Das sind die „startsocial“-Preisträger

Bundesregierung

Romanusbad Siebenlehn e.V. – Sonderpreis der Bundeskanzlerin 

Jährlich schließen zahlreiche Bäder in . Das ist ein Problem, denn laut der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) können nur 40 Prozent der Zehnjährigen sicher schwimmen. Auch dem

Romanusbad Siebenlehn in Sachsen – ein Freibad in einer strukturschwachen ländlichen Gemeinde – drohte vor 20 Jahren das Aus.

Dank eines auf Jugendarbeit und Bürgerbeteiligung angelegen Konzeptes mit nur sehr geringem Zuschussbedarf konnte das Freibad erhalten werden. Seitdem wird es komplett ehrenamtlich von dem Förderverein betrieben. Schule und Kita des Ortes nutzen das Bad kostenlos und mit Erfolg: Alle Achtjährigen können hier schwimmen, 95 Prozent von ihnen erhalten auch ein Schwimmabzeichen. Zudem werden Jugendliche auf Kosten des Vereins zu Rettungsschwimmern ausgebildet. 90 Jugendliche haben diese Ausbildung bereits absolviert, ein Drittel davon waren gefährdete Jugendliche. Arbeitseinsätze verbinden alle sozialen Schichten, Alt und Jung und stärken den Zusammenhalt im Ort.

FASD e.V.

Mütterlicher Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist eine häufige Ursache für körperliche oder geistige Beeinträchtigungen von Neugeborenen. Alle Formen dieser vorgeburtlichen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) zusammengefasst. In leben mehr als 715.000 Menschen, die deshalb ihr Leben lang körperlich und/oder geistig beeinträchtigt sind.

Deshalb setzt sich

FASD e. V. aus Niedersachsen seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich für die Prävention der Fetalen Alkoholspektrumstörung, aber auch für die betroffenen Menschen ein. Ziel des Vereins ist es, die Öffentlichkeit über die Auswirkungen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft und der Stillzeit zu informieren.

Essen für Alle

Essen für Alle (EfA) ist ein gemeinnütziger Verein in Hessen zur Rettung und Verteilung von Lebensmitteln, die beispielsweise an soziale Einrichtungen oder an Menschen veretilt werden, die keine andere Unterstützung haben. Woche für Woche sorgen die freiwilligen Helferinnen und Helfer dafür, dass rund zwei Tonnen Lebensmittel gerettet und etwa 1.000 Menschen unterstützt werden – davon rund 70 Prozent Kinder. Lebensmittel, die nicht für den menschlichen Verzehr geeignet sind, gehen an stationen. Da im Privathaushalt besonders viele Lebensmittel unnötig weggeworfen werden, organisiert der Verein zudem viele Koch- und Aufklärungs-Workshops an Schulen und für Erwachsene.

Hacker School

Die

Hacker School in Hamburg begeistert seit 2014 Kinder und Jugendliche für das Programmieren und für Informationstechniken (IT). Kinder zwischen 11 und 18 Jahren können mit Hilfe des ehrenamtlichen Engagements von sunternehmen k Projekte online oder direkt in Unternehmen mit den dortigen IT-Spezialistinnen und -Spezialisten erarbeiten. So entdecken sie digitale Kompetenzen und lernen Berufsbilder in der IT kennen.

Damit werden junge Menschen unterstützt, insbesondere auch Mädchen und Teilnehmenrinnen und Teilnehmer aus sozioökonomisch schwächerem Umfeld. Die Hacker School steht außerdem in Verbindung mit Schulklassen und bietet zugleich eine erweiterte Berufsorientierung an. 

School e.V. 

Die Online-Plattform Lern-Fair ermöglicht Schülerinnen und Schülern in ganz den Zugang zu digitalen, kostenlosen und qualifizierten Bildungs- und Förderangeboten, ergänzend zum schulischen Unterricht. Studentinnen und Studenten unterstützen die Kinder und Jugendlichen ehrenamtlich beim Lernen. Vor allem bildungsbenachteiligte Kinder sollen so erreicht werden.

Getragen wird die Plattform vom gemeinnützigen Verein

-School e.V. aus Nordrhein-Westfalen. Innerhalb eines Jahres vermittelte die School schon mehr als 10.000 Lerntandems. Daneben werden auch digitale Gruppenkurse und Projektcoaching angeboten. Um die Angebote qualitativ hochwertig zu gestalten, stellt der Verein für Helferinnen und Helfer zusätzlich Materialien, ein digitales Praktikum für Lehramtsstudentinnen und -studenten sowie ein Mentoring-Programm zur Verfügung.

Ausbildung statt Abschiebung e.V.

Seit 20 Jahren leistet der Verein

Ausbildung statt Abschiebung Hilfe zur Selbsthilfe für geflüchtete Jugendliche mit unsicherem Aufenthalt im Raum Bonn. Das Team leistet Aufenthaltsberatung, Unterstützung bei Bewerbungen, Deutschkurse und Alphabetisierung. 80 Ehrenamtliche übernehmen Ausbildungspatenschaften. Sie halten individuellen Kontakt zu den Jugendlichen und begleiten sie auf dem Weg in ein eigenständiges Leben. Dazu gehören unter anderem Nachhilfe und interkulturelle Freizeitangebote. Jährlich können so bis zu 200 Jugendliche unterstützt werden. Mit verschiedenen Ehrenamtsprofilen, passenden Schulungen und vielfältigen Programmen werden langjährige Beziehungen zwischen Ehrenamtlichen und Geflüchteten geschaffen. 

Aelius Förderwerk e.V.

Das

Aelius Förderwerk aus Nürnberg begleitet Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Haushalten auf ihrem Weg. Das Angebot setzt sich aus einem ideellen Förderprogramm, einem vielfältigen Workshop-Angebot, sowie Online-Beratungsangeboten zusammen. Außerdem verbindet das Mentoring-Programm „Dialog Chancen“ Menschen verschiedener Generationen. Die Vision besteht darin, einen nachhaltigen Beitrag zu fairen Bildungschancen in zu leisten. Viele der Ehrenamtlichen haben selbst einen schwierigen Bildungsweg durchlaufen und möchten heute ihre Erfahrung zurückgeben.

startsocial ist ein bundesweiter Wettbewerb zur Förderung des ehrenamtlichen sozialen Engagements und steht seit 2005 unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela . Unter dem Motto „Hilfe für Helfer“ vergibt startsocial jährlich 100 viermonatige Beratungsstipendien und 25 Auszeichnungen, darunter sieben preise in Höhe von 5.000 Euro, an herausragende soziale Initiativen. 

No tags for this post.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.