EANS-News: ÖSTERREICHISCHE POST GESCHÄFTSJAHR 2020: Extreme Herausforderungen durch sinkende Briefmengen, steigende Paketvolumen und COVID-19 gut gemeistert

12.03.2021 – 07:31

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Jahresergebnis

Wien, am 12. März 2021 –

Geschäftsjahr 2020 von COVID-19 geprägt

  • Briefvolumen -7 %, Werbesendungen -12 %
  • Paketvolumen Österreich +30 %, Südost- und Osteuropa +27 % und Türkei +37 %

Umsatz 2020 um 8,3 % gestiegen

  • Umsatzanstieg 2020 um 8,3 % auf 2.189,2 Mio EUR (+3,3 % exkl. Aras Kargo)
  • Starkes Paketwachstum (+44,4 %) kompensiert Brief- und Werberückgang (-7,4 %)

Ergebnis unter Vorjahr

  • EBITDA -5,0 % auf 302,8 Mio EUR

  • EUR


  • Konzern-EBIT 2020 -19,9 % auf 160,6 Mio EUR

Cashflow reduziert und Bilanz verlängert

  • Cashflow aus dem Ergebnis -2,0 % und Operativer Free Cashflow -16,5 % unter
    Vorjahr
  • Bilanzsumme von 2.680,2 Mio EUR durch Aufbau der bank99 gestiegen (+31,2 %)
  • Dividendenvorschlag von 1,60 EUR je Aktie (Ausschüttung von 94 %)

Positiver Ausblick 2021

  • Umsatzzuwachs 2021 von 8 % bis 10 % erwartet
  • Ergebnisanstieg (EBIT) von zumindest 10 % angepeilt (EBIT 2020: 161 Mio EUR)
  • Fortsetzung des Kapazitätsausbauprogramms: +30 % Sortierkapazität bis 2022

Das Jahr 2020 stellte viele Unternehmen weltweit und so auch die Österreichische
vor große Herausforderungen. Insbesondere die COVID-19 Pandemie zu Beginn
des Jahres 2020 und die temporären Bestimmungen und Restriktionen
hinterließen soziale und liche Spuren im Umfeld der Österreichischen
und ihrer Kundinnen. Im dritten und auch vierten Quartal zeigte sich ein
etwas verbessertes Marktumfeld. Viele Unternehmen konnten sich bereits auf die
schwierigen Rahmenbedingungen einstellen. “Es ist uns gelungen, sowohl die
Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter
innen als auch die Leistungsfähigkeit
der Österreichischen aufrechtzuerhalten. Unter den aktuellen
Rahmenbedingungen ist das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres daher
durchaus zufriedenstellend”, so Generaldirektor DI Dr. Georg Pölzl. Der
Konzernumsatz der Österreichischen verbesserte sich im Jahr 2020 um 8,3 %
auf 2.189,2 Mio EUR. Dieses Umsatzplus ist auf die gute Entwicklung im

COVID-19 bedingt überproportionale Umsatzrückgänge von 7,4 % verzeichnet werden

(Paketvolumen +30 %),in Südost- und Osteuropa (Paketvolumen +27 %) als auch im
nunmehr konsolidierten türkischen Markt (Paketvolumen +37 %) zulegen.

Auch ergebnisseitig ließ ein gutes viertes Quartal das Jahr 2020 versöhnlich
ausklingen. Im vierten Quartal wurde ein EBIT von 79,2 Mio EUR erzielt nach 70,5
Mio EUR im Jahr zuvor. Somit belief sich das EBIT 2020 mit 160,6 Mio EUR um 19,9
% unter dem EBIT 2019 von 200,6 Mio EUR. Einen wesentlichen Anteil am Rückgang
hatten die Anlaufkosten der mit April 2020 gestarteten bank99 in der Division

Bank außer Acht, zeigt sich ein nahezu stabiles EBIT des Logistikgeschäfts von
204,4 Mio EUR für das Geschäftsjahr 2020. Das EBITDA des Geschäftsjahres 2020
reduzierte sich um 5,0 % auf 302,8 Mio EUR.

Das Ergebnis je Aktie für das Jahr 2020 betrug 1,75 EUR. Auf Basis der soliden
Performance und Bilanzlage wird der Hauptversammlung am 15. April 2021 wieder
eine attraktive Dividende von 1,60 EUR je Aktie vorgeschlagen. Dies entspricht
einer Ausschüttungsquote von 94 % des Nettoergebnisses und einer
Dividendenrendite von 5,6 % zum Abschlusskurs am 31. Dezember 2020.

