass die Task Force, die ja vor wenigen Wochen eingerichtet worden ist, nämlich genau am 3. März durch die Ministerpräsidentenkonferenz bestehend aus dem Bundesverkehrsminister und Bundesgesundheitsminister, dass die nicht geliefert hat. Ich muss es ganz einfach so sagen.” Fairerweise, ergänzt der Ministerpräsident, müsse er dazu sagen, dass “seit Anfang März überhaupt erst Schnelltests zur Verfügung stehen, die einfach im Gebrauch sind.” Deutschland brauche, wenn die drei Säulen Kita/Schule, Bürgertests und auch die Wirtschaft regelmäßig getestet würden, 40 Mill. Schnelltests die Woche. “Und die sind einfach noch nicht da”, so Woidke, “da muss die Bundesregierung dringend liefern. Es nutzt uns ja nichts, hier Erwartungen zu wecken in den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz, die hinterher nicht eingelöst werden können, weil das Material gar nicht da ist.” Außerdem bedauerte der SPD-Politiker, dass es in der Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin nicht gelungen ist, die Wirtschaft bei der Teststrategie stärker in die Pflicht zu nehmen. “Ich kann die Zurückhaltung der Wirtschaft hier nicht nachvollziehen”, sagte Woidke. “Ich erwarte, dass die Wirtschaft sich hier noch stärker beteiligt und dass die Wirtschaft auch dafür sorgt, dass die Beschäftigten, die in Präsenz arbeiten müssen, sicher sind, dass sie getestet werden und entsprechend Infektionsketten auch im Bereich der Wirtschaft aufgedeckt werden.” Dies sei einer der Punkte gewesen, die “wir intensiv diskutiert haben”, denn aus seiner Sicht müsse sich die Wirtschaft in der Pandemiebekämpfung stark einbringen. “Das eigene Interesse der Wirtschaft ist ja, dass die Pandemie gut überstanden wird und die Wirtschaft wieder unter normalen Umständen arbeiten kann”, so Woidke. “Wir wissen, dass neben dem privaten Bereich, der einen großen Anteil hat an den Infektionen in Deutschland, auch der Präsenzbereich im Bereich der Wirtschaft einen großen Anteil hat, und deshalb ist die Wirtschaft hier ganz klar in der Pflicht.” Laut Woidke wird Brandenburg die Tests verbinden mit der Kontaktnachverfolgung, “beispielsweise mit der viel diskutierten Luca-App wäre das möglich”. “Und dieses dann zusammenzunehmen, in Modellregionen das Ganze auszuprobieren, das ist der Weg, den wir gehen wollen, auch hier in Brandenburg, andere Bundesländer werden es ähnlich machen, so der Ministerpräsident.” Sein ernüchterndes Fazit nach einem Jahr Pandemie: “Wir müssen lernen, wie wir mit der Pandemie umgehen, wir werden so schnell nicht raus sein.” Pressekontakt: Rundfunk Berlin-BrandenburgARD-MittagsmagazinTel.: 030 – 97993 –

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Stiftung Warentest: Zahnversicherung Test auch 2021 nur unzureichend

19.03.2021 – 16:00

Versicherungsmakler Experten GmbH

Olching (ots) Aktueller Test sorgt bei Verbrauchern für Verunsicherung! Die Stiftung Warentest gilt bei vielen Verbrauchern als eine der ersten Anlaufstellen wenn es um die Versorgung mit Informationen rund um Finanzen geht. Einer Umfrage der Verbraucherzentrale Bundesverband zufolge genießt die Institution bei Verbrauchern in Deutschland hohes Ansehen: 98% kennen die Stiftung Warentest – 82% haben sogar starkes Vertrauen in deren Empfehlungen.* Die aktuelle Ausgabe dürfte bei Endverbrauchern allerdings eher für Verunsicherung als für Klarheit sorgen! Nicht zum ersten mal steht die Stiftung Warentest in der Kritik.** In der Ausgabe 4/2021 bewertet FINANZtest wie schon in den Vorjahren Zahnzusatzversicherungen – Experten kritisieren schon seit Jahren, dass im Test nur Leistungen für Zahnersatz bewertet werden. Andere wichtige Leistungen wie Prophylaxe und Zahnbehandlung, werden im Ranking nicht berücksichtigt. Wer als Verbraucher nach den Testnoten den günstigsten Beiträgen entscheidet, verzichtet oft auf wichtige Zusatzleistungen. Dass zum Beispiel die Kosten einer Wurzelbehandlung (bis ca. 1.500 Euro) nicht abgesichert sind, merken Verbraucher oft erst dann, wenn eine Behandlung später notwendig wird. Viele Tarife sind zu gut bewertet – woran liegt das? Bereits die Tatsache, dass von 244 getesteten Tarifen 91 die Note “Sehr Gut” erhalten haben, lässt auf eher geringe Test-Anforderungen*** schließen. Geht es nach FINANZtest, reicht es zum Beispiel aus, wenn ein Tarif alle fünf Jahre zwei Implantate und in den übrigen Jahren maximal ein Implantat erstattet. Maximilian Waizmann, Geschäftsführer des Portals www.zahnzusatzversicherung-experten.de sieht das höchst kritisch: “Wer schon mal einen Blick in das Portal 2te-zahnarztmeinung.de**** geworfen hat, erkennt schnell, dass dies eine erhebliche Einschränkung darstellt – häufig werden in der Praxis mehr als ein oder zwei Implantate auf einmal notwendig! Die Kosten solch einer Behandlung liegen schnell im 5stelligen Euro-Bereich. Aus unserer Sicht ist es nicht nachvollziehbar, dass ein Tarif mit einer derartigen Leistungseinschränkung dennoch als Testsieger ausgezeichnet werden kann!” Auch andere tarifliche Einschränkungen werden kaum negativ in die Bewertung einbezogen, zum Beispiel: – Sachkostenlisten für Material- und Laborkosten
– Keramikverblendungen im Seitenzahnbereich
– Abhängigkeit von der Vorleistung der gesetzlichen Krankenkasse “Bei großen Versicherungskonzernen sind Profis am Werk. Die Anbieter haben verschiedenste Möglichkeiten, ihre Leistungen im Kleingedruckten einzuschränken. Eine Versicherung kann in der Werbung 100% Leistung versprechen und gleichzeitig diverse Einschränkungen in die Versicherungsbedingungen einbauen. Ein Laie hat kaum eine Chance die Tragweite solcher Klauseln zu erkennen.” schätzt Maximilian Waizmann die Situation ein. “Über die Gründe kann man nur spekulieren” Doch genau solche Unterschiede sollte ein umfassender Test einer Verbraucherzeitschrift darstellen! Dieser wichtigen Aufgabe wird die Stiftung Warentest leider nicht gerecht. “Über die Gründe, warum negative Klauseln nicht zu deutlich schlechteren Testnoten führen, kann man nur spekulieren. Für ein Testsiegel mit Befriedigend oder Ausreichend möchte vermutlich kaum eine Versicherung 8.500 bis 33.000 Euro***** bezahlen.” so Zahnzusatz-Experte Waizmann. Ein weiterer wichtiger Punkt, der in einem Test kaum berücksichtigt werden kann, sind die Annahmekriterien der einzelnen Versicherungen. Je nach Zahnzustand können einzelne Angebote gar nicht verfügbar sein – oder aber nicht sinnvoll. Ein gutes Beispiel sind hier “fehlende Zähne” – wer Zahnlücken hat, sollte genau darauf achten, wie der gewünschte Versicherer damit umgeht. Die meisten Versicherungen schließen dann Leistungen für die Versorgung mit Zahnersatz aus – andere bieten die Mitversicherung gegen Risikozuschlag an. Generell sollte man trotz Testsiegel immer zwei mal hinschauen, bevor man eine Versicherung abschließt. Ein Test von Stiftung Warentest kann eine individuelle Analyse der Wünsche und Bedürfnisse, sowie der persönlichen Ausgangssituation nicht ersetzen. Über die Versicherungsmakler Experten GmbH: Die Versicherungsmakler Experten GmbH ist seit über zehn Jahren auf den Vergleich von Zahnzusatzversicherungen spezialisiert. Neben individueller Beratung bietet das Vergleichsportal Verbrauchern einen kostenlosen Online- Vergleich mit Annahme-Check und viele nützliche Ratgeber-Inhalte rund um die Themen Zahngesundheit & Zahnzusatzversicherung. Die Versicherungsmakler Experten GmbH ist als unabhängiger Versicherungsmakler tätig und erhält für die Vermittlung und Betreuung eine Vergütung. Quellen: *VZBZ Verbraucherreport 2017 **SZ Magazin “Auf dem Prüfstand” ***Zahnzusatzversicherungen im Test “91 von 244 Tarifen sind sehr gut” ****https://www.2te-zahnarztmeinung.de/zahnersatz-implantat *****RAL Logolizenz – Warentest Lizenzoptionen Pressekontakt: Daniel Mü Experten GmbH Feursstr. 5682140 Olching www.zahnzusatzversicherung-experten.de

