Kulturelle Bildung für bereits eine Million Kinder und Jugendliche: Programm “Kultur macht stark” wird verlängert

30.07.2021 – 13:54

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Neue Förderbekanntmachung für erfolgreiches Programm “Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung” Um Kindern und Jugendlichen bessere Bildungschancen zu ermöglichen und sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen, setzt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Programm “Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung” für weitere fünf Jahre fort. Auch künftig werden außerschulische Projekte der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche gefördert, die ansonsten wenig Zugang zu diesen Angeboten haben. Das erfolgreiche Programm hat seit seinem Start 2013 bereits über eine Million Kinder und Jugendliche mit bundesweit 33.000 Projekten erreicht. In Kürze wird die Förderbekanntmachung veröffentlicht. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: “Gerade nach der Pandemie müssen wir uns in den nächsten Jahren besonders um Kinder und Jugendliche kümmern. Die ganze Gesellschaft muss zeigen, dass ihr die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen besonders am Herzen liegt. Neben vielen anderen Initiativen will ich gerade hier mit der Verlängerung des Programms ‘Kultur macht stark’ über 2022 hinaus ein Zeichen setzen. Dass das Programm ein Renner ist, zeigen die über eine Million Kinder und Jugendliche, die seit 2013 schon mitgemacht haben. Ab 2023 stellen wir insgesamt bis zu 250 Millionen Euro für fünf Jahre in Aussicht. Über das Aktionsprogramm ‘Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche’ werden die Angebote von ‘Kultur macht stark’ für die Jahre 2021 und 2022 verstärkt. Bereits in diesem Sommer laufen zahlreiche Projekte, die auch darauf abzielen, den Kindern und Jugendlichen nach der Pandemie Spaß an Kultur zu vermitteln. Ich bin unseren vielen Programmpartnern für ihr Engagement sehr dankbar. Ohne sie könnte ‘Kultur macht stark’ nicht realisiert werden. Nicht nur das Lernen in der Schule bringt die Kinder und Jugendlichen weiter, sondern auch die Kultur. Das fängt bei Theaterprojekten an und hört bei spannenden Besichtigungen noch lange nicht auf.” Hintergrund: Das Bundesprogramm “Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung” fördert seit 2013 mit bis zu 50 Millionen Euro jährlich bundesweit außerschulische kulturelle Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche, die wenig Zugang dazu haben. Es ist das größte Programm der kulturellen Bildung in Deutschland und in Europa. Es gibt kein vergleichbares Programm der kulturellen Bildung in Deutschland, das flächendeckend so viele Kinder und Jugendliche erreicht, die Bildungsangebote besonders benötigen. Umgesetzt werden die Projekte von lokalen Einrichtungen vor Ort in einem Bündnis für Bildung. Beteiligt sind Bildungs- und Kultureinrichtungen wie Schulen, Museen, Theater oder Bibliotheken, Vereine oder Einrichtungen der Jugend- und Sozialhilfe. Die Allianz aus Bildung, Kultur und Jugend- und Sozialarbeit etabliert Bildung erfolgreich als gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Für die neue Förderphase (2023-2027) stellt das BMBF insgesamt bis zu 250 Millionen Euro in Aussicht. Auch künftig wird das Programm von Programmpartnern umgesetzt. Sie fördern lokale Bündnisse für Bildung, die – unterstützt von bürgerschaftlichem Engagement – die Projekte vor Ort umsetzen. Gleichzeitig schafft die neue Förderbekanntmachung Raum für wichtige Weiterentwicklungen. Entwicklungspotenziale für die Zukunft liegen bei mehr außerschulischen Angeboten im Ganztag, der nachhaltigen kommunalen Verankerung und passgenauen Angeboten für den ländlichen Raum sowie im Bereich der digitalen kulturellen Bildung. Interessierte Verbände, Stiftungen und Einrichtungen aus dem Bildungs-, Kultur- und Sozialbereich mit Kompetenzen in der außerschulischen Bildung sind aufgerufen, bis Mitte November Skizzen einzureichen und sich als Programmpartner zu bewerben. Weiterführende Informationen: Informationen zur Förderbekanntmachung werden zeitnah auf der BMBF-Website veröffentlicht. Mehr zum Thema unter https://www.buendnisse-fuer-bildung.de/Pressekontakt:Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Gründung zweier Großforschungszentren schreitet voran: Neue Perspektiven für die sächsische Lausitz und das mitteldeutsche Revier

23.07.2021 – 11:04

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Sechs Konzepte für erste Förderphase empfohlen In der sächsischen Lausitz und dem mitteldeutschen Revier werden in den nächsten Jahren zwei neue Großforschungszentren entstehen. Damit wird ein Beitrag zum Strukturwandel in den traditionellen Braunkohlerevieren geleistet. Den Regionen sollen durch die Großforschungszentren auch neue wirtschaftliche Perspektiven eröffnet werden. Für die Festlegung der inhaltlichen Ausrichtung führen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), der Freistaat Sachsen und das Land Sachsen-Anhalt derzeit den zweistufigen themenoffenen Wettbewerb “Wissen schafft Perspektiven für die Region!” durch. Am gestrigen Donnerstag hat die hochrangig besetzte Perspektivkommission aus den eingereichten Anträgen die sechs überzeugendsten ausgewählt und dem BMBF für die erste Förderphase empfohlen, in der die Konzepte zur Umsetzungsreife ausgearbeitet werden sollen. Danach findet erneut eine Überprüfung der Konzepte statt, bevor der eigentliche Aufbau von zwei Zentren beginnt. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Mit der Initiative ‘Wissen schafft Perspektiven für die Region!’ geben wir dem mitteldeutschen Revier und der sächsischen Lausitz starke Impulse: für herausragende Forschung, für hochwertige Arbeitsplätze, für eine dynamische wirtschaftliche Entwicklung und für einen nachhaltigen Strukturwandel. Ich bin sehr froh, dass die Arbeiten zur Gründung der zwei Großforschungszentren von nationaler und internationaler Strahlkraft nun so rasch voranschreiten. Wir sind hier absolut im Zeitplan. Die Großforschungszentren sind Kernstück in unserer Strategie, neue Perspektiven für die vom Strukturwandel betroffenen Regionen in Ostdeutschland zu schaffen. Der in Zeiten des Klimawandels notwendige Kohleausstieg soll der Beginn für die Regionen zu einem Neuanfang werden. Wir wollen Standorte schaffen, die exzellente wissenschaftliche Forschung mit wirksamem Transfer des Wissens in die Anwendung verbinden. Sie sollen Unternehmen anziehen und neue Unternehmensgründungen hervorbringen. Gleichzeitig werden die neuen Großforschungszentren das Forschungs- und Innovationsland Deutschland insgesamt stärken. Ich bin sehr gespannt, welche der jetzt ausgewählten Konzepte am Ende umgesetzt werden.” Der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer, erklärt: “Wir wollen und wir werden neue Perspektiven schaffen für die Kohleregionen. Die Ansiedlung von zwei Großforschungszentren in der sächsischen Lausitz und im Mitteldeutschen Revier ist dafür ein ganz wichtiger Baustein und ein großer Erfolg. Mit der Empfehlung der Perspektivkommission sind wir nun ein gutes Stück vorangekommen. Bereits jetzt wird deutlich und konkreter, welche Möglichkeiten und Chancen es gibt, wichtige Zukunftsthemen in den Regionen zu verankern. Auch wenn die endgültige Entscheidung noch aussteht, ist schon heute klar, dass rund um die Großforschungszentren neue Perspektiven und gut bezahlte Arbeitsplätze entstehen werden. Am Ende werden nicht nur die beiden sächsischen Regionen, sondern der Wissenschafts- und Innovationsstandort Deutschland insgesamt davon profitieren. Besonders danken möchte ich der Perspektivkommission für ihre für uns alle wichtige Arbeit.” Der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, erklärt: “Die heute durch die Perspektivkommission ausgewählten Projektideen für das zukünftige Großforschungszentrum im Mitteldeutschen Revier besitzen in ihren Bereichen enorme Potentiale im Hinblick auf den Transfer von der Forschung in die Wirtschaft und somit auch für zukunftssichere, moderne Arbeitsplätze. Der Strukturwandel weg von der Kohle wird ein Erfolg, für die Region, aber vor allem für die Bürgerinnen und Bürger vor Ort.” Der Vorsitzende der Perspektivkommission, Professor Wolfgang A. Herrmann, erklärt: “Mit ihrem breitgefächerten Experten- und Erfahrungswissen hat die Perspektivkommission die erfreulich zahlreichen Initiativen gesichtet und auf ihre Eignung zum Aufbau von Großforschungseinrichtungen von nationaler und internationaler Strahlkraft geprüft. Als Leitkriterien berücksichtigte das wissenschaftsgeleitete Auswahlverfahren über die wissenschaftliche strukturelle Originalität hinaus auch die zu erwartenden regionalen Verstärkungseffekte beim Aufbau neuer Wertschöpfungsketten (u.a. das Befruchtungspotenzial für die Wirtschaft, Gründung neuer Unternehmen), Abstrahleffekte auf die Lebensbedingungen in der sächsischen Lausitz bzw. im mitteldeutschen Revier, die Herausbildung länderübergreifender Klammereffekte und Antworten auf langfristige gesellschaftliche Herausforderungen im Sinne der Nachhaltigkeitskriterien. Die zur detaillierten Ausarbeitung nominierten Ideenskizzen lassen überzeugende Ansätze für einen Paradigmenwechsel auf den jeweiligen Gebieten erkennen, Hand in Hand mit erheblichen Synergieeffekten zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.” Hintergrund: Am 14. August 2020 ist das “Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen” (StStG) für die durch den Kohleausstieg betroffenen Reviere in Kraft getreten. Um neue Perspektiven für die Kohleregionen zu schaffen, sieht das StStG in § 17 Ziffer 29 die “Gründung je eines neuen institutionell geförderten Großforschungszentrums nach Helmholtz- oder vergleichbaren Bedingungen in der sächsischen Lausitz und im mitteldeutschen Revier auf Grundlage eines Wettbewerbsverfahrens” vor. Der Wettbewerb hat im November 2020 begonnen. Am gestrigen 22. Juli wurde mit der Auswahl von sechs aussichtsreichen Anträgen die erste Förderphase eingeläutet. Die Autorinnen und Autoren der sechs Skizzen haben nun sechs Monate Zeit, ihre Ideen in tragfähige und umsetzungsreife Konzepte für große Forschungszentren zu entwickeln. Sie erhalten dafür bis zu 500.000 Euro. Die in Förderphase I ausgearbeiteten Konzepte werden durch externe Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler begutachtet. Auf dieser Basis entscheiden Bund und das Sitzland über die Förderung der beiden besten Konzepte, die ab Sommer 2022 in die Aufbauphase starten. In dieser dreijährigen Aufbauphase werden die rechtliche Gründung und die anschließende institutionelle Förderung vorbereitet. Die Aufbauphase kann bei Bedarf um drei Jahre verlängert werden. Aus dem Strukturstärkungsgesetz stellt der Bund bis einschließlich 2038 je 1,25 Milliarden Euro pro Zentrum bereit. Die für die Konzeptionsphase empfohlenen Skizzen (alphabetisch): Chemresilienz (Prof. Peter Seeberger, Potsdam): Um die Versorgung wichtiger Industriezweige wie Gesundheit, Verkehr, Energie, Landwirtschaft und Konsumgüter sicherzustellen, will “Chemresilienz – Forschungsfabrik im Mitteldeutschen Revier” eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft chemischer Erzeugnisse etablieren. Nachwachsende Rohstoffe, kurze Transportwege sowie lokale, kostengünstige und nachhaltige Produktionsprozesse sollen die Resilienz der deutschen Chemiewirtschaft sicherstellen – bei gleichzeitiger Einhaltung höchster Arbeitsschutz- und Umweltstandards. CLAI_RE (Prof. Georg Teutsch, Leipzig): Das “Centre for Climate Action and Innovation – Research and Engineering” (CLAI_RE) will Klimadaten und -wissen bündeln. Auf dieser Basis sollen funktionale digitale Zwillinge von Ökosystemen geschaffen werden und Datenräume in ganz neuen Dimensionen entstehen. CLAI_RE will Handlungsoptionen für den Klimaschutz mit Fokus auf Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasser, Planung urbaner Räume, Energieversorgung, Gesundheit und Mobilität entwickeln. CMI (Prof. Jens Meiler, Leipzig): Die Initiatorinnen und Initiatoren des “CMI – Center for Medicine Innovation” nehmen neue Technologien zur Digitalisierung und Individualisierung der Medizin in den Fokus. Durch die Vereinigung von Medizintechnik, Digitalisierung und Medikamentendesign soll ein Zentrum der biomedizinischen Forschung und personalisierten Medizin entstehen. Versorgungs- und Wertschöpfungsketten sollen zu einem Ökosystem vereint werden, das die Integration neuer Produkte in Versorgungstrukturen erleichtert und beschleunigt. Deutsches Zentrum für Astrophysik (Prof. Günther Hasinger, European Space Agency Spanien): In Sachsen sollen die riesigen Datenströme zukünftiger Großteleskope gebündelt und verarbeitet werden. Gleichzeitig sollen in einem neuen Technologiezentrum u.a. Regelungstechniken für Observatorien entwickelt werden. Dabei bauen die Verantwortlichen auf die Erfahrung und das moderne Umfeld der Industrie in Sachsen auf. Zudem wird die Option verfolgt, in den Granitformationen der Lausitz ein Gravitationsteleskop zu bauen. ERIS (Prof. Carsten Drebenstedt, Freiberg):Das “European Research Institute for Space Ressources” – kurz ERIS – will wissenschaftliche und technologische Grundlagen für die Errichtung und den Betrieb von Weltraumstationen auf Mond und Mars erforschen. Auf dieser Basis will ERIS Lösungsansätze für gesellschaftlich relevante Herausforderungen auf der Erde entwickeln. Aus Sicht der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler können neue Methoden und Technologien einen Beitrag dazu leisten, Ressourcen im Weltraum und auf der Erde sicherer, effektiver und umweltschonender zu nutzen. LAB (Prof. Manfred Curbach, Dresden): Das “Lab – Lausitz Art of Building” adressiert einen Paradigmenwechsel im Bauwesen: neue, ressourceneffiziente und klimaneutrale Werkstoffe sowie modular geplante, hochflexible und lange nutzbare Bauwerke sollen den enormen Ressourcenverbrauch im Bauwesen mindern. Das Konzept integriert die modernsten Ansätze der Materialforschung, der Produktionstechnologien und der Digitaltechnologien, sodass sich die Lausitz als arbeitsplatzwirksame europäische Modellregion für nachhaltiges Planen und Bauen entwickeln kann. Weiterführende Informationen: Richtlinie zur Förderung von Vorhaben im Rahmen der Initiative “Wissen schafft Perspektiven für die Region!”, Bundesanzeiger vom 08.01.2021: Bekanntmachung – BMBF: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3295.html Bekanntmachung – BMBF Strukturstärkungsgesetz: https://ots.de/WeGzH0 Website zum Ideenwettbewerb: https://www.bmbf.de/de/wissen-schafft-perspektiven-fuer-die-region-13122.htmlPressekontakt:Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Gemeinsam mit unseren westafrikanischen Partnern gegen den Klimawandel

22.07.2021 – 12:04

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) BMBF fördert den Neubau des Kompetenzzentrums für Klimawandel und angepasstes Landmanagement in Burkina Faso Bei der heutigen WASCAL-Ministerkonferenz (West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use) in Ouagadougou, Burkina Faso, wurde auch der Grundstein für das neue Gebäude des WASCAL-Klimakompetenzzentrums gelegt. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat das westafrikanische Kompetenzzentrum für Klimawandel und angepasstes Landmanagement WASCAL gemeinsam mit elf westafrikanischen Partnerländern eingerichtet. Der moderne Neubau soll das Forschungs- und Datenzentrum von WASCAL beherbergen, an das auch eine Graduiertenschule für wissenschaftliches Datenmanagement angeschlossen wird. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Wir brauchen starke strategische Partnerschaften auf internationaler Ebene, um den Klimawandel einzudämmen und die Klimaanpassung voranzubringen. Die Grundsteinlegung für den Neubau des WASCAL-Klimakompetenzzentrums in Burkina Faso ist ein wichtiges Zeichen des gemeinsamen Engagements mit unseren westafrikanischen Partnern gegen den Klimawandel. Der Bau wird dazu beitragen, dass WASCAL in Westafrika zur führenden Institution für die regionale Klimaforschung wird. Das BMBF gibt für den Neubau rund sieben Millionen Euro. Wir investieren gemeinsam mit Westafrika auch in die Fachkräfteausbildung für Klimaschutz und Klimaanpassung vor Ort. Das BMBF hat bisher die Ausbildung von fast 400 jungen Akademikerinnen und Akademikern an einer der zwölf WASCAL-Graduiertenschulen unterstützt. Im Herbst beginnt der fünfte Studienjahrgang mit 240 Studierenden. Das Programm fördern wir mit 12,5 Millionen Euro. Darüber hinaus hat das BMBF als neuen Schwerpunkt an vier WASCAL-Standorten ein Masterstudienprogramm ‘Grüner Wasserstoff’ ab 2021 aufgelegt, um Fachkräfte vor Ort auch in dieser wichtigen Klimaschutztechnologie auszubilden und so ihre eigene Zukunft mitzugestalten. Ich freue mich sehr, dass das Interesse an diesem neuen Studiengang bereits sehr groß ist.” Der Innovationsbeauftragte “Grüner Wasserstoff” Dr. Stefan Kaufmann MdB, der das BMBF auf der heutigen Ministerkonferenz via Online-Zuschaltung vertrat, erklärt: “Die Herausforderung Klimawandel meistern wir nur gemeinsam. Internationale Zusammenarbeit ist der zentrale Schlüssel – wir brauchen nachhaltige Lösungen für alle Erdteile und Regionen. Mit WASCAL schreibt Deutschland an einer westafrikanischen Erfolgsgeschichte mit. Seit seiner Gründung hat sich hier ein regionales Kompetenzzentrum entwickelt, das weit über die Region hinausstrahlt. Es bringt in einem länderübergreifenden Ansatz die besten Köpfe zusammen und trägt wesentlich dazu bei, dass die Zahl der Klimaexpertinnen und -experten in der Region wächst. Als die ersten WASCAL-Graduiertenschulen im Jahr 2012 gegründet wurden, schätzte die Weltbank die Zahl der entsprechenden Fachleute in Westafrika auf weniger als 500. Diese Zahl haben wir jetzt schon fast verdoppeln können. Im Oktober schlagen wir ein weiteres Zukunftskapitel auf: 60 Studierende werden in ein Master-Studium zu grünen Wasserstofftechnologien starten. Die Grüne Wasserstoffwirtschaft ist eine einmalige Möglichkeit für die Staaten Westafrikas – das zeigt der vom BMBF geförderte Potenzialatlas ‘H2Atlas-Africa’. Grüner Wasserstoff kann zum Motor einer nachhaltigen Entwicklung vor Ort werden, die gerade jungen Menschen vielfältige Chancen und Perspektiven eröffnet. Diese Chancen wollen wir gemeinsam mit unseren Partnern in Westafrika ergreifen. WASCAL spielt dabei eine zentrale Rolle – als Plattform zur Ausbildung von Fachkräften und exzellente Forschungsinfrastruktur vor Ort.” Hintergrund: Das BMBF engagiert sich seit mehr als zehn Jahren dafür, dass im Leuchtturmprojekt WASCAL (West African Science Service Centre on Climate Change and Adapted Land Use) nachhaltig wirksame wissenschaftliche Kooperationsstrukturen in der Region geschaffen werden. Dies geschieht in enger Partnerschaft mit den elf westafrikanischen Staaten Benin, Burkina Faso, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Togo und den Kapverden. Auch Sierra Leone, Guinea, Guinea-Bissau und Liberia sollen langfristig Mitglieder der WASCAL-Gemeinschaft werden. 2010 begann die gemeinsame Planungsphase, 2012 die Umsetzung. Seit 2012 hat das BMBF mehr als 120 Millionen Euro in Forschung, Kapazitätsentwicklung und den Ausbau von Beobachtungsnetzwerken investiert. Die WASCAL-Ministerkonferenz ist ein Signal, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung die afrikanischen Partner weiterhin im Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels unterstützt. Hinzu kommen neue Initiativen zur Entwicklung von Klimaschutztechnologien, wie Grüner Wasserstoff. Der Innovationsbeauftragte “Grüner Wasserstoff” Dr. Stefan Kaufmann MdB, vertritt auf der Konferenz Bundesforschungsministerin Anja Karliczek. An der WASCAL-Ministerkonferenz am heutigen Donnerstag nehmen die für Universitäten und Forschung zuständigen Minister der elf beteiligten afrikanischen Staaten teil. Das BMBF setzt auf strategische Partnerschaften mit West- und Südafrika, um den Klimawandel einzudämmen und die Klimaanpassung zu stärken. Hier stehen auch genügend Flächen und Potenziale für Solar- und Windenergie zur Verfügung, um nicht nur den eigenen Energiebedarf vor Ort decken, sondern darüber hinaus Energie in Form von Grünem Wasserstoff exportieren zu können. So kann die nachhaltige Entwicklung Afrikas unterstützt und gleichzeitig ein wichtiger Beitrag geleistet werden, um unsere Klimaziele in Verkehr und Industrie zu erreichen. Das WASCAL-Kompetenzzentrum in Ouagadougou betreut gemeinsam mit deutschen Forschungspartnern ein modernes Beobachtungs- und Messnetzwerk in der gesamten WASCAL-Region und plant dessen Ausbau. Bestandteil des WASCAL Beobachtungs- und Messnetzwerks ist ein Netzwerk aus 50 automatischen Wetterstationen und drei experimentellen Einzugsgebieten in Ghana, Burkina Faso und Benin. Ein institutioneller langfristiger Betrieb der Messnetzwerke durch WASCAL und die nationalen meteorologischen Dienste soll eine hohe Datenqualität ohne Datenlücken gewährleisten. Erst langjährige Zeitreihen liefern belastbare Eingangsgrößen für regionale Klimawandelmodelle, übergreifende Analysen des Zusammenwirkens von Klima, Land und Gesellschaft und für Szenarien als Grundlage für Entscheidungen. Das WASCAL-Kompetenzzentrum verfügt über eine eigene Satellitenempfangsanlage, ein Labor für Geoinformationssysteme und Fernerkundung und ein modernes Geodatenportal (WADI). Zur Bereitstellung der benötigten Rechnerleistung wurde ein Hochleistungsrechner (HPC) installiert. Ein interdisziplinäres und internationales Team von westafrikanischen Forschenden betreut die Forschungsinfrastruktur des Kompetenzzentrums und ist Kooperationspartner für die Forschungsprojekte der WASCAL-Graduiertenschulen und des Forschungsprogramms. Weiterführende Informationen:https://ots.de/ArdbjhWASCAL – Combating Climate Change. Improving Livelihoodshttps://www.h2atlas.de/de/Pressekontakt:Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Wissenschaft und Industrie nehmen gemeinsam den Kampf gegen Tuberkulose auf

15.07.2021 – 11:01

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) BMBF fördert die Entwicklung wirkungsvoller Medikamentenkombinationen mit 25 Millionen Euro Tuberkulose zählt weltweit nach wie vor zu den bedrohlichsten Erkrankungen. Sie ist die häufigste Todesursache bei Erkrankungen durch eine bakterielle Infektion. Um die Forschung gegen Tuberkulose weltweit voranzutreiben und wirkungsvolle neue Medikamente zu entwickeln, beteiligt sich Deutschland am neu gegründeten internationalen Forschungskonsortium “Academia and industry united innovation and treatment for tuberculosis”, kurz: UNITE4TB. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt die beiden deutschen Assoziierten-Partner des EFPIA-Konsortiums, das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) und das Tropeninstitut am LMU Klinikum München, mit rund 25 Millionen Euro. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Mit UNITE4TB hat die Europäische Kommission gemeinsam mit dem Europäischen Dachverband der Arzneimittelunternehmen und -verbände eine einzigartige Plattform geschaffen. An weltweit mehr als 40 Standorten wird der neue Zusammenschluss aus führenden Forschungseinrichtungen und der pharmazeutischen Industrie an neuen wirksameren Medikamenten gegen Tuberkulose forschen. Ich freue mich, dass das BMBF die zwei deutschen Partner in diesem Konsortium tatkräftig unterstützen kann. Wir müssen neue Wirkstoffkombinationen entwickeln, um Tuberkulose in Zukunft effektiver behandeln zu können. Denn: Diese Erkrankung wird zunehmend durch multiresistente Erreger hervorgerufen gegen die herkömmliche Medikamente nicht ausreichend wirksam sind. Wir brauchen deshalb dringend neue Therapiemöglichkeiten durch verbesserte Arzneimittel. Im Fokus unserer Förderung steht daher insbesondere die Weiterentwicklung eines Antibiotikums, das von Forscherinnen und Forschern des Leibniz-Instituts für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut – (Leibniz-HKI) in Jena entdeckt wurde. Mit Unterstützung des BMBF wird das Antibiotikum mit dem Namen BTZ-043 seit 2014 in einer Forschungsgemeinschaft des Leibniz-HKI und des LMU Klinikums München im Rahmen des DZIF und des Zwanzig20 Konsortiums InfectControl entwickelt. Die frühen klinischen Studien hat das neue Medikament bereits erfolgreich durchlaufen. Aber: Um eine arzneimittelresistente Tuberkulose wirklich wirkungsvoll behandeln zu können, müssen drei bis vier solcher innovativer Medikamente kombiniert werden. Das ist die große Herausforderung für die Forschung! Und das ist das Neue an UNITE4TB: Hier stellen nun Wissenschaft und Industrie ihre jeweiligen Wirkstoffkandidaten zur Verfügung. So können wirksame Kombinationen mit der ausreichenden Patientenzahl getestet und die Forschungsergebnisse untereinanter ausgetauscht werden. UNITE4TB – Gemeinsam gegen Tuberkulose – ein bemerkenswertes Beispiel für internationale Forschungszusammenarbeit!” Hintergrund: Das Konsortium UNITE4TB ist eine öffentlich-private Partnerschaft mit Vertretern aus akademischen Einrichtungen, kleinen und mittleren Unternehmen, öffentlichen Organisationen und internationalen Pharmaunternehmen. Es ist das neueste Projekt der Innovative Medicines Initiative (IMI). IMI ist eine öffentlich-private Kooperation mit dem gemeinsamen Ziel, die Entwicklung neuer Medikamente zur Behandlung oder Prävention resistenter bakterieller Infektionen voranzutreiben. In den nächsten sieben Jahren wird das Konsortium an über 40 Studienstandorten auf vier Kontinenten (Europa, Asien, Afrika und Südamerika) aktiv sein. UNITE4TB wird von der IMI 2 Joint Undertaking gefördert. Joint Undertaking wird durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union unterstützt. Das Konsortium wird ein effizientes, globales Netzwerk für klinische Studien bereitstellen, das für die Durchführung von Phase-2-Studien ausgerüstet ist. Es werden hochmoderne adaptive Studiendesigns implementiert und fortschrittliche Modellierungen, künstliche Intelligenz und maschinelle Lerntechniken eingesetzt. All dies wird die Auswahl, Prüfung und Implementierung neuartiger Kombinationsschemata mit einer hohen Erfolgswahrscheinlichkeit in anschließenden klinischen Studien der Phase 3 ermöglichen. Neben den deutschen EFPIA/Assoziierten Partnern, dem LMU Klinikum München und DZIF, sind an UNITE4TB auch verschiedene akademische Partner aus Deutschland, wie das Forschungszentrum Borstel – Leibniz Lungenzentrum, das Helmholtz Zentrum München, die Universität Hamburg, und TBnet, beteiligt. Weitere Informationen: www.unite4TB.org Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Jetzt mit Forschung bestmöglich auf künftige Krisen vorbereiten

01.06.2021 – 13:06

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) 14 Projekte aus dem BMBF-Wettbewerb SifoLIFE erproben innovative Sicherheitslösungen für den Katastrophenschutz in der Praxis Mit dem Wettbewerb “SifoLIFE – Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen” unterstützt das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) 14 Städte und Landkreise dabei, neue Sicherheitslösungen für den Katastrophenschutz zu erproben. Dabei kommen innovative Technologien ebenso zum Einsatz wie organisatorische Maßnahmen und neue Dienstleistungsangebote. Zum Projektstart erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Die Pandemie hat uns klar vor Augen geführt, wie wichtig Krisenvorsorge ist. Krisenvorsorge ist oft ein glanzloses Geschäft, von dem man häufig nichts mitbekommt. Im Ernstfall aber ist sie entscheidend. Für eine Verbesserung des Katastrophenschutzes müssen wir auch unsere Forschungsanstrengungen verstärken. Das gilt für Naturereignisse wie Starkregen, aber auch für großflächige Stromausfälle, zum Beispiel nach Hackerangriffen, terroristische Attacken oder die nächste Pandemie. Wir alle hoffen, dass solche Szenarien nicht eintreten, aber das können wir leider nicht ausschließen, weil sie auf dieser Welt immer wieder Realität werden. Umfassende Ansätze aus der Forschung helfen bei der Krisenvorsorge und der Reduzierung von Folgen – wir müssen aber noch besser darin werden, relevante Forschungsergebnisse in die Praxis umzusetzen. Für den Transfer in die Anwendung vor Ort liefert die Förderinitiative SifoLIFE nun wichtige Impulse. Ich werde insgesamt 33,5 Millionen Euro für diese Initiative zur Verfügung stellen. Die 14 ausgewählten Städte und Landkreise erarbeiten zunächst Konzepte zur Erprobung neuer Sicherheitslösungen für den Katastrophenschutz, die besten fünf Vorschläge werden im Anschluss in der Praxis erprobt. Letztlich kommt es immer auf die Praxistauglichkeit an. Dabei ist eines für mich ganz klar: Sicherheit ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe – das hat die Pandemie eindrücklich belegt. Neben Behörden, Einsatzkräften oder Betreibern kritischer Infrastrukturen müssen wir auch die Bürgerinnen und Bürger als Betroffene, aber auch als handelnde Akteure, etwa als Ersthelfende, in den Konzepten berücksichtigen. Dieser Aspekt ist mir bei der Förderung besonders wichtig. Die ausgewählten Projekte erarbeiten die Ideen daher von Beginn an in engem Austausch mit den Menschen vor Ort. Mit SifoLIFE ist es möglich, nicht nur eine einzelne Sicherheitslösung, sondern ein Gesamtkonzept im realen Einsatz zu testen und zu bewerten, beispielsweise für den Fall eines Blackouts in einer internationalen Metropole wie Berlin.” Die Praxistauglichkeit steht auch beim Präsidenten des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, an vorderster Stelle: “Forschungsergebnisse bringen uns immer einen Schritt weiter! Aber der letzte Schritt zu einem noch effizienteren und effektiveren Krisenmanagement ist die Einsatzfähigkeit in der Praxis. Die ausgewählten 14 Projekte spiegeln eine Bandbreite an Risiken wider, für die wir uns dringend rüsten müssen – dies gut koordiniert und abgestimmt, und eben praktisch. Das BBK bringt daher auch selbst seine Expertise in die Projekte, beispielsweise SysKa und Energy-Islands-HeRo, ein. Den Projekten wünsche ich einen regen Austausch und ein erfolgreiches, Ebenen-übergreifendes Zusammenwirken. Das BBK als Anwender ist bereits jetzt gespannt auf die Ergebnisse.” Hintergrund: Die Fördermaßnahme SifoLIFE wird vom BMBF im Rahmen des Programms “Forschung für die zivile Sicherheit” der Bundesregierung gefördert. Die Maßnahme ist als zweistufiger Wettbewerb angelegt. Für die erste Phase wurden 14 Projekte von einer Fachjury zur Förderung ausgewählt, die von Anfang Juni 2021 bis Ende November 2022 mit jeweils bis zu 250.000 Euro gefördert werden. In dieser “Konzeptphase” sollen die Projekte ihre Ideen wissenschaftlich fundiert ausarbeiten und die Umsetzung in die Praxis planen. Die Projektpartner haben in dieser Phase auch die Gelegenheit, weitere relevante Partner aus Wissenschaft, Wirtschaft und Anwendung für die zweite Phase des Wettbewerbs, die sogenannte “Umsetzungsphase”, hinzuzuziehen. In dieser zweiten Phase sollen die Projektideen im Maßstab 1:1 in der Praxis getestet werden. Für die Umsetzungsphase werden aus den 14 Projektvorschlägen die fünf besten ausgewählt, für die das BMBF insgesamt rund 30 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung stellt. Weitere Informationen zum Wettbewerb finden Sie unter: https://ots.de/kyb16r Übersicht der 14 ausgewählten Projekte für die erste Phase des SifoLIFE-Wettbewerbs, Start am 1. Juni 2021 (in alphabetischer Reihenfolge): – ADLeR Automatisiertes Detektions-, Melde- und Leitsystem für Rettungskräfte – Rettungskette neu denkenProjektpartner: Stadt Dortmund; Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik ISST, Dortmund
– DRAGON Desaster-Reaktions-Automatisierung in Gelsenkirchen und Organisationsübergreifende Netzwerkkommunikation (DRAGON)Projektpartner: Stadt Gelsenkirchen; Westfälische Hochschule, Gelsenkirchen
– Energy-Islands-HeRo Energieversorgungsinseln im Landkreis Hersfeld-RotenburgProjektpartner: Landkreis Hersfeld-Rotenburg; Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE, Kassel
– FreiburgRESIST Sicher Leben in Freiburg: Resilienzmanagement für die StadtProjektpartner: Stadt Freiburg im Breisgau; Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI, Freiburg
– GIS4BOS Kommunale Geoinformationssysteme für Behörden und Organisationen mit SicherheitsaufgabenProjektpartner: Stadt Bremerhaven; Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen DLR e.V., Bremerhaven
– KIWIS Kommunales Krisen-Warn- und InformationssystemProjektpartner: Stadt Köln; Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE, Bonn
– KriKom-LK-MEI Krisenkommunikation im Landkreis MeißenProjektpartner: Landkreis Meißen; Hochschule Magdeburg-Stendal, Magdeburg
– LifeGRID Lebensrettung in flut- und energiekritischen Gefährdungssituationen durch Realisierung von Insellösungen im Rahmen der DaseinsvorsorgeProjektpartner: Landkreis Wesermarsch; Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth, Oldenburg
– Plan#B Planung und Demonstration innovativer, vernetzter Sicherheitslösungen am Beispiel Blackout in einer vielfältigen MetropoleProjektpartner: Senatsverwaltung für Inneres und Sport, Berlin; Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
– REALIS Reallabore zur verteilten Information und Schulung der Zivilbevölkerung in KrisensituationenProjektpartner: Stadt Siegen; Universität Siegen
– RESCUE-MATE Dynamische Lageerstellung und Unterstützung für Rettungskräfte in komplexen Krisensituationen mittels Datenfusion und intelligenten DrohnenschwärmenProjektpartner: Freie und Hansestadt Hamburg; Universität Hamburg
– SiLBer Sicherheit im Ludwigsburger BahnhofsumfeldProjektpartner: Stadt Ludwigsburg; Universität Tübingen
– SysKa Integration systemischer Kritikalität in die KatastrophenschutzplanungProjektpartner: Stadt Bochum; TU Dortmund
– ZisSch Ganzheitliche zivile Sicherheitslösungen für die Stadt Wilhelmshaven als Bundeswehr- und maritimer Standort an der Schnittstelle städtischer LebensräumeProjektpartner: Stadt Wilhelmshaven; Universität Potsdam Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Spätfolgen von Covid-19 entschlüsseln, um Betroffene bestmöglich behandeln zu können

