BVMW-Gesundheitsbeirat: Beschränkung des öffentlichen Lebens für nicht Geimpfte ist vertretbar

27.07.2021 – 15:22

BVMW

Berlin (ots) Der neu gegründete Beirat Gesundheit des BVMW ist zu seiner konstituierenden Sitzung unter der Leitung seines Sprechers Prof. Dr. iur. Dr. med. Alexander Ehlers zusammengetroffen. Nach der Begrüßung durch BVMW-Chefvolkswirt Dr. Hans-Jürgen Völz wurden namhafte Mitglieder aus dem Gesundheitssektor als Beiratsmitglieder berufen. Diese sind Daniel Bahr, Dr. Hans-Ulrich Holtherm, Dr. Klaus Reinhardt, Jürgen Stihl, Andreas Storm, Johannes Weith, Walter Reithmaier und Dr. Johannes Zwick.* Vor dem Hintergrund steigender Fallzahlen in der Covid-19-Pandemie und der damit einhergehenden Befürchtung eines weiteren Lockdowns, appelliert der Beirat an ein verantwortungsvolles Verhalten der Gesellschaft und die Einhaltung geltender Abstands- und Hygieneregeln. Der BVMW schließt aus der Diskussion des Beirats Gesundheit, dass weitere Maßnahmen erforderlich sind, um das sich verschärfende Infektionsgeschehen einzudämmen. Die Befolgung der AHA-Formel ist daher anzuraten. Die Tatsache, dass auch geimpfte Personen das Virus weitergeben können, verdeutlicht die Dringlichkeit, diese Maßnahmen bis zur Erreichung der Herdenimmunität zu verlängern. Darüber hinaus sollte die Incentivierung der SARS-CoV-2-Impfung das Gebot der Stunde sein, um den weiteren Verlauf der Pandemie zu regulieren. Impfanreize, wie niedrigschwellige Impf-Angebote ohne Anmeldung, sollten zu diesem Zweck entwickelt werden. Zudem sollte perspektivisch die Beschränkung diverser Bereiche des öffentlichen Lebens für nicht Geimpfte in Betracht gezogen werden. Juristisch ist dies vertretbar, auch in Hinblick auf die Gleichheit vor dem Gesetz. Ungeimpfte stellen für sich und andere Personen ein höheres Risiko dar, weshalb ein differenziertes Vorgehen gerechtfertigt wäre. Auch ethisch wäre eine solche Entscheidung unter Erfüllung bestimmter Voraussetzungen vertretbar. In Bereichen, in denen besonders enger Körperkontakt vorherrscht, wie beispielsweise bei Festivals oder Konzerten, sollte eine Impflicht in Erwägung gezogen werden. “Höchste Priorität ist und bleibt es”, so BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger, “einen weiteren Lockdown zu verhindern und der Wirtschaft keine weiteren Belastungen mehr aufzuerlegen. Denn eine gesunde Bevölkerung braucht eine gesunde Wirtschaft”. Gesundheitsaspekten ist stets in angemessener Weise Rechnung zu tragen. Der BVMW behält sich vor, aufgrund der sich verändernden Infektionslage, angepasste Handlungsempfehlungen zu geben. Der Beirat Gesundheit des BVMW steht dem Präsidium, dem Vorstand und der Bundesgeschäftsführung des Verbandes zu allen gesundheitspolitischen Herausforderungen mit Bezug zum Mittelstand beratend zur Seite. Ihm gehören erfahrene, hochrangige Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik an, die über profunde Kenntnisse aus dem Gesundheitssektor verfügen und sich in besonderer Weise den gesundheitspolitischen Belangen kleiner und mittelständischer Betriebe in Deutschland verbunden fühlen. *Daniel Bahr (Bundesgesundheitsminister a.D., Vorstandsmitglied Allianz Krankenversicherung), Dr. Hans-Ulrich Holtherm (Leiter der Abteilung Gesundheitsschutz, Gesundheitssicherheit, Nachhaltigkeit im Bundesministerium für Gesundheit), Dr. Klaus Reinhardt (Präsident der Bundesärztekammer), Jürgen Stihl (Mitglied des Vorstandes B. Braun Melsungen AG), Andreas Storm (Staatssekretär a.D., Vorsitzender des Vorstands DAK Gesundheit), Johannes Weith (Bereichsleiter Politik und Beziehungen zu Kostenträgern, Fresenius Kabi AG), Walter Reithmaier (Managing Director, CEO, TÜV SÜD Product Service GmbH), Dr. Johannes Zwick (Aufsichtsratsvorsitzender Johannesbad Gruppe) Pressekontakt:BVMW PressesprecherEberhard VogtTel.: 030 53320620Mail:

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Lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung? Kosten vs. Nutzen

27.07.2021 – 10:15

Versicherungsmakler Experten GmbH

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Olching (ots) Die Frage, ob sich eine Zahnversicherung lohnt, ist so alt wie die Zahnzusatzversicherung selbst. Die Spezialisten des Vergleichsportals zahnzusatzversicherung-experten.de haben sich der Frage angenommen und mehrere Beispiele durchgerechnet. Selbst sparen oder Kredit beantragen Zahnbehandlungen können ins Geld gehen und das Ersparte schnell dahinraffen. Wer sich teuren Zahnersatz nicht leisten kann, könnte einen privaten Kredit beantragen. Trotz günstiger Zinssätze gilt es, bei einem Eigenanteil von beispielsweise 5.000 EUR auf fünf Jahre mindestens 85 EUR monatlich abzuzahlen! Kein gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Wer etwas vorausschauender denkt, spart monatlich einen Betrag beiseite. Vermeintlicher Vorteil: Sind die Zähne nach Jahren noch in Ordnung, lässt sich über die die angesparte Summe verfügen! Allerdings hat die Sache nicht nur einen Haken: Wer über zehn Jahre hinweg monatlich 30 EUR in einem ETF anlegt, kann bei einer jährlichen Rendite von 4 % über circa 4.500 EUR verfügen. Davon gehen allerdings ca. 2.000 EUR für die Zahnreinigungen wieder weg, wenn diese regelmäßig beim Zahnarzt durchgeführt wird. Unvorhergesehene Ereignisse, wie ein defektes Auto oder die irreparable Waschmaschine machen es u. U. notwendig das Ersparte anzugreifen. Disziplin: Der kommende Urlaub soll doch etwas größer ausfallen oder das neueste Handy muss her? Praktisch, wenn bereits eine stolze Summe verfügbar ist. Junge Menschen profitieren von Zahnversicherung Geht es nach Verbraucherportalen wie z.B. Stiftung Warentest, wird jungen Menschen mit gesunden Zähnen von einer Zahnzusatzversicherung häufig abgeraten. Zumeist mit der Begründung, dass die noch nicht benötigt wird. “Genau an diesem Punkt lässt sich sehr gut erkennen, dass sich die meisten Ratgeber nicht tief genug mit der Materie auseinandersetzen!” urteilt Maximilian Waizmann, Geschäftsführer der Versicherungsmakler Experten GmbH und Betreiber des Vergleichsportals zahnzusatzversicherung-experten.de. “Es gibt über 240 Zahnzusatz-Tarife! Wer sich mit der Materie nicht vollumfänglich auseinandersetzt, verliert zwangsläufig den Überblick und gibt im Zweifel falsche Ratschläge.” Der Experte rechnet sogleich vor, dass sich eine Zahnzusatzversicherung gerade für junge Menschen überproportional rechnen kann: Junge Menschen profitieren überproportional von einer Zahnversicherung Wer sich um seine Zähne kümmert, sollte seinen Fokus auf Zahnerhalt und Prophylaxe-Leistungen legen. Ein Tarif, der sich mit 80 % an Zahnersatz beteiligt, reicht vollkommen und ist nicht besonders teuer! Für junge Menschen eignet sich z. B. der Tarif MehrZahn 80 + Zahnvorsorge Bonus von der Barmenia! Zwischen 21 und 30 kostet dieser Tarif 13,60 EUR Monat (163,20 EUR jährlich). Ab dem 31. Lebensjahr steigt er dann auf 19,60 EUR (235,20 EUR jährlich.) Dieser Tarif übernimmt professionelle Zahnreinigungen (PZR) in unbegrenzter Höhe. “Hier lässt sich mit gutem Gewissen von einer PZR-Flatrate sprechen!” so Maximilian Waizmann. “Außerdem bezuschusst die Barmenia sogar die Zahnaufhellung (Bleaching) alle zwei Jahre mit 200 EUR!”Bei gesunden Zähnen nur geringe Beitragskosten Geht unsere junge Person zweimal im Jahr zur PZR – die circa 100 EUR kostet – fallen die Kosten für die reine Absicherung unterm Strich relativ gering aus. Wird das Bleaching-Angebot alle zwei Jahre in Anspruch genommen, profitierten Versicherte noch mehr! In einem Zeitraum von 20 Jahren addieren sich die Beiträge inkl. der Altersanpassung auf ca. 4.000 EUR. Allein die garantierten Leistungen innerhalb dieser Zeit, lassen sich auf ca. 5.000 EUR summieren. Sollte dann doch einmal etwas Unvorhergesehenes passieren, sind Betroffene obendrein gut abgesichert. Zahnzusatzversicherung mit Sofortleistung In der hauseignen Studie der Zahnzusatzversicherung Experten(*) aus Mai 2021 stellte sich heraus, dass sich 25 % aller Interessenten erst dann versichern wollen, wenn der Zahnarzt eine kostenintensive Behandlung in Aussicht stellt. Hier kommt einem unweigerlich der vielbeworbene ERGO ZEZ Tarif in den Sinn. Die ERGO übernimmt nur den Festzuschuss der Krankenkasse. Daher lohnt sich dieser Tarif erst, wenn die Behandlungskosten die Beiträge der Mindestvertragslaufzeit (ca. 820 EUR) übersteigen. Sofortversicherungen leisten bis zu 2.700 EUR Menschen mit ein, zwei oder drei Zahnlücken, für die der Zahnarzt bereits Implantate vorgesehen hat, können bei Anbietern wie der SDK oder UKV lohnenswerte Alternativen finden: Schließt ein 35-jähriger Patient mit einer Zahnlücke den UKV ZahnPrivat Premium Tarif zum 01.08.2020 ab, belaufen sich die Gesamtkosten (inkl. Risikozuschlag für eine Zahnlücke) innerhalb der Mindestvertragslaufzeit auf 815,35 EUR. Beläuft sich der Eigenanteil für den Patienten auf beispielsweise 3.000 EUR, übernimmt die UKV 90 %, also 2.700 EUR, wenn der Patient die Zahnersatzbehandlung im 2. Versicherungsjahr (ab Januar 2022) durchführen lässt. Versorgte Zähne – teure Behandlungen sind absehbar Ebenfalls legt die Studie der Zahnzusatzversicherung Experten offen, dass bei Menschen Mitte 30 der Bedarf für Zahnversicherungen steigt und sich dieser Trend Ende 40 erneut zeigt. Der Barmer Zahnreport 2021(**) macht zudem deutlich, dass ab dem 65. Lebensjahr Zahnersatzbehandlungen den Höhepunkt erreichen! Das deckt sich mit der Haltbarkeit von Füllungen, Inlays und auch Kronen, die i.d.R. nach ca. 10 – 20 Jahren erneuert oder gegen anderen Zahnersatz getauscht werden müssen. Fokus auf hohe Zahnersatzleistungen legen! Schließt ein 30-jähriger Mensch, der bereits einige Füllungen, Kronen und wurzelbehandelte Zähne vorweist, den Tarif ZahnGesund 100 des Münchener Vereins ab, hat er in 20 Jahren mit Ausgaben von ca. 9.330 EUR zu rechnen. Dem gegenüber stehen garantierte Leistungen für PZR und Bleaching, die sich innerhalb dieser 20 Jahre auf 5.000 EUR summieren. Die Kosten für die zu erwartenden Behandlungen für Kronen, Füllungen und Implantate liegen hier bei weit über 14.000 EUR. Langfristig sind für 9.000 EUR Beitragszahlungen, Leistungen von über 19.000 EUR und mehr möglich! Fazit – Garantierte Leistungen entlasten den Geldbeutel Abschließend lässt sich sagen, dass sich Zahnzusatzversicherungen gerade auf lange Sicht lohnen. Bereits die Inanspruchnahme von garantierten Leistungen für Prophylaxe oder Bleaching senkt die Kosten enorm. Junge Menschen mit gesunden Zähnen können allein durch regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen von einer Zahnversicherung profitieren, den Durchschnitt der Beitragszahlungen niedrig halten und sind im Zweifel einwandfrei abgesichert. Der Abschluss einer Versicherung für Menschen mit akuten Bedarf kann sich in einigen Fällen ebenfalls lohnen. Allerdings gilt es hier genau zu prüfen, welche Versicherung sinnvoll ist. Bei Verbrauchern, deren Zähne versorgt sind, ist künftiger Behandlungsbedarf oft absehbar! Keine passende Versicherung abzuschließen ist nahezu fahrlässig und unklug. Über die Versicherungsmakler Experten GmbH: Die Versicherungsmakler Experten GmbH ist seit über zehn Jahren auf den Vergleich von Zahnzusatzversicherungen spezialisiert. Neben individueller Beratung bietet das Vergleichsportal Verbrauchern einen kostenlosen Online-Vergleich mit Annahme-Check und viele nützliche Ratgeber-Inhalte rund um die Themen Zahngesundheit & Zahnzusatzversicherung. Die Versicherungsmakler Experten GmbH ist als unabhängiger Versicherungsmakler tätig und erhält für die Vermittlung und Betreuung eine Vergütung. Quellen: (*) Zahnzusatzversicherung Experten Studie: https://bit.ly/3BDrvql (**) Barmer Zahnreport 2021Pressekontakt:Daniel Mü Experten GmbHFeursstr. 5682140 Olchingwww.zahnzusatzversicherung-experten.de

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BIG direkt gesund legt 1. Transparenzbericht vor

26.07.2021 – 16:23

BIG direkt gesund

Dortmund (ots)Wie es um Reaktionszeiten bei Anrufen und Mails, um Genehmigungs- und Ablehnungsquoten sowie Widersprüche und Beschwerden bestellt ist, hat BIG direkt gesund in ihrem 1. Transparenzbericht rund um Beratungs-, Service- und Leistungsangebote zusammengestellt. Daten und Fakten basieren auf den Zahlen des Jahres 2020. “Eine gute gesetzliche Krankenkasse zeichnet sich durch einen fairen Beitragssatz und ein über dem Durchschnitt liegendes Leistungsangebot aus. Doch für die Kundinnen und Kunden ist darüber hinaus entscheidend, wie schnell auf ihre Anfragen reagiert und wie mit Widersprüchen verfahren wird, welche Leistungen bewilligt oder auch abgelehnt werden und wie lange das dauert”, sagt Peter Kaetsch, Vorstandsvorsitzender der BIG. “In unserem Transparenzbericht kann man diese Kennzahlen nun erfahren”, so Peter Kaetsch weiter. Schnelle Leitung und Bearbeitung Ein kleiner Ausschnitt aus dem Bericht: Bei insgesamt 424.488 Anrufen im Jahr bekamen 93 Prozent der Versicherten direkt eine Mitarbeiterin oder einen Mitarbeiter ans Telefon, in 7 Prozent der Fälle mussten sie ein zweites Mal zum Telefon greifen. Nicht einmal einen Tag mussten Kundinnen und Kunden warten, bis Krankengeld oder die Kosten für die Professionelle Zahnreinigung ausgezahlt wurden. 98 Prozent der Anträge auf Kinderkrankengeld wurden genehmigt. Die Genehmigungs- und Ablehnungsquoten hat die BIG für diejenigen Leistungen zusammengestellt, die von den Versicherten besonders häufig nachgefragt werden. Ansporn zur weiteren Verbesserung “Unsere Zahlen belegen, dass wir schnell und verlässlich für unsere Kundinnen und Kunden da sind. Das heißt aber nicht, dass wir keinen Verbesserungsbedarf sehen. So gehört die Bearbeitungsdauer trotz aller Bemühungen immer noch zu den Beschwerdegründen, die am häufigsten genannt werden. Unser Ansporn ist es, dass wir in diesem Bereich noch bessere Werte erzielen”, sagt Markus Bäumer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BIG. Vergleichbarkeit wichtig Das Thema Transparenz geht die BIG zudem mit mehreren Innungskrankenkassen an. Diese haben die Forderung nach größerer Qualitätstransparenz aller Krankenkassen an den Anfang ihres Positionspapiers zur Bundestagswahl gestellt. “Wichtig ist, dass alle Kassen dieselben Kennzahlen nutzen und sie in gleicher Weise erheben, um eine Vergleichbarkeit zu gewährleisten”, betont Markus Bäumer. Den Transparenzbericht der BIG finden Sie hier. Pressekontakt:Bettina KiwittLeiterin 0231.5557-1016 Mobil 0151 18568532

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Messlatte höherlegen: Olympiasiegerin Heike Henkel ist Osteopathie-Botschafterin / Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. wirbt für Berufsgesetz

20.07.2021 – 16:15

Verband der Osteopathen Deutschland e.V.

Wiesbaden (ots) Osteopathie ist weltweit etabliert und Teil des Gesundheitssystems – auch in Deutschland wächst der Zuspruch seit Jahren. So waren laut einer Forsa-Studie bereits rund 12 Millionen Bundesbürger beim Osteopathen. Gleichzeitig ist die Qualität der Behandlungen bis heute weder gesetzlich geregelt noch gesichert. Hochsprung-Olympiasiegerin Heike Henkel als neue Osteopathie-Botschafterin setzt sich nun gemeinsam mit dem Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. für ein Berufsgesetz ein. Wenige Tage vor dem Beginn der Sommerspiele in Tokio macht Deutschlands ehemalige Sportlerin des Jahres deutlich: “Osteopathie ist aus dem Spitzen-, Vereins- und Freizeitsport nicht mehr wegzudenken. Auch ich habe sehr gute Erfahrungen mit osteopathischen Behandlungen gemacht. Es ist deshalb wichtig, in Sachen Ausbildung und Ausübung, für Patienten- und Verbraucherschutz gemeinsam sprichwörtlich die Messlatte höherzulegen. Dazu wäre es wichtig, die Osteopathie berufsgesetzlich zu regeln. Dann haben nicht nur Spitzensportler, sondern auch Millionen Patienten die Gewissheit, an einen guten Osteopathen zu geraten.” “Ich freue mich sehr, dass wir mit Heike Henkel eine so überzeugende und authentische Persönlichkeit als Unterstützerin gewinnen konnten. Ihre Erfahrungen mit Osteopathie als Spitzensportlerin und als Mutter machen sie zu einer überzeugenden Botschafterin für Osteopathie und die dringend notwendige berufsgesetzliche Regelung”, unterstreicht VOD-Vorsitzende Prof. Marina Fuhrmann. Die Osteopathie als eine eigenständige Medizin gilt in Deutschland rechtlich als Heilkunde und darf nur von Ärzten und Heilpraktikern ausgeübt werden. “Leider stellt die derzeitige provisorische Regelungmittels Heilpraktikerzulassung keinerlei Qualitätssicherung für die Osteopathie dar. Da im Rahmen der Heilpraktikerprüfung keine osteopathische Ausbildung und Kenntnisse überprüft werden, ist hinterher für Patienten nicht ersichtlich, ob jemand beispielsweise eine mehrjährige qualifizierte Ausbildung oder Studium in Osteopathie absolviert hat oder womöglich nur ein Wochenendseminar. Hier gilt es schnellstens für Sicherheit und Transparenz zu sorgen”, verdeutlicht Marina Fuhrmann. Die berufsgesetzliche Regelung soll in Anlehnung an internationale und WHO-Standards einen Mindestumfang der Ausbildung, die Legalisierung der Berufsbezeichnung und eine berufsqualifizierende Prüfung umfassen. Gemeinsam mit Osteopathie-Botschafterin Heike Henkel wird der VOD das Thema nun noch weiter in den Fokus von Öffentlichkeit und Politik rücken. Hintergrund: Der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. wurde als Fachverband für Osteopathie 1994 in Wiesbaden gegründet. Als erster und mit mehr als 5400 Mitgliedern größter Berufsverband verfolgt der VOD im Wesentlichen folgende Ziele: Er fordert den eigenständigen Beruf des Osteopathen auf qualitativ höchstem Niveau. Er klärt auf und informiert über Osteopathie, betreibt Qualitätssicherung im Interesse der Patienten und unterstützt osteopathische Forschung. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen. Heike Henkel ist die bislang einzige Hochspringerin weltweit, die in drei aufeinanderfolgenden Jahren Europameisterin, Weltmeisterin und Olympiasiegerin wurde. Die Goldmedaille bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona war der Höhepunkt ihrer einzigartigen Sportkarriere. Mit 2,07 m hielt sie lange den Weltrekord in der Halle. Zahlreiche Ehrungen zur IAAF Welt-Leichtathletin des Jahres, Deutschlands Sportlerin des Jahres und zwei Bambis begleiteten die gebürtige Kielerin. Heute arbeitet Heike Henkel als ausgebildete Mentaltrainerin (ITS) für Leistungssportler, ist mehrfache Buchautorin und eine gefragte Sport Speakerin auf Mitarbeiter- und Kundenveranstaltungen in Unternehmen. Pressekontakt:Michaela WehrTel. 0 15 20 / 2 14 71

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Susanne Johna: Krisenprävention in den Blick nehmen / Krankenhäuser in den Hochwassergebieten rasch instand setzen

19.07.2021 – 11:17

Marburger Bund – Bundesverband

Berlin (ots) Die vom Hochwasser betroffenen Krankenhäuser müssen rasch wieder instandgesetzt werden, fordert der Marburger Bund. “Die Beschäftigten in den betroffenen Kliniken brauchen eine konkrete Wiederaufbauzusage der Politik. Die jetzt notwendig gewordenen Evakuierungen zeigen, dass wir den Schutz vor extremen Wetterereignissen stärker in den Blick nehmen müssen – nicht nur in den vom Hochwasser betroffenen Regionen, sondern ganz generell”, erklärte Dr. Susanne Johna, 1. Vorsitzende des Marburger Bundes. “Krankenhäuser sind im Katastrophenfall das letzte Glied in der Rettungskette und müssen deshalb als kritische Infrastruktur besonders geschützt werden. Darauf sollten alle Verantwortlichen zukünftig ihr Augenmerk richten. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, die Versorgung der Bevölkerung mit Gesundheitsdienstleistungen auch in Krisensituationen zu gewährleisten. Das gilt für epidemische Notlagen genauso wie für Naturkatastrophen oder auch Cyber-Attacken auf Krankenhäuser. Das Vorsorgeprinzip muss an erster Stelle stehen”, sagte Johna. Krisenszenarien müssten auch regelmäßig in den Kliniken und mit den Verantwortlichen in den Kommunen besprochen werden. Schon der Mangel an Schutzkleidung zu Beginn der Coronavirus-Pandemie habe gezeigt, dass Krisenpläne zu wenig beachtet werden. “Übungen für den Fall der Fälle sind die beste Krisenprävention. Dafür muss den Beschäftigten dann aber auch ausreichend Zeit zur Verfügung stehen”, mahnte Johna. Pressekontakt: Marburger Bund BundesverbandReferat VerbandskommunikationHans-Jörg Freese (Pressesprecher)Tel. (030) 746846-40Mobiltel.: 0162 2112425E-Mail:

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Kuba: Hilfe-Ersuchen des Gesundheitsministeriums an Caritas – Bedarf an OP-Masken und Spritzen dringend – Kollaps des Gesundheitssystems befürchtet – Caritas international stellt 200.000 Euro bereit