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Gerd Kerkhoff im Live-Interview bei SAT1 / “Impfstoff-Beschaffung gehört in die Hände der Wirtschaft”

19.03.2021 – 15:14

Kerkhoff Consulting

Düsseldorf (ots) Einkaufsexperte Gerd Kerkhoff stellt der Politik in Sachen Impfstoff-Beschaffung ein blamables Zeugnis aus. Im SAT.1-Interview bezeichnete er die bisherige Versorgung mit Corona-Impfstoff als Totalversagen der Politik. Kerkhoff: “Man könnte in Schulnoten sagen – eine sechs!” Die Politik könne Gesetze auf den Weg bringen, diskutieren und formulieren. “Aber sie schafft die Umsetzung nicht”, kritisiert Kerkhoff im Live-Interview. Der Experte für Einkauf & Supply Chain Management rät dringend zu einer Task Force, bestehend aus kompetenten Unternehmerpersönlichkeiten und Wirtschaftsführern. Nur hier gebe es das notwendige Know-How für die richtige Einkaufs- und Logistikstrategie in dieser Ausnahmesituation. Sehen Sie das ganze Interview auf SAT.1 unter folgendem Link: https://ots.de/f0baao Über Kerkhoff Consulting: Kerkhoff Consulting ist Deutschlands führende Beratung für Einkauf und Supply Chain Management und wurde gerade erst aktuell vom Magazin Brand eins mit der Bestnote durch Kunden & Beraterkollegen für diesen Arbeitsbereich ausgezeichnet. 8 x Beste Berater (Brand eins), 8 x Top Consultant (Manager Magazin), 5 x Hidden Champion (Capital), 4 x Best of Consulting (Wirtschaftswoche) Pressekontakt: Kerkhoff Consulting GmbHSascha KochTel.: +49 162 4480

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AstraZeneca-Vize Hinterding zu Impfstoff-Liefermengen : “Kann nichts versprechen”

19.03.2021 – 13:26

rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin (ots) Der deutsche Vize-Chef von AstraZeneca, Klaus Hinterding, sagte am Freitag im Inforadio vom rbb zu Liefermengen des Impfstoffs: “Ich kann nichts versprechen. (…) Wir kommunzieren mit den entsprechenden Behörden transparent über Liefermengen, damit Sicherheit besteht und die zugesagten Impfungen auch verimpft werden können.” Es sei im übrigen “schwierig, definitive Zusagen zu machen, bei einem so komplexen Prozess wie der Herstellung eines Impfstoffes. (…) Dass innerhalb von zehn Monaten ein Impfstoff hochwirksam und sicher zur Bewältigung der Pandemie erforscht und auch zur Verfügung steht, das hätte vor einem Jahr niemand gedacht. Dass es dort natürlich auch mal Schwierigkeiten gibt bei der Produktion, (…) das verwundert mich überhaupt nicht”. Hinterding sagte außerdem, er sei optimistisch, dass das Vertrauen in den AstraZeneca-Impfstoff steigt. Die gestrige Empfehlung der Europäischen Arzneimittelagentur für das Vakzin stimme ihn sehr positiv: “Ich könnte mir sogar vorstellen, dass die hohe mediale Aufmerksamkeit, die die Entscheidung der EMA begleitet hat (…) vielleicht sogar dazu führt, dass so ein paar Vorurteile ausgeräumt werden und wir jetzt wieder dazu kommen können, dass dieser Impfstoff verimpft wird, damit wir aus dieser Pandemie kommen.” Link zum Nachhören des Interviews Pressekontakt: Rundfunk Berlin-BrandenburgInforadioChef/Chefin vom DienstTel.: 030 – 97993 37400Mail:

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ASB: Arbeitsentwurf der Pflegereform unzureichend

16.03.2021 – 14:15

ASB-Bundesverband

Köln/Berlin (ots) Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als einer der großen Pflegeanbieter Deutschlands hat den Arbeitsentwurf des Bundesgesundheitsministeriums für den Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Pflegeversicherung (Pflegereformgesetz) als unzureichend kritisiert. “Die Entlastung der Pflegebedürftigen durch eine Begrenzung des Eigenanteils bleibt weit hinter dem zurück, was im letzten Jahr angekündigt wurde. Eine nachhaltige Entlastung der Pflegebedürftigen kann so nicht gewährleistet werden”, sagte Dr. Uwe Martin Fichtmüller, Hauptgeschäftsführer des ASB. Er verwies darauf, dass bundesweit eine weitere Erhöhung der Eigenanteile absehbar sei – aufgrund der angestrebten und vom ASB begrüßten Zahlung von Tariflöhnen für Pflegekräfte, der Ausbildungsumlage und aufgrund der gesetzlich vorgesehenen besseren Personalausstattung in den Einrichtungen. Fichtmüller kritisierte ferner, dass der Vorentwurf eines Pflegereformgesetzes die ambulante Pflege im Vergleich zur stationären Pflege schlechter stellt. So sollen die Sachleistungen in der häuslichen Pflege erst in zwei Jahren und dann lediglich um jährlich 1,5 % steigen. “Viel zu wenig und zu spät”, so Fichtmüller, “denn im ambulanten Bereich sind die Kosten ebenfalls stark gestiegen. Die Pflegebedürftigen bekommen zu wenig Geld von der Pflegeversicherung, um ihren Bedarf an Pflege decken zu können.” Zudem sollen Leistungen der Tagespflege gekürzt werden, wenn diese in Kombination mit ambulanten Pflegesachleistungen erbracht werden. “Dies ist ein Rückschritt in die 1990er Jahre”, so Fichtmüller. “Notwendig wäre es, die teilstationäre Pflege zu stärken, denn sie garantiert gesellschaftliche Teilhabe und sichert den Verbleib in der Häuslichkeit. In der Pflege gilt der Grundsatz “ambulant vor stationär”. Ziel einer Pflegereform muss es daher sein, gerade die ambulante Pflege zu stärken und deren strukturelle Unterfinanzierung zu beenden”, betonte Fichtmüller. Bedauerlicherweise gehe der Entwurf über zahlreiche gute Ansätze und Absichten nicht hinaus und so kündige sich eine weitere vertane Chance an. Weitere Informationen finden Sie hier: www.asb.de/pflegereform Pressekontakt: Dorothee WindenLeiterin Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitArbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V.Telefon: +49 30 2325786-122Mobil: 0172 26 20 597E-Mail:

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Karliczek: Wir brauchen mehr Wissen über die langfristigen Auswirkungen der Pandemie auf unsere Gesellschaft

