Antrag gegen Verwen­dung geschlechtergerechter Sprache abgelehnt

Deutscher Bundestag

Der hat am Donnerstag, 24. Juni 2021, einen -Antrag abgelehnt, in dem sie sich gegen die Verwendung der „sogenannten gendergerechten Sprache durch die Bundesregierung“ sowie in Drucksachen des es (19/30964) ausspricht. Der Antrag wurde in namentlicher Abstimmung mit 532 Stimmen gegen 74 Stimmen bei drei Enthaltungen zurückgewiesen.

Ein weiterer Antrag mit dem Titel „Bessere Lesbarkeit von Drucksachen durch Verzicht auf Gendersprache“, mit dem die Geschäftsordnung des Deutschen es geändert werden soll (19/30965), wurde zur federführenden Beratung an den Geschäftsordnungsausschuss überwiesen.

Erster Antrag der

So soll zugunsten einer „besseren Lesbarkeit“ auf gendergerechten Sprache verzichtet werden, so die . Sie fordert eine Änderung der Geschäftsordnung des es. Demnach soll im Rahmen jeglicher Äußerungen – unabhängig von ihrer Form – die sogenannte „gendergerechte Sprache“, insbesondere in Form von Gender-Sternen, Doppelpunkten, Binnen-Is, Schräg- oder Unterstrichen nicht angewendet werden. 

Zur Begründung heißt es unter anderem, dass die Verwendung der sogenannten „gendergerechten Sprache“ zu einer unnatürlichen Verunstaltung der deutschen Sprache führe, durch welche ihre Verständlichkeit erheblich eingeschränkt werde.

Zweiter Antrag der

Demnach hätten in den Vorlagen des Deutschen es das Gendersternchen, Binnen-I und andere Formen der sogenannten gendergerechten Sprache Einzug gehalten. Grundsätzlich würden die Vorlagen durch die en, also die politische Ebene erstellt. Beim Umgang mit diesen halte sich die sverwaltung an das „Handbuch der Rechtsförmlichkeit“. Allerdings würden Gender-Sterne, Quer- oder Bindestrichen in Texten „bis auf Weiteres“ durch die Mitarbeiter der Verwaltung nicht mehr korrigiert, mit der Begründung, dass die Gesellschaft für deutsche Sprache noch nicht abschließend entschieden habe, wie mit dem Einzug des sogenannten „Gender Mainstreaming“ in die Sprache umzugehen sei.

Der soll beschließen, die Geschäftsordnung des Deutschen es dahingehend zu ändern, dass die Anwendung einer klaren und verständlichen Schreibweise verpflichtend wird und auf jedwede Darstellung des sogenannten „Gender Mainstreamings“ zu Gunsten der Lesbarkeit verzichtet wird, heißt es in der Vorlage. (sas/24.06.2021)

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