16.07.2021 – 12:17

Caritas international

Freiburg/Havanna (ots) Aufgrund der in den vergangenen Wochen außergewöhnlich stark gestiegenen Covid-19-Infektionszahlen auf Kuba wird Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, in einem ersten Schritt 200.000 Euro für dringend benötigte Schutzausrüstung wie OP-Masken und Einwegkittel sowie medizinische Hilfsmittel wie sterile Handschuhe, Katheter, Spritzen und Kanülen bereitstellen. Vorausgegangen war diesem Schritt ein Hilfs-Ersuchen des kubanischen Gesundheitsministeriums an die Caritas Kuba. Kuba befindet sich nach Caritas-Einschätzung aktuell in der schwersten Gesundheitskrise seit den 90er Jahren. Es wird aufgrund der akuten Unterversorgung mit Medikamenten und medizinischen Hilfsmitteln der unmittelbar bevorstehende Zusammenbruch des Gesundheitssystems befürchtet. Die Hilfsgüter sollen über Krankenhäuser, Apotheken und Arztpraxen verteilt werden. Da der Bedarf deutlich größer ist als die bislang zur Verfügung stehenden Gelder ruft Caritas international dringend zu Spenden auf. Das traditionell sehr gut aufgestellte kubanische Gesundheitssystem befindet sich nach Einschätzung von Caritas in einer tiefgreifenden strukturellen Krise der Unterversorgung mit medizinischen Gütern, Nahrungsmitteln und Gütern des alltäglichen Bedarfs. Während die ersten Corona-Wellen auf Kuba noch recht glimpflich und kontrolliert verlaufen sind, ist seit Juni 2021 ein steiler exponentieller Anstieg der Infektionszahlen zu verzeichnen. Kuba meldete Ende dieser Woche 6.060 Infizierte. Am schwersten betroffen ist die Provinz Matanzas mit dem Touristenort Varadero, wo die 7-Tage-Inzidenz bei mehr als 750 pro 100.000 Einwohnern zu Beginn der vergangenen Woche lag. Die Regierung hatte vergangene Woche bereits die Henry Reeve-Hilfsbrigade entsandt, die eigentlich medizinisch-humanitäre Einsätze im Ausland leistet. Bei einer weiteren Ausbreitung der Infektion ist angesichts der demographischen Situation Kubas (20,4% der Bevölkerung über 60 Jahre – in Deutschland 22,2%), mit dramatisch ansteigenden Todeszahlen zu rechnen. Die Ansteckungsrate wird Prognosen zufolge zumindest im Juli und August noch unaufhaltsam steigen. Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, hat in den 90er Jahren wesentlich zum Aufbau der Caritas Kuba beigetragen. Deren Arbeitsschwerpunkte liegen derzeit im Bereich der Altenarbeit, der Behindertenarbeit und in der humanitären Hilfe. Die katholische Kirche Kubas und ihre Caritas sind der einzige zivilgesellschaftliche Akteur mit einem landesweit operierenden Netz von Ehrenamtlichen. Hinweis an Redaktionen: Der Kuba-Referent von Caritas international, Kilian Linder, steht für Interviews gern zur Verfügung. Caritas international bittet um Spenden unter dem Stichwort “Kuba”: Caritas international, Freiburg Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02 BIC: BFSWDE33KRL oder online unter: https://www.caritas-international.de/spenden/ Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin Evangelische Bank IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02 BIC: GENODEF1EK1 oder online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/ Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden. Pressekontakt: Herausgeber: Deutscher Caritasverband, Caritas international,Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon0761/200-0. Dariush Ghobad (verantwortlich -293), Achim Reinke(Durchwahl -515).www.caritas-international.de

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Karliczek: Wissenschaft und Industrie nehmen gemeinsam den Kampf gegen Tuberkulose auf

15.07.2021 – 11:01

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) BMBF fördert die Entwicklung wirkungsvoller Medikamentenkombinationen mit 25 Millionen Euro Tuberkulose zählt weltweit nach wie vor zu den bedrohlichsten Erkrankungen. Sie ist die häufigste Todesursache bei Erkrankungen durch eine bakterielle Infektion. Um die Forschung gegen Tuberkulose weltweit voranzutreiben und wirkungsvolle neue Medikamente zu entwickeln, beteiligt sich Deutschland am neu gegründeten internationalen Forschungskonsortium “Academia and industry united innovation and treatment for tuberculosis”, kurz: UNITE4TB. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die beiden deutschen Assoziierten-Partner des EFPIA-Konsortiums, das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und das Tropeninstitut am LMU Klinikum München, mit rund 25 Millionen Euro. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Mit UNITE4TB hat die Europäische Kommission gemeinsam mit dem Europäischen Dachverband der Arzneimittelunternehmen und -verbände eine einzigartige Plattform geschaffen. An weltweit mehr als 40 Standorten wird der neue Zusammenschluss aus führenden Forschungseinrichtungen und der pharmazeutischen Industrie an neuen wirksameren Medikamenten gegen Tuberkulose forschen. Ich freue mich, dass das BMBF die zwei deutschen Partner in diesem Konsortium tatkräftig unterstützen kann. Wir müssen neue Wirkstoffkombinationen entwickeln, um Tuberkulose in Zukunft effektiver behandeln zu können. Denn: Diese Erkrankung wird zunehmend durch multiresistente Erreger hervorgerufen gegen die herkömmliche Medikamente nicht ausreichend wirksam sind. Wir brauchen deshalb dringend neue Therapiemöglichkeiten durch verbesserte Arzneimittel. Im Fokus unserer Förderung steht daher insbesondere die Weiterentwicklung eines Antibiotikums, das von Forscherinnen und Forschern des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – (Leibniz-HKI) in Jena entdeckt wurde. Mit Unterstützung des BMBF wird das Antibiotikum mit dem Namen BTZ-043 seit 2014 in einer Forschungsgemeinschaft des Leibniz-HKI und des LMU Klinikums München im Rahmen des DZIF und des Zwanzig20 Konsortiums InfectControl entwickelt. Die frühen klinischen Studien hat das neue Medikament bereits erfolgreich durchlaufen. Aber: Um eine arzneimittelresistente Tuberkulose wirklich wirkungsvoll behandeln zu können, müssen drei bis vier solcher innovativer Medikamente kombiniert werden. Das ist die große Herausforderung für die Forschung! Und das ist das Neue an UNITE4TB: Hier stellen nun Wissenschaft und Industrie ihre jeweiligen Wirkstoffkandidaten zur Verfügung. So können wirksame Kombinationen mit der ausreichenden Patientenzahl getestet und die Forschungsergebnisse untereinanter ausgetauscht werden. UNITE4TB – Gemeinsam gegen Tuberkulose – ein bemerkenswertes Beispiel für internationale Forschungszusammenarbeit!” Hintergrund: Das Konsortium UNITE4TB ist eine öffentlich-private Partnerschaft mit Vertretern aus akademischen Einrichtungen, kleinen und mittleren Unternehmen, öffentlichen Organisationen und internationalen Pharmaunternehmen. Es ist das neueste Projekt der Innovative Medicines Initiative (IMI). IMI ist eine öffentlich-private Kooperation mit dem gemeinsamen Ziel, die Entwicklung neuer Medikamente zur Behandlung oder Prävention resistenter bakterieller Infektionen voranzutreiben. In den nächsten sieben Jahren wird das Konsortium an über 40 Studienstandorten auf vier Kontinenten (Europa, Asien, Afrika und Südamerika) aktiv sein. UNITE4TB wird von der IMI 2 Joint Undertaking gefördert. Joint Undertaking wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union unterstützt. Das Konsortium wird ein effizientes, globales Netzwerk für klinische Studien bereitstellen, das für die Durchführung von Phase-2-Studien ausgerüstet ist. Es werden hochmoderne adaptive Studiendesigns implementiert und fortschrittliche Modellierungen, künstliche Intelligenz und maschinelle Lerntechniken eingesetzt. All dies wird die Auswahl, Prüfung und Implementierung neuartiger Kombinationsschemata mit einer hohen Erfolgswahrscheinlichkeit in anschließenden klinischen Studien der Phase 3 ermöglichen. Neben den deutschen EFPIA/Assoziierten Partnern, dem LMU Klinikum München und DZIF, sind an UNITE4TB auch verschiedene akademische Partner aus Deutschland, wie das Forschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum, das Helmholtz Zentrum München, die Universität Hamburg, und TBnet, beteiligt. Weitere Informationen: www.unite4TB.org Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Corona-Sonderregelungen in der Pflege verlängert bis 30.09.2021 – Effektive Hilfe bleibt aus

14.07.2021 – 09:48

VP Verbund Pflegehilfe Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Mainz (ots) Der Bundesrat hat die Verlängerung von bisher befristeten Unterstützungsleistungen für Pflegebedürftige bis Ende September 2021 beschlossen. Im Rahmen der Aufrechterhaltung der pflegerischen Versorgung hat der Bundesrat eine Verordnung erlassen, die die Corona-Sonderregelungen für pflegende Angehörige bis 30. September 2021 verlängert. Teilweise gelten die Regelungen sogar bis Ende des Jahres, wurden dafür aber aus der Pflegereform gestrichen. Aus der Verordnung geht hervor, dass folgende Sonderregelungen bis 30. September 2021 ihre Gültigkeit behalten sollen: – Der Entlastungsbetrag in Höhe von 125 Euro für Personen mit Pflegegrad 1 in häuslicher Pflege kann auch für andere notwendige Hilfen z. B. durch Nachbarn genutzt werden.
– Nicht genutzte Entlastungsbeträge aus dem Vorjahr können noch bis zum 30. September 2021 verwendet werden und verfallen nicht, wie normalerweise, schon im Juni.
– Die Pflegegradbestimmung findet wieder vor Ort statt, kann jedoch im Einzelfall auch weiterhin telefonisch erfolgen.
– Die Beratungsbesuche für Pflegegeldempfänger müssen verpflichtend abgerufen werden, dürfen allerdings auch weiterhin telefonisch stattfinden. Diese Regelungen gelten bis 31. Dezember 2021: – Arbeitnehmer können sich 20 Tage statt 10 Tage freistellen lassen, um die Pflege eines Angehörigen zu organisieren. Das Pflegeunterstützungsgeld dient als Lohnersatz.
– Pflegende Angehörige können kurzfristiger und flexibler ihre Arbeitszeit zugunsten der Familienpflegezeit reduzieren.
– Für Pflegehilfsmittel zum Verbrauch stehen 60 Euro statt 40 Euro zur Verfügung. Hierzu zählen u. a. Mundschutze und Desinfektionsmittel. Effektive Unterstützung für pflegende Angehörige bleibt aus Die Verlängerung der Sonderregelungen ist wichtig und notwendig. Diese Übergangshilfe wird aber bei weitem nicht dem Entlastungsbedarf von pflegenden Angehörigen gerecht, der sich seit Jahren angestaut hat. Denn eine dauerhafte und wirksame Lösung für die häusliche Pflege bleibt weiter aus. Die Hoffnung vieler Betroffener auf eine effektive Pflegereform dürfte zudem mittlerweile der Verzweiflung gewichen sein. “Pflegende Angehörige brauchen flexiblere und höhere finanzielle Entlastung – auch nach Corona”, meint Johannes Haas, Geschäftsführer des Verbund Pflegehilfe. Er verweist außerdem darauf, dass die dauerhafte Erhöhung des Betrags für Pflegehilfsmittel auf 60 Euro auch einmal Teil der Pflegereform hätte werden sollen. Nun wurde der Paragraph zusammen mit weiteren Versprechen ersatzlos gestrichen. Ende des Jahres läuft die Erhöhung also aus. Entlastung oder Hinhalte-Taktik? Zwar ist die Verlängerung der Sonderregelungen notwendig, es kommt aber auch der Eindruck auf, es handele sich hierbei um eine Hinhalte-Strategie. Mit kurzweiligen Überbrückungslösungen soll von der nahezu wirkungslosen Pflegereform abgelenkt werden, auf deren Unterstützung die häusliche Pflege eigentlich angewiesen wäre. Der Verbund meint: Pflegende Angehörige dürfen nicht weiter mit Überbrückungslösungen abgespeist werden. Eine langfristige Lösung zur Entlastung betroffener Familien muss her. Verbund Pflegehilfe Der Verbund Pflegehilfe berät seit 2008 Pflegebedürftige und deren Angehörige kostenlos zu den verschiedenen Angeboten für ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Mit 130 Beraterinnen und Beratern und 600.000 Gesprächen allein im Jahr 2020 betreibt er die größte Pflegeberatung Deutschlands. Pressekontakt: Verbund PflegehilfeInge-Reitz-Straße 5-755120 MainzPR & MarketingSibell Turus06131 / 49 32

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Kalayci: “Lange Nacht des Impfens” und andere Aktionen in Berlin

14.07.2021 – 08:37

rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin (ots) Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) hat weitere ungewöhnliche Impf-Aktionen in der Stadt angekündigt. Das solle vor allem junge Menschen dazu animieren, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen, sagte Kalayci am Mittwoch im Inforadio vom rbb. “Wir gehen auch andere kreative Wege. Wir wollen eine ‘lange Nacht des Impfens’ in der Arena machen, auch gemeinsam mit der Clubszene und wollen direkt auch jüngere Menschen ansprechen.” Außerdem wolle sie die über 18-Jährigen direkt anschreiben, um sie zu motivieren, so die Senatorin weiter. Kalayci hält die Impf-Kampagne in Berlin bisher insgesamt für sehr erfolgreich. “Das Ziel, die Älteren zu impfen, ist uns sehr gut gelungen. Die RKI-Zahlen zeigen, dass bei den über 60-Jährigen Berlin unter den 16 Bundesländern Nummer eins ist mit 76 Prozent vollständig Geimpften”, so die Gesundheitssenatorin. Das sei eine sehr gute Quote. Die Diskussion über eine Impf-Plicht in Deutschland hält Kalayci für verfrüht. Insgesamt sei eine hohe Impfbereitschaft da. “Zugegeben, es reicht noch nicht (…) für eine Grund-Immunisierung und, ich sage mal, Kontrolle der Pandemie”, so die Senatorin. Einer aktuellen Befragung zufolge würden nur 36 Prozent sagen, dass ihre Impfung auch andere schützt. Kalayci sagte: “Ich glaube, das ist tatsächlich noch etwas, wo aufgeklärt werden muss, dass der Impfschutz nicht nur ein individueller Impfschutz ist, für mich persönlich, für mein Umfeld, sondern auch ein Beitrag für die Grund-Immunisierung, für die Herden-Immunisierung.” Pressekontakt: Rundfunk Berlin-BrandenburgInforadioChef/Chefin vom DienstTel.: 030 – 97993 – 37400Mail:

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Karliczek: Optische Technologien und KI bieten neue Chancen in der Infektionsbekämpfung

07.07.2021 – 15:33

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Aufbau des weltweit einmaligen Leibniz-Zentrums für Photonik in der Infektionsforschung startet In der Bekämpfung von Infektionskrankheiten bieten der Einsatz von optischen Technologien und der Künstlichen Intelligenz neue Chancen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat am Mittwoch das neue Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung (LPI) vorgestellt, das in Jena zu einer weltweit einmaligen Forschungsplattform auf diesem Gebiet werden soll. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Der Einsatz von optischen Technologien und der Künstlichen Intelligenz bieten bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten das Potential für echte Durchbrüche in Diagnostik und Therapie. Ich will dies in den nächsten Jahren mit 124 Millionen Euro unterstützen. Wie gefährlich Infektionskrankheiten für die Menschheit sind, lehrt uns gerade die Corona-Pandemie. Darum ist es so wichtig, auch hier die Entwicklung neuer Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten massiv zu unterstützen. In Jena wird mit diesen Mitteln bis 2027 das neue Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung aufgebaut, das weltweit in seiner Art einmalig ist. Ich arbeite dafür, dass Deutschland von Anfang einen weltweiten Spitzenplatz in dieser neuen spannenden Sparte hochinnovativer Medizintechnik einnimmt. Die Infektionsforschung in Jena ist aber auch noch wegen eines anderen Aspekts bemerkenswert. Das Forschungs- und das Kommunikationsteam des Leibniz-Instituts hat dazu mit dem Preisgeld des Ralf-Dahrendorf-Preises für europäische Forschungsprojekte, den sie 2019 erhalten haben, das Wissenschaftscomic “Lasergirl” entwickelt. Das Comic ist von heute an als Download verfügbar und macht den Kampf gegen die gefährlichen Keime mit den neuen Methoden sehr anschaulich. Ein schönes Beispiel für eine gelungene Wissenschaftskommunikation.” Hintergrund: Das neue Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung aufgebaut ist dabei kein Forschungsinstitut im klassischen Sinne. Es ist eine bislang auf der Welt einzigartige Transfer-Infrastruktur – eine Plattform, die all das bereitstellt, was notwendig ist, um erfolgreiche Ergebnisse aus der Forschung für die Anwendung am Krankenbett umzusetzen. Es soll dabei helfen, dass der Sprung von der Entwicklung von Diagnose- und Behandlungsansätzen im Labor hin zu einer breiten Anwendung am Krankenbett leichter wird. Nach Fertigstellung des LPI-Baus sollen die Technologien dann nationalen und internationalen Nutzern aus Forschung, Industrie und Medizin für die Infektionsforschung zur Verfügung stehen. Welche Chancen im Einsatz der Photonik liegen, zeigt die Erforschung und Entwicklung neuartiger lichtbasierter Methoden für die Infektionsdiagnostik, die einen Schwerpunkt am Leibniz-Institut für Photonische Technologien (IPHT) in Jena darstellt. Das BMBF unterstützt die dortigen Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet seit über 15 Jahren. So ist am Leibniz-IPHT in enger Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Jena und der Friedrich-Schiller-Universität Jena unter anderem ein vielversprechendes Verfahren zur Diagnose von schweren Infektionskrankheiten und Sepsis entwickelt worden. Derzeit dauert es noch bis zu drei Tage, bis die Erreger für eine Infektion und die Frage, welche Antibiotika wirklich anschlagen könnten, analysiert sind. Mit einem neuartigen laserbasierten Schnelltest kann dies nun in drei Stunden geschehen. Das ist ein großer Fortschritt. Denn wenn sich eine Infektion zu einer Sepsis, also einer Blutvergiftung, entwickelt, zählt vor allem eines: Zeit. Momentan wird eine Sepsis mit herkömmlichen Diagnosemethoden oft viel zu spät erkannt. Betroffen sind jedes Jahr etwa 280.000 Menschen in Deutschland. Sie finden weitere Informationen – zum Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung unter: https://lpi-jena.de/
– zum Sepsis-Projekt unter: https://ots.de/6iqMvz
– zum Interview mit Frau Meier-Ewert: https://www.bmbf.de/de/wissenschaftskommunikation-par-excellence-14895.html Das Comic “Lasergirl” ist abrufbar unter www.lasergirl.de Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Asklepios begrüßt Zusammenarbeit mit HIMSS bei der Entwicklung eines Messinstruments für den Digitalisierungsgrad im Krankenhaus

07.07.2021 – 11:54

Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA

Hamburg (ots) Die Bundesregierung hat am Montag bekannt gegeben, das im Krankenhauszukunftsgesetz (KHZG) beschriebene Messsystem für den digitalen Reifegrad von Krankenhäusern in Deutschland künftig durch das Konsortium “Digital Radar” entwickeln zu lassen. Diesem Konsortium gehört die HIMSS Europe GmbH an, der deutsche Ableger der US-amerikanischen Nichtregierungsorganisation Healthcare Information Management Systems Society (HIMSS). Gemeinsam mit weiteren Partnern aus Deutschland und der Schweiz, darunter das Institut für Versorgungsforschung, das RWI sowie Lohfert&Lohfert, wird dieses Konsortium ein Modell zur Messung des Digitalisierungsgrades der deutschen Kliniken aufbauen. Anhand dieses Reifegrad-Modells müssen deutsche Kliniken ihre digitale Entwicklung nachweisen, wenn sie über das Krankenhauszukunftsgesetz Gelder erhalten möchten. Insgesamt stellt der Bund drei Milliarden Euro für die Digitalisierung der Kliniken zur Verfügung. Die Länder schießen ihrerseits weitere 1,3 Milliarden Euro hinzu, sodass insgesamt 4,3 Milliarden Euro ausgeschüttet werden sollen. Asklepios begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung, auf die Erfahrung von HIMSS und deren international lange etabliertes Reifegradmodell zu setzen, das sich deutschen Marktanforderungen anpassen kann, ohne dabei aber die Vergleichbarkeit zu anderen Gesundheitssystemen zu verlieren. Bei Asklepios wird das EMRAM Modell der HIMSS bereits seit drei Jahren genutzt, um die digitalen Reifegrade von Kliniken zu erheben und weiterzuentwickeln. “Wir haben inzwischen sieben Krankenhäuser anhand des Reifegradmodells gemessen und nutzen das System nicht nur für die Bestandserhebung, sondern insbesondere zur digitalen Weiterentwicklung unserer Krankenhäuser”, sagt Henning Schneider, CIO der Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA. “Besonders bemerkenswert ist es, dass die einzelnen Stufen des Modells sich daran ausrichten, welche Verbesserungen die Digitalisierung für die Patientenbehandlung und -sicherheit bieten kann. Beides sind Aspekte, die auch für Asklepios im Vordergrund der Digitalisierung ihrer Kliniken stehen.” Asklepios als Digital HealthyNear Asklepios ist einer der führenden Gesundheitsanbieter Deutschlands und arbeitet an der Zukunft der medizinischen Versorgung unseres Landes. Neben einem wegweisenden medizinischen Qualitätsmanagement zählen dazu die Entwicklung neuer Versorgungsformen, um die Behandlungen sektorenübergreifend zum Nutzen der Patient:innen zu verbessern, und die Digitalisierung. Asklepios setzt von der Kontaktaufnahme und Terminbuchung über die stationäre Behandlung bis zur Organisation von Entlassung, Reha und Nachbehandlung in allen Therapiephasen innovative digitale Anwendungen ein, um die Prozesse zu optimieren und für die Patient:innen zu erleichtern. Unser Ziel ist es, zum digitalen Gesundheitsversorger zu werden, der als Digital HealthyNear die Patient:innen in den Fokus rückt und seine medizinischen Angebote an deren Wünschen und Bedürfnissen orientiert. Aktuelle Informationen zum Coronavirus Besuchen Sie auch unsere Informationsseite zum Coronavirus. Wir bieten Ihnen dort aktuelle Informationen, Hinweise für Patienten und Besucher unserer Kliniken und Praxen sowie eine Vielzahl an Serviceangeboten, Tipps und Experten-Videos rund um das Thema Coronavirus (SARS-CoV-2 bzw. der Erkrankung COVID-19): www.asklepios.com/coronavirus Pressekontakt: Kontakt für Rückfragen:https://www.asklepios.com/konzern/unternehmen/aktuell/pressekontakt/Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaAKonzernbereich Unternehmenskommunikation & MarketingRübenkamp 22622307 HamburgBesuchen Sie Asklepios im Internet, auf Facebook oder YouTube:www.asklepios.comgesundleben.asklepios.comwww.facebook.com/asklepiosklinikenwww.youtube.com/asklepiosklinikenAnmeldung zum Asklepios Newsletter:https://www.asklepios.com/konzern/newsletter-anmeldung/Pflege-Blog: “Wir sind Pflege” (https://wir-sind-pflege.blog/)

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Liste der Berufskrankheiten um Lungenkrebs durch Passivrauch und Hüftgelenksarthrose ergänzt

07.07.2021 – 10:00

Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)

Berlin (ots) Der Bundesrat hat kürzlich einer Änderung der Berufskrankheiten-Verordnung (BKV) zugestimmt. Darauf weisen Berufsgenossenschaften und Unfallkassen hin. Damit werden zwei neue Krankheiten in die Berufskrankheitenliste der Anlage 1 zur BKV aufgenommen. Es handelt sich dabei um Hüftgelenksarthrose durch Heben und Tragen schwerer Lasten sowie Lungenkrebs durch Passivrauchen. Die Anpassung der Verordnung sowie der Berufskrankheiten-Liste erfolgt auf Basis entsprechender wissenschaftlicher Empfehlungen des Ärztlichen Sachverständigenbeirats Berufskrankheiten (ÄSVB) beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Sie tritt ab 1. August 2021 in Kraft. Die Hüftgelenksarthrose erhält die Berufskrankheiten-Nummer 2116. Sie kann anerkannt werden, wenn: – das Krankheitsbild die Diagnose “Koxarthrose” im Sinne der wissenschaftlichen Begründung erfüllt,
– die erkrankte Person während ihres Arbeitslebens mindestens zehnmal pro Tag Lasten mit einem Gewicht von mindestens 20 Kilogramm gehandhabt hat und
– das Gesamtgewicht der im Arbeitsleben bewegten Last mindestens 9.500 Tonnen beträgt. Lungenkrebs durch Passivrauch erhält die Berufskrankheiten-Nummer 4116. Die Berufskrankheit kann anerkannt werden, wenn – das Krankheitsbild die Diagnose “Lungenkrebs” erfüllt,
– die erkrankte Person am Arbeitsplatz viele Jahre intensiv Passivrauch ausgesetzt war (Passivrauchexposition) und
– die erkrankte Person selbst nie oder maximal bis zu 400 Zigarettenäquivalente aktiv geraucht hat. Dabei werden etwa Zigarren, Zigarillos und andere Tabakprodukte entsprechend ihrer Zusammensetzung umgerechnet und Zigaretten gleichgestellt. Bereits vor der Aufnahme in die Berufskrankheitenliste konnten beide Erkrankungen nach § 9 Abs. 2 Sozialgesetzbuch VI als sogenannte Wie-Berufskrankheit entschädigt werden. Möglich wurde dies durch Veröffentlichung der entsprechenden neuen medizinisch-wissenschaftlichen Erkenntnisse des ÄSVB. Als Berufskrankheiten kommen generell nur jene Erkrankungen in Frage, die nach den Erkenntnissen der Medizin durch besondere Einwirkungen wie beispielsweise Lärm oder Staub bei der Arbeit verursacht sind. Bestimmte Personengruppen müssen diesen durch ihre Arbeit in erheblich höherem Grad als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sein. Zusätzlich muss im Einzelfall die Krankheit wesentlich durch die schädigende Einwirkung bei der Arbeit verursacht sein. Liegt eine Berufskrankheit vor, besteht das vorrangige Ziel darin, mit allen geeigneten Mitteln die Folgen der Berufskrankheit zu mildern und eine Verschlimmerung zu vermeiden. Um dieses Ziel zu erreichen, erbringt die gesetzliche Unfallversicherung Leistungen, die von der medizinischen Versorgung bis hin zu beruflichen Maßnahmen reichen können. Verbleiben trotz qualifizierter Rehabilitation schwerwiegende körperliche Beeinträchtigungen, erhalten Versicherte eine Rente. Pressekontakt: Stefan BoltzPressesprecherDeutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV)Spitzenverband der Berufsgenossenschaften und UnfallkassenTel.: +

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Steuereinnahmen statt Gesundheitsförderung / Das Tabaksteuermodernisierungsgesetz verpasst eine Chance

02.07.2021 – 11:25

Thrombose Initiative e.V.

