Schlund: Lockdowns sind keine Lösung für Missmanagement in der Intensivmedizin

AfD Fraktion BT

Berlin, 9. April 2021. Schlund: Lockdowns sind keine Lösung für Missmanagement in der Intensivmedizin

Bundesweit fehlen 3.500 bis 4.000 Fachkräfte für die Intensivpflege. Dabei wurden allein von August 2020 bis Dezember 2020 ca. 16 Prozent der Intensivbetten in Deutschland abgebaut, bei durchschnittlich gleichbleibender Anzahl der Intensivpatienten. Hierzu teilt der AfD-Bundestagsabgeordnete Robby Schlund, Mitglied im Ausschuss für Gesundheit, mit:

„Die mediale Verbreitung von Angst und Panik in der Bevölkerung vor fehlenden Intensivbetten ist eindeutig eine irreführende Berichterstattung. Die Kapazitäten an freien Intensivbetten und Beatmungsgeräten sind ausreichend, doch bereits vor der Corona-Pandemie gab es einen massiven Fachkräftemangel an den Kliniken. Um diesen Mangel nun auszugleichen, muss das Personal in den Kliniken umverteilt werden, was wiederum zu vorübergehenden Einschränkungen oder gar zeitweisen Schließungen in anderen Bereichen führt.

Ein erneut geplanter harter Lockdown löst dieses Problem nicht. Hier hätten schon viele Jahre vorher Anstrengungen für eine lösungsorientierte Personal- und Präventionspolitik unternommen werden müssen. Dieses Missmanagement fällt uns nun auf die Füße, da nützen auch die Brücken-, Light- oder Hardcore-Lockdowns nichts.

Aus diesem Grunde ist es zwingend erforderlich, das gescheiterte DRG-System abzuschaffen und eine komplette Neustrukturierung der Krankenhauslandschaft mit einem effizienteren Abrechnungssystem mit vorausgezahltem, regionalorientiertem Pro-Kopf-Vergütungssystem, kurz dem PRP, auszustatten.“