31.05.2021 – 11:00

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) BMBF stärkt Verbundforschung zu Long-Covid-Symptomen Jede Ansteckung mit SARS-CoV-2 birgt das Risiko auf langfristige gesundheitliche Schäden. Aufgrund der Neuartigkeit der Erkrankung fehlen derzeit aber noch wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu diesen Spätfolgen. Sie zu gewinnen, ist Gegenstand einer neuen Förderrichtlinie, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) heute auf den Weg bringt. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Wir kennen das SARS-CoV-2-Virus erst seit gut einem Jahr. Zum heutigen Zeitpunkt kann niemand sagen, wer nach einer Ansteckung Langzeitfolgen entwickeln wird und warum. Umso wichtiger ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen, um die betroffenen Patientinnen und Patienten bestmöglich behandeln und bei ihrer Genesung unterstützen zu können. Inzwischen haben rund 3,5 Millionen Menschen in Deutschland eine Infektion mit dem Virus überstanden, aber viele sind weiter krank. Schätzungen zufolge leiden 10 Prozent der Covid-19-Patientinnen und -Patienten auch Wochen oder Monate später noch an Symptomen – unabhängig davon, ob sie oder er einen schweren oder milden Krankheitsverlauf hatte. Damit kämpfen nicht nur viele Menschen in Deutschland mit Spätfolgen von Covid-19. Durch die Folgen der Covid-19-Erkrankung wird es auch zu einer starken Herausforderung für unser Gesundheitssystem kommen. Deswegen ist es so wichtig, dass wir die Gesundheitsforschung in Deutschland in diesem Bereich gezielt unterstützen. Die neue Förderrichtlinie ist hierzu ein weiterer wesentlicher Baustein. Im Netzwerk Universitätsmedizin, das vom BMBF gefördert wird, beschäftigt sich schon jetzt das Kohortenprojekt NAPKON mit den Spätfolgen von Covid-19. Aber auch in vielen anderen Studien haben unterschiedliche Akteure damit begonnen, Informationen über Long-Covid zu sammeln und Wissen zu generieren. Diese zum Teil nur lokal erhobenen Daten gilt es nun zu bündeln, auszuwerten und weiterzuentwickeln, damit sie möglichst schnell in die Behandlung und Versorgung der Menschen einfließen können. Deshalb wollen wir jetzt insbesondere Projekte fördern, die auf bestehenden Forschungsarbeiten aufbauen und sie ergänzen.Zudem werden die Ergebnisse der Projekte Aufschluss darüber geben, wo weitere Forschungsbedarfe im Zusammenhang mit Long-Covid liegen.” Hintergrund: Aktuellen Schätzungen zufolge treten bei etwa 10 Prozent der mit SARS-CoV-2 infizierten Menschen langfristige Symptome auf, die mehrere Wochen oder Monate andauern können (“Long-Covid” oder “Post-Covid-Syndrom”). Zu den häufigsten Spätsymptomen zählen extreme Erschöpfung (Fatigue), Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche, Atemnot sowie der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Zu diesen Spätsymptomen gibt es bislang nur unzureichende Erkenntnisse; sie zu gewinnen, ist Gegenstand der mit fünf Millionen Euro ausgestatteten “Richtlinie zur Förderung von Forschungsvorhaben zu Spätsymptomen von Covid-19 (Long-Covid)”. Ergänzend zu den bestehenden Aktivitäten zielt die Maßnahme darauf ab, möglichst zeitnah den verfügbaren wissenschaftlichen Kenntnisstand über die Spätsymptome von Covid-19 zu erschließen, zu bündeln und weiterzuentwickeln. Die Förderrichtlinie richtet sich vorwiegend an interdisziplinäre Forschungsverbünde, die bereits Zugang zu Patientinnen und Patienten, Daten und Proben haben. Wo immer möglich, ist die gezielte Nutzung bereits existierender Datensätze und Materialsammlungen für Forschungsfragen vorzusehen. Von besonderer Bedeutung sind Forschungsprojekte zur ambulanten Versorgung, zur Rehabilitation und Pflege und zur Zusammenarbeit von spezialisierten Long-Covid-Ambulanzen und der hausärztlichen Grundversorgung. Die Einreichung von Förderanträgen ist bis zum 14. Juli 2021 möglich. Die Vorhaben können für einen Zeitraum von in der Regel bis zu zwei Jahren gefördert werden. Von besonderem Interesse sind kürzere Projekte mit einer Laufzeit von ca. 12 Monaten. Die ersten Projekte sollen voraussichtlich Ende September 2021 starten. Das vom BMBF seit April 2020 mit 150 Millionen Euro geförderte Netzwerk Universitätsmedizin hat bereits wichtige Projekte zur Erforschung von Covid-19 und der Spätsymptome der Erkrankung auf den Weg gebracht. Von besonderer Bedeutung ist hier das Kohorten-Netzwerk NAPKON: – Ziel des mit rund 30 Millionen Euro geförderten Vorhabens ist der Aufbau einer nationalen Plattform mit drei unterschiedlichen Covid-19 Patientenkohorten. In diesen werden bundesweit systematisch und nach einheitlichen Standards klinische Daten, Bioproben und Bildgebungsdaten von akut erkrankten bzw. genesenen Covid-19- Patientinnen und -Patienten erhoben und in einer gemeinsamen Datenbank zusammenführt. Dadurch kann der Krankheitsverlauf von Covid-19 erfasst und der Zusammenhang mit Komorbiditäten und weiteren gesundheitlichen Parametern sowie den Spätfolgen untersucht werden. Insgesamt sollen in den verschiedenen Kohorten am Ende 36.000 Patientinnen und Patienten eingeschlossen werden. Weitere Informationen: www.netzwerk-universitaetsmedizin.de www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/projekte-zur-erforschung-von-covid-19-11772.php Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek/Azoulay/Böhmer: Bildung für nachhaltige Entwicklung ist von zentraler Bedeutung für die Eindämmung des Klimawandels

17.05.2021 – 15:01

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) UNESCO-Weltkonferenz zur Bildung für nachhaltige Entwicklung startet heute digital in Berlin Ab heute veranstalten die UNESCO und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit der Deutschen UNESCO Kommission (DUK) die dreitägige digitale Weltkonferenz “Learn for Our Planet. Act for Sustainability” – “Lernen für unseren Planeten. Handeln für Nachhaltigkeit”. Über 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 130 Ländern nehmen teil. Die Konferenz bildet den offiziellen Auftakt für die neue Dekade zur weltweiten Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in allen Bildungsbereichen bis 2030. Dieser Anspruch ist Teil der nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) und im Unterziel 4.7 festgehalten. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärt dazu: “Zur Rettung des Klimas muss die Welt ihre Anstrengungen in den nächsten Jahren auch in der Bildung verstärken. Bildung ist ein zentrales Element, wenn wir den Klimawandel eindämmen wollen. Sie ist zentral, wenn wir die vorhandenen Ressourcen sinnvoll nutzen, Pandemien vorbeugen und Wohlstand in der ganzen Welt fördern wollen. Die Bewahrung der Welt wird aber nur dann gelingen, wenn die Menschen überall auf unserem Planeten ihr Handeln danach ausrichten. Bildung für nachhaltige Entwicklung versetzt die Menschen in die Lage dazu. Denken und Handeln für morgen sollen bei uns schon die Kinder lernen. Und dieses Lernen soll dann lebenslang, in allen Bildungsbereichen, weitergehen. Wie wir Bildung für nachhaltige Entwicklung in unseren Bildungssystemen dauerhaft verankern können, darum geht es ab heute im Rahmen der UNESCO-Weltkonferenz ‘Learn for Our Planet. Act for Sustainability’. Deutschland ist weltweiter Vorreiter dabei. Wir haben in Deutschland mit der sogenannten Nationalen Plattform BNE ein Gremium geschaffen, in dem sich Bund, Länder, Kommunen und verschiedenste gesellschaftliche Gruppen regelmäßig zu unserem gemeinsamen Ziel austauschen. Besonders wichtig ist mir, dass Vertreterinnen und Vertreter der jungen Generation mit einem eigenen Jugendforum, dem ‘youpaN’, einbezogen sind und Sitz und Stimme in der Nationalen Plattform haben. Sie bringen sich sehr aktiv ein und finden Gehör. Durch die Jugendbeteiligung haben wir einen direkten Draht zur ‘SDG-Generation’: zu der Generation, die sich weltweit für unseren Planeten engagiert. Es geht um die Welt, in der sie leben werden!” Audrey Azoulay, UNESCO-Generaldirektorin, erklärt: “Bildung soll den Kindern ermöglichen, sich den Herausforderungen ihrer Zeit zu stellen – und die ökologische Herausforderung ist die größte davon. Ich fordere alle auf, sich für die ‘Berliner Erklärung’ einzusetzen, damit unsere Bildungssysteme – auf allen Ebenen – der Bildung für nachhaltige Entwicklung ihren gebührenden Platz einräumen.” Prof. Dr. Maria Böhmer, Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, betont: “In allen Bereichen unseres Zusammenlebens ruft die Covid-19-Pandemie uns verstärkt zum Handeln auf. Die Veränderungsprozesse, von denen unsere Welt ergriffen ist, erhalten dadurch eine neue Brisanz und Dynamik. Gerade junge Menschen stehen vor der großen Zukunftsaufgabe, diesen Wandel sozial, ökologisch und ökonomisch kompetent zu gestalten. Hierfür ist Bildung für nachhaltige Entwicklung die entscheidende Weichenstellung. Nur wenn wir Bildung über Generationen hinweg nachhaltig ausrichten, können wir die globalen Herausforderungen meistern. Deshalb ist es auch von hoher Bedeutung, dass in den ‘BNE-Wochen’ jetzt im Mai deutschlandweit viele Akteurinnen und Akteure in über 100 Veranstaltungen an diesem Ziel mitwirken.” Hintergrund: Die Weltkonferenz bildet den Auftakt für das neue UNESCO-Programm “Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs (ESD for 2030)” – “Bildung für nachhaltige Entwicklung: die globalen Nachhaltigkeitsziele verwirklichen (BNE 2030)”. Sie findet vom 17. bis 19. Mai 2021 vom bcc in Berlin aus digital statt und wird von der UNESCO und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) veranstaltet. Sie eröffnet die neue Dekade der UNESCO zur weltweiten Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Drei Tage lang tauschen sich Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und zahlreiche gesellschaftliche Akteure aus der ganzen Welt über Lösungsansätze für eine bessere Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Bildungsbereichen, von der frühkindlichen Bildung über die Schulbildung, die Berufliche Bildung und das informelle Lernen bis hin zur Hochschulbildung, aus. Das Ergebnis der Konferenz soll eine gemeinsame Berliner Erklärung aller UNESCO-Mitgliedstaaten sein, in der sie sich zur Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in ihren Bildungssystemen bis 2030 verpflichten. Mehr zum deutschen BNE-Prozess: Das BMBF setzt die UNESCO-Programme zu BNE federführend für die Bundesregierung um. Ein wesentlicher Meilenstein dabei war 2017 die Verabschiedung des Nationalen Aktionsplan BNE (NAP BNE) durch die Nationale Plattform BNE, dem obersten Lenkungsgremium dieses Prozesses. Damit besteht erstmals in Deutschland eine umfassende BNE-Agenda, die von Bund, Ländern, Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam unterstützt wird. Der NAP BNE bietet den Fahrplan, BNE im deutschen Bildungssystem strukturell zu implementieren. Alle Mitglieder der Nationalen Plattform haben sich verpflichtet, ihn im Rahmen ihrer Zuständigkeiten kontinuierlich bis zum Jahr 2030 umzusetzen. Einmal pro Legislaturperiode berichtet die Bundesregierung dem Deutschen Bundestag über ihre Aktivitäten in der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Im aktuellen 7. Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Nachhaltigkeitsinstitutionen wie dem Rat für nachhaltige Entwicklung in der 19. Legislaturperiode abgebildet. Er wurde im April 2021 im Bundeskabinett beschlossen und ist auch online: www.bne-portal.de/bne-bericht . Weiterführende Informationen: Mehr Informationen zur internationalen Konferenz befindet sich auf dem BNE-Portal. Dort befindet sich auch eine digitale Pressemappe. Mehr zu Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland finden Sie unter: https://www.bmbf.de/de/bildung-fuer-nachhaltige-entwicklung-535.html sowie auf dem BNE-Portal: www.bne-portal.de Den Livestream der öffentlichen Teile der Konferenz finden Sie hier: https://www.bne-portal.de/de/internationale-konferenz-2650.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek/Giffey: “Kinder und Jugendliche nach der Corona-Pandemie stärken”

05.05.2021 – 12:59

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Kabinett verabschiedet “Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche” über zwei Milliarden Euro Das Bundeskabinett hat in seiner heutigen Sitzung das “Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche” beschlossen. Es besteht aus einem Nachholprogramm für pandemiebedingte Lernrückstände und einem umfangreichen Maßnahmenpaket zur Unterstützung der sozialen Kompetenzen und der allgemeinen Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: “Jedes Kind soll trotz und nach der Corona-Pandemie die bestmöglichen Chancen auf gute Bildung und persönliche Entwicklung erhalten. Mit dem ‘Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche’ reagiert die Bundesregierung auf die eingetretenen Lernrückstände von Schülerinnen und Schülern wegen des Ausfalls von sehr vielen Stunden im Präsenzunterricht sowie die psychosozialen Belastungen von Kindern, Jugendlichen und deren Familien. Ich hatte schon vor Wochen ein solches Programm insbesondere zur Beseitigung von Lernrückständen angeregt und wir haben seitdem mit den Ländern darüber verhandelt. Ich freue mich sehr, dass wir das Programm nun beschlossen und sogar ausgeweitet haben. Die auf den Weg gebrachte Unterstützung des Bundes umfasst zwei Milliarden Euro. Die Hälfte davon steht für Fördermaßnahmen zum Abbau pandemiebedingter Lernrückstände in den Kernfächern – wie etwa Deutsch und Mathematik sowie Fremdsprache – zur Verfügung. Das ist ein wichtiges Signal vor dem Ende des Schuljahres. Ich erwarte, dass sich die Länder auch substanziell beteiligen, denn Bildung ist zuallererst Ländersache. Das Bundesbildungsministerium beteiligt sich außerdem bei der außerschulischen Förderung für die Persönlichkeitsentwicklung z.B. mit seinem Programm ‘Kultur macht stark’ an dem Aktionsprogramm. Wichtig ist mir auch, dass das wichtige ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement für Kinder, Jugendliche und Familien unterstützt wird. Es ist ein umfassendes Unterstützungspaket, das wir geschnürt haben, um jungen Menschen auf ihrem Weg ins Leben nach der Pandemie zu helfen.” Bundesfamilienministerin Franziska Giffey: “2.000 Millionen Euro für Kinder, Jugendliche und deren Familien – das ist ein klares Bekenntnis von uns als Bundesregierung: Wir unterstützen Kinder, Jugendliche und ihre Familien nach den harten Lockdown-Zeiten auf dem Weg zurück in einen geregelten Alltag und ein unbeschwerteres Aufwachsen. Unser Aktionsprogramm für dieses und nächstes Jahr investiert in der Krise gezielt in das Wertvollste und das Wichtigste, was wir haben: in unsere Kinder und Jugendlichen, in unsere Zukunft. Sie haben im vergangenen Jahr auf eine Menge verzichtet. Es sind Bildungs-, aber auch Bindungslücken entstanden. Wir können nicht erwarten, dass alles so weiter funktioniert wie vor der Krise. Kinder und Jugendliche brauchen Zeit, Begleitung und Unterstützung, um in den Alltag zurückzufinden und Versäumtes aufzuholen. Von den zwei Milliarden Euro setzt das Bundesfamilienministerium insgesamt eine Milliarde Euro für die frühkindliche Bildung, Ferienfreizeiten und Familienerholung, zusätzliche Sozialarbeit und Freiwilligendienstleistende ein.” Hintergrund: Das vom Bund aufgelegte “Aktionsprogramm Aufholen nach Corona für Kinder und Jugendliche” hat vier Säulen: 1. Abbau von Lernrückständen Bund und Länder haben das gemeinsame Ziel, pandemiebedingte Lernrückstände durch zusätzliche Förderangebote für Schülerinnen und Schüler aufzuholen. Die Umsetzung der Maßnahmen erfolgt im Rahmen der bestehenden Strukturen durch die Länder. Im Zentrum der Umsetzung soll dabei die Schule und ihre Vernetzung mit zusätzlichen Angeboten stehen. Mit den vom Bund zur Verfügung gestellten Mitteln sollen die Länder im Schwerpunkt in den Sommerferien Sommercamps und Lernwerkstätten durchführen und mit Beginn des neuen Schuljahres unterrichtsbegleitende Fördermaßnahmen in den Kernfächern. Die finanzielle Unterstützung des Bundes erfolgt über das Finanzausgleichsgesetz. Der Bund wird hierfür 1 Milliarde Euro befristet auf die Jahre 2021/2022 zur Verfügung zu stellen. 2. Maßnahmen zur Förderung der frühkindlichen Bildung Die Bundesregierung wird sich auch im frühkindlichen Bildungsbereich zusätzlich engagieren. Im Rahmen des Bundesprogramms “Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist” sollen bundesweit 1.000 zusätzliche Sprach-Kitas aufgenommen werden. Dafür stehen 100 Millionen Euro bereit. Mit weiteren 50 Millionen Euro werden die Mittel der Bundesstiftung Frühe Hilfen aufgestockt. Damit können mehr junge Familien mit der niedrigschwelligen Unterstützung erreicht und weitere Angebote wie Elternkurse zur Sprach- oder Ernährungsbildung für belastete Familien mit Kindern unter drei Jahren umgesetzt werden. 3. Unterstützung für Ferienfreizeiten und außerschulische Angebote Kinder und Jugendliche sollen Unterstützung erhalten, damit sie Angebote zur Ferien- und Freizeitgestaltung wahrnehmen und Versäumtes nachholen können. Auch Familien brauchen Hilfe und Erholungsangebote, um wieder Kraft tanken zu können. Insgesamt stehen dafür 530 Millionen Euro zur Verfügung. Darin enthalten ist unter anderem ein Kinderfreizeitbonus in Höhe von einmalig 100 Euro je Kind aus bedürftigen Familien. Außerdem werden die Mittel des Kinder- und Jugendplans für Ferienfreizeiten, die kulturelle, sportliche, politische und internationale Jugendarbeit sowie die Jugendverbände erhöht. Damit können Vereine, Verbände und Organisationen vermehrt günstige Ferien- und Wochenendfreizeiten sowie Jugendbegegnungen und Angebote zur Demokratiebildung ausgestalten und ihre Strukturen gezielt hierfür ertüchtigen. Zudem erhalten gemeinnützige Familienferienstätten einen Zuschuss für den Aufenthalt von Familien und geben diesen an Familien weiter. Darüber hinaus erhalten die Länder Mittel, um günstige Ferien- und Wochenendfreizeiten sowie Jugendbegegnungen zu ermöglichen. Und außerschulische Angebote werden unterstützt, die zusätzliche Anregungen geben und die Persönlichkeitsentwicklung von jungen Menschen fördern. Hierzu zählt etwa das Programm “Kultur macht stark” des BMBF. Weiterhin sollen über das Netzwerk der Schülerlabore in Deutschland und des Bundesverbands der Schülerlabore – Lernort Labor (LeLa) zusätzliche außerschulische Lernangebote z. B. in den Bereichen Naturwissenschaften und Technik, Sprachen, Wirtschafts- und Politikwissenschaften bereitgestellt werden. Hierzu wird die Projektförderung des BMBF insgesamt um 50 Mio. Euro für die Jahre 2021/2022 aufgestockt. Das bürgerschaftliche und ehrenamtliche Engagement für Kinder, Jugendliche und Familien wird gestärkt. Für die gezielte Förderung der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt in diesem Bereich stehen 2021/2022 30 Mio. Euro zur Verfügung. Auch die geförderten Mehrgenerationenhäuser (MGH) erhalten finanzielle Unterstützung, um Kinder und Jugendliche bei der Aufarbeitung von Entwicklungsdefiziten zu unterstützen. 4. Kinder und Jugendliche im Alltag und in der Schule begleiten und unterstützen Zur Bewältigung der Krisenfolgen ist es notwendig, Kinder und Jugendliche in ihren sozialen Kompetenzen zu stärken. Gerade Schülerinnen und Schüler dürfen nicht mit ihren Sorgen und dem Druck, verpassten Lehrstoff möglichst schnell aufholen zu müssen, alleine gelassen werden. Dafür unterstützt der Bund mehr Schulsozialarbeit. Auch Freiwilligendienstleistende können Kinder und Jugendliche gezielt in Schulen und Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe unterstützen. Für zusätzliche Sozialarbeit und Freiwilligendienstleistende stehen insgesamt 220 Millionen Euro zur Verfügung. Zusätzlich erhält die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung 100 Millionen Euro zur Unterstützung und Begleitung von Kindern und Jugendlichen vor Ort. Den vollständigen Text des Aktionsprogramms finden Sie unter: www.bmbf.de/aufholpaket Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Mit Forschung und Innovation für die Zukunft gut aufgestellt

30.04.2021 – 10:57

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Prof. Uwe Cantner für weitere vier Jahre als Mitglied der Expertenkommission Forschung und Innovation vom Kabinett bestätigt Die Expertenkommission Forschung und Innovation legt der Bundesregierung jährlich ein Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor, zuletzt im Februar 2021. Damit setzt sie vielfältige und wichtige Impulse für das Innovationsland Deutschland. Ihr amtierender Vorsitzender, Professor Uwe Cantner, wurde kürzlich für weitere vier Jahre berufen. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Es freut mich, dass Professor Cantner als national und international anerkannter Experte im Bereich der Innovationsökonomik uns weiterhin seine Expertise zur Verfügung stellen wird. Wir leben in einer Zeit, die uns die Bedeutung von Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit eindrücklich vor Augen führt. Dabei ist Deutschlands Innovationskraft die wesentliche Grundlage dafür, dass wir die Pandemie und ihre wirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Folgen gut bewältigen können. Unser Wissenschafts- und Innovationssystem hat sich hier bewährt. Um den Innovationsstandort Deutschland weiter zu stärken, ist eine evidenzbasierte Politikberatung durch unabhängige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von hoher Bedeutung. Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) nimmt dabei eine zentrale Position ein.” Hintergrund: Die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) leistet wissenschaftliche Politikberatung für die Bundesregierung und legt seit 2008 einmal im Jahr Gutachten zu Forschung, Innovation und technologischer Leistungsfähigkeit Deutschlands vor. Ein zentraler Bestandteil der Gutachten sind Handlungsempfehlungen für die nationale Forschungs- und Innovationspolitik. Das EFI Gutachten 2021 wurde der Bundesregierung am 24.2.2021 übergeben (Link zum Gutachten https://www.bmbf.de/files/2021-02-24_035%20PM%20EFI_Gutachten.pdf). Prof. Cantner hat den Lehrstuhl für Mikroökonomik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena inne, an der er auch Vizepräsident für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung ist. In seiner Forschung befasst er sich u.a. mit innovationsökonomischen Fragestellungen in den Bereichen der Entrepreneurship- und Gründungsforschung, der Kooperations- und Netzwerkforschung, sowie derGeneral-Purpose-Technologien samt den dazugehörigen Systemtransformationen. Die neue Berufungsperiode des amtierenden Vorsitzenden beginnt am 1. Mai 2021. Weitere Mitglieder der Expertenkommission Forschung und Innovation sind: – Katharina Hölzle (stv. Vorsitzende), Leiterin der Forschungsgruppe IT-Entrepreneurship am Hasso-Plattner-Institut, Fakultät für Digital Engineering der Universität Potsdam
– Irene Bertschek, Leiterin des Forschungsbereichs Digitale Ökonomie am ZEW Mannheim und Professorin an der Justus-Liebig-Universität Gießen
– Holger Bonin, Forschungsdirektor am Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA) Bonn und Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Kassel
– Caroline Häussler, Inhaberin des Lehrstuhls für Organisation, Technologiemanagement und Entrepreneurship an der Universität Passau
– Till Requate Professor für Innovation, Wettbewerbspolitik und Neue Institutionenökonomik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/de/expertenkommission-forschung-und-innovation-efi-213.html https://ots.de/0t0NyU Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Bildung als Schlüssel für eine nachhaltige, krisenfeste Zukunft noch wichtiger nehmen

21.04.2021 – 12:02

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Am heutigen Mittwoch hat das Bundeskabinett den Siebten Bericht zur Bildung für nachhaltige Entwicklung verabschiedet In ihrem Bericht legt die Bundesregierung dar, wie Wissen und Kompetenzen für eine nachhaltige Welt in allen Bildungsbereichen und in allen Lebensaltern vermittelt werden – von der frühkindlichen bis zur hochschulischen Bildung wie auch im außerschulischen Bereich. Der Bericht enthält die zahlreichen Aktivitäten von Bund, Ländern, Kommunen und gesellschaftlichen Akteurinnen und Akteuren im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) von 2017 bis 2021. Bundesbildungsmininisterin Anja Karliczek erklärt dazu: “Um globale Herausforderungen wie Klimawandel, Pandemien, Ungleichheiten und Ressourcenknappheit zu bewältigen, braucht es den Einsatz von jeder und jedem Einzelnen. Dafür ist Bildung für nachhaltige Entwicklung ein wichtiger Schlüssel. Denn durch Bildung für nachhaltige Entwicklung werden die notwendigen Kompetenzen erworben, um die Auswirkungen des eigenen Handelns auf die Welt zu verstehen und verantwortungsvolle Entscheidungen zu fällen. Das betrifft jeden Bildungsbereich und jedes Lebensalter. Denn unser Ziel ist, BNE in allen Bildungsbereichen zu verankern. Wir haben in Deutschland dafür eine gemeinsame Struktur von Bund, Ländern, Kommunen und Zivilgesellschaft geschaffen, in der wir uns zu unserem gemeinsamen Ziel austauschen. Vertreterinnen und Vertreter der jungen Generation sind dabei auch einbezogen. Mit unseren Aktivitäten sind wir weltweit Vorreiter bei dem Ziel, BNE in allen Bildungsbereichen zu etablieren.” Hintergrund: Die Bundesregierung hat sich seit 2015 unter Federführung des BMBF zum Ziel gesetzt, BNE im deutschen Bildungssystem strukturell zu verankern. Die Bundesregierung legt einmal pro Legislaturperiode dem Deutschen Bundestag den Bericht der Bundesregierung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE-Bericht) vor. Im aktuellen 7. Bericht werden die BNE-Aktivitäten der Bundesregierung, der Länder und Länderkonferenzen sowie der Kommunen und weiterer Nachhaltigkeitsinstitutionen wie dem Rat für nachhaltige Entwicklung in der 19. Legislaturperiode abgebildet. Das BMBF trägt zahlreiche Förderungen bei: im frühkindlichen Bereich mit der “Stiftung Haus der kleinen Forscher”, in der beruflichen Aus- und Weiterbildung anhand von “BNE-Modellversuchen”, an Hochschulen durch das milliardenschwere Rahmenprogramm FONA³ und seinem Nachfolger, in der Gesellschaft durch die Wissenschaftsjahre, auf lokaler Ebene durch das “BNE-Kompetenzzentrum Bildung – Nachhaltigkeit – Kommune (BiNaKom)”. Außerdem macht ein erfolgreiches und international viel beachtetes BNE-Jugendgremium, das youpaN, junge Menschen zu zentralen Vermittlern für eine nachhaltige Transformation unserer Gesellschaft. UNESCO-Auftaktkonferenz zum “BNE 2030” mit Deutschland als Gastgeber Einen Meilenstein in diesem Jahr stellt die internationale UNESCO-Auftaktkonferenz zum neuen UNESCO Programm “BNE 2030” mit Deutschland als Gastgeber dar. Diese findet als digitale Veranstaltung vom 17.-19. Mai 2021 statt. Das BMBF setzt das UNESCO-Programm zu BNE “Education for Sustainable Development: Towards achieving the SDGs” (ESD for 2030, dt: BNE 2030) federführend für die Bundesregierung um. Ein wesentlicher Meilenstein dabei war 2017 die Verabschiedung des Nationalen Aktionsplan BNE (NAP BNE) durch die Nationale Plattform BNE, dem obersten Lenkungsgremium dieses Prozesses. Damit besteht erstmals in Deutschland eine umfassende BNE-Agenda, die von Bund, Ländern, Kommunen, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam unterstützt wird. Der NAP BNE bietet den Fahrplan, BNE im deutschen Bildungssystem strukturell zu implementieren. Alle Mitglieder der Nationalen Plattform haben sich verpflichtet, ihn im Rahmen ihrer Zuständigkeiten kontinuierlich bis zum Jahr 2030 umzusetzen. Der BNE-Bericht ist auch online; [www.bne-portal.de/bne-bericht]. Neu ist die digitale Aufbereitung als Datenbank. Filterfunktionen ermöglichen die gezielte Auswahl nach Akteurinnen und Akteuren, nach Bildungsbereichen und nach Handlungsfeldern an. Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: 6G wird unsere Kommunikation revolutionieren – rund 700 Millionen Euro für die Vernetzungstechnologie von übermorgen

