Menschenhandel: Berliner CDU-Fraktionschef Dregger fordert vom Senat größeren Einsatz im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität

18.01.2021 – 16:50

Nach der rbb-Recherche zum Thema Menschen fordert der Vorsitzende der CDU- im Berliner Abgeordnetenhaus, Burkard Dregger, den Senat auf, der mehr Befugnisse zu erteilen. Im Inforadio vom rbb sagte Dregger am Montag, im Kampf gegen die Organisierte Kriminalität müsse die deren Vertretern auf Augenhöhe begegnen. Das sei derzeit nicht der Fall, so Dregger. Die Koalition aus SPD, Linken und Grünen verweigere der das Recht zur Quellen-Telefonüberwachung, kritisierte Dregger:

“Das bedeutet, man darf momentan nur die Festnetzanschlüsse von Verbrechern überwachen zum Zweck der Gefahrenabwehr, aber nicht die Handys. Und da die alle mobil telefonieren, sind wir im Nachteil.”

Dregger forderte außerdem, die Ermittlungsbehörden besser auszustatten:

“Was die zu leisten hat, ist enorm. Arabischstämmige Clans, Tschetschenen und auch andere Bereiche der Organisierten Kriminalität – die Aufgaben sind vielfältig. Da gehört langfristig dazu, dass das Personal und die technische Ausstattung zur Überwachung verbessert wird. Da muss noch erheblich mehr investiert werden, als das bisher der Fall ist.”

Der Berliner CDU-schef kündigte an, aus Anlass des rbb-s das Thema im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses zur Sprache zu bringen.

Nach einer Recherche von rbb24 gilt Berlin unter Ermittlern des Bundeskriminalamts als “Dreh- und Angelpunkt” vietnamesischer Menschenhändler in Westeuropa. Das Erste sendet heute um 23.05 Uhr eine Dokumentation zu dem Thema.

Das ganze Interview zum Nachhören finden Sie unter:

http://ots.de/8DzJfR

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