Hofer Verkehrspolizei beanstandet mehr als 125 Verkehrsteilnehmer

17.09.2020, PP Oberfranken


A9 / LKR. HOF. Bei Verkehrskontrollen und einer Abstandsmessung auf der Autobahn A9 am Mittwoch, ahndeten Hofer Verkehrspolizisten eine Vielzahl von Verkehrsverstößen. Den überwiegenden Teil der Fahrer erwartet nun eine Bußgeldanzeige und teilweise sogar ein Fahrverbot.

Die Auswertung des digitalen Kontrollgeräts eines litauischen Sattelzuges ergab, dass der weißrussische Fahrer sowohl gegen seine Lenk- und Ruhezeiten,
als auch gegen die zulässige Höchstgeschwindigkeit verstoßen hatte. In beiden Fällen erhoben die Verkehrspolizisten eine Sicherheitsleistung für das anstehende Ordnungswidrigkeitenverfahren. Ähnlich erging es einem weißrussischen Fahrer eines polnischen Sattelzuges. Dieser befuhr den sogenannten „Saaleabstieg“ auf der A9 bei erlaubten 60 mit 87 Stundenkilometern.

Zudem führte die Polizei auf der A9 im Bereich Stammbach eine mehrstündige Abstandsmessung durch. Binnen vier Stunden verzeichnete das Messgerät ganze 125 Verstöße. Bei einem geforderten Mindestabstand für Lastkraftwagen von 50 Metern,
fuhr der Spitzenreiter bis auf 16 Meter auf seinen Vordermann auf. Zwei ausländische Lkw-Fahrer kontrollierte die Polizei dabei an Ort und Stelle und erhob eine Sicherheitsleistung. Der überwiegende Teil der Fahrzeugführer bekommt die Bußgeldanzeige in den kommenden Tagen auf dem Postweg zugeschickt.

Auch einige Autofahrer hielten sich nicht an die Verkehrsregeln. Eine Fahrzeugführerin aus dem Kreis Greiz hielt bei einer gemessenen Geschwindigkeit von 159 Stundenkilometern einen Abstand von lediglich 15 Metern zum Vordermann ein. Gefordert wären hier 79,5 Meter. Die Frau muss sich nun auf ein saftiges Bußgeld, Punkte und ein Fahrverbot einstellen.