12.04.2021 – 11:00

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) BMBF fördert 6G-Kommunikationstechnologie mit Mitteln aus dem Zukunftspaket der Bundesregierung Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) startet in dieser Woche die erste deutsche Forschungsinitiative zur 6G-Technologie. Die entsprechende Förderrichtlinie wurde nun veröffentlicht. 6G soll ab etwa 2030 die Nachfolge von der 5G-Technologie in den Kommunikationsnetzen antreten. Ziel der ersten Fördermaßnahme ist es, die Grundlage für ein Innovationsökosystem für zukünftige Kommunikationstechnologien rund um 6G zu schaffen. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Wir müssen jetzt schon an das Übermorgen denken und neue Schlüsseltechnologien und Standards in den Kommunikationstechnologien von Beginn an mitgestalten. Die digitale Transformation hat sich beschleunigt und die Notwendigkeit einer starken Netzinfrastruktur unterstrichen. Mit 4G stand uns erstmalig ein drahtloses Breitbandinternet zur Verfügung und einfachere Maschinenanwendungen wurden möglich. 5G setzt hier bereits wichtige Maßstäbe und wird die digitale Vernetzung auf die nächste Ebene heben. 6G aber wird die mobile Datentechnologie der Zukunft sein und unsere Kommunikation im nächsten Jahrzehnt bestimmen, ja revolutionieren. Mit 6G werden Daten mehr als 100 Mal schneller übertragen als mit 5G – mit großen Vorteilen für die mobile Kommunikation jedes einzelnen Menschen. Aber auch für unsere Industrie und Landwirtschaft. Wer hier alle Potentiale erschließen will, kommt um 6G nicht herum. Dazu ein Beispiel: Reale und virtuelle Welten rücken mit Künstlicher Intelligenz noch näher aneinander. In der sogenannten Extended-Reality, zu Deutsch: Erweiterte Realität, können Hologramme – zum Beispiel Menschen in 3D – in hoher Auflösung und in Echtzeit auf mobile Endgeräte oder in Räume gestreamt und projiziert werden. Somit werden reale Interaktionen simuliert, unabhängig davon, wo sich die Teilnehmenden befinden – ob zuhause auf dem Land, im Büro in der Großstadt oder unterwegs im Zug, Flugzeug oder selbstfahrenden Auto. Dies eröffnet neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit über Entfernung, nicht nur im Büroalltag, sondern auch in der Produktion. Auch in der medizinischen Versorgung kann es dadurch neue Möglichkeiten geben, beispielsweise für die Behandlung aus der Ferne. Dafür müssen wir jetzt massiv in die 6G-Forschung investieren. Nur so können wir die technologische Souveränität Deutschlands und Europas langfristig stärken. Wir wollen künftig nicht abhängig von anderen sein. Dafür brauchen wir ein Jahrzehnt des Aufbruchs und massive Investitionen in die Technologien von morgen und übermorgen. Ich freue mich, dass wir bis 2025 rund 700 Millionen Euro in die Erforschung dieser Zukunftstechnik investieren können. Das ist ein starkes Signal, das zeigt, welche Bedeutung wir 6G beimessen. Ich setze alles daran, dass Deutschland bei dieser Generation nicht nur die technologischen Grundlagen entwickelt, sondern dass unsere Unternehmen auch führend dabei sein werden, 6G zu nutzen und anzubieten. Mit der ersten deutschen 6G-Forschungsinitiative, die in dieser Woche startet und mit rund 200 Millionen Euro gefördert wird, setzen wir einen wichtigen Meilenstein hin zu einem Innovationsökosystem der nächsten Mobilfunkgeneration. Weitere Maßnahmen der 6G-Intiative werden noch in diesem Jahr folgen. Diese Investitionen werden durch das Zukunftspaket der Bundesregierung ermöglicht, aus dem alleine 685 Millionen Euro in die 6G-Forschung fließen und die durch weitere BMBF-Aktivtäten ergänzt werden. Durch diese zusätzlichen Mittel aus dem Konjunkturpaket ist Deutschland im internationalen Wettlauf um die Entwicklung von 6G nun in einer sehr guten Startposition.” Hintergrund: Die Fördermaßnahme “6G-Forschungs-Hubs; Plattform für zukünftige Kommunikationstechnologien und 6G” des BMBF ist Teil der Umsetzung des Zukunfts- und Konjunkturpaketes der Bundesregierung und wird mit rund 200 Millionen Euro aus dem Zukunftspaket gefördert. Mit der Forschung zu 6G setzt sich Deutschland das Ziel, in der Weltspitze als Technologieanbieter eine führende Rolle einzunehmen und frühzeitig den technologischen Wandel mitzugestalten. Damit wird auch ein Beitrag zur Umsetzung der Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung geleistet. Gegenstand der ersten Fördermaßnahme ist die Erforschung von zukünftigen Kommunikationstechnologien, um die nächste Generation mobiler Kommunikation sowie der dafür notwendigen Glasfasernetze technologisch vorzubereiten. Für Forschung, Entwicklung und Transfer von 6G wird ein ganzheitlicher Ansatz verfolgt, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Das neue 6G-Ökosystem wird deshalb alle Technologieebenen umfassen. So wird ein Gesamtsystem mit allen erforderlichen Komponenten entwickelt, aufgebaut und im Labor getestet. Dabei geht es auch um neue Anwendungen, wobei von Anfang an Unternehmen mit einbezogen werden, die auf diesem Feld Innovationen vorantreiben wollen. Eine Lösung, um möglichste viele Akteure am Ökosystem teilhaben zu lassen, sind offene und überprüfbare Softwareschnittstellen – z.B. über ein nach offenem Standard betriebenes Funkzugangsnetz (engl. Open-RAN, Radio-Access-Network). Weitere Fördermaßnahmen sollen im nächsten Schritt den schnellen Transfer der 6G-Technologie in innovative Produkte sicherstellen. Diese Fördermaßnahmen sollen ebenfalls noch in 2021 veröffentlicht werden. Die nun startende Fördermaßnahme “6G-Forschungs-Hubs; Plattform für zukünftige Kommunikationstechnologien und 6G” des BMBF besteht aus zwei Teilen: 6G-Forschungs-Hubs: Die 6G-Forschungs-Hubs bauen auf wissenschaftliche Exzellenz. Aus Forschungsverbünden herausragender Forschungsinstitute und Hochschulen sollen Innovationen für die Kommunikationstechnologien der Zukunft entstehen. Ziel ist es, Kooperationen ins Leben zu rufen, in denen Forschungsinstitute und Hochschulen auf dem Gebiet von 6G zusammenarbeiten. Dabei geht es nicht nur um die drahtlose Übertragung, sondern auch um glasfaserbasierte leitungsgebundene Netze. Deshalb werden in den 6G-Forschungs-Hubs übergreifend die herausragenden Expertisen aus beiden Welten gebündelt. In die Forschungsverbünde werden sich Expertinnen und Experten aller Technologieebenen einbringen: Anwendung neuer Materialien sowie die Entwicklung von Komponenten wie etwa Antennen und Verstärker werden ebenso adressiert wie vollständige Module, z.B. Modems, und Software für das Netzwerkmanagement. 6G-Plattform: Neben den “6G-Forschungs-Hubs” fördert das BMBF zudem zur übergreifenden Vernetzung der Akteure und Bündelung der 6G-Aktivitäten eine “Plattform für zukünftige Kommunikationstechnologien und 6G” – kurz 6G-Plattform. Die 6G-Plattform soll praktisch ein Dachprojekt sein, aus dem die Entwicklung immer wieder angetrieben wird. Sie soll im Rahmen der 6G-Initiative übergeordnete Fragestellungen zur Erforschung und Entwicklung der Grundlagen für einen zukünftigen 6G-Standard in enger Kooperation mit den “6G-Forschungs-Hubs” bearbeiten und koordinieren. Eine internationale Harmonisierung mit anderen 6G-Programmen soll vorangetrieben und Fragen der Regulierung und Standardisierung adressiert werden. Weitere Informationen: BMBF-Bekanntmachung “6G-Forschungs-Hubs; Plattform für zukünftige Kommunikationstechnologien und 6G”: https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3528.html BMBF Fachportal “Vernetzung und Sicherheit digitaler Systeme” Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Pandemie als Impulsgeber: Aufbruch mit einer starken Gesundheitsforschung

09.04.2021 – 11:20

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Bundesregierung zeigt in Addendum zum Rahmenprogramm wichtige Schwerpunkte für die Gesundheitsforschung auf Mit dem am heutigen Freitag veröffentlichten Addendum “Aufbruch mit einer starken Gesundheitsforschung” greifen das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) wichtige Maßnahmenpakete aus dem laufenden Rahmenprogramm Gesundheitsforschung auf und entwickeln diese mit Blick auf die Anforderungen durch die COVID-19-Pandemie weiter. Das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung von 2018 ist auf zehn Jahre ausgerichtet und gibt die Zielsetzungen der Gesundheitsforschungsförderung wieder. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Deutschland hat eine starke und leistungsfähige Gesundheitsforschung – das haben unsere Universitätskliniken, die Hochschulen, Forschungsinstitute und Unternehmen in der gegenwärtigen Corona-Pandemie eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist, dass die Forschenden die vorhandenen Daten und ihr Wissen miteinander ausgetauscht haben, um schneller an Ergebnisse zu gelangen. Wichtige Infrastrukturen, wie zum Beispiel große Datenplattformen, wurden gemeinsam genutzt und auch neue Kooperationen, wie das Netzwerk Universitätsmedizin, gegründet. Diese Dynamik aus der Pandemie greifen wir mit dem Addendum zum Rahmenprogramm Gesundheitsforschung auf. Forschung und Wissenschaft sind der wesentliche Schlüssel zur Bewältigung einer Pandemie. Hierauf wollen wir für die Zukunft noch stärker unser Augenmerk legen und machen mit dem Addendum ganz konkrete Vorschläge: Wir wollen zum Beispiel der Arzneimittel- und Impfstoffentwicklung in Deutschland strukturell einen höheren Stellenwert einräumen und die Gesundheitswirtschaft weiter stärken. Dafür fördert die Bundesregierung wichtige Infrastrukturen, wie etwa eine deutschlandweite Probanden-Datenbank für Impfstoffstudien oder ein Entwicklungsprogramm für neue Behandlungsansätze. Außerdem wollen wir Deutschland als Standort für die medizinische Biotechnologie ausbauen. Unser Ziel ist es, dass Impfstoffe und Medikamente wieder maßgeblich in Deutschland und Europa entwickelt und produziert werden. Insgesamt stellen wir schon jetzt Fördergelder in Höhe von 2,7 Milliarden Euro pro Jahr bereit. Damit schaffen wir eine verlässliche Grundlage und sind gut gerüstet für künftige Hausforderungen.” Hintergrund: Das Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung wird inhaltlich vom BMBF und vom BMG getragen. Es ist als lernendes, flexibles Programm angelegt, um auf aktuelle wissenschaftliche Gegebenheiten und bedeutende gesellschaftliche Entwicklungen rasch reagieren zu können. Das Addendum orientiert sich in seiner Struktur an den Leitlinien und Handlungsfeldern des Rahmenprogramms. Zwei Leitlinien und drei Handlungsfelder strukturieren das Programm. Die Leitlinien “Der Mensch im Mittelpunkt” und “Personalisierung und Digitalisierung als Schlüssel” durchdringen alle Handlungsfelder des Programms. Die drei Handlungsfelder der Gesundheitsforschungspolitik sind “Forschungsförderung – Krankheiten vorbeugen und heilen”, “Innovationsförderung – Medizinischen Fortschritt vorantreiben” und “Strukturförderung – Forschungsstandort stärken”. Weitere Informationen: https://ots.de/eP9G65 Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Investitionen in Bildung und Forschung steigen weiter an

06.04.2021 – 10:02

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Statistisches Bundesamt veröffentlicht jährliches Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft Das Statistische Bundesamt hat am heutigen Dienstag das Budget 2018/2019 für Bildung, Forschung und Wissenschaft veröffentlicht. Das Budget fasst die Ausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft zusammen und zeigt die Finanzierungsbeiträge der öffentlichen Haushalte, des privaten Bereichs und des Auslands. Dazu erklärt Bundesbildungs- und -forschungsministerin Anja Karliczek: “Die Gesamtausgaben für Bildung, Forschung und Wissenschaft sind im Jahr 2019 erneut angestiegen und erreichen mit 325,6 Milliarden Euro einen neuen Rekordwert. Damit vergrößert sich ihr Anteil am Bruttoinlandsprodukt im dritten Jahr in Folge und liegt nun bei 9,4 Prozent. Insbesondere die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) haben sich deutlich erhöht und liegen im Jahr 2019 bei fast 110 Milliarden Euro. Einen Schub gab es auch beim Bildungsbudget. Die Ausgaben für Bildungseinrichtungen von der frühkindlichen Bildung über die Schulen bis hin zu den Hochschulen sind in den letzten beiden Jahren im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt angestiegen. Zu dieser Entwicklung haben wir als Bundesregierung einen wichtigen Beitrag geleistet. Unsere Ausgaben für Forschung und Entwicklung lagen 2019 bei knapp 19 Milliarden Euro, für den Bildungsbereich waren es rund 10 Milliarden Euro. Damit haben wir in den vergangenen fünf Jahren im FuE-Bereich eine Steigerung um 32 Prozent erreicht. Im Bildungsbereich blieben die Ausgaben des Bundes in diesem Zeitraum weitgehend stabil. Coronabedingt sind die Mittel für Bildung, Forschung und Wissenschaft 2020 noch einmal deutlich gestiegen. So hat die Bundesregierung mit ihrem Konjunktur- und Zukunftspaket einen Einbruch bei Forschung und Entwicklung verhindert und in die Bildung und Ausbildung junger Menschen investiert. Damit legen wir die Grundlagen, um Deutschland erfolgreich aus der Krise zu führen. Gemeinsam mit den Ländern sind wir derzeit dabei, unser Engagement insbesondere im Bildungsbereich weiter auszubauen. Denn Kinder und Jugendliche leiden besonders unter der Corona-Pandemie. Wir müssen alles daransetzen, die Bildungslücken infolge der Schulschließungen so schnell wie möglich zu schließen und individuelle Lernstückstände aufzuholen. Dafür werde ich mich mit Nachdruck einsetzen.” Hintergrund: Das Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft wird jährlich vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Der Bericht steht im Internetangebot des Statistischen Bundesamts unter www.destatis.de als kostenloser Download zur Verfügung. Weitere Informationen: https://www.destatis.de/DE/Home/_inhalt.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Leistungsfähige Netzinfrastruktur ist zentrales Nervensystem für Wirtschaft und Gesellschaft

01.04.2021 – 10:54

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) BMBF fördert deutsche Vorhaben der europäischen Forschungskooperation AI-NET mit rund 36 Millionen Euro Deutschland stellt die Weichen für eine zukunftsorientierte Kommunikationsinfrastruktur in Europa: Unter dem Dach des industriegeführten Kooperationsprojekts AI-NET entwickeln deutsche Forscherinnen und Forscher gemeinsam mit europäischen Partnern innovative Lösungen für die Automatisierung von glasfaserbasierten Kommunikationsnetzen. Ziel der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Subprojekte ANIARA, ANTILLAS und PROTECT ist es, mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) Lösungen für eine europaweite Kommunikationsinfrastruktur als Basis der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen und so die technologische Souveränität der Europäischen Union zu stärken. Die Förderung ist Teil des Konjunkturpakets der Bundesregierung “Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken”. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Der Wohlstand und die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland und Europa hängen entscheidend davon ab, wie gut Wirtschaft und Gesellschaft die digitale Transformation meistern. Eine leistungsfähige und zuverlässige Netzinfrastruktur ist hierfür eine unverzichtbare technologische Grundlage und unser zentrales Nervensystem. Ich arbeite dafür, dass wir in Deutschland und Europa in den großen Zukunftstechnologien international wettbewerbsfähig sind und unsere technologische Souveränität stärken. Ich freue mich, dass das europäischen Projekt AI-NET nun beginnt, das Potenzial der Künstlichen Intelligenz für die Automatisierung der Steuerung von Hochleistungsnetzen zu erforschen, um den Netzbetrieb garantieren, den Ressourcenverbrauch optimieren und Dienste flexibel konfigurieren zu können. Die drei deutschen Projektsäulen werden hierzu einen wichtigen Beitrag leisten. Das Bundesforschungsministerium fördert diese mit rund 36 Millionen Euro für jeweils drei Jahre.” Hintergrund: An der Forschungskooperation “Accelerating Digital Transformation in Europe by Intelligent NETwork Automation” (AI-NET) sind mehr als 90 Partner aus Deutschland, Frankreich, Finnland, den Niederlanden, Schweden und dem Vereinigten Königreich beteiligt. Übergeordnetes Ziel von AI-NET ist es, eine zukunftsorientierte Kommunikationsinfrastruktur als Basis der Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln und so die technologische Souveränität und die Wettbewerbsfähigkeit der Europäischen Union nachhaltig zu stärken. Die Arbeiten im Vorhaben sind darüber hinaus Wegbereiter für die technologischen Grundlagen der Netzinfrastruktur des Mobilfunkstandards der sechsten Generation 6G, deren Entwicklung auch durch Förderung im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung “Corona-Folgen bekämpfen, Wohlstand sichern, Zukunftsfähigkeit stärken” vorangetrieben werden soll. AI-NET besteht aus insgesamt drei Subprojekten, deren Forschungsergebnisse länderübergreifend kontinuierlich zusammengeführt werden. Deutschland ist an allen drei Subprojekten maßgeblich beteiligt. Die gesamteuropäische Koordination erfolgt durch das deutsche Unternehmen ADVA Optical Networking. Das Subprojekt “Automation of Network Edge Infrastructure & Applications with Artificial intelligence” (ANIARA) nimmt am 1. April 2021 die Arbeit auf. In AI-NET-ANIARA arbeiten die Forschenden daran, in Zukunft einen vollständig autonomen Netzbetrieb und einen automatisierten, intelligenten und standortübergreifenden Datenaustausch zu ermöglichen. Im Speziellen sind dabei konkrete Anwendungsszenarien aus dem Gebiet Sensoren und Fertigung im Blick des Projektteams. Für das Subprojekt “Automated Network Telecom Infrastructure with Intelligent Autonomous Systems” (ANTILLAS) fiel der Startschuss am 1. Februar 2021. In AI-NET-ANTILLAS wird eine Architektur für Telekommunikationsnetzwerke entwickelt, die dazu in der Lage ist, dynamisch verändernde Datenströme selbstständig zu steuern. Um diese Infrastrukturen für Anwendungsszenarien in der Industrie 4.0 sowie im teleoperierten und vernetzten Fahren zu optimieren, konstruieren die Forschenden intelligente Netzwerkgeräte und bilden Systemkomponenten für eine vereinfachte Konfiguration virtuell nach. Das Subprojekt “Providing Resilient and Secure Networks Operating on Trusted Equipment to Critical Infrastructures” (PROTECT) hat am 1. Februar 2021 den Projektstart eingeleitet. In AI-NET-PROTECT werden Konzepte, Netzwerkarchitekturen und Methoden für einen automatisierten und sicheren Netzbetrieb in kritischen Infrastrukturen und in der Wirtschaft untersucht und entwickelt. Dabei steht der Schutz sensibler und sicherheitsrelevanter Daten und eine hohe Robustheit der Netzinfrastruktur im Vordergrund. AI-NET ist eine Forschungskooperation des EUREKA-Clusters CELTIC-NEXT (https://www.celticnext.eu/project-ai-net/). EUREKA ist ein Netzwerk für anwendungsnahe Forschung in Europa. Der EUREKA-Cluster CELTIC-NEXT ist eine industriegetriebene Initiative im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien. Weitere Informationen: AI-NET-ANIARA: https://www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de/projekte/ai-net-aniara AI-NET-ANTILLAS: https://www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de/projekte/ai-net-antillas AI-NET-PROTECT: https://www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de/projekte/ai-net-protect CELTIC-NEXT: https://www.celticnext.eu/ EUREKA-Netzwerk: https://www.eurekanetwork.org/ Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Wir müssen jetzt handeln, um unsere Gesundheit vor den Folgen des Klimawandels zu schützen

01.04.2021 – 09:59

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) BMBF startet Forschungsinitiative zur Untersuchung der Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Umweltverschmutzung und Gesundheitsrisiken Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat eine neue Förderrichtlinie “Nachwuchsgruppen Globaler Wandel: Klima, Umwelt und Gesundheit” veröffentlicht. Im Rahmen von innovativen Projekten soll erstmalig eingehend untersucht werden, welche gesundheitlichen Risiken auf den Klimawandel und Veränderungen der Umwelt zurückzuführen sind und wie Menschen ihre Gesundheit schützen können. Dafür stellt das BMBF insgesamt rund 15 Millionen Euro für Forschungsprojekte mit einer Laufzeit von fünf Jahren zur Verfügung. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Der Klimawandel ist eine große Bedrohung für die globale Gesundheit. Die Zunahme von Allergien, Herzkreislauferkrankungen und Hautkrebs aufgrund extrem hoher Temperaturen und vermehrt auftretender Hitzeperioden sind nur drei Beispiele für die erheblichen gesundheitlichen Folgen. Deshalb ist es wichtig, die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Umweltverschmutzung und Gesundheitsrisiken besser zu verstehen. Wir müssen jetzt handeln und das nötige Wissen schaffen, wenn wir die Gesundheit der Menschen vor den Folgen des Klimawandels schützen wollen. Nur dann können wir wirksame Schutz- und Anpassungsmaßnahmen entwickeln. Diesen Forschungsprozess wollen wir mit der neuen Fördermaßnahme anstoßen und vereinen dafür erstmalig die Klimaforschung mit der Gesundheitsforschung. Das wird zum Beispiel Städten, Krankenhäusern, Pflegeheimen und Kindergärten dabei helfen, sich wirksam auf Hitzewellen oder harte Wetterumschwünge vorzubereiten.” Hintergrund: Die Förderrichtlinie richtet sich an junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler. Mögliche Forschungsfragen betreffen beispielsweise die Auswirkungen von Extremwetter, Umweltverschmutzung und klimabedingten Veränderungen der Pflanzen- und Tierwelt auf das Auftreten und die Verbreitung von Krankheitserregern. Auf der Grundlage solcher Forschung können dann gezielte Vorsorgemaßnahmen und Anpassungsstrategien zum Schutz der Gesundheit entwickelt werden. Förderanträge für Forschungsprojekte mit einer Laufzeit von in der Regel fünf Jahren können bis zum 02.08.2021 eingereicht werden. Die Fördermaßnahme knüpft an laufende Forschungsaktivitäten des BMBF an, die bereits darauf ausgerichtet sind, Städte und Regionen an die Auswirkungen des Klimawandels anzupassen und sich besser gegen diese zu wappnen. Im Förderschwerpunkt “Klimaresilienz durch Handeln in Stadt und Region” forschen dazu 15 interdisziplinäre Verbünde. Auch die Fördermaßnahme “RegIKlim – Regionale Informationen zum Klimahandeln” adressiert Klimaänderungen vor Ort. Hier werden Werkzeuge für eine maßgeschneiderte Klimaanpassung entwickelt. Die Förderrichtlinie “Nachwuchsgruppen Globaler Wandel: Klima, Umwelt und Gesundheit” ist eine Maßnahme zur Umsetzung der aktuellen FONA-Strategie “Forschung für Nachhaltigkeit” des BMBF und der hier im Rahmen der Vorsorgeforschung festgelegten Ziele. Sie leistet zudem wichtige Beiträge zur “Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel” sowie zur “Strategie der Bundesregierung zur globalen Gesundheit”. Weiterführende Informationen: Bekanntmachung https://www.bmbf.de/foerderungen/bekanntmachung-3511.html FONA-Maßnahmenseite https://ots.de/3h5j7z Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Wir stärken den Wissenstransfer zwischen Forschung und Versorgung in der Universitätsmedizin

29.03.2021 – 08:00

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) BMBF fördert Programme für bessere Rahmenbedingungen an Unikliniken für die Forschungstätigkeit von Fachärztinnen und Fachärzten Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wird künftig ausgewählte Universitätskliniken finanziell dabei unterstützen, ihren Fachärztinnen und Fachärzten mehr Freiräume für ihre Forschungstätigkeit einzuräumen. Dadurch soll der Wissenstransfer zwischen Forschung und Versorgung verbessert werden. Die Auswahlentscheidung, an welchen Universitätskliniken in Deutschland entsprechende Programme gefördert werden, ist nunmehr getroffen worden. Unterstützt werden Programme an acht Standorten der Universitätsmedizin. Dafür hat das BMBF insgesamt rund 100 Millionen Euro vorgesehen. In einer ersten Förderrunde sollen bis zu 100 Stellen für forschende Fachärztinnen und Fachärzte geschaffen werden. Der Bund fördert den zusätzlichen Forschungsanteil der Stellen pro Jahr mit bis zu 130.000 Euro je Stelle. Das BMBF unterstützt diese Programme in der Universitätsmedizin für maximal zehn Jahre. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “An den Universitätskliniken in Deutschland sind medizinische Forschung und die Behandlung von Patientinnen und Patienten eng miteinander verbunden. Diese Verknüpfung ist ein zentrales Merkmal der Universitätsmedizin. Sie ermöglicht den Kliniken, die Gesundheitsforschung maßgeblich voranzubringen und wichtige Fortschritte schnell in die Behandlung zu bringen. Der schnelle Wissenstransfer “vom Krankenbett ins Labor und wieder zurück” muss angesichts der großen Dynamik selbstverständlich sein. Das geht am besten über Menschen. Mit unserer Förderinitiative wollen wir erreichen, dass die Medizinerinnen und Mediziner vor Ort auch für ihre Forschung die besten Rahmenbedingungen haben. Im Klinikalltag ist es häufig die Gruppe der forschenden Fachärztinnen und Fachärzte, auf die es sowohl bei der Forschung als auch bei der Krankenversorgung am meisten ankommt. Sie bilden damit das Rückgrat für einen gelungenen Wissenstransfer. In vielen Fällen aber ist der Spagat zwischen Forschung und Versorgung sehr herausfordernd für die einzelne Ärztin und den einzelnen Arzt. Oft wird die Forschungstätigkeit auf das Wochenende oder den Feierabend verlegt und geht dann zu Lasten von Familie und Freizeit – und belastet zugleich den Wissenstransfer. Hier setzt unsere Initiative an, mit der wir einen Kulturwandel in der Universitätsmedizin unterstützen wollen. An den Stellen, wo vielleicht Hierarchien und starre Strukturen der Entfaltung der vorhandenen Forschungspotentiale im Wege stehen, wollen wir diese transformieren. Unser Ziel ist, den forschenden Fachärztinnen und Fachärzten bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten. Sie brauchen in ihrem Arbeitsablauf klare Freiräume sowohl für Forschung als auch für die Behandlung der Patientinnen und Patienten. Zu guten Rahmenbedingungen gehören feste Forschungszeiten ebenso wie ein exzellentes Forschungsumfeld, Chancengleichheit und bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dazu werden die in acht ausgewählten Kliniken nun anlaufenden Programme beitragen, die wir durch die Förderung des BMBF ermöglichen – das freut mich sehr. Unsere Förderinitiative ist auf maximal 10 Jahre angelegt, sie ist also eine Anschubfinanzierung. Wir setzen aber auf Nachhaltigkeit. Wir wünschen uns, dass die ausgewählten Einrichtungen das neue Förderangebot fortführen und fest an den jeweiligen Fakultäten verankern. Und ich zweifle nicht, dass sie es tun werden – denn mit einem solchen Programm wird jeder Standort an Forschungsstärke und Renommee gewinnen! Wir brauchen Forschungsbedingungen, die die Spitzenstellung der deutschen Universitätsmedizin im internationalen Vergleich stärken – und zwar heute genauso wie in Zukunft.” Hintergrund: Grundlage der Förderung durch das BMBF ist die “Richtlinie zur Förderung von forschenden Fachärztinnen und Fachärzten in der Universitätsmedizin” vom 8. Oktober 2020. Zentrale Elemente der nun zur Förderung kommenden Programme sind geschützte Forschungszeiten (idealerweise 50 Prozent der Arbeitszeit) und ein individuell zugeschnittenes Qualifizierungs-, Mentoring- und Führungsprogramm. Die Programme zielen darauf ab, die Chancengerechtigkeit und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Die Entscheidung des BMBF für die vielversprechendsten Programmkonzepte fiel auf Grundlage der Empfehlungen eines international besetzten Begutachtungsgremiums. Die Förderinitiative ist so angelegt, dass eine zweite Förderrunde – vorbehaltlich künftiger forschungs- und haushaltspolitischer Entscheidungen – für weitere 100 Advanced Clinician Scientists durchgeführt werden kann. Die insgesamt acht ausgewählten Standorte sind: – Das Programm “CAMINO – Career Advancement in MultIdimeNsional tumOr targeting” des Universitätsklinikum Carl Gustav Carus an der TU Dresden ist auf fortgeschrittene klinisch tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgerichtet, die translationale onkologische Forschung mit interdisziplinärer und innovativer Patientenbehandlung verknüpfen und dazu das Forschungsumfeld des Biomedizinischen Campus Dresden nutzen.
– Die Goethe-Universität Frankfurt und das Universitätsklinikum Frankfurt sprechen mit dem Programm “INITIALISE – Innovations in Infection Medicine” Advanced Clinician Scientists in der Infektionsmedizin an. Im Rahmen des Qualifizierungsprogramms werden sie in den neuesten Technologien und innovativen Strategien der Arzneimittelforschung und-entwicklung geschult.
– Das Programm “IMMediate – Immune-Mediated Diseases” des Universitätsklinikums Freiburg ist in den Themenfeldern Immunologie, Onkologie und Zellbiologie angesiedelt. Es fördert forschende Fachärztinnen und Fachärzte mit einem Fokus auf immunvermittelten Krankheiten, die verschiedene Organe wie etwa Gehirn, Herz, Leber oder Darm betreffen.
– Das Programm “Promoting Excellence in Translational Medicine” an der Universitätsmedizin Essen (UME) Advanced Clinician Scientist Academy (UMEA²) wird forschende Fachärztinnen und Fachärzte unterstützen, Ergebnisse aus der Grundlagenforschung schneller in die klinische Anwendung zu bringen, um die passgenaue Behandlung von Patientinnen und Patienten zu verbessern. Thematisch wird die Forschung an den Schnittstellen zwischen Gehirn und Herz, Onkologie und Immunologie sowie Transplantation, Immunologie und Infektiologie erfolgen.
– Hauptziel des Programms “iIMMUNE – Interfaces in Immunomedicine” der FAU Erlangen-Nürnberg ist es, klinisch tätige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in moderner patientenzentrierter Immunmedizin auszubilden und so zur Entwicklung innovativer Strategien zur Diagnose, Prävention und Behandlung von infektiösen, entzündlichen, autoimmunen, onkologischen und ZNS-Erkrankungen beizutragen.
– Das Programm “iSTAR – integrative Advanced Clinician Scientists Targeting Inflammatory and Infectious Disease” des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf wird forschende Fachärztinnen und Fachärzte im Bereich entzündliche Erkrankungen und Infektionskrankheiten unterstützen. Die Forschung zielt darauf ab, fehlregulierte Entzündungsreaktionen in allen Organen zu entschlüsseln, umzukehren, zu behandeln und zu verhindern.
– Die Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und das Universitätsklinikum Bonn haben mit “ACCENT – Advanced Clinician Scientist Program Bonn” ein Konzept entwickelt, das forschende Fachärztinnen und Fachärzte zu den Themen Immunpathogenese und Organdysfunktion sowie Gehirn und Neurodegeneration fördert; eingebettet in die Forschungsschwerpunkte Immunologie, Neurowissenschaften, Genetik und Epidemiologie sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Onkologie.
– Die Medizinische Fakultät Würzburg setzt mit dem Programm “INTERACT – Interfaces in Translational Research” auf eine disziplinübergreifende Förderung von forschenden Fachärztinnen und Fachärzten. Forschungsgegenstand sind die komplexen Interaktionen zwischen einzelnen Zellen und Gewebe, zwischen einzelnen Organen sowie die Zusammenhänge innerhalb des gesamten Organismus. Weitere Informationen: https://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/ Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Lehrerinnen und Lehrern im Schulalltag den Rücken stärken

