Liebesbetrüger im Internet unterwegs | Frau wird um 3.500 Euro betrogen

Polizei Schwaben Süd West

15.02.2021, PP Schwaben Süd/West


GÜNZBURG. Über eine Online-Partnerbörse lernte eine Günzburgerin ihren vermeintlichen Traummann kennen. Mit diesem führte sie über mehrere Monate einen regen Chatverkehr, in welchem der Mann von seinem verstorbenem Vater und einer ausstehenden Erbschaft in sechsstelliger Höhe ete. Das Erbe bzw. das dazugehörige Konto wäre allerdings „eingefroren“.


Die Masche

Das Phänomen ist bei der als „Love Scamming“ oder „Romance Scamming“ bekannt und beschäftigte die Ermittler vor allem Mitte des letzten Jahrzehnts. Danach ebbte die Welle ab und wurde von neueren Phänomenen wie beispielsweise den „Falschen beamten“ abgelöst.

Mittlerweile erlebt die Geschichte der falschen Liebschaften wieder eine Art „Come-Back“.

Der Hintergrund

Die Angesprochenen werden mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft. Es entsteht im Verlauf der Zeit eine emotionale Abhängigkeit beziehungsweise eine Beziehung zum Unbekannten – auf einmal kommt ein vermeintlicher Notfall oder eine finanzielle Notlage in das Leben der neuen Liebe. Helfen kann nur das Opfer – mit dem eigenen .


Die Empfehlungen

Grundsätzlich sollte man Menschen, die man nie persönlich kennengelernt oder gesehen hat, kein überweisen oder auf sonstige Forderungen eingehen. de im Internet tummeln sich viele Betrüger, die an der Gutgläubigkeit ihrer Mitmenschen viel verdienen wollen. Seien Sie also immer misstrauisch bei unglaublichen Angeboten.


Günzburgerin wurde um 3.500 Euro betrogen.

Bezüglich des angeblich „eingefrorenen“ Kontos wandte sich ein angeblich vom Lover eingeschalteter Notar an die Dame. Für das Abwickeln der Freischaltung der Erbschaft würden Kosten in Höhe von 3.500 Euro anfallen. Diesen Betrag nahm die verliebte Frau als Kredit auf und überwies das geforderte . Als dann allerdings nicht der versprochene „neue Lebensgefährte“ zu ihr nach kam, sondern vielmehr eine weitere hohe Forderung des angeblichen Notares bei der Frau einlief, wurde sie misstrauisch und zeigte den Fall bei der an.

(PP Schwaben Süd/West, 15:00 Uhr, DG)

Detailliertere Hinweise zur Vorgehensweise der Täter, zu deren Erkennbarkeit, zu Ihrem Schutz und zur Nachweisbarkeit der Tat finden Sie im Internet unter folgendem Link.