Für das Geschäftsjahr 2021 hat sich die Österreichische sowohl Umsatz- als
auch Ergebniswachstum vorgenommen. Obwohl sich am Markt eine verringerte
Visibilität und eine erhöhte Volatilität zeigen, ist es das Ziel, das
Unternehmensergebnis weiter zu verbessern. Es wird ein Umsatzanstieg von 8 % bis
10 % erwartet und auch eine Ergebnisverbesserung um 10 % angepeilt. Wichtig für
das Jahr 2021 wird es außerdem sein, das Logistik-Expansionsprogramm
fortzuführen. Bis Ende 2022 soll die Sortierkapazität in Österreich um weitere
30 % ausgebaut werden. Ziel der Österreichischen ist es, sowohl
hinsichtlich Qualität der Leistungserbringung als auch Effizienz und
Geschwindigkeit ihre Spitzenposition auszubauen.

“Ein besonderer Dank gilt hier den Mitarbeiterinnen sowie den Partnerinnen der
Österreichischen . Sie alle waren im schwierigen vierten Quartal Tag für Tag
unermüdlich im Einsatz und haben bei Rekordpaketmengen dafür gesorgt, dass die
Kundinnen der Österreichischen ihre Sendungen rechtzeitig bekamen”, sagt
Georg Pölzl. “Dies ist die Grundlage für unsere Qualitätsführerschaft. Gemeinsam
wird es uns gelingen, auch weiterhin die bevorzugte Partnerin unserer Kund
innen
zu sein”, ergänzt Pölzl.

Die Vollversion des Ausblicks sowie Detailinformationen (Auszüge) aus dem
Konzernlage für das Geschäftsjahr 2020 finden Sie ab Seite 4. Der
komplette ist im Internet unter .at/ir im Reporting-Downloadcenter
verfügbar.

KENNZAHLEN

                                             Veränderung

Mio EUR 2019 2020 % Mio EUR Q4 2019 Q4 2020
Umsatzerlöse 2.021,6 2.189,2 8,3 % 167,6 559,3 691,3



Corporate/Konsolidierung1 -11,5 -11,7 -2,0 % -0,2 -2,9 -3,9
Sonstige betriebliche Erträge 131,5 64,1 -51,2 % -67,4 17,6 20,1
Materialaufwand und Aufwand für -495,7 -596,2 -20,3 % -100,5 -162,2 -217,9
bezogene Leistungen
Personalaufwand -976,7 -1.041,4 -6,6 % -64,7 -232,0 -295,2
Sonstige betriebl. Aufwendungen -361,3 -314,4 13,0 % 46,8 -79,7 -75,6
Ergebnis aus nach der Equity- -0,6 1,5 >100 % 2,2 -0,4 0,1
Methode bil. Finanzanlagen
EBITDA 318,7 302,8 -5,0 % -15,9 102,7 122,9
Abschreibungen -118,1 -142,2 -20,4 % -24,1 -32,2 -43,7
EBIT 200,6 160,6 -19,9 % -40,0 70,5 79,2



Corporate/Konsolidierung1 -29,4 -33,5 -14,2 % -4,2 -10,9 -12,9
Finanzergebnis 10,7 1,4 -86,5 % -9,3 -2,9 -2,5
Ergebnis vor Ertragsteuern 211,3 162,1 -23,3 % -49,3 67,7 76,8
Ertragsteuern -66,8 -46,8 30,0 % 20,1 -23,3 -25,9
Periodenergebnis 144,5 115,3 -20,2 % -29,2 44,4 50,8
Ergebnis je Aktie (EUR)2 2,17 1,75 -19,2 % -0,42 0,69 0,72

Cashflow aus dem Ergebnis 333,7 327,1 -2,0 % -6,6 118,4 135,3
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 327,4 732,6 >100 % 405,2 98,7 214,1
Investitionen in Sachanlagen -153,1 -143,3 6,4 % 9,8 -52,9 -81,6
(CAPEX)
Free Cashflow 36,7 739,6 >100 % 702,9 -13,1 158,7
Operativer Free Cashflow3 150,5 125,7 -16,5 % -24,8 16,4 31,1

