“Rausgepickt – Der Geflügeltalk” / Geflügelwirtschaft startet Podcast: Renate Künast spricht zur Premiere über Tierwohl und Ernährungssicherheit

22.07.2021 – 11:27

Die deutsche Geflügelfleisch geht mit s erstem Geflügelpodcast “Rausgepickt – Der Geflügeltalk” neue Wege, denn komplexe Themen brauchen Raum für einen offenen Dialog. Zur ersten Folge ist Renate Künast (GRÜNE) zu Gast – eine der kritischsten Stimmen und versiertesten Expertinnen, wenn es um Tierwohl und Ernährungssicherheit geht. Sie diskutiert mit Friedrich-Otto Ripke, dem Präsidenten des Zentralverbandes der Deutschen Geflügel (ZDG).

Am heutigen Donnerstag startet die deutsche Geflügelfleisch ihre neue Podcast-Reihe “Rausgepickt – Der Geflügeltalk”. Hier sprechen Experten der Geflügel mit wechselnden Gästen aus , Gesellschaft und NGOs zu wichtigen, derzeit gesellschaftlich heiß diskutierten Themen wie Tierwohl, regionale Herkunft, Smart Farming oder In-vitro-Fleisch. Zu hören ist der Podcast auf Geflügelzukunft.de sowie auf allen gängigen Streaming-Plattformen.

Michael Steinhauser, Bereichsleiter Kommunikation und esprecher des ZDG, unterstreicht das Angebot zum Austausch: “Der Podcast ist das perfekte Medium, um offen über die großen Fragen unserer Zeit zu sprechen. Wie wollen wir uns in Zukunft ernähren? Wie nachhaltig können wir in Lebensmittel erzeugen? Welchen politischen Rahmen braucht es dafür? Mit uns lässt sich darüber trefflich diskutieren!”

Die erste Folge von “Rausgepickt – Der Geflügeltalk” ist ein intensives Gespräch zwischen der Grünen-erin und ehemaligen Bundeslandsministerin Renate Künast und dem ZDG-Präsidenten sowie Mitglied der Borchert-Kommission Friedrich-Otto Ripke.

Künast wünscht sich von der deutschen Geflügel eine noch bessere Haltung und mehr Transparenz darüber, wer seine Tiere wie hält. Sie betont: “Die Notwendigkeit des Umbaus der Nutztierhaltung ist in den vergangenen Jahren in einer größeren Breite sichtbar geworden.”

Ihr gegenüber mahnt Friedrich-Otto Ripke zu einer realitätsnahen Umsetzung: “Ich möchte nicht, dass wir noch mehr Betriebe verlieren und die Verbleibenden immer größer werden. Wir brauchen die Vielfalt, wir brauchen die großen Qualitätsmarken ebenso wie die Regionalprodukte, wir brauchen die Direktvermarktung und wir brauchen dann am Ende auch eine Herkunftskennzeichnung.” In diesem Kontext verweist Ripke auf die unklare Gesetzeslage, die Notwendigkeit von Planungssicherheit für Landwirte beim Ausbau von Ställen und das kürzlich im gescheiterte staatliche Tierwohlkennzeichen.

In vielseitigen Gesprächsrunden informiert “Rausgepickt” ab sofort nicht nur über die Geflügelbranche, sondern bespricht auch Themen wie Ernährung und Gesundheit, aktuelle Food-Trends oder neueste wissenschaftliche Erkenntnisse. Die fachliche Expertise der geladenen Gäste ordnet die diskutierten Inhalte gleichzeitig in den aktuellen politischen, lichen sowie gesellschaftlichen Rahmen ein. Durch die Gespräche führt jeweils die bekannte Moderatorin und Journalistin Daniela Ulbing.

Die erste Folge des Podcast “Rausgepickt – Der Geflügeltalk” finden Sie zum Nachhören unter: Geflügelzukunft.de und auf allen gängigen Streaming-Plattformen

Weitere spannende Zitate aus “Rausgepickt – Der Geflügeltalk” Folge 1:

Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügel (ZDG):

“Insgesamt muss die Geflügel nicht in Sack und Asche gehen, aber ich behaupte auch nicht, dass wir nicht noch besser werden können und auch besser werden wollen.”

“Die Ergebnisse unser Verbraucherbefragung sind ermutigend: 75 Prozent wollen gerne regionale Produkte aus deutscher Herkunft kaufen und 25 Prozent sind bereit, auch mehr zu zahlen für Lebensmittel mit mehr Tierwohl. Das macht Mut.”

“Lebensmittel werden teurer und müssen teurer werden.”

“Wenn der LEH neben den teureren Tierwohlprodukten aus immer noch das billige Angebot hält, im Regal direkt nebenan, aus den ost-europäischen Ländern ohne Tierwohl-Haltungskriterien, dann macht es das uns schwerer. Wir brauchen den LEH im Boot.”

“Wir wollen das Pflichtlabel für Haltungs- und Herkunftskennzeichnung. Wir brauchen die EU-Harmonisierung und wir müssen den LEH ins Boot holen.”

“Wir brauchen dringend EU-Lösungen, sonst wird die Wettbewerbsfähigkeit in weiter den Bach runtergehen.”

Renate Künast, Grünen-erin und Mitglied des sausschusses für Ernährung und Land

“Fast alle, die sich mit oder beschäftigen, sagen: ‘Wir müssen weniger Tiere halten und individuell als Personen aus Gesundheitsgründen weniger Fleisch essen – und innerhalb der Fleischfrage lieber das Weiße als das Rote’.”

“Wir müssen die Anzahl der Tiere reduzieren. Die deutsche Gesellschaft für Ernährung sagt seit einigen Monaten ‘esst weniger Fleisch’.”

“Es muss ein ganzheitliches Konzept her! Mich ärgert immer, dass wir die Konkurrenz aus dem Ausland noch unterstützen. Das geht so nicht. Natürlich müssen wir innerhalb der EU gegenüber Drittstaaten respektvoll sein, aber […] es muss schon so sein, dass wir beim innerhalb der EU oder bei den Importen auch auf genau diese Aspekte [Haltungsstandards] achten.”

“Auch tierische Erzeugnisse, die verarbeitet sind, sollten ein Haltungskennzeichen aufweisen.”

“Die Notwendigkeit des Umbaus der Nutztierhaltung ist in den vergangenen Jahren in einer größeren Breite sichtbar geworden, weil mehr Leute darauf einsteigen.”

“Die ganze Debatte über , Biodiversität aber auch per se wird weiter anwachsen – da ist jetzt ein ganz großes Bewusstsein für den Themenkomplex da und deshalb auch Handlungsdruck.”

ekontakt:

ZDG Zentralverband der Deutschen Geflügel e. V.
Michael Steinhauser
Claire-Waldoff-Str. 7 | 10117 Berlin
Tel. 030 288831-40 | Fax 030 288831-50
E-Mail: | Internet: www.zdg-online.de

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