vbw setzt auf Wiederbelebung der transatlantischen Partnerschaft – Brossardt wirbt für Freihandelsabkommen: “Protektionismus muss ein Ende haben”

11.01.2021 – 16:30

ibw – Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft

MünchenMünchen (ots)

Kurz vor der Amtseinführung Joe Bidens als neuer US-Präsident setzt die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf den amerikanischen Pragmatismus und auf eine Wiederbelebung der transatlantischen Partnerschaft. “An unserer Freundschaft ist nicht zu rütteln. Jetzt geht es darum, diese zu festigen und weiter auszubauen”, sagte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt auf dem Online-Kongress der vbw “Neuer Präsident, neue ”, der in Kooperation mit dem Amerikahaus veranstaltet wurde.

Die vbw geht davon aus, dass der Dialog mit den USA im Ton angenehmer, in der Sache aber nicht einfacher wird. “Auch für die neue US-Administration wird gelten: America first, das heißt die Förderung inländischer Produktion nach dem Motto `Buy American´. Wir müssen uns auch darauf einstellen, dass die USA weiter Forderungen an die EU stellen werden. Ich denke hier unter anderem an den US-Appell nach höheren Verteidigungsausgaben und die kontroverse Diskussion um die Nordstream-2-Pipeline”, so Brossardt.

Die vbw begrüßt die Ankündigung des künftigen US-Präsidenten, dem Pariser Klimaschutzabkommen wieder beitreten zu wollen. “Mit der Präsidentschaft Joe Bidens verbinden wir zudem die Hoffnung einer Öffnung der USA, hin zu einer Stärkung der Weltsorganisation (WTO), hin zu mehr Multilateralismus insgesamt und hin zu einer Wiederaufnahme der Verhandlungen über ein transatlantisches Freisabkommen“, so Brossardt weiter. Die vbw betont, dass Protektionismus dem und dem weltweiten Wachstum schadet: “Die Zeit, in der wir uns mit Zöllen überziehen, muss ein Ende haben. Frei und Globalisierung sorgen für Wachstum und Wohlstand und als exportorientierte Volkswirtschaft profitieren Bayern und Deutschland hiervon ganz besonders”, so Brossardt.

Die USA sind mit einem svolumen von rund 30 Milliarden Euro der zweitgrößte spartner Bayerns. Unter den wichtigsten Exportländern Bayerns sind die Vereinigten Staaten sogar der größte Exportmarkt für bayerische Waren. Insgesamt exportierte der Freistaat im Jahr 2020 nach vorläufigen Berechnungen Waren im Wert von rund 18 Milliarden Euro in die USA. Das waren etwa elf Prozent aller bayerischen Exporte. Überdurchschnittliche Bedeutung haben dabei vor allem Kraftwagen und Kraftwagenteile, Maschinen und elektronische Erzeugnisse.

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