Klimafreundliches Bauen liegt im Trend

Bundesregierung

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Ein Großteil der in verbrauchten Energie wird für die Erzeugung von Wärme verbraucht.

Gut die Hälfte der in verbrauchten Energie fällt auf die Erzeugung von Wärme und Kälte. Die dafür benötigte Energie stammt immer noch zu fast 85 Prozent aus fossilen Quellen wie Kohle, Öl und Gas. Die ab 2021 geltende CO2-Abgabe von 25 Euro pro Tonne ausgestoßenem Kohlendioxid soll dazu anreizen, von fossilen auf erneuerbare Energieträger umzusatteln. Das gilt insbesondere für die Wärmebereitstellung in Gebäuden.

Öl- und Gasheizungen bereits rückläufig

Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass Heizen mit Öl und Gas beinahe schon die Ausnahme sind. So lag 2019 der Anteil von neuen Wohngebäuden mit einer installierten Ölheizung bei unter einem Prozent. Im Jahr 2000 war dieser Anteil noch deutlich höher: von den seinerzeit neu gebauten Wohngebäuden erhielten gut 20 Prozent eine Ölheizung. Auch bei ist der Trend rückläufig. Zwar wurden 2019 noch fast 42 Prozent neu errichteter Wohngebäude mit Gasheizung ausgelegt. Knapp zwanzig Jahre zuvor hingegen waren es noch 73,6 Prozent der neuen Wohngebäude.

Bei Nichtwohngebäuden zeigt sich eine ähnliche Entwicklung. Der Anteil der fossilen Energieträger in neu fertiggestellten Gebäuden sank von 84,7 Prozent im Jahr 2000 auf 24 Prozent in 2019.

Mehr erneuerbare Energien, weniger fossile Brennstoffe

Der Trend geht eindeutig hin zu erneuerbaren Energien, also beispielsweise Geo- und thermie, aber auch Holz- und Pelletheizungen. 2019 waren sie in schon fast der Hälfte der neu fertiggestellten Wohngebäude zu finden.

Trotzdem stehen in zu vielen Haushalten noch immer Öl- und Gasheizungen. Das im November 2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz sieht vor, dass Ölheizkessel ab 2026 grundsätzlich nicht mehr eingebaut werden dürfen. Ausnahmen gibt es nur noch für besonders abgeschiedene Gebäude.

Eine Austauschprämie in Höhe von bis zu 45 Prozent bietet einen Anreiz für ein schonendes Modell. Und in den bestehenden Förderprogrammen zum energieeffizienten Bauen und Sanieren sowie den Beratungsprogrammen sind die Fördersätze deutlich auf bis zu 40 Prozent (statt 27,5 Prozent) bzw. 80 Prozent (statt 60 Prozent) erhöht worden.

Laut EU-Kommission werden 40 Prozent der in der EU benötigten Energie in Gebäuden verbraucht. Und 36 Prozent beträgt der Anteil des Gebäudesektors an den Treibhausgasen der Europäischen Union insgesamt. Nach Berechnungen des bundesamtes, die unter anderem auf Ergebnissen des Statistischen Bundesamts beruhen, ist die Heizung für rund drei Viertel des Energieverbrauchs von Privathaushalten in verantwortlich.