Eine schallende Ohrfeige für die Wirtschaftsprüfer EY

SPD

 Die Sprache, die der der Kanzlei Rödl und Partner spricht, ist klar und unmissverständlich: EY hat bei card über viele Jahre nicht ordnungsgemäß geprüft.

„Der Wambach- ist eine schallende Ohrfeige für die sprüfer EY. Die Sprache, die der der Kanzlei Rödl und Partner unter Leitung des Ermittlungsbeauftragten Wambach spricht, ist klar und unmissverständlich: EY hat bei card über viele Jahre nicht ordnungsgemäß geprüft.

Nach einer ausführlichen Auswertung der Daten von EY kommen die Ermittlungsbeauftragten zu folgendem, auszugweise bereits bekannten Ergebnis:

Jedes der 11 Fazite des es betont erhebliche Mängel der Abschlussprüfungen von EY. Es wird eine grundsätzlich fehlende kritische Grundhaltung EYs bestätigt. Die ordnungsgemäße Befolgung von Prüfstandards – insbesondere zu den Banksaldenbestätigungen – wird anweifelt. Die von der APAS als strafrechtlich relevante Verfehlung erkannte Diskrepanz zwischen Sonderprüfung (Project Ring) und Abschlussprüfung wird bestätigt.

Kritik hagelte es seitens der Ermittlungsbeauftragten insbesondere beim Umgang mit dem TPA-Geschäft von card. Aus einem Analyse des Insolvenzverwalters wissen wir schon seit einiger Zeit, dass das TPA-Geschäft schlichtweg nicht existierte. Irritierend ist insoweit, dass EY nachweislich seit 2016 im vollen Bewusstsein über die Rolle des TPA Geschäfts und dessen Bedeutung für das Geschäftsmodell von card war. Trotzdem verlangte EY lediglich Bestätigungen vom Treuhänder, um ein Drittel des angeblichen Konzernvermögens zu belegen und ließ sich dann noch Dokumente vorlegen, die offensichtlich gefälscht und rückdatiert waren. Das ist mehr als besorgniserregend.

Wir sind gespannt, wie sich EY hierzu positionieren wird. Dass EY den wegen der geheimen Einstufung derzeit selbst nicht kommentieren kann, birgt eine gewisse Ironie. Denn Grund für die Einstufung ist de EYs Blockadehaltung bei der Freigabe der Dokumente.

Der Wambach- ist für uns als Untersuchungsausschuss von entscheidender Bedeutung. card ist ein sskandal, der seinesgleichen sucht. Unsere Hauptaufgabe ist es nun, die politische Verantwortung zu klären. Folgerichtig hören wir hierzu heute Minister Altmaier, der trotz seiner politischen Verantwortung für die Fehler bei der sprüfung strengere Regelungen blockiert hat.“