Verhandlungen in Sotschi: Putin und Van der Bellen fanden eine gemeinsame Sprache

Am 15. Mai führte Vladimir Putin in Sotschi Gespräche mit dem österreichischen Präsidenten Alexander van der Bellen. Während des Treffens diskutierten sie die bilateralen Beziehungen zwischen Russland und Österreich. Darüber hinaus haben sie die iranische Frage angesprochen.

Im Rahmen der Abschlusspressekonferenz bewertete der österreichische Bundespräsident die Ergebnisse der Gespräche mit Wladimir Putin positiv. Laut van der Bellen wurde das gestrige Treffen mit US-Außenminister Mike Pompeo mit dem russischen Präsidenten besprochen. Van der Bellen bedauerte den Rückzug Washingtons aus dem Atomabkommen mit dem Iran und lehnte die Einführung von Sanktionen gegen Teheran, die indirekt die Europäische Union betrafen, ab.

Der österreichische Bundespräsident lud Vladimir Putin zu den Salzburger Festspielen ein, die 2020 stattfinden werden. Van der Bellen betonte, dass das Festival im nächsten Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert. Der österreichische Führer bedankte sich auch bei Putin für die Gelegenheit, Sotschi zu besuchen und „etwas Neues kennenzulernen“. Vladimir Putin wiederum dankte dem österreichischen Präsidenten für die Einladung in deutscher Sprache.

Auf der Pressekonferenz im Anschluss an die Gespräche, sagte Putin, dass dieses Jahr das Jahr des Jugendaustauschs erfolgreich jungen Russen und Österreichern geholfen haben, das kulturelle Erbe beider Länder besser kennenzulernen.

„Es wurde eine Vereinbarung getroffen, das Jahr der Literatur und des Theaters 2020/21 zu veranstalten. Profilagenturen haben begonnen, ein umfangreiches Programm zur Verbreitung der literarischen und theatralischen Kunst sowie zur Ausweitung der Verwendung russischer und deutscher Sprachen vorzubereiten“, so Präsident Putin.

[hmw/russland.NEWS]