1 Angepasst an die neue Segmentstruktur ab 1. Jänner 2020
2 Unverwässertes Ergebnis je Aktie, bezogen auf 67.552.638 Stück Aktien
3 Free Cashflow vor Akquisitionen/Wertpapieren/Geldmarktveranlagungen, Growth
CAPEX und Core Banking Assets; 2019: exklusive Einzahlungen aus dem Immobilien-
projekt Neutorgasse 32,8 Mio EUR und gutgeschriebenen Rückforderungsansprüchen
von Lohnnebenkosten aus Vorperioden 65,7 Mio EUR

AUSZÜGE AUS DEM KONZERN-LAGE

UMSATZENTWICKLUNG IM DETAIL

Die Umsatzerlöse des Österreichischen Konzerns steigerten sich 2020 um 8,3
% auf 2.189,2 Mio EUR. Auf vergleichbarer Basis, also ohne Berücksichtigung der
Aras Kargo, lag der Umsatzanstieg bei 3,3 %. Das Wachstum im Paketgeschäft
brachte einen Umsatzanstieg von 44,4 % (+28,4 % ohne Berücksichtigung der Aras



erwarteten Rückgänge mit einem reduzierten Umsatz von 7,4 %. Dies ist einerseits
auf erhöhte Rückgänge bei klassischen Briefen durch die E-Substitution sowie
durch den vieler Behörden und Unternehmen zurückzuführen, andererseits
auch auf den Entfall von Werbesendungen als direkte Auswirkung der COVID-19
bedingten behördlich angeordneten Geschäftsschließungen im Jahr 2020. Mit 1.
April 2020 erfolgte eine Produkt- und Tarifanpassung der Brief, welche

erete im szeitraum einen Anteil von 41,5 % am Konzernumsatz.
Das Umsatzwachstum von 44,4 % im Jahr 2020 war getragen von einem positiven
organischen Wachstum durch Online-Bestellungen sowie Mehrmengen aufgrund der
Kooperation mit der Deutsche DHL Group seit August 2019. Weiteres
Umsatzwachstum brachte die Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras
Kargo mit 25. August 2020 mit einem Umsatzbeitrag von 101,5 Mio EUR. Die

Konzernumsatz von 2,9 %. Der Umsatzrückgang in der neu ausgewiesenen Division

April 2020 im Markt gestartet ist, während im Vorjahr noch 29,3 Mio EUR
Servicevergütungen des ehemaligen Bankpartners inkludiert waren.



9,8 % aus Medien.


Jahr 2020 um 4,2 % unter dem Niveau des Vorjahres. Die rückläufige
Volumenentwicklung infolge der Substitution von Briefen durch elektronische
Kommunikationsformen setzte sich fort. Speziell durch die Maßnahmen und
die lichen Einschränkungen bei Behörden und Unternehmen kam es zu
reduzierten Umsätzen. Die Volumenentwicklung hat sich – nach hohen Rückgängen im
zweiten Quartal – gegen Ende des Jahres 2020 wieder stabilisiert. Auch weiterhin
ist das Volumen von den aktuellen schwierigen Rahmenbedingungen geprägt.
Positive Effekte durch Wahlen sind in der aktuellen speriode sowie auch
im Vorjahr enthalten, wobei die Wahleffekte des Jahres 2019 deutlich höher
ausgefallen waren. Weiters erfolgte mit 1. April 2020 eine Produkt- und
Tarifanpassung der Brief, welche positive Effekte auf die Umsatzerlöse
hatte. Die internationale Brief zeigt Zuwächse, der Bereich Business
Solutions einen leichten Rückgang im Vergleich zur Vorjahresperiode.
Der Bereich Werbe verzeichnete im Geschäftsjahr 2020 einen Umsatzrückgang
von 13,7 % auf 320,9 Mio EUR. Im zweiten Quartal 2020 waren die Auswirkungen der
COVID-19 bedingten behördlich angeordneten Geschäftsschließungen in der Werbung
besonders stark zu spüren. Es gibt aktuell eine verringerte Visibilität, da
weitere behördliche Maßnahmen schwer absehbar sind. Aufgrund der
konjunkturellen Umsatzentwicklung ist ein volatiles Werbegeschäft erkennbar.
Der Umsatz mit Medien, also der Zustellung von Zeitungen und Magazinen,
reduzierte sich im Periodenvergleich um 9,1 % auf 120,0 Mio EUR. Dieser Rückgang
ist ebenfalls überwiegend auf die COVID-19 Pandemie zurückzuführen.


