Gut leben in den Städten

Bundesregierung

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Der Bericht zur Stadtentwicklung 2020 liefert zahlreiche Daten und Fakten rund um das Thema Stadtentwicklung in und zu den Herausforderungen. Er zieht Bilanz über das vielfältige Engagement des Bundes zur Förderung der Kommunen und zeigt die Möglichkeiten der künftigen Stadtentwicklung.

790 Millionen Euro Städtebauförderung des Bundes

Als verlässlicher Partner unterstützt der Bund die Kommunen beim Städtebau. Seit 2018 stellt er jährlich rund 790 Millionen Euro für die Städtebauförderung bereit. Das verteilt sich auf drei Programme: „Sozialer Zusammenhalt“, lebendige Zentren und Wachstum und nachhaltige Erneuerung. 
Hinzu kommen weitere erhebliche Bundesmittel etwa für bezahlbaren Wohnraum, sozialen Zusammenhalt, kommunale Infrastruktur, Mobilität und schutz. Mit dem Konjunktur- und Krisenbewältigungspaket und dem Zukunftspaket zur Bewältigung der Folgen der Corona- hat der Bund seine Fördermittel auch für Innenstädte, Sanierungen und schutz deutlich erhöht.

Fünf zentrale Aussagen des Berichts im Überblick:

Städte ziehen mehr Menschen an 

Seit rund 15 Jahren zieht es immer mehr Menschen in die Großstädte. Mit bald 900.000 neu Hinzuogenen verbuchen sie fast die Hälfte des bundesweiten Bevölkerungszuwachses (Zahlen 2014-2018). Fast 90 Prozent der Bevölkerung lebt in der einer Stadt, davon etwa ein Drittel in einer Großstadt.

Durch das schnelle Wachstum kann dort die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum kurzfristig nicht vollständig durch Wohnungsbau gedeckt werden. Auch umliegende mittlere und k Städte wachsen. Sie entlasten die Großstädte vom Wachstumsdruck. Denn viele Familien mit Kindern ziehen ins Umland. Dort wird weiteres Bauland benötigt. Die Corona-Krise könnte diesen Trend weiter verstärken. Nur rund 10 Prozent der Menschen leben in ländlichen Gemeinden.

Bund fördert den Wohnungsbau 

Alle Menschen mit angemessenem Wohnraum zu versorgen, ist ein zentrales Ziel der Stadtentwicklungs. Dank der änderung von 2019 kann der Bund seit 2020 wieder dauerhaft Finanzhilfen für den sozialen Wohnungsbau zur Verfügung stellen. Diese Finanzhilfen sind zweckgebunden, können also nur für den sozialen Wohnungsbau verwendet werden. Bis 2024 sind hierfür jährlich eine Milliarde Euro vorgesehen.
Rund 310.000 Familien mit Kindern erhalten aktuell Baukinder, um neue Wohnungen zu bauen oder zu erwerben. Insgesamt stellt der Bund dafür 9,9 Milliarden Euro zur Verfügung. 

Um weiteren Wohnraum zu schaffen, hilft der Bund die Kommunen dabei, Bauland zu aktivieren. Beispielsweise können Länder und Kommunen auf ungenutzte Liegenschaften des Bundes und der Bahn zugreifen und für den sozialen Wohnungsbau günstig an private Wohnungsbaugesellschaften veräußern. Die Bundesregierung hat zudem im November 2020 ein Gesetz zur Mobilisierung von Bauland auf den Weg gebracht, Es wird derzeit in und Bundesrat beraten.

Lebenswerte Städte überall

In allen Städten – gleich welcher Größe oder an welchem Ort – sollen die Menschen gut leben können. Mittlere und k Städte in weniger dicht besiedelten Gebieten sind wichtige Ankerzentren für Daseinsvorsorge und Unternehmen. 

Wirtschaftlicher Wandel und Alterung der Bevölkerung führt in einigen Städten zu Wohnungsleerständen und günstigeren Mieten. Hier können neu zugewanderte Familien mit wenig Einkommen Wohnungen finden.
Mit den zunehmenden Veränderungen durch Digitalisierung und wandel wachsen die Aufgaben für die Kommunen. Eine Aufgabe ist es, alte Ortskerne zu erhalten oder zu erneuern, damit sie andere Funktionen übernehmen. Gute, freundliche Verkehrsanbindungen innerhalb und zwischen Kommunen müssen geschaffen werden. Mehr Stadtgrün und Freiflächen sind wichtig für ein gesundes Leben. 

Sozialer Zusammenhalt wird gefördert

Mit dem Programm „Sozialer Zusammenhalt“ fördert der Bund städtebauliche Investitionen in Stadtteilzentren, Bürgertreffs, Bildungseinrichtungen, Bibliotheken oder Mehrgenerationenhäusern. Für zugewanderte Familien mit geringen Einkommen werden Kinderbetreuungsplätze, Schulen und außerschulische Angebote ausgebaut. Mit 200 Millionen Euro im Jahr 2020 liegt die Bundesförderung auf Rekordniveau. Mit der anhaltend hohen Mittelausstattung der letzten Jahre unterstreicht die Bundesregierung den hohen Stellenwert dieses Programms. Bis Ende 2019 erhielten mehr als 500 Kommunen rund 1,9 Milliarden Euro.

Sozialverträglicher schutz im Gebäudebestand

schutz spielt in allen Programmen der Städtebauförderung eine wichtige Rolle: Um Fördermittel zu erhalten, müssen Städte und Kommunen Maßnahmen zum schutz oder zur Anpassung an den wandel umsetzen. 

Der schutz erfordert erhebliche Investitionen in Gebäude. Dabei soll das Wohnen zur Miete und das selbstgenutzte Eigentum bezahlbar bleiben. Die gestiegene Förderung für die energetische Gebäudesanierung von selbstgenutztem Wohneigentum entlastet nicht nur Eigentümerinnen und Eigentümer. Auch Mieterinnen und Mieter profitieren davon durch geringere Heizkosten. Dabei dürfen die Eigentümer die Modernisierung nur zu einem Teil auf die Mieten umlegen. So werden die Kosten fair verteilt. Mehr Wohn und die sinkende Umlage für erneuerbare Energien sorgen für weitere Entlastung.