Corona-Krise lässt Umsatz von Lufthansa Technik um 40% fallen

08.03.2021 – 13:30

Corona-Krise lässt Umsatz von Lufthansa Technik um 40% fallen
  • Dennoch Vertriebserfolge erzielt und Neukunden gewonnen
  • Zukunftsprogramm RISE soll aus der Krise führen

    Die Luftfahrtkrise in Folge der - hat die Lufthansa Technik AG hart getroffen. Die Umsatzerlöse* sanken im Geschäftsjahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 43% auf 3.747 Mio. EUR (Vorjahr: 6.572 Mio. EUR). Das Adjusted EBIT fiel deutlich in die Verlustzone auf -383 Mio. EUR (Vorjahr: 463 Mio. EUR).

    In der Folge musste das Unternehmen auch bereits seine Belegschaft verkrn: Inklusive Fremdpersonal hat sich die Anzahl der weltweiten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Zuge der Krise bereits um über 3.000 verringert, eine Reduktion von 12,5% gegenüber 2019. Dazu gehörten weltweit auch circa 1.900 Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer. Betrachtet man nur das Eigenpersonal, so sank die Zahl im Jahresendvergleich um 5% auf 22.745 (Jahresende 2019: 23.855). Auch zahlreiche Investitionen mussten gestoppt oder verschoben werden. Die Aufwendungen dafür fielen mit 152 Mio. EUR daher deutlich geringer aus (Vorjahr: 313 Mio. EUR).

Dr. Johannes Bußmann: “Schließen schwerstes Jahr der Firmengeschichte mit Zuversicht ab”

“2020 war das bisher schwerste Jahr unserer Unternehmensgeschichte. Und doch können wir es mit einer gewissen Zuversicht abschließen”, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Johannes Bußmann. “Unser breites Produktportfolio und unser internationales Netzwerk haben uns vor noch Schlimmerem bewahrt. Wir haben fast alle unsere Kunden weiter an uns binden können. Die zum Teil seit vielen Jahren währenden Partnerschaften haben sich als stabil erwiesen, und wir konnten trotz allem zahlreiche neue Aufträge gewinnen. Unter den gegebenen Umständen haben wir das Beste aus diesem Jahr gemacht.”

Innovative Krisenprodukte und Ausbau der digitalen Services

Zahlreiche 2020 abgeschlossene Verträge entfielen auf eigens entwickelte Krisenprodukte, mit denen Lufthansa Technik schnell und flexibel auf die Änderungen in der Kundennachfrage reagiert hat. Dazu zählten beispielsweise Lösungen zur vorübergehenden Umrüstung von Passagierflugzeugen in Behelfsfrachter sowie Park- und Lagerdienstleistungen für stillgelegte Flugzeuge, Triebwerke oder Komponenten. Das weltweite Netzwerk für ielte bedarfsgerechte Triebwerksreparaturen (Mobile Engine Services) wurde weiter ausgebaut, unter anderem mit einem zusätzlichen Standort in Dublin.

Darüber hinaus führte die - zu einer gesteigerten Nachfrage nach digitalen MRO-Dienstleistungen. So konnten allein im Dezember mehr als 600 Flugzeuge von United Airlines für die digitale Plattform AVIATAR von Lufthansa Technik gewonnen werden, mit der nun zusätzliche Daten erhoben und weitere vorausschauende Wartungslösungen entwickelt werden.

“Der Auftrag von United war ein echter Meilenstein für unseren AVIATAR. Auf einen Schlag so viele Flugzeuge zu gewinnen, ist in diesen Zeiten ein großer Erfolg”, ergänzte Dr. Bußmann. “Und ich bin guter Dinge, dass es noch mehr werden, denn viele Airlines haben das vergangene Krisenjahr genutzt, um sich intensiv mit der digitalen Zukunft der technischen Flottenbetreuung auseinanderzusetzen. Unsere führende Position in diesem Markt ist für mich daher ein weiterer Grund, mit Zuversicht in die Zukunft zu blicken.”

Zukunftsprogramm RISE soll aus der Krise führen

“Solange die -Krise nicht medizinisch unter Kontrolle ist, kann ich nicht seriös abschätzen, wann die Luftfahrt- und die MRO-Branche zu neuer Stärke finden werden”, erklärte Dr. Bußmann. “Ich weiß auch, dass wir mit den notwendigen Maßnahmen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in diesen Zeiten viel abverlangen. Ich bin aber zutiefst überzeugt, dass uns diese Maßnahmen zu jener Stärke verhelfen werden, mit der wir die Krise schlussendlich erfolgreich hinter uns lassen können.”

  • Alle Zahlen in dieser mitteilung beziehen sich auf die Lufthansa Technik AG und ihre voll konsolidierten Gesellschaften inklusive der Lufthansa Industry Solutions. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung sowie Angaben zum Personalstand wurden angepasst aufgrund des Übergangs der Line Maintenance auf die Deutsche Lufthansa AG. Der vollständige Geschäfts ist unter nachfolgendem Link im Internet abrufbar: http://www.lufthansa-technik.com/financials

    Weitere Bilder zum Download finden Sie hier: https://ots.de/VTJeoQ

Lufthansa Technik:

Der Lufthansa Technik-Konzern ist mit rund 35 Tochter- und Beteiligungsunternehmen einer der weltweit führenden Anbieter flugzeugtechnischer Dienstleistungen. Mehr als 22.000 Beschäftigte sind für den international zertifizierten Instandhaltungs-, Herstellungs- und Entwicklungs-betrieb tätig. Das Angebot von Lufthansa Technik umfasst das gesamte Service-Spektrum für Verkehrs-, VIP- und Special Mission-Flugzeuge. Dazu gehören die Wartung, Reparatur, Überholung und Modifikation von Triebwerken, Komponenten sowie Fahrwerken, aber auch die Herstellung von innovativen Kabinenprodukten und eine digitale Flottenbetreuung.

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