44,4 % von 632,5 Mio EUR auf 913,6 Mio EUR. Das hohe Wachstum im Paketgeschäft
basiert unter anderem auf der guten Entwicklung durch den anhaltenden E-
Commerce-Trend in Österreich. Trotz der Eigenzustellung eines Großkunden im
Osten von Österreich konnte die Österreichische auch in dieser
speriode vom Marktwachstum profitieren. Es herrscht weiterhin intensiver
Wettbewerb und hoher Preisdruck. Bei den Paketvolumen ergaben sich im Jahr 2020
in Österreich in Summe Zuwächse von rund 30 %. Die Unsicherheiten und
Beschränkungen des stationären s im Zuge der aktuellen COVID-19 Pandemie
halten den Online- weiterhin hoch. Auch hat die seit August 2019
gestartete Kooperation mit der Deutsche DHL Group in Österreich wesentlich
zum aktuellen Wachstum beigetragen. Darüber hinaus waren Umsatzerlöse der
türkischen Tochtergesellschaft Aras Kargo, welche seit 25. August 2020 als
vollkonsolidiertes Unternehmen in den Konzernabschluss miteinbezogen wird, von
101,5 Mio EUR enthalten.
Die Entwicklung hin zu einer schnelleren Zustellung von Paketen ist als klarer
Trend zu bemerken. Insgesamt entfielen im Jahr 2020 62,2 % des Divisionsumsatzes
auf den Premium-Bereich (Zustellung erfolgt am Werktag nach der Aufgabe). Dies
entspricht einem Anstieg von 60,9 % auf 568,0 Mio EUR. Der Anteil des Bereichs
Paket Standard am Divisionsumsatz beträgt 30,0 %. Im Jahr 2020 verzeichnete
dieser Bereich einen Zuwachs von 26,0 % auf 274,0 Mio EUR. Im Bereich Paket
Sonstige Leistungen, der diverse Logistik-Zusatzdienstleistungen beinhaltet und
auf den 7,8 % des Divisionsumsatzes entfallen, wurden in der speriode
Umsätze in Höhe von 71,5 Mio EUR generiert. Dies entspricht einem Anstieg von
15,3 %.
Eine Betrachtung nach Regionen zeigt, dass im Jahr 2020 73,2 % der
Divisionsumsätze in Österreich erzielt wurden, mit einem Anstieg von 29,9 %
gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres. 26,8 % der Umsätze entfielen auf
das internationale Geschäft der Tochtergesellschaften in Südost- und Osteuropa
sowie der Türkei. In diesem wettbewerbsintensiven Raum lag das Umsatzplus in der
speriode bei über 100 %, getrieben durch gestiegene Paketmengen aufgrund
der COVID-19 Pandemie.


EUR nach 80,5 Mio EUR im Jahr zuvor. In den Filialdienstleistungen waren im
Vorjahr Servicevergütungen des ehemaligen Bankpartners in Höhe von 29,3 Mio EUR
enthalten. In der aktuellen speriode beliefen sich die
Filialdienstleistungen (swaren und Filialprodukte) auf 44,8 Mio EUR,
positiv beeinflusst durch die COVID-19 Pandemie in den Bereichen
Verpackungsmaterial und Schreibutensilien. Das im Umsatz abgebildete Ergebnis
aus Finanzdienstleistungen des Jahres 2020 in Höhe von 19,8 Mio EUR inkludierte
auch Barauszahlungen für Dritte (z. B. Pensionen). Die bank99 ist mit 1. April
2020 in den Markt gestartet und hatte mit Ende des Jahres bereits über 60.000
Kund*innen.

ERGEBNISENTWICKLUNG

Die Aufwandsstruktur der Österreichischen ist von einem hohen Anteil an
Personalaufwendungen geprägt. So entfielen im Jahr 2020 49,7 % der gesamten
betrieblichen Aufwendungen auf den Personalbereich. Die zweitgrößte
Aufwandsposition stellten mit 28,5 % der Materialaufwand und Aufwand für
bezogene Leistungen dar, der zum Großteil extern vergebene Tranaufwendungen
betrifft. Weiters entfielen 15,0 % auf sonstige betriebliche Aufwendungen und
6,8 % auf Abschreibungen. Die Vergleichbarkeit der einzelnen Positionen der
Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Vorjahr ist durch die Vollkonsolidierung der
türkischen Gesellschaft Aras Kargo mit 25. August 2020 nur eingeschränkt
möglich.

Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2020 auf 1.041,4 Mio EUR, was
einem Anstieg von 6,6 % bzw. 64,7 Mio EUR entspricht. Auf vergleichbarer Basis,
also ohne Berücksichtigung der Aras Kargo, lag der Personalaufwand in Summe um
4,5 % bzw. 43,6 Mio EUR über dem Niveau des Vorjahres. Der operative
Personalaufwand stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode aufgrund der
Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo sowie Mehraufwendungen
durch das gestiegene Paketgeschäft. Der Österreichische -Konzern
beschäftigte im Jahr 2020 durchschnittlich 22.966 Mitarbeiterinnen
(Vollzeitkräfte), während in der Vorjahresperiode durchschnittlich 20.338
Mitarbeiter
innen tätig waren (+12,9 %). Zusätzlich zu den operativen
Personalaufwendungen umfasst der Personalaufwand der Österreichischen
grundsätzlich auch diverse nicht-operative Personalaufwendungen wie
Abfertigungen und Rückstellungsveränderungen, die primär auf die spezifische
Beschäftigungssituation beamteter Mitarbeiter*innen zurückzuführen sind. Im
nicht-operativen Personalaufwand des Jahres 2020 ergab sich in Summe lediglich
ein geringer Rückstellungsbedarf. Im Jahr zuvor war durch
Rückstellungsauflösungen ein positiver Effekt zu verzeichnen.

Der Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen erhöhte sich um 20,3 %
auf 596,2 Mio EUR, auf vergleichbarer Basis, also ohne Berücksichtigung der Aras
Kargo, lag der Materialaufwand um 9,4 % bzw. 46,4 Mio EUR über dem Niveau des
Vorjahres. Die Erhöhung ist überwiegend auf vermehrte Tranaufwendungen
durch die enormen Paketmengen sowie gestiegene Vertriebsprovisionen
zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich im Jahr 2020 um 51,2 % auf
64,1 Mio EUR. Sowohl die sonstigen betrieblichen Erträge als auch die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen waren in der Vorperiode deutlich erhöht. In den
sonstigen betrieblichen Erträgen waren im Geschäftsjahr 2019
Rückforderungsansprüche aus in Vorperioden bezahlten Lohnnebenkosten in Höhe von
58,0 Mio EUR enthalten (Rückforderungen von Beiträgen aus der Gehaltsabrechnung
der Beamt*innen). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um
13,0 % auf 314,4 Mio EUR, auf vergleichbarer Basis, also ohne Berücksichtigung
der Aras Kargo, lagen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 15,5 % bzw.
55,9 Mio EUR unter dem Niveau des Vorjahres. Die speriode beinhaltete
auch initiale Aufwendungen zum Aufbau der Infrastruktur der neuen bank99.

Das EBITDA lag mit 302,8 Mio EUR um 5,0 % unter dem Vorjahr von 318,7 Mio EUR,
beeinträchtigt durch negative Effekte aufgrund der COVID-19 Pandemie und der
bank99. Das entspricht einer EBITDA-Marge von 13,8 %. In Summe fielen in der
speriode Abschreibungen von 142,2 Mio EUR nach 118,1 Mio EUR im Jahr
zuvor an. Dabei erhöhten sich die planmäßigen Abschreibungen vorwiegend aufgrund
der Inbetriebnahme von neuen Standorten für die Paket-Logistikinfrastruktur,
während die Wertminderungen mit 2,3 Mio EUR nur leicht über dem Niveau des
Vorjahres von 1,7 Mio EUR lagen. Das ausgewiesene Konzern-EBIT verringerte sich
von 200,6 Mio EUR auf 160,6 Mio EUR im Geschäftsjahr 2020. Die EBIT-Marge betrug

in 2020 einen Wert von 204,4 Mio EUR, das ergibt eine EBIT-Marge von 9,6 %.

Das Finanzergebnis des Konzerns in Höhe von 1,4 Mio EUR war um 9,3 Mio EUR unter
dem Niveau des Jahres 2019, im Wesentlichen hervorgerufen durch den positiven
Effekt aus der Erfassung von Zinserträgen aus Rückforderungsansprüchen aus in
Vorperioden bezahlten Lohnnebenkosten im Geschäftsjahr 2019. Somit ergab sich,
nach Abzug der Ertragsteuern von 46,8 Mio EUR, ein Periodenergebnis von 115,3
Mio EUR (-20,2 %). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug 1,75 EUR im
Vergleich zu 2,17 EUR in der Vorjahresperiode.

