HZA-MD: Urteil gegen den Geschäftsführer eines Bauunternehmens wegen Vorenthalten von Sozialversicherungsbeiträgen

17.09.2020 – 12:12

Hauptzollamt Magdeburg

Magdeburg (ots)

Das Amtsgericht Magdeburg verurteilte den Geschäftsführer eines Bauunternehmens aus dem Salzlandkreis wegen des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt in 404 Fällen. Das Gericht setzte eine Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu je 120,00 EUR, also insgesamt 28.800,00 EUR, fest

Die Bediensteten des Hauptzollamtes Magdeburg -Finanzkontrolle Schwarzarbeit Dessau-Roßlau- konnten nach Auswertung der bei Durchsuchungsmaßnahmen vorgefundenen Beweismittel dem 63-jährigen Unternehmer nachweisen, dass dieser in den Jahren 2011 bis 2016 nicht den in der Baubranche vorgeschriebenen Mindestlohn an seine Arbeitnehmer zahlte. Der Sachverhalt wurde bekannt, nachdem Arbeitnehmer des Unternehmens bei einer Baustellenkontrolle durch den Zoll befragt wurden.

Auf Grund der Mindestlohnunterschreitung in Höhe von 504.126,82 EUR wurden der Sozialversicherung Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge in Höhe von 225.761,48 EUR vorenthalten.

Der Paragraph 266a des Strafgesetzbuches sieht im Falle des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren vor. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Generell können die vorenthaltenen Sozialversicherungsbeiträge und der zu wenig gezahlte Lohn durch die Sozialversicherungsträger und die betroffenen Arbeitnehmer nachgefordert werden.

Rückfragen bitte an:

Hauptzollamt Magdeburg
Jens Rothe
Telefon: 0391 / 5074 – 206
E-Mail:
www.zoll.de

Original-Content von: Hauptzollamt Magdeburg, übermittelt durch news aktuell

Jochen Behr

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