Britisches Sondereinsatzkommando in Estland bespitzelt Russland – Medien

Soldat der britischen Spezialeinheit während Übung (Archivbild)

© Foto: U.S. Army / Spc. Audrey Ward
Zwei Reservebataillone des Britischen Sondereinsatzkommandos (SAS), die vor einem halben Jahr nach Estland verlegt worden waren, befassen sich laut dem britischen Portal „Daily Star“ mit dem Monitoring der „russischen Aktivität“ in den Grenzgebieten.
Dem Blatt zufolge führen das 21. und das 23. Bataillon Operationen durch, die auf die Beobachtung der Verlegung eines potenziellen Gegners und die Analyse seiner Absichten hinauslaufen.

Wie „Daily Star“ berichtet, werden sich die SAS-Kämpfer im Fall eines „Angriffs“ Russlands gegen Estland im Hinterland des Gegners befinden, von wo sie vertrauliche Mitteilungen über die Bewegung der feindlichen Truppen senden würden. Sie können zudem Aufklärungsdrohnen einsetzen, um die russische Aktivität entlang der estnischen Grenze zu beobachten.
Auf dem Nato-Gipfel in Warschau 2016 hatte die Allianz beschlossen, in Lettland, Litauen, Estland und Polen auf Bitte dieser Länder multinationale Bataillone auf Grundlage der Rotation zu stationieren. Eine Nato-Kampfbataillon-Gruppe mit 1200 Soldaten aus Großbritannien und Frankreich wurde im April 2017 in der Stadt Tapa disloziert. An der Spitze des internationalen Bataillons steht Großbritannien. Im Januar 2018 war das französische Kontingent durch dänisches Militär ausgewechselt worden.

Im Dezember war mitgeteilt worden, dass Großbritannien im nächsten Jahr beabsichtige, seine Militärpräsenz in der Republik zu verstärken.
In Moskau wurde dazu erklärt, dass Russland keine Absicht habe, irgendein Land der Allianz oder einen anderen Staat anzugreifen. Verteidigungsminister Sergej Schoigu betonte wiederholt, dass angesichts der Hysterie in Polen und im Baltikum sich die Quantität der Nato-Truppen an den russischen Grenzen um das Siebenfache erhöht habe.