ERGEBNIS NACH DIVISIONEN

Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2020 in Höhe von 160,6 Mio EUR (-19,9 %) war
negativ beeinflusst durch die COVID-19 Pandemie sowie von initialen Aufbaukosten
der neuen bank99. Positiv wirkten das gute Paketgeschäft sowie die
Vollkonsolidierung der türkischen Gesellschaft Aras Kargo. Das EBIT des

204,4 Mio EUR.


2020 ein EBIT von 164,4 Mio EUR. Der Rückgang von 16,4 % gegenüber dem Vorjahr
ist auf den Umsatzentfall des Brief- und Werbegeschäfts aufgrund der COVID-19
Pandemie zurückzuführen. Aufgrund der hohen Fixkostenintensität des
Briefgeschäfts wirken sich die Umsatzrückgänge ergebnisseitig stark aus. Positiv
wirkte die Produkt- und Tarifanpassung der Brief mit 1. April 2020. Darüber
hinaus wurden im Vorjahr Vorsorgen für Datenschutzverfahren erfasst.


Margendruck und erete ein EBIT von 73,5 Mio EUR im Jahr 2020. Das
entspricht nahezu einer Verdoppelung (+94,5 %) gegenüber der Vorjahresperiode.
Positiv auf das Ergebnis wirkte sich die Vollkonsolidierung der türkischen
Gesellschaft Aras Kargo seit 25. August 2020 aus. Negativ zum Ergebnis
beigetragen haben hohe Mehrkosten durch Schutz- und Gesundheitsmaßnahmen und
höhere Logistikkosten im Zusammenhang mit der Pandemie insbesondere im zweiten
Quartal.


2020 nach minus 4,6 Mio EUR im Jahr zuvor. Der Ergebnisrückgang ist auf
reduzierte Umsatzerlöse zurückzuführen. Während die bank99 im April 2020 in den
Markt gestartet ist, waren im Vorjahr noch 29,3 Mio EUR Servicevergütungen des
ehemaligen Bankpartners inkludiert. Zusätzlich war das Ergebnis geprägt von
COVID-19 Belastungen sowie von Aufbaukosten der bank99.

Das EBIT der Division Corporate (inkl. Konsolidierung) veränderte sich von minus
29,4 Mio EUR auf minus 33,5 Mio EUR. Die Division Corporate erbringt nicht-
operative Dienstleistungen, wie sie typischerweise für Zwecke der Verwaltung und
Steuerung eines Konzerns erbracht werden. Diese Tätigkeiten umfassen neben den
klassischen Governance-Aufgaben die Verwaltung und Entwicklung der nicht-
betriebsnotwendigen Immobilien, die Verwaltung wesentlicher Finanzbeteiligungen,
die Erbringung von IT-Dienstleistungen, die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle
sowie die Administration des -s.

CASHFLOW UND BILANZ

Der Cashflow aus dem Ergebnis lag im Geschäftsjahr 2020 bei 327,1 Mio EUR nach
333,7 Mio EUR im Jahr zuvor (-2,0 %). Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit
erreichte in der speriode 732,6 Mio EUR nach 327,4 Mio EUR im Vorjahr.
Hier sind als größter Effekt Finanzielle Vermögenswerte/Verbindlichkeiten aus
Finanzdienstleistungen (Core Banking Assets) der bank99 zu nennen, die mit 522,2
Mio EUR positiv wirkten. In den Core Banking Assets sind jene en
zusammengefasst, die aus dem Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99 seit
Anfang April 2020 resultieren.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich im Jahr 2020 auf 7,0 Mio EUR
nach minus 290,7 Mio EUR im Vorjahr. Die Veränderung resultierte vorwiegend aus
Wertpapieren und Geldmarktveranlagungen, die sich in der speriode in
Summe mit Zuflüssen in Höhe von 130,2 Mio EUR im Cashflow auswirkten (im
Vergleich zu Auszahlungen in Höhe von 124,0 Mio EUR in der Vorjahresperiode).
Zusätzlich ist der Verkauf der Anteile an der flatexDEGIRO AG (vormals flatex
AG) in Höhe von 38,0 Mio EUR im Geschäftsjahr 2020 enthalten. Der Free Cashflow
vor Wertpapieren, Geldmarktveranlagungen und Core Banking Assets erreichte im
Jahr 2020 87,3 Mio EUR.

