PD Leipzig – Ermittlungserfolg – Mülltonnenbrände in Wurzen | Fahrkartenautomat gesprengt – Tatverdächtiger in Untersuchungshaft | Betrügerische Anrufe: Enkeltrick – Schockanrufe und Gewinnspielversprechen in 16 Fällen

Polizei Sachsen


Inhalt

        Medieninformation: 194/2021<br>Verantwortlich: Birgit Höhn (bh), Chris Graupner (cg), Fabian Reinhardt (fr)<br>Stand: 15.04.2021, 15:52 Uhr

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            <strong>Ermittlungserfolg – Mülltonnenbrände in Wurzen </strong>

Ort:      Wurzen
Zeit:     26.02.021 bis 13.04.2021

In den vergangenen Monaten kam es in Wurzen im Bereich eines Baumarktes zu mehreren Mülltonnenbränden. Unter anderem berichtete die Polizeidirektion Leipzig in den Medieninformationen Nr. 111/21 und Nr. 135/21 darüber. Durch intensive Ermittlungsarbeit der Polizei konnte nun ein Tatverdächtiger (32, deutsch) ermittelt werden, dem nach derzeitigem Stand ein Teil der Brände zugeordnet werden kann. Nachdem es am 13. April 2021 am gleichen Tatort brannte und sich Erkenntnisse ergaben, die auf die Täterschaft des 32-Jährigen hindeuteten, wurde er von Polizeibeamten an seiner Wohnanschrift aufgesucht. Bei der nachfolgenden Durchsuchung seiner Wohnung und seiner Person wurden Beweise gefunden, die nun ausgewertet werden. Der 32-Jährige muss sich wegen Sachbeschädigung verantworten. Die Ermittlungsbehörden prüfen derzeit, ob er auch für frühere Brände verantwortlich gemacht werden kann. (fr)

Fahrkartenautomat gesprengt – Tatverdächtiger in Untersuchungshaft

Ort:      Neukieritzsch, Bahnhofstraße

Zeit:     14.04.2021, gegen 02:30 Uhr

In der Nacht vom 13. April 2021 auf den 14. April 2021 beobachtete eine Zeugin, wie sich mehrere Personen an einem Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn zu schaffen machten. Sie informierte sofort die Polizei. Die Beamten stellten einen aufgesprengten Automaten fest. Zudem wurde aus dem Automaten Bargeld im niedrigen vierstelligen Bereich entwendet. Gemeinsam mit Kollegen der Bundespolizei wurden Spuren gesichert und eine Suche nach den Tatverdächtigen gestartet. Zu diesem Zweck kam auch ein Polizeihubschrauber der Bundespolizei zum Einsatz. Kurze Zeit später konnten zwei Tatverdächtige festgestellt werden, die mit einem Motorroller flüchtig waren. Der Fahrer (22, deutsch) wurde gestellt und vorläufig festgenommen. Der unbekannte Sozius konnte entfliehen. Der genutzte Motorroller wurde einen Tag zuvor im Bereich Borna entwendet. Die Staatsanwaltschaft Leipzig beantragte noch am 14. April 2021 beim Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Leipzig den Erlass eines Haftbefehls gegen den 22-Jährigen. Das Amtsgericht Leipzig erließ noch am selben Tag den Haftbefehl antragsgemäß wegen des dringenden Tatverdachts des Diebstahls in Tatmehrheit mit Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion in Tateinheit mit Diebstahl und setzte den erlassenen Haftbefehl in Vollzug. Die Ermittlungen, auch zum bisher noch unbekannten Mittäter, dauern an. (cg)

Betrügerische Anrufe: Enkeltrick – Schockanrufe und Gewinnspielversprechen in 16 Fällen

Ort:      Leipzig (Stötteritz), (Zentrum), (Grünau), (Mockau), (Wiederitzsch), (Gohlis), Großpösna, Schkeuditz, Eilenburg, Borsdorf, Grimma, Borna
Zeit:     14.04.2021

Eine 86-jährige Geschädigte erhielt gestern Vormittag einen Anruf ihrer vermeintlichen Tochter aus dem Amtsgericht Leipzig. Diese gab an, in einem Verfahren dringend Geld für eine Kaution zu benötigen und deshalb eine Person zu ihr zu schicken, die das Geld abhole. Das Opfer übergab an ihrer Wohnanschrift einem Unbekannten eine mittlere vierstellige Summe. Erst danach rief sie ihre Tochter an, bemerkte den Betrug und verständigte die Polizei. In weiteren zehn Fällen erhielten Frauen und Männer im Alter zwischen 68 und 92 Jahren Anrufe unbekannter Personen, dass nach einem Unfall bzw. aufgrund einer schweren Covid-19-Erkrankung Bargeld für die Behandlung der Familienangehörigen benötigt wird. Für eine Geschädigte musste der Rettungsdienst angefordert werden: Nachdem ihr durch den Anrufer mitgeteilt wurde, dass ihre Tochter wegen einer schweren Erkrankung im Sterben liege, brach sie zusammen. In vier Fällen gaben sich die Anrufer ihren Opfern im Alter zwischen 80 und 93 Jahren als Enkel aus, die Geld für eine Eigentumswohnung oder eine Notlage forderten. In einem Fall wurde der Geschädigten (68) ein Gewinn versprochen, für dessen Abwicklung die Zahlung einer Gebühr erforderlich wäre. In keinem dieser Fälle kam es zu einer Geldübergabe. Beamte der Kriminalpolizei und Polizeibeamte der zuständigen Reviere haben die Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen. (bh)