Minden: Größere Schlägerei beschäftigt Polizei | Minden-Lübbecke

Polizei NRW

Zu einer größeren Schlägerei wurde die am Montagabend zur Rodenbecker Straße gerufen. Dort sollte es zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Gruppen gekommen sein. Als die gegen 20.50 Uhr alarmierten Einsatzkräfte eintrafen, war eine Schlägerei nicht mehr feststellbar. Allerdings herrschte bei den etwa 20 anwesenden Personen eine aufgeheizte und aggressive Stimmung, die sich teilweise auch gegen die Beamten richtete.

Insgesamt wurden den Polizisten fünf verletzte Personen bekannt. Zwei kamen mit Schlag- und Schnittverletzungen zur Behandlung ins Klinikum. Drei weitere Personen erlitten durch Reizgas Augenreizungen und wurden vor Ort vom Rettungsdienst versorgt.

Vorausgegangen war nach Erkenntnissen der ein Vorfall auf Kanzlers Weide. Hier hatte ein 22-jähriger VW-Fahrer mit seinem Golf gegen 20 Uhr offenbar Driftmanöver durchgeführt. Dabei wurde ein in der Nähe stehendes Fahrzeug durch aufgewirbelte Schottersteine beschädigt. Statt einer Schadensregulierung soll der VW-Fahrer davon gefahren sein. Eine verständigte streife nahm eine Anzeige wegen des Verdachts auf Unfallflucht auf.

Als die Gruppe um den beschädigten mit mehreren Fahrzeugen in Richtung Innenstadt fuhr, trafen sie in der Folge an der Ecke Ringstraße/Hahler Straße auf den Golf-Fahrer und dessen Beifahrer. Nach einer kurzen Unterredung soll der Golf-Fahrer angeboten haben, sich den Schaden bei ihm zu Hause anzusehen. Auf dem Weg dahin stoppte die Fahrzeugkolone auf der Rodenbecker Straße. Hier sollen aus einem Mehrfamilienhaus plötzlich zahlreiche Personen gekommen sein, welche die Gruppe um den beschädigten attackiert haben sollen. Dabei soll es sich um Familienangehörige und Bekannte des 22-Jährigen get haben.

Der 22-Jährige sowie sein Beifahrer machten gegenüber den Polizisten konträre Angaben. So hätten sie sich verfolgt gefühlt und daher ihre Angehörigen informiert. Zu Hause angekommen, sei man von den Personen angegriffen und geschlagen worden.