Pressebericht vom 17.09.2020

1443. Verkehrsunfall mit Personenschaden – Berg am Laim

1444. Kelleraufbruch durch Ermittlungen und DNA-Treffer geklärt – Pasing

1445. Trickdiebstahl durch falsche Handwerker – Isarvorstadt

1446. Enkeltrickbetrug – Unterschleißheim

1447. Pkw kollidiert frontal mit Sattelzug; eine Person verstorben – Landkreis München

1448. Radfahrer stößt mit Kleinkraftrad zusammen; eine Person verletzt – Maxvorstadt

1449. Wechselseitige Körperverletzung im Rahmen einer Versammlung – Ludwigvorstadt

1443. Verkehrsunfall mit Personenschaden – Berg am Laim

Am Mittwoch, 16.09.2020, gegen 07:00 Uhr, teilte ein Passant über den Notruf 110 der Polizei mit, dass sich soeben ein Pkw in der Ampfingstraße überschlagen hätte.

Sofort fuhren mehrere Streifen der Münchner Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr zur Unfallstelle. Nach derzeitigem Ermittlungsstand befuhr ein 43-Jähriger aus dem Landkreis Rottal-Inn die Ampfingstraße mit seinem VW Pkw in Richtung Mittlerer Ring. Kurz nach der Mühldorfstraße fuhr eine 30-jährige Münchnerin mit ihrem Toyota Pkw aus einer Grundstücksausfahrt in die Ampfingstraße ein. Nun kam es zum Zusammenstoß zwischen den beiden Fahrzeugen. Der VW wurde durch den Aufprall ausgehebelt und auf das Fahrzeugdach geworfen. Der Toyota prallte gegen einen am Fahrbahnrand ordnungsgemäß geparkten Hyundai.

Die beiden Fahrer wurden durch den Rettungsdienst erstversorgt. Der 43-Jährige musste verletzt in ein Münchner Krankenhaus gebracht werden.

An allen Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von mehreren zehntausend Euro. Teile der Ampfingstraße mussten für die Unfallaufnahme etwa eineinhalb Stunden gesperrt werden. Es kam zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

1444. Kelleraufbruch durch Ermittlungen und DNA-Treffer geklärt – Pasing

Im Zeitraum von Sonntag, 16.12.2018, bis Sonntag 23.12.2018, kam es im Bereich Blumenauer Straße zu einem Kelleraufbruch, bei dem eine Schallplattensammlung im Wert von mehr als eintausend Euro gestohlen wurde.

Durch die Spurensicherung des Kommissariats 92 konnten am damaligen Tatort DNA-Spuren gesichert werden. Mit Unterstützung des Bayerischen Landeskriminalamtes konnten diese Spuren nun einem 44-Jährigen aus München zugeordnet werden. Er wurde wegen des Diebstahls angezeigt und nach einer erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen.

Das Kommissariat 53 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

1445. Trickdiebstahl durch falsche Handwerker – Isarvorstadt

Am Mittwoch, 16.09.2020, gegen 13:00 Uhr, klingelte bei einem Ehepaar (beide über 80 Jahre alt) in der Kapuzinerstraße eine bislang unbekannte männliche Person. Er gab sich als Handwerker aus und gab an, dass an einer nahegelegenen Baustelle eine Wasserleitung beschädigt sei und er jetzt den Wasserdruck in der Wohnung prüfen müsse.

Er gelangte in die Wohnung und konnte das Ehepaar geschickt ablenken, während er etwas Bargeld und ein Mobiltelefon an sich nahm. Unter dem Vorwand im Keller noch etwas nachschauen zu müssen, verließ er die Wohnung.

Dem Ehepaar fiel erst verspätet auf, dass sie Opfer eines Trickdiebstahls geworden sind.