Die Österreichische setzt auf die Kennzahl des Operativen Free Cashflows,
um damit die Finanzkraft des operativen Geschäfts zu betrachten und daraus die
Dividende des Geschäftsjahres abzudecken. Der Operative Free Cashflow belief
sich in der aktuellen speriode auf 125,7 Mio EUR im Vergleich zu 150,5
Mio EUR im Jahr zuvor. Darüber hinaus gibt es Wachstumsinvestitionen (Growth
CAPEX), die zum Teil aus dem angesparten Vermögen in der Bilanz finanziert
werden. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthielt hauptsächlich die
Dividendenausschüttung sowie die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten und belief
sich im Geschäftsjahr 2020 auf minus 153,1 Mio EUR.

Die Österreichische setzt auf eine konservative Bilanz- und
Finanzierungsstruktur. Dies zeigt sich vor allem an hohen liquiden Mitteln und
der soliden Veranlagung von Zahlungsmitteln mit möglichst geringem Risiko. Die
Bilanzsumme der Österreichischen lag per 31. Dezember 2020 bei 2.680,2 Mio
EUR. Aktivseitig bilden Sachanlagen in Höhe von 1.137,2 Mio EUR die größte
Bilanzposition und inkludierten Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen von
326,6 Mio EUR. Die immateriellen Vermögenswerte sowie die Geschäfts- oder
Firmenwerte aus Unternehmenserwerben beliefen sich per 31. Dezember 2020 auf
158,3 Mio EUR. In der Bilanz sind Forderungen in Höhe von 379,7 Mio EUR
ausgewiesen, die kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von
314,2 Mio EUR enthalten. Andere finanzielle Vermögenswerte lagen zum 31.
Dezember 2020 bei 116,1 Mio EUR. Neu ausgewiesen wurden Finanzielle
Vermögenswerte aus Finanzdienstleistungen in Höhe von 589,5 Mio EUR, die
größtenteils aus dem Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99 sowie aus der
Abwicklung der Barauszahlungen für Dritte (z. B. Pensionen) resultieren. Auf der
Passivseite der Bilanz lag das Eigenkapital des Österreichischen -Konzerns
zum 31. Dezember 2020 bei 655,0 Mio EUR (Eigenkapitalquote von 24,4 %). Die
Rückstellungen lagen mit Ende der speriode bei 632,5 Mio EUR, die
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstiges betrugen 508,2
Mio EUR. Neu ausgewiesen als eigener en auf der Passivseite der Bilanz
wurden Finanzielle Verbindlichkeiten aus Finanzdienstleistungen von 532,9 Mio
EUR, die im Wesentlichen das Einlagen- und Veranlagungsgeschäft der bank99 sowie
die Abwicklung der Barauszahlungen für Dritte (z. B. Pensionen) enthalten.

AUSBLICK 2021

Die COVID-19 Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen haben den
Geschäftsverlauf der Österreichischen im vergangenen Jahr geprägt und
werden auch das Jahr 2021 beeinträchtigen. Aktuelle Prognosen zeigen, dass mit
keinem raschen Rückgang zur Normalität zu rechnen ist. Obwohl eine
liche Erholung im Jahresverlauf angenommen wird, sind einige
Kund*innensegmente der Österreichischen nach wie vor von Einschränkungen
betroffen. Daraus resultiert eine verringerte Visibilität der Geschäftserwartung
und somit eine höhere Risikobandbreite für Umsatz und Ergebnis.

Umsatzzuwachs 2021 erwartet
In Summe erwartet die Österreichische im Jahr 2021 – unter der
Voraussetzung einer stetigen Verbesserung der gesamtökonomischen
Rahmenbedingungen – einen Umsatzanstieg von 8 % bis 10 %. Dabei werden die
Entwicklungen in den drei Divisionen unterschiedlich verlaufen.


