Polizei Presse A 49: Der Einsatztag am Totensonntag verlief überwiegend friedlich – Rückblick auf den 13. Einsatztag am Dannenröder Forst

22.11.2020 – 18:31

Polizei Presse A 49

GiessenGiessen (ots)

Am heutigen Einsatztag wurde auf Rodungsarbeiten aus Rücksicht auf den heutigen Totensonntag verzichtet.

Gegen 10:00 Uhr hatten sich ca. 400 Ausbaugegner am Zaun im Norden der südlichen Rodungsschneise eingefunden. Etwa 150 Personen gelang es die dortige Absperrung zu durchbrechen und einen Bagger zu blockieren. Es wurde gestattet, die Blockade für 30 Minuten aufrechtzuerhalten. Da die Blockade danach nicht freiwillig aufgegeben wurde, mussten vereinzelt Personen abgedrängt werden. In diesem Zusammenhang wurden auch zwei Wasserwerfer in diesen Bereich verlegt und deren Einsatz angedroht.

Am heutigen Totensonntag kam es in diesem Zusammenhang vermehrt zu Beschwerden wegen des Einsatzes des Polizeihubschraubers. Diese erhebliche Beeinträchtigung für die Bevölkerung ist der Polizei bewusst. Aus diesem Grund wird jeder Einsatz sorgsam abgewogen. Da die Polizei aufgrund der bisherigen Erfahrungen, mehrfach mit dynamischen und gewalttätigen Aktionsformen konfrontiert wurde und es teilweise sogar zu massiven und zielgerichteten Angriffen auf Polizeikräfte kam, muss der Hubschrauber temporär eingesetzt werden. In dem unübersichtlichen Gelände ermöglicht er einen umfassenden und flexiblen Überblick und damit den Schutz für die Einsatzkräfte.

Beim sonntäglichen Waldspaziergang nahmen ca. 400 Personen teil, die sich am Sportplatz Dannenrod versammelten. Die Versammlung und der anschließende Aufzug verliefen friedlich.

Am späten Nachmittag errichteten mehrere Personen vor dem Zaun im südlichen Rodungsbereich einige Barrikaden, worauf Polizeikräfte die Ausbaugegner zurückdrängten. Die errichteten Barrikaden wurden im Anschluss teilweise entfernt.

Bilanz: Es wurden heute 2 Personen in Gewahrsam genommen. Weiterhin wurden 3 Ermittlungs- und 1 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und 5 sogenannte Platzverweise ausgesprochen.

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Jochen Behr

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