15.03.2021 – 11:22

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Bundesforschungsministerium fördert sozial- und geisteswissenschaftliche Forschung zu den gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) stärkt die Forschung zu den gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Gefördert werden sozial- und geisteswissenschaftliche Projekte, die die langfristigen Auswirkungen der Corona-Krise und die daraus resultierenden Herausforderungen für die Gesellschaft untersuchen. Eine entsprechende Förderrichtlinie wurde heute veröffentlicht. Insgesamt stehen über 15 Millionen Euro für Vorhaben mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren zur Verfügung. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Die Corona-Pandemie ist seit nunmehr einem Jahr eine schwere Belastung für unsere gesamte Gesellschaft. Wir werden noch viele Jahre mit den Folgen dieser Krise leben müssen. Wir sollten jetzt alles daransetzen, aus dieser Krise zu lernen und für unser künftiges Handeln die richtigen Schlüsse zu ziehen. Ich möchte, dass wir als Gesellschaft gestärkt aus dieser Krise kommen. Hierbei kann uns Forschung helfen.” Hintergrund: Das BMBF wird im Rahmen der Förderrichtlinie “Gesellschaftliche Auswirkungen der Corona-Pandemie – Forschung für Integration, Teilhabe und Erneuerung” wegweisende geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung zu den folgenden Themenfeldern fördern: 1. Familie, Generationenverhältnisse, soziales Zusammenleben;
2. Arbeitsmarkt, Arbeitsorganisationen, Erwerbsbiographien;
3. Bildungssystem und (Aus-)Bildungsverläufe;
4. Gesundheit und Herausforderungen für Gesundheitssysteme;
5. Demokratie, politische Partizipation, Vertrauen in politische Institutionen und Rolle der Medien. Forschungsprojekte sollen konkrete Lösungsansätze entwickeln. Dafür stehen mehr als 15 Millionen Euro für Vorhaben mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren zur Verfügung. Um insbesondere auch international vergleichende Aspekte der Pandemie in den Blick zu nehmen, wird in Kürze eine weitere Förderrichtlinie im Rahmen der internationalen Ausschreibung der “Trans-Atlantik Plattform für Sozial- und Geisteswissenschaften” veröffentlicht, an der das BMBF beteiligt ist. Im Rahmen der Forschungsprojekte sollen sowohl neue Krisenphänomene als auch bereits vor Ausbruch der Pandemie bestehende Herausforderungen untersucht werden, die sich im Zuge der Corona-Krise verschärft haben. Die Förderung ist offen für alle geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen, Forschungsansätze und Methoden. Eine Zusammenarbeit mit den Lebenswissenschaften, z. B. mit der Public Health-Forschung, der Versorgungs- und Präventionsforschung sowie den Gesundheitswissenschaften ist möglich. Komparative Ansätzen werden begrüßt. Weitere Informationen: Link zur Förderrichtlinie: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3457.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Hessen: “Sozialministerium ist ein Totalausfall” / Bei health tv diskutieren Politiker vor der Kommunalwahl über Corona-Management, Fachkräftemangel und Krankenhausfinanzierung

12.03.2021 – 13:20

health tv

Köln / Hessen (ots) Mit der Landesregierung Hessen geht Aguedita Afemann, Geschäftsführerin der Landesverbände der Privatkliniken in Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland hart ins Gericht. Das Land sei seiner Investitionsverpflichtung bei Krankenhäusern und Kliniken nicht so nachgekommen, wie es notwendig wäre, sagt sie in der Sendung “Wir wählen Gesundheit – Kommunalwahl in Hessen” beim Gesundheitssender health tv. Deswegen müssten Krankenhäuser aus den Betriebsmitteln Erlöse erwirtschaften, um Investitionen tätigen zu können. Das ist ein Problem, findet auch Dr. Jürgen Ries, gesundheitspolitischer Sprecher der Freien Wähler in Hessen. “Wenn sie ein Krankenhaus nicht permanent der Zeit anpassen, dann sind sie ganz schnell nicht mehr auf dem Stand der medizinischen Dinge.” Die finanziellen Mittel, die zur Verfügung gestellt werden, seien zu gering. Seit 20 Jahren vernachlässige das Land seine gesetzliche Pflicht zur Finanzierung der Investitionen in Krankenhäuser, sagt Dr. Daniela Sommer. Der Bedarf an Investitionen liege bei 430 Millionen Euro, 280 werden getätigt. “Und davon zahlt das Land ordinär 18,4 Millionen Euro.” Alles andere zahlen momentan schon die Kreise, Städte und Gemeinden, “damit die Gesundheitsversorgung aufrechterhalten werden kann und die Investitionen getätigt werden können”, so die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion. Ihr Kollege von der CDU, Dr. Ralf-Norbert Bartelt, hält dagegen: “Hessen hat die Investitionskostenzuschüsse deutlich erhöht.” Er räumt aber ein, dass sie noch weiter erhöht werden müssen. Rahmenbedingungen für Pflegekräfte ändern Neben Landeszuschüssen für Krankenhäuser wird auch über das Thema Pflegekräftemangel diskutiert. Aus der Sicht der Krankenhäuser appelliert Aguedita Afemann: “Von der Politik wünschen wir uns, dass die Anerkennung von ausländischen Pflegekräften schneller vonstatten geht. Das dauert derzeit noch viel zu lange.” Auch müsse die Politik dabei helfen, Rahmenbedingungen zu ändern. So müsse der Beruf entbürokratisiert werden. Sie wirbt auch dafür, mehr Männer für den Beruf zu gewinnen. Dr. Daniela Sommer (SPD) und Dr. Jürgen Ries (Freie Wähler) sprechen sich bei dem Thema für Personalmindeststandards aus. Dr. Ralf-Norbert Bartelt (CDU) betont: “Wir kommen nicht drumherum, um ausländische Pflegekräfte für uns anzuwerben.” Dabei müsse aber auch beachtet werden, dass dadurch in anderen Ländern nicht das Gesundheitssystem zusammenbreche. Die Bürokratie im Pflegebereich ist Yanki Pürsün, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, ebenfalls ein Dorn im Auge. Menschen aus dem Ausland, die Interesse haben, in Deutschland zu arbeiten, dürfen “nicht ein Jahr lang in der Bürokratie versinken und nicht verstehen, warum es nicht voran geht”. Sein Vorschlag: Die Anerkennung ausländischer Abschlüsse auf die Bundesländer zu verteilen, damit es schneller geht. “Wir können nicht erwarten, dass gute Pflegekräfte mal eben 18 Monate warten, dass wir mal in die Pötte kommen.” Landarztquote und Corona-Management Ein weiteres Problem, das Moderatorin Birgit Lechtermann mit ihren Gästen diskutiert, ist der Ärztemangel. Um der Unterversorgung im ländlichen Raum und in gewissen Stadtteilen in Ballungsgebieten entgegenzuwirken, befürwortet Dr. Ralf-Norbert Bartelt (CDU) die Landarztquote, die ab 2022 gelte. Damit kann sich die FDP gar nicht anfreunden. Jungen Menschen Auflagen zu machen, ohne, dass sie wissen, was auf sie zukommt, sei nicht das richtige Mittel. Mehr noch: “Aus unserer Sicht ist das verfassungswidrig”, sagt Yanki Pürsün (FDP). Die bessere Lösung sei, den ländlichen Raum attraktiver für Ärztinnen und Ärzte zu machen. Beim Thema Corona-Management übt Dr. Jürgen Ries (Freie Wähler) heftig Kritik: “Ich frage mich die ganze Zeit, wo eigentlich die Landesregierung ist.” Eine koordinierende Funktion vom Sozialministerium könne er in keiner Weise erkennen. “Für mich ist das ein Totalausfall.” Beruflich habe er mit drei Gesundheitsämtern zu tun, wo unterschiedliche Regeln gelten, was Quarantäne oder Teststrategien betrifft: “Ich bin der Anwender dieser Regeln und ich blicke selber nicht mehr durch, was gerade gilt.” Weitere Sendung mit Politikern aus Baden-Württemberg. Nach der Sendung zur Lage in Hessen geht die Talkreihe “Wir wählen Gesundheit” am Samstag, 13. März, um 19 Uhr einer weiteren Sendung zur Landtagswahl in Baden-Württemberg in die nächste Runde. Dann wirft health tv einen Blick auf die allgemeine Lage in dem Bundesland. Hinweise zur Sendung Die Sendung zur Lage in Hessen wird im TV am Freitag, 12. März, ab 19 Uhr auf health tv ausgestrahlt. Im Netz kann die Sendung unter folgendem Link angeschaut werden: https://ots.de/NKetFI Alle Sendungen von “Wir wählen Gesundheit” sind auch in der Mediathek auf www.healthtv.de abrufbar. Über die German health tv GmbH Health tv ist Europas einziger multimedialer Anbieter von Gesundheitsinhalten mit einer TV-Sendelizenz. Die wirtschaftlich unabhängige 100%-Tochter einer Klinikkette genießt als redaktionell neutrales und unabhängiges Medium eine hohe Glaubwürdigkeit. Inhalte sind weltweit per Social-Media- und Streamingdienste, via Satellit (Astra) oder deutschlandweit per Kabelnetz zugänglich. B2B-Kommunikation kann auch über geschlossene Kanäle erfolgen. Kontakt für Rück- und Presseanfragen: German health tv GmbH – Chefredaktion KölnJakob-Kaiser-Straße 1350858 KölnTel.: 02 21 – 88 88 34 -17E-Mail:

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Reha-Bremsen müssen gelöst werden

12.03.2021 – 11:11

Bundesverband Deutscher Privatkliniken e.V.

