Social-Media-Kampagnen der AfD und ein “potentieller Unterstützer”: Neue Vorwürfe im AfD-Spendenskandal

15.06.2021 – 16:00

                

CORRECTIV

Essen (ots)

Gemeinsame Recherchen von CORRECTIV und Frontal21 weisen darauf hin, dass der Erfolg der auf Facebook auch auf eine Finanzierung aus externen Quellen zurückgehen könnte, die die bislang nicht ordnungsgemäß offen legte. Dies legt ein E-Mail-Austausch nahe, der CORRECTIV und Frontal21 vorliegt. Die könnte vor einem neuen Kapitel ihres spendenskandals stehen.

Im Mai 2016 schrieb chef Jörg in einer E-Mail an einen Social-Media-Experten, dass er für “ und Manpower” einen “potentiellen Unterstützer” kontaktiere. Die Ex-chefin Frauke Petry erhebt den Vorwurf, dass in der Folge tatsächlich ahlt worden sei.

Nach Aussagen von Frauke Petry gegenüber CORRECTIV und Frontal21 soll es sich bei dem “potentiellen Unterstützer” offenbar um den Immobilien-Milliardär Henning Conle n. “Ich habe Kenntnis davon, dass Jörg illegale Spendener von Henning Conle vorbei an den offiziellen gremien in illegale Kanäle gelenkt hat, unter anderem zur Unterstützung des Social Media Auftritts der , sagt Petry CORRECTIV und Frontal21.

wollte auf Anfrage von CORRECTIV und Frontal21 nicht antworten, Henning Conle und die haben sich bis Redaktionsschluss nicht geäußert. Alice Weidel gibt an, der Vorgang sei ihr nicht bekannt.

Diese Informationen überreichte Petry schriftlich am Dienstag, 15.06.2021, dem Bundestagspräsidenten, der die enfinanzierung überwacht. Zudem äußert sie diesen Vorwurf in ihrem Buch “Requiem für die ”, das diese Woche erscheint.

Ein ähnlicher Fall ist bereits bekannt: Am Mittwoch, 16.06.2021, vert das Verwaltungsgericht in Berlin über die Klage der gegen den Bescheid der Bundestagsverwaltung bezüglich der verschleierten Spende zugunsten der Spitzenkandidatin der , Alice Weidel. Im Sommer 2017 waren Spenden in Höhe von 132.000 Euro an den Kreisverband von Weidel überwiesen worden. Die zahlte die Spenden zurück, allerdings erst verspätet. Die Bundestagsverwaltung sah es als erwiesen an, dass die Spenden verschleiert wurden und offenbar von dem Milliardär Henning Conle kamen.

Sollten die Angaben von Petry zutreffen, wäre dies nach Ansicht der enrechtlerin Sophie Schönberger von der Universität Düsseldorf ein starkes Anzeichen für eine illegale spende.

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