Pressebericht vom 30.07.2020

1175. Rassistische Beleidigungen zum Nachteil einer 19-Jährigen und einer 24-Jährigen – Schwabing/Isarvorstadt

1169. Pkw-Fahrer übersieht beim Rückwärtsfahren Fußgängerin – Garching

Am Mittwoch, 29.07.2020, gegen 11:55 Uhr, war ein 56-Jähriger aus dem Landkreis Aying mit seinem Pkw, Opel, zunächst auf der Freisinger Landstraße unterwegs. Auf Höhe der Hausnummer 1 fuhr er verbotswidrig nach rechts auf den Gehweg eines größeren Platzes vor einem Imbissstand und hielt dort an. Anschließend verließ er sein Fahrzeug.

Zum gleichen Zeitpunkt überquerte eine 88-jährige Rentnerin aus Garching die Fahrbahn der Freisinger Landstraße auf einer Fußgängerfurt und ging anschließend ebenfalls auf den Platz vor dem Imbissstand.

Als der 56-Jährige wieder in sein Fahrzeug eingestiegen war, fuhr er sofort rückwärts, um auf die Fahrbahn der Freisinger Landstraße einzufahren. Dabei stieß er gegen die sich hinter seinem Fahrzeug befindliche 88-Jährige und erfasste diese mit dem Fahrzeugheck.

Die Rentnerin stürzte daraufhin auf den Gehweg und verletzte sich dabei schwer. Sie musste mit dem Rettungsdienst zur stationären Behandlung in ein Klinikum verbracht werden.

1170. Pkw touchiert beim Überholen Radfahrer – Gräfelfing

Am Mittwoch, 29.07.2020, gegen 14:55 Uhr, fuhr ein 69-Jähriger mit seinem Mountainbike am rechten Fahrbahnrand der Alten Pasinger Straße in Lochham.

Zur gleichen Zeit fuhr eine 74-Jährige mit ihrem Pkw, Kia, ebenfalls auf der Alten Pasinger Straße in Lochham.

Als sich die 74-Jährige dem Fahrradfahrer näherte, setzte sie zum Überholvorgang an. Nachdem sie sich auf Höhe des Radfahrers befand, touchierte sie aufgrund des zu geringen Seitenabstands mit dem rechten Außenspiegel den 69-Jährigen.

Durch den Anstoß stürzte der 69-Jährige von seinem Mountainbike, prallte auf die Fahrbahn und verletzte sich schwer. Da er keinen Fahrradhelm trug, erlitt der 69-Jährige schwere Kopfverletzungen.

Er wurde im Anschluss mit dem Rettungsdienst zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus verbracht.

Am Pkw und am Fahrrad entstand geringer Sachschaden.

1171. Wohnungsbrand mit einer toten Person – Obergiesing

Am Mittwoch, 29.07.2020, gegen 16:20 Uhr, öffnete eine 47-Jährige Krankenpflegerin die Wohnungstüre einer 75-Jährigen pflegebedürftigen Seniorin im 2. Stock eines Wohnanwesens in Obergiesing.

Ihr kam starker Rauch- und Brandgeruch entgegen, weshalb sie die Zwei-Zimmer-Maisonette-Wohnung nicht mehr betreten konnte.

Über eine Nachbarin wurde die Feuerwehr gerufen. Diese fand im Wohnzimmer das brennende Krankenbett mit der darin liegenden 75-Jährigen vor und löschte den Brand.

Die seit ca. zwei Jahren bettlägerige Seniorin hatte durch das Feuer so starke Verbrennungen erlitten, dass sie daran verstarb.

In der Wohnung entstand durch den Brand ein erheblicher Sachschaden in Höhe von ca. 150.000,– Euro.

Das Kommissariat 13 übernahm vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache.

Die 75-Jährige war starke Kettenraucherin. Das Krankenbett weist im Kopfbereich starke Beschädigungen auf, weshalb derzeit als wahrscheinliche Brandursache von einer Inbrandsetzung durch Rauchzeugreste ausgegangen wird.

Die Ermittlungen dauern an.

1172. Kontrolle im Sperrbezirk – Milbertshofen

Am Montag 27.07.2020, gegen 19:00 Uhr, wurde in einem Massagebetrieb nahe der Schleißheimer Straße durch das Kommissariat 35 eine Kontrolle durchgeführt.

In den Räumlichkeiten konnten eine 62-jährige Vietnamesin und eine 61-jährige Vietnamesin, beide mit Wohnsitz in München, angetroffen werden. Bei der Überprüfung der Personalien konnte bei der 62-Jährigen das Fehlen einer notwendigen Arbeitserlaubnis festgestellt werden. Gegen sie wurde eine entsprechende Strafanzeige erstattet.

Die 61-Jährige gab sich gegenüber den Beamten als Besucherin aus. Bei der Kontrolle fanden sich Hinweise auf eine mögliche Arbeitsaufnahme sowie einer möglichen illegalen Prostitution. Dies ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen des Kommissariats 35.

1173. Enkeltrickbetrug – Aschheim

Am Dienstag, 28.07.2020, gegen 12:15 Uhr, erhielt eine 91-jährige Rentnerin einen Anruf von einer bislang unbekannten Täterin. Durch geschickte Gesprächsführung gab sich diese als deren Enkelin aus. Die Anruferin gab an, dass sie dringend Geld benötigen würde.

Die 91-jährige Seniorin sicherte die finanzielle Unterstützung zu und hob am Nachmittag einen fünfstelligen Bargeldbetrag bei ihrer Hausbank ab. Über ihr Mobiltelefon bestand andauernder Kontakt mit der Täterin.