Berlin (ots)- Massiver Ausgabenrückgang für Reha und Vorsorge bei den Krankenkassen
– Trotz gesetzlichem Auftrag immer noch kein Corona-Zuschlag für Reha-Einrichtungen
– BDPK fordert sofortiges Handeln von Politik und Krankenkassen Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) für Reha- und Vorsorgemaßnahmen sind im vergangenen Jahr massiv zurückgegangen. Nach den jetzt vom Bundesministerium für Gesundheit (BMG) veröffentlichten vorläufigen Finanzergebnissen für 2020 hat die GKV für Reha und Vorsorge 580 Mio. Euro weniger ausgegeben als 2019. Das entspricht einem Minus von 15,2 Prozent. Der Bundesverband Deutscher Privatkliniken (BDPK), der die Interessen der 600 deutschen Reha- und Vorsorgeeinrichtungen in privater Trägerschaft vertritt, warnt vor dramatischen Folgen für die Gesundheit von chronisch Kranken und Reha-Bedürftigen: “Bei der Reha zu sparen, ist kurzsichtig und deplatziert. Wer heute keine Reha bekommt, wird morgen ein Pflegefall oder erwerbsunfähig,” mahnt BDPK-Hauptgeschäftsführer Thomas Bublitz. Den betroffenen Menschen würden dadurch Lebensperspektiven entzogen und die Sozialsysteme unnötig belastet. Auch für die Einrichtungen selbst ist die Entwicklung bedrohlich: Sie bekommen zwar einen Mindererlös-Ausgleich in Höhe von 50 Prozent aus dem Rettungsschirm der Bundesregierung, das deckt aber bei weitem nicht ihre Kosten und mittlerweile steckt die Mehrzahl der Reha- und Vorsorgeeinrichtungen in ernsthaften wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Besserung ist nicht in Sicht, denn die Belegungsrückgänge haben in den ersten Monaten dieses Jahres weiter zugenommen und der Rettungsschirm läuft Ende März aus. Zudem ist der von den Krankenkassen zu zahlende Corona-Zuschlag für pandemiebedingte Mehrkosten in den Kliniken für Reha und Vorsorge immer noch nicht angekommen – obwohl dieser bereits im November 2020 gesetzlich beschlossen wurde. Die Krankenkassen verweigern die dazu erforderlichen Verhandlungen mit den Kliniken oder deren Verbänden wegen angeblich zu unkonkreter gesetzlicher Grundlagen. Thomas Bublitz: “Der Gesetzgeber wollte die Existenz der Reha- und Vorsorgeeinrichtungen sichern, dem widersetzen sich die Krankenkassen. Sie müssen jetzt endlich den Corona-Zuschlag verhandeln und auch zur Auszahlung bringen. Diese Verantwortung trifft die Kassen umso stärker, wenn man ihre Einsparungen von einer halben Milliarde Euro für nicht erbrachte Leistungen sieht. Das darf der Gesetzgeber nicht mehr hinnehmen und muss die Bremsen lösen!” # Hintergrund-Informationen – Wirksamkeits-Studien belegen, dass die Reha Arbeitsunfähigkeitstage und Krankenhausausgaben erheblich senkt und der Renteneintritt verzögert wird.
– Der Anteil der Reha- und Vorsorgeleistungen an den GKV-Gesamtausgaben betrug 2019 nur 1,5 Prozent. Das Ausgabenminus von 15,2 Prozent bedeutet, dass 2020 rund 120.000 Patienten weniger als 2019 eine Reha- und Vorsorgemaßnahme bekommen haben.
– Auch die Rentenversicherung meldet einen erheblichen Antragsrückgang für Reha-Maßnahmen. Von 2019 zu 2020 ging die Antragzahl um 15 Prozent zurück – und die Lage spitzt sich weiter zu: Im Januar 2021 betrug der Rückgang 38 Prozent.
– Die Gründe für den Rückgang der Reha-Patientenzahlen sind pandemiebedingt: Es gibt weniger Patienten, die im Anschluss an einen planbaren Eingriff im Akutkrankenhaus eine Rehabilitation absolvieren. Wegen der Hygiene- und Abstandsregeln können die Einrichtungen weniger Patienten aufnehmen. Hinzu kommt die Zurückhaltung der Patienten, derzeit medizinische Eingriffe oder Rehabilitationsmaßnahmen durchführen zu lassen.
– Der “Minderbelegungszuschlag” zum teilweisen Ausgleich der pandemiebedingten Belegausfälle in Reha- und Vorsorgeeinrichtungen endet am 31.03.2021. Eine Nachfolgeregelung muss zügig getroffen werden! Der BDPK hat dies bereits mehrfach angemahnt.
– Der Corona-bedingte Mehraufwand und Mindererlösausgleich für Reha- und Vorsorgeeinrichtungen (durch die Hygiene- und Schutzmaßnahmen an Zeit, Material und Personal) soll nach dem 3. Bevölkerungsschutzgesetz vom 18.11.2020 für den Zeitraum vom 01.10.2020 bis 31.03.2021 durch die Krankenkassen ausgeglichen werden. Pressekontakt: Katrin Giese, Pressesprecherin des Bundesverbandes Deutscher Privatkliniken e.V.Friedrichstraße 60, 10117 BerlinTel.: 030 – 2 40 08 99 – 0; mailto: www.bdpk.de

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Von O bis O und rückenfroh / So gelingt der Reifenwechsel schmerzfrei

10.03.2021 – 15:23 <p class=”customer”> <a class=”story-customer” title=”weiter zum newsroom von Aktion Gesunder Rücken e. V.” href=”https://www.presseportal.de/nr/104263″>Aktion Gesunder Rücken e. V.</a> </p> <i><a data-category=”citylink-story-view” data-action=”click” data-label=”Citylink in Meldungsansicht” class=”story-city event-trigger” href=”https://www.presseportal.de/regional/Bremerv%F6rde” title=”News ausBremervörde “>Bremervörde</a> (ots)</i> Die Zeit Von Oktober bis

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Endlich Mut zur Pflegewende! / Zum Auftakt der Wahljahrs 2021 legt der Bundesverband wir pflegen e.V. Lösungen zur Entlastung und Stärkung pflegender Angehöriger vor

10.03.2021 – 10:00

wir pflegen e. V.

Berlin (ots) Soziale und finanzielle Absicherung für pflegende Angehörige, Entlastung der häuslichen Pflege und mehr Mitspracherechte in den pflegepolitischen Prozessen. Das fordert der Bundesverband wir pflegen e.V. in seinem Positionspapier “Mit uns, nicht über uns”. In Deutschland werden über achtzig Prozent aller Pflegebedürftigen im häuslichen Umfeld gepflegt, zum Großteil ausschließlich von Angehörigen. Über 5 Mio. Menschen sorgen für pflegebedürftige Nahestehende aufgrund von Alter, Unfall, Krankheit oder Behinderung. Seit Jahren belegen zahlreiche Studien den kräftezehrenden Einsatz und die hohe physische und psychische Belastung von Angehörigen in der häuslichen Pflege. “Die Corona-Pandemie hat die bereits prekäre Situation der häuslichen Pflege zum Brennpunkt der Pflegepolitik gemacht. Dort passiert zu wenig, um pflegende Angehörige wirksam zu unterstützen”, sagt Frank Schumann, Vorstandsmitglied bei wir pflegen e.V. “Die Wähler erwarten von allen demokratischen Parteien ein Bekenntnis zu einer gerechten und solidarischen Pflegewende. Eine grundlegende Reform der Pflegeversicherung ist eine notwendige gesellschaftliche Investition in die Pflege.” Weniger Bürokratie, mehr Selbstbestimmung Um für die Zukunft eine bedarfsgerechte Versorgung sicherzustellen und pflegende Angehörige zu entlasten, fordert wir pflegen e.V. den Ausbau der Kurzzeit-, Tages- und Nachtpflege und mehr Flexibilität in der Verwendung bestehender Angebote. Einen wichtigen Lösungsansatz sieht wir pflegen e.V. in der Einführung eines Entlastungsbudgets, bestehend aus den Leistungen der Kurzzeit-, Verhinderungs- und Tagespflege sowie dem Entlastungsbetrag und der Pflegehilfsmittelpauschale – ohne Kosteneinsparungen durch die Hintertür. Zur sozialen und finanziellen Absicherung fordert wir pflegen e.V. zudem den Schutz vor Altersarmut und bessere Rahmenbedingungen zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf, zum Beispiel durch einen Lohnersatz, wie beim Elterngeld. “Pflegende Angehörige leisten eine Mammutaufgabe im Pflegealltag. Wer pflegt hat keine Zeit für den hohen bürokratischen Aufwand. Die unterschiedlichen Leistungstöpfe, Kombinationsmöglichkeiten, Fristen, Antrags- und Dokumentationspflichten überfordern viele Angehörige”, fasst Frank Schumann die Herausforderungen zusammen. Größere Mitspracherechte Gute Pflege muss der Gesellschaft etwas Wert sein, betont wir pflegen e.V., und sieht dabei Bund, Länder und Kommunen gemeinsam in der Pflicht. “Die oft prekäre Situation in der häuslichen Pflegeunterstützung kann sich nur verbessern, wenn die Stimmen der pflegenden Angehörigen in der gesamten bundesweiten, länderspezifischen und kommunalen Pflegeplanung vertreten sind”, heißt es in dem Papier. Das Positionspapier steht hier zum Download bereit. Pressekontakt: Pressekontaktwir pflegen – Interessenvertretung und Selbsthilfe pflegender Angehöriger e.V.Kommunikation Sabina Strunk Telefon: 0152.28576840E-Mail: SchumannE-Mail:

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Alena Buyx mahnt zu Tempo beim Impfen, Testen und in Digitalisierung

07.03.2021 – 10:11

rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin (ots) Vorteile für Geimpfte!? “Impfen, impfen, impfen” und “testen, testen, testen” fordert die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Prof. Dr. Alena Buyx in einer Diskussionsrunde am Freitagabend im rbb. Dafür gebe es auch “ethische Gründe”, denn das seien “die beiden Mittel, mit denen wir diese Pandemie überwinden werden”. Moderator Volker Wieprecht ging der Frage nach, welche Wege in diesem Stadium der Pandemie zurück in ein Leben mit den angestammten Freiheitsrechten führen können. “Ich glaube, wir brauchen jetzt echt einen organisatorischen Ruck” mit mehr Pragmatismus und Tempo”. Und Alena Buyx ergänzt, man müsse jetzt außerdem an “der Digitalisierungsfront richtig draufhauen”, um bei der Pandemiebekämpfung erfolgreich sein zu können. Solange noch kein Impfangebot für alle zur Verfügung steht, sieht die Vorsitzende des Ethikrats auch Alternativen für einen gerechten Zugang zu den alltäglichen Freiheiten: “Da kann man dann darüber nachdenken, ob man Geimpfte, Getestete und Genesene belastbar gleichstellt.” Diese Position wird auch von Antje Kapek (Bündnis 90/Die Grünen) und Wolfgang Kubicki (FDP) unterstützt. Der Bundestagsvizepräsident findet wieder einmal deutliche Worte der Kritik an der derzeitigen Situation: “Unvermögen der Regierung und Unwissenheit rechtfertigen keine Grundrechtseingriffe, definitiv nicht.” Die ganze Sendung “rbb spezial – DER TALK: “Vorteile für Geimpfte!?” steht ab Samstag, den 06.03.21 ab 11.00 Uhr auf rbb24 als video-on-demand bereit. Pressekontakt: Rundfunk Berlin-Brandenburgrbb spezial – DER TALKTel.: +49 (0)30 979 93-24322Ihr Rundfunkbeitrag für gutes Programm.

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ASB fordert: Pflegebedürftige entlasten, Eigenanteil deckeln

05.03.2021 – 11:02

ASB-Bundesverband

Köln/Berlin (ots) Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) als einer der größten Pflegeanbieter Deutschlands mahnt die Bundesregierung, zügig einen Gesetzentwurf für eine Pflegereform vorzulegen, damit diese noch vor der Bundestagswahl verabschiedet werden kann. Der ASB drängt insbesondere auf eine Begrenzung der so genannten Eigenanteile für Pflegebedürftige in der Pflege. Hier sieht der ASB schon seit langem erheblichen Handlungsbedarf. ASB-Hauptgeschäftsführer Dr. Uwe Martin Fichtmüller erklärt: “Eine bessere Bezahlung von Pflegekräften und eine gute Personalausstattung dürfen nicht allein zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen. Pflege darf nicht erneut zum Sozialhilferisiko werden. Deshalb brauchen wir die Pflegereform und die überfällige Begrenzung der Eigenanteile jetzt, damit diese noch vor der Bundestagswahl verabschiedet werden kann.” In der stationären Pflege hat sich der durchschnittliche Eigenanteil im Bundesgebiet von monatlich 593 Euro im Januar 2018 auf 831 Euro im Januar 2021 erhöht. Regional haben sich die Eigenanteile teilweise sogar deutlich stärker erhöht: In Brandenburg stiegen sie von 506 Euro im Januar 2018 auf 784 Euro im Januar 2021 (Quelle: vdek). Dies ist eine Steigerung um 278 Euro bzw. um 55 Prozent innerhalb von drei Jahren. Bundesweit sind weitere Erhöhungen der Eigenanteile absehbar. Sie folgen aus der angestrebten Zahlung von Tariflöhnen für Pflegekräfte und der geplanten schrittweisen Einführung eines Personalbemessungsverfahrens, welches zu einer verbesserten Personalausstattung führen soll. “Umso wichtiger ist jetzt eine Deckelung der Eigenanteile, damit nicht immer mehr Pflegebedürftige auf die Hilfe zur Pflege angewiesen sind”, sagt Dr. Uwe Martin Fichtmüller. Hintergrund: Was ist der Eigenanteil? Die Pflegeversicherung ist nicht als Vollversicherung ausgelegt. Sie zahlt nur einen bestimmten Festbetrag für verschiedene Pflegeleistungen entsprechend dem jeweiligen Pflegegrad. Die Differenz zu den tatsächlichen Pflegekosten müssen insbesondere die Pflegebedürftigen, die in einem Pflegeheim leben, selbst aufbringen. Der Betrag, den die Pflegeversicherung entsprechend des jeweiligen Pflegegrads bezahlt, reicht von 770 Euro bei Pflegegrad 2 bis zu 2.005 Euro bei Pflegestufe 5. Da dieser Betrag nicht ausreicht, um alle Pflegekosten in einem Pflegeheim zu decken, müssen pflegebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner pro Monat im Bundesdurchschnitt 831 Euro aus der eigenen Tasche zahlen. Weitere Informationen finden Sie hier: www.asb.de/pflegereform Pressekontakt: Dorothee WindenLeiterin Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitArbeiter-Samariter-Bund Deutschland e. V.Telefon: +49 30 2325786-122Mobil: 0172 26 20 597E-Mail:

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Frankfurt: Eine Sozialambulanz für die Drogenszene / Kommunalpolitiker sprechen bei health tv über einen neuen Frankfurter Weg in der Drogenpolitik und “Allianz für Care-Berufe”