23.03.2021 – 12:52

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Bund und Länder treffen Bildungsexpertinnen und-experten zum 2. Bildungsdialog Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek haben sich heute im Rahmen des 2. Bildungsdialogs mit Lehrkräften, Wissenschaft, Bildungspraxis und Migrantenorganisationen ausgetauscht. Integrationsstaatsministerin Annette Widmann-Mauz: “Für ein förderliches Unterrichtsklima, in dem sich alle Schülerinnen und Schüler entfalten können, leisten unsere Lehrerinnen und Lehrer tagtäglich eine unverzichtbare Arbeit. Ihnen müssen wir den Rücken stärken, damit Schulen Orte des miteinander Lernens, der gemeinsamen Verständigung und der gegenseitigen Achtung bleiben. Dazu gehört, dass der Umgang mit Vielfalt und auch damit verbundenen Konflikte zum festen Bestandteil der Aus- und Fortbildung von Lehrkräften werden. Nötig sind zudem Strukturen in den Bundesländern, die Schulen und Lehrkräfte gezielt bei Herausforderungen unterstützen. Gleichzeitig ist wichtig, dass die gesellschaftliche Vielfalt in den Lehrplänen, im Schulunterricht und in den Lehrmaterialien mit all ihren Chancen und Herausforderungen zum Thema gemacht wird. Wertvolle Hinweise, wie das gelingen kann, gibt die neue Lehrplanstudie Migration und Integration des Mercator Forum Migration und Demokratie.” Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: “Demokratiebildung ist ein wichtiges Thema, gerade auch in der Schule. Denn hier ist der Ort, an dem alle Kinder und Jugendlichen erreicht werden können. Hier werden Kinder auf ihre Rolle als mündige Bürgerinnen und Bürger vorbereitet. Hier lernen sie unser demokratisches System kennen und machen erste eigene Erfahrungen, wenn sie z. B. Klassensprecher und Klassensprecherinnen wählen oder sich in der Schülervertretung engagieren. Auch Werte wie Respekt, Gleichberechtigung und Anerkennung werden in der Schule vermittelt. Ich freue mich deshalb, dass wir uns heute hierzu mit verschiedenen Akteuren ausgetauscht haben. Wir als Bundesbildungsministerium engagieren uns im Rahmen unserer Möglichkeiten, beispielsweise über die Teilnahme an ICCS 2022, einer großen internationalen Bildungsvergleichsstudie, die Kompetenzen von Jugendlichen im Bereich der Demokratiebildung misst. Es ist gut, dass durch die heute vorgestellte Studie die Modernisierungsbedarfe von Lehrplänen in Bezug auf Migration und Integration thematisiert wird. Daraus werden sich weiterführende Diskussionen ergeben, sowohl mit den für Lehrpläne und deren Umsetzung zuständigen Ländern als auch innerhalb der Forschung zu Bildungsmedien, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung über das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung fördert.” Im Zentrum des Austausches stand die Frage, wie die gesellschaftliche Vielfalt bereits in Lehrplänen zum Thema gemacht werden kann, um Eingang in den Unterricht zu finden. Zugleich ging es darum, wie Schulen und Lehrkräfte dabei unterstützt werden können, mit Herausforderungen und Konflikten umzugehen. Insbesondere wenn demokratische Grundwerte in Frage gestellt werden, kommt den Lehrkräften eine herausfordernde Aufgabe zu. Um Schülerinnen und Schüler in ihrer freiheitlich-demokratischen Wertebildung zu unterstützen und sie damit auch resilient gegenüber radikaler Beeinflussung zu machen, benötigen Lehrkräfte entsprechende Rahmenbedingungen sowie Fortbildungsmöglichkeiten und eine enge Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften aus unterschiedlichen Bereichen. Eine neue Untersuchung “Lehrplanstudie zu Migration und Integration” gibt Empfehlungen, wie Schulen und Lehrkräfte dabei unterstützt werden können, die Themen Migration, Integration und Vielfalt im Schulunterricht angemessen zu thematisieren. Direktor des Mercator Forums Migration und Demokratie, Prof. Dr. Hans Vorländer: “Die Realität unserer Einwanderungsgesellschaft spiegelt sich nicht angemessen in den Lehrplänen an deutschen Schulen wider. Die jüngere deutsche Migrationsgeschichte – von der Gast- und Vertragsarbeiteranwerbung in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts über die Zuwanderung von sogenannten Spätaussiedlern bis hin zur Fachkräftemigration – findet derzeit in den Lehrplänen kaum Erwähnung. Dabei ist die migrationsbedingte Vielfalt längst Bestandteil unserer gesellschaftlichen Normalität. Die Themen Migration und Integration, der Umgang mit Vielfalt und auch damit verbundene Konflikte müssen zu einem festen Bestandteil der Lehrpläne und der Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte werden.” Die Ergebnisse der Studie zeigen, an welchen Stellen anzusetzen ist, um Schulentwicklungsinstitute und Landesbehörden etwa durch best practice gezielt bei der Weiterentwicklung von Lehrplänen zu begleiten. Die Studie wurde von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, in Auftrag gegeben und vom Mercator Forum Migration und Demokratie (MIDEM) an der TU Dresden unter Leitung von Prof. Dr. Hans Vorländer durchgeführt. Ein gelungenes Beispiel für das gute Miteinander einer vielfältigen Schülerschaft ist das Projekt GIRA am Helmut-Schmidt-Gymnasium Hamburg. Die sehr erfolgreiche “Gesprächsrunde für interreligiösen Austausch” (GIRA) richtet sich an Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Interessierte aus der Nachbarschaft. GIRA leistet einen Beitrag gegen die Ausgrenzung von Menschen und für ein gleichberechtigtes Miteinander und wurde 2017 mit dem renommierten Bertini-Preis ausgezeichnet. Volker Clasing, Schulleiter des Helmut-Schmidt-Gymnasiums Hamburg: “GIRA war der Türöffner für eine veränderte und offenere Atmosphäre an unserer Schule. Uns ist es gelungen, Akzeptanz und Toleranz untereinander zu fördern, für die Vielfalt verschiedener Glaubensrichtungen zu sensibilisieren und Misstrauen zu überwinden. Eine angstfreie und wohlwollende Atmosphäre ist die Basis dafür, dass in den Gesprächsrunden Probleme angesprochen werden können, die ansonsten im Schulalltag eher tabuisiert werden. Dort, wo eine offene und von allen Beteiligten mitgetragene Kultur der Vielfalt und des Dialogs an Schulen gelebt wird, wird unserer Erfahrung nach Extremisten jeglicher Art der Nährboden für Einflussnahme und Anwerbeversuche entzogen.” Zum Download der Lehrplanstudie Migration und Integration Hier erfahren Sie mehr zum Projekt GIRA. Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Wir brauchen einen nachhaltigen Umgang mit der lebenswichtigen Ressource Wasser

22.03.2021 – 10:58

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Bundesregierung legt Programm für Wasserforschung vor/ 350 Millionen Euro für fünf Jahre Zum heutigen Weltwassertag hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek das ressortübergreifende Programm “Wasser: N – Forschung und Innovation für Nachhaltigkeit” veröffentlicht. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) initiierte Regierungsprogramm ist Teil der Strategie “Forschung für Nachhaltigkeit (FONA)” und bildet für die kommenden Jahre das Rahmenkonzept für die Förderung einer zukunftsfähigen Wasserforschung. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Wasser ist unverzichtbar für das Leben auf unserem Planeten. Viele Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Wasser oder leiden unter Wasserknappheit. Dies sind existentielle Herausforderungen für die menschliche und wirtschaftliche Entwicklung, für Gesundheit und Ernährungssicherheit sowie für die politische Stabilität in etlichen Weltregionen. Auch in Deutschland führt der Klimawandel dazu, dass wir einen bewussteren Umgang mit dieser lebenswichtigen Ressource brauchen. Das Absinken des Grundwassersspiegels sehe ich mit Sorge. Wir können es uns auch hierzulande nicht erlauben, Wasser zu verschwenden und müssen wirksam gegensteuern. Die Wasserforschung kann hierfür das notwendige Wissen, innovative Konzepte und neue Technologien liefern. Ich freue mich, dass wir mit dem Programm für Wasserforschung “Wasser: N” der Bunderegierung gemeinsame Ziele für eine sektorübergreifende Wasserforschung formuliert haben. Damit helfen wir der Entwicklung innovativer Umweltlösungen ‘made in Germany’ auf die Sprünge und leisten auch einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung globaler Nachhaltigkeitsziele.” Hintergrund: Am Programm “Wasser: N – Forschung und Innovation für Nachhaltigkeit” sind neben dem federführenden BMBF das Auswärtige Amt (AA) sowie die Bundesministerien für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), für Gesundheit (BMG), für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU), für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), für Wirtschaft und Energie (BMWi) und für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) beteiligt. Es baut auf dem BMBF-Förderschwerpunkt “Nachhaltiges Wassermanagement” (NaWaM) auf. Innerhalb des Programms “Wasser: N”, das Teil der FONA-Strategie “Forschung für Nachhaltigkeit” ist, werden alle Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten systematisch gebündelt und abgestimmt. Dabei sind nationale Belange wie die Spurenstoffstrategie des Bundes, europäische und internationale Fragestellungen – zum Beispiel die Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele – gleichermaßen von Bedeutung. Es soll ein interdisziplinärer und sektorübergreifender Austausch zwischen Akteuren aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik initiiert werden. Für das Programm mit einer fünfjährigen Laufzeit stehen rund 350 Millionen Euro zur Verfügung. Zu den Schwerpunkthemen von “Wasser: N” gehören sauberes Wasser, intakte Ökosysteme, urbane Wasserinfrastrukturen, ressourceneffiziente Wasserkreisläufe, Wasserextremereignisse sowie optimiertes Wassermanagement. Das kostenlose online-Angebot “Innovationsatlas Wasser” präsentiert nun innovative Produkte aus der BMBF-geförderten Wasserforschung. Dies umfasst neben Technologien und Verfahren auch Managementkonzepte, Software-Tools und Bildungsmaterialien zum nachhaltigen Umgang mit der Ressource Wasser. Der Innovationsatlas wird ständig aktualisiert und um relevante Ergebnisse aus aktuellen Fördermaßnahmen erweitert. Der Weltwassertag findet seit 1993 jedes Jahr am 22. März statt und wird seit 2003 von der Unterorganisation der Vereinten Nationen UN-Water organisiert. Er soll dazu beitragen, die Öffentlichkeit auf die wasserbezogenen Zielsetzungen der UN sowie auf deren Bedeutung und Herausforderung bei der Umsetzung aufmerksam zu machen. Im Jahr 2021 lautet das Motto “Der Wert des Wassers”. Weitere Informationen: Wasserforschung www.bmbf.de/wasser https://www.fona.de/de/themen/wassermanagement.php Innovationsatlas Wasser www.innovationsatlas-wasser.de Weltwassertag 2021 World Water Day 2021 | 22 MARCH WORLD WATER DAY Publikationen Die Publikation WasserN steht Ihnen als PDF-Datei zur Verfügung Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: “Gemeinsam gestalten wir die kommunalen Bildungslandschaften von morgen”

16.03.2021 – 14:23

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement 2021 eröffnet / Jeder soll passgenaue Bildungsangebote erhalten können / Gutes Bildungsmanagement ist auch ein Standortfaktor Zur heute beginnenden Bundeskonferenz der “Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement” erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: “Die Kommunen spielen in unserem Bildungsföderalismus eine wichtige Rolle. Gerade sie können den digitalen Wandel in der Bildung mitgestalten und entschieden vorantreiben. Sie sind der Ort, an dem die Menschen ihre täglichen Erfahrungen mit unserem Bildungssystem machen- vom Kindergarten über die Schule bis hin zu Berufsbildung und Weiterbildung. Sie sind der Ort, an dem die Menschen leben und zuhause sind, an dem sie ihren Bildungsweg gehen. Als Träger vieler Bildungseinrichtungen tragen sie eine große Verantwortung. Dabei werden sie vom Bund bestmöglich und bedarfsgerecht unterstützt. Das kommunale Bildungsmanagement ist ein wichtiger Baustein, um die deutsche Bildungslandschaft fit zu machen für das 21. Jahrhundert. Die “Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement” des BMBF hat seit 2014 dazu beigetragen, dass deutschlandweit erfolgreiche Modelle kommunaler Bildungssteuerung etabliert und verbreitet wurden. Das digitale Zeitalter verlangt nun, dass das Bildungssystem weiterentwickelt wird. Dafür wird das BMBF das kommunale Bildungsmanagement mit neuen Programmen unterstützen und so die kommunalen Bildungslandschaften von morgen mitgestalten. Ziel ist, dass die Kommunen ihren Bürgerinnen und Bürgern in allen Lebensphasen passgenaue Bildungsangebote machen können und so die Bildungschancen für alle ausbauen. Sie verbessern ihre Standortattraktivität und stärken eine positive Stadt- und Regionalentwicklung.” Die kommunale Perspektive wird bei der Bundeskonferenz vertreten durch den Präsidenten des Deutschen Städtetages und Leipziger Oberbürgermeister, Burkhard Jung: “Lebenslanges Lernen wird für uns alle immer wichtiger. Die Erwartungen der Menschen an bestmögliche Bildungsangebote steigen. Ob Bildung gelingt, entscheidet sich vor Ort, dort, wo die Menschen leben. Die Städte engagieren sich für vielfältige und zeitgemäße Bildungsformate für uns alle. Dabei kommt es auf qualifiziertes Personal und anregende Lernorte mit einer zeitgemäßen Ausstattung an. Egal ob in Kitas, Schulen oder Bibliotheken, bei der beruflichen Ausbildung oder der Weiterbildung an den Volkshochschulen: Die Städte schaffen ein dichtes Netz aus Bildungsangeboten für alle Lebensphasen. Wir brauchen ein kommunales Bildungsmanagement vor Ort, das klare Ziele verfolgt und uneitel dokumentiert, was erreicht wird. Wenn wir wissen, wie vorhandene Lernangebote wirken, lassen sich bildungspolitische Ziele und konkrete Maßnahmen in den Städten besser miteinander verknüpfen. Gemeinsam und im transparenten Austausch können wir Bildungsprozesse verbessern.” Hintergrund: Das BMBF engagiert sich seit Jahren für eine Stärkung der Bildung in den Regionen. Kern der Aktivitäten ist hierbei die “Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement” (TI), in deren Rahmen deutschlandweit erfolgreiche Modelle kommunaler Bildungssteuerung etabliert und verbreitet wurden. Dabei konnten wichtige Impulse für den Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements (DKBM) gesetzt werden. Die Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement findet alle zwei Jahre statt. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde die für 2020 geplante Veranstaltung verschoben und findet nun digital statt. Dabei liegt ein besonderer thematischer Schwerpunkt auf der Bildungsteilhabe als Schlüssel zur gesellschaftlichen Integration Neuzugewanderter. Gut vier Jahre hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung die Kommunale Koordinierung von Bildungsangeboten für Neuzugewanderte gefördert. Bundesweit 321 Landkreise und Städte haben vor Ort passende Formen der Zusammenarbeit entwickelt und das kommunale Management einer “Integration durch Bildung” vorangebracht. Die Konferenz zeigt innovative Ideen und Erfolge im Förderprogramm. Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/de/kommunales-bildungsmanagement-75.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Der Nationale Lesepakt wird helfen, dass alle Kinder Lesen lernen

03.03.2021 – 19:02

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Stiftung Lesen und Börsenverein des Deutschen Buchhandels starten Nationalen Lesepakt mit über 150 Partnern Die Lesekompetenz von Kindern und Jugendlichen stärken, das gesellschaftliche Engagement für das Lesen steigern und gute Angebote für all jene schaffen, die junge Menschen beim Lesenlernen unterstützen: Das sind die Ziele des Nationalen Lesepakts. Auf dem heutigen Nationalen Lese-Summit haben die Stiftung Lesen und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ihre gemeinsame Initiative erstmals präsentiert. Anja Karliczek, Bundesministerin für Bildung und Forschung: “Lesen bildet. Lesen öffnet Augen, Lesen öffnet auch Herzen. Damit schafft Lesen wichtige Voraussetzungen für Orientierung und Teilhabe in unserer Gesellschaft. Deshalb ist Lesen so wichtig. Darum ist es gut, dass es jetzt einen Nationalen Lesepakt gibt. Denn wir müssen sicherstellen, dass alle Kinder in der Grundschule gut und flüssig Lesen lernen. Die jüngsten Bildungsvergleichsstudien haben gezeigt, dass das bei zu vielen Kindern nicht gelingt. Deshalb hat Leseförderung auch in meinem Ministerium einen hohen Stellenwert. Ich nenne ein paar Beispiele: Über das Programm “Lesestart 1-2-3” lassen wir kostenlos Bücher an junge Familien verteilen und motivieren die Eltern zum Vorlesen. Mit “Lesestart für Flüchtlingskinder” wenden wir uns ganz explizit an Familien, die neu in Deutschland sind. Wir fördern das Lesen digitaler Texte mit dem Mentor-Bundesverband – denn Lesen ist gleichzeitig der Schlüssel zur digitalen Welt. Und auch Erwachsene mit Lese-und Schreibproblemen wollen wir motivieren: In der “Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung” entwickeln wir passgenaue Bildungsangebote für Beschäftigte am Arbeitsplatz oder für Menschen in ihrer Alltagswelt.” Dr. Jörg F. Maas, Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen: “Ohne Lesen geht es nicht! Egal ob in der Schule, im Beruf oder in der Freizeit: Lesen ist die Grundlage, damit wir unseren Alltag meistern und gestalten. Doch über 3 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland werden nicht ausreichend beim Lesen unterstützt – mit weitreichenden Konsequenzen für ihr persönliches Leben. Das müssen wir ändern! Mit dem Nationalen Lesepakt haben wir eine nie dagewesene und zukunftsweisende Allianz aufgebaut, die antritt, um partnerschaftlich und mit neuen Ideen das Leben vieler junger Menschen zu verändern. Denn nur, wenn Vorlesen und Lesen in den Familien selbstverständlich ist und auch in Kitas und Schulen noch stärker gefördert wird, haben alle Kinder und Jugendlichen die gleichen Bildungschancen.” Karin Schmidt-Friderichs, Vorsteherin des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels: “Wir brauchen einen klaren Plan für die Leseförderung in Deutschland! Es gibt bereits viele gute Initiativen, auch Buchhandlungen und Verlage vermitteln engagiert Freude am Lesen. Noch immer fehlt allerdings ein übergreifender Ansatz, der bestehende Angebote zu einer wirksamen bundesweiten Strategie bündelt. Mit dem Nationalen Lesepakt wollen wir Aufmerksamkeit dafür schaffen, wie wichtig Lesekompetenz ist und dass dringender Handlungsbedarf besteht. Lesekompetenz ist nicht nur Voraussetzung für die persönliche Entwicklung jedes und jeder Einzelnen, sondern ebenso unabdingbar für das Gelingen unserer freien, demokratischen Gesellschaft. Unverzichtbar ist dabei die Unterstützung der Politik, um wirklich nachhaltige Lösungen zu erreichen.” Hintergrund: Bei der digitalen Veranstaltung diskutierten Bundesbildungsministerin und Schirmherrin, Anja Karliczek, die Initiatoren sowie Expertinnen und Experten aus Politik, Wissenschaft und Bildung über die Notwendigkeit, Lesen und Vorlesen als zentrale Bildungszugänge stärker zu fördern. Der Nationale Lesepakt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt und von mehr als 150 Partnern aus allen Teilen der Gesellschaft mitgetragen. Kampagnenstart “Lesen – eine wahre Superkraft” Eine öffentlichkeitswirksame Anzeigen- und Plakatkampagne wird den Nationalen Lesepakt flankieren. Die Motive haben die Initiatoren heute vorgestellt: Unter dem Motto “Lesen – eine wahre Superkraft” möchten die Stiftung Lesen und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels dem Lesen größere Sichtbarkeit verleihen und die gesamte Gesellschaft mobilisieren. Denn alle Menschen und Institutionen in ganz Deutschland sind aufgefordert, die Partnerallianz zu unterstützen. Dabei sind Kooperationen mit Verbänden, Unternehmen, Stiftungen und der Politik ebenso gefragt wie Ideen aus dem Buchhandel und Bibliotheken, Kita- und Schulprojekte und ehrenamtliche Vorleseinitiativen. Es fängt mit Lesen an: Lesen ist die zentrale Voraussetzung für Bildung, beruflichen Erfolg, Integration und zukunftsfähige gesellschaftliche Entwicklung. Die Stiftung Lesen führt in enger Zusammenarbeit mit Bundes- und Landesministerien, wissenschaftlichen Einrichtungen, Stiftungen, Verbänden und Unternehmen bundesweite Programme, Kampagnen, Forschungs- und Modellprojekte durch, zum Beispiel den Bundesweiten Vorlesetag im November. Die Stiftung Lesen steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten und wird von zahlreichen prominenten Lesebotschaftern unterstützt: www.stiftunglesen.de Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Interessenvertretung der deutschen Buchbranche gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit. Er wurde 1825 gegründet und vertritt rund 4.500 Buchhandlungen, Verlage, Zwischenbuchhändler und andere Medienunternehmen. Der Verband veranstaltet die Frankfurter Buchmesse, vergibt den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, den Deutschen Buchpreis und den Deutschen Sachbuchpreis. Der Börsenverein setzt sich für die Freiheit des Wortes ein und engagiert sich in der Leseförderung, etwa mit dem Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels, Aktionen zum Welttag des Buches und anderen Initiativen: www.boersenverein.de Mehr Informationen unter: www.nationaler-lesepakt.de Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bundStiftung LesenFranziska Hedrich, Senior PR ManagerinKommunikationRömerwall 40, 55131 MainzTel: 06131 / 2 88 90-28E-Mail: örsenverein des Deutschen BuchhandelsThomas KochLeiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit / PressesprecherBraubachstraße 16, 60311 Frankfurt am MainTel. 069 / 13 06 293E-Mail:

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Verantwortungsvolle Nutzung digitaler Daten ist Grundvoraussetzung für Freiheit und Wohlstand

02.03.2021 – 16:00

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Expertenbündnis übergibt Weißbuch an den Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit 150 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft haben im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt DiDaT einen Wegweiser für die verantwortungsvolle Nutzung digitaler Daten erarbeitet. Die Empfehlungen wurden in einem Weißbuch festgehalten, das heute von den Projektverantwortlichen an Herrn Professor Ulrich Kelber, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI), übergeben wurde. Die Übergabe des Weißbuches kommentiert Professor Wolf-Dieter Lukas, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, wie folgt: “Ich halte die verantwortungsvolle Nutzung digitaler Daten für eine der Kernvoraussetzung für ein Leben in Freiheit und Wohlstand in Deutschland wie Europa. Gerade forschungsintensive Unternehmen und Forschungseinrichtungen benötigen einen verlässlichen Zugang zu digitalen Daten. Digitale, oft hochgradig personalisierte Daten sind ein äußerst sensibles Gut, das es in einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu schützen gilt. Hierfür brauchen wir mehr Lösungen, die sowohl die Nutzung digitaler Daten für innovative Anwendungen ermöglichen als auch die Datensouveränität eines jeden Einzelnen wahrt und etwaigen negativen gesellschaftlichen Begleiterscheinungen entgegenwirkt. Das Projekt DiDaT leistet einen wichtigen Debattenbeitrag zu einer Zeit, in der die Digitalisierung in alle Lebensbereiche vordringt. Es liegt in unseren Händen zu zeigen, wie wir als offene Gesellschaft und als Hochtechnologiestandort diese Herausforderung klug gestalten können.” Ergänzend hierzu erklärt Herr Prof. Ulrich Kelber, Bundesbeauftragter für den Datenschutz und die Informationsfreiheit (BfDI): “Ich habe gerne im Rahmen des Forschungsprojekt DiDat zu Fragen des Datenschutzes beraten. Das Projekt verfolgt einen vielversprechenden Ansatz, der viele verschiedene Lebensbereiche berücksichtigt. Daher wurden die betroffenen Interessenvertreter umfassend eingebunden. Es ist wichtig, die unbeabsichtigten Nebenfolgen der Digitalisierung näher zu untersuchen. Nur dann können notwendige Schritte eingeleitet werden, wie etwa die Schaffung gesetzlicher Rahmenbedingungen. Politik und Gesellschaft müssen sich immer wieder mit den Möglichkeiten und Folgen der Digitalisierung auseinanderzusetzen. Bei Themen wie automatisiertem Fahren, Gesundheits-Apps oder soziale Medien müssen wir den Prozess aktiv gestalten. Als Datenschützer ist es mir ein besonderes Anliegen, dass alle Folgen der immer stärker zunehmenden Verarbeitung personenbezogener Daten wissenschaftlich analysiert werden. Nur mit dieser Grundlage können wir die richtigen Entscheidungen für unsere Zukunft treffen. Das heute vorgestellte Weißbuch kann hier einen wichtigen Beitrag leisten.” Hintergrund: Das vom BMBF im Zeitraum vom 1. November 2019 bis 31. Oktober 2021 mit 400.000 Euro kofinanzierte Projekt “Digitale Daten als Gegenstand eines transdisziplinären Prozesses” (DiDaT) erarbeitet Vorschläge, wie mit den vielfältigen digital generierten Daten in verschiedenen Themenbereichen wie Mobilität, Landwirtschaft, Gesundheit, Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) und Soziale Medien verantwortungsvoll umgegangen werden kann. Hierzu führte das Projekt einen breit angelegten Prozess durch, an dessen Ende ein von Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam erarbeitetes Weißbuch steht. Das Weißbuch dient als Wegweiser, der Orientierung und Leitplanken für einen nachhaltigen Umgang mit digitalen Daten für Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik liefert. Weitere Finanzierungsbeiträge des Projekts DiDaT erbrachten die DB-Bahn AG, TMG-Systemhaus, Bernhard und Ursula Plettner-Stiftung im Stifterverband, Fraunhofer-FOKUS, NABU, Institute for Advanced Sustainability Studies Potsdam, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg, Donau-Universität Krems, Universität Bremen. Außer an Herrn Prof. Kelber, BfDI, wird das Weißbuch stellvertretend auch an Frau Hanna Gleiss (Zivilgesellschaftliche Vernetzungsstelle gegen Hate Speech im Internet), Yvonne Hofstetter (Essayistin, Juristin, Unternehmerin, Lehrende; Perspektive Zivilgesellschaft) und Dr. Claus D. Ulmer (Deutsche Telekom; Perspektive Wirtschaft) übergeben. DiDaT steht beispielhaft für den transdisziplinären und partizipativen Zugang der sozial-ökologischen Nachhaltigkeitsforschung des BMBF, der mit der neuen FONA-Strategie weiter ausgebaut wird. Weiterführende Informationen zu DiDat befinden sich auf der Projekt-Homepage: http://www.didat.eu/. Weitere Schwerpunkte des BMBF für eine moderne und sichere Datenpolitik im Rahmen seiner Digitalstrategie sind unter anderem die Cloud- und Dateninfrastruktur GAIA-X für ein sicheres europäisches Daten- und Infrastrukturökosystem, die Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) sowie die aktuell ausgeschriebene Förderbekanntmachung zu Datentreuhandmodellen für einen sicheren und vertrauensvollen Datenaustausch in Forschung und Wirtschaft. Die Maßnahmen der Datenstrategie bündelt das BMBF in seinem Aktionsplan Forschungsdaten. Die Leiter des Forschungsprojektes DiDAT sind Anfang 2020 an den BfDI herangetreten und haben das Forschungsprojekt vorgestellt. Sie haben in diesem Zusammenhang um Unterstützung gebeten. Der BfDI ist dieser Bitte nachgekommen und hat alle Kapitel des Weißbuchs aus datenschutzrechtlicher Perspektive begutachtet. Weitere Informationen: Das Weißbuch ist hier einsehbar: https://www.nomos-elibrary.de/10.5771/9783748924111/didat-weissbuch Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Neues Leibniz-Zentrum in Jena revolutioniert die Diagnostik und Behandlung von Infektionskrankheiten

02.03.2021 – 12:27

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Kampf gegen Infektionskrankheiten mit optischen Technologien: BMBF fördert neues Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung mit einzigartiger Infrastruktur Im März startet das Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung (LPI) in Jena mit dem Aufbau innovativer lichtbasierter Technologien für die Bekämpfung von Infektionskrankheiten, die beispielsweise durch Corona-Viren oder multiresistente Keime verursacht werden. In den kommenden Jahren werden parallel zur technologischen Infrastruktur die Managementstrukturen aufgebaut und die Planung für den Bau vorangetrieben. Das LPI wird bis zur Fertigstellung des Baus mit insgesamt 124 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Der Spatenstich soll im Frühjahr 2024 erfolgen – die Fertigstellung ist für 2027 geplant. Bis dahin werden bereits in fünf zusammenhängenden Projekten neuartige spektraloptische, bildgebende Technologien und chipbasierte Methoden etabliert. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Unsere gemeinsamen Anstrengungen gegen die Corona-Pandemie zeigen uns immer wieder, welche Innovationskraft im Forschungsstandort Deutschland steckt. Das Leibniz-Zentrum für Photonik in der Infektionsforschung wird mit Hilfe optischer Verfahren neue Wege in der Diagnostik und Behandlung von Infektionskrankheiten gehen, die zu deren Bekämpfung dringend benötigt werden. Von diesen wichtigen Entwicklungen für den Medizinstandort Deutschland werden viele Patientinnen und Patienten profitieren. Mit dem LPI schaffen wir zudem den Rahmen für das weltweit bisher einzigartige Zusammenspiel von exzellenter photonischer Forschung und innovativer Technik für modernste diagnostische Methoden und der direkten therapeutischen Anwendung am Patienten. Ich freue mich sehr, dass das Jenaer Zentrum nun in einem ersten von fünf Projekten innovative Bildgebungsplattformen etabliert, die Licht als Werkzeug zur Diagnostik von Infektionskrankheiten nutzen. Diese auf Künstlicher Intelligenz basierenden optischen Technologien fördern wir in diesem ersten Projekt mit rund 14 Millionen Euro.” Prof. Dr. Jürgen Popp, wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-IPHT und Sprecher des LPI, fügt hinzu: “Wir ergänzen State-of-the-Art-Technologien um neue photonische Verfahren, die es so heute noch nicht gibt. Den Nutzenden aus Wissenschaft und Wirtschaft steht somit das breite Spektrum einzigartiger lichtbasierter Methoden in Kombination mit sämtlichen verfügbaren Technologien zur Verfügung, um Lösungen für biomedizinische Fragestellungen umzusetzen. Wir rücken exzellente Forschung, Technologieentwicklung sowie den klinischen Alltag enger zueinander. So wird es das LPI auch kleinen und mittelständischen Unternehmen ermöglichen, schneller zu standardisierten Ergebnissen zu kommen. Denn es muss nicht jede kleine Firma das Rad neu erfinden.” Hintergrund: Das BMBF fördert das LPI zu 100 Prozent im Rahmen der Nationalen Roadmap für Forschungsinfrastrukturen mit insgesamt 124 Millionen Euro bis zur Fertigstellung des Baus. Partner des LPI sind das Leibniz-Institut für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT), das Universitätsklinikum Jena (UKJ), die Friedrich-Schiller-Universität Jena (FSU) und das Leibniz-Institut für Naturstoff-Forschung und Infektionsbiologie – Hans-Knöll-Institut (Leibniz-HKI). Mit dem aktuell begonnenen Projekt und einer Förderung von 13,7 Millionen Euro startet das LPI nun mit der Erforschung und Umsetzung photonischer Basistechnologien – also Methoden und Prozessen, welche Licht als Werkzeug nutzen – für das Zentrum. Diese bereits anwendungsnahen Lösungsansätze werden an den medizinischen Bedarf angepasst. Die diagnostischen Werkzeuge erlauben eine schnelle, zuverlässige und kultivierungsfreie Identifizierung der Erreger, der Resistenz sowie der Immunantwort. Parallel zu den inhaltlichen Aktivitäten beginnt die Planung des Baus durch das Universitätsklinikum Jena. Die Basistechnologien bilden künftig zusammen mit neuesten kommerziellen Technologien die herausragende Infrastruktur des LPI am Wissenschaftsstandort Jena. Das LPI wird für Forschung, Industrie und Medizin offenstehen. Die Entwicklung soll von der angewandten Forschung bis zur Marktreife reichen. Durch diesen umfassenden Ansatz können Lösungen für die Diagnose, Überwachung und Therapie von Infektionskrankheiten effizient in den medizinischen Alltag überführt werden. Das Ziel ist, dass dadurch wegweisende Erkenntnisse aus dem Labor schneller bei den Menschen ankommen. Als national und international offene Nutzerplattform für neuartige photonische Lösungen für die Infektionsforschung soll das LPI dazu beitragen, Forschungsergebnisse effizienter umzusetzen und Entwicklungszeiten zu verkürzen. Diagnoseverfahren und Therapien sollen so schneller verfügbar werden und damit früher zur Bekämpfung der Infektionen bei Patientinnen und Patienten ankommen. Weitere Informationen: www.lpi-jena.de Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Bundeskanzlerin und Bundesbildungsministerin betonen Bedeutung der Digitalisierung in der Bildung

