Was sich am 1. Januar 2021 ändert

CDU-CSU

01.01.2021

Entlastung für Familien, Wertschätzung für Ehrenamtliche, Unterstützung für Bausparer

Das Jahr 2021 bringt einige gesetzliche Neuerungen mit sich. Die neuen Steuerentlastungen, beispielsweise durch Soli-Abbau, Erhöhung des Grundfreibetrags und des Kinderfreibetrags, belaufen sich auf mehr als 20 Milliarden Euro. Damit steht den Bürgern in Krisenzeiten und darüber hinaus mehr zur Verfügung. Das kommt auch der Konjunktur zugute.

Solidaritätszuschlag entfällt

Mit Beginn des neuen Jahres entfällt der Solidaritätszuschlag für mehr als 90 Prozent der Steuerzahler. Die Freigrenze bei Einzelveranlagung steigt von aktuell 972 Euro auf 16 956 Euro Einkommensteuer. Bei zusammenveranlagten Ehepaaren liegt die Freigrenze zukünftig bei 33 912 Euro. Für ca. 6,5 Prozent der Steuerzahler entfällt der Solidaritätszuschlag in Teilen. Denn es wird eine so genannte Milderungszone eingeführt. Liegt ein Steuerpflichtiger über der Freigrenze, erhöht sich der zu zahlende Solidaritätszuschlag nur schrittweise auf 5,5 Prozent. Dies betrifft Alleinstehende ab einem Jahresbruttoeinkommen von ca. 73 000 Euro bis etwa 109 000 Euro. Erst danach fällt bei Alleinstehenden der volle Solidaritätszuschlag an. Bei Zusammenveranlagten bewegt sich die Milderungszone zwischen ca. 151 000 Euro und 221 000 Euro. 

Kinder steigt

Die Förderung von Familien ist eines der Kernanliegen der Union – sowohl in finanzieller als auch struktureller Hinsicht. Ab 1. Januar 2021 sorgt das Familienentlastungsgesetz für eine Erhöhung des Kinderes. Für das erste und zweite Kinde zahlt der Staat dann 219 Euro, statt bisher 204 Euro. Für das dritte Kind steigt die Unterstützung von 210 Euro auf 225 Euro und ab dem vierten Kind beträgt das Kinder zukünftig 250 Euro. Vorher hatte es 235 Euro betragen. Außerdem wird der Kinderzuschlag für Familien mit geringem Einkommen auf 205 Euro angehoben.

Kinderfreibetrag und Grundfreibetrag werden angehoben

Auch der Kinderfreibetrag in der Einkommensteuer steigt deutlich an – um 576 Euro auf 8.388 Euro. Dazu kommt, dass auch der Grundfreibetrag angehoben wird. Für 2021 beläuft er sich nun auf 9.744 Euro und steigt somit um 336 Euro. Für 2022 ist eine weitere Erhöhung vorgesehen. 

Alrziehendenentlastungsbetrag

Wer ohne Partner Kinder großzieht, kommt finanziell oft kaum über die Runden. Um Alrziehenden das Leben zumindest in diesem Punkt etwas zu erleichtern, hat die Union der dauerhaften Erhöhung des Entlastungsbetrags für Alrziehende zugestimmt. Der Entlastungsbetrag lag von 2015 bis 2019 bei 1.908 Euro im Kalenderjahr (also 159 Euro monatlich). Im Zweiten -Steuerhilfegesetz wurde der Entlastungsbetrag für die Jahre 2020 und 2021 auf 4.008 Euro aufgestockt. Im Jahressteuergesetz 2020 wurde diese zunächst begrenzte Anhebung entfristet. Das heißt, dass der Entlastungsbetrag ab dem Veranlagungszeitraum 2020 dauerhaft bei 4.008 Euro bleibt, also auch ab 2022.  

Höhere Ehrenamtspauschale 

Wer in seiner Freizeit Gesellschaft mitgestaltet, soll dafür wertgeschätzt werden. Dies geschieht unter anderem über die steuerfreie Ehrenamtspauschale. Diese steigt am 1. Januar 2021 von jährlich 780 Euro auf 840 Euro. Die Übungsleiterpauschale für Trainer, Ausbilder, Betreuer usw. in gemeinnützigen Organisationen steigt von 2.400 Euro auf 3.000 Euro im Jahr.

Wohnungsbauprämie steigt

Wir möchten, dass sich in Zukunft noch mehr Menschen in Wohneigentum leisten können. Deswegen erhöhen wir die Wohnungsbauprämie. Das heißt, Anleger werden mit einem höheren Prämiensatz bei der Eigenkapitalbildung zum Erwerb von Wohneigentum unterstützt. Bausparer erhalten dann 10 Prozent Prämie auf ihre jährliche Sparleistung. Damit können Alleinstehende bis zu 700 Euro und Ehepaare bis zu 1.400 Euro pro Jahr erhalten.