Pressebericht vom 30.09.2019

1440. Betrug mittels sogenanntem Enkeltrick – Bogenhausen
1441. Zwei Radfahrerinnen kommen zu Sturz und verletzten sich dabei – Neuhausen
1442. Pkw kollidiert beim Abbiegen mit Motorradfahrer; eine Person verletzt – Hohenbrunn
1443. Polizeieinsatz aufgrund Anscheinswaffen – Harlaching
1444. Verlauf des Fußballspiels TSV München von 1860 – 1. FC Kaiserslautern
1445. Fußgängerin tritt unvermittelt auf die Fahrbahn und wird bei Unfall verletzt – Schwabing

1446. Drohnenflug über der Wiesn
1447. Fahrt mit E-Scooter auf dem Festgelände
1448. Betrunkener zeigt sein Geschlechtsteil
1449. Gefährliche Körperverletzung in einem Festzelt
1450. #Wiesnwache auf Twitter – Resümee

1440. Betrug mittels sogenanntem Enkeltrick – Bogenhausen

Am Freitag, 27.09.2019, wurde ein über 80-jähriger Münchner telefonisch kontaktiert. Die Anruferin gab sich als seine Schwiegerenkelin aus und erzählte ihm, dass sie eine Wohnung in Schwabing kaufen wolle und dafür eine Anzahlung brauche. Da ihre Kreditkarte nicht funktioniere, bräuchte sie so viel Bargeld wie möglich von dem Rentner.

Der Münchner ging anschließend zu einer Bankfiliale und hob mehrere tausend Euro von seinem Konto ab. Anschließend wurde er von der Anruferin in die Gebelestraße gebeten, wo er das Bargeld an einen unbekannten Mann übergab. Bei ihm solle es sich um einen Angestellten des Maklers handeln. Der Unbekannte quittierte dem Rentner den Erhalt des Bargelds auf einem Zettel.

Nach der Geldübergabe wurde der Münchner erneut von der unbekannten Frau kontaktiert und aufgefordert weiteres Geld vom Konto abzuheben. Dies tat er auch.

Bevor es zu einer erneuten Geldübergabe kam, wurde der Rentner misstrauisch und meldete den Sachverhalt über den Polizeinotruf. Die Ermittlungen wurden durch die AG Phänomene der Kriminalpolizei übernommen.

Der Abholer wird wie folgt beschrieben:
Männlich, ca. 170 cm groß, untersetzte Figur, kurze, dunkle Haare. Weitere Angaben konnten nicht gemacht werden.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3 – AG Phänomene, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Seien Sie misstrauisch, wenn sich Personen am Telefon als Verwandte oder Bekannte ausgeben, die Sie als solche nicht erkennen.
Geben Sie keine Details zu Ihren familiären oder finanziellen Verhältnissen preis.
Halten Sie nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache.
Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte Personen.
Ändern Sie Ihren Eintrag im Telefonbuch, indem Sie Ihren Vornamen abkürzen.
Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen eine Kontaktaufnahme verdächtig vorkommt: Notrufnummer 110.

1441. Zwei Radfahrerinnen kommen zu Sturz und verletzten sich dabei – Neuhausen

Fall 1:
Am Sonntag, 29.09.2019, gegen 14:05 Uhr, fuhr eine 55-jährige Münchnerin mit ihrem Fahrrad die Romanstraße in Richtung Osten. Sie fuhr am rechten Fahrbahnrand und verlor auf Höhe der Hausnummer 6 aus bislang unbekannter Ursache die Beherrschung über ihr Fahrrad und sie stürzte schließlich zu Boden. Sie schlug mit dem Kopf auf der Fahrbahn auf und verletzte sich dabei schwer.

Zur Behandlung ihrer Verletzungen wurde sie von dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die 55-Jährige trug keinen Fahrradhelm.

Fall 2:
Am Sonntag, 29.09.2019, gegen 20:55 Uhr, fuhr eine 56-Jährige aus Brandenburg mit ihrem Fahrrad auf der Romanstraße. Auf Höhe der Hausnummer 17 kam sie aus bislang ungeklärten Gründen zu Sturz. Passanten fanden sie auf der Fahrbahn liegend auf und verständigten den Rettungsdienst.

Die 56-Jährige wurde mit schweren Kopfverletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Sie trug keinen Fahrradhelm.

Im Rahmen der Unfallaufnahme wurde festgestellt, dass die 56-Jährige alkoholisiert war. Bei ihr wurde die Entnahme einer Blutprobe angeordnet. Gegen sie wird nun wegen Trunkenheit im Straßenverkehr ermittelt.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise zum Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich mit dem Unfallkommando, Tegernseer Landstraße 210, 81549 München, Tel.: 089/6216-3322, in Verbindung zu setzen.

Präventionshinweis:
Die Münchner Polizei rät, beim Radfahren einen Helm zu tragen. Das Tragen eines Fahrradhelms kann schwerwiegende Kopfverletzungen vermeiden und sogar Leben retten!

Der übermäßige Genuss von Alkohol beeinträchtigt die Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und die Eigenschaft ein Fahrzeug sicher führen zu können. Auch beim Radfahren können unter Alkoholeinfluss schwerwiegende Verkehrsunfälle geschehen.

