Trickbetrug gescheitert (Wittenberge )

Polizei Brandenburg

Eine 85-Jährige ist am Sonntag gegen 17:10 Uhr von einer angeblichen Polizeibeamtin angerufen und zu ihren Vermögensverhältnissen befragt worden. In der Nachbarschaft habe man Einbrecher festgenommen und wolle nun etwaiges Vermögen von Anwohnern vor anderen Tätern sichern. Als die ältere Dame angab, dass sie nur etwa 500 Euro im Haus hätte, wurde das Telefonat von der Anruferin beendet.  

Erfahrungsgemäß ist um Weihnachten und Silvester mit einem Anstieg der Trickbetrüge durch den sogenannten „Enkeltrick“ oder falsche Polizeibeamte zu rechnen. Dabei werden von den professionell agierenden Tätern oftmals hohe Geldbeträge erbeutet. Die Polizei rät, derartige Telefonate, auch wenn Druck aufgebaut wird, abzubrechen und den Telefonhörer aufzulegen. Betroffene sollten sich nie vom Täter weitervermitteln lassen. Stattdessen sollten sie die zuständige Polizei, in Notsituation auch über die Notrufnummer, sowie Verwandte oder Bekannte informieren. Polizei, Staatsanwälte oder Richter werden nie Kautionen oder ähnliche Bargeldforderungen zur Sofortübergabe an Überbringer fordern. Auch eine medizinische Notfallversorgung, von der bei manchen Anrufen berichtet wird, ist in Deutschland von keiner Vorauszahlung der Kosten abhängig.