Rasender Porsche-Fahrer hat jetzt mehr Zeit zum Nachdenken – vielleicht mal über den Tod … | Dortmund

Polizei NRW

Lfd. Nr.: 0329

Mit mehr als 100 km/h rasten zwei fahrer am Donnerstag (25.3.2021) während eines Rennens mit einem VW über den Ostwall und den Schwanenwall in Dortmund – vorbei an einem Zivilfahrzeug der . Ein 30-jähriger Porsche-Fahrer besitzt jetzt den Status “Fußgänger”: Die nahm ihm den Führerschein ab – und noch etwas mehr, was Mann auch nicht so gerne abgibt.

Beide fielen der zunächst auf dem Ostwall auf. Ein VW raste mit hohem Tempo auf eine Ampel zu und blieb neben dem Porsche Carrera stehen. Schließlich beschleunigten beide Fahrer stark. Der zivile Streifenwagen folgte den Rasern, die mit mehr als 100 km/h über den Wall fuhren.

Durch riskante Überholmanöver und kurzes Einscheren beim Rennen gefährdeten die beiden 30-jährigen Dortmunder andere Verkehrsteilnehmer, darunter den Fahrer eines Kleintraners.

Dem Streifenteam der Dortmunder gelang es, den Porsche-Fahrer zu stoppen. Der Fahrer des als Firmenwagen zugelassenen VW-Arteon setzte die Fahrt fort. Die Ermittlungen zu seiner Identität laufen, da das Kennzeichen bekannt ist. Der Porsche-Fahrer konnte schließlich dabei zusehen, wie der Carrera abgeschleppt wurde. Sichergestellt wurde auch sein Mobiltelefon, da der Verdacht besteht, dass er das Rennen filmte.

Die Zeit ohne Smartphone und kann der 30-Jährige nun intensiv nutzen, um über die Gefahr von Leib und Leben nachzudenken, die von illegalen Rennen ausgeht. Die rät, dabei den Fokus auf schwerste Verletzungen, lebenslange Behinderungen, den Tod von Unbeteiligten und das Leid der Angehörigen zu legen.

Auch die Situation beim Überbringen einer Todes unter Begleitung der Notfallseelsorge könnte nachdenklich stimmen. Wenn unerwartet die vor der Tür steht und mitteilt, dass ein geliebter Angehöriger bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, bricht eine Welt zusammen.

Darüber hinaus kann zur Überprüfung des eigenen Verhaltens eine Auseinandersetzung mit dem Inhalt des § 315d hilfreich sein. Das Strafgesetzbuch beschreibt die besonderen rechtlichen Folgen, die nach einem illegalen Rennen – mit und ohne Verletzten oder Toten – eintreten können.