22.02.2021 – 14:03

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Bundeskanzlerin und BMBF starten Initiative Digitale Bildung Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek haben die “Initiative Digitale Bildung” ins Leben gerufen. Ziel ist, die digitale Bildung in unserem Land weiter auszubauen und ihr einen deutlichen Schub zu geben. Die Pandemie hat klar gezeigt, welche hohe Bedeutung digitale Lehr- und Lernangebote haben können. Umso wichtiger ist es, das Lernen, Lehren und Ausbilden mit digitalen Angeboten weiterzuentwickeln und digitale Kompetenzen in der Breite zu stärken. Am heutigen Montag starten die Bundeskanzlerin und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die “Initiative Digitale Bildung” mit einer digitalen Auftaktveranstaltung. Bundeskanzlerin Merkel, Bundesministerin Karliczek und Staatsministerin Bär sprechen in dem Online-Dialog “#bildungdigital” gemeinsam mit Expertinnen und Experten über Perspektiven und Anforderungen an die Bildung in einer digitalen Welt. Hierzu erklärt Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel: “Seit einem Jahr ist unser Leben ein Leben im Zeichen der Pandemie. Unser Alltag hat sich gravierend verändert: die Kontaktbeschränkungen, die Sorgen um die eigene Gesundheit oder die von Verwandten, die eingeschränkte Freiheit, der Verzicht auf Reisen. Wir werden das alles eines Tages hinter uns lassen. Eins wird aber sicher bleiben: Unser Leben ist digitaler geworden. Kinder und Jugendliche sind jetzt über eine lange Strecke digital und zu Hause unterrichtet worden. Studierende lernen in virtuellen Hörsälen. Berufstätige diskutieren mit Kolleginnen und Kollegen von zu Hause aus über Videokonferenzen. Das alles ist aus der Krise dieser Pandemie geboren, aber wir können es auch als Rückenwind sehen. Rückenwind, den wir nutzen wollen, um der digitalen Bildung in Deutschland einen kräftigen Schub zu verleihen. Dazu habe ich gemeinsam mit Bildungsministerin Anja Karliczek die ‘Initiative Digitale Bildung’ ins Leben gerufen. Unser Ziel ist es, das Lernen mit digitalen Angeboten weiter zu verbessern und das Wissen über die wichtigsten Felder der Digitalisierung zu stärken. Und zwar für Menschen in jedem Alter und mit jeder Vorbildung. Es gibt schon heute sehr gute digitale Bildungsangebote. Mit einer Nationalen Bildungsplattform werden wir den Zugang dazu erleichtern. Es gibt erfolgreiche Lernansätze und sehr ermutigende innovative Ideen -ein Netzwerk für digitale Lernangebote soll sie sichtbar machen. Ein Grundverständnis für digitale Angebote und ein kompetenter Umgang mit ihnen – das wird immer wichtiger, nicht nur am Arbeitsplatz, sondern auch, um im Alltag gut zurechtzukommen. Deshalb sollen alle Menschen die Möglichkeit haben, digital dazuzulernen. Wir wissen, dass gerade viele ältere Menschen sich da mehr Hilfsangebote wünschen. Ich freue mich daher darüber, dass die Lern-App ‘Stadt/Land/DatenFluss’ zum Herunterladen bereitsteht. Die App wurde vom Volkshochschul-Verband entwickelt. Sie richtet sich an alle, die sich über das Thema Daten informieren und mehr über selbstbestimmte Datennutzung lernen möchten.” Bundesbildungsministerin Anja Karliczek erklärt: “Die digitale Welt muss immer mehr selbstverständlicher Teil unserer Bildung werden – so wie sie schon längst selbstverständlicher Teil unseres Alltags geworden ist. Daher wollen wir über die bisherigen Anstrengungen hinaus das tägliche Lernen, Unterrichten, Lehren und Ausbilden im deutschen Bildungssystem mit digitalen Bildungsangeboten über den gesamten Bildungsweg hinweg verbessern. Zentrales Ziel ist es, jede und jeden auf ihrem Bildungsweg zu fördern, damit sie in einer digital geprägten Welt selbstbestimmt handeln und am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben teilhaben können. Wir läuten jetzt eine weitere Phase in der Digitalisierung der Bildung ein. Die Veranstaltung ‘#bildungdigital’ an diesem Montag ist der Auftakt für die ‘Initiative Digitale Bildung’ von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und dem Bundesbildungsministerium. Gemeinsam werden wir weiter daran arbeiten, digitale Infrastrukturen aufzubauen und den Erwerb digitaler Kompetenzen für Lernende und Lehrende durch geeignete Inhalten und Werkzeugen zu fördern. Jede und jeder soll auf dem eigenen Bildungsweg maßgeschneiderte digitale Angebote der Aus- und Weiterbildung erhalten. Schüler, Auszubildende und Studierende, Lehrkräfte, Ausbilderinnen und Ausbilder, Lehrende, Beschäftigte und Selbstständige sollen digital kompetent werden können. Wir möchten, dass sie als selbstbestimmte Persönlichkeiten digitale Chancen verantwortungsbewusst nutzen, mit Risiken umgehen können und den digitalen Wandel sowie die damit verbundene gesellschaftliche Entwicklung mitgestalten. Die Einstellungen zur Digitalisierung der Bildung haben sich in den letzten Monaten gewandelt. Durch die Erfahrungen in der Corona-Krise ist jetzt überall klar, wie wichtig das Thema ist. Diesen Schwung müssen wir mitnehmen und intensivieren. Deshalb wollen wir ein Update unserer Programme starten. Auf der Veranstaltung ‘#bildungdigital’ werden dazu innovative Projekte vorgestellt. Ein zentrales Projekt der Initiative, das wir vorstellen werden, ist der Digitale Bildungsraum. Digitales Lernen kann nur in der Verbindung von Ausstattung, Konzept und Qualifizierung gelingen. Daher wollen wir die Vermittlung, den Erwerb und die Weiterentwicklung digitaler Kompetenzen in allen Bildungsbereichen und über alle Bildungsphasen in einem ‘Digitalen Bildungsraum’ vernetzen. Wir wollen bestehende und neue digitale Bildungsplattformen zu einem bundesweiten und europäisch anschlussfähigen Plattform-System verknüpfen. Kernelement ist die nationale Bildungsplattform. Sie muss zum Taktgeber werden für alle Bildungsbereiche. Ziel ist es, den Lernenden einen Bildungspfad zu eröffnen, der nicht auf eine Bildungseinrichtung oder einen Bildungsabschnitt begrenzt ist, sondern die gesamte Bildungskarriere unterstützt. Daher der zentrale Gedanke der Vernetzung. Dieses Projekt soll also keine neue Lernplattform im engeren Sinne sein. Das ist ein komplexes Projekt, dessen Umsetzung eine gewisse Zeit benötigen wird. Idealerweise sollten in den nächsten Jahren damit Jeder und Jede auf einfache Weise das für sich passende Angebot finden: Lehrer gutes digitales Unterrichtsmaterial und passende pädagogische Unterstützung, Arbeitnehmer Portale für die Weiterbildung, Ausbilder und Prüfer Beispiele guter Praxis und hilfreiche digitale Werkzeuge. Auch die Volkshochschulen werden vertreten sein. Zudem sollen die Bürgerinnen und Bürger hier ihre Bildungszertifikate – also Zeugnisse und Diplome – verschlüsselt und sicher ablegen können. Das ist ein großes Projekt für die Modernisierung der Bildung in den nächsten Jahren. Ein weiteres wichtiges Tool ist ‘SchulTransform’. Es richtet sich an die Schulen, die gerade mitten in der Digitalisierung stecken. Das Tool hilft zum Beispiel den Rektoren zu erkennen, welche Schritte bei der Digitalisierung zu beachten sind. Digitalisierung bedeutet mehr als nur die Einbindung von Technik. Wir wollen erreichen, dass die Schulen darüber untereinander Erfahrungen austauschen. Der künftige Digitale Bildungsraum muss insgesamt mehr durch Zusammenarbeit – Stichwort gemeinsame Standards und Verfahren – gekennzeichnet sein. Digitale Bildung ist heute so wichtig wie Lesen und Schreiben. Deshalb müssen schon junge Menschen den sinnvollen Umgang mit digitalen Medien lernen. Und deshalb engagieren wir uns als Bund auch heute schon so stark mit dem DigitalPakt Schule – sechseinhalb Milliarden Euro stellen wir für den Aufbau leistungsfähiger Infrastrukturen bereit! Die Digitalisierung ist ein gigantisches Modernisierungsprojekt für die Bildung. Wenn wir die digitalen Möglichkeiten richtig nutzen, können alle Lernenden individueller als bisher gefördert werden, gemäß ihren jeweiligen Bedürfnissen, ihrem jeweiligen Kenntnisstand und in der jeweils gewünschten Geschwindigkeit. Dabei gilt: Soziale Interaktion ist auch in der digitalen Welt wichtig – und möglich. Denn digitales Lernen führt zu völlig neuen Formen von Teamwork: im Klassenzimmer, im Hörsaal, an der Ausbildungsstätte, von zuhause aus. Auch wenn jedes Teammitglied sich an einem anderen Ort befindet, kann gemeinsam gearbeitet werden. Auch grenzüberschreitend. Und gleichzeitig ist uns bewusst: Je jünger die Lernenden sind, umso mehr gehört der persönliche Kontakt zu den Erfolgsfaktoren digitaler Bildung. Aber durch die Corona-Pandemie haben wir gelernt: Wir müssen digital gestützte Bildung ‘können’: Als Ergänzung von Präsenzlernen, aber im Notfall eben auch als Ersatz dafür.” Weitere Informationen Weitere Informationen zum Online-Dialog “#bildungdigital” finden Sie unter www.bmbf.de/bildungdigital Initiative Digitale Bildung – BMBF KI-Campus – Die Lernplattform für Künstliche Intelligenz: “KI-Campus – Die Lernplattform für Künstliche Intelligenz” – BMBF SchulTransform – Plattform zur digitalen Schultransformation Digital-Gipfel 2020: Vorstellung des Projektes Schultransform – BMBF Digitale Zukunft (bildung-forschung.digital) Innovationswettbewerb INVITE – Digitale Plattform berufliche Weiterbildung Innovationswettbewerb INVITE – BMBF Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Zukunftscluster sind die Innovationsregionen von morgen

03.02.2021 – 12:30

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) BMBF verkündet die Gewinner der ersten Runde des Wettbewerbs “Clusters4Future”/ Insgesamt bis zu 450 Millionen Euro für Innovationsnetzwerke Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat heute in Berlin die Sieger der ersten Runde des “Clusters4Future”-Wettbewerbs des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) bekanntgegeben. Sieben neue regionale Innovationsnetzwerke dürfen sich von nun an Zukunftscluster nennen. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Ich freue mich über die sieben erfolgreich ausgewählten Zukunftscluster. Mit ‘Clusters4Future’ wollen wir neue wissenschaftliche Erkenntnisse und junge Technologiefelder schnell in die wirtschaftliche Umsetzung bringen. Für mich ist entscheidend, dass wir sämtliches Potential in Deutschland für frische Ideen und vielversprechende Innovationen nutzen. Hierzu vereinen die neuen Zukunftscluster die Stärken einer ganzen Region und erschließen neue Innovationspotenziale. Damit tragen sie langfristig zu unserer technologischen Souveränität bei und sichern Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und Lebensqualität. Die Zukunftscluster sind Keimzellen für neue Geschäftsmodelle, für kreativwirtschaftliche Pionierlösungen, für soziale Innovationen, aber auch für organisatorische Lösungen und neue vernetzte Innovationsstrukturen für mehr Partizipation in der ganzen Gesellschaft! Die Innovationskraft eines solchen Clusters kann eine enorme wirtschaftliche Hebelwirkung erzeugen und das Leben und Arbeiten in einer ganzen Region nachhaltig prägen. Wir sehen dies etwa in der Biotechnologie in der Rhein-Main-Neckar-Region, wo auch das Unternehmen BioNTech beheimatet ist, das mit der Entwicklung seines Corona-Impfstoffs weltweit Menschen Hoffnung auf die Rückkehr in ein normales Leben gibt. Als Partner des Spitzenclusters CI3 profitierte das Unternehmen gerade in seiner Anfangsphase von den Strukturen eines starken regionalen Netzwerks und tut dies bis heute. Heute zeigt sich: Die starken Vernetzungsstrukturen der Cluster erweisen sich gerade in Krisenzeiten als besonders widerstandsfähig. Regionale Innovationsnetzwerke haben sich als Instrument der Forschungsförderung bewährt. Zukunftscluster sind die Innovationsregionen von morgen. Ich freue mich sehr, dass wir mit der nun erfolgten Auswahl der ersten sieben Zukunftscluster aus einem starken Bewerberfeld von 16 Finalisten die nächste Generation regionaler Innovationsnetzwerke starten. Deshalb fördern wir die Innovationsnetzwerke in den kommenden zehn Jahren im Rahmen von zwei Wettbewerbsrunden mit bis zu 450 Millionen Euro von Seiten des Bundes. Die Wirtschaft wird noch einmal Gelder in ähnlicher Höhe aktivieren, sodass die Zukunftscluster mit einer Gesamtförderung von bis zu einer Milliarde Euro rechnen dürfen.” Hintergrund Mit der ganz bewusst als themenoffenen Wettbewerb ausgelegten Zukunftscluster-Initiative (“Clusters4Future”) hat das BMBF im August 2019 unter dem Dach der Hightech-Strategie 2025 eine neue Flaggschiffmaßnahme zur Stärkung des Wissens- und Technologietransfers gestartet. Der Wettbewerb ist mehrstufig angelegt und findet in zwei Runden statt. Weitere Runden sind angedacht. Eine Wettbewerbsrunde startet zunächst mit einer halbjährigen Konzeptionsphase. Aus den besten Konzepten werden anschließend die Zukunftscluster ausgewählt. Diese können in bis zu drei Umsetzungsphasen über jeweils drei Jahre ihre Konzepte realisieren. Je Förderrunde sollen bis zu sieben Innovationsnetzwerke gefördert werden. Bei den nun ausgewählten sieben Zukunftsclustern handelt es sich um die Gewinner der ersten Förderrunde. Die neuen Cluster werden voraussichtlich ab Herbst 2021 in die erste von bis zu drei möglichen Umsetzungsphasen starten. Jede Umsetzungsphase umfasst dabei einen Zeitraum von drei Jahren und ist mit einer Förderung von jeweils bis zu 15 Millionen Euro verbunden. Folglich bietet sich für das ausgewählte Cluster im Falle positiver Evaluierungen gegen Ende der ersten und gegen Ende der zweiten Umsetzungsphase die Chance, in den kommenden neun Jahren insgesamt eine Förderung in Höhe von bis zu 45 Millionen Euro zu erhalten. Die heute bekanntgegebenen sieben Zukunftscluster wurden basierend auf der Empfehlung einer unabhängigen und hochrangigen Expertenjury unter der Leitung von Prof. Andreas Barner, Präsident des Stifterverbands der Deutschen Wissenschaft und Prof. Birgitta Wolff, ehem. Präsidentin der Goethe-Universität Frankfurt am Main, aus zuerst 137 eingereichten Wettbewerbsskizzen und schließlich aus 16 Clusterstrategien der in einer Konzeptionsphase geförderten Finalisten ausgewählt. In der zweiten Förderrunde sind noch bis zum 16. Februar 2021 Einreichungen von Ideenskizzen möglich. Die finale Auswahl der Zukunftscluster der 2. Runde ist im 1. Quartal 2022 vorgesehen. Das sind die Gewinner der 1. Runde im Kurzportrait: – Der Zukunftscluster M Cube aus München plant die Elektrifizierung und Automatisierung von Verkehrssystemen sowie die Entwicklung und Integration von zukunftsfähigen Mobilitätsoptionen im urbanen Umfeld. Dabei wird ein partizipativer Ansatz unter Einbezug von Bürgerinnen und Bürgern zur Gestaltung von Mobilitätsräumen am Beispiel der Metropolregion München verfolgt. Koordinierende Einrichtung: Technische Universität München, Sprecher: Herr Prof. Dr. Sebastian Pfotenhauer, Munich Center for Technology in Society – Im Fokus des Zukunftsclusters OTC_Rostock steht die nachhaltige Nutzung der Meere. Globale Problemfelder wie Energie, Ernährung oder Rohstoffgewinnung sollen aus Mecklenburg-Vorpommern mit innovativen Lösungen, u.a. für Offshore-Windkraft und automatisierte Unterwassertechnologien, bewältigt werden, um das fragile Gleichgewicht mariner Ökosysteme zu sichern. Koordinierende Einrichtung: Universität Rostock, Sprecher: Herr Prof. Dr. Udo Kragl, Prorektor für Forschung und Wissenstransfer – Der Zukunftscluster NeuroSys aus der Region Aachen erforscht lernfähige und energieeffiziente neuromorphe KI-Chips. Das Ziel dahinter ist, eine intelligente und ressourcenschonende Vor-Ort-Datenverarbeitung zu erlauben und damit eine wesentliche Voraussetzung für KI-Anwendungen zu schaffen. Koordinierende Einrichtung: RWTH Aachen University, Sprecher: Herr Prof. Dr.-Ing. Max Christian Lemme, Lehrstuhl für elektronische Bauelemente – Der Zukunftscluster ProxiDrugs aus der Rhein-Main Region nutzt die Forschungserkenntnisse zu der jungen Substanzklasse der proximity- (d. h. durch Nähe) induzierenden Wirkstoffe, die den gezielten Abbau von krankheitsrelevanten Proteinen erlaubt. Somit wird die Entwicklung vieler neuer Therapieoptionen, bspw. für onkologische, entzündliche, infektiöse, kardiovaskuläre und neurodegenerative Erkrankungen, eröffnet. Koordinierende Einrichtung: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sprecher: Herr Prof. Dr. Ivan Dikic, Institut für Biochemie II – Mit dem Zukunftscluster SaxoCell soll im Raum Dresden/Leipzig ein sächsisches Zentrum für Zell- und Gentherapie wachsen. Innovative “lebende Arzneimittel” werden mit dem Ziel erschlossen, eine breitere medizinische Anwendung und somit ein realistisches und tragbares Wirtschaftsmodell mit hohem Wertschöpfungspotenzial zu ermöglichen. Koordinierende Einrichtungen: (1) Technische Universität Dresden, Co-Sprecher: Herr Prof. Dr. Ezio Bonifacio, Center for Regenerative Therapies Dresden (CRTD) (2) Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie Leipzig (IZI) und Universität Leipzig, Instituts für Klinische Immunologie Co-Sprecherin: Frau Prof. Dr. Dr. Ulrike Köhl, – Der Zukunftscluster QSens aus der Region Stuttgart/Ulm erforscht innovative Quantensensoren, die bisher unerreichte Empfindlichkeit und räumliche Auflösung realisieren können. Dafür wird der Aufbau eines regionalen Innovationsökosystems angestrebt, das die hohe Einstiegshürde für die zunehmende Nutzung der Quantentechnologien deutlich reduziert. Koordinierende Einrichtung: Universität Stuttgart, Sprecher: Herr Prof. Dr. Jens Anders, Institut für Intelligente Sensorik und Theoretische Elektrotechnik – Der Zukunftscluster Wasserstoff beabsichtigt, die bereits vorhandene starke Expertise im Bereich der Wasserstofftechnologie im Raum Aachen und Jülich zu bündeln. Durch die Hinzuziehung weiterer Akteure aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft soll der gesamte Wasserstoff-Lebenszyklus – von der Erzeugung über die Speicherung bis hin zur Nutzung – betrachtet werden. Koordinierende Einrichtung: RWTH Aachen University, Sprecher: Herr Prof. Dr.-Ing. Stefan Pischinger, Lehrstuhl für Verbrennungskraftmaschinen (VKA) Weiterführende Informationen zu Clusters4Future unter: https://www.bmbf.de/de/zukunftscluster-initiative-9195.html https://www.clusters4future.de/ Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Wir müssen weltweit und entschieden auf die COVID-19-Pandemie reagieren

27.01.2021 – 16:14

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Die Empfehlungen der OECD für die deutsche Forschungs- und Innovationspolitik formulieren Chancen und Wege aus der Krise Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat am 12. Januar 2021 den alle zwei Jahre erscheinenden Überblick zu den wichtigsten Trends und Themen der Forschungs- und Innovationspolitik in den OECD-Mitgliedsstaaten und weiteren Ländern veröffentlicht. Dieses Jahr wurde ein Schwerpunkt auf die aktuellen Auswirkungen und Maßnahmen im Zuge der Corona-Pandemie gelegt. Deutschland sollte nach den Empfehlungen der OECD die Digitalisierung weiter vorantreiben und gezielter disruptive Innovationen fördern. Darüber hinaus sollte Deutschland seinen Einsatz für die internationale Zusammenarbeit bei globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel und dem Schutz der internationalen Forschungsfreiheit fortsetzen. Die Empfehlungen der OECD wurden heute von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Verbänden auf einer virtuellen Veranstaltung im OECD Berlin Centre anlässlich des Erscheinens des diesjährigen OECD Wissenschafts- und Innovationsausblicks (“OECD STI Outlook 2021”) diskutiert. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Die OECD liefert in ihrem neuen Wissenschafts- und Innovationsausblick wichtige Fakten zur Entwicklung von Wissenschaft und Forschung unter dem Einfluss der Corona-Krise. Ein zentrales Ergebnis ist, dass weltweit schnell und entschieden auf die COVID-19 Pandemie reagiert wurde. Gleichzeitig weist die OECD darauf hin, dass die Pandemie die Forschungs- und Innovationssysteme aber teilweise auch bis an ihre Grenzen gebracht und Lücken und Schwachstellen aufgedeckt habe. Dies gelte es nun als Chance für Schritte in Richtung einer nachhaltigen und integrativen Zukunft zu nutzen. Die Empfehlungen der OECD stehen im Einklang mit den Zielen der Forschungs- und Innovationspolitik des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Wir haben als Antwort auf die Corona-Krise im Konjunktur- und Zukunftspaket der Bundesregierung bereits klare Schwerpunkte gesetzt. Wir investieren rund 60 Milliarden Euro in Bildung und Zukunftstechnologien. Sehr rasch zur Verfügung gestellte Fördermittel für die Entwicklungen von Impfstoffen gehören ebenso zu den wichtigen Maßnahmen wie die Unterstützung von Schülerinnen und Schülern, Studierenden, Auszubildenden und Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern. Auch zahlreiche Vorhaben, die nicht unmittelbar der Bewältigung der Krise dienen, sondern der Stärkung von Resilienz und Nachhaltigkeit sind darunter, wie hohe Investitionen in KI und Quantentechnologien oder in die Grüne Wasserstofftechnologie. Insbesondere in den wichtigen Zukunftsbereichen Klimaschutz, Energiewende, Mobilität und Digitalisierung haben wir große Herausforderungen in den nächsten Jahren zu bewältigen. Die zusätzlichen Investitionen werden mittel- und langfristig dazu beitragen, die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft zu stärken und damit Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern. Auch in den weiteren Punkten der OECD-Empfehlungen besteht hohe Übereinstimmung mit den Maßnahmen, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung bereits ergriffen hat. Auf europäischer Ebene hat Deutschland zusammen mit den EU-Mitgliedstaaten mit der Bonner Erklärung zur Forschungsfreiheit einen wichtigen Prozess zum Erhalt und zur Stärkung der Freiheit von Forschung angestoßen. Die Verabschiedung und Unterzeichnung der Erklärung, die auch international von Partnern außerhalb Europas unterstützt wird, war ein zentraler Meilenstein der deutschen Ratspräsidentschaft hin zu einem dynamischeren Europäischen Forschungsraum.” Hintergrund: Die OECD ist eine internationale Organisation mit 37 Mitgliedstaaten. Das Ziel der OECD ist es, eine Politik zu befördern, die das Leben der Menschen weltweit in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht verbessert. Als Plattform für internationalen, strategischen Informations- und Erfahrungsaustausch entwickelt die OECD weltweit anerkannte Indikatoren und setzt globale Standards, zum Beispiel durch Kompetenzmessungen wie mit der PISA-Studie. Deutschland ist aufgrund seiner Wirtschaftskraft ein wichtiger Mitgliedsstaat der OECD. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung vertritt Deutschland in den regelmäßig tagenden OECD-Ausschüssen und Arbeitsgruppen im Bildungs- und Forschungsbereich. Das OECD Berlin Centre ist die Vertretung der OECD für den deutschsprachigen Raum. Weitere Informationen: https://www.oecd.org/sti/science-technology-innovation-outlook/ https:/www.wasserstoff-leitprojekte.de/ https://ots.de/30j9Tq https://www.sprind.org/de/ https://ots.de/LyIWlF https://www.oecd.org/berlin/dasoecdberlincentre.htm Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: In unseren Schulen die deutsch-französische Freundschaft pflegen

21.01.2021 – 15:26

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Bundesbildungsministerin Karliczek trifft am Deutsch-Französischen Tag gemeinsam Schulklassen aus Deutschland und Frankreich virtuell Am morgigen Freitag findet der Deutsch-Französische Tag statt. Dieser Tag ist vor allem in den Bildungseinrichtungen der beiden Länder den deutsch-französischen Beziehungen gewidmet. An diesem Tag bieten Institutionen, Behörden und Unternehmen Jugendlichen Einblick in ihren Arbeitsalltag und ihre Erfahrungen mit dem Partnerland. Aus diesem Anlass wird die Bundesbildungsministerin in einer Videokonferenz mit Schülerinnen und Schülern der 10. Klasse aus Deutschland und aus Frankreich zusammenkommen und mit ihnen über die Zukunft der deutsch-französischen Freundschaft diskutieren. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: “Ich freue mich darauf, den morgigen Deutsch-Französischen Tag mit einem Deutsch-Französischen Entdeckungstag zu feiern und mit Schülerinnen und Schülern aus Deutschland und Frankreich virtuell zusammen zu kommen. Wir wollen uns gemeinsam darüber austauschen, wie unsere beiden Länder aus Sicht der Jugendlichen noch enger zusammenwachsen können. Ich finde es sehr wichtig, dass sich Schülerinnen und Schüler über das jeweilige Partnerland informieren. Denn damit wird der Grundstein für eine gute Beziehung zwischen unseren beiden Ländern auch für die Zukunft gelegt. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig, zum Beispiel über einen Schüleraustausch, ein Praktikum oder ein Studium im Nachbarland. Deshalb wollen wir den Jugendlichen einen Einblick in die hervorragende Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich geben, die wir im Bundesministerium für Bildung Forschung seit vielen Jahrzehnten erfolgreich leben. Wir unterstützen mit unseren Programmen zum Beispiel Lernaufenthalte in der beruflichen Bildung und die Vernetzung von Schulen. Frankreich ist dabei eines der wichtigsten Partnerländer. Unsere Verbundenheit zu Frankreich hat eine lange Tradition. Besonders gefreut hat mich das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, in Auftrag gegeben von der Deutschen Botschaft in Paris: Deutschland genießt in Frankreich ein ausgesprochen positives Image. Die Ergebnisse haben aber auch gezeigt, dass es vielen Menschen in Frankreich an Wissen zu Deutschland fehlt. Deswegen sind es Begegnungen wie die am Deutsch-Französischen Tag, die eine ideale Gelegenheit bieten, Schülerinnen und Schüler aus Deutschland und Frankreich noch enger zusammenzubringen – auch wenn das in Pandemiezeiten leider nur virtuell möglich ist.” Hintergrund: Der Deutsch-Französische Tag wurde 2003 im Rahmen zum 40. Jahrestag des Elysée-Vertrags geschaffen. Das am 22. Januar jedes Jahres stattfindende Ereignis soll an die deutsch-französische Freundschaft erinnern und vor allem in Bildungseinrichtungen beider Länder die bilateralen Beziehungen thematisieren und die Jugend mit dem jeweiligen Nachbarland bekannt machen. Beim Entdeckungstag des Deutsch-Französischen Jugendwerks können sich Jugendliche bei deutschen und französischen Institutionen informieren und sich im direkten Gespräch mit deren Vertreterinnen und Vertretern über die Zusammenarbeit mit dem Partnerland austauschen. Der deutsch-französische Entdeckungstag wurde 2006 auf Initiative der deutschen und französischen Regierung ins Leben gerufen und wird vom Deutsch-französischen Jugendwerk begleitet. Institutionen, Behörden und Unternehmen bieten Jugendlichen Einblick in ihren Arbeitsalltag und ihre Erfahrungen mit dem Partnerland. Der Entdeckungstag dient auch der Sensibilisierung von Jugendlichen, sich für das Partnerland im Hinblick auf ihre beruflichen Perspektiven und ihre Motivation zum Spracherwerb zu öffnen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) beteiligt sich seit mehreren Jahren regelmäßig an den Entdeckungstagen. Das BMBF unterstützt seit vielen Jahren Mobilitäten, Lernaufenthalte in der beruflichen Bildung und die Vernetzung von Schulen. So fördert die Deutsch-Französische Agentur für den Austausch in der beruflichen Bildung – ProTandem seit 1980 berufliche Austausche von Jugendlichen und Erwachsenen mit jährlich rund 2.500 Teilnehmenden in über 50 Berufsgruppen. 2017 erreichte ProTandem den 100.000. Teilnehmenden des Austauschprogramms, 2019 konnten insgesamt 2.434 Teilnehmende gefördert werden. Der Austausch bietet einen Sprachkurs gepaart mit kulturellen Aktivitäten sowie eine Praxisphase in den Betrieben. Mit dem Programm Erasmus+ verbindet das eTwinning-Programm Schulen sowie vorschulische Einrichtungen in Europa für gemeinsame Lernaktivitäten. Auch deutsche Einrichtungen können miteinander kooperieren. Zurzeit nehmen ca. 890.000 Lehrer und 217.000 Schulen an e-Twinning teil. Über die Plattform wurden bereits ca. 117.000 Projekte durchgeführt. 2018 wurden 128.000 Schülerinnen und Schülern und 25.000 Lehrerinnen und Lehrern eine Mobilität ermöglicht. Weitere Informationen: https://ots.de/WdPshB https://www.france-allemagne.fr/Deutsch-Franzosischer-Tag,1342.html https://www.dfjw.org/programme-aus-und-fortbildungen/entdeckungstag.html https://www.france-allemagne.fr/82-Prozent-der-Franzosen-haben-ein,6513.html https://ots.de/tsyUm7 https://protandem.org/ https://www.etwinning.net/de/pub/index.htm https://www.na-bibb.de/erasmus-berufsbildung/ Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: “Wir wollen die Bürgerforschung in Deutschland nachhaltig im Wissenschaftssystem verankern”

20.01.2021 – 11:05

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Bundesforschungsministerium fördert 15 neue Citizen Science-Projekte Mitte Januar sind die ersten der insgesamt 15 Citizen Science-Projekte gestartet, die das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über eine Laufzeit bis zu vier Jahren fördert. Bei Projekten der Bürgerforschung werden Bürgerinnen und Bürger selbst zu Forschenden, indem sie ihre Expertise und ihr Erfahrungswissen einbringen. Dabei erfahren sie aus erster Hand, wie Wissenschaft funktioniert. Gleichzeitig erhält die Wissenschaft Zugang zu neuen Ideen, Perspektiven und Daten. Zudem wird der Wissenstransfer in die Gesellschaft beschleunigt. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Gerade in Zeiten der COVID-19 Pandemie zeigt sich, wie wichtig und ertragreich eine stabile Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Gesellschaft sein kann. Das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an Wissenschaft und Forschung war noch nie so groß wie jetzt. Mit unserer neuen Förderung soll die Bürgerforschung weiter ausgebaut und die Zusammenarbeit von wissenschaftlichen Einrichtungen mit zivilgesellschaftlichen Organisationen gestärkt werden. Dazu gehen in diesem Monat 15 neue Projekte mit einem Gesamtvolumen von neun Millionen Euro an den Start. Die Projekte bieten eine bunte Bandbreite: Die Bürgerinnen und Bürger analysieren zusammen mit der Wissenschaft den Permafrost anhand von Aufnahmen aus der Arktis, erarbeiten neue Erkenntnisse zu seltenen Krankheiten oder untersuchen Geschichtsbilder in den Sozialen Medien. Ich freue mich sehr, dass bei den ausgewählten Projekten viele unterschiedliche Akteure aus zivilgesellschaftlichen Organisationen als Projektleiter und Projektpartner dabei sind und wir somit einen weiteren Schritt hin zu einer nachhaltigen Verankerung der Bürgerforschung in Wissenschaft und Gesellschaft gehen können.” Eine elfköpfige Expertenjury hat dem BMBF die ausgewählten Projekte empfohlen, die ersten Projekte haben am 15. Januar mit ihrer Arbeit begonnen. “Uns hat die thematische Vielfalt der eingereichten Projektideen begeistert”, sagt Prof. Ortwin Renn, Juryvorsitzender. “Es zeigt uns, dass Bürgerforschung als Forschungsansatz in vielen wissenschaftlichen Disziplinen angekommen ist und auch die klassische Forschung qualitativ bereichert”. Hintergrund: Bei der aktuellen Förderrichtlinie konnten sich zivilgesellschaftliche Organisationen erstmals als Projektkoordinatoren bewerben. Außerdem wurde der Förderzeitraum der Projekte auf bis zu vier Jahre ausgeweitet. Denn Kooperationen zwischen Wissenschaft und Zivilgesellschaft brauchen eine stabile Basis und Zeit, um nötige Strukturen der Zusammenarbeit aufzubauen. Um die Bürgerforschung weiter zu entwickeln und nachhaltig im Wissenschaftssystem zu verankern, hat das BMBF eine Begleitforschung zur Förderrichtlinie beauftragt. In den kommenden vier Jahren wird die technopolis Group die bisherigen Förderaktivitäten des BMBF zur Stärkung der Bürgerforschung analysieren und die Auswirkungen von bürgerwissenschaftlichen Projekten in der wissenschaftlichen Praxis, in den Strukturen der beteiligten Institutionen, bei den beteiligten Bürgerforscherinnen und Bürgerforschern und den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern untersuchen. Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/de/buergerforschung-225.html https://www.bmbf.de/de/wissenschaftskommunikation-und-buergerbeteiligung-12531.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Neue Innovationen zum Erhalt der Artenvielfalt

