Nach überwiegend friedlichen Feiern erneute Räumung der Aaseewiesen wegen aggressiver Randalierer – Störer attackieren Beamte von Polizei und Ordnungsamt mit Flaschenwürfen und zünden Pyrotechnik

Polizei NRW

Die Maßnahmen der Allgemeinverfügung der Stadt Münster zeigten am Freitagabend und in der Nacht zu Samstag erste Erfolge. Die große Mehrheit der Besucher hielt sich infolge der Kontrollen und Ausleuchtung der Aaseewiesen durch das Technische Hilfswerk an das Glasflaschenverbot, zu laute Musikboxen wurden runtergeregelt, das Parkverbot an der Adenauerallee wurde überwiegend beachtet und vereinzelt durch Abschleppen durchgesetzt. Das Müllaufkommen war geringer als zuvor. Anhänger der sogenannten Poserszene wurden nur ganz vereinzelt festgestellt.

Dennoch zeigten sich unter den Hunderten vorwiegend friedlich feiernden Besuchern erneut einige Personen, die das Beisammensein durch aggressives und gewalttätiges Verhalten störten. Zum Großteil kamen diese jungen Männer offenbar aus dem Umland von Münster, insbesondere dem nördlichen Ruhrgebiet. Im Laufe der Nacht ereigneten sich Körperverletzungsdelikte, bei denen Polizisten einschritten. Am frühen Morgen kippte die Stimmung unter den verbliebenen, teils erheblich alkoholisierten Personen auf der Wiese. In einem Teilbereich zur Bismarckallee sammelten sich bis zu 250 aggressiv auftretende Personen, vereinzelt wurde Pyrotechnik in Form von “Böllern” ündet. Ein Mann wiedersetzte sich nach einem Körperverletzungsdelikt den Maßnahmen der Beamten und verletzte einen Polizisten leicht. Er wurde in Gewahrsam genommen. In einigen Fällen flogen Plastikflaschen auf die Einsatzkräfte von Stadt und .

Die Polizisten forderten die letzten Feiernden gegen 2 Uhr mehrfach mittels Lautsprecherdurchsagen auf, den Bereich der Giant Pool Balls zu verlassen. Ein Großteil kam dieser Aufforderung nicht nach. Mit Unterstützung von alarmierten Hundertschafskräften räumte die gegen 2:15 Uhr schließlich die Wiese in Richtung der Weseler Straße.

Im Kreuzungsbereich attackierten einige Randalierer die Einsatzkräfte mit Glasflaschenwürfen und zündeten wenige “Böller”. Glücklicherweise wurde hierbei niemand verletzt. Im Anschluss kam es vor allem in der Aegidiistraße zu Sachbeschädigungen an Blumenkübeln und Lärmbelästigungen, einige Fahrräder wurden umgeschmissen.

Insgesamt fertigten die Polizisten Strafanzeigen wegen Körperverletzungsdelikten, Beleidigung, Widerstands, versuchter Gefangenenbefreiung, Sachbeschädigung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr. Fünf Personen wurden in Gewahrsam genommen und mussten die Nacht im präsidium verbringen. Die Ermittlungen zu den Flaschenwerfern dauern an.

Welche Konsequenzen aus der vergangenen Nacht für den heutigen Abend am Aasee zu ziehen sind, werden Stadt und in enger Abstimmung entscheiden.

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