Am Abend, gegen 20:30 Uhr, übergab die betagte Seniorin das in einem Kuvert verpackte Bargeld vor ihrem Wohnanwesen an einen Abholer. Bei diesem handelte es sich vermeintlich um einen Richter. Die Anruferin hatte zwischenzeitlich berichtet, dass sie in Haft genommen worden wäre und ihre Freilassung nur nach Zahlung einer Kaution möglich wäre.

Nachdem sich die 91-Jährige am nächsten Tag an ihre tatsächliche Enkelin wandte, wurde ihr bewusst, dass sie Opfer eines Enkeltrickbetruges wurde.

Die weiteren Ermittlungen werden durch das Kriminalfachdezernat 3 geführt.

1174. Größerer Polizeieinsatz nach Gewaltdelikt – Schwabing

Am Mittwoch, 29.07.2020, gegen 8:00 Uhr, teilte ein 23-Jähriger aus dem Landkreis Dachau mit, dass er soeben in seiner Schwabinger Wohnung mit einem spitzen Gegenstand angegriffen wurde. Alle Beteiligten wären noch vor Ort.

Aus diesem Grund fuhren mehrere Streifen zur Einsatzörtlichkeit.

Nach ersten Erkenntnissen kam es zu einem Streit in der Wohnung. Der 23-Jährige hatte dort den Geschlechtsverkehr mit einer 20-jährigen Münchnerin vollzogen. Dabei wurden sie von einer 21-Jährigen aus Schrobenhausen, welche sich ebenfalls in der Einzimmerwohnung befand, mit dem Mobiltelefon gefilmt.
Da sie damit nicht einverstanden waren, kam es zum Streit. Im Rahmen dessen verletzte die 21-Jährige die beiden mit einem spitzen Gegenstand. Sie selbst wurde ebenfalls durch Schläge verletzt.

Weitere Ermittlungen werden durch das Fachkommissariat geführt.

1175. Rassistische Beleidigungen zum Nachteil einer 19-Jährigen und einer 24-Jährigen – Schwabing/Isarvorstadt

Am Mittwoch, 22.07.2020 und am Donnerstag, 23.07.2020 kam es in Schwabing und in der Isarvorstadt zu zwei rassistischen Beleidigungen zum Nachteil einer 19-jährigen und einer 24-jährigen Frau.

Eine dunkelhäutige 19-jährige deutsche Schülerin aus dem Landkreis Starnberg wurde am Mittwoch, 22.07.2020, gegen 01:30 Uhr von einem 50-jährigen wohnsitzlosen Deutschen vor dem U-Bahn-Abgang Münchner Freiheit rassistisch beleidigt, als sie von der Feilitzschstraße kommend in Richtung Münchner Freiheit ging. Die Schülerin war durch die Äußerung sehr betroffen.
Der 50-jährige Obdachlose konnte von der alarmierten Polizei an der Tatörtlichkeit angetroffen werden. Gegen ihn wurde Strafanzeige wegen Beleidigung erstattet. Das Kommissariat 44 wurde mit den kriminalpolizeilichen Ermittlungen betraut.

In einem zweiten Fall wurde eine 24-jährige dunkelhäutige US-Amerikanerin am Donnerstag, 23.07.2020, gegen 18.30 Uhr, an der Bushaltestelle Stephansplatz beim Aussteigen aus einem MVG-Bus der Linie 62 rassistisch von einem unbekannten männlichen Fahrgast rassistisch beleidigt. Der Unbekannte war ebenfalls ein Fahrgast der Linie 62 gewesen, und verließ ebenso, wie die US-Amerikanerin, an der Haltestelle Stephansplatz den Bus und entfernte sich nach dem Vorfall in unbekannte Richtung. Die Geschädigte war von der Aussage des Unbekannten sehr betroffen.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen werden durch das Kommissariat 44 geführt.

Täterbeschreibung zum zweiten Fall:
ca. 65 Jahre alt, 175 cm groß, auffällig nach vorn gebeugte Haltung, mintgrünes T-Shirt, khakifarbene Dreiviertelhose, Basecap, Sandalen

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

1176. Transphober Übergriff – Isarvorstadt

Am Montag, 13.07.2020, gegen 17:50 Uhr, besuchte eine 31-jährige Person einen Backshop in der Isarvorstadt. Die 31-jährige Person ist erkennbar transsexuell und wurde beim Verlassen des Backshops von einem 32-jährigen Münchner in Bezug auf die sexuelle Orientierung beleidigt.
Auf Nachfrage der 31-jährigen Person, warum diese beleidigt wurde, schlug ihr der 32-Jährige mit der Faust ins Gesicht.

Als sich der 32-Jährige entfernte, warf die 31-jährige Person einen kleinen Stein nach dem Mann. Daraufhin kehrte der 32-Jährige mit zwei Männern, einem 32-Jährigem Münchner und einem unbekannten Mann, zurück. Der neu hinzugekommene 32-Jährige trat auf die 31-jährige Person ein, diese flüchtete in den Backshop. Als die 31-jährige Person den Polizeinotruf anrufen wollte, schlug ihr der unbekannte Mann das Handy aus der Hand. Angestellte des Backshops verständigten daraufhin die Polizei, welche die beiden 32-Jährigen festnahm. Der unbekannte Mann konnte sich vor Eintreffen der Polizeibeamten vom Tatort entfernen.

Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen werden durch das Kommissariat 44 geführt.

Täterbeschreibung des unbekannten Mannes:
Die 31-jährige Person konnte lediglich angeben, dass der Mann dunkelhäutig war.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 44 Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.