05.03.2021 – 07:02

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Köln (ots) Keine offene Szene, Mikro-Deals in Einrichtungen, leichterer Zugang zu Drogenersatzstoffen – die CDU Frankfurt will einen neuen Frankfurter Weg in Sachen Drogenpolitik einschlagen und schaut dabei mit einem Auge nach Zürich. Deren Konzept haben sich die Frankfurter Christdemokraten angeschaut, sagt Verena David, gesundheitspolitische Sprecherin der CDU, in der Sendung “Wir wählen Gesundheit – Kommunalwahl in Hessen” beim Gesundheitssender health tv. Mit einem neuen Konzept soll die Drogenszene in Frankfurt in die Hilfseinrichtungen vor Ort verlagert werden. Sie plädiert für längere Öffnungszeiten, soziale Integration von Suchtkranken und die Einführung einer sogenannte Sozialambulanz. So wolle man die Sicherheit auf der Straße und die Gesundheit von Suchtkranken verbessern. Umsonst ist das nicht. “Das kostet Geld und Personal”, betont Verena David. Das Thema Finanzierung ist ein wichtiger Punkt in der Gesundheitspolitik. Hier habe gerade die Corona-Pandemie Lücken aufgezeigt, findet Roland Frischkorn (SPD). “Es hat uns allen gezeigt – nicht nur in Frankfurt – Gesundheitspolitik wurde über Jahre vernachlässigt und einfach nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten gesehen.” Zwar sei wirtschaftliches Denken wichtig, “aber es kommt auch darauf an, dass die gesundheitliche Grundversorgung sichergestellt wird”, sagt der Sozialpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Am Beispiel Ärztemangel werde deutlich, dass das System an allen Ecken und Enden hakt. Ärztemangel: Kassenärztliche Vereinigung gefordert Um die Situation zu verbessern sei es an der Politik, Druck auf die Kassenärztliche Vereinigung (KV) auszuüben, findet Grünen-Vorstandssprecherin Beatrix Baumann. Die KV ist für die ambulante medizinische Versorgung durch Ärztinnen und Ärzte zuständig. Das Problem: “Wenn ein Arzt, eine Ärztin bei uns eine Zulassung bekommt, eine Praxis zu eröffnen, dann dürfen sie das in einem Radius von zwei Kilometern machen”, so Baumann. Für Frankfurt heißt das, Ärzte sammeln sich in der Innenstadt, weil da die meisten Patienten zu erwarten sind. Deswegen gingen Ärzte nicht in kleinere Stadtteile, weil es sich dort wirtschaftlich weniger lohnt. “Wir haben von der KV gefordert, dass sie neue Modelle ausprobieren”, sagt Baumann und schlägt mobile Modelle vor, bei denen ein Arzt ein oder zwei Mal die Woche in einem Stadtteil Sprechstunden anbietet. Das sei ein Problem, was sich lösen lasse, findet Baumann. “Da muss die KV mehr Fantasie entwickeln.” Dass Versorgungsgebiete anders zugeschnitten werden, dafür plädiert Verena David (CDU). “Da muss die KV Änderungen vornehmen.” Besonders im Bereich der Kinderärzte sei das nötig. Digitalisierung soll Entlastung bringen Moderatorin Birgit Lechtermann spricht mit ihren Gästen auch über das Thema Digitalisierung im Gesundheitsbereich. Die elektronische Patientenakte sieht Verena David (CDU) als einen riesigen Vorteil für die Patienten selbst. Die Digitalisierung soll aber auch in den Krankenhäusern Entlastung bringen. 4,3 Milliarden Euro stellt der Bund dafür bereit. Roland Frischkorn (SPD) sieht dabei die Angestellten im Gesundheitswesen ein wenig auf der Strecke. Er will sich dafür stark machen, dass Beschäftigte im Gesundheitswesen mehr in Entscheidungen mit einbezogen werden. “Wer eine gute Gesundheitsversorgung will, muss sich auf das Personal – und das sind die Pflegekräfte und die Ärzt*innen – zu 100 Prozent oder sogar noch mehr verlassen können.” Deswegen muss es Verbesserungen nicht nur auf finanzieller Ebene, sondern auch in Bereich Freizeit geben, etwa durch andere Schichtmodelle. Helfen könnte dabei eine “Allianz der Care-Berufe”, wie es sie schon in Hamburg gibt, findet Beatrix Baumann (Grüne). Sinn dieser Allianz sei es, alle Akteure an einen Tisch zu bekommen, um die Situation in den Care-Berufen zu verbessern. Ziele seien gemeinsame Arbeitsbedingungen und Standards, auch was die Ausstattung betrifft, sowie Ausbildungsprojekte, Fortbildung und Perspektiven für die Menschen in den Berufen, sich weiter zu entwickeln. Weitere Sendungen mit Politikern aus Stuttgart und den Bundesländern Nach der Sendung Frankfurt geht die Talkreihe “Wir wählen Gesundheit” am Samstag, 6. März, um 19 Uhr mit einer weiteren Sendung zur Landtagswahl in Baden-Württemberg in die nächste Runde. Dann ist health tv zu Gast in Stuttgart. Am 12. und 13. März wird ein Blick auf die allgemeine Lage in den beiden Bundesländern geworfen. Hinweise zu den Sendungen Die Sendungen zu wird im TV am Freitag, 5. März, ab 19 Uhr auf health tv ausgestrahlt. Alle Sendungen von “Wir wählen Gesundheit” sind zur TV-Erstausstrahlung auch in der Mediathek auf www.healthtv.de abrufbar. Über die German health tv GmbH Health tv ist Europas einziger multimedialer Anbieter von Gesundheitsinhalten mit einer TV-Sendelizenz. Die wirtschaftlich unabhängige 100%-Tochter einer Klinikkette genießt als redaktionell neutrales und unabhängiges Medium eine hohe Glaubwürdigkeit. Inhalte sind weltweit per Social-Media- und Streamingdienste, via Satellit (Astra) oder deutschlandweit per Kabelnetz zugänglich. B2B-Kommunikation kann auch über geschlossene Kanäle erfolgen. Pressekontakt: Kontakt für Rück- und Presseanfragen:German health tv GmbH – Chefredaktion KölnJakob-Kaiser-Straße 1350858 KölnTel.: 02 21 – 88 88 34 -17E-Mail:

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Karliczek: Neues Leibniz-Zentrum in Jena revolutioniert die Diagnostik und Behandlung von Infektionskrankheiten

02.03.2021 – 12:27

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Kampf gegen Infektionskrankheiten mit optischen Technologien: BMBF fördert neues Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung mit einzigartiger Infrastruktur Im März startet das Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung (LPI) in Jena mit dem Aufbau innovativer lichtbasierter Technologien für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, die beispielsweise durch Corona-Viren oder multiresistente Keime verursacht werden. In den kommenden Jahren werden parallel zur technologischen Infrastruktur die Managementstrukturen aufgebaut und die Planung für den Bau vorangetrieben. Das LPI wird bis zur Fertigstellung des Baus mit insgesamt 124 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Der Spatenstich soll im Frühjahr 2024 erfolgen – die Fertigstellung ist für 2027 geplant. Bis dahin werden bereits in fünf zusammenhängenden Projekten neuartige spektraloptische, bildgebende Technologien und chipbasierte Methoden etabliert. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Unsere gemeinsamen Anstrengungen gegen die Corona-Pandemie zeigen uns immer wieder, welche Innovationskraft im Forschungsstandort Deutschland steckt. Das Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung wird mit Hilfe optischer Verfahren neue Wege in der Diagnostik und Behandlung von Infektionskrankheiten gehen, die zu deren Bekämpfung dringend benötigt werden. Von diesen wichtigen Entwicklungen für den Medizinstandort Deutschland werden viele Patientinnen und Patienten profitieren. Mit dem LPI schaffen wir zudem den Rahmen für das weltweit bisher einzigartige Zusammenspiel von exzellenter photonischer Forschung und innovativer Technik für modernste diagnostische Methoden und der direkten therapeutischen Anwendung am Patienten. Ich freue mich sehr, dass das Jenaer Zentrum nun in einem ersten von fünf Projekten innovative Bildgebungsplattformen etabliert, die Licht als Werkzeug zur Diagnostik von Infektionskrankheiten nutzen. Diese auf Künstlicher Intelligenz basierenden optischen Technologien fördern wir in diesem ersten Projekt mit rund 14 Millionen Euro.” Prof. Dr. Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-IPHT und Sprecher des LPI, fügt hinzu: “Wir ergänzen State-of-the-Art-Technologien um neue photonische Verfahren, die es so heute noch nicht gibt. Den Nutzenden aus Wissenschaft und Wirtschaft steht somit das breite Spektrum einzigartiger lichtbasierter Methoden in Kombination mit sämtlichen verfügbaren Technologien zur Verfügung, um Lösungen für biomedizinische Fragestellungen umzusetzen. Wir rücken exzellente Forschung, Technologieentwicklung sowie den klinischen Alltag enger zueinander. So wird es das LPI auch kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglichen, schneller zu standardisierten Ergebnissen zu kommen. Denn es muss nicht jede kleine Firma das Rad neu erfinden.” Hintergrund: Das BMBF fördert das LPI zu 100 Prozent im Rahmen der Nationalen Roadmap für Forschungsinfrastrukturen mit insgesamt 124 Millionen Euro bis zur Fertigstellung des Baus. Partner des LPI sind das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), das Universitätsklinikum Jena (UKJ), die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI). Mit dem aktuell begonnenen Projekt und einer Förderung von 13,7 Millionen Euro startet das LPI nun mit der Erforschung und Umsetzung photonischer Basistechnologien – also Methoden und Prozessen, welche Licht als Werkzeug nutzen – für das Zentrum. Diese bereits anwendungsnahen Lösungsansätze werden an den medizinischen Bedarf angepasst. Die diagnostischen Werkzeuge erlauben eine schnelle, zuverlässige und kultivierungsfreie Identifizierung der Erreger, der Resistenz sowie der Immunantwort. Parallel zu den inhaltlichen Aktivitäten beginnt die Planung des Baus durch das Universitätsklinikum Jena. Die Basistechnologien bilden künftig zusammen mit neuesten kommerziellen Technologien die herausragende Infrastruktur des LPI am Wissenschaftsstandort Jena. Das LPI wird für Forschung, Industrie und Medizin offenstehen. Die Entwicklung soll von der angewandten Forschung bis zur Marktreife reichen. Durch diesen umfassenden Ansatz können Lösungen für die Diagnose, Überwachung und Therapie von Infektionskrankheiten effizient in den medizinischen Alltag überführt werden. Das Ziel ist, dass dadurch wegweisende Erkenntnisse aus dem Labor schneller bei den Menschen ankommen. Als national und international offene Nutzerplattform für neuartige photonische Lösungen für die Infektionsforschung soll das LPI dazu beitragen, Forschungsergebnisse effizienter umzusetzen und Entwicklungszeiten zu verkürzen. Diagnoseverfahren und Therapien sollen so schneller verfügbar werden und damit früher zur Bekämpfung der Infektionen bei Patientinnen und Patienten ankommen. Weitere Informationen: www.lpi-jena.de Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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DEKV: Minister Laumann setzt mit dem Förderprogramm hebammengeleiteter Kreißsaal in Nordrhein-Westfalen das richtige Signal

