EFI Gutachter: Deutschland bei Innovationen auf gutem Weg

Deutscher Bundestag

Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung/Ausschuss – 03.03.2021 (hib 280/2021)

Berlin: (hib/ROL) Das Gutachten zu Forschung, Innovation und Technologischer Leistungsfähigkeit s der Expertenkommission Forschung und Innovation 2021, das sogenannte EFI Gutachten, stand am Mittwoch im Mittelpunkt der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Der Vorsitzende der EFI-Kommission, der swissenschaftler Uwe Cantner, betonte, dass bei der Forschungs- und Innovations insgesamt gut dastehe. Die „kluge s- und finanzpolitische der letzten Jahre biete auch jetzt in der Krise noch viele Spielräume“. Allerdings dürfe es nicht noch einmal geschehen, dass bei Innovationsfeldern wie Quantentechnologie und Wasserstofftechnologie in den Rückstand te, so wie es beispielsweise bei der Künstlichen Intelligenz oder dem E-Government passiert sei.

Schwerpunktthemen des Jahresgutachtens 2021 sind die neue Missionsorientierung und Agilität in der Forschungs- und Innovations, die Anpassung der beruflichen Aus- und Weiterbildung an die digitale Transformation, die Gen-Editierung CRISPR/Cas und die Auswirkungen der , die Cantner gleich zu Beginn thematisierte. Die notwendige Stabilisierung in der Krise und die langfristige Forschungs- und Innovations miteinander in Einklang zu bringen, stelle eine besondere politische Herausforderung dar. Für den größten Teil der deutschen Unternehmen habe die aktuelle Krisensituation negative Auswirkungen, auch auf die laufenden oder geplanten Innovationsprojekte. de k und mittlere Unternehmen seien zunehmend von der Krise betroffen.

Der Experte machte auch Mut. Nach Auffassung von Cantner und seinem Team, das aus Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtung aber überwiegend der Volks besteht, könne die Krise auch als Katalysator für den Übergang zu neuen Technologien genutzt werden und so zur langfristigen Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit s beitragen. Allerdings setze das voraus, dass Konjunkturprogramme und wachstumspolitische Maßnahmen an Forschung und Innovation orientiert gestaltet werden. Im Gutachten betonten die Experten, dass Gesellschaft und diese Ausgestaltung als Voraussetzung dafür erkennen müssten, dass große Herausforderungen wie Klimawandel, Gesundheit, soziale Ungleichheit und Resilienz auch weiterhin nur aus einem lich starken und gesellschaftlich breit unterstützten Forschungs- und Innovationssystem heraus angegangen werden können.

Auch wenn das Gutachten insgesamt auf positive Resonanz bei den en stieß – ein Vertreter der Bündnis 90/Die Grünen sprach von einem „Highlight“ -, so kritisierten Vertreter der en von FDP und Die Linke, dass die Auswirkungen der im Gutachten zu kurz gekommen seien. Eine Vertreterin der Linken sagte: „Die krise weitet sich de zu einer Gesellschaftskrise aus.“ Sie regte einen EFI-Bericht zum Thema Verhältnis von und Gesellschaft an. Der FDP-Vertreter betonte, dass er sich mehr Aussagen zum Bereich Wertschöpfungsketten in der Medizintechnik und Biotechnologie bezogen auf die aktuelle situation gewünscht hätte.

Den Ansatz der starken Betonung auf den Markt und die daraus resultierende eher zurückgenommene Rolle des Staates hinterfragte ein Vertreter der SPD-. Er vertrat die Ansicht, dass der Staat de in Bereichen, in denen es noch keinen Markt gebe, diesen durch Anreize erst schaffen müsse. Auch ein Vertreter der Grünen machte deutlich, dass eine agile Forschung auch eine agilen Staat als Partner an ihrer Seite wissen müsse. Das habe die einmal mehr eigt.

Zudem strich Cantner die Bedeutung von CRISPR/Cas heraus, einem Werkzeug zur Gen-Editierung, das unter anderem dafür genutzt werden könne, Ansätze für neue Therapien zu finden und Ursachen von Krankheiten zu entschlüsseln. Mit Hilfe von CRISPR/Cas könnten Gene verändert, aus- oder angeschaltet werden. Mindestens drei Prozent der Weltbevölkerung sind von einer Erbkrankheit betroffen, die durch den Fehler eines einzelnen Gens ausgelöst wurde, heißt es im Gutachten. Eine Korrektur dieses fehlerhaften Gens könnte die Krankheit heilen. Viele Fachleute schreiben CRISPR/Cas ein hohes Potenzial zu.

sei in der Forschung zu CRISPR/Cas in den Bereichen Gesundheit und Medizin sowie technische Verbesserungen vergleichsweise gut aufgestellt, betonte Cantner. Für Erfindungen zu CRISPR/Cas, deren Nutzung für Patientinnen und Patienten sowie die Kommerzialisierung durch Unternehmen gebe es in allerdings noch unerschlossene Potenziale. Cantner forderte, die Spitzenforschung weiter zu stärken und den Diskurs zu den Risiken und Bedenken von CRISPR/ Cas offen zu führen.

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