Krefeld (ots) Unter dem Begriff Tabaksteuermodernisierungsgesetz wurde eine Steuererhöhung auf Zigaretten, Feinschnitt, Shisha/Wasserpfeife, E-Zigaretten und Tabakerhitzer verabschiedet. Federführend war das Finanzministerium. Daher stand die Sicherung der Steuereinnahmen im Vordergrund und gesundheitliche Aspekte wurden nicht berücksichtigt. Je mehr Menschen rauchen, desto mehr sprudeln die Steuereinnahmen. Chance verpasst Verbrennungsprodukte wie Zigaretten, Feinschnitt und Shisha unterscheiden sich in ihrem Schadstoffausstoß von verbrennungsfreien Produkten wie E-Zigaretten und Tabakerhitzern deutlich und aus gesundheitspolitischer Sicht wäre eine schadstoffadaptierte Steuer sinnvoll. Dazu hätte man auf der einen Seite die Steuer auf schadstoffreiche Verbrennungsprodukte deutlich erhöhen sollen, um die Menschen, die rauchen, zum Aufhören zu bewegen. Gleichzeitig hätte man die Steuer auf schadstoffärmere verbrennungsfreie Produkte weniger stark ansteigen lassen sollen, um den Menschen, die trotzdem weiter rauchen, über einen Wechsel zu diesen Produkten wenigstens eine schadstoffreduzierte Alternative zu eröffnen. Jetzt ist genau das Gegenteil eingetreten. Die Steuererhöhung auf die klassische Verbrennungszigarette fällt am niedrigsten aus und die schadstoffärmeren Produkte haben die höchsten Aufschläge. Natürlich ist Steuer nicht gleich Preis. Es ist allerdings die absurde Situation denkbar, dass weniger schädliche Alternativen letztendlich teurer werden als die hochschädlichen Produkte mit Tabakverbrennung. Aus der Sicht eines Arztes eine vollkommen unverständliche und gesundheitsgefährdende Entscheidung. Rauchende werden ihrem Schicksal überlassen Warum das Gesundheitsministerium sich bei der Entscheidung zum Tabaksteuermodernisierungsgesetz so zurückgehalten hat, ist unklar. Denn parallel zu dieser Entscheidung nimmt das Gesundheitsministerium einen Teil der hierbei erwarteten Steuermehreinahmen von EUR 500 Millionen in die Hand und startet über die Bundesdrogenbeauftragte Daniela Ludwig die Bundesinitiative “Rauchfrei Leben”. Darin werden Aufklärungsprogramme und individuelle Rauchstoppversuche bezahlt. Einerseits eine sehr lobenswerte Initiative. Andererseits gibt sie viel Geld für Methoden aus, die nur die Minderheit der Rauchenden erreichen. So heißt es in der Bundesinitiative “Rauchfrei Leben” konkret “In Zukunft haben Versicherte, bei denen eine schwere Tabakabhängigkeit festgestellt wurde, alle drei Jahre Anspruch auf eine Übernahme dieser Kosten, wenn sie an einem evidenzbasierten Programm zur Rauchentwöhnung teilnehmen”. Das Paradoxe ist doch, dass stark abhängigen Rauchenden nur alle drei Jahre ein Entwöhnungsversuch bezahlt werden soll. Die DEBRA-Studie hat gezeigt, dass nur etwa 10-20% der Rauchenden ernsthaft den Rauchstopp probieren. Jeder, der sich mit Rauchen und Rauchstopp beschäftigt, weiß, dass Rauchende oft viele Versuche benötigen, bis sie erfolgreich sind. Die Bundesinitiative “Rauchfrei Leben” spricht also nur die wenigen Rauchenden an, die wirklich bereit und willens sind, aufzuhören und überlässt somit viele Rauchende, vor alle die, die es nicht beim ersten Versuch schaffen, ihrem Schicksal. Und genau hier hätte ein sinnvoll ausgestaltetes Tabaksteuermodernisierungsgesetz unterstützend eingreifen und lenken können. Eine einheitliche Strategie wäre nötig Viele Rauchende wählen bereits heute schadstoffreduzierte Produkte wie E-Zigaretten oder Tabakerhitzer, um von Verbrennungszigaretten weg zu kommen, und internationale Analysen der vorliegenden Daten bestätigen sogar den Mehrwert von E-Zigaretten gegenüber Nikotinersatztherapien aus der Apotheke. Daher ist es unverständlich, warum die Bundesdrogenbeauftragte in ihrer Bundesinitiative “Rauchfrei Leben” die Kostenübernahme von Nikotinersatzprodukten und Rauchausstiegsmedikamenten als Quantensprung bezeichnet. Ein Quantensprung wäre es, wann man jeden Rauchenden erreichen würde, die Mehrzahl von den Verbrennungsprodukten wegbekäme und die Bundesinitiative “Rauchfrei Leben” und die Ergebnisse des Tabaksteuermodernisierungsgesetzes sinnvoll aufeinander abgestimmt wären. Die Gesundheit muss im Vordergrund stehen Es bleibt zu hoffen, dass nach den Bundestagswahlen eine Überarbeitung des aktuellen Entscheids des Tabaksteuermodernisierungsgesetzes erreicht werden kann, die nicht nur finanzpolitischen Zielen folgt. Denn immer mehr Studien zeigen, dass schadstoffreduzierte Alternativen gerade den Rauchenden von Zigaretten weg helfen, die diesen Schritt mit konventionellen Rauchstoppmethoden nicht schaffen. Und dies gelingt im Vergleich sogar besser mit E-Zigaretten als mit sogenannten evidenzbasierten Methoden der Entwöhnung, die von der Bundesinitiative “Rauchfrei Leben” favorisiert werden. Entsprechend wird im Entwurf der international angesehenen englischen NICE Leitlinie empfohlen: “Das Personal des Gesundheitswesens sollte Menschen, die daran interessiert sind, mit E-Zigaretten den Rauchstopp zu schaffen, klare und aktuelle Informationen über E-Zigaretten geben.” Prof. Dr. med. Knut Kröger, Klinik für Angiologie, HELIOS Klinik Krefeld Pressekontakt: Knut Krö

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Stiko: Keine generelle Empfehlung für Corona-Impfungen ab 12 Jahren

02.07.2021 – 08:06

rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin (ots) Die Ständige Impfkommission bleibt dabei, die Impfung gegen das Corona-Virus für Kinder und Jugendliche nicht generell zu empfehlen. Das hat der Impfarzt und Stiko-Mitglied Dr. Martin Terhardt am Freitag im Inforadio vom rbb gesagt. Man wisse inzwischen, dass Jugendliche sich zwar infizieren, aber selten schwer an Covid-19 erkranken. Es gebe aber inzwischen Hinweise auf seltene Komplikationen bei Impfungen in dieser Altersgruppe: “Was wir seit einer Woche wissen aus den USA, wo ungefähr sechs Millionen Jugendliche geimpft wurden, dass es durchaus seltene Komplikationen geben kann in Form von Herzmuskelentzündungen, gerade in der jüngeren Altersgruppe, vor allem bei Jungs.” Das müsse noch abschließend bewertet werden, so Terhardt. Bis dahin bleibe es bei der Empfehlung, nur Über-12-Jährige aus Risikogruppen zu impfen. “Mich entsetzt das immer wieder, wie die Politik vorprescht und wissenschaftliche Daten eher ignoriert. Wir haben in der Stiko entschieden, dass wir die Kinderimpfung ab 12 zurzeit nicht generell empfehlen.” Das Interview zum Nachhören: Corona-Impfung ab 12 Jahren – Wann kommt die Stiko-Empfehlung? | Inforadio Pressekontakt: Rundfunk Berlin-BrandenburgInforadioChef/Chefin vom DienstTel.: 030 – 97993 – 37400Mail:

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Stern: Fragwürdige Laborhonorare – Staatsanwaltschaft prüft Abrechnungen der Charité

01.07.2021 – 10:00

Gruner+Jahr, STERN

Hamburg (ots) Die Berliner Staatsanwaltschaft nimmt Abrechnungen für medizinische Leistungen von Deutschlands größtem Krankenhaus Charité unter die Lupe. “Wir haben die Charité aufgefordert, das Abrechnungssystem zu erläutern und prüfen derzeit, ob wir ein Ermittlungsverfahren einleiten”, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf stern-Anfrage. Wie der stern in seiner aktuellen Ausgabe und bei “stern plus” berichtet, stehen vor allem Laborabrechnungen bei ambulanten Privatpatienten auf dem Prüfstand. Teure Speziallaborleistungen sind laut Gebührenordnung nicht delegierbar: Sie dürfen nur von Ärzten in Rechnung gestellt werden, die diese Leistungen persönlich erbracht oder beaufsichtigt haben. Verstöße dagegen wurden in der Vergangenheit regelmäßig als Betrug geahndet. Die Charité hatte 2011 ihren Laborbetrieb ausgelagert und mit dem des städtischen Klinikums Vivantes zusammengelegt. Chefärzten und Hochschulprofessoren der Charité, die über Nebentätigkeitsvereinbarungen privat abrechnen dürfen, müsste das Inkasso für teure Laborspezialdiagnostik unter normalen Umständen deshalb eigentlich verwehrt sein. Dennoch sind Charité-Ärzte weiterhin auf verschiedene Weise an Laborerlösen beteiligt. Der stern konnte eine Vielzahl von internen Unterlagen einsehen, etwa die vertraulichen Vertragsregelungen mit der ausgegliederten Labor GmbH. Es zeigt sich, dass die Klinik Wege konstruierte, die es einem illustren Ärztekreis ermöglichen, weiter am Labor zu partizipieren. So wird etwa die teure Spezialdiagnostik ausgerechnet und exklusiv für Fälle von Privatversicherten in einen technischen und einen ärztlichen Befund aufgeteilt – und so ein Teil der Diagnostik vom Labor auf die Chefarztriege zurück übertragen. Der auf Medizinrecht spezialisierte Jurist Tilman Clausen aus Hannover sieht die Aufteilung der einheitlichen Laborleistung in einen technischen und ärztlichen Teil kritisch. “Das ist mit den allgemeinen Bestimmungen der Gebührenordnung für Ärzte eigentlich nicht vereinbar”, sagt er im stern: “Laborleistungen sind danach nicht teilbar. Deswegen können sie meiner Meinung nach auch nicht in mehrere Rechnungen gesplittet werden.” Kritisch äußert sich auch der Landtagsabgeordneten Marcel Luthe (früher FDP, heute Freie Wähler), der eine Reihe von parlamentarischen Anfragen zum Zusammenspiel von Charité und Labor stellte. Er meint, einige der internen Absprachen und Regelungen dienten “keinem anderen Zweck, als das Personal weiter an den Erträgen zu beteiligen”. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD), der in Personalunion die Senatskanzlei für Wissenschaft und Forschung leitet und in dessen Hoheitsbereich das Uni-Klinikum fällt, hat sich nun ebenfalls eingeschaltet. “Die Senatskanzlei klärt momentan im Rahmen der Fach- und Rechtsaufsicht den Sachverhalt weiter auf”, teilt die Landesregierung auf stern-Anfrage mit. Für Klinik und Land – und damit letztlich für den Steuerzahler – steht einiges auf dem Spiel: Denn bei falschen Abrechnungen können Kassen und Patienten die Arzthonorare zurückverlangen. Die Charité dementiert ein Fehlverhalten bei Abrechnungen. Pressekontakt: Sabine Grüngreiff, Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation,Telefon: 040 – 3703 2468, E-Mail:

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Kuratorium Deutsche Altershilfe: Anwerbung und Integration von Pflegekräften aus Drittstaaten / Neues Gütesiegel soll ethische, faire und transparente Anwerbung sichern

29.06.2021 – 14:00

Kuratorium Deutsche Altershilfe Wilhelmine Lübke Stiftung

Berlin (ots) In Deutschland sind derzeit etwa 40.000 Stellen in der Pflege nicht besetzt. Im Fokus der heutigen Veranstaltung des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA) stand die Frage, wie es fair und wertschätzend gelingen kann, internationale Pflegekräfte dafür zu gewinnen, dass sie gerne in Deutschland leben und arbeiten. Welche Hürden gibt es – und wie können diese abgebaut werden? Wie kann die Anwerbung vom Erstkontakt im Ausland bis zur Berufszulassung in Deutschland fair gestaltet werden? Diese Fragen greift das vom Bund geförderte Programm “Gewinnung von Pflegefachkräften aus Drittstaaten” auf. Die heutige Veranstaltung hat eine erste Bilanz dieser Gemeinschaftsinitiative von Bundesgesundheitsministerium (BMG), Ländern und Fachkreisen vorgestellt. Zentraler Diskussionspunkt waren die Standards für einen transparenten, fairen Prozess bei der Anwerbung. Dies soll künftig ein Gütesiegel festlegen, das das Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA) in Zusammenarbeit mit Fachkreisen im Auftrag der Bundesregierung entwickelt hat und in Kürze herausgeben wird. Das Gütesiegel “Faire Anwerbung Pflege Deutschland” ist freiwillig und kann an selbstorganisiert international anwerbende Pflege- und Gesundheitseinrichtungen und Unternehmen der privaten Personalvermittlung erteilt werden. Für das Kuratorium Deutsche Altershilfe ist die Beauftragung durch den Bundesgesetzgeber zur Herausgabe des Gütesiegels Ausdruck einer hohen Wertschätzung. “Wir freuen uns sehr, mit dieser wichtigen Aufgabe betraut zu sein und sehen uns auch in unserer Selbstverpflichtung zur Unabhängigkeit und Neutralität bestätigt”, sagte Helmut Kneppe, Vorsitzender des Kuratoriums Deutsche Altershilfe (KDA). Wichtige Diskussionspunkte waren auch die Voraussetzungen für das Gelingen einer fairen internationalen Anwerbung und zur Gestaltung einer Willkommenskultur und erfolgreichen Integration internationaler Pflegekräfte hier in Deutschland. Dazu hat das vom Bund geförderte “Deutsche Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen” (DKF) im Kuratorium Deutsche Altershilfe zentral einen “Werkzeugkoffer Willkommenskultur & Integration” zusammengestellt. “Die Erfahrungen, die wir im DKF gesammelt haben, zeigen, dass zwei Voraussetzungen ganz entscheidend zum Gelingen einer nachhaltigen Anwerbung beitragen können: die Regelung eines fairen Anwerbeverfahrens und die Schaffung einer Willkommenskultur in den Einrichtungen”, fasste Helmut Kneppe zusammen. In verschiedenen digitalen Panels der Bilanzveranstaltung wurden von Expertinnen und Experten aus der Praxis Konzepte und Positionen zur Anwerbung von Pflegekräften aus Drittstaaten vorgestellt und Lösungsansätze mit den digital zugeschalteten Gästen diskutiert. Unter anderem sprachen zu dem Thema: – Sabine Weiss, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit
– Isabell Halletz, Arbeitgeberverband Pflege (AGVP)
– Dr. Gerald Gaß, Deutsche Krankenhaus Gesellschaft (DKG)
– Sebastian Thieswald, Aspida GmbH
– Jenny Wortha, Charité – Universitätsmedizin Berlin
– Prof. Dr. Michael Sauer, Hochschule Bonn-Rhein-Sieg Moderiert wurde die Veranstaltung von Tina Kraus, TV-Moderatorin und Journalistin. Schon im Vorfeld der Bilanzveranstaltung fanden vier interaktive, digitale Informationsveranstaltungen statt, die auf hohes Interesse gestoßen sind. Vorgestellt und intensiv diskutiert wurden Projekte zur Beschleunigung der Verfahren im In- und Ausland bezogen auf die Einreise, die Straffung der beruflichen Anerkennung und die Erteilung der Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis sowie zur beruflichen und sozialen Integration. Pressekontakt: Solveig GieseckePresse- und ÖffentlichkeitsarbeitKuratorium Deutsche AltershilfeWilhelmine-Lübke-Stiftung e.V.Michaelkirchstr. 17-1810179 BerlinTel.: +49 30 / 2218298 – 58Fax: +49 30 / 2218298 – 66E-Mail: : www.kda.de

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Pflege-Report 2021: Deutlicher Anstieg der Sterblichkeit in Pflegeheimen während der ersten und zweiten Pandemiewelle

29.06.2021 – 10:00

Wissenschaftliches Institut der AOK

Berlin (ots) Die Sterblichkeit von Bewohnerinnen und Bewohnern der Pflegeheime in Deutschland ist in den ersten beiden Pandemiewellen drastisch angestiegen. Lag die Letalität in Pflegeheimen bereits rund drei Wochen nach Start des ersten Lockdowns (6. bis 12. April 2020) um 20 Prozent höher als im Mittel der Vorjahre, so überstieg sie in den ersten drei Monaten der zweiten Pandemiewelle von Oktober bis Dezember 2020 das Niveau der Vorjahre um durchschnittlich 30 Prozent. In der Spitze lag die Übersterblichkeit in der 52. Kalenderwoche 2020 sogar bei 80 Prozent. Dies zeigt der Pflege-Report 2021 des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Er enthält zudem die Ergebnisse einer Angehörigen-Befragung, die drastische Einschränkungen der sozialen Teilhabe von Pflegebedürftigen in der ersten Pandemiewelle sichtbar macht. “Die Infektionsschutzmaßnahmen während der Pandemie reichten nicht aus, um die im Heim lebenden pflegebedürftigen Menschen ausreichend zu schützen”, sagt Dr. Antje Schwinger, Leiterin des Forschungsbereichs Pflege im WIdO und Mitherausgeberin des Pflege-Reports. Diese grundlegende Erkenntnis muss für zukünftige Pandemiekonzepte ebenso berücksichtigt werden wie die deutlichen gesundheitlichen Folgen für die Pflegebedürftigen, insbesondere auch die psychischen Belastungen durch die Isolation. Denn wie eine Angehörigen-Befragung des WIdO mit Blick auf die erste Pandemiewelle ergeben hat, waren die Einschränkungen für pflegebedürftige Menschen im stationären Bereich deutlich spürbar. Für 43 Prozent der befragten Angehörigen war ein persönlicher Kontakt zu den Pflegebedürftigen zwischen März und Mai 2020 nicht möglich. Eine Verschlechterung der geistigen Fitness wie auch der psychischen Gesundheit aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen haben rund zwei Drittel der Befragten wahrgenommen. Forschungsprojekt “Covid-Heim” Die Ergebnisse des Pflege-Reports sind Bestandteil des vom Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) geförderten Forschungsprojekts “Covid-Heim”, das die Charité – Universitätsmedizin Berlin in Kooperation mit dem WIdO durchführt. Für alle Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen wurde unter anderem nach Kalenderwochen analysiert, wie sich die Sterblichkeit entwickelt hat. Ort und Ursache des Versterbens spielten dabei keine Rolle. Die Analysen weisen auch auf Phasen mit deutlich erhöhter Sterblichkeit unabhängig von Covid-19 in den Jahren zuvor hin. “Die naheliegenden Ursachen wie Grippe- und Hitzewellen gilt es gleichfalls weiter zu untersuchen und hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Pflegeheimbewohnenden in den Blick zu nehmen”, sagt Antje Schwinger. Jeder dritte Covid-19-Fall über 60 im 2. Quartal 2020 aus Pflegeheimen In der zweiten Pandemiewelle verstarben von Oktober bis Dezember 2020 (Kalenderwochen 40 bis 52) durchschnittlich neun von 1.000 Pflegeheimbewohnenden, was eine Übersterblichkeit von 30 Prozent im Vergleich zu den Vorjahren 2015 bis 2019 bedeutet. Bis Anfang Dezember (49. Kalenderwoche) erhöhte sich die Sterblichkeit deutlich und lag am Ende des Jahres mit 13 Verstorbenen je 1.000 Pflegeheimbewohnenden um 81 Prozent höher als in den entsprechenden Vorjahreswochen. Am Beispiel der ersten Welle – hier liegen neben den Abrechnungsdaten aus den Krankenhäusern auch die ambulant-ärztlichen Daten bereits vor – wird das Ausmaß der Pandemie-Betroffenheit von Pflegeheimen besonders deutlich. Im Zeitraum April bis Juni 2020 entfiel jede dritte Covid-19-Diagnose (33 Prozent) bei über 60-Jährigen auf Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen. Einbezogen wurden alle Versicherten ab 60 Jahren mit einer dokumentierten Krankenhausdiagnose oder gesicherten ambulant-ärztlichen Covid-19-Diagnose und durchgeführtem PCR-Test. Bezogen auf die im Krankenhaus Versorgten mit einer Covid-19-Diagnose zeigt sich ein ähnliches Bild: Hier lag der Anteil der vollstationär Pflegebedürftigen bei 30 Prozent. Ob die Covid-19-Infektion der Auslöser der Krankenhauseinweisung war oder erst während des Aufenthalts erworben wurde, kann auf Grundlage der Daten jedoch nicht differenziert werden. Der Anteil der Krankenhauspatienten über 60 Jahren, die im Zeitraum von April bis Juni 2020 mit einer Covid-19-Diagnose verstarben, lag bei vollstationär Pflegebedürftigen bei 45 Prozent. Bei denen, die nicht oder ambulant pflegebedürftig waren, betrug die Sterblichkeit hingegen nur 25 Prozent. Vor allem die jüngeren Kohorten haben hier eine deutlich erhöhte Letalität: Während 36 Prozent der 60- bis 64-Jährigen Pflegeheimbewohnenden verstarben, wenn sie mit Covid-19 im Krankenhaus waren, lag die Rate bei den Nicht-Pflegeheimbewohnenden bei nur 9 Prozent. Die Sterbewahrscheinlichkeiten der beiden Gruppen nähern sich mit steigendem Alter an. “Pflegeheimbewohnende dürften aufgrund ihrer hohen Multimorbidität deutlich eher als andere Personengruppen gleichen Alters verstorben sein, wenn sie an Covid-19 erkrankten”, so Antje Schwinger. Erhebliche Einschränkungen der sozialen Teilhabe in der ersten Corona-Welle Der WIdO-Pflege-Report 2021 berichtet auch über eine Online-Befragung zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf die ambulant und vollstationär Pflegebedürftigen. Insgesamt wurden im Zeitraum vom 26. Oktober bis 13. November des vergangenen Jahres 1.012 Angehörige befragt, rund 500 hiervon waren Bezugspersonen von stationär Pflegebedürftigen. Mit Blick auf die Möglichkeiten zur sozialen Teilhabe und Aktivität wird deutlich, dass ein Großteil der pflegebedürftigen Personen drastische Einschränkungen in Kauf nehmen musste: 43 Prozent der befragten Bezugspersonen berichten, dass zwischen März und Mai 2020 die Möglichkeit zum persönlichem Kontakt, auch unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen, gar nicht gegeben war. Für ein weiteres knappes Drittel (30 Prozent) war diese Möglichkeit nur selten gegeben. Nach Angaben der Bezugspersonen war es 16 Prozent der pflegebedürftigen Personen nicht möglich, das eigene Zimmer zu verlassen, weiteren 25 Prozent war es nur selten möglich. Damit hatten 36 Prozent der pflegebedürftigen Personen, die vor der Pandemie täglich oder mehrmals in der Woche das Zimmer verlassen haben, diese Möglichkeit während des ersten Lockdowns gar nicht oder nur selten. Die Angehörigen haben während der Pandemie deutlich negative Veränderungen des körperlichen, geistigen und psychischen Zustands der pflegebedürftigen Person durch die Corona-bedingten Einschränkungen im Zeitraum von März bis Mai 2020 beobachtet. Mehr als 70 Prozent berichten über häufigere Gefühle von Einsamkeit und Alleinsein seitens der pflegebedürftigen Person, häufigere Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit (68 Prozent), Verschlechterungen der geistigen Fitness der pflegebedürftigen Person (61 Prozent) sowie verringerte Beweglichkeit beim Gehen, Aufstehen oder Treppensteigen (56 Prozent). “Die ergriffenen scharfen Isolationsmaßnahmen in den Pflegeheimen in der ersten Pandemiewelle haben dramatische Auswirkungen für die Pflegebedürftigen, und zwar physisch und psychisch”, so Antje Schwinger. Pandemie-Entscheidungen müssen reflektiert werden Insgesamt zeichnet die Untersuchung ein kritisches Versorgungsbild der vulnerablen Bevölkerungsgruppe der Pflegeheimbewohnenden. Maßnahmen, die die pflegebedürftigen Menschen vor einer Ansteckung mit Covid-19 schützen sollten, führten gleichermaßen zu erheblichen Einschnitten in der Versorgung sowie in der Folge zu starker sozialer Isolation und einer Zunahme psychischer Belastungen. “Deshalb muss untersucht werden, wie Isolation, Kontaktsperren zu Angehörigen und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit das Leben der Bewohnerinnen und Bewohner beeinflussten und welche technischen, baulichen, rechtlichen und personellen Veränderungen und Ressourcen benötigt werden, um zu vermeiden, dass sich eine solche Situation wiederholt”, so Schwinger. Was auf keinen Fall noch einmal zur Gefährdungsvermeidung herangezogen werden dürfe, sei die generelle Isolierung alter Frauen und Männer von der Außenwelt und ihren Angehörigen. “Wir sollten – die Situation der Betroffenen vor Augen – die Pandemie zum Anlass für einen breiten gesellschaftlichen Diskurs nehmen, was uns eine menschenwürdige Versorgung im Alter als Gesellschaft wert ist”, sagt Schwinger und ergänzt: “Die im Eiltempo beschlossene jüngste Pflegereform im Zuge des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes (GVWG) kann diesen Anspruch jedenfalls nicht erfüllen.” Pflege-Report 2021 mit Schwerpunkt “Sicherstellung der Pflege: Bedarfslagen und Angebotsstrukturen” Der Pflege-Report 2021 hat das Schwerpunktthema “Sicherstellung der Pflege: Bedarfslagen und Angebotsstrukturen”. Neben den dargelegten Auswertungs- und Umfrageergebnissen liefert der Band eine medizinethische Einordnung der Covid-19-Maßnahmen für Pflegebedürftige sowie vertiefende Analysen zur Belastung insbesondere berufstätiger Angehöriger durch die Pandemie. Er gibt ferner Einblicke ins Betriebliche Gesundheitsmanagement unter Pandemiebedingungen. Der zweite Teil des Pflege-Reports 2021 greift die Frage auf, wie die Pflege perspektivisch sichergestellt werden kann. Neben den Bedarfslagen von pflegebedürftigen Menschen werden bestehende Angebotsstrukturen analysiert und Entwicklungspotenziale aufgezeigt. Mehr Infos unter: https://www.wido.de/publikationen-produkte/buchreihen/pflege-report/2021/ Digitale Diskussionsveranstaltung zum Erscheinen des Pflege-Reports am 29. Juni von 15.00-16.30 Uhr Unter dem Titel “Geschützt, isoliert und einsam? Heimbewohnende und Pflegepersonal während der Pandemie” werden die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie für Heimbewohnende und Pflegepersonal am 29. Juni von 15:00 bis 16:30 Uhr in einer digitalen Diskussionsveranstaltung aufgegriffen. Es diskutieren: Prof. Dr. phil. Adelheid Kuhlmey, Direktorin des Instituts für Medizinische Soziologie und Rehabilitationswissenschaft der Charité Berlin; Birgit Pätzmann-Sietas, Deutscher Pflegerat, Berlin; Helmut Wallrafen, Sozial-Holding der Stadt Mönchengladbach GmbH; Dr. rer. pol. Antje Schwinger, Leiterin des Forschungsbereichs Pflege im WIdO; Moderation: Thomas Hommel. Hier geht es zum Livestream: https://www.unitylivestream.com/Livestream/pflege-report2021/ Weiterführende Informationen finden Sie auf www.wido.de Pressekontakt: Wissenschaftliches Institut der AOKPressestelleInes KlutTelefon: 030 34646 2211Mobil: 0174 1851590E-Mail:

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25 Jahre ADAC Luftrettung in Saarbrücken / Seit Übernahme des Standortes im Jahr 1996 fast 35.000 Einsätze / Mirko Schmidt löst Klaus Kacheleck als Stationsleiter ab

28.06.2021 – 09:00 <p class=”customer”> <a class=”story-customer” title=”weiter zum newsroom von ADAC SE” href=”https://www.presseportal.de/nr/122834″>ADAC SE</a> </p> <i><a data-category=”citylink-story-view” data-action=”click” data-label=”Citylink in Meldungsansicht” class=”story-city event-trigger” href=”https://www.presseportal.de/regional/M%FCnchen” title=”News ausMünchen “>München</a> (ots)</i> Die Luftrettungsstation Saarbrücken mit dem Rettungshubschrauber “Christoph 16” der gemeinnützigen ADAC

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Bundespräsident Steinmeier dankt Johannitern / Engagement der Johanniter in der Corona-Pandemie gewürdigt

25.06.2021 – 14:20

Johanniter Unfall Hilfe e.V.

Berlin (ots) Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte am 25. Juni die Johanniter in Treuenbrietzen und informierte sich über die ambulante und stationäre Arbeit der Johanniter-Ordenswerke in der Corona-Pandemie. Schwerpunkte des Besuchs waren die Behandlung des Long-Covid-Syndroms nach einer Corona-Infektion und die Situation in der Pflege. S.K.H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen, Herrenmeister des Johanniterordens, Dr. Frank-Jürgen Weise, Präsident der Johanniter-Unfall-Hilfe, und Vivien Voigt, Direktorin des Johanniter-Krankenhauses Treuenbrietzen, führten den Bundespräsidenten sowie Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg, über das Gelände und stellten die stationären und ambulanten Dienstleistungen der Johanniter im Landkreis vor. Bundespräsident Steinmeier sagte: “Die Johanniter sind eine Organisation, die eine ganz wichtige Rolle in der Gesundheitsversorgung in Deutschland spielt. Natürlich geht es nicht nur darum, eine Organisation zu würdigen, sondern die Menschen, die für sie arbeiten – Ärztinnen und Ärzte, Pflegekräfte, Mitarbeitende in vielen Bereichen der Unfallhilfe bis hin zur Flugrettung. Wir haben heute mit Menschen reden können, die sich einsetzen für andere. Und deshalb freue ich mich, Ihnen stellvertretend einmal Danke zu sagen für das, was viele andere täglich und insbesondere natürlich in den Monaten der Pandemie geleistet haben.” “Für den Johanniter-Verbund bedeutete der heutige Besuch des Bundespräsidenten eine hohe Wertschätzung und Anerkennung der geleisteten Dienste insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie”, sagt S.K.H. Oskar Prinz v. Preußen, Herrenmeister des Johanniterordens. Vor Ort wurde durch eine virtuelle Präsentation eines Rettungshubschraubers mit einer Covid-Transporteinheit die Komplexität von Patiententransporten mit Covid-Erkrankung dargestellt. Im Gespräch mit Dr. med. Martin Spielhagen, dem Ärztlichen Direktor des Johanniter-Krankenhauses, und Covid-Patienten konnte sich der Bundespräsident auch einen persönlichen Eindruck verschaffen. Die Arbeit unter Pandemie-Bedingungen hat auch die Johanniter besonders gefordert: Am Beispiel der Lungenfachklinik der Johanniter GmbH in Treuenbrietzen wurde aufgezeigt, dass nicht nur die Akutbehandlung, sondern auch die Nachbetreuung von Corona-Erkrankten eine wichtige und herausfordernde Aufgabe ist. Die Johanniter-Unfall-Hilfe, eine der großen deutschen Hilfsorganisationen, stellte ihre Arbeit unter Corona-Bedingungen vor. Auch 2020 versorgten die Johanniter mehr als 740.000 Menschen notfallmedizinisch und transportierten mehr als 350.000 Patienten. Hochqualifiziertes Personal und modernste Transportmöglichkeiten, u.a. durch die Rettungshubschrauber der Johanniter-Luftrettung, ermöglichten trotz Pandemie eine verlässliche Notfallversorgung. Über das Johanniter-Krankenhaus in Treuenbrietzen Mit rund 650 Mitarbeitenden und 382 Betten und fünf Tageskliniken ist das Johanniter-Krankenhaus Treuenbrietzen einer der bedeutendsten Gesundheitsanbieter der Region. Hier sind drei Fachkliniken angesiedelt. Eine von ihnen ist die hoch spezialisierte Lungenfachklinik mit 154 Betten und 5 tagesklinischen Behandlungsplätzen. Sie bietet das gesamte Behandlungsspektrum der Lungenmedizin (allg. Pneumologie, Onkologie, Allergologie und Asthma, Thoraxchirurgie, Palliativmedizin sowie Beatmungsmedizin). Mit ihrer Größe und medizinischen Expertise ist sie das Kompetenzzentrum im Land Brandenburg. Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden hier insgesamt 159 Corona-Patienten versorgt sowie 54 Menschen mit Long- bzw. Post-Covid-Syndrom. 23 Patientinnen und Patienten sind verstorben. Über die Johanniter-Unfall-Hilfe Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit rund 25.000 Beschäftigten, mehr als 40.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der größten Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein großes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland. Über den Johanniterorden Der Johanniterorden widmet sich entsprechend seines rund 900 Jahre alten Doppelauftrags diakonischen Aufgaben und tritt für den christlichen Glauben ein. Dem Johanniterorden gehören weltweit in 18 nationalen und fünf internationalen Genossenschaften bzw. Kommenden aktuell über 4.100 Mitglieder an. An der Spitze des Johanniterordens steht der Herrenmeister, S.K.H. Dr. Oskar Prinz v. Preußen. Pressekontakt: Juliane Flurschütz, PressereferentinJohanniter-Unfall-Hilfe e.V., BundesgeschäftsstelleTel. 030-26997-361, Mobil 0173 619 3409E-Mail:

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Private Krankenversicherung leistet starken Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise

17.06.2021 – 10:14

PKV – Verband der Privaten Krankenversicherung e.V.

Berlin (ots) Zu den Leistungen der Privaten Krankenversicherung in der Pandemie erklärt der Vorsitzende des PKV-Verbands, Ralf Kantak: “In der Corona-Pandemie hat das deutsche Gesundheitswesen seine Leistungsfähigkeit und Krisenfestigkeit unter Beweis gestellt. Auch die Private Krankenversicherung hat ihren Anteil zur Bewältigung der Krise erbracht. Die Leistungsausgaben der PKV sind 2020 um 1,7 Prozent auf rund 29 Milliarden Euro gestiegen. Die PKV garantiert aber nicht nur ihren eigenen Versicherten Schutz, sie erfüllt auch solidarisch ihre Mitverantwortung für unser Gemeinwesen insgesamt. Die Ausgaben für Corona-Maßnahmen der PKV beliefen sich für das Gesamtjahr 2020 auf etwa 1,1 Milliarden Euro. Allein für das erste Halbjahr 2021 zeichnen sich nochmals Ausgaben von insgesamt rund 650 Millionen Euro ab. Mehr als 1,7 Milliarden Euro zusätzlich hat die PKV also bisher beigesteuert, um die medizinische Versorgung in der Corona-Krise zu sichern. Damit hat die Branche finanziell weit mehr für die Bewältigung der Pandemie geleistet, als es ihrem Versichertenanteil entspricht. Die PKV erhält hierfür null Euro Steuerzuschüsse. Die PKV beteiligt sich auch an den Kosten der Corona-Rettungsschirme für die Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen und Hospizdienste. Beträchtliche Sonderzahlungen für den Hygieneaufwand und die verstärkte Nutzung von Videosprechstunden tragen dazu bei, dass Patientinnen und Patienten sicher ärztlich versorgt werden können. Dass Deutschland die Corona-Krise im internationalen Vergleich bislang so gut gemeistert hat, beruht auf den besonders starken Ressourcen unseres Gesundheitswesens. Diese Ressourcen verdanken wir auch dem dualen Gesundheitssystem mit seinem bewährten Nebeneinander aus privaten und öffentlich-rechtlichen Strukturen, die im stetigen Wettbewerb miteinander den medizinischen Fortschritt und die Versorgungsqualität vorantreiben – und eine dezentrale Finanzierung unabhängig von der jeweiligen Kassenlage des Staates gewährleisten.” Pressekontakt: Stefan Reker- Geschäftsführer -Leiter des Bereiches KommunikationVerband der Privaten Krankenversicherung e.V.Heidestraße 4010557 BerlinTelefon 030 / 20 45 89 – 44Telefax 030 / 20 45 89 – 33E-Mail www.pkv.deTwitter www.twitter.com/pkv_verband

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APCOA und MEDICARE geben strategische Partnerschaft bekannt

17.06.2021 – 10:00 <p class=”customer”> <a class=”story-customer” title=”weiter zum newsroom von APCOA Parking Deutschland GmbH” href=”https://www.presseportal.de/nr/9373″>APCOA Parking Deutschland GmbH</a> </p> <i><a data-category=”citylink-story-view” data-action=”click” data-label=”Citylink in Meldungsansicht” class=”story-city event-trigger” href=”https://www.presseportal.de/regional/Stuttgart” title=”News ausStuttgart “>Stuttgart</a> (ots)</i></p><pre class=”xmllist”>- Anbieter von Corona-Schnelltests nutzt Parkhäuser als

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TÜV Rheinland: Kinder und Tiere bei Hitze niemals im Fahrzeug lassen / Sonne heizt Fahrzeuginnenräume sehr schnell auf / Vorsicht auch bei milden Temperaturen / Im Notfall Scheibe einschlagen

16.06.2021 – 11:00 <p class=”customer”> <a class=”story-customer” title=”weiter zum newsroom von TÜV Rheinland AG” href=”https://www.presseportal.de/nr/31385″>TÜV Rheinland AG</a> </p> <i><a data-category=”citylink-story-view” data-action=”click” data-label=”Citylink in Meldungsansicht” class=”story-city event-trigger” href=”https://www.presseportal.de/regional/K%F6ln” title=”News ausKöln “>Köln</a> (ots)</i> Trotz Warnungen wird die extreme Hitzeentwicklung im Inneren eines

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rbb-exklusiv: Lauterbach erwartet Probleme durch Delta-Variante im Herbst

16.06.2021 – 06:59

rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin (ots) Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach rechnet damit, dass die sogenannte Delta-Variante des Coronavirus im Herbst auch in Deutschland wieder für mehr Ansteckungen sorgen wird. “Ich bin ganz sicher, dass wir in Deutschland auch noch die Delta-Variante bekommen werden”, sagte der Epidemiologe am Dienstag in der Fernsehsendung rbb Spezial. Das werde im Herbst zu Problemen führen. Zwar sei die Saisonalität dieser Variante viel ausgeprägter als ursprünglich angenommen, wie eine neue Studie der Oxford Universität bestätigt habe. Das bedeute, im Sommer sei das Risiko, sich anzustecken viel geringer. Dennoch ist die Variante laut Lauterbach in dreifacher Hinsicht problematisch: Sie sei deutlich ansteckender, führe zu einem schwereren Verlauf, und sei zum Teil resistent gegen die Impfung, insbesondere wenn nur einmal geimpft wurde. “Aber ich hoffe, dass dann bei uns eben schon so viele doppelt geimpft sein werden, dass es keine so große Welle mehr gibt”, so Lauterbach. Herdenimmunität sei zwar weiterhin das Ziel. Und was die Erwachsenen angehe, sei das bis September zu schaffen, sagte er im Gespräch mit rbb-Moderator Volker Wieprecht. Doch wenn 80 Prozent immunisiert seien, heiße das nicht, dass die restlichen 20 Prozent sich nicht mehr anstecken könnten. “Eine Herdenimmunität im engeren Sinne gibt es eigentlich gar nicht”, sagte Lauterbach weiter. Der SPD-Politiker spricht sich deshalb dafür aus, dass auch Kindern ein Impfangebot gemacht wird. “Gerade bei der Delta-Variante haben wir in England gesehen, dass von den infizierten Kindern ein Prozent so schwer erkranken, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen. Das ist keine Kleinigkeit”, sagte Lauterbach. Auch Long Covid spiele eine Rolle. “Von daher finde ich es problematisch, wenn wir uns Erwachsene schützen durch eine Impfung, und überlassen die Kinder der Krankheit, das ist nicht richtig.” Auch die Landesschülersprecherin von Brandenburg, Katharina Swinka, wünscht sich, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler sich impfen lassen können. Davon abhängig sei auch, ob in den Klassenzimmern noch Masken getragen werden sollten oder nicht. “Man muss ganz vorsichtig sein, wenn wir in das nächste Schuljahr gehen. Ich glaube, dass kompletter Präsenzunterricht mit Maske vorerst die beste Variante ist, bevor wir weitersehen.” Pressekontakt: Rundfunk Berlin-BrandenburgGesprächsformateMasurenallee 8-1414057 BerlinTelefon: +49 30 97993 24322www.rbb-online.de

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Standard Systeme GmbH erklärt: Forderungsmanagement im Gesundheits- und Sozialwesen mit Saldaris optimal gestalten

14.06.2021 – 09:00

Standard Systeme GmbH

Hamburg (ots) Auch im Gesundheitswesen kommt es immer häufiger vor, dass Rechnungen für private Leistungen nicht bezahlt werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um anfallende Heimpflegekosten in einem Pflegeheim handelt oder um Diagnose- und Behandlungskosten sowie kostenpflichtige Zusatzleistungen bei Fachärzten und in Krankenhäusern. Die Gründe, warum Kunden ihre Rechnungen nicht bezahlen, können sehr vielschichtig sein. So ist es möglich, dass vorhandene Renten nicht an den Einrichtungsträger weitergeleitet werden, Kunden ihre Zahlung vergessen oder ihnen zum Zeitpunkt der Forderung kein Geld zur Verfügung steht. Handelt es sich um regelmäßige Zahlungsausfälle, ist die Liquidität der Betriebe ernsthaft gefährdet: Für eine Leistung, die sie erbracht haben, tragen sie die Kosten. Umso wichtiger ist ein effektives Forderungsmanagement, um ausbleibende Forderungen rechtzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Dafür gilt es, im Gesundheitsbetrieb entsprechende personelle Ressourcen bereitzustellen. Empfehlenswert kann es jedoch sein, einen branchenerfahrenen Inkassodienstleister zu beauftragen, der Entlastung bietet und das gesamte Forderungsmanagement managt. So arbeitet Standard Systeme eng mit Saldaris zusammen, um seine Kunden im Gesundheits- und Sozialwesen bei der Organisation logistischer Prozesse optimal zu unterstützen. Seriöse Inkassodienstleister übernehmen Forderungsmanagement und steigern Zahlungsmoral Inkasso ist als die Einziehung von fälligen Forderungen zu verstehen. Inkassodienstleister kümmern sich darum, Forderungen einzuziehen, wenn ein Kunde seine Rechnungen nach dem kaufmännischen Mahnwesen und nicht oder nicht vollständig bezahlt hat. Sie können verschiedene Maßnahmen und rechtliche Schritte einleiten, wie zum Beispiel die Versendung von außergerichtlichen Inkassoschreiben, einem qualifizierten, branchenspezifischen Telefoninkasso, oder die Durchführung des gerichtlichen Mahnverfahrens mit anschließender Zwangsvollstreckung. Allerdings genießen Inkassounternehmen in der Bevölkerung keinen guten Ruf – umso wichtiger ist ein professioneller und seriöser Inkassodienstleister, der bei der Offenlegung von Verhältnissen und in der Kommunikation mit den Schuldnern ein entsprechendes Taktgefühl zeigt. Denn besonders im Gesundheitswesen ist ein sensibler und vertrauensvoller Umgang mit den Kunden unerlässlich. So legt der externe Inkassodienstleister Saldaris als Vermittler zwischen Gläubigern und Schuldnern großen Wert darauf, das gute Verhältnis von Betrieben zu ihren Kunden zu wahren und dennoch die Zahlungsmoral durch eine konsequente, rechtliche Verfolgung offener Forderungen zu steigern. Streng nach der gelebten Prämisse, sachkundig, sensibel und vor allem sympathisch. Saldaris minimiert Risiken mit kompetentem Inkasso im Gesundheits- und Sozialwesen Die Saldaris GmbH mit Sitz in Essen unterstützt Gesundheitsbetriebe im Bereich Inkasso und Beitreibung ausfallgefährdeter Forderungen mit einem umfangreichen Dienstleistungsangebot. Dazu zählen unter anderem individuelle Beratung, gerichtliche und außergerichtliche Mahnverfahren, Telefoninkasso sowie Bonitätsprüfungen von Schuldnern. Saldaris hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit der Optimierung von Unternehmensprozessen und der Verbesserung der Wirtschaftlichkeit, Forderungsausfälle und Kostenrisiken zu minimieren, die Liquidität zu steigern und Betrieben genügend Freiräume zu verschaffen, damit diese sich auf ihr Kerngeschäft fokussieren können. Als kompetenter Inkassodienstleister und Mitglied im Bundesverband Deutscher Inkassounternehmen (BDIU) verfügt Saldaris neben dem nötigen Fingerspitzengefühl im Umgang mit Schuldnern über das rechtliche Fachwissen und als Teil der opta data Unternehmensgruppe, insbesondere auch über relevante Branchenkenntnisse im Gesundheitswesen. Seine fachliche Expertise begründet der Inkassodienstleister durch die regelmäßige Beauftragung von Abrechnungsunternehmen und Leistungserbringern im Gesundheits- und Sozialwesen wie Ärzte, Zahnärzte, Sanitätshäuser, Pflege- oder Rettungsdienste. Dabei arbeitet das Inkassounternehmen nicht nur mit einem motivierten Team aus Inkassospezialisten und Volljuristen zusammen, sondern verfügt über ein starkes Netzwerk aus Rechtsanwälten, Abrechnungshäusern, Softwareunternehmen, wie zum Beispiel Standard Systeme, und Datenschützern, um den Umgang mit den Kundendaten gemäß der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) zu gewährleisten. Durch die Auslagerung von Forderungsprozessen gewährleistet die Zusammenarbeit von Saldaris und Standard Systeme die optimale Organisation von Unternehmensprozessen und schafft zusätzlich wertvolle Freiräume. Über Standard Systeme Die Standard Systeme GmbH mit Sitz in Hamburg wurde 1972 gegründet und gilt als Erfinderin der Papierdokumentation im Gesundheits- und Sozialwesen. Seit 1999 hat sich Standard Systeme stetig dem Wandel der Digitalisierung gestellt und bietet heute mit der carefamily zusätzlich eine umfassende Produktpalette an Softwarelösungen für das Gesundheits- und Sozialwesen an. Mit weiteren Entwicklungen setzt die Standard Systeme den konsequent eingeschlagenen Weg der Digitalisierung ihrer Produktwelten eindrucksvoll fort. Seit Januar 2015 ist Standard Systeme ein Unternehmen der opta data Gruppe. Pressekontakt: Standard Systeme GmbHGroßmoorring 721079 HamburgTelefon: +49 40 76 73 19-0Fax: +49 40 76 73

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Stephan Brandner: Weg mit der Maskenpflicht!