1442. Pkw kollidiert beim Abbiegen mit Motorradfahrer; eine Person verletzt – Hohenbrunn

Am Sonntag, 29.09.2019, gegen 16:30 Uhr, fuhr ein 37-jähriger Münchner mit seinem Pkw Audi auf der BAB 99 in Richtung Süden und verließ die Autobahn an der Anschlussstelle Hohenbrunn. Am Ende der Ausfahrt wollte er nach links auf die B 471 Hohenbrunner Straße in Richtung Hohenbrunn abbiegen. An dieser Kreuzung galt für den 37-Jährigen Vorfahrt achten.

Zur gleichen Zeit befuhr ein 57-Jähriger aus dem Landkreis Erding mit seinem Kraftrad Kawasaki die B 471 in Richtung Putzbrunn. Der 37-Jährige bog ab und missachtete die Vorfahrt des von links kommenden Motorradfahrers. Um den Zusammenstoß zu vermeiden, bremsten beide Fahrzeugführer stark ab. Dabei stürzte der 57-Jährige und sein Motorrad kollidierte mit dem Audi des Münchners.

Durch den Unfall wurde der Motorradfahrer verletzt. Er kam mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus. Der Pkw-Fahrer wurde nicht verletzt.

An beiden Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von ca. 6.500 Euro. Im Rahmen der Unfallaufnahme kam es lediglich zu geringen Verkehrsbeeinträchtigungen.

1443. Polizeieinsatz aufgrund Anscheinswaffen – Harlaching

Am Samstag, 28.09.2019, gegen 13:15 Uhr, wurde die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums München von einem Anwohner informiert, dass sich im Bereich des Griechenplatz zwei Personen aufhalten würden. Diese hantieren zum einen mit einer Maschinenpistole und würden zudem diverse Zielübungen ausführen. Kurze Zeit später konnten im genannten Bereich ein 14-Jähriger und ein 15-jähriger Münchner angetroffen werden, welche auf Aufforderung zwei sogenannte Anscheinswaffen übergaben.

Die Jugendlichen gaben an, die Waffen in einem Geschäft kurz davor gekauft zu haben. Die Anscheinswaffen wurden sichergestellt, beide Jugendlichen erwartet nun eine Anzeige wegen Führen von Anscheinswaffen.

Hinweis Ihrer Münchner Polizei:
Anscheinswaffen sind in der heutigen Zeit so authentisch in ihrer Optik geworden, dass sie selbst für ein geschultes Auge in einer stressigen Situation und/oder bei schlechter Sicht kaum zu unterscheiden sind. Solche Anscheinswaffen haben nichts in der Öffentlichkeit zu suchen, auch wenn sie als Spielzeug angesehen werden.

1444. Verlauf des Fußballspiels TSV München von 1860 – 1. FC Kaiserslautern

Am Samstag, 28.09.2019, gegen 14:00 Uhr, fand das Fußballspiel zwischen dem TSV München von 1860 und 1. FC Kaiserslautern statt. Das Spiel endete mit einem Ergebnis von 3:1 für den Verein aus München. Nach Abpfiff herrschte aufgrund des sportlichen Misserfolgs im Gästeblock sehr aufgeheizte Stimmung.

Einige Anhänger des 1. FC Kaiserslautern kletterten auf den Zaun und es kam zu Becherwürfen gegen die eigene Mannschaft. Zeitgleich wurde durch die Gästefans ein Rettungstor zum Spielfeld aufgedrückt. Um einen Platzsturm zu verhindern, zogen Polizeibeamte eine Kette vor dem Gästeblock ein, hierbei kam es zu zahlreichen Becherwürfen und zu einem Tritt eines Gästefans in Richtung der Polizeibeamten. Ein Polizeibeamter wurde dadurch verletzt.

Um das Rettungstor wieder zu verschließen und die Gästefans zurück zu halten, musste von Seiten der Polizei „unmittelbarer Zwang“ in Form von Schieben und Drücken angewendet werden. Es kam zudem vereinzelt zum Einsatz des Schlagstockes und des Pfeffersprays.

Die Gästefans wurden im Anschluss zu einem Sonderzug begleitet.

1445. Fußgängerin tritt unvermittelt auf die Fahrbahn und wird bei Unfall verletzt – Schwabing

Am Sonntag, 29.09.2019, gegen 14:15 Uhr, wollte eine 27-jährige Münchnerin die Schwere-Reiter-Straße überqueren. Sie hatte Kopfhörer im Ohr und betrat die Fahrbahn, ohne auf den dortigen Verkehr zu achten.

Gleichzeitig fuhr ein 29-Jähriger mit seinem Linienbus die Haltestelle „Infanteriestraße“ an. Er konnte der 27-Jährigen nicht mehr ausweichen und es kam zum Zusammenstoß zwischen dem Linienbus und der Fußgängerin.

Sie wurde dadurch verletzt und kam mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus. Der Busfahrer sowie seine Insassen blieben unverletzt.

Präventionshinweis:
Nicht selten sind die Kopfhörer geräuschisolierend konstruiert, wodurch Außengeräusche gar nicht mehr wahrgenommen werden. Dieses Ausblenden der Umgebung ist im Verkehr allerdings äußerst gefährlich.
Das Hören von lauter Musik über einen Kopfhörer lenkt ab, beeinträchtigt die Aufmerksamkeit und erhöht so das Risiko von Unfällen im Straßenverkehr.