Bundestag debattiert Grünen-Anträge zu klimabewusstem Bauen

Deutscher Bundestag

Liveübertragung: Mittwoch, 13. Januar, 18.30 Uhr

Mit drei Anträgen der Bündnis 90/Die Grünen zur Baupolitik befasst sich der am Mittwoch, 13. Januar 2021. Nach 30-minütiger Debatte soll der Antrag mit dem Titel „Bauwende einleiten – Für eine ressourcenschonende Bau- und Immobilienwirtschaft“ (19/23152) zur weiteren Beratung an den federführenden Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen überwiesen werden.

Bei dem aktuell noch nicht vorliegenden Antrag „Aktionsplan Faire Wärme – Aufbruch für klimaneutrale, bezahlbare und warme Wohnungen und ein starkes Handwerk“ ist noch offen, ob der Ausschuss für Wirtschaft und Energie, der Ausschuss für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit oder der Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen bei den Beratungen die Federführung übernimmt. Auch im Falle des angekündigten Antrags mit dem Titel „Das Drittelmodell – Energetische Modernisierungen voranbringen – Gerecht und sozial ausgewogen“ ist die Federführung offen. In Frage kommen der Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen, der Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz und der Ausschuss für Wirtschaft und Energie. 

Erster Antrag der Grünen

In ihrem ersten Antrag (19/23152) setzt sich die Bündnis 90/Die Grünen für mehr Ressourcenschonung in der Bau- und Immobilienwirtschaft ein. Die Abgeordneten fordern einen gesetzlich vorgeschriebenen Ressourcenausweis für Gebäude und eine verpflichtende Lebenszyklusbetrachtung von Gebäuden. Auch solle es bis 2025 Pflicht werden, in Neubauten ausschließlich erneuerbare Wärme einzusetzen. 

Bei einer Novelle der Musterbauordnung müsse Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung verankert werden, so die Abgeordneten weiter. Darüber hinaus schlagen sie mehrere Maßnahmen vor, mit denen Prozesse im Bauwesen digitalisiert werden könnten. 
Zur Begründung heißt es, der Bausektor gehöre zu den Wirtschaftszweigen mit dem höchsten Ressourcenverbrauch. Dazu komme der Energiebedarf während der Nutzungsphase. „Die Art und Weise, wie wir bauen, ist nicht nachhaltig und überlastet die planetaren Grenzen.“ Notwendig sei ein neuer, an den Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft orientierter Ansatz beim Planen, Bauen und Nutzen von Wohn- und Gewerberaum sowie Infrastruktur, erklären die Grünen. (pez/hau/21.12.2020)

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