POL-MFR: (1384) Schwerer Unfall mit Streifenwagen der Polizei – Drei Personen verletzt

28.09.2020 – 20:16

Polizeipräsidium Mittelfranken

Fürth (ots)

Am Montagnachmittag (28.09.2020) ereignete sich in der Fürther Innenstadt ein schwerer Verkehrsunfall mit einem Streifenwagen der Polizei. Drei Personen mussten verletzt in Krankenhäuser gefahren werden.

Gegen 16:15 Uhr fuhr ein Streifenwagen der Polizeiinspektion Fürth die Schwabacher Straße von der Innenstadt kommend zu einem Einsatz in die Fürther Südstadt. Der Erstmeldung nach solle dort eine Frau von einem Mann geschlagen werden. Ersten Ermittlungen zufolge schalteten die Beamten während der Einsatzfahrt das Blaulicht und das Martinshorn ein.

Aus noch nicht geklärter Ursache kam es im Kreuzungsbereich Schwabacher Straße / Theresienstraße zur Kollision mit einem VW-Bus, welcher die Theresienstraße in Richtung Bahnhof befuhr. Durch die Wucht des Aufpralls kippte der VW-Bus auf die Seite und kam auf der Fahrerseite zum Liegen.

Der 62-jährige Fahrer des VW-Busses wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr geborgen werden. Der 62-Jährige wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gefahren werden. Ein in dem Bus befindlicher Hund blieb unverletzt und wurde in die Obhut von Bekannten des 62-Jährigen gegeben. Die beiden Polizeibeamten erlitten mittelschwere Verletzungen und werden ebenfalls in einem Krankenhaus medizinisch versorgt.

Der Kreuzungsbereich war bis in die Abendstunden für die Dauer der Bergungsarbeiten und der Unfallaufnahme gesperrt. Hierdurch kam es zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Fürther Stadtverkehr.

Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth wurde ein Sachverständiger mit der Klärung des Unfallhergangs beauftragt. Aus Gründen der Neutralität erfolgte die Unfallaufnahme durch die Nürnberger Verkehrspolizei.

Am Rande der Unfallstelle äußerten mehrere Passanten gegenüber den Einsatzkräften in teils befremdlicher Weise ihren Unmut über die Absperrmaßnahmen und unter anderem darüber, dass sie den Kreuzungsbereich nicht direkt durch die Unfallstelle queren können. Ein 27-jähriger Mann betrat zudem die Unfallstelle und begann die Rettungsmaßnahmen mit einem Mobiltelefon zu filmen.

Nachdem er von einem Polizeibeamten aufgefordert wurde die Unfallstelle zu verlassen und das Filmen einzustellen, griff er den Beamten an und würgte ihn. Daraufhin musste er mit körperlicher Gewalt zu Boden gebracht und vorläufig festgenommen werden. Er muss sich nun unter anderem wegen des Verdachts des Tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte strafrechtlich verantworten. /

Michael Petzold

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Jochen Behr

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