leichte Rückgangsraten 2021 möglich. Hier wirken sich pandemische
Einschränkungen und Maßnahmen ebenso negativ aus wie mögliche negative
liche Folgen der Krise auf die Geschäftsfähigkeit bedeutender
Kund*innen. In der Brief lag die Grundannahme der elektronischen
Substitution von klassischen Briefen bisher in der Größenordnung von ca. 5 %
p.a. In den ersten Quartalen 2021 wird sich zeigen, ob dieser Langfristtrend
aufrecht bleibt. Die Rückkehr zu bisherigen Trends bei Werbe- und Medien ist
nur bei einer Verbesserung der Rahmenbedingungen möglich.


wird ein Zuwachs von ca. 20 % erwartet. Im Jahr 2020 gab es zwar Mengenzuwächse
durch Situationen des stationären s, trotzdem sollten im Jahr
2021 weitere Steigerungen möglich sein. Die E-Commerce-Nutzung verteilt sich auf
eine breitere Händlerinnen- und Konsumentinnenbasis. Auch die im August 2020
vollkonsolidierte türkische Tochtergesellschaft wird sich im Geschäftsjahr 2021
positiv in den Konzernkennzahlen niederschlagen.

Die Aktivitäten der im April 2020 in den Markt gestarteten bank99 werden im

Bank führen.

Verbessertes Konzernergebnis 2021
Eine Ergebnisverbesserung der Österreichischen 2021 beruht auf der
Vermeidung von Situationen im Einzel und der Aufrechterhaltung
einer effizienten Brief- und Paketlogistik. Trotz diverser unsicherer
Rahmenbedingungen wird ein Ergebnisanstieg im laufenden Jahr von zumindest 10 %
angepeilt (EBIT 2020: 161 Mio EUR). Dabei besteht insbesondere in der Division

ökonomischen Erholung ist mit einer stabilen oder leicht rückläufigen

der Fokus auf einer operativen Ergebnisverbesserung und auf der Integration der
neuen türkischen Tochtergesellschaft. Dies sollte zu einem Ergebnisanstieg von

auch positiv auf das EBIT der Division auswirken.

Investitionen/CAPEX
Das Jahr 2020 hat eigt, wie wichtig es ist, die notwendigen Kapazitäten für
das rasante Paketwachstum zur Verfügung zu haben. Nach Engpässen im zweiten
Quartal 2020 konnten die Rekordpaketmengen nach erfolgten
Kapazitätserweiterungen im vierten Quartal 2020 gut bewältigt werden. Das
Investitionsprogramm der Österreichischen wird daher weiter forciert. Bis
Ende 2022 soll die Sortierkapazität um weitere 30 % ausgebaut werden. Ziel der
Österreichischen ist es, sowohl hinsichtlich Qualität der
Leistungserbringung als auch Effizienz und Geschwindigkeit die Spitzenposition
in Österreich auszubauen. Zusätzlich zu Instandhaltungsinvestitionen
(Maintenance CAPEX) in der nunmehrigen Größenordnung von rund 70 Mio EUR in
Österreich sind wiederum mehr als 60 Mio EUR an Wachstumsinvestitionen (Growth
CAPEX) in Österreich vorgesehen. Darüber hinaus sind Erweiterungen bzw. Zukäufe
von Grundstücken in Höhe von ca. 20 Mio EUR für die Logistikinfrastruktur zu
erwarten sowie auch Investitionen in den internationalen Beteiligungen in der
Höhe von rund 20 Mio EUR.

Durch den hohen Bestand an Finanzmitteln in der Bilanz ist es der
Österreichischen möglich, die zielgerichteten Wachstumsinvestitionen in die
Logistikinfrastruktur und in die neuen Finanzdienstleistungen selbst zu
finanzieren. Der operativ erete Cashflow wird daher weiterhin für die
Investitionen der operativen Bereiche sowie für die Beibehaltung der attraktiven
Dividendenpolitik verwendet.

Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 15. April 2021 die Ausschüttung einer
Dividende von 1,60 EUR je Aktie vorschlagen. Damit setzt das Unternehmen auf der
Grundlage seiner soliden Bilanzstruktur und der ereten Cashflows seine
attraktive Dividendenpolitik fort: Die Österreichische verfolgt weiterhin
das Ziel, zumindest 75 % des Nettoergebnisses an die Aktionär*innen
auszuschütten.

Rückfragehinweis:
Österreichische AG
Mag. Ingeborg Gratzer

Tel.: +43 (0) 57767-32010

DI Harald Hagenauer

Tel.: +43 (0) 57767-30400

Ende der Mitteilung euro adhoc

Emittent:    Österreichische  AG
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