14.01.2021 – 09:08

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) Konferenz zum Erhalt der Artenvielfalt stellt neue Forschungsprojekte vor Bundesforschungsministerin Anja Karliczek eröffnet heute virtuell die nationale Kick-off-Konferenz zur Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt. Die Konferenz findet am 14. und 15. Januar statt. Gemeinsam mit Professor Mosbrugger, Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Forschungsinitiative, zieht sie eine Zwischenbilanz zu den Forschungsinnovationen, die in dieser Initiative zum Schutz der Biodiversität bereits auf den Weg gebracht wurden. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Artenvielfalt ist unsere Lebensgrundlage. Für ihren Schutz haben wir im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) deshalb vor zwei Jahren die Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt ins Leben gerufen. Für die Initiative stellt das BMBF in den kommenden Jahren bis zu 200 Millionen Euro zur Verfügung. Damit fördern wir die wissenschaftliche Untersuchung der Biodiversität in Deutschland und unterstützen die Entwicklung neuer, effektiver Artenschutzmaßnahmen. Nicht zuletzt der Verlust von Lebensräumen hat in unserem Zeitalter zu einem massiven Rückgang an biologischer Vielfalt geführt. Wir haben daher Expertinnen und Experten gefragt, an welchen Stellschrauben wir ansetzen müssen, um in unserer Heimat eine Trendwende einzuleiten. Ich freue mich, dass es unseren Expertinnen und Experten gelungen ist, trotz der schwierigen Rahmenbedingungen aufgrund der COVID-19-Pandemie schon wichtige Impulse zu setzen. Auf der Kick-off-Konferenz heute und morgen stellen wir die bislang gestarteten Projekte der Öffentlichkeit vor. Das Projekt AMMOD wird es uns zum Beispiel erlauben, die Erfassung der Artenvielfalt stärker zu automatisieren. Künstliche Intelligenz wird hierbei eine zentrale Rolle spielen. Die Ursachen, Dynamiken und Folgen von Biodiversitätsveränderungen betrachten wir großflächig in Projekten wie dem Forschungsverbund FEdA-Faktencheck und kleinräumig im Bezug auf Insekten in Naturschutzgebieten im Projekt DINA. In der Fördermaßnahme namens BiodiWert zur Wertschätzung und Sicherung von Biodiversität in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft entwickeln wir neue Ansätze dafür, dem Verlust der Biodiversität entgegenzuwirken. In der zweiten Jahreshälfte werden nun die innovativsten und erfolgversprechendsten Forschungskonzepte aus der Fördermaßnahme umgesetzt – gemeinsam mit Partnern aus Industrie, Handel, Landwirtschaft, Kommunen und öffentlicher Verwaltung sowie der Zivilgesellschaft. Denn um einen tatsächlichen Wandel beim Erhalt der Artenvielfalt zu vollziehen, sind wir alle gefragt. Artenschutz ist unsere beste Zukunftsvorsorge.” Hintergrund: Der 2019 vorgelegte Bericht des Weltbiodiversitätsrates IPBES macht deutlich, dass eine Million Arten vom Aussterben bedroht sind. Allein bei über 70 Prozent unserer heimischen Pflanzen wurden in den letzten 60 Jahren deutschlandweit Rückgänge festgestellt. 30 Prozent unserer Säugetiere sind bestandsgefährdet. Die Schwerpunkte der BMBF-Forschungsinitiative zum Erhalt der Artenvielfalt bauen auf den Empfehlungen eines Kreises renommierter Biodiversitätsforscherinnen und -forscher auf (“Frankfurter Erklärung”). Die Initiative ist im BMBF-Rahmenprogramm Forschung für Nachhaltige Entwicklung – FONA eingebettet und trägt zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt sowie zur Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung bei. Weitere Informationen: https://www.feda.bio/de/ https://www.fona.de/de/massnahmen/foerdermassnahmen/ammod.php https://ots.de/cuNZ3P https://www.fona.de/de/wertschaetzung-und-sicherung-von-biodiversitaet- Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Neue Leitprojekte sind Innovationsbeschleuniger für Wasserstofftechnologien in Deutschland

13.01.2021 – 12:34

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Berlin (ots) BMBF bringt Schlüsselprojekte aus dem Zukunftspaket zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie auf den Weg Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) hat heute in Berlin drei großangelegte Leitprojekte zur Entwicklung einer Grünen Wasserstoffwirtschaft vorgestellt. Sie sind das Ergebnis des im Juni 2020 gestarteten BMBF-Ideenwettbewerbs “Wasserstoffrepublik Deutschland”. Die Leitprojekte werden dazu beitragen, Lösungen für die Überwindung von heute noch bestehenden technologischen Hürden beim Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft zu finden. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Ich sehe im Grünen Wasserstoff eine innovations- und industriepolitische Jahrhundertchance für Deutschland. Wir wollen unser Land zum Leitmarkt und globalen Leitanbieter für Wasserstofftechnologien machen. Ich gebe heute mit unseren drei Wasserstoff-Leitprojekten den Startschuss für eine Initiative der Superlative, die große Hürden beim Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft aus dem Weg räumen soll. Bis jetzt haben sich in die drei Konsortien über 230 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft eingebracht. Sie kommen aus allen 16 Bundesländern. Dabei arbeiten schon im vorwettbewerblichen Bereich Unternehmen zusammen, die sonst im direkten Wettbewerb zueinander stehen. Das unterstreicht eindrucksvoll die zentrale Rolle der Forschungsförderung des Bundesforschungsministeriums als Innovationstreiber! Die Unternehmen haben erkannt, dass sie bei aller Konkurrenz bestimmte Probleme am besten gemeinsam lösen – dabei können sie in Deutschland auf eine weltweit führende Wasserstoffforschung als leistungsfähigen Partner bauen. Bis 2025 stellen wir für die Leitprojekte 700 Millionen Euro aus dem Zukunftspaket der Bundesregierung bereit. Das macht die Vorhaben zu einer der größten Initiativen des Bundesforschungsministeriums in den vergangenen Jahren. Wir setzen mit ganzer Kraft auf Forschung und Entwicklung, um unser Land nachhaltig aufzustellen und die technologische Souveränität der Europäischen Union auf einem zentralen Zukunftsfeld zu stärken.” Dr. Stefan Kaufmann MdB, Innovationsbeauftragter “Grüner Wasserstoff”, ergänzt: “Eine schlagkräftige, innovative und weltweit führende Industrie rund um die Erzeugung, den Transport und die Weiterverarbeitung von Grünem Wasserstoff ist ein Schlüsselbaustein für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschlands. Unser Land kann zum Antreiber und zum Ausstatter einer globalen Grünen Wasserstoffwirtschaft werden. Wir haben vielleicht nicht so viel Wind und Sonne wie andere Länder – dafür aber das Know-How, ein nachhaltiges, sicheres und leistungsfähiges Energiesystem der Zukunft zu bauen. Die Aufbruchsstimmung bei Grünem Wasserstoff ist weltweit enorm. Der internationale Wettbewerb bei Forschung und Innovation zieht spürbar an. Hier gilt es, bei diesem Marathonlauf in der weltweiten Spitzengruppe zu bleiben. Diesen Führungsanspruch untermauern wir mit den Leitprojekten, die die wissenschaftliche Exzellenz des Innovationslands Deutschland in Wissenschaft und Wirtschaft bei Grünem Wasserstoff bündeln. Zudem zeigen wir mit den Leitprojekten zu Jahresbeginn, dass wir die Zukunftsgestaltung für das Innovationsland Deutschland bei allem tagesaktuellen Krisenmanagement kraftvoll vorantreiben.” Hintergrund: Mit der Auslobung des Ideenwettbewerbs “Wasserstoffrepublik Deutschland” hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im vergangenen Jahr den Einstieg Deutschlands in die Grüne Wasserstoffwirtschaft vorangebracht. Drei Leitprojekte sind aus dem Wettbewerb hervorgegangen, die nun von einer externen Gutachterkommission zur Förderung empfohlen worden sind. Hierfür wird das BMBF bis 2025 700 Millionen Euro aus dem Konjunkturpaket bereitstellen. Auf Grundlage der eingegangenen Ideen und Vorschläge wurden drei industriegeführte Konsortien zu zentralen Herausforderungen der grünen Wasserstoffwirtschaft formiert: – Das Leitprojekt H2Giga widmet sich den Technologien für eine serienmäßige Herstellung von Wasser-Elektrolyseuren.
– Das Leitprojekt H2Mare erforscht Möglichkeiten, Wasserstoff und seine Folgeprodukte direkt auf See mithilfe von Windrädern zu produzieren.
– Das Leitprojekt TransHyDE entwickelt, bewertet und demonstriert Technologien zum Wasserstoff-Transport. Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Für eine gute frühe MINT-Bildung in Deutschland – BMBF fördert das “Haus der kleinen Forscher” institutionell

07.01.2021 – 09:31

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Bund finanziert Bildungsinitiative ab Januar 2021 dauerhaft mit 11,9 Millionen Euro pro Jahr Die Stiftung “Haus der kleinen Forscher” wird seit dem 1. Januar 2021 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) institutionell gefördert. Mit dieser dauerhaften Förderung erhält die Stiftung 11,9 Millionen Euro pro Jahr aus Bundesmitteln. Hierzu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek, Schirmherrin der Stiftung “Haus der kleinen Forscher”: “Unsere Kinder brauchen eine gute Bildung – von Anfang an! Denn die Grundlagen für eine erfolgreiche Bildungsbiographie werden bereits in der frühen Kindheit gelegt. Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas unseres Landes sowie Grundschullehrkräfte leisten mit ihrer pädagogischen Arbeit tagtäglich einen ganz wichtigen Beitrag für gute Entwicklungs- und Teilhabechancen von Mädchen und Jungen. Seit 15 Jahren werden sie dabei von der Stiftung ‘Haus der kleinen Forscher’ mit einem umfangreichen Fortbildungsprogramm im MINT-Bereich, also in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, unterstützt. Und nur, wenn wir Kindern schon früh MINT-Kompetenzen mit auf den Weg geben, werden sie später in der Lage sein, den großen Herausforderungen unserer Zeit, wie dem Klimawandel, zu begegnen oder die Digitalisierung erfolgreich zu gestalten. Ich freue mich sehr, dass es uns nun gelungen ist, die frühe MINT-Bildung in Deutschland mit der institutionellen Förderung der Stiftung langfristig auf eine solide Grundlage zu stellen. Damit geben wir der Stiftung eine verlässliche Planungsperspektive!” Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Vorsitzender des Stiftungsrats, ergänzt: “Das einzigartige und innovative Fortbildungsangebot der Stiftung ‘Haus der kleinen Forscher’ ist nun langfristig gesichert. Diese Entscheidung des BMBF ist eine historische! Noch nie zuvor ist eine Bildungsinitiative der Bundesrepublik institutionell gefördert worden. Das ist ein starkes Zeichen für MINT-Bildung für nachhaltige Entwicklung. Es zeigt, wie wichtig der Bundesregierung die Kitas, Horte und Grundschulen im Land sind. Deren Qualität als Bildungseinrichtungen steht und fällt mit der Qualifikation der Fach- und Lehrkräfte.” Hintergrund: Die Stiftung “Haus der kleinen Forscher” bildet pädagogische Fach- und Lehrkräfte fort, mit dem Ziel, sie zum entdeckend-forschenden Lernen mit Kindern in der Altersgruppe der Drei- bis Zehnjährigen zu befähigen. Mit der neuen Finanzierungsstruktur wird die Stiftung nun institutionell und langfristig mit Bundesmitteln gefördert. In den vergangenen 15 Jahren hat die Stiftung ein deutschlandweites Netzwerk aus über 200 Kooperationspartnern aufgebaut, die das Bildungsangebot regional verankert anbieten und Fortbildungen für pädagogische Fach- und Lehrkräfte organisieren. Einen weiteren zentralen Pfeiler der Stiftungsarbeit bildet die Partnerschaft mit wichtigen Stiftungen der Republik – der Siemens Stiftung, der Dietmar Hopp Stiftung, der Dieter Schwarz Stiftung und seit dem 1. Januar 2021 der Friede Springer Stiftung. Darüber hinaus arbeitet das “Haus der kleinen Forscher” mit vielen Landesbildungsministerien zusammen. Das BMBF legt großen Wert darauf, dass auch künftig Stiftungen, Bundesländer und weitere Partner sowohl mit finanzieller als auch mit inhaltlicher Unterstützung zur zukünftigen Entwicklung der Stiftung “Haus der kleinen Forscher” beitragen. Weitere Informationen: www.haus-der-kleinen-forscher.de www.bmbf.de/de/fruehe-foerderung-67.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Prof. Bühler ist eine weitere starke Stimme aus der Wissenschaft für den Nationalen Wasserstoffrat

06.01.2021 – 13:13

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Helmholtz-Wissenschaftlerin Prof. Dr. Katja Bühler vom Kabinett in den Nationalen Wasserstoffrat berufen Das Bundeskabinett hat Prof. Dr Katja Bühler in seiner heutigen Sitzung in den Nationalen Wasserstoffrat berufen. Sie folgt auf Prof. Dr. Maja Göpel, die mit Übernahme des Amtes der Wissenschaftlichen Direktorin des New Institute Hamburg ihren Rückzug aus dem Nationalen Wasserstoffrat erklärt hat. Anlässlich der Berufung von Katja Bühler erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Mit der Berufung von Prof. Bühler durch das Bundeskabinett erhält der Nationale Wasserstoffrat eine weitere starke Stimme aus der Wissenschaft und eine wichtige Perspektive in Sachen Biotechnologie. Grüner Wasserstoff ist ein Schlüsselbaustein bei Energiewende und Klimaschutz – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Das macht Lösungen rund um grünen Wasserstoff zu einem potentiell gigantischen Zukunftsmarkt für deutsche Technologieanbieter. Damit Deutschland zum Leitmarkt und Leitanbieter für grüne Wasserstofftechnologien wird, müssen wir frühzeitig die nächste und übernächste Technologiegeneration in den Blick nehmen. Dazu gehören auch biotechnologische Ansätze. Von dezentralen Hausdachanlagen bis hin zu zukunftsweisenden Lösungen für die Chemie 4.0 – biobasierte Verfahren, um Wasserstoff, synthetische Kraftstoffe oder Spezialchemikalien direkt aus Licht, CO2 und Wasser zu erzeugen, könnten vielversprechende Optionen für eine klimaneutrale Wirtschaft werden. Frau Professorin Bühler ist auf diesem Gebiet eine ausgewiesene Expertin. Ihre Berufung ist auch eine Auszeichnung für das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig (UFZ) als ein weltweit führendes Forschungszentrum bei der biotechnologischen Gewinnung von Wasserstoff. Für ihre Arbeit im Nationalen Wasserstoffrat wünsche ich Frau Professorin Bühler alles Gute!” Hintergrund: Mit dem Beschluss der Nationalen Wasserstoffstrategie am 10. Juni 2020 hat die Bundesregierung die Einrichtung des Nationalen Wasserstoffrates beschlossen. Der Nationale Wasserstoffrat besteht aus 26 Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Aufgabe des Nationalen Wasserstoffrats ist es, die Bundesregierung durch Vorschläge und Handlungsempfehlungen bei der Umsetzung und Weiterentwicklung der Wasserstoffstrategie zu beraten und zu unterstützen. Nationale Wasserstoffstrategie: https://www.bmbf.de/files/die-nationale-wasserstoffstrategie.pdf Mitglieder des NWR: https://www.bmbf.de/files/116_20_Liste_Mitglieder_Nationaler%20Wasserstoffrat.pdf Prof. Dr. Katja Bühler Prof. Katja Bühler ist seit Dezember 2015 Inhaberin der Professur für die Technologie produktiver Biofilme an der TU Dresden in gemeinsamer Berufung mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung UFZ in Leipzig. Zuvor war sie Gruppenleiterin für “Technische Enzymologie” am Lehrstuhl für Chemische Biotechnologie an der TU Dortmund. Frau Prof. Bühler befasst sich insbesondere mit der biotechnologischen Gewinnung von Wasserstoff mittels Bakterien (so genannter weißer Wasserstoff) als vielversprechende Ergänzung zu heutigen Herstellungsverfahren von grünem Wasserstoff, der per Elektrolyse auf der Grundlage von Solar- oder Windenergie gebildet wird. Webseite: https://www.ufz.de/index.php?en=42440 Frau Bühler im Video-Porträt: https://www.youtube.com/watch?v=f7qsH7FunOY Helmholtz Zentrum für Umweltforschung (UFZ) Im Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) erforschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Ursachen und Folgen der Veränderungen der Umwelt und erarbeiten Lösungsoptionen. In sechs Themenbereichen befassen sich rund 1.100 Mitarbeitende an den Standorten Leipzig, Halle und Magdeburg mit Wasserressourcen, Ökosystemen der Zukunft, Umwelt- und Biotechnologien, Chemikalien in der Umwelt, Modellierung und sozialwissenschaftlichen Fragestellungen. Eine Kernkompetenz des UFZ ist die strategisch verzahnte Biotechnologie, Bioverfahrenstechnik, Biochemie und Prozessentwicklung zur Produktion von Wasserstoff. Die Forschung am UFZ umfasst die Bildung von Wasserstoff aus Licht, CO2 und Wasser, aus Biomasse, aus Wasser mittels Energiezufuhr durch Radiowellen sowie Untersuchungen zur Reinigung und unterirdischen Speicherung von Wasserstoff. Webseite: www.ufz.de Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Weiterer Schub für COVID-19-Medikamentenforschung

06.01.2021 – 12:10

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Therapeutika werden weiter notwendig sein Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat an diesem Mittwoch eine neue Förderbekanntmachung zur Entwicklung von Medikamenten und anderen Therapeutika gegen COVID-19 veröffentlicht. Das Programm mit einem Volumen von zunächst 50 Millionen Euro hat das Ziel, die klinische Entwicklung zu unterstützen, also die Phase, in der die Sicherheit und Wirksamkeit eines neuen Therapeutikums klinisch geprüft wird. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Neben der Verfügbarkeit von Impfstoffen sind sichere und wirksame Therapeutika gegen SARS-CoV-2 entscheidend, um die Pandemie bewältigen zu können. Nachdem das BMBF die Entwicklung von neuen Behandlungsmöglichkeiten bereits seit dem Frühjahr 2020 fördert, möchte ich nun die Unterstützung auf diesem Gebiet auch auf die Prüfungen in den klinischen Testphasen und die Produktentwicklung ausweiten. Wir müssen leider damit rechnen, dass selbst bei einer hohen Impfrate Menschen weiter an COVID-19 erkranken. Für diese Patientinnen und Patienten benötigen wir daher dringend neue Therapieoptionen, die bedarfsgerecht in den unterschiedlichen Stadien einer Infektion eingesetzt werden können. Bei der Behandlung von COVID-19 hat man zunächst auf bekannte Arzneimittel gesetzt, die nicht speziell für die Bekämpfung von COVID-19 entwickelt worden waren. Einige wenige helfen auch bei der Behandlung von Erkrankten. Viele Hoffnungen, wie sie zum Beispiel in der Anfangszeit der Pandemie etwa mit Chloroquin verbunden waren, haben sich aber leider nicht erfüllt. Umso wichtiger ist, dass wir nun spezifische Arzneimittel gegen COVID-19 erhalten. Die deutsche und internationale Wissenschaftsgemeinschaft hat seit Ausbruch der Pandemie deutliche Fortschritte im Wissen über Virus, Krankheit und mögliche Therapiemöglichkeiten erzielt und auch bereits völlig neue Wirkstoffe entwickelt. Deren Sicherheit und Wirksamkeit muss nun klinisch überprüft und die Produktentwicklung vorangetrieben werden, damit sie möglichst rasch bei den Patientinnen und Patienten ankommen. Hierfür können Unternehmen und Wissenschaftler nun eine entsprechende Förderung beantragen. Das Fördervolumen meiner neuen Initiative beträgt mindestens 50 Millionen Euro. Das Förderprogramm ergänzt die bereits laufenden Unterstützungen des BMBF zur COVID-19 Forschung, unter anderem der Entwicklung eines Impfstoffes im Rahmen der internationalen Impfstoffinitiative CEPI – der Coalition for Epidemic Preparedness Innovations – und innerhalb des Nationalen Sonderprogramms zur Beschleunigung der Impfstoffentwicklung.” Hintergrund: Ziel des Förderprogramms zur Forschung und Entwicklung dringend benötigter Therapeutika gegen SARS-CoV-2 ist, die klinische Entwicklung erfolgsversprechender therapeutischer Ansätze gegen COVID-19 zu stärken. Zum einen betrifft dies die klinische Prüfung von Arzneimittelkandidaten, welche explizit gegen SARS-CoV-2 gerichtet sind. Daneben bedarf es zum anderen auch der klinischen Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze zur Behandlung von schweren Krankheitsverläufen bei COVID-19, wie zum Beispiel solche, die einer überschießenden Immunreaktion entgegenwirken. Das Wirkprinzip zur Behandlung von COVID-19 muss in beiden Fällen durch umfassende präklinische Daten belegt sein. Gegenstand der Förderung und Zuwendungsempfänger Gegenstand der Förderung sind die Durchführung notwendiger Arbeiten zur Herstellung von Prüfpräparaten nach Good Manufacturing Practice (GMP) und die klinischen Prüfungen der Phasen I – IIb, um hinreichend sichere Schlussfolgerungen für ein positives Nutzen-Risiko-Verhältnis für eine beschleunigte Zulassung zu ermöglichen. Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, die zum Zeitpunkt der Förderung über eine Betriebsstätte in Deutschland verfügen und kleine Verbünde unter entsprechender industrieller Koordinierung. Verfahren Spätestes Laufzeitende ist der 31. Dezember 2023. Die Förderung unterliegt dem europäischen Beihilferecht. Förderanträge können bis zum 17. Februar 2021 vorgelegt werden. Die Förderentscheidung trifft das BMBF unter Einbeziehung eines Expertengremiums. In das Gremium sollen Vertreter aus der Pharmawirtschaft, der klinischen Forschung und der Regulierungsbehörden berufen werden. Weitere Informationen: – Richtlinie zur Förderung von Forschung und Entwicklung dringend benötigter Therapeutika gegen SARS-CoV-2
– Coronavirus: Was tut das BMBF? Forschen für ein gesundes Leben Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Mit Quantentechnologien zu mehr technologischer Souveränität

06.01.2021 – 09:00

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Bundesforschungsministerium bringt erste Projekte aus Zukunftspaket an den Start Im Rahmen des Konjunkturprogramms zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat die Bundesregierung ein Zukunftspaket für das Innovationsland Deutschland geschnürt. Dazu gehören auch Investitionen in Quantentechnologien. Hier startet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) jetzt mit ersten vorbereitenden Maßnahmen zur Quantenkommunikation und zur Quantencomputing-Hardware. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Die Quantentechnologien haben ein herausragendes Potenzial für Wirtschaft und Gesellschaft. Als Innovationsland Deutschland wollen wir auch künftig bei diesen Spitzen-Innovationen in der ersten Liga mitspielen. Denn der internationale Wettbewerb ist hochanspruchsvoll. Mit Quantentechnologien leisten wir einen wichtigen Beitrag zu mehr Unabhängigkeit von den Wettbewerbern und damit für mehr technologische Souveränität. Deshalb stellt die Bundesregierung in den nächsten fünf Jahren erhebliche Mittel in Milliardenhöhe aus dem Konjunktur- und Zukunftspaket zur Entwicklung von Quantentechnologien zur Verfügung. Mit der ersten Tranche in Höhe von 120 Millionen Euro aus dem Zukunfts- und Konjunkturpaket wird das BMBF nun erste Projekte starten. Damit wollen wir verstärkt auf Projekte zu den grundlegenden Schlüsseltechnologien für Quantenkommunikation und Quantencomputing setzen. Somit initiieren wir die dringend nötigen Strukturen für die Vorbereitung, Aktivierung und Vernetzung der Wirtschaft und der wissenschaftlichen Communities. Das ist auch ein wichtiges Element für die kommenden Aktivitäten der Bundesregierung. Mit einer Quantencomputing-Roadmap wird die Bundesregierung gemeinsam mit Wissenschaft und Industrie Handlungsempfehlungen für die Praxis zur schnellen Umsetzung des Zukunftspakets entwickeln. Damit wollen wir sicherstellen, dass diese starke Wissenschaft auch in Wirtschaft und Gesellschaft ankommen kann. Die Handlungsempfehlungen werden im Rahmen des Innovationsdialogs der Bundesregierung im Januar vorgestellt. Die Roadmap ist mir ein wichtiges Anliegen, denn dieser Schulterschluss von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ist ein echtes Aufbruchssignal für das Quantencomputing. Weitere Schritte werden wir dazu im nächsten Quartal ressortübergreifend abstimmen. Mit unseren ersten BMBF-Maßnahmen aus dem Zukunftspaket ermöglichen wir schon heute, dass die Ergebnisse des Roadmap-Prozesses dann auch schnell umgesetzt werden können.” Hintergrund: Mit den Förderbekanntmachungen zu Basistechnologien für die Quantenprozessoren in zukünftigen Quantenrechnern als auch für die Quanteninformatik setzt das BMBF enorm wichtige Impulse für das Quantencomputing “made in Germany”. Dabei reihen sich diese Maßnahmen in die in den letzten Jahren kontinuierlich verstärkte Förderaktivität der Bundesregierung in den Quantentechnologien ein. So hat die Bundesregierung schon 2018 das Programm “Quantentechnologien – von den Grundlagen zum Markt” ins Leben gerufen, um die Entwicklung der Quantentechnologien in Deutschland voranzutreiben Das BMBF fördert in diesem Rahmen bereits Forschungsinitiativen zu den Basistechnologien, zur Sensorik, zum Computing und zur sicheren Quantenkommunikation. Die BMBF-Initiative QuNET ist dabei ein Leuchtturmprojekt der IT-Sicherheitsforschung, in dem durch Quantenkommunikation gesicherte Kommunikation erforscht und in verschiedenen Szenarien erprobt werden soll. Um eine umfassend sichere Datenübertragung zu gewährleisten, werden alle Aspekte für eine sichere Kommunikationsarchitektur berücksichtigt. Hierfür arbeiten in QuNET Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus drei großen Forschungsgesellschaften eng mit einem Beirat aus der Kommunikations- und IT-Sicherheitsbranche zusammen. Die in QuNET entwickelten Technologien sollen in Zukunft die Kommunikation nicht nur für öffentliche Einrichtungen und kritische Infrastrukturen, sondern perspektivisch auch für die Industrie sowie für Bürgerinnen und Bürger sicherer machen. Künftig sollen dazu noch weitere Partner aus Wissenschaft und Industrie aktiv zur Umsetzung in praxistaugliche Lösungen beitragen und die Grundlage für einen langfristigen Erfolg der Quantenkommunikationsindustrie in Deutschland legen. Anfang 2020 startete die Bundesforschungsministerin darüber hinaus die strategische Initiative Quantencomputing, um die Entwicklung von Hardware, Software und Anwendungen noch stärker in den Fokus zu nehmen. Auch dies erlaubt es dem BMBF die kommenden Impulse aus dem Roadmap-Prozess der Bundesregierung schnell, gezielt und zum Wohle des Technologiestandortes Europa und seiner technologischen Souveränität umzusetzen. Weitere Informationen: Regierungsprogramm “Quantentechnologien – von den Grundlagen zum Markt” Forschungsrahmenprogramm der Bundesregierung zur IT-Sicherheit “Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt 2015 – 2020” BMBF-Förderinitiative “Quantenprozessoren und Technologien für Quantencomputer” BMBF-Förderinitiative “Quanteninformatik – Algorithmen, Software, Anwendungen” https://ots.de/PEpeB5 https://www.bmbf.de/de/quantentechnologien-7012.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Ministerinnen Giffey und Karliczek starten Ausbau der Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter

29.12.2020 – 11:00

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) 750 Millionen Euro als erstes Investitionsprogramm für ganztägige Bildung und Betreuung Bundesfamilienministerin Franziska Giffey und Bundesbildungsministerin Anja Karliczek haben ein Investitionsprogramm über 750 Millionen Euro zum Ausbau der Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter gestartet. Die entsprechende Verwaltungsvereinbarung wurde nun vom Bund und allen Bundesländern unterzeichnet, um den Ausbau der Ganztagsbetreuung zu beschleunigen. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: “Eine gute Betreuung der Grundschulkinder ist ein lohnendes Ziel in einem Innovationsland wie Deutschland. Mit dem bundesweiten Ausbau qualitativ hochwertiger und verlässlicher Ganztagsangebote verbessern wir die Bildungschancen unserer Kinder und unterstützen die Familien. Auch die Corona-Pandemie zeigt deutlich, wie wichtig eine gute Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur für Familien und die gesamte Gesellschaft ist.” Bundesfamilienministerin Franziska Giffey: “Es ist gut, dass jetzt auch Baden-Württemberg wie alle anderen Länder die Verwaltungsvereinbarung unverändert unterzeichnet hat und das Programm starten kann. Wie essentiell eine gute und verlässliche Kindertagesbetreuung für Kinder, Familien und die Wirtschaft ist, führt uns die Corona-Krise vor Augen. Ich erwarte, dass die Länder sich nun zügig mit dem Bund auf den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder verständigen. Dafür hat der Bund sein Angebot zur finanziellen Unterstützung der Investitionen deutlich erhöht. Der Rechtsanspruch ist wichtig, um eine zentrale Lücke bei der Bildung und Betreuung von Kindern zu schließen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern.” Das heute vereinbarte Investitionsprogramm stellt den Ländern 750 Millionen Euro zur Verfügung, mit denen diese Planung, Neubau, Umbau, Erweiterung, Modernisierung und Sanierung von Ganztagsangeboten finanzieren können. Auch Ausstattungen, wie z. B. Kücheneinrichtungen, Mobiliar sowie Sport- und Spielgeräte, können damit beschafft werden. Der Bund beteiligt sich mit 70 Prozent an den Gesamtinvestitionen. Einschließlich des Länderanteils von 30 Prozent stehen damit ab sofort mehr als eine Milliarde Euro für den quantitativen und qualitativen Ausbau von Ganztagsangeboten zur Verfügung. Kommunen können die Finanzhilfen auf Basis von Förderrichtlinien beantragen, welche die Länder veröffentlichen. Die weiteren Investitionsmittel des Bundes in Höhe von bis zu 2,75 Milliarden Euro werden zur Verfügung gestellt, wenn sich Bund und Länder auf den Umfang und die Finanzierung des Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter geeinigt haben. Die entsprechenden Verhandlungen werden derzeit geführt und sollen schnellstmöglich abgeschlossen werden. Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD wurde für die 19. Legislaturperiode vereinbart, einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Kinder im Grundschulalter einzuführen. Um hierfür den Ausbau der Ganztagsbetreuung zu beschleunigen, stellt der Bund den Ländern zusätzlich zu den im Koalitionsvertrag eingeplanten 2 Milliarden Euro weitere Mittel von bis zu 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Die zusätzlichen Mittel wurden im Rahmen des Konjunktur- und Krisenbewältigungspakets bereitgestellt, das die Regierungskoalition am 3. Juni 2020 beschlossen hatte. Weitere Informationen: https://ots.de/nIojrE https://www.bmbf.de/de/gute-bildung—den-ganzen-tag-83.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Eine gute Nachricht zum Ende dieses schwierigen Jahres

21.12.2020 – 15:40

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Europäische Arzneimittel-Agentur trifft positives Votum über eine Zulassung des BioNTech-COVID19-Impfstoffes in Europa Die Europäische Arzneimittel-Agentur hat am heutigen Montag ein positives Votum über eine Zulassung des COVID19-Impfstoffes der Firmen BioNTech und Pfizer in Europa getroffen. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Das Licht am Ende dieses Pandemie-Tunnels ist heute noch einmal viel heller geworden. Wir können nun hoffen, dass auch in Kürze die EU-Kommission grünes Licht für den Einsatz des Impfstoffs von BioNTech und Pfizer geben wird. Dann kann sehr bald bei uns in Deutschland mit den Impfungen begonnen werden. Der Impfstoff wird denen angeboten werden, die ihn wollen und die diesen Impfstoff besonders benötigen. Die Vorbereitungen sind getroffen. Wir wissen, die Covid-19-Pandemie ist noch längst nicht besiegt. Die aktuellen Meldungen aus Großbritannien zu einer zirkulierenden Mutation des Coronavirus machen sehr deutlich, dass die Eindämmung dieser Pandemie uns noch große Anstrengungen kosten wird. Aber die Hoffnung, dass wir die Pandemie in den nächsten Monaten mehr und mehr in den Griff bekommen, ist heute ein gutes Stück größer geworden. Ein wenig sind wir auch stolz darauf, dass vor allem deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diesen Impfstoff entwickelt haben. Ich gratuliere vor allem Ugur Sahin und Özlem Türeci, die die Firma BioNTech vor Jahren gegründet und dann geprägt haben. Ich freue mich zudem, dass die Förderung meines Hauses einen Teil dazu beitragen konnte, diese wissenschaftliche Glanzleistung zu ermöglichen. BioNTech steht so auch für das Innovationsland Deutschland. Es war gut, dass sich die EMA für ihre Prüfungen die erforderliche Zeit genommen hat. Sorgfalt muss stets vor Schnelligkeit gehen. Es stand ja nicht nur eine Notfallzulassung im Raum, sondern eine bedingte Zulassung. Ein Impfstoff muss wirksam und sicher sein. Das ist nach den heute möglichen Erkenntnissen der Fall. Zulassungsverfahren sind keine Wettrennen. Noch nie ist ein Impfstoff in einer so raschen Zeit entwickelt worden. Daher möchte ich auch an dieser Stelle nochmals betonen: Die Prüfungsmaßstäbe für die Genehmigungsbehörden blieben und bleiben auf dem hohen Niveau, das auch sonst angelegt wird. Wir alle können also volles Vertrauen in die Genehmigungsbehörden haben. Die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffkandidaten wird auch in den nächsten Monaten ständig überprüft werden. Der sich anbahnende Erfolg konnte zustande kommen, weil Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie die von BioNTech seit Jahren an den Grundlagen für einen solchen mRNA-Impfstoff gearbeitet haben. Im Hinblick auf die Föderung möchte ich auf die Unterstützung des Sonderforschungsprogramms zur Krebsforschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft hinweisen. Dazu zählt außerdem die Unterstützung meines Hauses in einer frühen Phase der Firmengeschichte von BioNTech. Ziel des seinerzeitgen GO-Bio Projektes war es von 2007 bis 2013, BioNTech zu unterstützen, optimierte RNA-Impfstoffe zur Immuntherapie von Krebserkrankungen zu entwickeln. Danach kam eine zweite Förderung zum Tragen. Eine Firmengruppe mit BioNTech an der Spitze gewann einen Spitzencluster-Wettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), um weiter an einer individualisierten Immunintervention zu forschen. Insgesamt gab es 22 einzelne Förderungen. Die Impfstoffentwicklung haben wir dann mit unserem nationalen Impfstoffprogramm mit einem Volumen von insgesamt 750-Millionen-Euro unterstützt. Das zeigt wieder, wie wichtig es ist, in der Forschungsförderung einen langen Atem zu haben. Man kann es nicht oft genug sagen: Investitionen in Wissenschaft und Forschung zahlen sich einfach aus. An diesem Beispiel zeigt sich aber vor allem wunderbar, dass Forschung einfach ein Segen für die Menschheit sein kann.” Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/de/coronavirus-was-tut-das-bmbf-11069.html https://www.bmbf.de/de/das-sollten-sie-ueber-impfstoffe-wissen-12724.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Chancen auf Ausbildungsplatz 2020 trotz Pandemie stabil