13.06.2021 – 11:17

AfD – Alternative für Deutschland

Berlin (ots) Während deutschlandweit die Inzidenzwerte immer weiter sinken, werden die Bürger weiterhin mit unnötigen Regeln gegängelt. Stephan Brandner, stellvertretender Bundessprecher der Alternative für Deutschland, meint, dass damit sofort Schluss sein müsse. Bei steigenden Temperaturen sei grade die Maskenpflicht eine belastende und vollkommen unnötige Anordnung, die abgeschafft werden müsse. “Während die Maskenpflicht vor allem unter freiem Himmel immer unsinnig und kontraproduktiv war, ist sie nun auch an vielen anderen Orten unnötig. Bürger, die bei Veranstaltungen im Freien mit Abstand und Maske bei 30 Grad in der Sonne politischen Reden lauschen wollen, werden abgeschreckt; den Einkauf versucht man möglichst schnell hinter sich zu bringen und Kauflaune kommt dabei nicht auf – ja selbst in vielen Schulen müssen Kinder noch immer mit Maske lernen und werden dadurch massiv beeinträchtigt. Ich fordere ein sofortiges Ende dieser Gängelei und wie schon seit über 16 Monaten eine vernunftbasierte Corona-Politik”, meint Brandner wörtlich. Pressekontakt: Alternative für DeutschlandBundesgeschäftsstelleSchillstraße 9 / 10785 BerlinTelefon: 030 220 5696 50E-Mail:

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“Pflege ist eine der sozialen Fragen der 20er Jahre.” / Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Interview mit der Apotheken Umschau über die Pflegereform

11.06.2021 – 10:40

Wort & Bild Verlag – Gesundheitsmeldungen

Baierbrunn (ots) Heute spricht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Bundestag zum Thema Pflegereform, die heute verabschiedet werden soll. Julia Rotherbl, Mitglied der Chefredaktion der Apotheken Umschau, und Tina Haase, Hauptstadtkorrespondentin der Apotheken Umschau, haben den Minister in Berlin zum Gespräch getroffen. Bei der Frage, warum ausgerechnet bei der Pflege gespart wird, verteidigt er sich mit folgenden Worten: “Ganz im Gegenteil. Wir geben künftig drei Milliarden mehr pro Jahr für Pflege aus. Wir haben im Sinne der Pflegebedürftigen und der Pflegefachkräfte einige Paradigmenwechsel vollzogen – zum Beispiel bei der Bezuschussung oder dem Tariflohn. Und ja: Das sind wichtige Schritte, aber sicher nicht die letzten. Gerade im Bereich der Altenpflege muss mehr kommen. Pflege ist eine der sozialen Fragen der 20er Jahre.” Das ganze Interview lesen Sie auf https://ots.de/3OWOUW Mit korrekter Quellenangabe dürfen Sie gerne aus dem Interview zitieren. Pressekontakt: Dr. Judith PöverleinTel. 089 / 744 33 343E-Mail:

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Deutschland versäumt zum dritten Mal die Digitalisierung der Pandemiebekämpfung

10.06.2021 – 11:00

COTEON GmbH

Bad Schwartau (ots) Der offene Brief des Geschäftsführers Timo Scharpenberg, der COTEON GmbH aus Bad Schwartau, an alle Abgeordnete des Deutschen Bundestages : Sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete des Deutschen Bundestages, die deutsche Pandemiebekämpfung steht in diesen Wochen an einem Scheideweg – und es ist zu befürchten, dass sie falsch abbiegt. Das Bundesministerium für Gesundheit hat mit Datum vom 4. Juni 2021 ein Eckpunktepapier zur Weiterentwicklung der Testverordnung vorgelegt, das am 16. Juni 2021 von den Gesundheitsministern aus Bund und Ländern beraten werden soll. Bereits jetzt, am Freitag, dem 11. Juni 2021, werden Sie als Abgeordnete des Deutschen Bundestages über den Antrag auf “Feststellung des Fortbestehens der epidemischen Lage von nationaler Tragweite” der Regierungskoalition abstimmen. Sollte beides verabschiedet werden, würde Deutschland damit zum dritten Mal die große Chance verpassen, die Pandemiebekämpfung endlich auch digital aufzusetzen und damit für seine Bürger zukunftsfähig zu machen. Denn weder im Eckpunktepapier des Bundesgesundheitsministeriums noch im Antrag der Regierungskoalition für Freitag, ist auch nur einmal eine digitale Maßnahme zur Coronavirus-Bekämpfung erwähnt, obwohl es in Deutschland mittlerweile rund ein Dutzend Unternehmen gibt, die seriöse digitale Lösungen anbieten – von der Online-Testung mit Zertifikat bis zur App für die Kontaktverfolgung. Diese digitalen Lösungen sind schneller, einfacher, kostengünstiger und sicherer in der Durchführung als stationäre Testzentren. Und vor allem: Sie sind besser gegen Betrug geschützt. Deutschland hatte es bereits 2014 versäumt, mit der SORMAS-Sofware, die vom Helmholtz-Institut entwickelt wurde, eine digitale, gesamtdeutsche E-Health-Software in allen Gesundheitsämtern aufzusetzen. Und dann noch einmal, als die Bund-Länder-Konferenz im November 2020 beschlossen hatte, SORMAS bis Mitte Januar 2021 in 90 Prozent aller Gesundheitsämtern zu installieren. Laut einer Umfrage des ARD-Magazins Kontraste war SORMAS im Februar 2021 nur in 90 von 375 Gesundheitsämtern in Betrieb. Dafür wird SORMAS jetzt erfolgreich in Frankreich, in der Schweiz und in Ghana zur Bekämpfung der Corona-Pandemie eingesetzt. Im Juni 2020 ist Deutschland ein weiteres Versäumnis unterlaufen, als es nicht gelang, bei der Entwicklung der Corona Warn-App einen pandemiegerechten digitalen Standard zu setzen, obwohl alle Voraussetzungen gegeben waren: Finanzielle Mittel, Akzeptanz der Bevölkerung und die Verbesserungsvorschläge des Chaos Computer Clubs. Momentan fallen die Inzidenzen und stationäre Testzentren werden abgebaut. Wo also sollen sich die Bürger testen lassen, wenn weiterhin Test-Zertifikate für die Innen-Gastronomie, Konzerte, Events und die Fußball-EM 21 und vor allem für Auslandsreisen benötigt werden? Wenn wir jetzt nicht die vorhandenen digitalen Lösungen nutzen und sie gleichberechtigt als Mittel der Pandemiebekämpfung etablieren, wird es im Herbst nicht gelingen, einer “4. Welle” zu begegnen, vor der Virologen wie Prof. Dr. Christian Drosten bereits warnen. Deutschland würde wider besseres Wissen ein drittes Mal die so wichtige digitale Säule der Pandemiebekämpfung und des Monitorings des Infektionsgeschehens vernachlässigen. Wir bitten Sie als Abgeordnete des Deutschen Bundestages, darauf hinzuwirken, dass Deutschland die digitalen Lösungsmöglichkeiten in diesem hochsensiblen Bereich beschleunigt. Wir, die COTEON GmbH aus Bad Schwartau, sind mit unserer Online-Testplattform covidtestONLINE.de Europas erstes digitales Corona-Schnelltest-Zentrum, bei dem die Testung durch geschultes Personal per Video überprüft und das Ergebnis in 20 Sprachen zertifiziert wird. Unser Test-Prozess ist vom TÜV-Rheinland im Mai 2021 validiert worden. Wir haben mit unseren Partnern care Integral und unizell über 35 Jahre Erfahrung bei Medizin-, Pflege- und Versorgungsprodukten und betreiben in Schleswig-Holstein derzeit noch ein stationäres Testzentrum. Mit den besten Grüßen Timo Scharpenberg
Geschäftsführer Pressekontakt: Hier finden Sie mehr über uns:Zur Testhomepage: covidtestonline.deHomepage des Unternehmens: coteon.dee GmbHPohnsdorfer Straße 323611 Bad SchwartauTelefon: +49171797149

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nal von minden appelliert: Neue EU-Richtlinie über Schnelltests sollte sofort verschoben werden

10.06.2021 – 10:11

nal von minden GmbH

Moers (ots) Können Krankheiten wie Corona, Herzinfarkt oder Diabetes bald nicht mehr diagnostiziert werden? Eine neue EU-Richtlinie fordert von den Herstellern von Schnelltests und Labormaterialien alle Produkte neu zuzulassen. Der Aufwand ist für die Medizintechnik-Unternehmen dermaßen groß, dass viele schon jetzt ihr Produktportfolio zusammenstreichen, sagt Roland Meißner, Geschäftsführer der nal von minden GmbH aus Moers. Daher müsse unbedingt jetzt gehandelt werden – bevor viele In-vitro-Diagnostika vom Markt verschwinden! Roland Meißner beantwortet die wichtigsten Fragen zur EU-Verordnung über In-vitro-Diagnostika (IVDR). Worum geht es bei der neuen EU-Richtlinie denn genau? Meißner: Bei der neuen EU-Richtlinie geht es um Produkte wie Schnelltests, PCR-Tests und Labortests. Diese In-vitro-Diagnostika spielen eine große Rolle bei der Diagnose von Krankheiten und werden täglich in Arztpraxen, aber auch in Krankenhäusern eingesetzt. Die neue EU-Richtlinie für In-vitro-Diagnostika (IVDR) soll nun dafür sorgen, dass Medizinprodukte sicherer werden – im Interesse aller Bürger. Es müssen alle Produkte nach strengeren Kriterien neu geprüft und neu zugelassen werden. Anlass für die IVDR war der Skandal um die Brustimplantate. Daher sind wir als Medizintechnik-Unternehmen nal von minden auch grundsätzlich für die neue Richtlinie, jedoch ist der anvisierte Zeitplan nicht einzuhalten. Wie sieht denn der genaue Zeitplan aus? Meißner: Bis Mai 2022 müssen alle Produkte aus dem Bereich In-vitro-Diagnostik neu zugelassen werden. Das sind Tausende von Produkten, die bei der Diagnose von Diabetes, Herzinfarkt, Krebs und vielen anderen Erkrankungen wichtig sind. Die EU-Richtlinie betrifft nicht nur Produkte deutscher Hersteller, sondern gilt für alle Hersteller von In-vitro-Diagnostika, die ihre Produkte in Europa anbieten wollen. Warum ist das Thema gerade jetzt so aktuell? Bis Mai 2022 ist doch noch Zeit…… Meißner: Das Thema ist jetzt brandaktuell, weil viele Hersteller von In-vitro-Diagnostik gerade ihr Produktportfolio radikal zusammenstreichen. Da die Hersteller wissen, dass es zeitlich gar nicht mehr zu schaffen ist, alle Produkte zuzulassen, überlegen sie, für welche Produkte es sich lohnt… Allein wir bei nal von minden haben über 100 verschiedene Schnelltests und Geräte im Portfolio. Die können wir nicht bis Mai 2022 alle zulassen. Das ist nicht zu schaffen. Warum ist das nicht zu schaffen? Meißner: Viele Medizintechnikunternehmen wie auch nal von minden haben in den vergangenen Monaten ihre gesamten Kräfte für die Bekämpfung der Coronapandemie gebündelt. Wir haben unsere Produktion enorm hochgefahren, um die notwendige Anzahl an Corona-Schnelltests zu produzieren. Im Übrigen gibt es auch nicht genug sogenannte Benannte Stellen, die die Produktprüfungen entsprechend der neuen EU-Richtlinie vornehmen müssen. Leider sind momentan europaweit für alle Hersteller, die in Europa In-vitro-Diagnostika vertreiben wollen, lediglich drei Benannte Stellen am Start. Nur drei Prüfungsstellen für alle Hersteller in Europa? Meißner: Ja, das liegt auch an Corona. Wegen der Pandemie und der damit verbundenen Reiseeinschränkungen konnten bisher keine weiteren Benannten Stellen zugelassen werden. Damit eine Prüfungsstelle als Benannte Stelle der EU zertifiziert werden kann, müssen selbst Prüfer kommen und sich alles vor Ort anschauen. Das ist natürlich auch sinnvoll, damit Qualitätskriterien eingehalten werden. Bis dahin gibt es aber weiter nur die drei Benannten Stellen für alle Hersteller von In-vitro-Diagnostik in Europa. Wie lange dauert denn eine Produktprüfung? Meißner: Allein für die über 100 Produkte der nal von minden GmbH, die einer Anmeldung nach der IVDR bedürfen, wären im besten Fall über 100 Wochen notwendig, denn pro Produkt veranschlagt die Benannte Stelle jeweils mindestens eine Woche. Dies ist bis Mai 2022 kaum zu bewerkstelligen. Und wie gesagt sind wir ja nicht das einzige Unternehmen, das In-vitro-Diagnostik produziert. Was passiert mit Produkten, die nicht rechtzeitig neu zugelassen werden? Meißner: Laut der neuen EU-Richtlinie für In-vitro-Diagnostika dürfen die Hersteller ab Mai 2022 diese Produkte nicht mehr produzieren. Es dürfen nur Produkte, die bereits produziert sind und irgendwo gelagert werden noch bis zum Verfallsdatum weiterverkauft werden. Das Ende einer Produktlinie, die nicht nach IVDR zugelassen ist, ist somit absehbar. Es wird Produktengpässe geben, einige Produkte werden komplett vom Markt verschwinden. Warum werden Produkte vom Markt verschwinden? Meißner: Da der Zeitplan nicht einzuhalten ist, wird sich jeder Hersteller überlegen, welche Produkte am wichtigsten sind. Dies sind in der Regel natürlich Produkte, die den meisten Umsatz bringen, denn jedes Unternehmen muss wirtschaftlich weiter überleben und Arbeitsplätze sichern. Es handelt sich dabei vor allem um Diagnostika für sehr häufige Krankheiten. Die Gefahr besteht, dass Produkte für die Diagnose seltener Erkrankungen erst verspätet oder sogar gar nicht mehr zugelassen werden, weil es sich wirtschaftlich für das Unternehmen nicht mehr lohnt. Man darf nicht vergessen, dass die jetzt notwendige Neuzulassung auch finanziell ein enormer Kraftakt ist. Betrifft das alle Unternehmen in Europa? Meißner: Alle, die In-vitro-Diagnostik herstellen. Je kleiner das Unternehmen ist, desto schwieriger wird es vermutlich werden. Einige Hersteller werden im schlimmsten Fall ihr Portfolio extrem stark kürzen, um wirtschaftlich überleben zu können. Für große Konzerne wird es hingegen wohl kein Problem sein. Eine Verlängerung der IVDR ist daher besonders für die KMU in Deutschland und Europa wichtig. Bis wann sollte die IVDR im Idealfall verlängert werden? Meißner: Optimal wäre eine Verlängerung um ein Jahr. Dann haben die Unternehmen mehr Zeit und es können auch mehr Benannte Stellen zugelassen werden. Im Übrigen sollte für alle Unternehmen gleiches Recht gelten. Denn im vergangenen Jahr wurde – bedingt durch die Corona-Krise – die Übergangsfrist für Medizinprodukte nach MDR (Medical Device Regulation, z.B. Herzschrittmacher) um ein Jahr verlängert. Unternehmensinformation Die nal von minden GmbH. Die nal von minden GmbH in Moers ist seit 38 Jahren Spezialist auf dem Gebiet der medizinischen Diagnostik. Das Portfolio umfasst Schnelltests und Labortests für verlässliche Diagnosen innerhalb der Bakteriologie, Kardiologie, Gynäkologie, Infektionskrankheiten, Urologie und Toxikologie. Die nal von minden GmbH hat insgesamt rund 230 Mitarbeiter an 9 europäischen Standorten. www.nal-vonminden.com Pressekontakt: Hellwig PRGabriele HellwigGarstedter Weg 26822455 HamburgTel.: 040 / 38 66 24 80E-Mail: : www.hellwig-pr.de

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Versorgungslücken können Gelenke kosten / Rheuma-Liga fordert mehr Rückendeckung für Betroffene von der neuen Bundesregierung

07.06.2021 – 13:30

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.

Bonn (ots) Einen schnelleren Zugang zur fachärztlichen Behandlung und den Erhalt des Funktionstrainings für die Rheuma-Patienten – das sind die beiden Hauptforderungen der Rheuma-Liga zur Bundestagswahl 2021 an die Politik. “Menschen mit Rheuma bezahlen strukturelle Versorgungslücken oftmals mit vermeidbaren Gelenkschäden und Funktionseinschränkungen”, mahnt Rotraut Schmale-Grede, Präsidentin der Rheuma-Liga, und kündigt an, das nicht weiter tatenlos hinzunehmen. Mehr internistische Rheumatologen! Deshalb wendet sich der Selbsthilfeverband zur Bundestagswahl 2021 mit einem Aktionsplan an die Politik. Eine der klaren Forderungen: Die Zahl der niedergelassenen Rheumatologinnen und Rheumatologen muss erhöht werden. “Entscheidend für den Verlauf der Erkrankung ist der schnelle Zugang zur spezialisierten Versorgung”, erklärt Schmale-Grede. “Eine frühe Therapie durch den Facharzt erhöht die Chancen, entzündlich-rheumatische Erkrankungen zum Stillstand zu bringen und schwere Krankheitsverläufe mit Folgeerkrankungen und Behinderungen zu vermeiden.” Für eine optimale Versorgung von Menschen mit rheumatischen Erkrankungen wäre eine Rheumatologin oder ein Rheumatologe pro 50.000 Einwohnerinnen und Einwohner notwendig. “Damit mehr Rheumatologinnen und Rheumatologen ausgebildet werden, müssen auch die Bedingungen an Hochschulen und in der Weiterbildung verbessert werden”, nennt Schmale-Grede als mögliche Maßnahme. “Vor allem muss die Zahl der internistisch-rheumatologischen Lehrstühle an den Universitäten erhöht werden und angehende Ärzte müssen schon im Studium mehr über Rheumatologie lernen.” Funktionstraining erhalten! Mit Sorge blickt die Deutsche Rheuma-Liga aber nicht nur auf den Rheumatologenmangel, sondern auch auf die vermehrten Schließungen von Schwimmbädern und anderen Bewegungsräumen. Rund 19.000 Funktionstrainingskurse bietet der Verband bundesweit an, davon 11.000 als Warmwassergymnastik. Doch dafür sind die Gruppen dringend auf Bäder und geeignete Räume angewiesen. “In der Corona-Pandemie ist noch einmal mehr deutlich geworden, wie wichtig das Funktionstraining für Betroffene ist”, berichtet Schmale-Grede. “Der Wegfall der Kurse bedeutete für viele Erkrankte große Schmerzen.” Deshalb müsse die Politik sich dafür einsetzen, dass Bäder und Räume erhalten bleiben, damit Betroffene weiterhin das für sie lebenswichtige Funktionstraining durchführen können. “Menschen mit rheumatischen Erkrankungen sind dringend auf Veränderungen angewiesen”, appelliert Rotraut Schmale-Grede. Weitere Forderungen der Rheuma-Liga an die neue Bundesregierung finden Sie unter: http://www.rheuma-liga.de/aktionsplan Deutsche Rheuma-Liga Die größte deutsche Selbsthilfeorganisation im Gesundheitsbereich informiert und berät Betroffene unabhängig und frei von kommerziellen Interessen, bietet praktische Hilfen und unterstützt Forschungsprojekte zu rheumatischen Erkrankungen. Der Verband mit rund 300.000 Mitgliedern tritt für die Interessen rheumakranker Menschen in der Gesundheits- und Sozialpolitik ein: www.rheuma-liga.de Hintergrundmaterial – Aktionsplan 2021: www.rheuma-liga.de/aktionsplan
– Kernforderungen: www.rheuma-liga.de/kernforderungen
– Video zur politischen Arbeit: www.rheuma-liga.de/50Jahre
– Kampagne des Bündnisses für Rheumatologie: www.rheuma2025.de Pressekontakt: Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.Annette Schiffer | Leiterin Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitWelschnonnenstraße 753111 BonnTel.: 0228 766 06-0E-Mail: : www.twitter.com/DtRheumaLigaInstagram: www.instagram/deutsche_rheuma_ligaLinked in: www.linkedin.com/in/annetteschifferDRL

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Karl Lauterbach bei “heute wichtig”: “Ich rechne damit, dass wir Anfang nächsten Jahres wieder impfen müssen”

03.06.2021 – 11:51

Gruner+Jahr, STERN

Hamburg (ots) Der Epidemiologe und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält eine Auffrischungsimpfung gegen Covid-19 für wahrscheinlich. “Ich rechne damit, dass wir spätestens Anfang nächsten Jahres wieder impfen müssen”, sagt er im Podcast “heute wichtig” von “stern”, RTL und ntv (Folge vom Donnerstag). “Ich glaube, dass dann einige den Impfschutz wieder verloren haben”, so Lauterbach weiter. Entscheidend für die Frage einer erneuten Impfung sei jedoch, wie sich die Sars-CoV-2-Varianten entwickeln würden. Im Interview mit Moderator Michel Abdollahi spricht sich Lauterbach zudem für eine zügige Impfung von Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren aus – und stellt sich damit gegen die Position der Ständigen Impfkommission, die vor einer allgemeinen Empfehlung zunächst weitere Daten zur Verträglichkeit der Impfstoffe auswerten möchte. “Den Kindern würde ich einen Impfschutz anbieten, wenn diejenigen geimpft sind, die eine Priorisierung haben”, sagt Lauterbach. Die Erwachsenen ohne Priorisierung könne man “zwei Wochen nach hinten schieben, um die Kinder dazwischen zu schieben”. Lauterbach: “Kinder brauchen den Impfstoff, um gut vorbereitet in das neue Schuljahr zu kommen.” Im Podcast “heute wichtig” des “stern” in Kooperation mit RTL und ntv blickt Moderator MIchel Abdollahi ab 5 Uhr mit Gästen aus Politik, Gesellschaft und Unterhaltung auf die wichtigen Themen des Tages. Der Podcast erscheint von Montag bis Freitag bei Audio Now und den gängigen Podcast-Anbietern. Pressekontakt: Sabine Grüngreiff, Gruner + Jahr Unternehmenskommunikation,Telefon: 040 – 3703 2468, E-Mail:

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Holetschek will bei Kontrolle der Testzentren Zoll und Finanzämter mit einbinden

31.05.2021 – 16:07

rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin (ots) Der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) fordert im ARD-Mittagsmagazin, es müsse in Zukunft geprüft werden, “wie viele Tests wurden geliefert und wie viele wurden gemeldet. Wir müssen den Zoll, die Finanzämter einbinden. Und vor Ort müssen die Gesundheitsämter natürlich die Qualität der Testzentren anschauen. Fakt ist: Missbrauch muss abgestellt werden”. Holetschek befürwortet konsequentes Handeln und fordert den Missbrauch mit überhöhten Abrechnungen in Corona-Testzentren abzustellen: “Dort, wo Missbrauchsfälle auftreten, müssen wir jetzt konsequent einschalten. Es geht nicht, dass mit der Pandemie unrechtmäßig Geld verdient wird”, so CSU-Politiker. Gleichzeitig warnt der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz vor “zu viel Kontrollen, zu viel Bürokratie”. Das System sei schon richtig, müsse aber “ausgearbeitet werden ohne, dass wir es zerstören. Ohne, dass wir jetzt genau das Gegenteil machen: überbordende Bürokratie draufzusetzen. Das müssen wir austarieren.” Pressekontakt: Rundfunk Berlin-BrandenburgARD-MittagsmagazinTel.: 030 – 97993 –

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Montgomery: Spahns Schnelltest-Regelung “schlampig”

31.05.2021 – 12:51

DUP UNTERNEHMER-Magazin

Hamburg (ots) Weltärztechef wirft Bundesgesundheitsminister “Wurstigkeit” vor / Ausmaß von Test-Betrug unklar / Deutschland “Komplettversager” bei der Digitalisierung Der Chef des Weltärzteverbands, Frank Ulrich Montgomery, wirft Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine “schlampige” Verordnung zur Regelung der Corona-Testzentren vor. Diese “fordert zu Betrug auf”, sagte Montgomery bei “19 – die Chefvisite” mit Blick auf Ermittlungen wegen des Verdachts auf betrügerische Abrechnungen von Schnelltests. Es sei “unverschämt” von Spahn, die Kontrolle auf Gesundheitsämter und Kassen abschieben zu wollen, so Montgomery. Während der Bundesgesundheitsminister für einen “Bürokratiemarathon beim Impfen” gesorgt habe, falle Spahn jetzt seine “Wurstigkeit beim Testen” auf die Füße. Der Weltärztechef betonte, er rechne nur mit einem “sehr, sehr kleinen Anteil” von Betrügerei bei den rund 60 Millionen abgerechneten Tests. Beim digitalen Impfzertifikat habe Spahn sich ebenfalls “verzettelt”, so Montgomery. Daher stehe Deutschland einmal mehr als “Komplettversager bei der Digitalisierung” da. Schaffe es das Bundesgesundheitsministerium nicht, rasch eine Software für das Digitalzertifikat zu entwickeln, “wird man sich über uns totlachen”, prophezeite Montgomery. Denn: “So lange müssen wir uns mit dem gelben Impfpass behelfen.” Minister Spahn rief er auf, die Möglichkeit zu prüfen, die Zertifikatssoftware aus Israel zu kaufen – dort habe die Entwicklung “sechs Wochen gedauert”. Sollte die Software einsatzfähig sein, fordert Montgomery Vertrauen in die Bürger. Sie sollten nach dem Motto “Selbstauskunft und Sanktionsmechanismen” ihre Digitalzertifikate selbst ausfüllen. Dabei müssten Strafen angedroht werden, falls bei späteren Kontrollen Unregelmäßigkeiten ans Licht kommen. So wäre der Streit darüber, wer für die Umschreibung vom Impfpass auf Papier in das Digitalzertifikat zuständig ist, zu lösen. Im Videocast “19 – die Chefvisite” diskutieren der Verleger Jens de Buhr und Professor Jochen A. Werner, Chef des Essener Universitätsklinikums, täglich die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise und ihre medizinischen und wirtschaftlichen Aspekte – in nur 19 Minuten. Alle Sendungen sind jederzeit abrufbar in der Mediathek auf DUP-magazin.de. Über das DUP UNTERNEHMER-Magazin Das DUP UNTERNEHMER-Magazin erscheint zweimonatlich in einer Gesamtauflage von über 265.000 Exemplaren am Kiosk, als Bordexemplar am Flughafen sowie als Supplement in “Handelsblatt” und “WirtschaftsWoche”. Weitere Supplements erscheinen in der “Welt am Sonntag” und der “Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung”. Thematischer Fokus ist die digitale Transformation. Zur Zielgruppe zählen Unternehmer, Gründer, Führungskräfte und Investoren. Herausgeberin ist Brigitte Zypries. Mehr unter dup-magazin.de Pressekontakt: DUP UNTERNEHMERPlattform für Digitalisierung und NachhaltigkeitDUP-PresseteamE-Mail:

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STIKO-Chef Mertens befürwortet Impfung vorerkrankter Kinder

27.05.2021 – 11:14

PHOENIX

Bonn/Ulm (ots) Zu den Plänen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Jugendliche auch ohne generelle Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) in die Impfkampagne einzubeziehen, erklärte der Vorsitzende der STIKO, Prof. Thomas Mertens: “Das ist ohne weiteres möglich” und auch im Infektionsschutzgesetz festgeschrieben. Die Politik könne entscheiden, dass sie entgegen der Empfehlung der STIKO handelt, so Mertens im phoenix-Interview. “Bei der STIKO werden ja keine Meinungen verkauft oder Meinungen geäußert, sondern wir ziehen uns ja völlig zurück auf das, was man an Erkenntnis und an Daten hat.” Die Kommission mache Empfehlungen “auf Basis der besten verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz.” Mertens hat sich zudem für eine Corona-Schutzimpfung vorerkrankter Kinder und Jugendliche ausgesprochen: “In dem Augenblick, wo man Kinder hat, die eine gefährdende Vorerkrankung haben, ändert sich ja auch die ganze Perspektive. Dann ist natürlich die Impfung auf jeden Fall ein Segen. Daran kann kein Zweifel bestehen”, sagte Mertens bei phoenix. “Auch die STIKO würde sich dem sicher niemals entgegenstellen. Im Gegenteil, sie würde das sicher empfehlen”. Eine Empfehlung für alle Kinder wolle er allerdings nicht abgeben, bekräftigte der STIKO-Chef. “Gerade wenn es jetzt um die generelle Impfung von Kindern geht, dann müssen wir doch wirklich sehr sicher sein, dass das, was wir tun, auch wirklich zum besten Wohl der Kinder geschieht”. Insofern stehe er dazu, “die Dinge erst sehr gründlich zu prüfen und dann anschließend eine Empfehlung abzugeben.” Das Risiko einer Long-Covid-Erkrankung sieht Mertens nicht als entscheidungsweisend an. “Die bisherige Analyse hat ergeben, dass es Long-Covid bei den Kindern eigentlich nicht gibt. Es gibt dazu keine soliden, seriösen Daten”. Vor allen bei ganz kleinen Kindern und Jugendlichen gebe es allerdings das generalisierte Infektionssyndrom. Das sei aber eine “sehr seltene Erkrankungsform”, so Mertens. Insgesamt gebe es nur “sehr wenig schwere Verläufe”. Kinder, die an Covid erkrankt oder verstorben seien, “waren praktisch alles Kinder, die schwerste Vorerkrankungen hatten, so dass man dort auch sagen kann: Sie sind vielleicht nicht durch Covid gestorben, oder an Covid gestorben, sondern sie sind mit Covid gestorben.” Pressekontakt: phoenix-KommunikationTelefon: 0228 / 9584 : phoenix_de

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Tabakfreies Deutschland 2040 – keine Utopie

27.05.2021 – 10:26

Deutsche Krebshilfe

Bonn/Heidelberg (ots) Im Jahr 2040 sollen in Deutschland weniger als fünf Prozent der Erwachsenen und weniger als zwei Prozent der Jugendlichen Tabakprodukte oder E-Zigaretten konsumieren. Mit diesem Aufruf wenden sich 52 Gesundheits- und zivilgesellschaftliche Organisationen anlässlich des Weltnichtrauchertags an die Politik. Ihr neues Strategiepapier fasst zehn konkrete Maßnahmen zur Tabakkontrolle und einen Zeitplan für deren Umsetzung zusammen. Deutschland ist europäisches Schlusslicht in der Tabakkontrolle und nimmt in Kauf, dass jedes Jahr 85.000 Menschen als Folge des Rauchens an Krebs erkranken, 127.000 Menschen am Tabakkonsum sterben und der Gesellschaft durch tabakbedingte Krankheit und Tod 97 Milliarden Euro an Folgekosten entstehen. Dieses immense menschliche Leid ließe sich reduzieren, wenn die Regierung konsequent Maßnahmen zur Förderung des Nichtrauchens umsetzen würde, wie sie in der “Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040” nun erstmals konkretisiert werden. Das von Fachleuten erarbeitete Strategiepapier fordert politische Entscheidungsträger im Vorfeld der Bundestagswahl gezielt dazu auf, sich zur Stärkung des Nichtrauchens und der Erarbeitung einer verbindlichen, ambitionierten Tabakkontrollstrategie zu bekennen. Die Strategie wird von einem breiten Bündnis von Gesundheits- und zivilgesellschaftlichen Organisationen veröffentlicht – darunter das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ), die Deutsche Krebshilfe, das Aktionsbündnis Nichtrauchen (ABNR) und die Deutsche Allianz Nichtübertragbare Krankheiten (DANK). Ziel der Strategie ist es, dass im Jahr 2040 weniger als fünf Prozent der Erwachsenen und weniger als zwei Prozent der Jugendlichen in Deutschland Tabakprodukte, E-Zigaretten oder andere verwandte Erzeugnisse konsumieren. “Die Politik muss sich klar dazu bekennen, den Tabakkonsum einzudämmen und so die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen”, sagt Michael Baumann, Vorstandsvorsitzender des DKFZ, das die Strategie federführend erarbeitet hat. “Mit zehn konkreten Maßnahmen und einem Zeitplan für deren Umsetzung bietet das Strategiepapier eine solide Basis dafür.” Zentrale Punkte der Strategie sind Einschränkungen für die Tabakindustrie, ihre tödlichen Produkte als attraktiven Life-Style zu verkaufen. Dazu gehören neben einem Verbot der Werbung am Verkaufsort und einer Einheitsverpackung auch deutliche Beschränkungen der Verfügbarkeit von Tabakprodukten. Regelmäßige spürbare Tabaksteuererhöhungen, auch für E-Zigaretten, machen die Produkte vor allem für Jugendliche unattraktiv und motivieren Raucher und Raucherinnen zum Aufhören. Vollständig tabakfreie Lebenswelten schaffen ein Umfeld, in dem das Nichtrauchen leichtfällt. Da auch Tabakerhitzer und E-Zigaretten Gesundheitsrisiken bergen, müssen für sie dieselben Regelungen gelten. “Die Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040 trägt dazu bei, Ziele der Nationalen Dekade gegen Krebs und des Europe’s Beating Cancer Plan zu erreichen”, sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. “Mit einer verbindlichen Strategie, Deutschland bis 2040 tabakfrei zu machen, kann Deutschland endlich in die Liga der Länder aufsteigen, die die Gesundheit ihrer Bevölkerung am besten schützen.” Derzeit raucht in Deutschland allerdings immer noch fast ein Viertel der erwachsenen Bevölkerung. Viel zu wenige Raucherinnen und Raucher nutzen die Hilfsmittel, die die Chance auf einen erfolgreichen Rauchstopp deutlich erhöhen. “Der Zugang zu Hilfsangeboten muss allerdings auch erleichtert werden, und vor allem müssen die Kosten für die Behandlung der Tabakabhängigkeit erstattet werden”, sagt Martina Pötschke-Langer, Vorstandsvorsitzende des ABNR, eines Bündnisses aus 15 Gesundheitsorganisationen. Den Rauchstopp zu fördern ist auch ein wesentliches Ziel der diesjährigen Kampagne “Deine Chance” der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, an der sich die Deutsche Krebshilfe, das DKFZ und das ABNR als strategische Partner beteiligen. Damit kommt die Kampagne einer der Kernforderungen der Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040 nach. In der Strategie wird auch gefordert, Rauchende durch Kostenübernahme evidenzbasierter Behandlungsmethoden beim Rauch-Stopp zu unterstützen. Das Ziel, eine Gesellschaft zu erreichen, die frei ist von Tabakkonsum und Nikotinabhängigkeit, erfordert von politischen Entscheidungsträgern entschlossenes Handeln und den Schutz gesundheitspolitischer Interessen vor einer Beeinflussung durch die Hersteller von Tabakerzeugnissen und verwandten Produkten. Andere Länder sind diesen Schritt bereits gegangen und haben vergleichbare Strategien ergriffen, um tabakfrei zu werden. Dazu gehören zum Beispiel Irland, die Niederlande, Finnland und die Europäische Union. Deutschland sollte sich daran ein Beispiel nehmen und die Regierungsparteien die Chance nutzen, eine verbindliche Strategie für ein tabakfreies Deutschland 2040 in den neuen Koalitionsvertrag aufzunehmen. Die Strategie für ein Tabakfreies Deutschland 2040 steht als pdf-Datei zum Download zur Verfügung: https://ots.de/j0xz1W Mit Stand vom 27. Mai 2021 wird die Strategie von Organisationen mitgetragen. Die Liste der unterstützenden Organisationen wird laufend aktualisiert und ist online einsehbar: https://www.dkfz.de/de/krebspraevention/strategie-tabakfrei-2040.html Die Deutsche Krebshilfe wurde am 25. September 1974 von Dr. Mildred Scheel gegründet. Ziel der gemeinnützigen Organisation ist es, Krebserkrankungen in all ihren Erscheinungsformen zu bekämpfen. Unter dem Motto “Helfen. Forschen. Informieren.” fördert die Stiftung Deutsche Krebshilfe Projekte zur Verbesserung der Prävention, Früherkennung, Diagnose, Therapie, medizinischen Nachsorge und psychosozialen Versorgung, einschließlich der Krebs-Selbsthilfe. Ihre Aufgaben erstrecken sich darüber hinaus auf forschungs- und gesundheitspolitische Aktivitäten. Sie ist ebenfalls Mitinitiator des Nationalen Krebsplans sowie Partner der “Nationalen Dekade gegen Krebs”. Die Deutsche Krebshilfe ist der bedeutendste private Geldgeber auf dem Gebiet der Krebsbekämpfung – unter anderem der Krebsforschung – in Deutschland. Sie finanziert ihre gesamten Aktivitäten ausschließlich aus Spenden und freiwilligen Zuwendungen der Bevölkerung. www.krebshilfe.de Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1.300 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Beim Krebsinformationsdienst (KID) des DKFZ erhalten Betroffene, interessierte Bürger und Fachkreise individuelle Antworten auf alle Fragen zum Thema Krebs. Gemeinsam mit Partnern aus den Universitätskliniken betreibt das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) an den Standorten Heidelberg und Dresden, in Heidelberg außerdem das Hopp-Kindertumorzentrum KiTZ. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums an den NCT- und den DKTK-Standorten ist ein wichtiger Beitrag, um vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik zu übertragen und so die Chancen von Krebspatienten zu verbessern.Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Pressekontakt: Christiana TschoepeLeiterin KommunikationDeutsche KrebshilfeBuschstr. 3253113 BonnTelefon: 02 28/7 29 90-96E-Mail: : www.krebshilfe.deDr. Sibylle KohlstädtPressesprecherin Strategische Kommunikation und ÖffentlichkeitsarbeitDeutsches KrebsforschungszentrumIm Neuenheimer Feld 28069120 HeidelbergT: +49 6221 42 2843E-Mail: -Mail:

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Jörg Meuthen: “Eine faktische Impfpflicht für Kinder darf es unter keinen Umständen geben”

25.05.2021 – 14:57

AfD – Alternative für Deutschland

Berlin (ots) Bildungsministerin Anja Karliczek will ganze Schulklassen zum Impfen schicken und fordert einen Impffahrplan für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren. Gesundheitsminister Jens Spahn verkündete, Ziel sei es, den minderjährigen Schülern bis Ende August ein “Impfangebot zu machen”. Das wäre der Weg zu regulärem Unterricht. Mehrere Ärzteverbände kritisieren demgegenüber das überstürzte Vorgehen und warnen vor unkalkulierbaren Risiken. Dazu Jörg Meuthen, Bundessprecher der Alternative für Deutschland: “Ein echtes Impfangebot für Kinder und Jugendliche ist, wenn überhaupt, nur mit einer sicheren, solide getesteten Vakzine vertretbar. Stattdessen wird massiver Druck auf Eltern und ihre Kinder ausgeübt: Schulunterricht soll es offenbar nur noch für geimpfte Kinder und Jugendliche geben. Darauf laufen zumindest die Äußerungen von Bildungsministerin Karliczek und Bundesgesundheitsminister Spahn letztlich hinaus. Zu einer solchen faktischen Impfpflicht für Kinder und Jugendliche darf es unter keinen Umständen kommen. Das Risiko für Kinder und Jugendliche, schwer an COVID-19 zu erkranken, steht in keinem Verhältnis zu den Impfrisiken. Weder sind die Nebenwirkungen noch mögliche Langzeitimpfschäden für junge Menschen auch nur ansatzweise erforscht. Ob Eltern diese Risiken für ihre Kinder eingehen möchten, müssen sie selbst entscheiden und nur sie allein. Angesichts dessen ist es pure Heuchelei, dass die Bundesregierung weiterhin gebetsmühlenartig eine de-facto-Impflicht abstreitet. Kinder- und Jugendärzte warnen bereits vor der Stigmatisierung nichtgeimpfter Kinder. Die AfD wird sich mit allen Kräften für die Rechte von Eltern und Kindern einsetzen.” Pressekontakt: Alternative für DeutschlandBundesgeschäftsstelleSchillstraße 9 / 10785 BerlinTelefon: 030 220 5696 50E-Mail:

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Ford baut eigene Impfzentren auf

20.05.2021 – 13:15 Ford-Werke GmbH Köln (ots) – Ford hat den Aufbau eigener Impfzentren abgeschlossen – An beiden deutschen Fertigungsstandorten stehen insgesamt bis zu vier Impfstraßen bereit – Medizinisches Personal wurde eigens aufgestockt Ford hat den Aufbau eigener Impfzentren abgeschlossen.

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PIRATEN kritisieren geplantes Rasterkonzept in der Psychotherapie

19.05.2021 – 09:49

Piratenpartei Deutschland

Berlin (ots) +++ Gesetz führt zu Beschneidungen der Behandlungsdauer +++ Beschränkung der Psychotherapie gefährdet das Patientenwohl +++ Kritik an gravierender Änderung in nichtöffentlichen Ausschusssitzungen +++ PIRATEN fordern transparentes und nachvollziehbares Gesetzgebungsverfahren +++ Wie lange eine Therapie maximal dauern darf, soll künftig durch ein Raster festgelegt werden: eine Unterteilung rein nach Diagnosen. Dieses Konzept könnte in den Entwurf des Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) [1] eingefügt werden – heute berät der Gesundheitsausschuss darüber. An die Stelle von individuell abgestimmter Therapieplanung tritt demnach ein festes Regelwerk [2]. Aus Sicht der PIRATEN richtet sich dieses Vorhaben gegen das Patientenwohl. Die Partei lehnt eine Einfügung in das GVWG ab. “Das Rasterkonzept schafft weitere unnötige Hürden für die Genesung psychisch kranker Menschen”, kritisiert Wilk Spieker, Listenkandiat in Nordrhein-Westfalen zur Bundestagswahl und Mitglied der AG Gesundheit und Pflege der Piratenpartei. “Diagnosen alleine sind niemals aussagekräftig genug, um beurteilen zu können, wie lange ein Mensch behandelt werden muss. Das ist Schubladendenken entgegen jeglicher Patientenwürde! Die Regierung sollte sich schämen, eine solche Änderung überhaupt in Erwägung zu ziehen. Wir brauchen keine Beschränkung von Psychotherapie, wir brauchen mehr Kassensitze! Anders können wir die psychischen Folgen der Coronapandemie nicht abfangen. Psychotherapeut*innen arbeiten jetzt schon am totalen Limit, viele Patient*innen finden keinen Therapieplatz und im ländlichen Bereich gibt es überhaupt keine Versorgung.” Eine eventuell letzte Debatte über das GVWG findet am 21. Mai im Bundestag statt. Spätestens kommende Woche wird das Gesetz verabschiedet. “Wenn das Konzept übernommen wird, bleibt Betroffenen kaum Zeit, dagegen vorzugehen”, ergänzt Spieker. “Eine so kurzfristige Aktion hinter dem Rücken der Betroffenen zeugt von mangelndem Respekt gegenüber demokratischen und transparenten Prozessen. Die Gesundheitsversorgung wird in diesem Fall nicht weiterentwickelt, sondern verschlechtert! Das zeigt leider deutlich, wie wenig die derzeitige Regierung am Wohl psychisch Kranker interessiert ist.” [1] http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/19/268/1926822.pdf [2] https://www.bptk.de/keine-raster-behandlung-in-der-psychotherapie/ Pressekontakt: Ihr Ansprechpartner:Bundespressestelle Bundesgeschäftsstelle,Presse- und ÖffentlichkeitsarbeitPiratenpartei DeutschlandPflugstraße 9A | 10115 BerlinE-Mail: : www.piratenpartei.de/presseTelefon: 030 / 60 98 97 510 Fax: 030 / 60 98 97 519Für die Zulassung zur Bundestagswahl benötigen wir Unterstützunghttps://www.piratenpartei.de/unterstuetzungsunterschriften/Alle Pressemitteilungen finden Sie online unter:www.piratenpartei.de/presse/mitteilungen

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Thomas Mertens warnt vor Aufhebung der Impfpriorisierung: “Wir dürfen nicht vergessen, die Menschen, die es dringend brauchen, auch weiterhin zu impfen.”

18.05.2021 – 15:13

rbb – Rundfunk Berlin-Brandenburg

Berlin (ots) Für den Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission, Thomas Mertens, kommt die Aufhebung der Impfpriorisierung am 7. Juni zu früh. “Der entscheidende Punkt ist, dass wir sicherstellen müssen, dass die Menschen, die ein hohes Risiko für schwere Verläufe mit Covid19 haben, tatsächlich auch ein Impfangebot erhalten haben”, so Mertens am Dienstag im ARD-Mittagsmagazin. Zwar seien die Priorisierungsgruppen zu großen Teilen schon geimpft, aber “wir dürfen nicht vergessen, die Menschen, die es dringend brauchen, auch weiterhin zu impfen.” Die Entscheidung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sei “eine Konsequenz aus der gegebenen Situation, denn die Priorisierung ist ja an vielen Orten de facto schon seit einiger Zeit sehr löchrig.” Pressekontakt: Rundfunk Berlin-BrandenburgARD-MittagsmagazinTel.: 030 – 97993 –

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IKK e.V.: Die GKV braucht jetzt verlässliche Finanzierungszusagen

18.05.2021 – 11:12

IKK e.V.

Berlin (ots) Um die Beiträge zur Krankenversicherung zur stabilisieren, ohne die Leistungsfähigkeit der GKV zu gefährden, ist die Bundesregierung gefordert, eine auskömmliche Erhöhung des Bundeszuschusses in 2022 zu gewährleisten.Der zurzeit kursierende Kompromiss zwischen dem Bundesfinanz- und gesundheitsministerium bringt keine ausreichende Planungssicherheit. Laut Berechnungen des GKV-Spitzenverbandes ist eine Summe von 16 bis 19 Mrd. Euro zusätzlich notwendig, um die Beiträge zur gesetzlichen Krankenkasse im kommenden Jahr zu stabilisieren. Damit liegt der Finanzbedarf der Krankenkassen deutlich höher, als die aktuell diskutierten Zuschläge. Zur Verunsicherung beigetragen haben auch die verschiedenen Aussagen zur Höhe des Steuerzuschusses seitens der Politik in der vergangenen Woche. Mit den ersten Änderungsanträgen zum GVWG war ursprünglich eine Erhöhung des Zuschusses um 12,5 Mrd. Euro geplant gewesen. Mit dem neuerlichen Kompromiss zwischen Bundesfinanzministerium und Bundesgesundheitsministerium, soll der Steuerzuschuss nur um 7 Mrd. Euro erhöht werden. “Mit Blick auf die für die Haushaltsplanungen der Kassen entscheidenden Vorgaben des Schätzerkreises ist eine verlässliche Finanzierungszusage für 2022 bereits vor der Bundestagswahl notwendig. Dass eine Erhöhung dieses Zuschusses kurzfristig über eine Verordnung mit Zustimmung des Bundestags ermöglicht werden soll, ist zwar grundsätzlich positiv, schafft an dieser Stelle aber weiterhin Unsicherheit. Nachdem das von der SPD gelenkte Finanzministerium bereits im letzten Jahr die Forderungen aus dem unionsgeführten Gesundheitsministerium mit dem Rückgriff auf die Finanzreserven künstlich klein gerechnet hat, wiederholt sich das Spiel im beginnenden Wahlkampf wieder” so Hans-Jürgen Müller, IKK e.V.-Vorstandsvorsitzender. Hans Peter Wollseifer, IKK e.V.-Vorstandsvorsitzender, weiter: “Die Politik ist dringend gefordert, ihr Versprechen der Sozialgarantie mit Blick auf das kommende Jahr 2022 einzuhalten. Die Höhe der Sozialabgaben ist keine aus der Luft gegriffene Größe sondern hat Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit der personalintensiven Branchen. Gerade deren wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie ist Voraussetzung für eine nachhaltige Finanzierung der GKV. Darüber hinaus bedarf es grundsätzlich einer langfristigen Lösung, um die Beiträge zur Krankenversicherung zur stabilisieren. Die Beitragszahler auf die Zeit nach der Wahl zu vertrösten, löst das Problem nicht, weil allen klar sein muss, dass eine neue Regierung zunächst einmal ihre prioritären Wahlversprechen einhalten wird.” Pressekontakt: PressesprecherinIris KampfTel.: 030 202491-32Fax: 030 202491-50E-Mail:

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Bundestag erkennt Solidargemeinschaften im Gesundheitswesen an

