Asyl: Schutzstatus wird offenbar automatisch zum Aufenthaltsrecht › Jouwatch

<imgsrc=““ alt=“Symbolfoto:Von Irisland/shutterstock“ title=“Asylbewerber Muslima, flue“/> Wer einmal drin ist, bleibt (Symbolfoto:Von Irisland/shutterstock)

Wer in Deutschland als Asylsuchender erstmal den Schutzstatus erhalten hat, braucht eigentlich nichts mehr zu fürchten: Nur 1,2 Prozent aller Widerrufprüfungen bei anerkannten Asylbewerbern endeten im vergangenen Jahr mit der Aberkennung des Schutzstatus, antwortete die Regierung nun auf eine Frage der FDP.

Dass der zeitlich begrenzte Asylaufenthalt und die Einwanderung nicht miteinander vermischt werden sollen, erzählen Politiker immer wieder gerne. Sogenannte Schutzberechtigte sollen eigentlich in ihre Heimat zurückkehren, wenn die Gefahr vorüber ist. Noch 2016 versprach die Kanzlerin vor ihrem CDU-Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern, dass Flüchtlinge nur „einen zeitweiligen Schutz“ erhielten. Unter dem Applaus ihrer Ergebenen behauptete Angela Merkel damals, man „den Menschen aber auch sagen sollte: Das ist ein temporärer Aufenthaltsstatus. Und wir erwarten, dass, wenn wieder Frieden in Syrien ist, wenn der IS im Irak besiegt ist, dass ihr mit dem Wissen, das ihr bei uns erworben habt, wieder in eure Heimat zurückgeht.“ Das Reden und Handeln in Deutschland weit auseinander klaffen und die Wirklichkeit eine andere ist, dürfte gut zwei Jahre nach dem Merkel-Auftritt auch dem Letzten klar geworden sein.

Nach Erhalt des befristeten Schutztitels hat das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) drei Jahre Zeit, den Fortbestand des Fluchtgrunds zu prüfen und ihn auch wieder zu entziehen, wenn die Verfolgung nicht nachgewiesen oder der Bürgerkrieg beendet ist, berichtet die Welt. Ist das nicht der Fall, erhalten sogenannte Flüchtlinge schon drei bis fünf Jahre nach der Anerkennung ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht, was in diesem Land offenbar zur Regel geworden ist. (MS)

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