10.06.2021 | Mittelhessische Polizei unterstützt die Kampagne „bienenfreundliches Hessen“

Polizei Hessen

 Logo Blaulicht-Honig - Deutscher Honig aus dem Polizeipräsidium Mittelhessen

Etwas später als geplant, aber nun hat das präsidium Mittelhessen viele neue Mitarbeiter! Rund 150.000 Bienen summen kräftig in der Ferniestraße. Drei Kästen und eine blumenreiche Wiese schmücken den Eingangsbereich an der Schranke des Präsidiums. Drei junge Bienenstöcke sind auf dem Gelände der einogen. Von dort fliegen sie los und sammeln eifrig Pollen und Nektar.

Hobby-Imker Matthias Wirbelauer setzt Bienenwachwaben in den Bienenstand ein
Foto: Hobby-Imker Matthias Wirbelauer setzt Bienenwachwaben in den Bienenstand ein

Wir wollen damit einen Beitrag zum schutz und der Biodiversität leisten. Es gibt natürlich noch viele weitere gute Gründe, Bienen zu schützen“, sagte präsident Bernd Paul bei der Vorstellung der bienen im präsidium Mittelhessen und führt fort: „Unser Projekt ist nachhaltig und zeigt, dass es auch am Standort unseres Präsidiums eine sehr schöne bienenfreundliche Umgebung gibt. Wir wollen bald die ersten Erträge von unserem Blaulichthonig bekommen und diese dann auch als Präsent bei Veranstaltungen oder Ehrungen herausgeben. Ich will mich bei dieser Gelegenheit auch ausdrücklich bei den Organisatoren und bei unseren drei Imkern bedanken. Ohne deren hohem Engagement wäre solch ein Ergebnis nicht möglich“, so präsident Bernd Paul bei der Vorstellung des Blaulichthonigs.

Polizeipräsident Bernd Paul bei der Vorstellung des Polizeibienenprojekts im Polizeipräsidium Mittelhessen
Foto: präsident Bernd Paul bei der Vorstellung des bienenprojekts im präsidium Mittelhessen

Seit 2019 tummeln sich die Bienen im präsidium Mittelhessen, zunächst teilweise auf dem Vordach und später auf einer 50 m² großen Wiese. Der Initiator des Projekts, Kriminalbeamter Joachim Kuczera, hatte im Herbst 2019 eine Idee. Das urban-beekeeping ist bei Städtern voll im Trend. Immer mehr Menschen in Städten halten Bienenvölker und helfen damit der . Denn Honigbienen produzieren nicht nur schmackhaften Honig, sie sind auch für andere Nahrungsmittel und für das gesamte Ökosystem von zentraler Bedeutung. Sie legen den Grundstein dafür, dass Obst und Gemüse auf den Tellern landen.

Der Probebetrieb unter Einhaltung der Haltungsregeln mit einem Bienenstock startete auf dem Vordach des präsidiums. Das Projekt begeisterte schnell weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und es fanden zwei weitere Hobby-Imker, die oberkommissare Matthias Wirbelauer und Thilo Strauß, ins Team.

Polizei-Ape vor der Bienenwiese im Polizeipräsidium Mittelhessen - im Hintergrund: Hobby-Imker öffnet einen Bienenstand
Foto: -Ape vor der Bienenwiese im präsidium Mittelhessen – im Hintergrund: Hobby-Imker öffnet einen Bienenstand

Im Frühjahr 2021 zogen die drei Bienenstöcke der Imker auf eine geeignete Wiese des geländes endlich in den selbsthergerichteten Bienenstand ein. Aus der einst grünen Wiese an der Schranke, wurde nun ein Bienenidyll geschaffen. Ein naturbelassener Staketenzaun grenzt den Bienenstand innerhalb des Geländes ab. Nach einer „anfänglichen Eingewöhnungszeit“ sammeln die Bienen im Umkreis von bis zu drei Kilometern Pollen und Nektar. Zahlreiche Unterstützer und Unterstützerinnen trugen die Grasnarbe vor dem Staketenzaun ab und setzten bienenfreundliche Pflanzen ein. Sogar ein Bienenbaum, der oft und gerne von Bienen und Insekten angeflogen wird, hat ein Plätzchen vor dem gelände gefunden. Noch ist er recht klein, aber in kurzer Zeit wird er sicherlich vor Blüten nur so explodieren. „Die Bienen werden ihn lieben“, so die Mitarbeiterin einer Baumschule aus dem Landkreis Gießen bei dem Kauf der 60 cm großen jungen Pflanze.

Hobby-Imker Matthias Wirbelauer streicht vorsichtig über die Ammen, die sich an der Brutwabe befinden
Foto: Hobby-Imker Matthias Wirbelauer streicht vorsichtig über die Ammen, die sich an der Brutwabe befinden

Die -Imker wollen mit den bienen ihren ökologischen Beitrag leisten und vor allem das Bewusstsein für die massiven Bedrohungen dieser nützlichen Insekten wecken. Pestizide, Krankheiten und Monokulturen setzen den Bienen ordentlich zu.

Der erste Blaulichthonig wird in den Sommermonaten erwartet. Durchschnittlich rechnen die Imker mit 20 – 30 Kilogramm Honig pro Volk und Ernte. Der Honig wird unter dem eingetragenen Markennamen „Blaulichthonig“ durch die Imker vermarktet. Ein Teil des Erlöses fließt pro verkauftem Glas in wechselnde, gemeinnützige Naturschutz- / Sozial- oder Präventionsprojekte.

Bei der Vermarktung hat das präsidium Mittelhessen (Behördenleitung / Abteilung e- und Öffentllichkeitsarbeit) jedoch ein „Vorkaufsrecht“, da der Honig als Präsent bei in- wie auch externen Veranstaltungen wie zum Beispiel Prämierungen genutzt werden soll. Das präsidium plant den Honig als Präsentbeilagen bei öffentlichen und internen Veranstaltungen zu verschenken.

noch leere Blaulicht-Honig-Gläser mit einen Wabenteilstück
Foto: noch leere Blaulicht-Honig-Gläser warten auf die Befüllung mit leckerem Blaulich-Honig

Bienenfreundliches Hessen:

Die hessische Bienenkampagne startet unter der Schirmherrschaft des ministeriums im Frühjahr 2017. Ziel ist es, die Situation für die Honigbienen und andere bestäubende Insekten in Hessen weiter zu verbessern. Neben dem Landesverband Hessischer Imker sind noch zahlreiche andere Verbände und Organisationen Partner der Kampagne.

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