Das Kommissariat 65 hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

Der Täter wird von den Zeugen wie folgt beschrieben:
Männlich, 35 Jahre alt, 190 cm groß, kräftige Statur, osteuropäische Erscheinung, schwarze kurze Haare, sprach mit einem ausländischen Akzent

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 65, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Warnhinweis:
Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Die Kriminalpolizei warnt insbesondere ältere Menschen dringend davor, angebliche Heizungsmonteure, Stromableser oder ähnliche Personen in die Wohnung einzulassen, wenn nicht bekannt ist, dass eine entsprechende Verbraucherablesung für das Wohnanwesen anberaumt ist. Auch bei vermeintlichen Schadensfällen, wie z.B. behaupteten Wasserrohrbrüchen, sollten Sie zuerst bei der Hausverwaltung, dem Hausmeister oder den Stadtwerken Nachfrage halten, ob die Behauptung der Wahrheit entspricht.
Eine gesunde Skepsis ist keine Unhöflichkeit! Ein berechtigter Handwerker wird für Ihre Nachfragen stets Verständnis haben.

1446. Enkeltrickbetrug – Unterschleißheim

Am Dienstag, 15.09.2020, gegen 13:15 Uhr, holte eine Unbekannte in Unterschleißheim Bargeld nach einem vorausgegangenen Enkeltrickbetrug ab.

Eine unbekannte Täterin rief, gegen 11:00 Uhr, eine über 70-jährige Unterschleißheimerin an. Im Telefonat gab sie sich als Enkelin der Unterschleißheimerin aus. Sie würde gerade beim Notar in Dachau sitzen und Geld für eine Wohnung benötigen.

Als die Seniorin ihre Hilfe für die vermeintliche Enkelin anbot, einigte man sich auf einen Bargeldbetrag in Höhe von mehreren Zehntausend Euro. Das Bargeld sollte bei der Bank geholt werden, wo jedoch nur ein Anteil ausgezahlt wurde.

Gegen 13:15 Uhr kam es dann am Gartentor der Unterschleißheimerin zu einer Geldübergabe von mehreren Tausend Euro an die Täterin. Eine Stunde später vertraute sich die Seniorin einer Bekannten an, die dann den Notruf der Polizei verständigte. Eine Fahndung führte nicht mehr zum Ergreifen von Tatverdächtigen.

Die Arbeitsgruppe Phänomene des Kriminalfachdezernats 3 hat die weiteren Ermittlungen wegen des Enkeltrickbetruges übernommen.

Die Täterin wird wie folgt beschrieben:
Ca. 50 Jahre alt, kleiner als 165 cm, südosteuropäisches Erscheinungsbild, kräftig, dunkle kurze Haare; bekleidet mit grauem T-Shirt und einer grauen ¾-Leggins. Sie gab sich als Mitarbeiterin des Notars aus.

Zeugenaufruf:
Wer hat im angegebenen Zeitraum im Bereich zwischen Lohhof und Hollern (Unterschleißheim) Wahrnehmungen gemacht, die im Zusammenhang mit diesem Vorfall stehen könnten?

Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3 -AG Phänomene- Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

1447. Pkw kollidiert frontal mit Sattelzug; eine Person verstorben – Landkreis München

Am Mittwoch, 16.09.2020, gegen 13:45 Uhr, befuhr eine über 60-jährige Münchnerin mit einem Daihatsu Pkw, die Staatsstraße 2078 in Fahrtrichtung München.

Zeitgleich befuhr ein 45-Jähriger aus dem Landkreis Freudenstadt mit einem Daimler Lkw, ebenfalls die Staatsstraße 2078 in entgegengesetzter Fahrtrichtung.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand geriet aus bislang unbekannter Ursache die Pkw-Fahrerin in einer leichten Rechtskurve auf den Fahrstreifen für den Gegenverkehr und kollidierte dort frontal mit dem Lkw. Dadurch geriet ihr Pkw gegen eine am linken Fahrbahnrand befindliche Leitplanke.

Der Lkw des 45-Jährigen kollidierte daraufhin auch mit einem VW Pkw eines 48-Jährigen aus Landkreis München.
Ein Seat Pkw, der von einer 40-Jährigen aus dem Landkreis München gefahren wurde, wurde durch herumfliegende Teile getroffen und beschädigt.

Die Münchnerin erlag noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen. Alle anderen Personen wurden leicht verletzt und kamen mit dem Rettungsdienst in umliegende Krankenhäuser.

An allen unfallbeteiligten Fahrzeugen und der Leitplanke entstand Sachschaden in Höhe von etwa 25.000 Euro.

Aufgrund der schwere des Unfalls wurde von der Staatsanwaltschaft München ein unfallanalytisches Gutachten angeordnet. Aus diesem Grund wurde ein Gutachter an den Unfallort hinzugezogen.