15.12.2020 – 10:44

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Bundesbildungsministerin zu Ausbildungsbilanz 2020 Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat am heutigen Dienstag die Ausbildungsbilanz 2020 vorgestellt. Im vergangenen Ausbildungsjahr wurden 467.500 Verträge neu abgeschlossen. Dies sind 57.600 weniger als im Jahr zuvor. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: “Die Corona-Pandemie hat merkliche Spuren auch auf dem Ausbildungsmarkt hinterlassen. Wir beobachten für nahezu alle Branchen einen Rückgang der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Besonders in Krisenzeiten wie diesen ist es wichtig, auf den Erfolgsgaranten berufliche Bildung zu setzen. Deshalb unterstützen wir mit dem Bundesprogramm ‘Ausbildungsplätze sichern’ gezielt Betriebe durch Ausbildungsprämien. Das Programm haben wir erst vor wenigen Tagen weiterentwickelt und ausgeweitet. Denn mir ist wichtig, dass die staatliche Hilfe besser bei Betrieben und Auszubildenden ankommen kann. Wer jetzt in die dringend benötigten Fachkräfte investiert, sorgt damit für den erwarteten Aufschwung nach der Krise vor. Ich möchte den Unternehmen schon heute dafür danken, dass sie ihrer Verantwortung auch in diesen schwierigen Zeiten gerecht werden. Eines ist mir noch wichtig: Die Pandemie ist nicht der einzige Grund für den geschrumpften Ausbildungsmarkt. Auch Schulabgängerinnen und Schulabgänger werden weniger – so sind die demographischen Entwicklungen. Entsprechend kamen in diesem Jahr trotz Pandemie – unverändert zum Vorjahr – auf 100 Bewerberinnen und Bewerber nahezu 106 Ausbildungsplätze. Über die Attraktivität unserer dualen Ausbildung muss wieder ein Kernbereich unseres wirtschaftlichen Erfolges sichtbar werden. Mit der Modernisierung des Berufsbildungsgesetzes haben wir bereits zu Beginn des Jahres einen wichtigen Grundstein gelegt.” Hintergrund: Die BIBB-Erhebung über die neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge wird jährlich in Zusammenarbeit mit den für die Berufsausbildung zuständigen Stellen durchgeführt. Dabei werden die Ausbildungsverträge berücksichtigt, die in der Zeit vom 1. Oktober des Vorjahres bis zum 30. September des Erhebungsjahres neu abgeschlossen wurden. Der Erhebung zufolge ist das Ausbildungsangebot in diesem Jahr um 8,8 Prozent auf 527.400 Ausbildungsplätze zurückgegangen (2019: 578.200). Gleichzeitig gab es 496.800 Bewerberinnen und Bewerber (Nachfrage). Das sind 9,6 Prozent weniger als im Vorjahr (2019: 549.600). Die Zahl noch offener Ausbildungsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,8 Prozent auf 59.900 gestiegen. Für die Zahl der unversorgt gebliebenen Bewerberinnen und Bewerber ergibt sich ein Anstieg um 19,7 Prozent auf 29.300 Personen Die vollständigen Ergebnisse werden zeitnah auf der Internetseite des BIBB unter www.bibb.de/naa309-2020 veröffentlicht. Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/de/bundesprogramm-ausbildungsplaetze-sichern-13371.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Mehr Unterstützung für Ausbildungsbetriebe in der Corona-Pandemie

10.12.2020 – 11:05

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Bundesprogramm “Ausbildungsplätze sichern” wird ausgeweitet Am heutigen Donnerstag werden Änderungen des Bundesprogramms “Ausbildungsplätze sichern” im Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Bundesregierung weitet damit die Förderung von Ausbildungsplätzen aus. Schon bisher werden kleine und mittlere Unternehmen, die von den Folgen der Corona-Pandemie besonders betroffen sind, mit Prämien gefördert, wenn sie Auszubildende im bisherigen oder größerem Umfang neu einstellen oder aus insolventen Betrieben übernehmen. Die Bundesregierung reagiert auf die weiterhin bestehende Corona-Krise und ihre umfangreichen Folgen und erleichtert die Fördervoraussetzungen für die Ausbildungsprämien nun deutlich. Übernahmeprämien und Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung werden bis Mitte 2021 verlängert. Die Änderungen treten am morgigen Freitag in Kraft. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: “Auch in der Corona-Pandemie gibt es eine bemerkenswert hohe Bereitschaft von Betrieben zur Ausbildung. Die jungen Menschen, die sich in den vergangenen Monaten um einen Ausbildungsplatz bemüht haben, sind bei ihrer Suche daher oft erfolgreich gewesen. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibt durch die Corona-Pandemie aber natürlich weiter schwierig. Ausbildungsbetriebe brauchen daher weitere Unterstützung, um neue Auszubildende einzustellen und Ausbildungen weiterzuführen. Deshalb haben wir das Bundesprogramm ‘Ausbildungsplätze sichern’ noch einmal weiterentwickelt und auch ausgeweitet. So können künftig alle Unternehmen eine Prämie erhalten, wenn sie Auszubildende aus insolventen Betrieben übernehmen – unabhängig von der Betriebsgröße. Damit kann die staatliche Hilfe besser bei Betrieben und Auszubildenden ankommen. Denn mir ist es wichtig, dass wir jedem jungen Menschen den Abschluss seiner Ausbildung ermöglichen und eine verlässliche Perspektive für seine berufliche Zukunft bieten.” Bundesarbeitsminister Hubertus Heil: “Viele Betriebe haben im Sommer trotz Belastungen durch die Pandemie Auszubildende eingestellt. Das ist gut so – für die Betriebe zur Fachkräftesicherung und für junge Menschen. Zugleich erwischt uns momentan eine zweite Corona-Welle – ausgerechnet in der laufenden Phase der Nachvermittlung. Mir ist wichtig, dass wir noch breiter als bisher helfen. Daher weiten wir die Fördermöglichkeiten aus. Mehr Betriebe sollen profitieren. Vor allem sollen auch die gefördert werden, bei denen es erst im Herbst zu deutlichen Umsatzeinbrüchen kam oder bei denen geringere Einbußen sich über einen langen Zeitraum strecken. So schaffen wir einen zusätzlichen Anreiz, auch jetzt noch Auszubildende einzustellen. Auch sollen Betriebe profitieren, in denen die Ausbildungen schon im Juni oder Juli begonnen haben.” Hintergrund: Kleine und mittlere Ausbildungsbetriebe können künftig bereits mit Ausbildungsprämien und Ausbildungsprämien plus gefördert werden, wenn sie Umsatzeinbußen von durchschnittlich mindestens 50 Prozent innerhalb von zwei Monaten zwischen April bis Dezember 2020 hatten – oder in fünf zusammenhängenden Monaten Einbußen von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr verkraften müssen (bisher: durchschnittlich mindestens 60 Prozent in April und Mai 2020 gegenüber Vorjahr). Die Durchführung von Kurzarbeit kann für die Ausbildungsprämien und Ausbildungsprämien plus auch im zweiten Halbjahr 2020 berücksichtigt werden (bisher: nur erstes Halbjahr 2020). Künftig werden auch Ausbildungen, die vom 24. Juni 2020 bis zum 31. Juli 2020 begonnen haben, in die Ausbildungsprämien miteinbezogen. Übernimmt ein Betrieb einen Auszubildenden, der seine Ausbildungsstelle wegen einer pandemiebedingten Insolvenz verloren hat, kann dieser künftig unabhängig von den Betriebsgrößen mit der Übernahmeprämie gefördert werden (bisher: nur, wenn beide Betriebe maximal 249 Mitarbeiter hatten). Solche Übernahmen können bis zum 30. Juni 2021 gefördert werden (bisher: bis zum 31. Dezember 2020). Die Zuschüsse zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit in der Ausbildung werden bis Juni 2021 verlängert (bisher: Laufzeit bis Dezember 2020). Interessenten können die Förderung – auch rückwirkend zu den verbesserten Konditionen – unkompliziert bei den Agenturen für Arbeit beantragen. Die Bundesagentur für Arbeit stellt auf ihrer Website einfach auszufüllende Formulare mit Hinweisen und Hilfen bereit. Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/de/das-sollten-kmu-jetzt-wissen-11839.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: “Investitionen in Bildung bleiben oberste Priorität”

10.12.2020 – 08:30

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Bundesbildungsministerin zu Bildungsfinanzbericht 2020 Das Statistische Bundesamt veröffentlicht am 10. Dezember 2020 den Bildungsfinanzbericht 2020, der die aktuelle Entwicklung der Bildungsausgaben von Bund und Ländern darstellt. Dazu erklärt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek: “Der Bund leistet zu den Bildungsausgaben einen wichtigen Beitrag, obwohl für die Aufgaben vielfach die Länder zuständig sind. Dies zeigt, welch hohe Bedeutung der Bund Innovationen für die Zukunft beimisst. In diesem Jahr hat der Bund 10,9 Milliarden Euro für die Bildung vorgesehen, 100 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. In 2020 standen zudem weitere 2,5 Milliarden Euro über das Sondervermögen für den DigitalPakt Schule zur Verfügung. Davon stammen eine Milliarde aus dem Digitalpakt selbst, und insgesamt 1,5 Milliarden Euro kommen aus den Sonderprogrammen zur Anschaffung von Schüler- und Lehrerlaptops sowie dem Administratorenprogramm. Auch die im Bildungsfinanzbericht noch nicht berücksichtigten Mittel zur Bewältigung der Corona-Pandemie kommen in erheblichem Maße der Bildung der jüngeren Generation zugute: dem Kapazitätsausbau in der Kinderbetreuung, dem Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote, der Sicherung der beruflichen Ausbildung, der Überbrückungshilfe für Studierende. Zusammengerechnet ergibt sich damit das größte Investitionspaket in die Bildung und Ausbildung junger Menschen, dass es je gegeben hat. Dieses Geld ist gut angelegt, denn es sichert die Zukunft unserer Gesellschaft. Diese Investitionen sollten sich in den nächsten Jahren wenigstens verstetigen.” Hintergrund: Der Bildungsfinanzbericht wird seit 2008 jährlich im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und im Einvernehmen mit der Kultusministerkonferenz vom Statistischen Bundesamt erstellt. Er gibt einen umfassenden Überblick über die öffentlichen und privaten Bildungsausgaben in Deutschland und im internationalen Kontext. Detailliert wird über die öffentlichen Ausgaben nach Bildungsbereichen und Ländern berichtet. Zusammen mit ergänzendem Datenmaterial sowie umfangreichen Tabellen steht der Bericht im Internetangebot des Statistischen Bundesamts unter www.destatis.de als kostenloser Download zur Verfügung. Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Lukas: Dem Klimawandel durch verstärkte Forschungszusammenarbeit in Europa begegnen

09.12.2020 – 09:30

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Staatssekretär Wolf-Dieter Lukas eröffnet Austauschforum für die Ausrichtung der europäischen Klimaforschung Unter dem Leitmotiv “Providing Knowledge for a climate neutral and resilient Europe” startet heute das zweitägige virtuelle Austauschforum der gemeinsamen europäischen Programmplanungsinitiative JPI Climate. Anlässlich der Eröffnung des Forums erklärt Staatssekretär Wolf-Dieter Lukas: “Wir müssen der enormen Herausforderung des Klimawandels in Europa gemeinsam begegnen. Es braucht einen europäischen Kraftakt. Eine verstärkte europäische Forschungszusammenarbeit ist hier nötig, um die Ursachen und Folgen des Klimawandels noch besser zu verstehen, politische Entscheidungen zielgerichtet zu treffen und die richtigen Maßnahmen in die Wege zu leiten – für ein klimaneutrales, nachhaltiges und innovatives Europa. Allein das Bundesministerium für Bildung und Forschung wird in den nächsten fünf Jahren vier Milliarden Euro in die Forschung für nachhaltige Entwicklung investieren. Wir brauchen für den Klimaschutz eine verlässliche und gemeinsame wissenschaftliche Basis. Das diesjährige JPI Climate Forum nimmt daher die wichtigsten Schwerpunkte der künftigen Forschungsförderung für ein klimaneutrales Europa 2050 sowie den Wissenstransfer in Politik und Praxis in den Blick. Wir müssen die Chancen und Grenzen neuer Technologien weiter erforschen, zum Beispiel die CO2-Entnahme aus der Atmosphäre. Und wir brauchen Impulse aus der Forschung für eine nachhaltige Finanzwirtschaft.” Hintergrund: Das diesjährige Austauschforum wird vom BMBF unter dem Dach der deutschen EU-Ratspräsidentschaft ausgerichtet und ist ein wichtiger Meilenstein für die klimaforschungspolitische Debatte im Kontext des europäischen “Green Deal” und des neuen EU-Rahmenprogramms für Forschung und Innovation “Horizont Europa”. Über 150 europäische Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Politik werden miteinander diskutieren, welche dringenden Forschungsfragen in Zukunft behandelt werden müssen, um Europa bis 2050 klimaneutral und widerstandsfähig zu machen. Die Gemeinsame Programmplanung (Joint Programming Initiative – JPI) ist ein Instrument zur Verwirklichung des Europäischen Forschungsraumes (European Research Area, ERA). Die JPI Climate ist eine der zehn zwischenstaatlichen JPIs in Europa. In den vergangenen zehn Jahren hat sich JPI Climate zu einem zentralen Austauschforum für die Ausrichtung der Klimaforschung auf europäischer Ebene sowohl zwischen den Mitgliedstaaten als auch mit der Europäischen Kommission entwickelt. Ziel ist es, grenzüberschreitende Klimaforschung zu ermöglichen und die Interaktion zwischen Wissenschaft und Praxis auszubauen, um die europäischen Klimaziele erreichen zu können. Die wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Akteure und Akteurinnen Europas und der Europäischen Kommission kommen alle zwei Jahre im Rahmen des “JPI Climate Scoping Forum Symposiums” zusammen. In diesem Jahr findet das Symposium als offizielle Veranstaltung im Rahmen der Europäischen Ratspräsidentschaft Deutschlands statt und steht damit in Kontinuität zum “European Forum on Science & Education for Sustainability (EFSES)” vom Oktober 2020. Deutschland hat sich 2010 federführend am Aufbau der JPI Climate Initiative beteiligt und ist heute eines der aktivsten Mitglieder. Aus der Initiative sind mehrere gemeinsam finanzierte Förderprogramme hervorgegangen, einige von der EU-Kommission ko-finanziert. Die JPI Climate hat dafür bisher über 110 Millionen Euro an Forschungsmitteln mobilisiert, mit etwa einem Fünftel der Summe hat sich das BMBF beteiligt. Investitionen in die Klimaforschung sind ein Kernbestandteil einer wirksamen und glaubwürdigen Klimapolitik. Ohne intensive Forschung, Innovation und Bildung können die Klimaziele nicht erreicht werden. Mit der neuen Strategie “Forschung für Nachhaltigkeit (FONA)” setzt das BMBF hier deutliche Akzente. Die deutsche Klimapolitik ist europäisch eingebettet. Daher setzt das BMBF mit FONA auch auf die verstärkte europäische Forschungszusammenarbeit und eine gemeinsame Wissensgrundlage. Ab 13:30 Uhr geht es hier zum Livestream: https://www.youtube.com/watch?v=qvb9HubGQMY&feature=youtu.be Weiterführende Informationen: http://ots.de/deuipE https://www.fona.de/de/massnahmen/internationales/jpi-climate.php https://www.bmbf.de/de/forschung-zu-klimaschutz-und-klimawirkungen-365.html https://ots.de/m1zcKy Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Rachel: Ausbau der deutsch-ukrainischen Kooperation in der Spitzenforschung

08.12.2020 – 17:30

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Förderprogramm mit 13 Projekten soll Forschenden in der Ukraine attraktive Perspektiven bieten Heute wurden die 13 ausgewählten deutsch-ukrainischen Projekte des neuen Förderprogramms “Deutsch-ukrainische Exzellenzkerne” offiziell im Rahmen eines Zusammentreffens des ukrainischen Botschafters Dr. Andrij Melnyk, LL.M. und des Parlamentarischen Staatssekretärs Thomas Rachel vorgestellt. Das Förderprogramm wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit bis zu 11,3 Millionen Euro gefördert und soll die Spitzenforschung in der Ukraine stärken. Anlässlich der offiziellen Vorstellung der ausgewählten Projekte erklärt Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Rachel: “Das neue Förderprogramm zwischen Deutschland und der Ukraine ist ein neuer Baustein in der engen Zusammenarbeit unserer beiden Länder. Die Ukraine spielt eine herausgehobene Rolle im Rahmen der EU-Nachbarschaftspolitik und beteiligt sich mit zunehmender Intensivität am Europäischen Forschungsraum. Dieses Engagement der Ukraine findet unsere ausdrückliche Unterstützung. Deswegen stärken wir mit dem neuen Förderprogramm die Spitzenforschung in der Ukraine. Die Resonanz auf unseren Förderaufruf hat alle unsere Erwartungen übertroffen. Wir konnten aus einer Vielzahl sehr guter Anträge auswählen und haben insgesamt 13 Vorhaben zur Förderung einer Konzeptphase aufnehmen können. Unser Ansatz, mit dem Programm den im Ausland lebenden ukrainischen Spitzenwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern eine Brücke in die Heimat zu bauen, wird dabei aufgenommen: Viele Projekte sehen vor, für die Leitung des Exzellenzkerns eine Rückkehrerin bzw. einen Rückkehrer einzustellen.” Hintergrund: Mit dem neuen Förderprogramm “Aufbau deutsch-ukrainischer Exzellenzkerne” unterstützt das BMBF die Einrichtung von exzellenten deutsch-ukrainischen Arbeitsgruppen in der Ukraine und baut damit die bilaterale Forschungs- und Entwicklungskompetenz nachhaltig aus. Die ausgewählten dreizehn Vorhaben haben nun zwölf Monate Zeit, um für die Einrichtung der Exzellenzkerne tragfähige Konzepte zu entwickeln. Anschließend werden vier bis fünf Vorhaben für eine vierjährige Förderung in der Implementierungsphase ausgesucht. Das BMBF beabsichtigt, für beide Projektphasen rund 11,3 Millionen Euro bereitzustellen. Exzellente ukrainische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die derzeit ihre Forschungstätigkeit im Ausland ausüben, sollen durch das Programm die Möglichkeit erhalten, in ihrem Heimatland unter attraktiven Bedingungen wirken zu können. Die vom BMBF geförderten deutsch-ukrainischen Exzellenzkerne sollen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in der Ukraine attraktive Anreize bieten, ihre Forschungskarrieren im Heimatland fortzusetzen und sich einer der neuen Forschungsgruppen anzuschließen. Das BMBF fördert bereits zahlreiche uni- und bilaterale Kooperationsvorhaben mit ukrainischen Forschungseinrichtungen und unterstützt somit das Land bei den laufenden Modernisierungsprozessen seines Wissenschaftssystems. Mit der Förderung des DAAD-Programms zur Internationalisierung und Digitalisierung der ukrainischen Hochschulen trägt das BMBF zudem zur Stärkung der deutsch-ukrainischen Hochschulpartnerschaften bei. Weitere Information Mehr zur Kooperation des BMBF mit der Ukraine finden Sie unter https://www.bmbf.de/de/ukraine-368.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Grundschülerinnen und Grundschüler auf gleichbleibendem Niveau in Mathematik und Naturwissenschaften

08.12.2020 – 10:39

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Leistungsniveau trotz steigender Herausforderungen gehalten Deutschland nimmt seit 2007 an der “Trends in International Mathematics and Science Study” (TIMSS) teil, um die mathematischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen von Schülerinnen und Schülern der vierten Jahrgangsstufe zu erfassen. Neu ist, dass ein Großteil der Schülerinnen und Schüler den Test vollständig am Computer absolvierte. Insgesamt zeigt sich, dass die Kompetenzen der Viertklässlerinnen und -klässler sowohl im Fach Mathematik mit 521 Punkten als auch in den Naturwissenschaften mit 518 Punkten signifikant über dem internationalen Mittelwert (501 bzw. 491 Punkte) aller teilnehmenden Staaten liegen. Im Vergleich zu den teilnehmenden OECD-Staaten liegen die Kompetenzwerte der deutschen Schülerinnen und Schüler unterhalb der durchschnittlichen Vergleichswerte in beiden Domänen, im Vergleich zu den teilnehmenden EU-Staaten trifft dies lediglich für das Fach Mathematik zu. Zu den TIMSS-2019-Ergebnissen erklärt die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und Ministerin für Bildung des Landes Rheinland-Pfalz, Dr. Stefanie Hubig: “Die Ergebnisse von TIMSS 2019 zeigen, dass Schülerinnen und Schüler in Grundschulen seit 2007 stabile Leistungen in Mathematik und Naturwissenschaften zeigen. Das ist ein gutes Ergebnis, insbesondere vor dem Hintergrund einer heterogener werdenden Schülerschaft. Das zeigt, welch wichtige Arbeit unsere Grundschullehrkräfte leisten. Und dafür gebührt ihnen unser Dank. Die Ergebnisse zeigen jedoch auch, dass Deutschland im internationalen Vergleich in Mathematik und den Naturwissenschaften weiterhin Nachholbedarf hat. Es gibt zwei zentrale Handlungsfelder: Wir müssen zum einen dafür sorgen, dass der Bildungserfolg unserer Schülerinnen und Schüler nicht von der Herkunft und dem Geldbeutel der Eltern abhängt. Deshalb starten wir im Januar 2021 eine gemeinsame Initiative von Bund und Ländern ‘Schule macht stark’. Diese verfolgt das Ziel, die Bildungschancen von sozial benachteiligten Schülerinnen und Schülern zu erhöhen. Neben der Förderung der leistungsschwachen Schülerinnen und Schüler, müssen wir uns aber auch um die Leistungsstarken kümmern, so dass sie ihr Potenzial voll ausschöpfen können. Auch dazu haben wir die gemeinsame Bund-Länder-Initiative ‘Leistung macht Schule’ auf den Weg gebracht. Ziel beider Initiativen ist es, unsere Lehrkräfte verstärkt dabei zu unterstützen, mit der zunehmenden Heterogenität konstruktiv und professionell umzugehen”. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung Christian Luft erklärt: “Die Lehrerinnen und Lehrer in unserem Land leisten einen tollen Job! Ihnen ist es in erster Linie zu verdanken, dass deutsche Grundschülerinnen und Grundschüler in Mathematik und Naturwissenschaften ihre Leistungen seit 2007 gehalten haben. Und das trotz zunehmender Heterogenität der Schülerschaft in Deutschland. Das zeigen uns die Ergebnisse von TIMSS 2019. Dennoch sind wir im Länderdurchschnitt nur Mittelmaß. Diese Erkenntnis zeigen uns auch andere Bildungsstudien. Vor allem können wir nicht zufrieden sein, wenn ein Viertel unserer Grundschüler in Mathematik und Sachkunde als leistungsschwach gilt. Als Land ohne Rohstoffe müssen wir verstärkt auf die Bildung unserer Kinder setzen. Die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat es immer wieder betont: Mittelmaß kann nicht unser Anspruch sein. Unsere Gesellschaft braucht gute Bildung. Unsere Kinder verdienen gute Bildung. Um dies zu ermöglichen, müssen auch unsere Lehrkräfte verstärkt fortgebildet werden, um Informationstechnologien in den Unterricht zu integrieren. Auch müssen die Leistungsunterschiede zwischen Kindern unterschiedlicher sozialer Herkunft verringert werden. Gemeinsam mit den Ländern setzen wir uns daher dafür ein, dass Schulen besser unterstützt werden, um die Bildungschancen von sozial schwachen Schülerinnen und Schülern zu verbessern.” Die Schülerinnen und Schüler haben 2019 den Test erstmals am Computer absolviert. Trotz dieser Umstellung und neuer Testformate ist ein Vergleich der Ergebnisse mit früheren TIMSS-Durchgängen möglich. Eine ergänzende nationale Untersuchung der Umstellung auf computerbasierte Tests bestätigte dies. Es zeigt sich lediglich für die naturwissenschaftlichen Aufgaben, dass der Moduseffekt in Deutschland kleiner ausfällt als im internationalen Vergleich. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick Für das Fach Mathematik: In Mathematik erreichen die Schülerinnen und Schüler in Deutschland einen Kompetenzmittelwert von 521 Punkten (2015: 522, 2011: 528 und 2007: 525). Sie befinden sich damit im Mittelfeld aller teilnehmenden Staaten jedoch signifikant unter den Mittelwerten der teilnehmenden EU-Staaten (527 Punkte) sowie der OECD-Staaten (529). Sechs Prozent der Schülerinnen und Schüler erzielen Ergebnisse auf der höchsten Kompetenzstufe. Die Gruppe der leistungsstarken Schülerinnen und Schüler bleibt gegenüber den bisherigen TIMSS-Durchgängen in Deutschland unverändert. Im internationalen Vergleich erreichen signifikant mehr Lernende das höchste Leistungsniveau (Kompetenzstufe V) als in Deutschland (EU-Staaten: 9,4 Prozent und OECD-Staaten: 11,5 Prozent). Jede vierte Grundschülerin bzw. jeder vierte Grundschüler (25,4 Prozent) verfügt lediglich über elementares mathematisches Wissen auf den Kompetenzstufen I und II. Dies entspricht dem Wert der teilnehmenden EU-Staaten (24,2 Prozent) sowie der OECD-Staaten (24,9 Prozent). Im Vergleich zu TIMSS 2015 hat sich dieser Wert nicht verändert. Gegenüber TIMSS 2011 und TIMSS 2007 hat sich die Gruppe der Schülerinnen und Schülern mit nur elementaren mathematischen Fähigkeiten jedoch signifikant vergrößert. Die Schülerinnen und Schüler in Deutschland verfügen am Ende der Grundschulzeit über eine positive Einstellung zur Mathematik. Jedoch ist der Anteil der Schülerinnen und Schüler mit einer positiven Einstellung zum Fach Mathematik seit TIMSS 2007 kontinuierlich gesunken. Für die Naturwissenschaften: In den Naturwissenschaften erreichen die Schülerinnen und Schüler in Deutschland einen Kompetenzmittelwert von 518 Punkten (2015: 528, 2011: 528 und 2007: 528). Sie liegen damit auf einem vergleichbaren Niveau wie der Mittelwert der teilnehmenden EU-Staaten (522 Punkte). Im Vergleich zu den teilnehmenden OECD-Staaten (526 Punkte) fallen die erreichten Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in Deutschland etwas geringer aus. Die höchste Kompetenzstufe erreichen 6,9 Prozent der Schülerinnen und Schüler. Der Anteil dieser Schülerinnen und Schüler ist gegenüber den TIMSS-Durchgängen 2015 und 2011 relativ stabil und entspricht in etwa den Ergebnissen der EU-Staaten (7,1 Prozent) sowie der OECD-Staaten (8,6 Prozent). 27,6 Prozent der Grundschülerinnen und Grundschüler verfügen nur über naturwissenschaftliche Kompetenzen auf den unteren beiden Kompetenzstufen. Ihnen fehlen zentrale Grundlagen für den naturwissenschaftlichen Unterricht an weiterführenden Schulen. Die Mittelwerte der teilnehmenden EU-Staaten (25,1 Prozent) und OECD-Staaten (24,1 Prozent) hierzu fallen günstiger aus. Fast drei Viertel der Schülerinnen und Schüler in Deutschland verfügen über eine positive Einstellung zum Sachunterricht. Weniger positiv eingestellt sind insbesondere leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler. Leistungsdisparitäten: Im Fach Mathematik liegen die Leistungen der Jungen (526 Punkte) signifikant über den Leistungen der Mädchen (516 Punkte), in den Naturwissenschaften erzielen Schülerinnen und Schüler ähnliche Kompetenzwerte (520 bzw. 516 Punkte). Im Vergleich zu den Ergebnissen bisheriger TIMSS-Zyklen zeigt sich, dass sich die Leistungsunterschiede in den Naturwissenschaften zwar reduziert haben. Diese Reduktion ist jedoch auf einen Leistungsrückgang der Jungen zurückzuführen. Bei den Mädchen ist seit 2011 ein leichter Leistungsrückgang in Mathematik zu beobachten. Der Leistungsvorsprung von Schülerinnen und Schülern aus sozial besser gestellten Familien liegt in Mathematik bei 41 Punkten und entspricht etwa einem Lernjahr. In den Naturwissenschaften sind die sozial bedingten Disparitäten (Lernvorsprung: 47 Punkte) vergleichbar mit denen in Mathematik. Die sozial bedingten Leistungsdisparitäten sind in Deutschland seit dem Jahr 2007 unverändert. Im internationalen Vergleich zeigen sich ähnliche Herausforderungen. Hier liegt der Lernvorsprung in Mathematik von Kindern aus sozial besser gestellten Familien bei 39 Punkten in den teilnehmenden EU-Staaten und bei 40 Punkten in den OECD-Staaten. In den Naturwissenschaften fallen die internationalen Leistungsunterschiede ähnlich aus (41 Punkte in den EU-Staaten und 40 Punkte in den OECD-Staaten); Die Leistungen von Schülerinnen und Schülern mit einem in Deutschland geborenen Elternteil haben sich im Fach Mathematik seit 2007 signifikant verbessert. Kinder, deren Eltern beide nicht in Deutschland geboren sind, erzielen in Mathematik im Durchschnitt 34 Kompetenzpunkte weniger, in den Naturwissenschaften beträgt der mittlere Leistungsunterschied 60 Punkte. Allerdings ist die aktuelle Stichprobe im Vergleich zum Erhebungsjahr 2007 heterogener zusammengesetzt. Wir sehen einen signifikanten Anstieg von Kindern mit Migrationshintergrund (beide Elternteile im Ausland geboren mittlerweile bei 22 Prozent; 2007 noch bei 17,2 Prozent). Weitere Ergebnisse: Grundschullehrkräfte in Deutschland nehmen regelmäßig an Fortbildungsangeboten teil, jedoch liegen die Fortbildungsaktivitäten in Mathematik und den Naturwissenschaften unter dem europäischen und internationalen Wert. Während im Jahr 2019 bevorzugt fachliche, didaktische und lehrplanbezogene Fortbildungen von Lehrkräften in Deutschland besucht wurden, wurden Fortbildungen zum Einsatz digitaler Medien und zur Leistungsdifferenzierung deutlich seltener besucht. Fast alle Grundschülerinnen und -schüler in Deutschland fühlen sich in Mathematik und Sachkunde von ihren Lehrkräften unterstützt sowie motiviert und erleben herausfordernde und anregende Aufgabenstellungen. Zur Anlage der Studie Auf internationaler Ebene ist die International Association for the Evaluation of Educational Achievement (IEA) Initiator und verantwortlich für die Organisation. In Deutschland wurde TIMSS unter wissenschaftlicher Leitung von Prof. Dr. Knut Schwippert, Universität Hamburg, durchgeführt. An TIMSS 2019 haben weltweit 58 Staaten mit mehr als 300.000 Schülerinnen und Schülern teilgenommen. In Deutschland wurden für den internationalen Vergleich 4.900 Schülerinnen und Schüler aus 203 Schulen in die Untersuchung einbezogen. TIMSS wird in vierjährigem Rhythmus durchgeführt. Die nächste Erhebung findet 2023 statt. Eine ausführliche Zusammenfassung der Ergebnisse und weiterführende Informationen finden Sie im Internet unter: https://www.timss2019.uni-hamburg.de Weitere Information: https://www.bmbf.de/de/internationale-vergleichsstudien-1229.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Neue Technologien für Gesundheit und Pflege

