Junge Alternative Bayern trifft sich zum Wandern im Landkreis Würzburg begleitet von einer Gegendemo der Jusos Unterfranken

Am Samstag, den 8. August traf sich die Junge Alternative in Bayern auf Einladung der Jungen Alternative Bezirksverband Franken im Landkreis Würzburg zu einer Wanderung.

Bilder davon gibt es zu sehen auf https://www.facebook.com/jungealternativebayern

Folgender Erlebnisbericht hat die Junge Alternative Bayern dazu im Nachgang veröffentlicht, den wir zitieren:

„Am gestrigen Samstag wanderten wir bei Würzburg (von Winterhausen nach Ochsenfurt) und erkundeten unsere bayerische Heimat. Unbeeindruckt von der linksextremen Resterampe in Sommerhausen, die kaum zu trennen ist von der SPD (danke an die Polizeieinsatzkräfte vor Ort für den Schutz) wurde der erste Steile Anstieg schnell belohnt mit einem herrlichen Blick ins Tal und auf die fränkischen Weinberge. Weiter durch Wald und Wiesen bei herrlichem Sommerwetter hatten wir uns in Ochsenfurt die gesellige Einkehr zum Mittag redlich verdient. Der Rückweg führte uns direkt am Main entlang, wo wir die restlichen Kilometer locker bei angenehmen Unterhaltungen zurücklegten, bevor wir uns am Abend mit neuen Bekanntschaften und Erfahrungen wieder auf den Weg nach Hause machten.“

Bildquelle: https://www.facebook.com/jungealternativebayern
Bildquelle: https://www.facebook.com/jungealternativebayern

Quelle: https://www.facebook.com/jungealternativebayern

Ganz unbemerkt blieb das Wandern nicht, da die Junge Alternative Bayern dazu auch auf Facebook einen Event veröffentlicht hatte.

Unter https://www.facebook.com/events/209382230412266 veröffentlicht die Junge Alternative Bayern Ihre Aktivitäten, die anscheinend auch von den JUsos in Unterfranken gesehen wurden.

Diese organisierten eine Gegenveranstaltung, die diese auch öffentlich auf Facebook beworben haben unter: https://www.facebook.com/JusosUfra

In der Bewerbung schreiben die Jusos Unterfranken auf Facebook: „

Kein Fußbreit den Faschist*innen!Am 10. Juli 1932 wanderten 150 SA-Männer für einen „Deutschen Tag“ von Würzburg nach Sommerhausen. 88 Jahre später wollen die Junge Alternative Franken dies anscheinend wiederholen und laden am Samstag den 8. August 2020 zu einer Wanderung nach Sommerhausen ein.Nicht mit uns sagen wir! Als Antifaschist*innen und Demokrat*innen ist es unsere Pflicht uns überall Faschist*innen in den Weg zu stellen.Die Jusos Unterfranken laden deswegen zum Gegenprotest ein. Treffpunkt ist der Bahnhof Winterhausen um 9.45 Uhr. Wir wollen klar machen, dass Rechtsextreme und ihre Sympathisant*innen in Unterfranken nicht willkommen sind. Bringt Plakate mit und vergesst euren Mund-Nasenschutz nicht.“ Quelle: https://www.facebook.com/JusosUfra

Was war im Jahr 1932 alles passiert? Was sagen uns die historischen Aufzeichnungen dazu?

  • Die Reichstagswahl vom 31. Juli 1932 war die Wahl zum 6. Reichstag der Weimarer Republik
  • Der als Mord von Potempa bezeichnete Mordfall im Sommer 1932 war eine am 10. August 1932 im oberschlesischen Potempa begangene brutale Mordtat durch eine Gruppe von SA-Leuten an einem Kommunisten 
  • Die SA hatte nach der Aufhebung ihres Verbotes im Juni 1932 vermehrt in ArbeiterInnenvierteln provoziert und musste sich nun mit der Gegenwehr der AntifaschistInnen auseinandersetzen. So gelang es am 13. Juli 1932 in Wuppertal/Eberfeld mehreren Zehntausend Menschen einen Auftritt Adolf Hitlers und eine Demonstration der SA nach einer Kundgebung der Antifaschistischen Aktion zu verhindern.
  • Am 17. Juli kam es während des Wahlkampfes zur Reichtagswahl (vom 31. Juli 1932) in Hamburg-Altona zu schweren Straßenkämpfen zwischen der SA und KPD-Mitgliedern, in deren Verlauf die AntifaschistInnen die SA blutig zurückschlagen konnten – trotz der Bemühungen der Polizei, den Aufmarsch der Nazis durchzusetzen.
  • Am 10. Juli 1932 wurde während des Reichseinheitskongresses in Berlin die Antifaschistische Aktion ausgerufen.
  • Am 10. Juli 1932 marschierten 150 SA-Männer durch Eibelstadt.
  • 10. Juli 1932: 150 SA-Männer marschieren von Würzburg aus zu einem „Deutschen Tag“ nach Sommerhausen.

Also es ist wahr, dass vor 88 Jahren die SA von Würzburg nach Sommerhausen marschierte und nun die Junge Alternative Bayern eine Wanderung am 8.8. rund um Sommerhausen und Ochsenfurt veranstaltete, ob allerdings da ein Zusammenhang besteht bleibt fraglich.

Die Gegendemonstranten der Jusos Unterfranken verhielten sich auf Nachfrage bei der Polizeipressestelle Würzburg friedlich, sie trugen Mund-Nasen-Schutz und hielten sich an den Mindestabstand zueinander hieß es weiter. Zu größeren Vorkommnissen ist es nicht gekommen, weshalb bisher auch keine Pressemeldung dazu verfasst wurde.

Auf Seiten der Jungen Alternative Bayern kam es laut der Polizei auch zu keinen größeren Vorkommnissen, die Kundgebung endete ca. um 16 Uhr. Beginn war 10 Uhr. Auch hier wurde ein Hygienekonzept vorgelegt, dass das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes vorsah, sowie das Einhalten eines Mindestabstands.

Die Gegendemonstranten, die sich auf der einen Seite der Mainbrücke versammelten, wurden auf ca. 80 Personen geschätzt, die Teilnehmer der Jungen Alternative Bayern auf ca. 20 Personen. Das Tragen von Fahnen fand letztendlich nicht statt, wie die Polizeipressestelle mitteilte. Die Kundgebung wurde seitens der Polizei von den Kollegen aus Ochsenfurt begleitet.

Beide Kundgebungen waren ordnungsgemäß angemeldet, die Jusos haben auf Facebook auf ihrer Seite auch 2 Luftaufnahmen veröffentlicht, wo genau sich die Demonstranten positionierten und wo die Junge Alternative Bayern vorbeikommen sollte. – https://www.facebook.com/JusosUfra

Zusammenfassend kann man sagen, dass friedliche Kundgebung und Protest ohne Begehen von Straftaten auch möglich ist von beiden Seiten, wie dieses Beispiel zeigt.

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