„Wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte“

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Ausgefallene Ausbildungsmessen, weniger Möglichkeiten für Praktika in Betrieben, eine lich unsichere Lage: Die hat auf dem Ausbildungsmarkt deutliche Spuren hinterlassen. Oft finden Interessenten und Betriebe derzeit nur schwer zusammen. Damit sich dies ändert, wirbt der „Sommer der Berufsausbildung“ für die guten Perspektiven des dualen Systems. Bund, Länder und Sozialpartner wollen gemeinsam junge Leute, ihre Eltern und Betriebe ansprechen – mit acht Aktionstagen, die verschiedene Aspekte der Berufsausbildung beleuchten.

Die heutige teils virtuelle Veranstaltung bildete den Auftakt einer Reihe von insgesamt acht Aktionstagen zum „Sommer der Berufsausbildung. Dabei werben die Partner der Allianz für Aus- und Weiterbildung für das Erfolgsmodell der dualen Ausbildung. Der Allianz gehören Bund, Länder, Arbeitgeber und Gewerkschaften an. Ihr Ziel ist es, dass möglichst viele junge Menschen in diesem Jahr ihre Berufsausbildung im Betrieb beginnen können – trotz -.

Beim Auftakt der Reihe machte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek den Wert einer Ausbildung deutlich – de in der aktuell schwierigen Zeit. „Denn wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte, damit auch in Zukunft innovativ und international wettbewerbsfähig bleibt“, so die Ministerin.

Gute Ausbildungschancen im Handwerk  

Beim ersten Aktionstag standen die Ausbildungschancen im Handwerk im Mittelpunkt. „Die berufliche Ausbildung im Handwerk ist zukunftsorientiert und bietet jungen Menschen eine moderne und solide Grundlage für den Start ins Berufsleben“, erklärte Handwerks-Präsident Hans Peter Wollseifer. Aktuell seien noch rund 32.000 Ausbildungsstellen im Handwerk frei.        

Wie innovativ eine Handwerks-Ausbildung sein kann, wurde bei dem teils virtuellen Aktionstag unter dem Motto „Lernorte der Zukunft – echt.nachhaltig.digital“ deutlich. Ein Tischlermeister und zwei Auszubildende gaben einen kurzen Einblick in eine sogenannte überbetriebliche Lehrlings-Unterweisung der Handwerkskammer Koblenz. In dem Ausbildungszentrum bekommen die Lehrlinge die Möglichkeit, weitere praktische Seiten des Berufs kennenzulernen – insbesondere auch digitale High-Tech. Der Tischler-Auszubildende Tim zeigte sich beispielsweise beeindruckt von der digitalen CNC-Fräse. „So etwas kannte ich aus meinem Betrieb noch nicht“.

Bund fördert Ausbildungszentren

Nicht jedes Unternehmen könne sich große, digitale Geräte leisten, betonte Handwerks-Präsident Wollseifer. Umso wichtiger seien diese überbetrieblichen Orte für eine hochwertige Ausbildung. Das Bundesbildungsministerium unterstützt die Modernisierung überbetrieblicher Ausbildungs- und Kompetenzzentren aktuell jährlich mit 72 Millionen Euro.  

Innovative und digitale Technik kommt mittlerweile in den allermeisten der etwa 130 Handwerksberufe zum Einsatz – beispielsweise bei Dachdeckern, im Hochbau oder im KFZ-Gewerbe. Die Digitalisierung spreche auch zunehmend Abiturientinnen und Abiturienten an, erklärte Wollseifer. Diese „brauchen wir auch im Handwerk, weil sie die komplexe Technik durchdringen können“.

Ausbildung auch für Gymnasiasten interessant

Aus diesem Grund wirbt das Handwerk auch in Gymnasien um Nachwuchs. Beim Aktionstag schaltete sich eine Klasse des Gymnasiums Bad Kreuznach dazu. In einer Schulstunde innerhalb der Berufsorientierung stellte sich ein junger Handwerksmeister den Fragen der Jugendlichen. Besonders interessierten die möglichen Karrierechancen.

„Handwerker sind Zukunftsgestalter“

Hierzu hoben Karliczek und Wollseifer die Gleichwertigkeit der beruflichen und der akademischen Bildung hervor. Durch die stark zunehmende Bedeutung der Nachhaltigkeit und der Digitalisierung seien viele Berufe in einem Transformationsprozess, betonte die Ministerin. Und dass sich die ganze Arbeitswelt de weiterentwickle, empfinde sie als „super spannend“. Für Wollseifer sind Handwerker „Zukunftsgestalter“. Sie seien tagtäglich mit Zukunftsthemen wie schutz, Emissionseinsparungen oder der E-Mobilität beschäftigt.      

Zum Abschluss des ersten Aktionstags zum „Sommer der Berufsausbildung“ stellte Ministerin Karliczek klar: Der Wertebegriff „Made in Germany“ sei zum großen Teil auf die “tolle Ausbildung“ in zurückzuführen. Das Berufsbildungssystem sei eines der besten – in der ganzen Welt.       

In ihremVideo-Podcast hat Bundeskanzlerin Angela bereits am 11. Juni auf den „Sommer der Berufsausbildung“ aufmerksam gemacht. Junge Menschen auf dem Weg ins Berufsleben seien besonders hart von den Folgen der betroffen. „Deshalb müssen wir alles daransetzen, Ausbildungs- und Berufschancen zu sichern – für die jungen Menschen selbst und auch zur Fachkräftesicherung unserer “, so die Kanzlerin.      

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