Winfried Hermann: “Die CSU hat bewiesen, dass sie Verkehrsminister nicht kann” / Grünen-Verkehrsminister Baden-Württembergs fordert E-Fuels-Quote und mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer

29.12.2020 – 13:52

ADAC

MünchenMünchen (ots)

Der nächste Bundesverkehrsminister muss ein Grüner sein. Das wünscht sich Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann im Interview mit dem ADAC. Nur so sei eine Verkehrswende machbar.

Konkret kritisiert Hermann den einseitigen Fokus auf E-Mobilität. Um die Verbrenner sauberer zu machen, müsse man die Produktion von E-Fuels für den -Verkehr vorantreiben. Die synthetischen Kraftstoffe könnten dem konventionellen zunächst beigemischt werden, um die höheren Produktions- und kosten abzufedern. Denn: “s mit Verbrennungsmotor werden noch auf Jahre hinaus ein Problem für den schutz sein.”

Einen weiteren Beitrag für den schutz sieht Hermann in der Verringerung des -Verkehrs. Er fordert mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer sowie Bus und Bahn – “das geht nur, indem wir das Flächenprivileg des verkehrs zurücknehmen”. Pop-up-Radwege seien eine gute Methode, um neue Radspuren zu testen und gegebenenfalls langfristig zu übernehmen. Beim ÖPNV setzt Hermann zwar nicht auf kostenlose, aber qualitätsvolle Angebote: “Dann nehmen es die Leute auch an.”

Beim Thema Nachrüstung von - kritisiert der Minister die Bundesregierung für deren Verzicht auf schärfere Abgasnormen. Er sieht VW und Daimler in der Pflicht, denn: “Wer so viele Rechtsbrüche im Bereich der Abgasreinigung begangen hat, ist der eigentliche Verursacher der schlechten Luft und der Fahrverbote”. In Bezug auf die Euro-7-Norm solle in einer Studie geklärt werden, unter welchen Bedingungen die Abgasreinigung bestmöglich funktioniert.

Das gesamte Interview ist hier nachzulesen.

ekontakt:

ADAC Kommunikation
T +49 89 76 76 54 95

Original-Content von: ADAC, übermittelt durch news aktuell