02.03.2021 – 12:05

Deutscher Evangelischer Krankenhausverband e. V. (DEKV)

Berlin (ots) Unterstützung von bis zu 25.000 Euro für Aufbau und Implementierung möglich Der hebammengeleitete Kreißsaal ist ein geburtshilfliches Konzept, das den ärztlich geleiteten Kreißsaal ergänzt und zugleich dem Wunsch werdender Eltern nach einer möglichst selbstbestimmen und natürlichen Geburt entgegenkommt. Diese durch eine erfahrene Hebamme betreute Form der Entbindung kann gesunden Schwangeren angeboten werden, deren Schwangerschaft unauffällig verlaufen ist und bei denen eine unkomplizierte Geburt erwartet wird. Die Nähe zu einem ärztlich geleiteten Kreißsaal garantiert eine rasche Intervention, sollte es trotz aller Vorsicht unter der Geburt zu Komplikationen kommen. Die Sicherheit dieses Konzepts belegt die vom Universitätsklinikum Bonn durchgeführte und vom Land Nordrhein-Westfalen (NRW) geförderte Studie GEscHIcK. Um das Modell in NRW weiter zu etablieren und landesweit auszuweiten, unterstützt das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales Krankenhäuser mit einer geburtshilflichen Abteilung beim Aufbau und der Implementierung eines hebammengeleiteten Kreißsaals mit bis zu 25.000 Euro. Gefördert werden beispielsweise Schulungen, Workshops und Prozessmanagement. Das Programm läuft vom 1. April 2021 bis 31. Dezember 2022. Förderanträge müssen bis zum 2. November 2021 eingereicht werden. Zusätzlich fördert das Land NRW die Krankenhäuser mit 100 Millionen Euro über Einzelförderung bei Vorhaben zur Stärkung der geburtshilflichen Versorgung und zur Versorgung von Kindern und Jugendlichen im Krankenhaus im Jahr 2021. Verbunden mit einem hebammengeleiteten Kreißsaal steigen für die Krankenhäuser die Möglichkeiten einer Einzelförderung durch das Land NRW im Förderschwerpunkt “Stärkung der geburtshilflichen Versorgung”. Evangelische Krankenhäuser stellen 30 Prozent der hebammengeleiteten Kreißsäle in NRW “Von den neun hebammengeleiteten Kreißsälen in NRW sind drei – Florence Nightingale in Düsseldorf, Evangelisches Krankenhaus St. Johannis Stift in Paderborn und Evangelisches Krankenhaus Oberhausen – in evangelischer Trägerschaft. Für einen guten Start ins Leben verbinden unsere Häuser mit diesem Konzept die Kompetenz der Hebammen für eine natürliche Geburt mit der Sicherheitsinfrastruktur einer Geburt im Krankenhaus. Auf Basis unserer guten Erfahrungen mit diesem Konzept begrüßen wir das Förderprogramm und freuen uns, dass der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann hier wichtige und richtige Anreize setzt”, erklärt Christoph Radbruch, Vorsitzender des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes (DEKV). Zusatzentgelt für erhöhten organisatorischen und personellen Aufwand “Mehr als jedes zehnte Baby kommt in einem der 67 evangelischen Krankenhäuser mit Geburtshilfe zur Welt. Dabei stellen hebammengeleitete Kreißsäle ein Alleinstellungsmerkmal für das Krankenhaus dar. Zugleich unterstreichen sie die Kompetenz der Hebammen, die in Deutschland inzwischen eine akademische Ausbildung absolvieren. Für die Krankenhäuser stellt dieses Konzept jedoch auch einen erhöhten organisatorischen und personellen Aufwand dar: Für die Sicherheit von Mutter und Kind muss der Geburt im hebammengeleiteten Kreißsaal sowohl eine sorgfältige Untersuchung als auch ein ausführliches Beratungsgespräch vorausgehen. Darüber hinaus sieht das Konzept vor, dass ein Mediziner die Geburt im selben Kreißsaal fortsetzen kann, sollte es trotz aller Vorsicht unter der Geburt zu Komplikationen kommen. Aus Sicht des DEKV sollte dieser erhöhte Aufwand in Form eines Zusatzentgelts über die DRG-Fallpauschale hinaus vergütet werden”, betont Radbruch. Aktuelle DEKV-Landkarte Diakonische geburtshilfliche Versorgung Pressekontakt: Medizin & PR GmbH – GesundheitskommunikationBarbara Kluge | Eupener Straße 60, 50933 KölnE-Mail: | Tel.: 0221 / 77543-0Melanie Kanzler | VerbandsdirektorinE-Mail: | Tel.: 030 80 19 86-11

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Intensivmediziner Marx kündigt “Triathlon” an: Müssen Impfwelle vor Infektionswelle bringen

02.03.2021 – 11:08

PHOENIX

Bonn/Aachen (ots) Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) hat erneut vor vorschnellen Lockerungen der Corona-Maßnahmen gewarnt und eindringlich zum weiteren Durchhalten appelliert. “Die nächsten drei Wochen bis Anfang April sind wirklich entscheidend, damit wir eine dritte Welle deutlich reduzieren, beziehungsweise vielleicht sogar fast ganz verhindern”, mahnte der Präsident der Vereinigung Prof. Gernot Marx im phoenix-Interview. Dies könne nur durch intensives Impfen und eine Beibehaltung der Lockdown-Maßnahmen erreicht werden. Es sei wichtig, die Corona-Maßnahmen fortzuführen, erklärte Marx, “weil wir die Impfwelle vor die Infektionswelle bringen müssen”. Deutschland habe nun einen “Triathlon” zu bewältigen: “Wir müssen das Virus weiter durch die Lockdown-Maßnahmen in der Ausbreitung der Mutationen behindern. Wir müssen möglichst viel Impfen, plus weiter darauf achten, dass wir den Reproduktionswert auf jeden Fall unter 1,2 halten. Mit diesen drei Maßnahmen werden wir es schaffen, eine dritte Welle zu verhindern oder deutlich zu reduzieren”, sagte der Intensivmediziner und Leiter der Uniklinik RWTH Aachen. Marx äußerte sich zuversichtlich, dass es mit dem Impfen nun vorangeht. Die Informationen deuteten darauf hin, dass Deutschland bereits im März und April viele Impfdosen bekäme. Außerdem würden bald weitere Impfstoffe wie der von Johnson & Johnson zugelassen werden. “Von daher gehen wir davon aus, dass wir bald wirklich sehr, sehr viele Impfdosen für die Bevölkerung zur Verfügung haben werden”, versicherte Marx. Pressekontakt: phoenix-KommunikationTelefon: 0228 / 9584 : phoenix_de

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Brandenburgs Gesundheitsministerin Nonnemacher sieht gestiegene Nachfrage nach dem AstraZeneca-Impfstoff

