Befragung von J.P. Morgan Asset Management: Nachhaltige Investments können der Trigger sein, um Frauen vom Thema Wertpapieranlage zu überzeugen

11.05.2021 – 13:34

                

J.P. Morgan Asset Management

Befragung von J.P. Morgan Asset Management: Nachhaltige Investments können der Trigger sein, um Frauen vom Thema Wertpapieranlage zu überzeugen
  • Insgesamt ist die Akzeptanz des Anlegens immer noch ausbaufähig
  • Studie identifiziert potenziellen zusätzlichen Anlagebetrag von 177 Milliarden Euro von Frauen in zehn Ländern

    Seit über einem Jahr hat die - erhebliche Auswirkungen auf das Leben und Arbeiten – und, da die Menschen weniger für den Konsum ausgeben, auch auf die Ersparnisse. In einigen Bereichen waren Frauen von der überproportional betroffen. Dies hat J.P. Morgan Asset Management zum Anlass genommen, erneut die Einstellung von Frauen zum Thema anlage zu untersuchen und wie sich diese seit der Befragung von 2019 geändert hat. In der aktuellen Studie “Frauen und anlage – Für die Zukunft planen”, für die fast 4.000 Frauen in zehn europäischen Ländern befragt wurden, stand zudem im Fokus, wie sich die Spar- und Anlagegewohnheiten in der verändert haben, wie sich Anlegerinnen und Sparerinnen unterscheiden oder wie Frauen heute anlegen.

    Die gute ist, dass inzwischen 64 Prozent der befragten Frauen als Anlegerinnen Erfahrungen am Kapitalmarkt haben. In und Österreich ist der Anteil der Anlegerinnen mit 71 Prozent sogar über alle untersuchten Länder hinweg führend. Doch obwohl die anhaltend niedrigen Zinsen bereits seit Jahren dazu beitragen, dass das Erreichen der langfristigen Finanzziele rein mit Spareinlagen in immer unerreichbarere Ferne rückt, setzen mit 79 Prozent weiterhin zu viele Frauen auf Sparbücher und Tageser. Das heißt, nicht einmal eine von fünf Frauen (18 Prozent) investiert regelmäßig. Und selbst Anlegerinnen entscheiden sich häufiger dafür, ihre Sparanlagen aufzustocken (37 Prozent) anstatt ihre Investments (29 Prozent).

Anlegen ist gut für das Selbstbewusstsein

Bezeichnenderweise antwortete ein Drittel der Sparerinnen auf die Frage, was sie zu einer Kapitalmarktanlage veranlassen könnte, dass sie gern regelmäßig k Beträge anlegen würden. Das deutet darauf hin, dass sie nach einem Anlageprodukt suchen, das eher wie ein Sparprodukt funktioniert”, betont Pia Bradtmöller

Nachhaltigkeit als treibende Kraft?

Die Befragung zeigt auch, welches Thema eine treibende Kraft sein könnte, die häufig noch fehlende Akzeptanz der Wertpapieranlage zu verstärken: So deuten die Umfrageergebnisse darauf hin, dass nachhaltiges Anlegen, das allgemein als wichtiges Mittel für positive Veränderungen angesehen wird, eine Schlüsselrolle spielen kann. Drei Viertel der befragten Frauen (72 Prozent) sagen, dass nachhaltiges Investieren von großer Bedeutung ist. Für 20 Prozent ist es sogar von “extrem hoher” Bedeutung. Unter den Frauen mit Vorkenntnissen über nachhaltige Investments sind mit 77 Prozent mehr als drei Viertel der Meinung, dass ihre Investments etwas Gutes für die Gesellschaft bewirken. Fast die Hälfte (48 Prozent) sieht nachhaltige Wertpapieranlagen als Zukunft des Anlegens und geht davon aus, nur noch in nachhaltige Unternehmen zu investieren. Die Umfrage offenbart auch, welche Bereiche der Nachhaltigkeit am stärksten im Fokus stehen, wobei der wandel von 65 Prozent der befragten Frauen als wichtigste Priorität eingestuft wird. Für 49 Prozent sind Menschenrechte ein wichtiges Thema, für 48 Prozent das Thema verschmutzung – wobei Frauen aus und Österreich dies mit 65 Prozent überdurchschnittlich wichtig finden.

Trotz des hohen Interesses an nachhaltigen Investments fühlt sich nur ein Viertel der befragten Anlegerinnen gut über das Thema informiert. Zudem äußerte mit 49 Prozent fast die Hälfte aller Befragten Bedenken, dass eine nachhaltige Anlagestrategie die Auswahl ihrer Investments einschränkt. “Dies deutet darauf hin, dass weitere Informationen und eine gute Beratung wichtig sind, um dem Interesse der Frauen an nachhaltigen Investitionen auch Taten folgen zu lassen”, unterstreicht Pia Bradtmöller.