07.12.2020 – 11:53

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) BMBF veröffentlicht 350-Millionen-Forschungsprogramm zu interaktiven Technologien für Gesundheit, Pflege und mehr Lebensqualität Heute startet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das neue Forschungsprogramm “Miteinander durch Innovation”. In den nächsten fünf Jahren werden unterschiedliche Maßnahmen zu interaktiven Technologien gefördert. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Die Corona-Pandemie führt uns deutlich vor Augen, wie hilfreich neue Technologien für unser Zusammenleben sind. Heute startet das BMBF ein neues Forschungsprogramm, das genau hier ansetzt. Unter dem Titel ‘Miteinander durch Innovation’ fördern wir in den nächsten Jahren die Forschung zu interaktiven Technologien. Dafür investiert das BMBF 350 Millionen Euro. Es geht um Technik, die Nähe über Distanz schafft. Gerade in den schwierigen Zeiten einer Pandemie haben wir deutlich gespürt, dass wir wir innovative Lösungen aus der Forschung brauchen. Im Fokus des Förderprogramms stehen Projekte, die Verbesserungen in der Gesundheitsversorgung und in der Pflege zum Ziel haben. Mit diesen beiden Bereichen nehmen wir uns drängenden gesellschaftlichen Herausforderungen an. Denn gerade bei Gesundheit und Pflege werden in Zukunft interaktive Technologien einen ganz wichtigen Anwendungsbereich haben. In der Pflege zum Beispiel können technische Assistenzsysteme zunehmend Plfegekräfte bei ihrer Arbeit entlasten und für pflegende Angehörige eine wichtige Hilfestellung sein. Hintergrund: Mit dem Forschungsprogramm “Miteinander durch Innovation” wird das BMBF bis 2025 jährlich rund 70 Millionen Euro für die Förderung interaktiver Technologien bereitstellen. Das Programm ist in die Hightech-Strategie 2025 der Bundesregierung eingebettet und baut maßgeblich auf den Erfahrungen und Erfolgen des Vorläuferprogramms “Technik zum Menschen bringen – Forschungsprogramm zur Mensch-Technik-Interaktion” auf. Mit der Veröffentlichung des Programms wird heute Nachmittag die erste Fördermaßnahme des neuen Forschungsprogramms im Bundesanzeiger veröffentlicht. Mit der Bekanntmachung “Hybride Interaktionssysteme zur Aufrechterhaltung der Gesundheit auch in Ausnahmesituationen” sollen Lösungen gefördert werden, die in Krisen Präsenzinteraktionen in der Gesundheitsversorgung kurzfristig ersetzbar machen und langfristig ergänzen. Das Programm zielt auf Gesundheitsanwendungen und Interaktionstechnologien ab, die ohne Kontakt auskommen. Weitere Informationen: Forschungsprogramm “Miteinander durch Innovation – Forschungsprogramm Interaktive Technologien für Gesundheit und Lebensqualität” Hightech-Strategie 2025 Rahmenprogramm Gesundheitsforschung der Bundesregierung www.interaktive-technologien.de Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Neuer Bioökonomierat tritt zur konstituierenden Sitzung zusammen

07.12.2020 – 10:06

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) BMBF und BMEL haben Ratsmitglieder berufen Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) haben die Mitglieder des neuen Bioökonomierats berufen. Diese treten heute in digitaler Form zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Bundesforschungsministerin Anja Karliczek erklärt: “Die Bioökonomie ermöglicht uns auf Grundlage nachwachsender Rohstoffe und biologischen Wissens einen Weg in eine nachhaltige Zukunft. Sie bietet uns die Chance, den weltweiten Herausforderungen des Klimawandels, des Artensterbens und der Ernährungssicherheit wirksam zu begegnen. Der neue Bioökonomierat wird die Bundesregierung bei der Umsetzung der Nationalen Bioökonomiestrategie unterstützen. Ich freue mich, dass wir hochrangige Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft für den Rat gewinnen konnten. Mit ihren unterschiedlichen Hintergründen und Fachkenntnissen decken die Mitglieder eine große Bandbreite relevanter Perspektiven auf die Bioökonomie ab. Genau diese Vielschichtigkeit von Blickwinkeln brauchen wir, um Ziele wissensbasiert zu priorisieren und Handlungsoptionen gegeneinander abzuwägen. Ich bin mir sicher, dass wir vom Bioökonomierat wichtige Impulse für die politische Entscheidungsfindung erwarten können.” Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner sagt: “Mit der Bioökonomiestrategie wollen wir unabhängiger von fossilen Rohstoffen werden. Denn auf unseren Äckern wächst, was wir sonst importieren müssen. In der Bioökonomie steckt ein enormes Potential. Gleichzeitig müssen wir über Grenzen und Zielkonflikte diskutieren. Denn die landwirtschaftliche Fläche ist begrenzt, und die Hauptaufgabe der Landwirte bleibt die Erzeugung unserer Nahrungsmittel. Diese Debatten müssen wir unter Einbindung der Gesellschaft führen. Dafür ist der Bioökonomierat ein entscheidendes Gremium. Allen Mitgliedern wünsche ich eine glückliche Hand.” Hintergrund: Das BMBF und das BMEL richteten 2009 den ersten Bioökonomierat als Beratungsgremium der Bundesregierung ein. Mit dem Ende der Amtszeit des ersten Rates nahm 2012 der zweite Bioökonomierat seine Arbeit auf und unterstützte die Bundesregierung bis Ende 2019 beratend. Aufgabe der Räte war es, wichtige Anregungen zur Ausgestaltung der Nationalen Forschungsstrategie Bioökonomie 2030 und zur Nationalen Politikstrategie Bioökonomie zu liefern. Im Januar 2020 hat die Bundesregierung unter der gemeinsamen Federführung von BMBF und BMEL die Nationale Bioökonomiestrategie verabschiedet. Diese bündelt die verschiedenen Aktivitäten der Bundesregierung im Bereich der Bioökonomiepolitik in einer Gesamtstrategie. Der kürzlich berufene dritte Bioökonomierat wird die Bundesregierung als unabhängiges und neutrales Gremium hinsichtlich der Umsetzung der Strategie im Rahmen von Empfehlungen und Stellungnahmen beraten und gleichzeitig öffentliche Debatten zur Bioökonomie fördern. Die Mitglieder des Rates werden für zunächst drei Jahre berufen. Mit der konstituierenden Sitzung nimmt der Bioökonomierat nun seine Arbeit auf. Dem Bioökonomierat gehören an: – Prof. Dr. Regina Birner, Lehrstuhl Sozialer und institutioneller Wandel in der landwirtschaftlichen Entwicklung, Universität Hohenheim
– Prof. Dr. Michael Böcher, Lehrstuhl für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Nachhaltige Entwicklung, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
– Dr. Viola Bronsema, BIO Deutschland e. V.
– Prof. Dr. Thomas Brück, Werner Siemens-Lehrstuhl für Synthetische Biotechnologie, Technische Universität München
– Dr. Jürgen Eck, bio.IMPACT
– Prof. Dr. Peter Feindt, Albrecht Daniel Thaer-Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften, Fachgebiet Agrar- und Ernährungspolitik Humboldt-Universität zu Berlin
– Prof. Dr. Maja Göpel, THE NEW INSTITUTE Foundation gGmbH
– Prof. Dr. Ulrike Grote, Institut für Umweltökonomik und Welthandel, Leibniz Universität Hannover
– Prof. Dr. Stefanie Heiden, Institut für Innovations-Forschung, Technologie-Management & Entrepreneurship ITE, Leibniz Universität Hannover
– Prof. Dr. Ralf Kindervater, BIOPRO Baden-Württemberg GmbH
– Prof. Dr. Thomas Lemke, Lehrstuhl für Soziologie mit dem Schwerpunkt Biotechnologie, Natur und Gesellschaft, Goethe-Universität Frankfurt
– Prof. Dr. Iris Lewandowski, Fachgebiet Nachwachsende Rohstoffe in der Bioökonomie, Chief Bioeconomy Officer (CBO), Universität Hohenheim
– Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW)
– Prof. Dr. Kai Niebert, Deutscher Naturschutzring (DNR)
– Prof. Dr. Monika Pischetsrieder, Lehrstuhl für Lebensmittelchemie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
– Prof. Dr. Klaus Richter, Lehrstuhl für Holzwissenschaft, Technische Universität München
– Prof. Dr. Imme Scholz, Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE)
– Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekretärin a.D.
– Prof. Dr.-Ing. Daniela Thrän, Deutsches Biomasseforschungszentrum gemeinnützige GmbH (DBFZ)
– Dr. Markus Wolperdinger, Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB). Weitere Informationen: https://ots.de/xORym5 https://biooekonomierat.de/ Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Mit Quantenkommunikation vertrauliche Daten um ein Vielfaches sicherer machen

02.12.2020 – 16:35

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Bundesforschungsministerin zieht Zwischenbilanz in der Forschung zur Quantenkommunikaton Unter dem Dach der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Initiative QuNET entwickeln die Fraunhofer-Gesellschaft, die Max-Planck-Gesellschaft und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt seit Ende 2019 Technologien für ein Pilotnetz zur Quantenkommunikation in Deutschland. Dieses dient der abhör- und manipulationssicheren Datenübertragung und soll zunächst zwischen zwei Bundesbehörden erprobt werden. Nach einem Jahr Projektlaufzeit zieht Bundesforschungsministerin Anja Karliczek eine erste Zwischenbilanz in der Forschung zur Quantenkommunikation: “Für die Bundesregierung hat der Schutz der Privatsphäre von Bürgerinnen und Bürgern auch in der digitalen Welt höchste Priorität. Ebenso ist für die Wirtschaft die Sicherheit des Datenaustausches von elementarer Bedeutung. Diese Sicherheit kann auf Dauer nur mit Hilfe von Quantenkommunikation erreicht werden. Im Jahr 2019 habe ich daher die Pilotinitiative QuNET ins Leben gerufen, die das Bundesforschungsministerium gemeinsam mit weiteren Maßnahmen zur Quantenkommunikation mit über 150 Millionen Euro für sieben Jahre fördert. Die zukunftsweisende Forschung, die im Projekt QuNET geleistet wird, zielt auf eine abhörsichere Datenübertragung. Wir wollen mit ganzer Kraft dafür sorgen, Sicherheitslücken zu schließen, Abhörversuche sichtbar zu machen sowie diese schnell und wirksam zu bekämpfen. Durch Quantenkommunikation werden wir vertrauliche Daten um ein Vielfaches besser schützen können als mit den derzeit üblichen Verfahren. Quantenkommunikation ermöglicht zudem noch eine darüber hinaus reichende Anwendungsperspektive – die Vernetzung von Quantencomputern zu einem künftigen ‘Quanteninternet’. In diesem können in Zukunft Quantencomputer verschiedener Forschungseinrichtungen ihre Leistungsfähigkeit vereinen, um gemeinsam an wichtigen Forschungsfragen zu arbeiten, etwa zum Klimawandel oder zur Entwicklung von Medikamenten oder Materialien. Eine solche Vernetzung wäre bahnbrechend und könnte Anwendungen ermöglichen, die mit heutigen Technologien nicht annähernd zu verwirklichen sind. Mein Ziel ist es, Deutschland im Bereich des “Quanteninternet” an die Weltspitze zu bringen. Deutschland kann auf diesem Gebiet zum Innovationsmotor der Europäischen Union werden und uns ein gutes Stück weiterbringen auf unserem Weg zur technologischen Souveränität. QuNET leistet hier einen wichtigen Beitrag. Bereits im ersten Jahr wurden im Projekt Technologien für eine quantengesicherte Verbindung zwischen zwei Bundeseinrichtungen entwickelt. Ich freue mich schon sehr auf die entsprechende Präsentation, die wir vor Ort durchführen werden, sobald dies die Pandemielage zulässt.” Hintergrund: Das Bundesforschungsministerium versteht die Quantenkommunikation als wichtige Schlüsseltechnologie, um Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft ein sicheres Leben in der digitalen Welt zu ermöglichen. Seit 2015 ist die Quantenkommunikation integraler Bestandteil des Forschungsrahmenprogramms der Bundesregierung zur IT-Sicherheitsforschung. Den Aufbau einer Quantenkommunikationsstruktur hat die Bundesregierung zudem in der Hightech Strategie 2025 angekündigt. Darüber hinaus ist Quantenkommunikation ein Themenschwerpunkt des Rahmenprogramms “Quantentechnologien – von der Grundlage zum Markt” der Bundesregierung. Die Initiative QuNET ist dabei ein Leuchtturmprojekt der IT-Sicherheitsforschung. Denn die Quantenkommunikation ermöglicht eine prinzipiell abhörsichere Datenübertragung, die auf fundamentalen physikalischen Prinzipien beruht. Auf der anderen Seite besteht die Gefahr, dass leistungsfähige Quantencomputer schon bald viele kryptografische Verfahren entschlüsseln können, die heute z. B. beim Online-Banking oder beim Abrufen von E-Mails verwendet werden. In der deutschen und internationalen Grundlagenforschung werden verschiedenste Technologien zur abhörsicheren Quantenkommunikation erprobt. Die Kombination dieser vielfältigen Technologien sowie deren Verknüpfung mit bereits existierenden Infrastrukturen, stellt eine große Herausforderung dar. QuNET ist dabei ein wichtiger Meilenstein bei der Umsetzung der Forschungsergebnisse in alltagstaugliche Systeme. Das BMBF fördert QuNET voraussichtlich mit 125 Millionen Euro bis 2026. Zusammen mit weiteren Maßnahmen werden so in den nächsten Jahren mehr als 150 Millionen Euro in die Erforschung der Quantenkommunikation investiert. Mit dem Pilotnetz QuNET soll die sichere Kommunikation für öffentliche Einrichtungen in Deutschland erforscht und erprobt werden. Die darauf aufbauenden Quantenkommunikationsstrukturen werden in Zukunft auch für die Industrie sowie für Bürgerinnen und Bürger zugänglich sein. Um die Berücksichtigung der notwendigen Sicherheitsaspekte zu gewährleisten, die zur Zertifizierung der Quantenkommunikationskomponenten notwendig sind, arbeitet QuNET eng mit einem Beirat zusammen, in dem das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sowie einschlägige Firmen der Kommunikations- und IT-Sicherheitsbranche eingebunden sind. Weitere Informationen: Projektsteckbrief: https://www.forschung-it-sicherheit-kommunikationssysteme.de/projekte/qunet-alpha) Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Hoffnungsvolle Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich zur Impfstoff-Zulassung

02.12.2020 – 15:07

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) BioNTech und Pfizer erhalten für ihren Impfstoff gegen COVID-19 erste Zulassung im Vereinigten Königreich Heute haben die beiden Unternehmen BioNTech und Pfizer für ihren mRNA-basierten COVID-19-Impfstoffkandidaten BNT162b2 eine Notfallzulassung erhalten. Die Zulassung wurde von der britischen Arzneimittel-Agentur Medicines and Healthcare products Regulatory Agency erteilt und gilt für das Vereinigte Königreich. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Wir haben heute Morgen eine wichtige Nachricht erhalten. Der erste Impfstoff gegen COVID-19 ist in Großbritannien zugelassen worden. Es ist der mRNA-basierte Impfstoff von BioNTech und Pfizer. BioNTech wird aktuell durch das Bundesforschungsministerium zur Beschleunigung seiner Forschung und Entwicklung von Impfstoffen gegen COVID-19 mit insgesamt 375 Millionen Euro gefördert. Bei der Entscheidung der britischen Regulierungsbehörde handelt es sich um eine sogenannte Notfallzulassung auf Grundlage des britischen Rechts. Die heutige Entscheidung ist keine Entscheidung für Europa. Aber die Genehmigungsbehörde in Großbritannien hat ebenfalls strenge Maßstäbe, wie wir wissen. Und dennoch unterscheidet sich das Recht. Insofern kann ich sagen: Diese Notfallzulassung ist sicher ein weiteres positives Zeichen für die Entwicklung eines Impfstoffs, der in absehbarer Zeit auch in Deutschland eingesetzt werden könnte. Die Prüfungen der Europäischen Arzneimittel-Agentur über die Zulassung in Europa laufen ja bereits. Der Antrag auf Zulassung ist von BioNTech und Pfizer auch dort gestellt. Wir sollten nun das Genehmigungsverfahren durch die Europäische Arzneimittel-Agentur in Ruhe abwarten. Die Agentur hat gestern angekündigt bis zum 29. Dezember über eine Zulassung zu entscheiden. Am 11. Dezember soll es eine öffentliche Anhörung geben. Es ist mir wichtig zu sagen: Der Impfstoff muss sicher und wirksam sein. Dies muss für Europa und damit auch für Deutschland in dem hier üblichen Verfahren festgestellt werden. Wir haben immer betont, dass auch im Fall eines COVID-19-Impfstoffes keine gesonderten Abkürzungen vorgenommen werden. An den üblichen Anforderungen an einen Impfstoff werden keine Abstriche gemacht. Nur so können wir das Vertrauen in der Bevölkerung in den Impfstoff weiter ausbauen. Die Sicherheit und Wirksamkeit des Impfstoffs muss gewährleistet sein und ich bin mir sicher: Sie wird gewährleistet sein!” Hintergrund: Zur Beschleunigung der Impfstoffentwicklung gegen SARS-CoV-2 ist vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ein nationales Sonderprogramm aufgelegt werden. Hiermit sowie mit weiteren Fördermaßnahmen zur Erforschung von COVID-19 reagierte das BMBF unmittelbar auf die Fragestellungen des Umgangs und der Bekämpfung von COVID-19. Mit dem Sonderprogramm werden gefördert: – die klinische Impfstoffentwicklung der Phasen I-III,
– die frühzeitige Ausweitung der Produktions- und Abfüllkapazitäten,
– die Ausweitung der Kapazitäten der klinischen Prüfung in Deutschland. Geförderte Projekte, Fördersummen (gerundet) BioNTech BNT-Covid-19-Vaccine – Beschleunigte Entwicklung und Bereitstellung eines mRNA-basierten COVID-19-Impfstoffs (BNT162) 375 Mio. Euro CureVac ACE-mR-CoV – Entwicklung, Testung und Produktion eines SARS-CoV-2 Impfstoffes auf Basis der mRNA Technologie 252 Mio. Euro IDT Biologika MSarsCoV2 – Entwicklung eines rekombinanten viralen Vektorimpfstoffes zur aktiven Immunisierung von Risikogruppen gegen klinische SARS-2 Coronavirus Infektionen 114 Mio. Euro Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/de/coronavirus-was-tut-das-bmbf-11069.html https://www.bmbf.de/de/bis-zu-750-millionen-euro-fuer-impfstoffentwicklung-11853.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Kabinett beschließt Fortschreibung der KI Strategie der Bundesregierung

02.12.2020 – 13:52

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) KI-Mittel werden von drei auf fünf Milliarden Euro bis 2025 erhöht Heute hat das Kabinett die fortgeschriebene Strategie Künstliche Intelligenz beschlossen. Damit reagiert die Bundesregierung auf neue Entwicklungen und Bedarfe, die sich seit der Veröffentlichung der KI-Strategie im November 2018 ergeben haben. Um Deutschland im Kampf gegen die COVID-19-Pandemie zu stärken und die Grundlagen für die Wettbewerbsfähigkeit auch nach der Krise zu legen, verstärkt die Bundesregierung ihr Engagement für die Zukunftstechnologie KI noch einmal deutlich: Bis 2025 werden die Investitionen des Bundes in KI aus Mitteln des Konjunktur- bzw. Zukunftspaketes von drei auf fünf Milliarden Euro erhöht. Bundesministerin Anja Karliczek: “Wir wollen Deutschland zu dem großen Innovationstreiber der Zukunftstechnologie Künstliche Intelligenz in Europa machen und dafür sorgen, dass die Europäische Union im hart geführten internationalen Wettbewerb bestehen kann und künftig Standards in aller Welt setzt. Es ist wichtig, dass wir die technologische Souveränität Europas auf Zukunftsfeldern wie KI erhöhen. Gerade vor diesem Hintergrund habe ich mich dafür eingesetzt, dass wir als Bundesregierung neben dem Konjunkturpaket auch ein Zukunftspaket schnüren, das erhebliche Investitionen in Schlüsseltechnologien ermöglicht. Wir wollen einer KI den internationalen Durchbruch verleihen, die klipp und klar dem Menschen dient. Mit der KI-Strategie haben wir die Grundlage geschaffen, Deutschland und Europa an die Weltspitze der Forschung und Anwendung von KI zu bringen. Mit der Fortschreibung der Strategie setzen wir den Weg nun fort – und zwar auf ganzer Breite. Wir fördern die Spitzenforschung in den KI-Kompetenzzentren und stärken die Entwicklung und Anwendung von KI auf zentralen Anwendungsfeldern, wie der Gesundheitsforschung oder der nachhaltigen Entwicklung. Wir wollen kleine und mittlere Unternehmen verstärkt befähigen, Ergebnisse aus der KI-Forschung besser für sich nutzen zu können. Und ich möchte, dass Deutschland zum attraktivsten KI-Forschungsstandort der Welt wird, der die klügsten Köpfe weltweit anzieht. Deshalb fördern wir über unterschiedliche Programme neue KI-Professuren und den wissenschaftlichen Nachwuchs.” Bundesminister Hubertus Heil: “Mit der KI-Strategie fördern wir mit fünf Milliarden Euro die entscheidende Zukunftstechnologie des 21. Jahrhunderts. KI bietet als Schlüsseltechnologie große Chancen für Wohlstand und eine moderne Arbeitswelt. Um KI-Anwendungen in der betrieblichen Wirklichkeit und der Arbeitswelt einzusetzen, braucht es für die Unternehmen und die Beschäftigten Sicherheit und Vertrauen. Mit der Ausweitung der Zukunftszentren auf ganz Deutschland unterstützen wir kleine und mittlere Betriebe, damit sie KI-Anwendungen in ihren Alltag integrieren können. Das KI-Observatorium des BMAS wird die Anforderungen an sichere und vertrauenswürdige KI analysieren und Empfehlungen für deren Weiterentwicklung geben. Mit der Civic Innovation Platform und dem Ideenwettbewerb “Gemeinsam wird es KI” haben wir im September damit begonnen, die Voraussetzungen für mehr gemeinwohlorientierte KI-Innovationen zu schaffen. Mit dem Projekt wollen wir das Potenzial künstlicher Intelligenz für den gesellschaftlichen Fortschritt nutzen.” Bundesminister Peter Altmaier: “Mit schlagkräftigen Initiativen und mehr Geld für die Künstliche Intelligenz sichern wir heute die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit von morgen. Zentral ist, den Transfer von Forschungsergebnissen in die Anwendung zu verbessern und die breite Nutzung von KI im gesamten Mittelstand anzustoßen. Um vermehrt KMU in der Fläche zu erreichen, erweitern wir daher unser KI-Trainer-Programm gezielt auf Multiplikatoren wie Kammern und Verbände. Mit einem speziellen Förderaufruf für KI zur Krisenbewältigung und -vorsorge im Rahmen des KI-Innovationswettbewerbs reagieren wir auf die aktuellen Herausforderungen der COVID-19-Krise. Für sichere KI-Systeme werden wir ein Institut des DLR bei volkswirtschaftlich systemrelevanten Infrastrukturen ausbauen.” Künstliche Intelligenz (KI) ist eine Schlüsseltechnologie, die großes Potenzial für Wirtschaftswachstum und Produktivitätszuwächse birgt – in Deutschland, Europa und weltweit. Um dieses Potenzial zum Wohle der Menschen und der Umwelt verantwortungsvoll und gemeinwohlorientiert zu fördern und zu nutzen, hat die Bundesregierung mit der Strategie Künstliche Intelligenz (KI-Strategie) einen Handlungsrahmen entwickelt und weitreichende Maßnahmen verabschiedet. Der Fortschreibungsbericht konkretisiert laufende Maßnahmen und zeigt auf, welche neue Initiativen anstehen. Schwerpunkte der Fortschreibungen liegen auf den Handlungsfeldern Forschung, Köpfe und Expertise, Transfer und Anwendung, Ordnungsrahmen und Gesellschaft. Inhaltlich werden insbesondere die Bereiche Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz, Pandemiebekämpfung sowie internationale und europäische Vernetzung im Zentrum neuer Initiativen stehen. Die Fortschreibung ist das Ergebnis von sieben Fachforen, die mit Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft durchgeführt wurden. Die Themenschwerpunkte der Fachforen waren: Forschung, Transfer, Industrie 4.0, Mobilität, Gesundheit und Pflege, Umwelt- und Klimaschutz sowie Ordnungsrahmen für den menschenzentrierten Einsatz von KI in Arbeit und Gesellschaft. Weitere Informationen https://www.bmbf.de/de/kuenstliche-intelligenz-5965.html www.ki-strategie-deutschland.de und www.ki-landkarte.de. Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Mit Bioökonomie auf die Weihnachtszeit freuen

01.12.2020 – 16:06

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Diesjähriger Adventskalender des BMBF zum nachhaltigen Leben Am heutigen 1. Dezember startet das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) seinen alljährlichen Adventskalender. In diesem Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie steht auch dieser Adventskalender im Zeichen einer nachhaltigen Zukunft. Dazu erklärt Bundesforschungsministerin Anja Karliczek: “Bioökonomie ist ein Schlüssel für ein nachhaltiges Leben und eine zukunftsfähige Wirtschaft. Dieses Jahr hat die Bundesregierung die Nationale Bioökonomiestrategie verabschiedet. Das Wissenschaftsjahr 2020|21 hat dieses Zukunftsthema in den vergangenen Monaten verstärkt in die Öffentlichkeit gebracht. Denn in der bioökonomischen Forschung steckt enormes Potenzial und das gilt es, immer wieder aufzuzeigen. Mit dem Adventskalender öffnet das BMBF jeden Tag – vom 1. bis zum 24. Dezember – eine Tür zu der faszinierenden Welt der Bioökonomie.” Hintergrund: Der Adventskalender des BMBF bietet in den kommenden 24 Tagen Antworten auf viele Fragen im Zusammenhang mit einer nachhaltigen Lebens- und Wirtschaftsweise. Haben Sie beispielsweise schon einmal darüber nachgedacht, dass auch der Nikolaus sein Haus nachhaltig winterfest machen sollte? Oder wie er seine Rentiere ohne Zaun im Zaun halten kann? Weihnachten ist das Fest der Nächstenliebe und Gemeinschaft – wie lassen sich Saatgut und Pflanzensorten als Gemeinschaftsgut nutzen? Lassen Sie sich begeistern und inspirieren – jeden Tag aufs Neue: auf https://twitter.com/BMBF_Bund , https://www.instagram.com/bmbf.bund/ und https://de-de.facebook.com/bmbf.de/ Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie Wie können wir nachhaltiger leben, Ressourcen schonen und gleichzeitig unseren hohen Lebensstandard erhalten? Das Wissenschaftsjahr 2020|21 – Bioökonomie hält Antworten auf diese Frage bereit. Bürgerinnen und Bürger waren und sind weiterhin dazu eingeladen, im Dialog mit Wissenschaft und Forschung den Wandel hin zu nachhaltigen, biobasierten Produktions- und Konsumweisen zu diskutieren. In vielfältigen Formaten wird das Konzept der Bioökonomie mit all seinen Potenzialen und Herausforderungen erlebbar gemacht und aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Das laufende Wissenschaftsjahr zum Thema “Bioökonomie” wurde bis Ende 2021 verlängert. https://www.wissenschaftsjahr.de/2020-21/ www.bmbf.de/Konzept-Wissenschaftsjahr2020 Nationale Bioökonomiestrategie: Die Nationale Bioökonomiestrategie wurde am 15. Januar 2020 vom BMBF gemeinsam mit dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) offiziell verkündet. Die Strategie bündelt alle Aktivitäten zur Bioökonomie und legt die Grundlage für zukünftige Forschungs- und Politikansätze. www.bmbf.de/Bioökonomiestrategie-Zusammenfassung https://www.bmbf.de/upload_filestore/pub/BMBF_ Nationale_Biooekonomiestrategie_Langfassung_deutsch.pdf www.bmbf.de/Bioökonomie Pressekontakt: Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2020 – BioökonomieOliver WolffGustav-Meyer-Allee 25 I Gebäude 13/5 I 13355 BerlinTelefon: +49 30 818777-164Telefax: +49 30 BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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Karliczek: Wichtiger Impuls für eine deutsch-australische “Wasserstoffbrücke”

01.12.2020 – 12:27

Bundesministerium für Bildung und Forschung

BerlinBerlin (ots) Die vom BMBF und der australischen Regierung geförderte Machbarkeitsstudie für eine deutsch-australische Lieferkette von Grünem Wasserstoff nimmt ihre Arbeit auf Im September wurde zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Ministerium für Industrie, Wissenschaft, Energie und Ressourcen sowie dem Ministerium für Auswärtiges und Handel von Australien die Absichtserklärung zur Förderung einer Machbarkeitsstudie zu Grünem Wasserstoff unterschrieben. Nun sind die Projektpartner in beiden Ländern gefunden und nehmen ihre gemeinsame Arbeit auf. Hierzu erklärt Bundesforschungsministerin Karliczek: “Grüner Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft. Doch der Zugang zu Grünem Wasserstoff ist bereits hart umkämpft. Als Innovationsland müssen wir uns jetzt um geeignete internationale Partnerschaften kümmern. Nur so können wir den notwendigen Import nachhaltig erzeugter Energie sichern und deutschen Unternehmen frühzeitig die Türen zu Absatzmärkten für Wasserstofftechnologien ‘Made in Germany’ öffnen. Australien hat sich bereits als zentrales Exportland für Grünen Wasserstoff positioniert und ist zudem ein bedeutender Absatzmarkt für deutsche Technologien. Wie wir diese Potenziale heben und welche technologischen, ökonomischen und regulatorischen Lösungen sich anbieten, werden wir nun in einer gemeinsamen deutsch-australischen Machbarkeitsstudie untersuchen. Dabei nehmen wir die gesamte Lieferkette in den Blick – von der Elektrolyse in Australien über den Transport per Schiff bis hin zu Löschung und Nutzung in Deutschland. Die Machbarkeitsstudie ist damit der zentrale Impulsgeber für den Aufbau einer deutsch-australischen “Wasserstoffbrücke”. Mir ist es wichtig, dass die Machbarkeitsstudie auch die konkreten Bedarfe unserer Industrie berücksichtigt. Gerade diese sind von entscheidender Bedeutung, um eine effiziente Lieferkette aufzubauen und sie auf Grundlage von wissenschaftlichen Erkenntnissen zielführend auszurichten. Neben exzellenten Forschungseinrichtungen wirken daher auch namhafte Unternehmen aus der deutschen Wirtschaft an der Studie mit. Ich freue mich sehr, dass wir für die Leitung der Studie hochrangige und qualifizierte Partner gewinnen konnten: auf deutscher Seite die acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) und auf australischer Seite die University of New South Wales. Allen Beteiligten wünsche ich einen guten Start und viel Erfolg.” Holger Lösch, Co-Projektleiter und Stellvertretender BDI-Hauptgeschäftsführer, betont: “Das Projekt HySupply ist ein Meilenstein für den Technologiestandort Deutschland. Es trägt dazu bei, dass wir künftig klimaneutralen Wasserstoff zu wettbewerbsfähigen Preisen importieren können. Das Projekt ermöglicht uns, die Technologieführerschaft im umkämpften Wasserstoffmarkt zu übernehmen. Internationale Partnerschaften, wie mit Australien, sind der Schlüssel, damit sich Deutschland in einer klimaneutralen Welt als Industrienation behauptet.” Professor Robert Schlögl, Co-Projektleiter und Direktor des Fritz-Haber-Institutes der Max-Planck-Gesellschaft und acatech Mitglied, erklärt: “Mit Wasserstoff können wir die Energie der australischen Sonne in Tanker packen und nach Deutschland holen. Jetzt wollen wir untersuchen, wie das im großen Stil und über lange Distanzen machbar ist. Dafür müssen wir an den Schnittstellen des gesamten Systems von Produktion, über Transport, Umwandlung und Nutzung noch dringende Forschungsfragen klären. Wenn uns das gelingt, haben wir mit Australien einen starken Partner gewonnen.” Hintergrund: Das BMBF fördert gemeinsam mit dem Ministerium für Industrie, Wissenschaft, Energie und Ressourcen sowie dem Ministerium für Auswärtiges und Handel von Australien eine 24-monatige Machbarkeitsstudie zu einer Deutsch-Australischen Lieferkette für Grünen Wasserstoff. Die deutschen Projektpartner der Machbarkeitsstudie “HySupply” werden vom BMBF mit über 1,7 Millionen Euro gefördert. Australien und Deutschland haben jeweils eine Nationale Wasserstoffstrategie verabschiedet. Das Vorhaben dient hierbei der Umsetzung beider Strategien. Weitere Informationen: https://www.bmbf.de/de/nationale-wasserstoffstrategie-9916.html Pressekontakt: Pressestelle BMBFPostanschrift11055 BerlinTel.+49 30 1857-5050Fax+49 30 /bmbf_bundwww.facebook.com/bmbf.dewww.instagram.com/bmbf.bund

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