18.05.2021 – 09:30

Samarita

Bremen (ots) Der Bundestag erkennt Solidargemeinschaften als Alternative zur gesetzlichen und privaten Krankenversicherung und zulässige anderweitige Absicherung im Krankheitsfall an. Damit stellt er die Arbeit der Solidargemeinschaften auf eine klare rechtliche Grundlage. Die Solidargemeinschaften haben jetzt endlich Rechtssicherheit. Dies entschied das Parlament am 6. Mai im Rahmen des Digitale-Versorgung-und-Pflegegesetzes (DVPMG) in Berlin, der Bundesrat muss noch zustimmen. Der Gesetzgeber verpflichtet die Solidargemeinschaften, einige wichtige Kriterien zu erfüllen: Sie müssen ihren Mitgliedern Leistungen “in Art, Umfang und Höhe” der gesetzlichen Krankenkassen gewähren. Außerdem müssen sie ihre “dauerhafte Leistungsfähigkeit” gutachterlich nachweisen. “Die Kriterien, die der Bundestag nun gesetzlich vorschreibt, sind vernünftig und werden von den Mitgliedseinrichtungen der BASSG bereits erfüllt,” begrüßt der Vorsitzende des Dachverbands von Solidargemeinschaften (BASSG) Urban Vogel den Beschluss des Bundestags. Die BASSG hat sich für diese gesetzliche Klärung immer wieder eingesetzt, da die Rechtsunsicherheit auch zu vielen gerichtlichen Auseinandersetzungen führte. “Die rechtliche Anerkennung per Gesetz ist ein Durchbruch”, sagt BASSG Vorsitzender Urban Vogel. Damit wird eine rechtliche Unsicherheit beseitigt, die mit der Einführung der allgemeinen Versicherungspflicht 2007 eingetreten war. Der Gesetzgeber hatte es damals versäumt, klare Kriterien festzulegen, welche Rechte und Pflichten eine Solidargemeinschaft erfüllen muss. In der Folge verweigerten Krankenkassen ihren Mitgliedern den Wechsel etwa zur Solidargemeinschaft Samarita. Finanzämter erkannten die Absetzbarkeit der Mitgliedsbeiträge an die Solidargemeinschaften nicht an. Pressekontakt: BASSG (Bundesarbeitsgemeinschaft der Solidargemeinschaften im Gesundheitswesen) und SamaritaMax Höfer: 0049 172 924

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Patientensicherheit muss bei allen Behandlungen Vorrang haben / Positionierung von BZÄK und KZBV zu gewerblichen Aligner-Anbietern

17.05.2021 – 14:57

Bundeszahnärztekammer

Berlin (ots) Anlässlich der heutigen Bundestagsanhörung zum Thema “Patientensicherheit bei Aligner-Behandlungen” sprechen sich Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) für den Vorrang der Patientensicherheit bei ausnahmslos allen Behandlungen aus, also auch dann, wenn Behandlungen durch gewerbliche Anbieter (d.h. juristische Personen) angeboten werden. Dafür müssen gesetzliche Regelungen geschaffen werden. Zahnmedizinische Behandlungen sind zum Schutz von Patientinnen und Patienten und zur Garantie einer hohen Qualität ausschließlich Zahnärztinnen und Zahnärzten vorbehalten. Dies ist im Zahnheilkundegesetz (ZHG) und den Berufsordnungen festgehalten. Gerade bei der sensiblen Behandlung von Zahnfehlstellungen mittels sogenannter Alignern muss die Verantwortung und engmaschige Begleitung durch Zahnärzte oder Kieferorthopäden bei jedem Behandlungsschritt sichergestellt sein. Gewerbliche Anbieter, also juristische Personen können bei von ihnen angebotenen oder erbrachten Behandlungen das ZHG unterlaufen, da sie – anders als Zahnärzte und Kieferorthopäden – nicht der Aufsicht und Überwachung der (Landes-)Zahnärztekammern unterliegen. In den vergangenen Jahren sind verstärkt gewerbliche Anbieter aufgetreten, bei denen eine Aligner-Behandlung entgegen zahnmedizinischer Standards ausschließlich per Fernbehandlung oder nur mit eingeschränktem Zahnarzt-Patienten-Kontakt erfolgt. Daher befürworten KZBV und BZÄK Bestrebungen, die Tätigkeit gewerblicher Anbieter von zahnärztlichen Leistungen stärker zu regulieren. Oft sind sich Patienten der möglichen Komplikationen, die sich ergeben können, gar nicht bewusst. Ausschließliche Fernbehandlung oder Anleitung zur Selbstbehandlung werden der Komplexität einer Heilbehandlung in keiner Weise gerecht und können die Gesundheit von Patientinnen und Patienten gefährden. Nur die Behandlung bei Zahnärztinnen und Zahnärzten garantiert die Sicherheit einer qualitativ hochwertigen Versorgung. Hintergrund: Aligner Die Aligner-Therapie ist eine kieferorthopädische Behandlungsmethode zur Behandlung von Zahnfehlstellungen mit individuell gefertigten Kunststoffschienen, den so genannten Alignern. Bei einer solchen Behandlung wirken mitunter starke Kräfte dauerhaft auf Zähne und Zahnhalteapparat ein. Daher erfordern kieferorthopädische Behandlungen einer sorgfältigen Befundung und Eingangsdiagnostik sowie einer kontinuierlichen Verlaufskontrolle. Hintergrund: Antrag “Patientensicherheit bei Aligner-Behandlungen durchsetzen” Mit dem Antrag “Patientensicherheit bei Aligner-Behandlungen durchsetzen” wird die Bundesregierung aufgefordert, gemeinsam mit den Selbstverwaltungsgremien der Zahnärzteschaft Maßnahmen zu ergreifen, damit Aligner-Behandlungen nicht mehr von gewerblichen Unternehmen ohne vollumfängliche zahnheilkundliche Begleitung durch approbierte Kieferorthopäden oder Zahnärzte angeboten werden können. Die gemeinsame Stellungnahme der Zahnärzteschaft zur heutigen Anhörung kann auf den Wesbites von BZÄK und KZBV abgerufen werden. Pressekontakt: Dipl.-Des. Jette Krämer, Telefon: +49 30 40005-150, E-Mail:

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Hausärzte wehren sich gegen kommunale Konkurrenz / Hessischer Hausärzteverband kritisiert Wettbewerbsverzerrung / Eingriff in die ärztliche Selbstverwaltung

17.05.2021 – 14:04

Green Point Entertainment GmbH

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Darmstadt (ots) Der Hausärzteverband Hessen schlägt Alarm: In einer Resolution zur Zukunftssicherung der Allgemeinmedizin und der hausärztlichen Versorgung durch die Ärzteschaft fordert die Delegiertenversammlung die Politik, die Gesetzgeber auf Landes- und Bundesebene, die ärztlichen Körperschaften sowie die Kostenträger dazu auf, die wohnortnahe Hausarztversorgung in der Selbstverwaltung und Trägerschaft der Ärzte weiterhin zu sichern und zu fördern. Es müsse alles dafür getan werden, “die Fehlentwicklungen zu einem verstaatlichten ambulanten Gesundheitswesens zu unterbinden”. Was ist der Hintergrund für diese Forderung? Immer öfter werden hausärztliche Praxen durch Träger kommunaler Medizinischer Versorgungszentren (MVZ) – in Hessen mit den Landkreisen als Hauptgesellschafter – aufgekauft. Der Hausärzteverband sieht hier einen Verstoß gegen den Grundsatz der Subsidiarität, wenn dies in Mitbewerberschaft zu Interessenten aus der Ärzteschaft erfolgt. Man spricht von einem “grundlegenden Paradigmenwechsel”. “Wenn die wohnortnahe Hausarztversorgung durch die öffentliche Hand übernommen werden soll, obwohl die angestrebte Sicherstellung aus der Ärzteschaft möglich ist, kommt es zu einer massiven Wettbewerbsverzerrung”, schreibt der Verband. Ein solcher Eingriff in die ärztliche Selbstverwaltung sei nicht zu akzeptieren. Weiter warnen die Hausärzte davor, dass mit diesem Schritt auch das Prinzip der wohnortnahen Hausarztversorgung aufgegeben werde, da die Landkreise die kommunalen Medizinischen Versorgungszentren an wenigen Standorten zentral für ganze Regionen planen. Gleichzeitig lasse ein solches Versorgungskonzept für die einzelnen Nachbesetzungsverfahren der örtlichen Hausärzte (die beispielsweise in den Ruhestand gehen) keinen Raum mehr für die Findung freiberuflicher oder ärztlich getragener Versorgungsstrukturen. Es sei vielmehr “der Einstieg in die Verstaatlichung der ambulanten Gesundheitsversorgung”. Die Delegierten des Hausärzteverbandes Hessen befürchten einen Verdrängungswettbewerb für alle noch verbliebenen Vertragsärzte. Während die kommunalen MVZ nach Belieben auf Steuergelder zurückgreifen und damit auch Verluste auffangen könnten, müsste die Hausarztversorgung in Trägerschaft der Ärztinnen und Ärzte ihre Praxen beziehungsweise ihre MVZ von Grund auf selbst finanzieren – ohne jede staatliche Unterstützung. Insbesondere für junge Ärzte werde so keinerlei Anreiz geschaffen, sich mit einer eigenen Landarztpraxis selbständig zu machen, zumal sie fürchten müssen, dass nach ihrer Niederlassung möglicherweise in der Nachbarschaft ein kommunales Zentral-MVZ für die Region entstehen könnte. Auslöser für diese Resolution ist ein aktuelles Beispiel aus dem Landkreis Darmstadt-Dieburg: Hier bewarb sich ein kommunaler MVZ-Träger konkurrierend zur Ärztegenossenschaft Gesundheitsvorsorge im Vorderen Odenwald (ÄGIVO e.V.) um eine Hausarztnachfolge in Alsbach-Hähnlein. Auf diese Weise soll dort der Grundstein gelegt werden für die Schaffung einer kommunal getragenen Hausarztversorgung für mehrere Kommunen der Region in einem zentralen örtlichen Neubau. Und das, obwohl die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung möglich ist, wie aus Arztkreisen zu erfahren war. Man befürchtet jetzt, dass dieses Beispiel landesweit Schule macht. Der Hausärzteverband sieht hier das Subsidiaritätsprinzip mit Füßen getreten, das – kurz und knapp – aussagt: privat vor Staat. Sucht ein Hausarzt einen Nachfolger für seine Praxis, muss er beim Zulassungsausschuss ein Nachbesetzungsverfahren beantragen. Es folgt eine Bedarfsprüfung, dann im Idealfall eine Genehmigung. Vier Wochen dauert die Bewerbungsfrist bei einem Nachbesetzungsverfahren für eine Hausarztpraxis. Sie kann auch auf sechs Monate verlängert werden, sollte sich so schnell kein Nachfolger finden. Doch genau hier kommt es zur Wettbewerbsverzerrung, finden die Kritiker: Für einen jungen Arzt, der sich freiberuflich niederlassen möchte, aber auch für die MVZ-Träger aus der Ärzteschaft, sei es nahezu unmöglich, innerhalb von vier Wochen etwa eine Finanzierung vorzulegen. Der öffentliche Träger dagegen könne finanziell – durch Steuergelder – aus dem Vollen schöpfen, was ein gigantischer Wettbewerbsvorteil sei. Darüber hinaus könnten die Kommunal-MVZ den angestellten Ärzten auch übertarifliche Gehälter zahlen. Bisher hat die öffentliche Hand zunächst abgewartet, ob es einen Nachfolger gibt. Erst wenn kein Arzt oder MVZ-Träger aus der Ärzteschaft gefunden wurde und der Praxis die endgültige Schließung drohte, wurden die Kommunen beziehungsweise die Landkreise aktiv. So sieht es auch die Hessische Gemeindeordnung (HGO) vor. Hausärzte befürchten, dass all das im Kreis Darmstadt-Dieburg massiv verletzt wird, um das eigene kommunale MVZ und die Kreisklinik voranzubringen. Auch für die Patienten könne die Installation eines kommunalen MVZ ein Rückschritt sein: Dieses soll im vorliegenden Fall für Alsbach, Bickenbach und Jugenheim zuständig sein. Das würde aus Sicht der Kritiker bedeuten, dass die wohnortnahe hausärztliche Versorgung nicht mehr gewährleistet sei – besonders wenig mobile Senioren seien davon betroffen. Darüber hinaus finden befragte Hausärzte, dass es ein entscheidender Standortfaktor für die Entwicklung einer Kommune sei, ob es dort eine (haus-)ärztliche Gesundheitsversorgung gebe. Ohne diese würden Apotheken und Leistungserbringer (Physiotherapie, Logopädie) schließen, angesiedelte Firmen wegbrechen. Die Kommunen dagegen, in denen sich ein kommunales MVZ befinde, profitierten davon. Die Hausärzte warnen eindringlich vor dem so eingeleiteten Paradigmenwechsel hin zu einer staatlichen Gesundheitsversorgung. Dies würde die bewährte ärztliche Selbstverwaltung über kurz oder lang in Frage stellen. Pressekontakt: Astrid Wagner (Ms)- Freie Journalistin -Gutschneiderswiesen 21D-64646 HeppenheimMobil / WhatsApp: 01 57 74 14 20 51E-Fax: 0 32 12 239 88 88E-Mail: -Mail: .-ID: DE 321 523 474

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LGBTIQ*-Orten droht der Lockdown-Knockout

17.05.2021 – 07:00

Deutsche AIDS-Hilfe e.V.

Berlin (ots) Deutsche Aidshilfe zum heutigen IDAHOBIT: Queere Menschen mitdenken und stärken, Schutzräume schützen und erhalten. Nötig sind Finanzhilfen und Beteiligung. LGBTIQ* sind von der Covid19-Pandemie in besonderer Weise belastet. Zum einen wurden ihre Lebensweisen in Corona-Verordnungen oft nicht berücksichtigt. Zum anderen sind viele Orte queeren Lebens wie Clubs, Cafés, Bars und Saunen nun schon so lange geschlossen, dass die Betreiber*innen fürchten, nie wieder öffnen zu können. Auf diese Gefahr weist die Deutsche Aidshilfe anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit (IDAHOBIT) hin und fordert die Verantwortlichen in der Politik auf, Lebensräume von LGBTIQ* zu erhalten und zu schützen. Verluste könnten verheerend sein “Einrichtungen queerer Infrastruktur sind viel mehr als nur gastronomische Orte. Als Schutzräume sind sie systemrelevant für die Communitys. Diskriminierte Minderheiten finden dort Sicherheit und gestalten ihr soziales und kulturelles Leben. Außerdem findet dort Präventionsarbeit statt. Deswegen müssen geeignete Finanzhilfen das Fortbestehen dieser Orte sichern”, sagt Ulf Kristal, Vorstand der Deutschen Aidshilfe (DAH). Schon seit dem Frühjahr letzten Jahres sind viele Szeneeinrichtungen nun in der Zwangspause, auch Hilfs- und Beratungsangebote sind nur eingeschränkt verfügbar. Mittlerweile drohen über Jahrzehnte gewachsene Institutionen und Strukturen dauerhaft zerstört zu werden; einige haben schon die Segel streichen müssen. Die Folgen für LGBTIQ* könnten verheerend sein: “Hier drohen Lebensorte und Sicherheitsnetze dauerhaft wegzubrechen. Wir werden uns noch lange nicht nur mit wirtschaftlichen, sondern auch mit psychosozialen Folgen der Corona-Politik auseinandersetzen müssen. Zu befürchten ist eine dauerhafte Zusatzbelastung sexueller und geschlechtlicher Minderheiten – Long Covid in einem ganz anderen Sinne”, erklärt Ulf Kristal. Queere Sexualität verdient Respekt Nicht zuletzt sind die genannten Orte für viele Menschen auch wesentlicher Bestandteil ihres Sexuallebens. Die Schließung hat viele vor gravierende Probleme gestellt, während die Corona-Verordnungen meist ganz selbstverständlich von festen Partnerschaften und Familien in gemeinsamen Haushalten ausgingen. “Die Corona-Krise hat noch einmal gezeigt, was als normal gilt und was als verzichtbar oder weniger schützenswert betrachtet wird. Dieser Effekt darf sich auf keinen Fall verstetigen. Es gilt jetzt, Solidarität zu zeigen mit all jenen, die durch diese Pandemie besonders belastet sind. Dazu gehören auch LGBTIQ* mit ihrer ganzen Vielfalt von Lebensformen”, betont Ulf Kristal. Betrieb sichern und klar regeln Viele Betreiber*innen von queeren Szeneorten kritisieren schon länger hohe Hürden und unzureichende Finanzhilfen. Diese können meist nur für Fixkosten eingesetzt werden und reichen nicht zum Überleben, zudem klagen Betreiber*innen teils über stark verzögerte Auszahlungen. Viele Betriebe werden durch Kredite, die sie zu ihrer Rettung aufgenommen haben, dauerhaft überlastet sein – insbesondere, wenn sie ohnehin äußerst knapp kalkulieren mussten. Erforderlich sind daher faire Entschädigungszahlungen für die Zeit der Schließung, die eine sichere Wiederaufnahme und Fortsetzung des Betriebes gewährleisten. Außerdem braucht es klare Regelungen für die Zeit nach der Pandemie: Viele Betreiber*innen haben nach dem ersten Lockdown Hygienekonzepte erarbeitet, waren aber mit unklaren und uneinheitlichen Vorgaben konfrontiert. Insbesondere Orte sexueller Begegnungen – etwa Bars, Saunen und Lokale mit Darkrooms – wurden von den Ordnungsämtern der Städte sehr unterschiedlich behandelt. “Diese Betriebsarten müssen in den jeweiligen Landesverordnungen explizit benannt werden, damit kein Platz mehr für willkürliche Auslegungen bleibt. Sexualität, die an diesen Orten stattfindet, darf dabei nicht als weniger wertvoll oder verzichtbar betrachtet werden”, betont DAH-Vorstand Ulf Kristal. Queerfeindlichkeit entgegentreten Immer wieder klagten Betreiber*innen seit Beginn der Pandemie auch über homophobe Bemerkungen durch Mitarbeiter*innen von Behörden. Auch deswegen ist es von zentraler Bedeutung, dass Politiker*innen und Verantwortliche in der Verwaltung sich aktiv gegen strukturelle Queerfeindlichkeit einsetzen, indem sie sexuelle und geschlechtliche Vielfalt schützen und unterstützen. DAH-Vorstand Ulf Kristal: “Für die Schlussphase der Pandemie brauchen wir runde Tische, an denen Verterter*innen der Communitys Feedback an die Politik und Behörden geben können. In Mannheim gibt es so etwas bereits. Es ist Zeit, auch die Einschnitte, die die Epidemie uns abverlangt, mit mehr Bürger*innenbeteiligung zu gestalten. Für Minderheiten ist das besonders wichtig.” Informationen und Veranstaltungen: Unter dem Motto “#WirFürQueer – Für mehr queere Solidarität” finden heute um 14 und 22 Uhr zwei Onlineveranstaltungen zum Thema statt. Beide Livestream-Events werden in Kooperation mit der Kampagne ICH WEISS WAS ICH TU der Deutschen Aidshilfe produziert und live gestreamt auf der Facebook-Seite von ICH WEISS WAS ICH TU. “Wir sind systemrelevant” – Bericht über queeres Leben nach einem Jahr Epidemie im Blog von ICH WEISS WAS ICH TU Pressekontakt: Deutsche AidshilfeHolger Wicht – PressesprecherTel. (030) 69 00 87 –

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Asklepios zur Entscheidung der Schiedsstelle Brandenburg / Rückwirkende Änderungen am Pflegebudget sind verfassungswidrig

14.05.2021 – 11:17

Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA

Hamburg (ots)- Schiedsstelle Brandenburg lehnt Antrag der Krankenkassen ab
– Vorsitzender äußert begründete verfassungsrechtliche Zweifel an den nachträglichen Änderungswünschen zum Pflegebudget
– Asklepios-CEO Kai Hankeln: “Immer mehr Experten positionieren sich klar gegen diesen Schnellschuss. Die nachträglichen Änderungen sind inhaltlich falsch, juristisch zweifelhaft und schlecht für Pflegekräfte und Patienten. Das Vorhaben muss im Gesundheitsausschuss des Bundestages, im Bundestag und im Bundesrat gestoppt werden.” Die Asklepios Gruppe begrüßt die Entscheidung der Schiedsstelle Brandenburg, die weitere Verzögerung der Pflegebudgets für das Jahr 2020 durch gesetzliche Krankenkassen zu unterbinden. Die Kassen hatten versucht, das laufende Einigungsverfahren durch einen Vertagungsantrag künstlich in die Länge zu ziehen, damit vor Abschluss noch von den Krankenkassen forcierte Änderungen am Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) durchgesetzt werden können. Ziel der Kassen ist es, die Berechnungsgrundlagen des seit dem 1. Januar 2020 geltenden Pflegebudgets rückwirkend zu ihren Gunsten zu verändern. Die Schiedsstelle hat hierzu erklärt, dass die von den Kassen angestrebte rückwirkende Änderung in den laufenden Verfahren mit den “verfassungsrechtlichen Anforderungen des Vertrauensschutzes unvereinbar ist.” Eine rückwirkende Auslegung einer etwaigen Gesetzesänderung ist daher nach Auffassung der Schiedsstelle verfassungswidrig. Auch den vorgebrachten Argumenten der Kassen begegnen die Juristen kritisch und stellen fest: “Einem Gestaltungsmissbrauch sowie Doppelfinanzierungen und ungerechtfertigten Mehrausgaben zu begegnen, galt auch schon im Rahmen der Anwendung der bisherigen Rechtsvorschriften.” Kai Hankeln, CEO der Asklepios Gruppe, sagt: “Die Entscheidung der Schiedsstelle Brandenburg zeigt exemplarisch, dass die Krankenkassen das Gesundheitsministerium auf Abwege führen. Nicht nur die Vorwürfe sind aus der Luft gegriffen, das gesamte Vorhaben ist aus juristischer Betrachtung zwielichtig. Schon heute zeigt sich, dass die beabsichtigten Änderungen – falls sie in Kraft treten – in wesentlichen Teilen verfassungswidrig sind. Absehbare Folge werden langjährige Gerichtsverfahren und wirtschaftliche Unsicherheit sein – und das in einer Zeit, in der viele Kliniken in Folge der Corona-Pandemie um ihr Überleben kämpfen. Leidtragende dieser eigensinnigen Strategie der Krankenkassen sind dann einmal mehr die Patientinnen und Patienten! Die Änderungsanträge zum GVWG, die zu der negativen Rückwirkung führen, sind von CDU und SPD eingebracht worden und werden am 19. Mai im Gesundheitsausschuss beraten. Es bleibt zu hoffen, dass diese dort gestoppt werden, spätestens aber im Bundestag und Bundesrat. Andernfalls wird das Pflegepersonalstärkungsgesetz ad absurdum geführt und zu einem reinen Schwächungsgesetz.” Kontakt für Rückfragen: https://www.asklepios.com/konzern/unternehmen/aktuell/pressekontakt/Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaAKonzernbereich Unternehmenskommunikation & MarketingRübenkamp 22622307 HamburgBesuchen Sie Asklepios im Internet, auf Facebook oder YouTube:www.asklepios.comgesundleben.asklepios.comwww.facebook.com/asklepiosklinikenwww.youtube.com/asklepiosklinikenAnmeldung zum Asklepios Newsletter:https://www.asklepios.com/konzern/newsletter-anmeldung/Pflege-Blog: “Wir sind Pflege” (https://wir-sind-pflege.blog/)

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Interprofessionelle Diskussionsrunde im Vorfeld zur Anhörung des Tabaksteuermodernisierungsgesetz im Bundestag am 17.05.2021

12.05.2021 – 17:53

Thrombose Initiative e.V.