02.03.2021 – 10:26

rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin (ots) Brandenburgs Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Grüne) berichtet von einer gestiegenen Nachfrage nach dem Impfstoff von AstraZeneca. Am vergangenen Freitag habe man über 11.000 Termine online freigegeben für eine Impfung mit dem Mittel von AstraZeneca. Die seien so gut wie ausgebucht, sagte die Grünen-Politikerin am Dienstagmorgen im Inforadio vom rbb. Am Dienstag sollen die nächsten 17.000 Termine freigeschaltet werden, unter anderem für Lehrer und Kitapersonal. Das sei ein gutes Signal, so Nonnemacher. “Wir merken, dass das Interesse zunimmt und viele auch sagen, Hauptsache ich kann geimpft werden.” Inzwischen gebe es aus Großbritannien auch ermutigende Daten zum Einsatz von AstraZeneca bei älteren Menschen, so Nonnemacher. Deswegen erwartet die Brandenburger Gesundheitsministerin, dass die Altersbeschränkung für das Mittel von AstraZeneca in Deutschland bald noch einmal überprüft werden sollte. Die Grünen-Politikerin hat außerdem die Forderung unterstützt, die Impfverordnung des Bundes zu ändern, damit auch in Hausarztpraxen geimpft werden kann: “Es ist allen klar, wir müssen Fahrt aufnehmen.” Ab April müsse man über 400.000 Impfungen pro Monat realisieren, um das Versprechen halten zu können, dass bis zum Ende des Sommers etwa 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sind, so Brandenburgs Gesundheitsministerin. “Wir fahren jetzt systematisch die Impfzentren hoch, die Krankenhäuser beteiligen sich, aber natürlich brauchen wir auch die niedergelassenen Ärzte mit ihrer Erfahrung in der Breite”, erklärte die Grünen-Politikerin. In Brandenburg startet am Mittwoch ein Modellprojekt, mit dem dann auch in zunächst vier Arztpraxen geimpft werden kann. Das Interview zum Nachhören: Nonnemacher zu Impfungen: “Müssen massiv Fahrt aufnehmen” | Inforadio Pressekontakt: Rundfunk Berlin-BrandenburgInforadioChef/Chefin vom DienstTel.: 030 – 97993 37400Mail: Rundfunkbeitrag für gutes Programm.

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Risiken der Polymedikation müssen dringend angegangen werden

02.03.2021 – 10:00

ABDA Bundesvgg. Dt. Apothekerverbände

Berlin (ots) Wenn Patienten dauerhaft viele verschiedene Medikamente einnehmen müssen, steigt ihr Risiko für arzneimittelbezogene Probleme stark an. Bei älteren Menschen sind bis zu 30 Prozent der Krankenhauseinweisungen auf unerwünschte Arzneimittelwirkungen zurückzuführen. Meist stehen sie in Zusammenhang mit einer Polymedikation, also der dauerhaften Einnahme von fünf oder mehr Arzneimitteln. Polymedikation ist häufig: 7,6 Millionen Bundesbürger ab 65 Jahren nehmen täglich fünf oder mehr Arzneimittel ein. In der Altersgruppe zwischen 75 und 80 Jahren braucht jeder Dritte sogar mehr als acht Medikamente. “Wir haben bei polymedikamentierten Patienten echte Versorgungslücken. Teilweise bleiben Wechselwirkungen zwischen ihren Medikamenten unentdeckt, auch weil längst nicht alle einen Medikationsplan haben. Und wenn sie einen haben, ist er oft weder vollständig noch korrekt. Vielfach stimmt der Plan nicht mit dem überein, was der Patient aktuell einnimmt. Es ist höchste Zeit, dass das Problem angegangen wird”, warnt Gabriele Regina Overwiening, Präsidentin der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Bei einer Untersuchung in Münster, die 500 Patienten mit Medikationsplan umfasste, entsprachen nur 6,5 % der allein vom Arzt erstellten Medikationspläne der tatsächlichen Einnahmepraxis. Gründe für die Diskrepanzen sind unter anderem, dass die Namen verordneter Präparate oft nicht mit den aufgrund der Rabattverträge in der GKV abzugebenden Präparaten übereinstimmen. Teilweise werden Arzneimittel aufgeführt, die der Patient gar nicht mehr nimmt, oder es fehlen verschreibungsfreie Arzneimittel, die der Patient sich unabhängig vom Arzt besorgt. Die Apotheke, so Overwiening, sei oft die einzige Instanz, die einen vollständigen Überblick über die aktuelle Selbstmedikation eines Patienten habe. “Aber die vollständige Medikation des Patienten zu erfassen und auf Risiken zu überprüfen, ist aufwändig und geht weit über das ‘normale’ Beratungsgespräch mit dem Patienten hinaus. Das ist nur machbar, wenn wir entsprechende pharmazeutische Dienstleistungen mit den Krankenassen aushandeln können. Das Vor-Ort-Apotheken-Stärkungsgesetz sieht solche Leistungen ab 2022 für die Versicherten vor. Ich hoffe, die Kassen ziehen im Interesse einer besseren Versorgung mit.” Weitere Informationen unter www.abda.de Pressekontakt: Dr. Reiner Kern, Pressesprecher, 030 4000 4132, . Ursula Sellerberg, Stellv. Pressesprecherin, 030 4000 4134,

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“Es darf keine einzige Impfdosis liegenbleiben” – Anästhesie-Präsident warnt vor neuen Engpässen auf den Intensivstationen – Krankenhäuser beim Impfen stärker einbinden

02.03.2021 – 06:57

Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)

Nürnberg (ots) Die deutschen Anästhesisten schlagen Alarm! Weil derzeit hunderttausende Impfdosen nicht genutzt werden, befürchten sie für die kommenden Wochen einen erneuten Anstieg der Patientenzahlen auf den Intensivstationen. Ein Großteil der Intensivmedizinerinnen und Intensivmediziner in den Kliniken sind Anästhesisten. “Rate an Impfungen muss maximal gesteigert werden” Für den Präsidenten der “Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin” (DGAI) ist es unverständlich, dass inzwischen große Mengen an Impfstoffen vorhanden sind, sich viele Menschen impfen lassen wollen, das System dem aber nicht folgt: “Die Rate an Impfungen in Deutschland muss maximal gesteigert werden. Hunderttausende Impfdosen sind nicht verabreicht. Das ist inakzeptabel! Es darf keine einzige Impfdosis liegenbleiben!” Von den rund 1,45 Millionen Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca sind laut Bundesgesundheitsministerium bisher nur etwa 240.000 verimpft worden. Komplette Lieferungen der Fläschchen warten demnach in Lagern und Impfzentren auf ihre Verwendung. Infrastruktur in den Krankenhäusern schon vorhanden! Professor Wappler schlägt vor, die Krankenhäuser mit ihren schon vorhandenen “Impfstraßen” für die eigenen Mitarbeiter so schnell wie möglich in die Versorgung der Bevölkerung einzubinden. Dort seien bereits die notwendigen Infrastrukturen vorhanden, von der Anmeldung bis hin zur Überwachung nach der Impfung, um jeden Tag große Gruppen zu impfen. Beanspruchung von Ärzten und Pflegekräften wird immer extremer Wappler spricht für weit über 15.000 Anästhesistinnen und Anästhesisten bundesweit, von denen viele tausend schon während der ersten und der zweiten Corona-Welle auf den Intensivstationen gearbeitet haben. Sollte die Zahl der Impfungen in den nächsten Tagen nicht deutlich gesteigert und so größere Bevölkerungsgruppen vor dem Virus geschützt werden können, sind nach Einschätzung des DGAI-Präsidenten neue Engpässe auf vielen Intensivstationen unvermeidbar. Nach wie vor sind die Intensivbetten in einigen Regionen stark ausgelastet: “Auch eine solche dritte und vierte Welle würden wir meistern. Aber die Beanspruchung der Ärzte und Pflegekräfte wird immer extremer. Wir müssen auch an die Zeit nach Corona denken und verhindern, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Kliniken allmählich den Rücken kehren.” Auch von der Politik fordert Wappler, eine spürbare Beschleunigung bei den Impfungen zu ermöglichen: “In dieser Situation ist es nicht zielführend, wieder neue Regelwerke aufzustellen. Und es darf auch nicht vom Bundesland abhängen, ob pragmatische Ansätze beim Impfen Anwendung finden. Vielmehr sollten effektive Lösungen für alle Impfwilligen bereitstehen.” Pressekontakt: Medienbetreuung”Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin”(DGAI) /”Berufsverband Deutscher Anästhesisten” (BDA)Roritzerstraße 2790419 NürnbergTelefon: 0911 93378-33E-Mail:@bda-ev.deInternet:www.dgai.dewww.bda.de

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