“Volkswagen lügt schon wieder” – so sieht der neue Pfusch des Autobauers beim EA288-Motor aus

13.01.2021 – 13:05

Offenbar herrscht bei VW Panik vor der nächsten Klageflut: In einer beispiellosen und fragwürdigen Werbekampagne unter dem Titel “Warum sich EA288 Klagen nicht lohnen” versucht der bauer aktuell, geschädigte Verbraucher von Klagen abzuhalten. Dabei sind diese spätestens seit dem EuGH-Urteil vom 17. Dezember 2020, demzufolge das Thermofenster als unzulässige Abschalteinrichtung gilt, nun besser denn je.

Das steht VW mit den EA288 Klagen bevor

Tatsächlich könnte die nächste große Klageflut äußerst kostspielig für VW werden, da der EA288-Motor in mehr als vier Millionen Fahrzeugen der Abgasnorm Euro 6 verbaut worden ist. Nicht ohne Grund stellen sich bei EA288-Klagen inzwischen immer mehr Rechtsschutzversicherer hinter geschädigte Verbraucher und geben grünes Licht für die Prozesskostenübernahme. “Und das aus gutem Grund: Nach unseren Erkenntnissen kommt auch beim EA288-Motor ein illegales Thermofenster zum Einsatz. Somit sind auch aktuelle Modelle von VW, Audi, Seat und Skoda betroffen. Der VW-Konzern lügt also schon wieder, wenn er behauptet, dass Klagen aussichtslos seien. Der erneute Pfusch ist alles andere als ein Hirngespinst”, erklärt Böse.

EA288 Klagen lohnen sich

“Die Erfahrung aus dem VW-Abgasskandal rund um den Motor EA189 und das jüngste EuGH-Urteil legen nahe, dass VW mit seiner aktuellen Werbekampagne erneut auf dem Holzweg ist”, sagt Böse. Tatsächlich sind die Parallelen zum Vorgängermotor auffällig. Auch beim EA189 behauptete der Konzern lange, es sei kein Schaden für die Kunden entstanden. Im Februar 2020 verpflichtete sich VW dann, im Rahmen der Musterfeststellungsklage insgesamt 830 Millionen Euro Entschädigung zu bezahlen. Und ähnlich wie zu Beginn der Klageflut gegen den EA189-Motor in den Jahren 2016/2017 kann man auch jetzt beobachten, dass sich eine Klageflut anbahnt – schon jetzt ist die Zahl der EA288Klagen vierstellig, Tendenz steigend. Hinzu kommt, dass es allein auf Landgerichtsebene bereits zahlreiche Urteile zugunsten der Verbraucher gab.

“VW-Kunden sollten auf jeden Fall prüfen, ob ihr Fahrzeug betroffen ist und sich rechtlichen Beistand bei einem erfahrenen Anwalt suchen, der sich auf den Abgasskandal spezialisiert hat. Die Erfolgschancen stehen derzeit so gut wie nie”, erklärt Böse. “Und das besser früher als später, da VW auf Zeit spielt, damit betroffene Kunden aufgrund von Verjährung ihre Ansprüche irgendwann nicht mehr geltend machen können.”

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