Berlin (ots) Prof. K. Kröger, Angiologe aus Krefeld, hat dazu die Epidemiologin Frau Prof. Dr. U. Mons, Universität Köln, den Gesundheitsökonom Prof. B. Wigger, Karlsruher Institut für Technologie, und die Juristin Frau Dr. R. Prunzel, zu einer Online-Diskussionsrunde eingeladen.- Das Ergebnis dieser Diskussionsrunde war, dass der aktuelle Entwurf des Tabaksteuermodernisierungsgesetz vor allem ein Steuererhöhungsgesetz ist, dass die gesundheitspolitischen Ziele völlig außer Acht lässt. Eine Erhöhung der Steuer ist sinnvoll, da dadurch ein Teil der aktiven Raucher vom Rauchen abgehalten wird. Diese muss allerdings im Rahmen eines Gesamtkonzeptes umgesetzt werden. So ein Gesamtkonzept ist leider in Deutschland nicht ersichtlich. Es bedarf zusätzlicher Aufklärung bezüglich der Schädlichkeit des Rauchens, eine Erstattung der Nikotinersatztherapie und einem Preisgefälle in Richtung schadstoffreduzierte Alternativprodukte wie E-Zigarette und Tabakerhitzer. Die Konzentration des Tabaksteuermodernisierungsgesetzes auf das Nikotin als Messgröße für das Schadenspotential widerspricht maßgeblich der existierenden wissenschaftlichen Evidenz und wird von den Referenten als falsch und irreführend bewertet. Schließlich ist man sich einig, dass die Schadstoffe die bei der Verbrennung freigesetzt werden, für die Entstehung der mit dem Rauchen assoziierten Erkrankungen verantwortlich sind. Existierende wissenschaftliche Daten zur Anwendung der Nikotinersatztherapie über viele Jahre hinweg, bestätigen diese Expertenposition. Insgesamt macht der vorliegende Steuerentwurf den Eindruck, dass man das alte Steuermodell auf eine sich verändernde Produktpalette mit abgestuften Schadenspotential übertragen hat, ohne sich mit der neue Produktpallette wirklich auseinander gesetzt zu haben. Das Tabaksteuermodernisierungsgesetz hat das verständliche Ziel, die Steuereinnahmen des Staates auch zukünftig sicherzustellen. Gleichzeitig wird das Nachhaltigkeitsziel, die Raucherquote zu senken, als gesundheitspolitisches Ziel formuliert. Von ärztlicher Seite hat sich das gesundheitspolitische Ziel in dem aktuellen Gesetzesentwurf dem steuerpolitischen Ziel untergeordnet, was nicht zu begrüßen ist. Die Experten sprechen von einer verlorenen Chance. Das Video zur Veranstaltung ist HIER verfügbar. https://m.youtube.com/watch?v=PtOsit4bN2U&feature=youtu.be Pressekontakt: Thrombose-Initiative

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CORRECTIV und Frontal 21-Recherche: Das Milliardengeschäft mit den Beatmungspatienten

11.05.2021 – 18:00

CORRECTIV

Essen (ots) “Nach wie vor ausgenutzt” – Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sieht Regulierungslücken auf dem Markt für ambulante Intensivpflege. Eine Recherche von CORRECTIV und dem ZDF-Magazin Frontal21 zeigt, wie Patientinnen und Patienten in Beatmungs-WGs Teil eines lukrativen Geschäftsmodells sind – das durch die Corona-Pandemie noch wachsen könnte. Der Markt von sogenannten Beatmungs-WGs boomt, aber bisher gibt es in diesem Bereich der Pflegebranche keine verlässlichen Qualitätsstandards, nur wenige Kontrollen und keine belastbaren Zahlen. Derzeit werden geschätzt 20.000 bis 30.000 Patienten ambulant in Wohngemeinschaften versorgt – 20 bis 30 mal so viele wie noch 2005. Dieser starke Anstieg lasse sich mit fachlichen Gründen kaum erklären, sagt SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach: “Medizinisch macht es keinen Sinn, dass es so stark zugenommen hat. Es ist auf jeden Fall dringend nötig, dass das untersucht wird.” Die Versorgung von Beatmungspatienten ist für Intensivpflegedienste ein lukratives Geschäft. Anbieter können bei den Krankenkassen pro Patient im Monat 10.000 bis 25.000 Euro abrechnen, manchmal sogar mehr. Schätzungen zufolge werden auf dem Markt jedes Jahr zwei bis vier Milliarden Euro umgesetzt. Ohne medizinischen Grund in die Länge gezogen Pfleger und Ärzte berichten CORRECTIV und Frontal21 über Fälle, bei denen die Versorgung mit maschineller Beatmung oder Trachealkanüle ohne medizinischen Grund in die Länge gezogen worden sei. Neben zweifelhaften Anbietern mit starkem Fokus auf die Rendite gibt es Beatmungsdienste, die sachgemäß arbeiten, und für Patientinnen und Patienten, die noch geistig wach und eigenständig sind, können solche WGs auch die richtige Lösung sein. Lauterbach (SPD) spricht von einem “riesigen Qualitätsspektrum”: “Der Bereich ist unterreguliert. Es gibt Anhaltspunkte zu glauben, dass die Situation nach wie vor ausgenutzt wird.” Obwohl 2020 ein Gesetz für bessere Standards in der Intensivpflege verabschiedet wurde, sollen die meisten neuen Regelungen erst ab Oktober 2023 gelten. Die Corona-Pandemie könnte das Wachstum der Branche weiter beschleunigen. Die Bundesregierung hat bisher kein Konzept vorgelegt, wie langzeitbeatmete Patientinnen und Patienten nach der Entlassung von den Intensivstationen weiter versorgt werden sollen. Laut Bundesgesundheitsministerium seien dafür die Selbstverwaltung und die ärztlichen Fachgesellschaften zuständig. Die Recherche finden Sie ab 11.05., 18 Uhr unter https://correctiv.org/?p=81393 Pressekontakt: Gabriela KellerReporterinMail: : 0157-87017678Justus von DanielsChefredakteurMail: : 0176-22058521

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“Cannabis-als-Medizin”-Gesetz: Bundestagsabgeordnete und Wissenschaftler*innen fordern Nachbesserungen

11.05.2021 – 12:14

Prof. Dr. Heino Stöver – Sozialwissenschaftliche Suchtforschung

Frankfurt a.M. (ots) Mehr als 4 Jahre nach Inkrafttreten des “Cannabis-als-Medizin-Gesetzes” fällt die Bilanz gemischt aus. Neben den unstrittigen, zahlreichen positiven Entwicklungen sind verschiedene, vom Gesetzgeber 2017 beabsichtigte, Veränderungen nach wie vor nicht eingetreten. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern daher Abgeordnete des Bundestages gemeinsam mit Mediziner*innen und Suchtforscher*innen Nachbesserungen am Gesetz. Dieses wurde im Jahr 2017 verabschiedet und erlaubt es seitdem niedergelassenen Ärzt*innen THC-haltige Medikamente zu verschreiben. Seit dem Jahr 2017 wurden über 70.000 Kostenübernahmeanträge an die Krankenkassen gestellt. Davon wurden aber nur knapp 60 Prozent genehmigt. Derzeit erhalten ca. 80.000 Menschen in Deutschland eine cannabisbasierte Therapie, was nur 0,1 Prozent der Bevölkerung entspricht. Länder wie Israel und Kanada liegen bei 1 Prozent. Daraus kann aber mitnichten geschlussfolgert werden, dass in Deutschland weniger Patient*innen auf die Medikamente angewiesen wären. “Das Gesetz hat zwar dazu geführt, dass einige Menschen in Deutschland die dringend benötigten Cannabismedikamente nun erhalten können, aber es bleibt deutlicher Nachbesserungsbedarf. Immer noch muss Deutschland die Cannabismedikamente importieren, anstatt Sie selber herzustellen. Diese Tatsache führt dazu, dass die Kosten fast drei Mal so hoch sind wie in anderen Ländern. Das ist eine unnötige Belastung für Krankenkassen und Patienten.”, konstatiert der Suchtforscher und Mit-Autor des Positionspapiers Prof. Dr. Heino Stöver. “Der hohe Preis und bürokratische Aufwand hindert Ärzte oft zusätzlich an der Verschreibung einer notwendigen Cannabistherapie. Immer wieder weisen Krankenkassen die Ärzt*innen auch auf das sogenannte Wirtschaftlichkeitsgebot hin, wenn diese ihren Patient*innen eine cannabisbasierte Medikation ermöglichen. Sie erzwingen so eine immer restriktivere Verschreibungspolitik und verwehren vielen den Zugang zu den wichtigen Medikamenten. In der Konsequenz sehen wir eine dramatische medizinische Unterversorgung mit cannabisbasierten Medikamenten. Die strafrechtliche Verfolgung von Patient*innen kommt oft erschwerend hinzu.”, so Prof. Dr. Stöver weiter. “Wir fordern daher die Abschaffung des Genehmigungsvorbehaltes der Krankenkassen bei der Verschreibung von cannabis-basierten Medikamenten. Auch die Regressandrohungen gegenüber Ärzt*innen sind zu unterlassen. Außerdem dürfen Sucht- und andere psychiatrische Erkrankungen nicht zu einer generellen Verweigerung der Kostenübernahme führen. Weiterhin muss die klinische Forschung im Bereich der “Cannabis-Medizin” durch den Bund gefördert werden. Die restriktive Politik ist derzeit einer politischen Ideologie geschuldet und nicht evidenzbasiert. Wir setzen uns daher dafür ein, dass sich die Gesundheitspolitik in diesem Bereich an konkreten Forschungsergebnissen und dem Wohl der Patient*innen orientiert, nicht an wirtschaftlichen Interessen der Krankenkassen und konservativen politischen Überzeugungen.”, fasst Prof. Dr. Stöver zusammen. Das gemeinsame Positionspapier von u.a. Dirk Heidenblut, MdB, Dr. Kirsten Kappert-Gonther, MdB, Niema Movassat, MdB, Dr. Wieland Schinnenburg, MdB, Prof. Dr. Kirsten R. Müller-Vahl und Dr. Ingo Ilja Michels finden Sie hier verlinkt. Zur Person Heino Stöver ist Professor an der Frankfurt University of Applied Sciences und Geschäftsführender Direktor des Instituts für Suchtforschung der Frankfurt University of Applied Sciences (ISFF). Er ist als Berater der WHO, von UNODC, der Europäischen Kommission, des Internationalen Roten Kreuzes, der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, des Open Society Institute und von Gesundheits-/Sozialministerien (in Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Litauen, Estland und Lettland) tätig. Er ist Mitgründer der internationalen peer-review-Zeitschrift International Journal of Prisoner Health sowie Mit-Herausgeber der Schriftenreihe Gesundheitsförderung im Justizvollzug. Seit 2008 ist er Vorsitzender des akzept e.V. (Bundesverband für akzeptierende Drogenarbeit und humane Drogenpolitik). Er ist ebenfalls Mitglied des beratenden Arbeitskreises “Männergesundheit” der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Pressekontakt: Frankfurt University of Applied SciencesFachbereich 4: Soziale Arbeit und GesundheitProf. Dr. Heino StöverTelefon: +49 69 1533-2823 und mobil: +49 162 133 45 33E-Mail: : @HeinoStoever

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Zum Tag der Pflege: Paritätischer fordert von Großer Koalition überzeugende Pflegereform noch in dieser Legislaturperiode

11.05.2021 – 11:06

Paritätischer Wohlfahrtsverband

Berlin (ots) Der Paritätische Wohlfahrtsverband appelliert an die Große Koalition, die verbleibenden Wochen dieser Legislatur zu nutzen, um ihr Versprechen aus dem Koalitionsvertrag einzulösen und endlich eine überzeugende Pflegereform auf den Weg zu bringen. In den vergangenen Woche habe sich der offene Konflikt zwischen Bundesgesundheits- und Arbeitsminister bedauerlicherweise sehr zugespitzt, der nunmehr vorliegende Gesetzentwurf sei weder zielführend, noch problemlösend und greife deutlich zu kurz, kritisiert der Verband. Insbesondere fehle eine wirksame Regelung zur Deckelung der Eigenanteile bei den Pflegekosten. “Es kann nicht sein, dass koalitionsinterne Konflikte auf dem Rücken der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen ausgetragen werden. Wir brauchen endlich eine überzeugende Pflegereform, die den Namen verdient und den aktuellen Problemen auch gerecht wird”, so Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands. Perspektivisch brauche es eine Vollkaskoversicherung als Bürgerversicherung, die das Risiko der Pflegebedürftigkeit wirksam absichert, fordert der Paritätische. Auf dem Weg dahin müsse die Pflegefinanzierung ambulant und stationär solidarisch neu aufgestellt und vor allem die Eigenanteile für pflegebedingte Kosten deutlich gedeckelt werden. Der Paritätische fordert übergangsweise eine Begrenzung des Eigenanteils in Höhe von 15 %, die Pflegekassen sollen stattdessen stärker in die Pflicht genommen werden. “Die von Jens Spahn vorgeschlagene Zuschussregelung fällt weit hinter die Ankündigungen der Regierung und vor allem die Erwartungen der Betroffenen zurück”, kritisiert Schneider. “Es ist höchste Zeit, dass aus dem zu geringen Festzuschuss der Pflegekasse eine verlässliche Versicherung wird. Es kann nicht sein, dass Pflegebedürftigkeit wieder zum außerordentlichen Armutsrisiko dieser Gesellschaft wird”, so Schneider. Mit den vorliegenden pflegerelevanten Regelungsvorschlägen im Entwurf für ein so genanntes Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) bliebe ein erheblicher Teil der Pflegebedürftigen (fast die Hälfte) in vollstationären Einrichtungen von Entlastungen völlig ausgeschlossen, warnt der Verband. Für den ambulanten Bereich werde gar nichts getan. Gleichzeitig seien durch notwendige Verbesserungen bei den Themen Tarifbindung, Mehrpersonalisierung und Arbeitsbedingungen dagegen weitere Kostensteigerungen absehbar, die nicht zu Lasten der Pflegebedürftigen gehen dürfen. “Wenn die Große Koalition jetzt die Chance versäumt, eine echte Pflegereform auf den Weg zu bringen, droht ein weiteres Jahrzehnt Stückwerk. Die Betroffenen und ihre Angehörigen haben für solches Stückwerk keine Zeit”, so Schneider. Die Stellungnahme des Paritätischen zu pflegerelevanten Änderungsanträgen zum Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (GVWG) finden Sie hier: https://ots.de/4N9FLA Pressekontakt: Gwendolyn Stilling, , Tel.: 030 24636-305

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TRIPS Waiver: Bundesregierung und Europäische Union müssen dem Beispiel der US-Regierung folgen

06.05.2021 – 17:33

Aktionsbündnis gegen AIDS

Berlin (ots) Die Ankündigung der Handelsbeauftragten der USA, Katherine Tai, den Verzicht auf Monopolrechte an COVID-19-Vakzinen zu unterstützen bildet einen wichtigen, wenn auch lange überfälligen Schritt in die richtige Richtung. Es sieht so aus, als ob die Biden-Regierung verstanden hat, dass die Pandemie eine massive Bedrohung der gesamten Menschheit darstellt, sodass kommerzielle Einzelinteressen zurückstehen müssen. Auch die Bundesregierung und die Europäische Union müssen nun ihren Widerstand gegen die Aussetzung des Patentschutzes für lebenswichtige Medizinprodukte aufgeben! So ist auch die schnelle Reaktion der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, zu begrüßen. Die geäußerte Bereitschaft, den Vorschlag zu diskutieren, muss aber in eine konstruktive Beteiligung an den Verhandlungen in der Welthandelsorganisation (WTO) münden! Vor allem Regierungen der reichen Staaten in der WTO haben über die letzten Monate den von mehr als 100 wirtschaftlich benachteiligten Ländern unterstützten Vorschlag blockiert, Patente und weitere Rechte an geistigem Eigentum für alle Technologien der Pandemie-Bekämpfung für die Dauer der Pandemie auszusetzen. Monopolrechte stellen Fesseln dar, die das freie und schnelle Handeln aller Akteure einschränken, die sich in der Bereitstellung von Impfstoffen, Medikamenten, Diagnostika oder Schutzmaterialen engagieren wollen. Das dramatische Infektionsgeschehen mit derzeit täglich über 13.000 Todesfällen verzeiht aber keine Verzögerung! Ohne eine generelle Verzichtserklärung auf Rechte an geistigem Eigentum würden langwierige und kleinteilige Verhandlungen über Nutzungsrechte und Lizenzgebühren erforderlich. Es ist unverzichtbar, jegliche Barrieren für die weltweite Produktion und Verteilung von Impfstoffen und anderen relevanten Medizinprodukten zu beseitigen. Sie vergrößern auch das Risiko für weitere Mutationen und damit Resistenzbildungen, die mit einem Verlust der Wirksamkeit der vorhandenen Impfstoffe einhergehen. Das führt zu der sehr realen Gefahr, dass es uns nicht gelingt die Pandemie in ansehbarer Zeit zu beenden. Die Verhandlungen im Rahmen der WTO müssen daher ohne Verzögerung und juristische Winkelzüge zum Abschluss gebracht werden. Dabei sollten nicht nur die Impfstoffe, sondern alle für die Pandemie-Bewältigung erforderlichen Hilfsmittel in den Blick genommen werden. Das ist aber nur als erster Schritt zu begreifen: die Staatengemeinschaft darf nicht dabei stehenbleiben, die Handlungsfreiheit der ärmeren Länder zu ermöglichen, um sie dann mit der Herausforderung allein zu lassen. Gerade die Staaten mit den größten technologischen und finanziellen Möglichkeiten müssen Verantwortung für das Wohl der Menschheit insgesamt übernehmen und einen aktiven Beitrag für die globale Versorgung leisten! Wir fordern deshalb die Regierungsverantwortlichen Deutschlands, der Europäischen Union, der Vereinigten Staaten und weiterer Länder auf, dass sie sich für eine verbindliche Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Forschungsinstitutionen, staatlichen Behörden, Zivilgesellschaft sowie der kooperierenden Privatwirtschaft einsetzen. Ziel muss es sein, die benötigten Medizintechnologien in hoher Stückzahl und Qualität für den weltweiten Bedarf herzustellen. Dafür müssen alle nötigen Ressourcen und Kräfte mobilisiert werden! Zugleich müssen alle weiteren Hürden überwunden werden, die der effektiven Überwindung der Pandemie im Weg stehen: So muss die Gesamtheit an relevanten Nutzungsrechten, wissenschaftlichen Daten und technischem Know-how mit allen qualifizierten Akteuren geteilt werden. Damit dies geschehen kann, muss der Patentpool für COVID-Technologien (C-TAP) genutzt werden. Für eine gerechte Verteilung ist es ferner unabdingbar, schnellstmöglich für eine ausreichende Finanzierung der Initiative für einen raschen Zugang zu Instrumenten zur Bekämpfung von COVID-19 (ACT-Accelerator oder kurz ACT-A) zu sorgen. Deutschland hat hierfür einen sehr anerkennenswerten Beitrag zugesagt. Jetzt kommt es darauf an, auch bei den mit den Patenten verbundenen Wirtschaftsinteressen über den eigenen Schatten zu springen. Eine angemessene Bereitstellung von Finanzmitteln einerseits und eine ausreichende Produktion von erschwinglichen Medizintechnologien andererseits sind die beiden Seiten einer Medaille und müssen zusammengedacht werden. Es ist entscheidend, dass die Weltgemeinschaft eine gemeinsame Antwort auf die Pandemie findet, die auf den Prinzipien der menschlichen Solidarität, der Verantwortung für die Zukunft und der Orientierung an der wissenschaftlichen Erkenntnis beruht. Weitere Informationen finden sie auf der Webseite des Aktionsbündnis gegen AIDS unter: https://www.aids-kampagne.de/themen/covid-19-fakten-und-analysen Pressekontakt: Peter Wiessner Tel: +49 (0) 30 2790 999 8 Mob: +49 (0) 163 456 8514; Email: ; Aktionsbündnis gegen AIDS;Rungestr. 19, 10179 Berlin

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Katholische Krankenhäuser legen Positionen zur Bundestagswahl vor

06.05.2021 – 13:27

Katholischer Krankenhausverband Deutschlands e.V. KKVD

Berlin (ots) Der Vorstand des Katholischen Krankenhausverbands Deutschlands (kkvd) hat auf seiner heutigen Sitzung ein Positionspapier zur Bundestagswahl 2021 beschlossen. Unter dem Motto “Menschlich. Innovativ. Freigemeinnützig.” wirbt der Verband dafür, die Trägervielfalt und freigemeinnützige Akteure zu stärken. Die katholischen Krankenhäuser setzen sich außerdem für eine dezentral strukturierte Kliniklandschaft in Deutschland ein. Ingo Morell, stellvertretender Vorsitzender des kkvd: “Gesundheit ist ein besonderes Gut und das Gemeinwohl muss bei der Gesundheitsversorgung Berücksichtigung finden. Die freigemeinnützigen Krankenhäuser erbringen vielerorts den Beweis, dass nachhaltiges Wirtschaften und Patientenorientierung miteinander vereinbar sind. Gleichzeitig werden hier patientenzentrierte Versorgungskonzepte entwickelt, die heute bereits über die Klinikmauern hinausreichen. Die freigemeinnützige Trägerschaft ist innovativ und sie ist ein Zukunftskonzept.” Nach der Bundestagswahl am 26. September 2021 wird der Reformdruck im Gesundheitswesen weiter steigen. Ein Grund dafür sind die hohen finanziellen Belastungen der öffentlichen Kassen durch die Pandemie. “Reformen sind nötig und nicht jeder Klinikstandort wird in den kommenden Jahren noch gebraucht. Doch ein radikaler Kahlschlag in der Krankenhauslandschaft hätte fatale Folgen. Die anhaltende Corona-Pandemie zeigt, wie wichtig Ausweich- und Reservekapazitäten in der stationären Versorgung sind. Zudem gilt gerade für ältere, multimorbide Menschen in ländlichen Regionen, dass lange Wege hohe Hürden sind. Aber auch jungen Familien ist eine gute Gesundheitsversorgung in der Nähe wichtig. Daher sollte für alle ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung innerhalb einer Fahrzeit von maximal 30 Minuten wohnortnah erreichbar bleiben. Das sichert die Daseinsvorsorge und gleichwertige Lebensverhältnisse überall im Land”, so Morell. Der kkvd weist in seinen Positionen zudem darauf hin, dass Spezialisierung zur Steigerung der Behandlungsqualität auch in einem Netzwerk mehrerer Krankenhäuser möglich ist. Dafür sollten sich Kliniken intelligent vernetzen und darauf konzentrieren, was jedes Haus besonders gut kann. Morell weiter: “Um die Gesundheitsversorgung der Menschen zukünftig zu sichern, sind Verbünde und regionale Netzwerke die besten Instrumente. Viele katholische Krankenhausträger praktizieren dies bereits und agieren in regionalen Verbundstrukturen mit mehreren Klinikstandorten. So werden Doppelkapazitäten reduziert. Und die Reform der Krankenhauslandschaft kommt dann ohne teure Investitionen für neue Zentraleinheiten aus.” Nach Berechnungen des RWI Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung wären für eine Zentralisierung der Klinikstruktur vergleichbar zu Dänemark Neuinvestitionen von geschätzt 80 Milliarden Euro erforderlich. “Die Reform der Krankenhausfinanzierung ist eine weitere wichtige Baustelle. Gerade Kliniken in ländlichen Regionen geraten aufgrund geringerer Fallzahlen immer mehr in finanzielle Schieflagen, auch wenn sie für die Versorgung vor Ort bedarfsnotwendig sind. Daher muss das Fallpauschalen-System um Vorhalteerstattungen für Personal und Infrastruktur ergänzt werden, die unabhängig von Leistungsmengen finanziert werden”, so Ingo Morell. Außerdem fordert der kkvd, dass Pflegefachkräfte künftig eigenverantwortlich heilkundliche Tätigkeiten ausüben dürfen. Auch muss die Akademisierung des Pflegeberufs gestärkt werden. Neue Personalmindestvorgaben in der Psychiatrie und Psychosomatik sollten moderne Versorgungsformen und den dafür erforderlichen Mix an Qualifikationen berücksichtigen. “Die Pflege ist ein systemrelevanter Beruf, für den dringend bessere Arbeitsbedingungen und Zukunftsperspektiven nötig sind. Nur dann gelingt es, mehr Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen. Wichtig ist eine Personalbemessung, die wissenschaftlich fundiert ist und sich am Bedarf der Patientinnen und Patienten orientiert. Wichtig ist auch, dass die Pflegekräfte von übermäßiger Bürokratie entlastet werden, die vor allem aus kleinteiligen Nachweispflichten resultiert. Nicht nur in der Pflege, sondern auch in der Psychiatrie und Psychosomatik ist die ausufernde Bürokratie ein großes Problem. Dadurch geht viel Zeit für die Patientinnen und Patienten verloren. Verantwortlich dafür sind beispielsweise die Dokumentationspflichten für die Personalmindestvorgaben. Es ist unerlässlich, dass diese Mindestvorgaben, ihre Nachweispflichten und Sanktionen zeitnah überarbeitet werden”, erklärt Morell abschließend. Das Positionspapier zum Download (PDF): https://kkvd.de/wp-content/uploads/2021/05/210506_kkvd_Positionen_BTW2021.pdf Pressebild Ingo Morell: https://kkvd.de/downloads/portrait-ingo-morell/ Der Katholische Krankenhausverband Deutschlands e. V. (kkvd) vertritt bundesweit 283 Krankenhäuser sowie 54 Einrichtungen der medizinischen Rehabilitation. Die katholischen Krankenhäuser in Deutschland haben 207.000 Mitarbeitende. Jährlich werden hier 3,5 Millionen Patientinnen und Patienten stationär versorgt. Mit Umsatzerlösen von 17 Milliarden Euro pro Jahr sind die katholischen Krankenhäuser zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Pressekontakt: Katholischer Krankenhausverband Deutschlands (kkvd)Herbert Möller, PressesprecherTelefon 030-2408368-13Mobil 0175-2297478E-Mail

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