Frauen in und Österreich könnten weitere 39 Milliarden Euro investieren

Insgesamt zeigt die Studie, dass die das Bewusstsein von Frauen für die Notwendigkeit verstärkt hat, für zukünftige Unwägbarkeiten zu planen. Als Hauptgrund für das Sparen wird entsprechend am häufigsten die “Notfallplanung” genannt, gefolgt vom “Sparen für den Ruhestand”. Viele Befragte setzen dabei jedoch lieber auf das Sparbuch statt auf Wertpapieranlagen. Hauptgründe nicht zu investieren sind die empfundene Komplexität (65 Prozent) und die Schwankungen (35 Prozent) des Kapitalmarkts, was zu einem Gefühl fehlender Kontrolle führt – insbesondere im Vergleich zur Flexibilität und einfachen Verfügbarkeit von Sparbüchern und Tageskonten.

Die Befragung hat jedoch viel Potenzial bei den befragten Frauen identifiziert, in Zukunft mehr zu investieren. Einerseits will fast ein Drittel der Anlegerinnen im kommenden Jahr ihre angelegten Beträge aufstocken. Außerdem gibt es Sparerinnen, die sich eine Wertpapieranlage vorstellen könnten. Sie würden laut der Befragung knapp ein Drittel ihrer Ersparnisse investieren – vor allem, wenn sie regelmäßig k Beträge investieren könnten. “Wir haben uns die durchschnittlichen Beträge angesehen, die Frauen derzeit in jedem untersuchten Land sparen und anlegen. Auf dieser Basis wurde der Betrag für Sparerinnen, die eine anlage in Betracht ziehen, ermittelt, sowie der Wert für Anlegerinnen, die ihre Investments aufstocken wollen. Diese Zahlen wurden auf die Bevölkerungszahl dieser Gruppen extrapoliert, um die gesamten zukünftigen Wachstumschancen für Kapitalmarktanlagen für jedes Land zu bestimmen. Über alle zehn untersuchten Länder hinweg ergibt dies ein Investmentpotenzial von 177 Milliarden Euro und allein für und Österreich ein Potenzial von 39 Milliarden Euro”, stellt Pia Bradtmöller fest.

Damit Frauen dieses Potenzial erschließen und den Weg vom Sparen zum Anlegen gehen, ist das Verständnis wichtig, dass langfristig anzulegen gar nicht so anders ist als zu sparen, aber langfristig bessere Ergebnisse liefern kann. Auch gelte es zu vermitteln, dass Wertpapieranlagen nicht das starre Korsett bedeuten, das viele befürchten. “Eine bessere Kommunikation darüber, wie sich Portfolios an sich verändernde Lebensumstände und Kapitalmarktumfelder anpassen können, ist notwendig”, führt Pia Bradtmöller aus. Dafür sind klare und leicht verständliche Informationen über Anlageprodukte essenziell. “Wir arbeiten schon seit Jahren mit unseren Geschäftspartnerinnen und -partnern genau daran und stellen im Rahmen unserer Kampagne ‘Vom Sparen zum Anlegen’ und des Market-Insights-Programms einfach verständliche Informationen zur Verfügung, um die Grundlagen des langfristig erfolgreichen Anlegens zu vermitteln”, fügt Christoph Bergweiler, CEO J.P. Morgan Asset Management Europe S.à.r.l, hinzu. Diese Bemühungen werden wir auf Basis der aktuellen Erkenntnisse in diesem Jahr noch weiter intensivieren.”

Zur Studie “Frauen und anlage – Für die Zukunft planen”

Die Befragung wurde durch das Research-Haus Kantar in zehn europäischen Ländern durchgeführt. Neben und Österreich, die gemeinsam betrachtet wurden, wurden Frauen in Großbritannien, Finnland, Frankreich, Italien, Portugal/Spanien (ebenfalls zusammengefasst), Schweden und der Schweiz befragt. Die Feldarbeit erfolgte im Januar 2021 durch Panel-Partner von Kantar mithilfe eines Online-Fragebogens zur Selbsteinschätzung. Jede Befragung dauerte 20 Minuten. Es wurden insgesamt 3.968 Interviews mit Frauen im Alter von 30 bis 60 Jahren durchgeführt, wobei jeweils die Hälfte der Befragten der Altersgruppe 30 bis 45 Jahre sowie der Altersgruppe 46 bis 60 Jahre zuzuordnen ist. Die Teilnehmerinnen besitzen Kapitalanlagen oder Ersparnisse und verfügen über ein persönliches Mindesteinkommen (je Land unterschiedlich). Darüber hinaus wurde eine ähnliche Stichprobe von Männern im Alter von 30 bis 45 Jahren befragt, die als Vergleichsmaßstab mit der jüngeren Altersgruppe dient.

Weitere Informationen: https://ots.de/CGz8c5

Über J.P. Morgan Asset Management

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