„Es braucht bei aller Zuversicht weiterhin Umsicht und Vorsicht“

Bundesregierung

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Wegen des umsichtigen Verhaltens der Bürgerinnen und Bürger und der Wirkung der Bundesnotbremse sänken die Infektionszahlen, sagte Spahn. Jedoch befänden diese sich noch immer auf hohem Niveau. Nun müsse der Abwärtstrend verstetigt und ein Wiederanstieg der Zahlen verhindert werden. „Das geht aber nicht mit vorschnellen Lockerungen.“ Denn das träge auch ein Risiko in sich. Denn wenn es Lockerungen gebe, dann am besten in Außenbereichen und zusammen mit Testmöglichkeiten. Denn ein Infektionsrisiko sei draußen geringer als drinnen.

Das Erreichte nicht verspielen

„Jetzt geht’s darum, in den nächsten Wochen noch gemeinsam durchzuhalten“, so der Minister. „In dieser Phase der geht es tatsächlich darum, das Erreichte nicht zu verspielen.“ Bei aller Zuversicht brauche es weiterhin Umsicht und Vorsicht. „Zuviel Ungeduld dagegen würde nur dem Virus helfen.“

Nach Angaben des

Robert Koch Instituts (Stand Freitag) sank die bundesweite Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen weiter auf nun 125,7. Vor einer Woche waren es 153,4.

Mehr Flexibilität beim Impfen

„Unser Gesundheitswesen ist zwar stark gefordert, aber zu keinem Zeitpunkt überfordert gewesen“, sagte der Minister. Zugleich gebe es deutliche Fortschritte bei den Impfungen. Mit Stand vom Freitag erhielten 31,5 Prozent der Bürgerinnen und Bürger eine Erstimpfung, 8,8 Prozent den vollen Impfschutz. Kommende Woche werde jeder Dritte einmal geimpft sein.

Für Corona-Schutzimpfungen mit dem Impfstoff von Astrazeneca wird die Priorisierung aufgehoben. Das entschieden Bund und Länder am Donnerstag. Das bedeutet: Wer damit geimpft wird, liegt nun im ärztlichen Ermessen – nach eigener Risikoabwägung, nach Aufklärung und Absprache mit dem Arzt. Kommende Woche werden über eine Million AstraZeneca-Dosen an die Hausärzte geliefert.

Zielmarke: Impfquote von mindestens 80 Prozent

Die gegenwärtige Entwicklung mit sinkenden Inzidenzen in allen Altersgruppen und steigender Impfquote sei sehr positiv, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler und ergänzte: „Die steigende Impfquote wird in absehbarer Zeit sehr spürbare Erleichterungen bringen.“ Kontaktreduzierungen und Impfungen hätten es geschafft, dass der R-Wert sinke. Allerdings sei auf den Intensivstationen noch keine Erleichterung zu spüren. Wieler erinnerte daran, dass die noch immer in vollem Gange sei.

In der Debatte um umfangreiche Lockerungen der -Einschränkungen sagte Wieler: Es müssten deutlich über 80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger gegen das Virus immunisiert sein. Dann werde es zwar noch Infektionen und lokale Ausbrüche geben, aber keine neuen Wellen. Es gebe Hoffnung, „dass wir die bald kontrollieren können“. Dennoch sind neben den weiterlaufenden Impfungen auch immer noch weitere Maßnahmen zur Kontaktreduktion nötig – der Einhaltung der bekannten Regeln wie Abstand halten, Hygiene, Mundschutz tragen und lüften.

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