Während der Unfallaufnahme und der Bergung der Fahrzeuge musste die Staatsstraße 2078 in beide Fahrtrichtungen für etwa sechs Stunden gesperrt werden. Der Verkehr wurde abgeleitet. Es kam zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

1448. Radfahrer stößt mit Kleinkraftrad zusammen; eine Person verletzt – Maxvorstadt

Am Mittwoch, 16.09.2020, gegen 22:30 Uhr, befuhr ein 40-jähriger Münchner mit seinem Moutainbike die Gabelsbergerstraße auf dem Radweg stadteinwärts.

Zur selben Zeit befuhr eine 49-jährige Münchnerin auf ihrem Piaggio Kleinkraftrad, ebenfalls die Gabelsbergerstraße stadteinwärts.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand wollte der 40-jährige Radfahrer an der Kreuzung zur Luisenstraße in diese nach links abbiegen und fuhr deshalb vom Radweg auf die Fahrbahn. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit dem Kleinkraftrad.

Durch die Kollision stürzte die 49-Jährige und verletzte sich, so dass sie zur stationären Behandlung ein Krankenhaus gebracht werden musste. Der 40-jährige Radfahrer wurde leicht verletzt und kam ebenfalls zur Behandlung in ein Krankenhaus.

Die Münchner Verkehrspolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen.

1449. Wechselseitige Körperverletzung im Rahmen einer Versammlung – Ludwigvorstadt

Am Samstag, 12.09.2020 kam es gegen 15.45 Uhr zu einem Vorfall im Zusammenhang mit einer vorher beendeten Versammlung. Diese war thematisch als Gegendemonstration zu der großen Versammlung mit „Corona-Thematik“ auf der Theresienwiese einzuordnen und hatte auf dem Goetheplatz stattgefunden. Im Anschluss war ein großer Teil der Teilnehmer auf dem Weg vom Goetheplatz zur Theresienwiese.

Nach dem bisherigen Ermittlungsstand kam nun im Bereich der Mozartstraße eine Gruppe von ca. 15 Personen, die lautstark gegen die Tragepflicht eines Mund-Nasen-Schutzes skandierten, mit diesen abwandernden Teilnehmern in Kontakt. Im weiteren Verlauf folgten hier nun verbale Streitigkeiten zwischen den einzelnen Interessenlagern. Für den Versammlungsschutz eingesetzte Polizeibeamte gingen nun dazwischen und versuchten zu deeskalieren und beruhigend auf die Personen vor Ort einzuwirken. Dabei wurde festgestellt, dass eine 26-Jährige aus dem Landkreis Passau sich in einem lautstarken Streitgespräch mit einem 30-Jährigen aus Neumarkt in der Oberpfalz befand. Nun kam es zwischen diesen beiden Personen zu einer körperlichen Auseinandersetzung, die erst durch das Eingreifen der Polizei beendet werden konnte. Aufgrund dessen wurden beide Beteiligten als Beschuldigte wegen des jeweiligen Körperverletzungsdeliktes behandelt.

Die 26-Jährige sollte die Polizeibeamten zur Durchführung der erforderlichen polizeilichen Maßnahmen begleiten, wollte sich stattdessen aber entfernen. Sie wurde darum von einem der Polizeibeamten am Arm festgehalten und von diesem belehrt. Im weiteren Verlauf trat jetzt ein 31-Jähriger aus Passau hinzu und hielt die 26-Jährige fest, da er mit den polizeilichen Maßnahmen nicht einverstanden war. Als er versuchte, sie wegzuziehen, kam es mit den Polizeibeamten zu einem Gerangel, in dessen weiteren Verlauf die 26-Jährige und der 31-Jährige zu Boden gingen. Dort verhakten sie sich gegenseitig mit den Armen und Beinen, um das polizeiliche Eingreifen weiter zu erschweren. Nur mit dem Einsatz von unmittelbaren Zwang gelang es, die beiden zu trennen und der weiteren polizeilichen Sachbearbeitung zuzuführen.

Gegen den 30-Jährigen wird wegen Körperverletzung ermittelt. Bei der 26-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und bei dem 31-Jährigen wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet.